Radieschenblätter-Pesto

Mittlerweile dürfte bei den meisten Lesern meines Blogs angekommen sein, dass ich es liebe, frische Radieschenblätter und anderes Grünzeug zu verkochen, das oftmals – zu Unrecht – in den Müll wandert.

Radieschenblätter-Pesto erlaubt es, größere Mengen zu verarbeiten. Am Ende schmeckt es ein bisschen wie Pesto Genovese, aber auch wieder nicht, weil es zusätzlich zum dominaten Kräuter-Geschmack auch diesen charmanten, schlanken Blatt-Geschmack hat, den ich sehr schätze.

Ich nehme dieses Pesto als kleine Geschmacksbomben, etwa auf Salat, in Aufstrichen, aber auch in allen möglichen Rezepten für Gekochtes. In den nächsten Tagen werde ich einige Rezepte dafür zeigen.

Ein weiterer Vorteil: Ich nehme nur bestes Olivenöl, womit Radieschenblätter-Pesto wesentlich hochwertiger und besser ist, als die meisten gekauften grünen Pestos aus dem Supermarkt. Was mich ja immer maßlos ärgert, sind jene Anbieter, die „mit Olivenöl“ draufschreiben und dann dreht man das Glas um un sieht: 30% Rapsöl, 10% Sonnenblumenöl, 2% Olivenöl. Sauerei!! Selbermachen ist also auch deswegen die bessere Option!

Für ca. 2 Gläser:

  • 300g Radieschenblätter (mit Stielen; =ca. die Menge von 3-4 Bund Radieschen)
  • 2 Handvoll Basilikumblätter (mit Stielen)
  • 1 Handvoll Oreganoblätter (mit Stielen)
  • 1 Handvoll Estragonblätter (mit Stielen) –> Die Kräuter können auch in anderem Mischverhältnis zugegeben werden!
  • 100g Cashew-Kerne (Mandeln oder Walnüsse schmecken auch gut)
  • Saft + etwas Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 300ml Olivenöl
  • 2 EL heller Essig
  • 1 EL Erythrit
  • 4 EL Salz

Die Blätter und Kerne grob zerkleinern und gemeinsam mit den restlichen Zutaten in einen Hochleistungsmixer füllen und so lange passieren, bis die Konsistenz schön pestoartig ist. Wer keinen Hochleistungsmixer hat, sollte die große Menge in mehrere Portionen aufteilen, damit Pürierstab oder Mixer nicht w.o. geben, und muss vielleicht doch die Stiele weglassen (schade drum), weil sie zu fasrig für normale Mixer sind.

In saubere, heiß ausgewaschene Schraubgläser füllen.

Wenn man das Pesto in den Gläsern nun noch mit einer Schicht Olivenöl bedeckt und immer mit einem sauberen Löffel reinfährt, danach jedes Mal wieder eine Schicht Olivenöl, hält das Pesto monatelang im Kühlschrank!

Radieschenblaetter-Pesto_03

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Gefüllte Paprika mit Käferbohnen-Champignons-Fülle

Ich liebe gefülltes Gemüse einfach! Dicke, kugelrunde Paprika sind natürlich optimal geeignet, aber ich fülle auch gerne Zucchini, Gurken oder Zwiebeln. Am liebsten mag ich die roten Paprika, die sind nach dem Garen auch ein wenig süß, aber man kann auch gut grüne oder gelbe nehmen. Die roten passen so wunderbar zur leicht süßlichen Bohnen-Apfel-Fülle!

Käferbohnen nennt man in Österreich (insbes. in der Steiermark) übrigens die Bohnenkerne der Feuerbohnen. Hier hab ich schon mal über die Ernte der bunten Schätze geschrieben.

Wir waren grade ein paar Tage in der Steiermark urlauben und ich hab jeden Tag zu irgendeiner Mahlzeit (Jause, Hauptspeise, Beilage…) Käferbohnensalat mit Kernöl gegessen. Das ist vielleicht ein bisschen wahnsinnig, aber ich liebe die Steirischen Käferbohnen sooo! Und so groß und dick wie dort werden sie in unserem Klima einfach nicht. Die Südsteirer sind ja wirklich Kinder der Sonne, da können wir hier im Salzburger Land nicht mithalten. Egal, so gibt es auch immer wieder einen Grund, in die Südsteirische Weinstraße zu fahren (muss ich erwähnen, dass wir unseren Kofferraum voll mit köstlichen Weinen beladen haben?)! 🙂

 

2 Portionen:

  • 3 sehr große oder 4 normalgroße rote Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebel oder Lauchzwiebel
  • 1 Chili
  • 1 kl. säuerlicher Apfel
  • 200g Champignons
  • 1 Dose Käferbohnen (400g) (alternativ, wenn keine Käferbohnen verfügbar, Kidneybohnen)
  • 50g gemischte Nüsse & Kerne (ich hatte Walnüsse, Sonnenblumenkerne und Mandeln)
  • 4 geh. EL (Kräuter-)Frischkäse oder Crème frâiche oder Sauerrahm
  • 4 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Balsamico-Essig oder Balsamico-Essigsenf
  • 50g Gouda, gerieben oder grob gehackt
  • frischer Estragon
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl

Paprika längs halbieren und die Kerne entfernen. Innen etwas salzen.

Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken und in Öl anbraten.

Frühlingszwiebel (mit Grün) in Ringe schneiden, Apfel (mit Schale) sowie Champignons in möglichst kleine Würferl. Zugeben und dünsten lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Nüsse und Kerne mit der Nussreibe eher grob reiben. Unterrühren.

Frischkäse, Tomatenmark und Essig gemeinsam mit der Dose Bohnen unterrühren und noch kurz weiterdünsten lassen. Mit gehacktem Estragon, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Fülle in die Paprikaschiffchen geben und mit etwas Gouda bestreuen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder in eine Auflaufform geben und für 25-30min ab in den Ofen.

Dazu passt hervorragend grüner Salat mit Kernöl (wir hatten außerdem noch Radieschen und Estragon drin).

Lachs-Krautroulade mit glasierten Walnüssen

Dieses Rezept hab ich (in von mir etwas abgewandelter Version) von Chefkoch.de, genauer gesagt vom Autor baumbart66. Der Serviervorschlag war eine Kombination mit Rosmarinkartoffeln, was ich in dem Fall auch gemacht habe, weil wir noch so schöne bunte Erdäpfel aus eigener Ernte hatten (sind die kleinen lavendel- und lilafarbenen nicht einfach putzig?).

Für Low Carb kann man aber ganz wunderbar Topinambur-, Pastinaken-, Petersil- oder Sellerie“erdäpfel“ machen, wie in diesem Rezept für Gebratene Forelle mit Petersil-Wurzelgemüse. Daniela zeigt auf LowCarbGoodies auch ein Rezept für Rosmarin“kartoffeln“ aus Radi (Weißem Rettich). Das klingt lecker, hab ich aber noch nicht ausprobiert. Alles in allem also keine Kunst, in diesem Rezept auf die Erdäpfel zu verzichten.

Ich schildere daher in der Rezeptbeschreibung auch nur die Zubereitung der Lachs-Krautroulade:

2 Portionen:

  • 2 (TK-)Lachsfilets (aufgetaut)
  • 1/2 kl. Weißkrautkopf oder Kopf Braunschweigerkraut=Jaromakohl=Urkohl
  • 1-2 Karotten (je nach Größe)
  • 2 Stangen Sellerie
  • 80g Walnüsse
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Chili
  • mind. ein Achterl=125ml trockener Weißwein
  • 1 geh. TL Erythrit
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Als Beilage:

  • gekochtes Wurzelgemüse, Butter zum Braten und Rosmarin

Die größeren äußeren Blätter des Krautkopfs vorsichtig abziehen. Das restliche Kraut feinnudelig schneiden. Die Karotte, den Sellerie, die Knoblauchzehen und die Chilischote hacken.

Den (aufgetauten) Lachs mit etwas Zitronensaft säuern.

Die großen Krautblätter in Salzwasser ca. 3min blanchieren und etwas überkühlen lassen.

Das zerkleinerte Gemüse in Erdnussöl anbraten, salzen und pfeffern. Ca. 5min braten (es soll ruhig noch Biss haben).

Eine Auflaufform fetten und das Gemüse hineingeben.

Den Lachs scharf in derselben Pfanne scharf von allen Seiten in etwas Erdnussöl anbraten. Dann mit dem Weißwein ablöschen, salzen, pfeffern und etwas ziehen lassen. Herausnehmen und in die blanchierten Krautblätter einrollen (evtl. nochmals etwas würzen). Auf dem Gemüsebett in der Auflaufform drapieren.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die Walnüsse und das Erythrit im Weißwein-Sud einkochen, bis er etwas eindickt. Dann über die Fischrouladen geben und 10-15min (je nach Größe der Fischfilets) garen.

In der Zwischenzeit das Rosmarin-Wurzelgemüse (oder die Rosmarinkartoffeln) zubereiten.

Dazu passen ein Klecks Sauerrahm und ein frischer grüner Salat.

 

 

Ofengemüse auf Quinoa mit Romesco-Sauce

Ich habe nun schon mehrmals von dem wahnsinnig tollen Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones geschrieben, und es wird heute auch sicher nicht das letzte Mal sein, weil ich so begeistert davon bin. 🙂 Dieses Rezept von Anna Jones hab ich ein bisschen abgeändert, indem ich beim Gemüse varriert und Quinoa* anstatt Emmer genommen hab, das einzige (Pseudo-)Getreide, das mit Low Carb verträglich ist. Die Idee mit der Romesco-Sauce ist grandios!

Übrigens: Wenn ihr nur rote geröstete Paprika nehmt (in meinem Glas waren gelbe, orange und rote), dann wird die Farbe der Sauce noch schöner. Das vegane Gericht ist aber auch so schon eine Augenweide!

2 Portionen:

  • 1 kl. Tasse Quinoa* (ca. 100g)
  • 1/2 normalgroßer Butternuss-Kürbis
  • 1 roter Paprika
  • 4 große Frühlingszwiebeln oder Lauchzwiebel (alternativ Lauch)
  • 2 EL Olivenöl
  • Saft+Schale einer Bio-Zitrone
  • viel frische Petersilie und/oder Koriandergrün
  • Salz, Pfeffer

Für die Romesco-Sauce (Menge reicht für dieses Essen und ein kleines Vorratsglas, das sich mit Olivenöl bedeckt 2 Wochen im Kühlschrank hält, wenn man zum Rauslöffeln immer wieder einen neuen Löffel nimmt und Olivenöl nachgießt):

  • 2 Gläser gegrillte Paprika aus dem Glas à 280g (Abtropfgewicht 160g; im Idealfall findet ihr welche in Olivenöl)
  • 100g (blanchierte) Mandeln (oder Mandeln und Walnüsse gemischt)
  • 1 Chili
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Pul Biber (türk. Paprikaflocken) oder Pimenton de la Vera (span. Räucherpaprika)
  • mind. 8 EL Olivenöl oder das Einlege-Öl und Olivenöl gemischt
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Wasser

 

Zuerst die Mandeln blanchieren, wenn diese ungehäutet sind. Dafür einfach 2min in Wasser kochen und mit kaltem Wasser abschrecken. Die Haut kann dann ganz einfach und schnell abgezogen werden.

Mandeln in einer Pfanne trocknen und in weiterer Folge anrösten.

In der Zwischenzeit Knoblauch und Chili hacken.

Wenn die Mandeln langsam braun werden, 1 EL Olivenöl unterrühren und Knoblauchzehen, Chili sowie die  Paprikaflocken unterrühren. Kurz bräunen lassen, dann Pfanne ausschalten.

Die schlampig abgetropften eingelegten Paprika mit den Nüssen und den restlichen Zutaten im Mixer oder mit dem Zauberstab pürieren. Hier kann man entscheiden, ob man die Sauce lieber sämig oder stückig will. Wenn sie zu dick ist, etwas Wasser zugeben, dann ggf. noch einmal abschmecken.

Stehen lassen und durchziehen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Nun den Butternut schälen und in ziemlich große Stücke schneiden. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen. Die Kerne kann man übrigens super in einer Ecke mit aufs Backblech legen und zu knusprigen, gewürzten Kürbiskernen verarbeiten wie in diesem Rezept.

Paprika und Frühlingszwiebeln ebenso in große Stücke schneiden und aufs Backblech geben.

Das Gemüse salzen, pfeffern, mit der Zitronenschale bestreuen. Schließlich etwas Olivenöl darüber träufeln.

Für 35-40min ab ins Backrohr.

Den Quinoa in einem Sieb waschen, dann mit der doppelten Menge Wasser, etwas Salz, Pfeffer und dem übrigens Zitronensaft in 15min weich kochen. Platte ausschalten und die restliche Zeit durchziehen lassen.

Wenn alles fertig ist, Quinoa auf einer vorgewärmten Servierplatte verteilen, Gemüse darauf legen, mit Romesco-Sauce beträufeln und mit ordentlich Petersilie und/oder Koriander bestreuen.

 

 

*Quinoa enthält zwar Kohlenhydrate (59g KH auf 100g ungekochte Quinoakörner; 17g auf 100g gekochte), weist jedoch auch einen besonders hohen Proteinanteil und essentielle Aminosäuren auf.  Auch der Eisen-, Mangan- und Magnesiumanteil sind sehr hoch (und Kohlenhydrate werden übrigens in Anwesenheit von Mangan effizienter abgebaut). Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge. Alles in allem ist Quinoa demnach ab und zu eine gute Ergänzung für die Low Carb-Ernährung, wenn er in Maßen gegessen wird. Er wird auch von div. Low Carb-Ernährungsformen als einziges “Getreide” (ist ja eigentlich ein Pseudogetreide, weil die Pflanze nicht zur Familie der Süßgräser gehört) empfohlen.

 

Linsen-Schlutzkrapfen mit Bärlauch und Walnussbutter

Frage 1: Was macht man, wenn man am Sonntag unbedingt Bettis Linsennudeln mit Röstpaprikacreme nachkochen will, jedoch weder Paprika noch Ajvar zuhause hat?

Antwort: Man entscheidet sich für ein anderes Sugo, nämlich der Jahreszeit entsprechend eines mit Bärlauch.

Frage 2: Was macht man, wenn man während des Teig-Anrührens draufkommt, dass das Eiweißpulver knapp nicht mehr reicht?

Antwort: Man ersetzt das bisschen EWP, das noch fehlt, durch Milchpulver und ein wenig Pfeilwurzelstärke.

Frage 3: Was macht man, wenn man in geistiger Umnachtung 3 Eier in die laufende Küchenmaschine schlägt, obwohl das Originalrezept für 2 Portionen eigentlich nur 2 Eier bräuchte?

Antwort: Man gibt noch mehr von den trockenen Zutaten dazu. Allerdings fehlt nun das Eiweißpulver für Portion Nr. 3 gänzlich, also her mit dem Magermilchpulver.

Frage 4: Was macht man, wenn der Teig (sicherlich aufgrund des Ersetzens von Eiweißpulver mit Magermilchpulver) ziemlich klebrig ist und sich nicht zu den gewünschten Nudeln verarbeiten lässt?

Antwort: Man kriegt einen Wutanfall und ist nahe dran, den ganzen blöden Mistteig aus dem Fenster zu schmeißen. Zum Glück gibt es meinen cleveren, nicht aus der Ruhe zu bringenden Ehemann, der kurzerhand beschließt, den Teig zu Schlutzkrapfen mit Bärlauchfülle umzufunktionieren – und plötzlich ist alles wieder gut. 😀 ❤

 

2 Portionen:

  • 75g rote Linsen, mit der Kaffeemühle zu Mehl gemahlen (oder einfach gekauftes Linsenmehl)
  • 30g Eiweißpulver, natur
  • 30g Magermilchpulver (ersatzweise müssten auch 60g Eiweißpulver funktionieren)
  • 1 TL Pfeilwurzelstärke
  • 1 Msp. Guakernmehl
  • 15g Flohsamenschalen
  • 3 Eier M
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 4 TL Bärlauchpesto oder 1 (zusätzliche) kl. Handvoll Bärlauch, fein gehackt, gesalzen und mit 1 EL Olivenöl vermengt (oder Pesto Genovese)
  • 1 kl. Handvoll Bärlauch
  • 8 TL Frischkäse oder Sauerrahm oder Crème fraîche (ich hatte Ziegenfrischkäse)
  • 1 großes Stück Butter
  • 1 kl. Handvoll Walnüsse
  • 1 kl. Handvoll geriebene Nüsse
  • etwas Parmesan oder Grana Padano oder Pecorino zum Drüberhobeln
  • Salz, Pfeffer

Erst die Linsen in der Kaffeemühle fein mahlen. Mit dem Eiweißpulver, dem Milchpulver, der Stärke, dem Guakernmehl, den Flohsamenschalen und dem Salz vermengen.

Eier und Olivenöl schaumig schlagen, dann esslöffelweise die trockenen Zutaten unterrühren.

Den klebrigen Teig in einem großen Blatt Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Stunde ab in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit kann man ein wenig Bärlauch sammeln (und dabei, wie ich, so richtig schön im Matsch einsinken. Nach dem Schuheputzen ist die Stunde Wartezeit auch um).

Ein zweites Blatt Frischhaltefolie abschneiden und mit ein paar geriebenen Nüssen bestreuen. Teig da draufsetzen, dann noch mehr geriebene Nüsse auf die Teigkugel streuen, die zweite Frischhaltefolie darauflegen und so den Teig zwischen zwei Folien mit dem Nudelwalker=Teigroller möglichst rechtreckig ausrollen.

Teig in 8 Rechtecke teilen (am besten mit dem Pizzaroller; sonst geht natürlich auch ein angefeuchtetes Messer) und diese noch ein wenig salzen und pfeffern.

Bärlauch und Walnüsse grob hacken.

Auf jedes Teig-Rechteck einen schwachen TL Frischkäse, einen halben TL Bärlauchpesto (oder die Bärlauch-Olivenöl-Alternative) sowie ein paar gehackte Bärlauchblättchen streuen. Teigtaschen verschließen und mit einer angefeuchteten Gabel die Ränder zusammendrücken. Dabei entsteht die typische Rillenform. Die fertigen Schlutzkrapfen auf ein mit den restlichen geriebenen Nüssen bemehltes Brett legen.

Achtung: Beim Befüllen der Schlutzkrapfen zügig arbeiten, damit der Teig nicht allzu warm (d.h. klebrig) wird. Wer sich Zeit lassen will, kann evtl. einen Teil der noch nicht verarbeiteten Teigstücke in den Kühlschrank stellen oder die Frischhaltefolie mit dem Teig auf ein zuvor eingefrorenes (also ziemlich kühles) Backblech legen.

Wenn alle Schlutzkrapfen fertig sind, gesalzenes Wasser zum Sieden (nicht blubbernd  Kochen!) bringen. Währenddessen Backrohr auf 50°C vorheizen, um Teller und Schlutzkrapfen warmzuhalten.

Die Schlutzkrapfen nach und nach im Tranchen ins Wasser geben und sanft sieden lassen, bis sie von alleine nach oben steigen. Noch etwa 30 Sekunden extra drin lassen, wenn sie schon oben schwimmen, dann rausnehmen. Das macht ca. 3min Siedezeit für die einzelnen Krapfen. Mit Küchenrolle abtupfen und ins Rohr auf die warmen Teller legen.

In der Zwischenzeit die Butter zerlassen, grob gehackte Walnüsse und den restlichen grob gehackten Bärlauch einrühren.

Schlutzkrapfen auf Tellern anrichten, Bärlauch-Wallnüsse darüber geben und abschließend noch ein paar Parmesanhobel (am besten mit dem Gurkenhobel=Sparschäler) darüber verteilen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Dazu passt Blattsalat mit Walnussöl oder Walnussessig (oder beidem).

Muhammara mit Joghurt und pochiertem Ei

Müsste ich mich jetzt entscheiden, was ich ab sofort bis an mein Lebensende jeden Tag essen möchte, dann würde ich wahrscheinlich „Muhammara“ sagen.

Ich kannte diese Delikatesse bis vor Kurzem nicht – bis ich über das fantastische Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones, das mir meine Freundin L. zu Weihnachten geschenkt hat (DANKE!!) darauf aufmerksam wurde. Ich bin ja nicht so die Werbung-auf-dem-Blog-Freundin, aber dieses Kochbuch ist mit das beste, das ich je hatte (und ich habe sooo viele). Es ist unheimlich dick, 200 Rezepte sind wirklich ein starkes Stück, und bei nahezu JEDEM Rezept darin knurrt mein Magen und ich will es unbedingt ausprobieren. So etwas ist mir noch nie bei einem Kochbuch passiert!

Ich muss Anna Jones einfach zitieren, denn ich habe selten eine so passende Beschreibung eines Gerichts gelesen:

Falls Sie jemanden kennen, der vegetarische Küche für langweilig hält, drücken Sie der Person eine Schüssel hiervon in die Hand, zusammen mit einem Stück gegrilltem Fladenbrot zum Dippen, und geben Sie ihr fünf Minuten.

Also. Was ist jetzt Muhammara – abgesehen von einem Aromafeuerwerk, von einem Mundorgasmus, von einem sphärisch-sinnlichen Paradies? Es ist, kurz gesagt, eine Paste aus gegrilltem Paprika, Walnüssen und Granatapfelsirup. Das klingt nicht einmal annähernd so phänomenal wie es schmeckt. Muhammara (arab. محمرة‎ ) heißt ‚rötlich‘. Das Gericht kommt angeblich ursprünglich aus Syrien und wird auch häufig in der Türkei gegessen.

Ich hatte nicht mehr genug Walnüsse, daher hab ich die Hälfte durch Haselnüsse ersetzt.

Konventionelles Fladenbrot hatte bzw. wollte ich auch nicht (ich muss endlich mal ein Low Carb-Rezept dafür ausprobieren), daher hab ich ein Sesam-Herzerl in Scheiben geschnitten und in der trockenen Pfanne angeröstet. Der Sesam harmoniert ganz wunderbar – er kommt ja auch viel in der ‚Muhammara-Gegend‘ zum Einsatz.

Und dann noch diese hinreißende Idee mit dem pochierten Ei. Ich LIEBE ja pochierte Eier, nur kann ich das nicht so gut. Es ist jedes Mal ein Vabanquespiel, ob ich es versaue oder nicht. Deshalb hol ich mir gerne meinen Mann zur Hilfe, der kriegt das Pochieren meist besser hin. Anna Jones kredenzt ein ursprüngliches Muhammara mit Fladenbrot, ergänzt dann aber gleich noch ein paar Tipps, die da wären:

  • auf Toast streichen und ein pochiertes Ei darauf setzen (daher meine Variante)
  • zum Verfeinern von Ofengemüse einsetzten, evtl. mit etwas Öl verdünnt als Dressing
  • als Marinade für Tofu oder Gemüse zum Grillen verwenden
  • zu einem Linsengericht mit einem Klecks Joghurt anbieten (daher meine Idee mit dem Joghurt)

Muhammara ist natürlich vegan. Ei und Joghurt sind Goodies, die man nicht zwingend braucht (aber ICH finde sie köstlich!).

Meine Muhammara-Kreation ist ein bisschen ‚low carbiger‘, also mit Flohsamenschalen statt Brotstücken usw. Auf den Granatapfel-Sirup wollte ich aber keinesfalls verzichten, da der so ein wunderbares Aroma gibt. Wer partout keinen Sirup will kann es mit umständlich selbst eingekochten Granatapfelkernen und Erythrit probieren und anschließend die eigentlichen Kerne durch ein Sieb abstreichen. Ich finde, das steht sich nicht dafür. Die 1,5 EL Sirup pro Portion sollten nicht verteufelt, sondern gezielt genossen werden.

Glaubt mir. Probiert das aus. Gerne auch zum herzhaften Frühstück bzw. Brunch (original wird Muhammara auch morgens gegessen, wobei es ein wenig an Shakshuka erinnert). Wenn eure Geschmacksnerven auch nur annähernd so gepolt sind wie meine, dann werdet ihr dahinschmelzen!! 😀

2 Portionen:

  • 75g Walnüsse (oder Haselnüsse oder halb-halb)
  • 1 kl. Glas gegrillte Paprika in Öl (meines hatte mit Öl 280g, aber ein bisschen mehr oder weniger schadet auch nicht)
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 3 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 3 EL Granatapfel-Sirup
  • 1 EL Pul Biber (alternativ Paprikapulver und Chilipulver)
  • Saft v. 1/2-1 Zitrone (ich mag es gerne sauer, daher eine ganze für mich)
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Eier
  • 2 geh. EL Joghurt
  • 200ml einfachster Essig zum Pochieren des Eis
  • Low Carb-Brot nach Wahl

Nüsse in einer trockenen Pfanne anrösten.

Paprika abtropfen lassen (es sei denn, die sind schon in gutem Olivenöl eingelegt, dann kann man dieses Öl gleich mitverwenden).

Alle Zutaten für die Paste in einen Hochleistungsmixer geben und so lange pürieren, bis die Sache cremig wird. Wer nur einen einfachen Küchenmixer hat, muss die Nüsse vorher über Nacht einweichen.

Auf Teller klecksen und eine Mulde machen.

Low Carb-Brot in Scheiben schneiden und in der trockenen Pfanne anrösten.

Einen hohen Topf mit Wasser und Essig erhitzen. Das Wasser darf noch nicht blubbern, nur sanft sieden! Die Eier in je eine Tasse aufschlagen. Mit einem Kochlöffel einen Strudel im Essigwasser machen und ein Ei hineingleiten lassen. Sofort zwei Esslöffel zur Hand nehmen und das Eiweiß rundherum modellieren. 3min sieden lassen. Am Ende mit einem Sieblöffel oder -schöpfer herausheben und auf etwas Küchenrolle abtropfen lassen. Mit dem zweiten Ei genauso verfahren.

Joghurt in die Mulde des Muhammara geben und je ein pochiertes Ei darauf setzen. Aufschneiden, sodass der Dotter ausläuft.

Genießen. Mmmmhm!! (Es gibt einfach nicht genug Muhammara auf der Welt, ich schwör’s!)

Ach ja, eins noch: Verschlossen in einem Glas hält sich das Muhammara einige Tage. Wenn man es auch noch mit einer Schicht Olivenöl bedeckt, hält es sicher auch zwei Wochen. Aber WER isst so etwas denn nicht SOFORT ratzeputz auf??


Kürbis-Kokos-Blumisotto

Ein Blumisotto ist ein ‚Risotto‘ aus Karfiol, bundesdeutsch Blumenkohl. Weil ‚Blumisotto‘ süßer klingt als ‚Karfisotto‘ hab ich den Namen beibehalten. 😉

Hier hab ich schon mal ein Garnelen-Blumisotto mit Bärlauch nachgekocht, das war auch super.

Das folgende Gericht ist sehr flott zubereitet, vor allem wenn man bereits geschredderten, tiefgefrorenen Karfiol vorrätig hat.

2 Portionen:

  • 300g geschredderter Karfiol=Blumenkohl (das ist ca. 1/3 Karfiol; meistens schreddere ich einen ganzen und friere die anderen zwei Drittel in Sackerln ein)
  • 300g Butternut-Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Zitronensaft
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1 TL Pilzpulver (selbst hergestellt aus getrockneten Herbsttrompeten und Parasolstielen)
  • Salz, Pfeffer, Kokosöl

Für die Kokoscreme:

Für das Nusstopping:

  • 1/4 Handvoll Cashewkerne
  • 1/4 Handvoll Walnüsse
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe oder Hefewürze

Karfiol in der Küchenmaschine mittelfein schreddern. Kürbis in 1cm-Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch hacken.

Den Kürbis in etwas Kokosöl scharf anbraten, mit Zitronensaft beträufeln und dann mit Deckel 10min dünsten. Wenn nötig, ein paar Tropfen Wasser zugeben.

In der Zwischenzeit die Kokoscreme zubereiten. Dafür die Raspel in 1 EL Kokosöl erhitzen. Vorsichtig, nicht zu heiß und immer gut umrühren, damit sie nicht verbrennen! Dann mit den Gewürzen und der Kokosmilch aufgießen und eindicken lassen.

Jetzt müsste noch Zeit für das Nusstopping sein: Dazu einfach die Nüsse bzw. Kerne und das Suppenpulver (oder die Hefewürze) mit der Küchenmaschine mittelgrob reiben.

Nach 10min den Karfiol zum Kürbis geben, mit Gewürzen abschmecken und 5-7min (je nach Dicke der Karfiolraspel) weiterdünsten lassen.

Zum Schluss die Kokoscreme unterziehen und nicht mehr allzu grob umrühren.

Blumisotto mit den geriebenen Nüssen bestreut servieren.


Hirnis (Weihnachtskekse)

Hihi, ich glaube nicht, dass das der echte Name dieser Kekse ist, deren Rezept meine Mama dieses Jahr zum traditionellen Keksebacken mitgebracht hat, aber mein Mann hat sie so schön „Hirnis“ getauft, weil sie doch ehrlich gesagt ein bisschen so aussehen. Obwohl ich auch finde, dass manche von ihnen wie gerupfte Hendln ausschauen… 😀

Sei’s drum, die sind wahnsinnig köstlich, also gebt ihnen einfach selbst einen Namen, den man auch Gästen präsentieren kann. 😉

 

Für so in etwa eine haushaltsübliche Menge Kekse (ich hab das Zählen vergessen):

Für die Marzipankugeln:

  • 150g Erythrit, zu Staub“xucker“ gemahlen
  • 1 Msp. Stevia
  • 50g Kokosblütenzucker
  • 150g Mandelmehl, teilentölt
  • 50g geriebene Mandeln
  • 3 geh. EL Mandelmus
  • 1 TL Rum
  • 1/2 TL Rosenwasser (gibt’s in der Apotheke; ggf. weglassen und etwas mehr Rum nehmen)
  • 1/2 TL Carob oder 1 Msp. Kakaopulver in Rohkostqualität
  • etwas Wasser

Sonstiges:

  • 150g Trockenmarillen=Aprikosen
  • 200g Walnüsse (wenn möglich solche kaufen, wo wenig Bruch in der Packung ist)
  • 50g sehr dunkle, gute Schokolade
  • 50g Vollmilch-Xukkolade (oder andere LC-taugliche Schokolade; für vegane Hirnis milchfreie Schokolade nehmen)
  • 1 EL Kokosöl

 

Erythit mit dem Mörser zu Staub“xucker“ mörsern oder, was noch besser geht, eine elektrische Kaffeemühle zuhilfe nehmen. Dann Kokosblütenzucker und Stevia zugeben und die Kaffeemühle nochmals einschalten.

Mit den weiteren Zutaten vermengen und tropfenweise so viel Wasser zugeben, bis eine gut formbare Masse entsteht.

Die Marillen=Aprikosen möglichst fein würfeln und in die Masse einkneten. Aus dem Low Carb-Marzipan mit nassen Händen haselnussgroße Kugeln formen.

Je eine Marzipankugel zwischen zwei Walnusshälften oder -viertel drücken.

Schließlich die Schokolade mit dem Kokosöl im Wasserbad schmelzen und die Hirnis (am besten mit einem Šašlikspieß) zur Hälfte eintunken. Trocknen lassen und genießen. 🙂

 

Saftige Karotten-Schokomuffins

Gemüse im Teig eignet sich ja wunderbar dafür, Kokosmehl länger saftig zu halten. Für die folgenden Muffins habe ich diesmal Karotte genommen – ich kann sie mir aber genauso gut mit derselben Menge Kürbisraspel vorstellen.

12 Stück:

  • 2 Karotten, geraspelt (=ca. 200g) – Alternativvorschlag: Kürbisraspel
  • 2 Eier M
  • 350g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 60g Kokosmehl
  • 60g Haferkleie
  • 60g Eiweißpulver, neutral (oder Vanille)
  • 60g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 EL Kokosblütenzucker*
  • 1 geh. EL Kokosöl
  • 8 EL gehackte, dunkle Schokolade (mit sehr hohem Kakaoanteil)
  • 8 EL gehackte Walnüsse (oder auch Haselnüsse)
  • 2 EL Rum
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz

Alle Zutaten vermischen und 15min quellen lassen.

Dann in Muffinförmchen füllen (ich nehme am liebsten Silikonförmchen) und für 25min ins auf 175°C vorgeheizte Backrohr geben.

Karotten-Schokomuffins_01

Karotten-Schokomuffins_02

*Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

 

Blaukraut-Salat mit glasierten Kürbissticks, Feta und Knusperspeck

Unsere liebe Nachbarin hat uns einen wunderschönen Blaukrautkopf aus ihrem Gemüsegarten geschenkt. Habe eben gegoogelt, wer wie dazu sagt (mein Mann nennt das Blaukraut nämlich Rotkraut, obwohl ich finde, dass es viel blauer als rot ist hihi): In Westösterreich und Süddeutschland sagt man „Blaukraut“. In Ostösterreich sowie in Mittel- und Südwestdeutschland sagt man „Rotkraut“. In Norddeutschland sagt man „Rotkohl“. Ok, kapiert. Wikipedia weiß aber noch mehr darüber zu sagen:

Rot oder Blau

Die Grundfärbung des Gemüses hängt vom Boden ab, auf dem es gedeiht: der wasserlösliche Farbstoff Anthocyan ändert sich je nach pH-Wert des Bodens. In alkalischen Böden bekommt das Blaukraut eine besonders bläuliche Farbe. Eine eher rötliche Farbe zeigt das Rotkraut dagegen in besonders sauren Ackerböden.

Des Weiteren kann die Farbe während der Zubereitung beeinflusst werden. Durch die Zugabe von sauren Bestandteilen, wie etwa Essig, färbt der Kohl sich rötlich. Dagegen färbt sich das Gemüse durch die Zugabe von basischen Bestandteilen wie Backpulver (Natriumbicarbonat) oder Haushalts-Natron bläulich.

Also vielleicht war das Blaukraut im niederösterreichischen Heimatort meines Mannes ganz einfach röter als bei mir. 🙂

Die spannende Rötung nach der Zugabe von Essig fasziniert mich auch immer wieder, etwa wenn ich wie gestern Salat zubereite:

2 Portionen:

  • 500g Blaukraut=Rotkraut=Rotkohl (ca. 1/2 Kopf)
  • 300g Butternusskürbis
  • 6 Scheiben Frühstücksspeck
  • 1/2 Packung Feta oder Schafkäse
  • 40g Walnüsse
  • 30g Butter
  • 1 daumennagelgroßes Stück Ingwer
  • 1 Stängel Zitronengras
  • ca. 6 Stängel Thymian
  • 1 Prise Zimt
  • 3 TL Erythrit
  • Apfelessig
  • Walnussöl oder Leinöl
  • Salz, Pfeffer

Das Blaukraut fein nudelig schneiden und in ca. 1l kochendem Salzwasser mit einem Schuss Essig drin 2min blanchieren. Das lustig blaue Wasser abgießen (wäre Ostern, könnte man noch gut Eier damit färben), Kraut abtropfen und auskühlen lassen.

Den Kürbis putzen (Fruchtfleisch zur Verwendung in Kuchen, Brot, Marmelade, Aufläufen einfrieren; die Kerne kann man rösten) und in pommesartige Sticks schneiden.

Ingwer schälen (viel besser und sparsamer als mit dem Messer geht das übrigens mit einem Teelöffel, weil man da die „Knubbel“ reinkommt!) und fein hacken. Zitronengras ebenso fein hacken.

Die Hälfte der Butter in einer Pfanne zerlassen und die Kürbissticks rundherum anbraten, bis sie Farbe annehmen. Ingwer und Zitronengras zugeben. Dann mit einem Schuss Wasser ablöschen. Die restliche Butter, 2 TL Erythrit, etwas Salz, Peffer und Zimt dazu geben und Deckel drauf. In ca. 5min sind die Kürbissticks weich. Dann rausnehmen und (am besten in einem vorgewärmten Gefäß) zur Seite stellen.

Das Blaukraut mit Salz, Pfeffer, Thymian, Apfelessig und Walnussöl (oder Leinöl) marinieren. Achtung, man braucht relativ viel Essig, weil das Kraut so „schluckt“. Auf Teller geben.

Feta in Würfelchen schneiden und auf das Blaukraut drapieren.

Walnüsse ohne Fett in einem anderen kleinen Pfännchen rösten, bis sie zu duften beginnen. Nicht anbrennen lassen! Zur Seite stellen.

Speck in der Pfanne, in der vorher der Kürbis war, anbrutzeln, bis er kross ist. Kurz vorm Fertigknuspern noch mit 1 TL Erythrit bestreuen und ein wenig karamellisieren lassen.

Kürbissticks rund um das Blaukraut auf den Tellern verteilen. Dann Speckscheiben darauf legen.

Die Walnüsse noch einmal in der Pfanne schwenken, in der vorher Speck und Kürbis gemacht wurden. Drüberstreuen und fertig!

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