Süßkartoffel-Boot mit Ei und Brokkolisalat

Herrje, schon wieder ist es so lange her, dass ich etwas auf meinen Blog geschrieben habe. Ich koche viel, fotografiere viel und schreibe mir auch alles für euch auf – ehrlich. Nur: Das Onlinestellen ist momentan einfach kaum machbar, da ich im Beruf extrem ausgelastet bin und gleichzeitig meine verflixte wunderbare Diss. fertig mache. Im Oktober will ich nach so vielen Jahren endlich einreichen – jetzt ist Endspurt angesagt, und aus! Kein weiterer Kongress, an dem mich die Kollegen mit Kulleraugen anschauen und es nicht fassen können, dass meine Promotion immer noch aussteht!

Außerdem habe ich beschlossen, endgültitg mit diversen selbstproduzierten Wehwehchen wie computerbedingten chronischen Nacken- und Schulterproblemen aufzuräumen und mit „Sport“ begonnen. Nicht das Bisschen Yoga und Wandern, das ich sowieso immer gemacht hab, sondern endlich richtiger Ausdauersport. Das tut mir wirklich gut, braucht dann aber natürlich auch noch ganz schön was an Zeit, wenn man jeden Tag laufen gehen will.

Ich freu mich auch total, dass jetzt endlich wieder der Frühling einkehrt! Im Garten beginnt alles zu knospen, die Frühlingsblüher sind da, unsere Pergola ist nun endlich fertig, die Hochbeete wurden teilweise repariert (teilweise steht das noch aus) – und endlich gibt es auch wieder Frühlingsgemüse! Ihr kennt mich ja, ich ziehe das ganze Jahr über mein Gemüse (Kohlsprossen=Rosenkohl, Vogerlsalat=Feldsalat, Karotten, Rüben, Topinambur, Wirsing und Zuckerhut gab es den ganzen Winter lang). Trotzdem fühlt es sich anders, eben „neu“ an, wenn die kleinen Radieschen-Pflanzerl aus der Erde sprießen und das neue Gartenjahr willkommen heißen. 🙂

Süßkartoffel-Boot mit Ei und Brokkolisalat

Jetzt aber endlich mal wieder ein Rezept. Wir mögen Süßkartoffeln sehr gerne, sie sind auch wirklich gesund (wahre Vitamin A-Bomben, sehr viel Vitamin C, Vitamin E, Kalium, Magnesium, Kalzium). Low Carb sind sie nicht, allerdings habe ich meine Ernährungsweise ja dahingehend abgeändert, mich kohlenhydratbewusst und vollwertig pflanzenbasiert zu ernähren.

„Vollwertig pflanzenbasiert“ bedeutet für mich im Hinblick auf die LC-Angelegenheiten: Kohlenhydrate aus ganzen Pflanzen ja, jedoch in Maßen (Dinkelkörner, Süßkartoffeln, brauner Reis, roter Reis…), einkettige KH mit schlechtem glykämischen Index so gut wie nie (weißes Mehl, Zucker, weiße Pasta, weißer Reis…). Und im Idealfall dann noch ordentlich proteinhaltig (Hülsenfrüchte, Quinoa…).

Diese Süßkartoffel-Boote waren kürzlich unser Feel-good-Sonntagsbrunch; die Idee hatte ich von Will Cook For Friends (allerdings gibt es dort Speck; als Alternative ginge auch mein Kokos“speck“). Seit ich in einem tollen Wiener Frühstückspub eingelegten Kohlsalat als Beilage zu meinen Eggs Florentine bekommen habe, esse ich ja gänzlich ungeniert mariniertes, rohes Kreuzblütlergemüse auch zum Frühstück/Brunch. Probiert das mal. Klingt schräg, passt aber wunderbar für einen herzhaften Start in den Tag!

2 Portionen:

Für die Süßkartoffel-Boote:

  • 1 Süßkartoffel (eher eine bauchige nehmen)
  • 2 Eier
  • 2 TL Sesam
  • 1 TL Goldleinsamen
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • n.B. Sriracha-Sauce
  • n.B. etwas Käse zum Bestreuen

Für den marinierten Brokkoli:

  • 1/2 kl. Brokkoli
  • 1 kl. Karotte
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 1 EL Balsamico Bianco
  • 1 TL Erythrit
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Zuerst die Brokkoliröschen und den Stiel sowie die Karotte eher klein schneiden. Die restlichen Zutaten darüber geben und mit den Fingern fest einkneten (!), bis wirklich alle Röschen mariniert sind. Ziehen lassen lassen.

Die Süßkartoffel waschen, abtrocknen und mit Olivenöl bepinseln. Ca. 60min in einer Auflaufform backen (ganz große Knollen 70min).

Nach dem Ende der Backzeit die Süßkartoffel aus dem Ofen nehmen und längs mit einem Messer aufgschneiden. Aushöhlen (mit Messer und Löffel – Achtung, nicht durchstechen!). Dann je ein Ei in eine Höhle schlagen und wieder in die Form setzen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, Sesam und Leinsamen aufstreuen und nochmal für 20min ins Rohr (sehr große Eier brauchen 25min).

Das Innenleben der Süßkartoffel kann einfach nur mit Salz und Pfeffer gewürzt aufs Teller gelegt werden – oder aber, man streut ein wenig Käse darüber und bäckt das nebenbei auch noch mit (bei mir sieht das etwas seltsam aus – es war ein Reststück harter Ziegenkäse im Ganzen, auch sehr lecker).

Wer es auch gerne scharf hat, kann vor dem Servieren noch etwas Sriracha-Sauce (oder eine andere scharfe Sauce) darüber träufeln. Ich habe gerne selbstgemachte Sriracha; dazu muss ich auch mal was posten.

Gemeinsam mit dem marinierten Brokkoli genießen.

suesskartoffelboot_02

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Kokos“speck“

Himmel, die Welt war unfertig ohne diesen Snack, wirklich!

Ich hatte ihn schon mal bei Marlies von Homestead Notes entdeckt, mir dringend vorgenommen, ihn auszuprobieren… und natürlich vergessen. 😉

Dann hat mir meine Freundin L. zu Weihnachten wieder ein ganz tolles Kochbuch geschenkt, nämlich „My New Roots“ von Sarah Britton (übrigens eine Bloggerin), wo auch Kokosspeck gemacht wird.

Ich hab jetzt kurzerhand beide Rezepte zusammengemischt, den Ahornsirup durch Erythrit ersetzt, tief ins Gewürzregal gegriffen – und so eines herausbekommen, das mir so gut schmeckt, dass mir fast die Tränen kommen, ehrlich. Übrigens hat sich unsere KATZE beim Auskühlen über den Kokosspeck hergemacht. 😀

Und was macht man jetzt damit?

Also. Zunächst einmal: Snacken. Es gibt nichts Besseres. Dann bietet es sich natürlich an, den Kokosspeck über alles zu streuen, was den deftigen Räuchergeschmack verträgt. Marlies hat beispielsweise ihr Erdäpfelpüree und ihre Fisolen=Grünen Bohnen damit bestreut; wir hatten den Speck schon auf buttergeschwenkten Piroggen, zum herzhaften Frühstück, über Hummus, zu „Speck“datteln, im Käferbohnen-Salat… Sarah Britton serviert auch ein tolles Sandwich mit Tomaten, Vollkornbrot und Kokosspeck. Ihr seht: Alles schmeckt besser mit Kokosspeck! 😀

2 Schraubgläser voll:

  • 150g ungeröstete Kokoschips
  • 30ml Sojasauce oder Tamari
  • 1 TL flüssiges Raucharoma (Ich kaufe ausschließlich das, das wirklich nur aus destilliertem Eichenrauch, also aus Rauch und Wasser besteht! Diese ganzen grauslichen Zusatzstoffe müssen nicht sein!)
  • 1 EL Erdnussöl oder flüssiges Kokosöl
  • 2 EL Erythrit
  • 1 TL Kokosblütenzucker
  • 1 TL Apfelessig
  • 1 gepresste Knoblauchzehe
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Räucherpaprika (je nach Vorliebe scharf oder mild)
  • 1/2 TL Kurkuma

Backrohr auf 100°C Heißluft vorheizen.

Alle Zutaten vermischen und dann mit den Händen in die Kokoschips einmassieren (durch das Fett wird die Marinade sonst nicht gleich haften).

Ca. 40min backen, dabei alle 7min wenden. Die Chips sollen schön knusprig, aber nicht zu dunkel werden. Wenn man sie rausnimmt, knuspern sie noch ein bisschen nach.

Achtung! Ich hab die Chips auskühlen lassen (wurden noch knuspriger) und dann dummerweise stehen lassen (wodurch sie irgendwann wieder Feuchtigkeit anziehen!). Also: Sobald sie erkaltet sind, in luftdichte Schraubgläser füllen! (Allerdings ist es auch nicht weiter schlimm, wenn sie wieder etwas entknuspern, weil sie dann von der Konsistenz her sogar noch mehr an Speck erinnern.)

Gefüllte Snack-Tascherl aus Mozzarellateig

Das Rezept ist schnell erklärt: Ich hatte zu viel Mozzarellateig für die Gemüse-Enchiladas gemacht und deshalb zwei Teigplatten umfunktioniert zu Snack-Tascherl.

Das Ergebnis ist sowas wie Low Carb-Mürbteig-Täschchen und lässt sich mit allem füllen, solange die Fülle nicht zu feucht ist. Von frischen Tomaten würde ich daher eher abraten, es sei denn, man brät sie vorher an.

4 Tascherl:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle Nr. 1:

  • 2 EL Ajvar oder Pesto Rosso
  • 1/2 roter Paprika, klein gewürfelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 1 Handvoll Basilikum-Blättchen, grob gehackt
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Für die Fülle Nr. 2:

  • 1 TK-Spinatzwutschgerl, gut ausgedrückt und gehackt (oder angedünsteter und frischer Blattspinat)
  • 1 Handvoll Feta oder Schafkäse, zerbröckelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • Thymian-Blättchen
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller).

Auf die Platten mittig die oben beschriebenen Füll-Vorschläge (oder etwas ganz anderes, hauptsache nicht allzu feucht) setzen und wie Topfengolatschen zusammenfalten.

40-45min backen, je nach Bräunung. Nach 30min mit Käse und Schwarzkümmel bestreuen.

Wer sie am nächsten Tag als Jause mitnehmen will, kann sie jetzt auch im Rohr abkühlen lassen, dann dunkeln die Täschchen noch nach und sind besser transportierbar. Man kann sie aber auch gleich aus der Hand snacken. 🙂

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Low Carb-Fußballsnacks

Ojeee oje oje oje (fakultativ: gesungen zur Melodie von „Oléee olé olé olé„) – Österreich hat beim gestrigen EM-Match ja ganz schön abgeloost.

Das einzig Witzige war ein unabsichtlicher Kommentar des ZDF-Sprechers (wir switchen ganz gern zwischen ORF und den deutschen Kollegen herum):

„Österreich-Ungarn steht 2:0“ – Die Anschlussfrage müsste lauten: Gegen wen? 😀

Mein Mann, der Lehrer ist, muss heute wohl seine zutiefst vestörten Schüler aufmuntern, die gestern alle mit rot-weiß-roten Dressen und Fähnchen und Bannern in der Schule saßen. 😉 Aber: Wer muntert dann meinen Mann auf?

Ich hab’s gestern versucht mit ein paar leckeren Snacks!

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Für die Biertrinker unter uns übrigens noch ein heißer Tipp: Ich hab kürzlich in Wien das glutenfreie und Low Carb-Bier „zum wohl“ der Salzburger Brauerei Gus*werk getrunken. Es war wirklich sehr gut, wenn auch hochpreisig – das kann aber auch am Lokal gelegen haben. Ich muss mich mal bei Gus*werk umschauen. Und nein, ich bekomme weder Geld noch gratis Bier für diese Werbung (schade eigentlich, so ein paar Fläschchen wären doch was Feines…).

Daraufhin hab ich zu recherchieren begonnen und das Bier „Nixe Extra Dry“ der Wiener Brauerei N*xe entdeckt, das auch als Low Carb-Bier vermarktet wird.  Dieses hab ich noch nie getrunken, aber der Gedanke an verschiedene LC-Leckereien reizt mich. Hoffentlich springen auf diese Zug noch mehr Anbieter auf. 🙂

Also dann, Bier und Snacks zum Fußball – da sieht die Welt doch gleich nicht mehr so schlimm aus, auch wenn wir kein gutes Bild gemacht haben, oder?

Es gab:

Baba Ganoush mit Paprikasticks

Käsecracker auf 2er-lei Art: einmal mit Gouda, Mandeln, Rosmarin und Thymian; einmal mit Räucherkäse und Speckwürferln

Getrocknete Oliven, getrocknete Tomaten, gesalzene Kürbiskerne, Chili-Essiggurkerl, scharfe Pfefferoni (alles gekauft)

Würzige Knabber-Cashews

 

Für die Knabber-Cashews noch ein Mini-Rezept:

  • 4 Handvoll Cashew-Kerne (noch kohlenhydratärmer wären blanchierte Mandeln)
  • 1 TL Erdnussöl
  • 1 TL Erythrit
  • 1/2-1 TL Salz (je nach gewünschter Salzigkeit)
  • 1 TL Pul Biber (türk. scharfer Flockenpaprika; alternativ normales Paprikapulver und etwas Chilipulver)
  • 1/2 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung; Currypulver ist auch gut)

Entweder Cashews oder blanchierte Mandeln nehmen. Auf Letzeres hatte ich keine Lust mehr, aber eigentlich geht das Blanchieren supereinfach: Man kocht Mandeln 2min in Wasser, gießt sie kalt ab und kann dann die Häutchen ganz einfach mit den Fingern von den Mandeln flutschen lassen.

Nüsse bzw. Kerne in ein Stielpfännchen geben und bei mittelhoher Hitze rösten (bzw. wenn die Mandeln blanchiert wurden, erst mal das Wasser verdampfen lassen). Nicht verbrennen lassen (ist mir fast passiert, weil ich unaufmerksam war)!

Wenn man mit dem Röstgrad zufrieden ist, Öl und Erythrit zugeben und kurz schmelzen lassen. Dann noch die Gewürze zugeben und nur so lange weiterrösten, bis sich die Gewürze schön angeklebt haben. Komplett auskühlen lassen, auch wenn es schwer fällt – die ganz kalten Nüsse sind viel knuspriger als die lauwarmen! 🙂

Fussballsnacks_03

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Bento mit Spam Musubi

Spam Musubi ist eine äußerst populäre Spezialität aus Hawaii. Lasst euch nicht von der Bizarrheit dieses Gerichtes abschrecken – es ist wirklich KÖSTLICH! Peinlich. Aber köstlich. 😀

SPAM ist einfach nur der Name des ersten Herstellers für Frühstücksfleisch aus der Dose. Es ist ein bisschen anders als das berühmtere Corned Beef, nämlich aus Schweinefleisch und nicht aus Rind, aber im Grunde… schmeckt es trotzdem genauso. 😉

Frühstücksfleisch (egal von welchem Hersteller) ist wirklich nichts, was man täglich essen sollte… Trotzdem erinnern mich die Dosen von Inzersdorf an Wanderausflüge mit meinen Eltern in den 1980ern und 1990ern. Mein Mann verbindet damit übrigens (ebenfalls ganz positiv) das Bundesheer: Er war immer überglücklich, wenn in seinem Proviantbeutel für den Outdoor-Einsatz Frühstücksfleisch und kein Leberaufstrich war. 😀

Ich weiß nicht… pures Frühstücksfleisch sieht irgendwie aus… und riecht… wie Katzenfutter. Und, wenn man GANZ ehrlich ist, schmeckt es wahrscheinlich auch so (nicht, dass ich jemals das Futter meiner Schnurris gekostet hätte). Dass ich und so viele andere es gerne essen (bzw. aßen –> ich bemühe mich ja inzwischen, gar kein Fleisch mehr zu essen) liegt wahrscheinlich fast immer an den Umständen, unter denen man es kennengelernt hat. Ich MAG es einfach. Trotz allem. Es schmeckt mir! Jawoll!

Meine Freunde und ich veranstalteten mal einen lustigen Themenabend mit dem Titel „Komisches Essen-Party„. Wir durften allerhand seltsames Zeug mitbringen, etwa grellgrünen Algensalat oder geschmacklosen String-Cheese. Außerdem gab es eine Spezialkategorie mit dem Namen „Ich schäme mich, aber es schmeckt so gut„. Ungefähr da würde ich Frühstücksfleisch einordnen. 😉

Für Vegetarier und Veganer gibt es im Internet übrigens zahlreiche Rezepte für Saitan Corned Beef. Saitan (pures Weizengluten) ist für mich das ungesunde Äquivalent zum Frühstücksfleisch. Auch nichts, das man jeden Tag konsumieren sollte. Aber einmal bringt es einen auch nicht um. Und wenn’s schmeckt, dann ist so eine Ausnahme schon ok.

Auf Google findet man auch viele Rezepte für Veganes Spam Musubi.

Zukünftig probiere ich das einmal mit Tempeh. Sollte klappen und gleich viel gesünder sein! 🙂 Und ob man Spam Musubi nicht auch Low Carb mit Karfiolreis machen könnte, so wie in diesem Rezept von mir für Maki?

Ok, Weiter mit dem Spam Musubi. Onigiri, über die ich hier geschrieben habe, heißen auch Omusubi, deswegen der Name. Aber wie funktioniert das jetzt?

Viele hawaiische Familie haben sogar eine spezielle Presse, wo genau eine Scheibe Frühstücksfleisch hineinpasst. Es geht aber auch mittels eines einfachen Do-it-Yourself-Tricks: Frühstücksfleisch-Dose öffnen. Fleischklotz herausnehmen (ggf. die Dose ein wenig drücken). Dann mit einem Dosenöffner vorsichtig auch noch den BODEN der Dose abnehmen. Am besten geht das mit diesen Dosenöffnern, die einen abgerundeten Rand zurücklassen, an dem man sich nicht schneiden kann. Mit dieser improvisierten „Spam Musubi-Form“ weitermachen:

Für 8 Stück Musubi:

  • 1 Dose Frühstücksfleisch
  • etwa 1000g gekochter Sushi-Reis
  • Nori-Blätter (Alge)
  • Gomashio-Furikake (=gerösteter Sesam m. Salz; hier ein Rezept von Bento-Mania)
  • 6 geh. EL Erythrit od. Zucker
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Sherry oder Cognac

Frühstücksfleisch in acht Scheiben schneiden.

Die Zutaten für die Sauce verrühren und das Fleisch kurz darin einlegen.

Fleischscheiben in einer Pfanne von beiden Seiten knusprig braun braten (es braucht kein zusätzliches Fett). Mit Küchenrolle abtupfen.

Die restliche Sauce auf die Fleischscheiben pinseln.

Nun ein wenig Reis fest mit einem Löffel in die improvisierte Spam Musubi-Form pressen. Die Fleisch-Scheibe daraufgeben und mit einer kleinen Portion Reis abdecken. Alles noch fester zusammenpressen und aus der Form holen. In Sesam oder Gomashio wälzen. Abschließend in Nori-Blätter einwickeln.

Essen und staunen, wie köstlich das ist. Hat irgendwie was von hawaiianisch-japanischer Leberkäse-Semmel, oder? 😀

 

Nun aber noch zum fotografierten Bento:

Auf diesem Blog zeige ich auch nach und nach meine abfotografierten Bentos. Dabei kann es sich um Low Carb– oder um More Carb-Bentos handeln.

Bento von 12/2013:

Spam-Musubi_Bento_01

  • Kaki-Blumen (Sind die nicht hübsch? Einfach mit einem blumigen Keks-Ausstecher ausgestanzte Kaki-Scheiben.)
  • gesalzene Cashew-Kerne
  • Halbierte Spam Musubi
  • Cocktailtomaten
  • Essiggurkerl-Stern

Raclettebrot

Dieses köstliche Jausenbrot gab es früher oft, aber seit wir uns Low Carb ernähren, hab ich einfach nicht mehr dran gedacht. Dabei geht das so einfach! 🙂

2-4 Portionen (als Hauptspeise bzw. als Jausensnack):

  • 90g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie
  • 25g Kokosmehl
  • 25g Walnussmehl oder Kürbiskernmehl
  • 15g Hanfsamen
  • 2 Eier M
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 50g Joghurt oder Sauerrahm oder Buttermilch
  • 1 geh. TL Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1/2 TL Kümmel, gemahlen oder 1 TL ganze Samen
  • 1/2 TL Anis- oder Fenchelsamen
  • ca. 10 Scheiben Raclettekäse
  • frisch gemahlener Pfeffer zum Bestreuen
  • Sauergemüse

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen, dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Teig esslöffelweise in Form von 2 Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, evtl. mit nassen Händen nachmodellieren. 30-35 min bei 180°C Heißluft backen.

Ein wenig auskühlen lassen, danach einmal längs durchschneiden und mit Raclettescheiben belegen. Mit Pfeffer bestreuen und 15-20min überbacken, bis der Käse zerläuft und ganz leicht bräunt.

Mit Sauergemüse servieren.

Käsecracker der Superlative

Es ist offiziell: Ich habe mein Low Carb-Lieblingsrezept (er)(ge)-funden. Diese Käsecracker sind verboten gut. Und so hübsch!!

Für die entzückenden Formen sind Pastetenstempel verantwortlich, die ich dieses Jahr in Chicago gekauft hab. Seit Mai lagen sie nun in der Lade und darbten ihr einsames Leben, weil sich noch kein Low Carb-Rezept ergeben hat, wo man sie benützen könnte. Eigentlich sind sie für Mürbteig gedacht, den man wie Kekse aussticht, dann „stempelt“ (also mit Maserung versieht) und schließlich auf den Deckel einer amerikanischen Shortcrust Pastry legt. Ich werde diese HIMMLISCHEN Low Carb-Käsecracker jetzt regelmäßig (wahrscheinlich zu regelmäßig… oje oje…) backen und außerdem die Pastetenstempel auch für Weihnachtskekse und Bento-Boxen zum Einsatz bringen.

Pastetenstempel

Man kann für das Rezept aber selbstverständlich auch normale Keksausstecher verwenden.

Für 2 Backbleche:

  • 125g Magertopfen=Quark
  • 100g geriebenen, kräftigen Käse (ich hatte 50g Drautaler und 50g Bergkäse)
  • 70g zimmerwarme Butter
  • 2 EL Nussmus (ich hatte Mandelmus)
  • 2 EL Wasser
  • 50g Mandelmehl, entölt (und noch etwas mehr zum Bemehlen)
  • 50g Kichererbsenmehl
  • 50g Eiweißpulver, neutral
  • 2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Alle Zutaten gut verkneten (geht am besten auf der Arbeitsplatte mit den Händen).

15min rasten lassen (ungekühlt).

Nach der Ruhezeit den Teig noch einmal etwas durchkneten, sodass er sich wieder etwas erwärmt. Dann die Arbeitsplatte gut mit Mandelmehl bestäuben und mit dem Nudelwalker=Teigroller etwa 5mm dick ausrollen. Achtung: Das ist nicht einfach. Der Teig ist ziemlich hart und sperrig; man muss seine ganze Kraft (oder seinen braven Mann hihi) dafür einsetzen. Aber: Die Anstrengung lohnt sich!!!

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Kekse bzw. Cracker ausstechen und auf die Backbleche legen. Bei Heißluft 15min backen. Aufpassen, dass die Cracker nicht zu dunkel werden.

Unbedingt in einem gut schließbaren Behälter aufbewahren, damit sie ihre Knusprigkeit behalten! Tipp: Das erste Mal ist es mir passiert, dass die Cracker in einer undichten Dose zäh wurden. Ich hab sie dann einfach nach einem Ofengericht in das noch heiße Backrohr gelegt und in der Restwärme liegen lassen. So knuspern sie auch wieder auf.

Low-Carb-Kaesecracker_01 Low-Carb-Kaesecracker_02

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Zweierlei Pralinen

Jetzt, wo es kühler wird, hab ich wieder mehr Lust auf Süßes. Die Pralinchen sind eine gute Idee, um die Naschwut nicht ausufern zu lassen. 🙂 Sie halten einige Zeit in gut schließenden Tupperdosen im Kühlschrank – das Haltbarkeitsdatum haben wir allerdings noch nie ausgereizt, weil sie stets relativ schnell auf mysteriöse Weise verschwanden…

Marzipankartoffeln:  
  • 50g Mandelmehl, teilentölt
  • 50g geriebene Mandeln
  • 3 geh. EL Erythrit, fein gemörsert
  • ½ Msp. Stevia
  • 2 geh. EL Mandelmus
  • ½ TL Rosenwasser (gibt’s in der Apotheke), alternativ (brauner) Rum
  • Wasser
  • ½ gestr. TL Kakaopulver, stark entölt
  • ½ TL Kokosblütenzucker

Erythrit mit dem Mörser zu „Staubxucker“ mörsern.

Die Süßungsmittel (bis auf den Kokosblütenzucker) mit 1 TL Wasser mischen, damit sie sich etwas auflösen.

Mandelmehl, Mandeln, Mandelmus und Rosenwasser dazugeben und alles gut miteinander verkneten (geht am besten mit den Händen). Ggf. vorsichtig noch etwas Wasser hinzufügen, damit eine formbare Masse entsteht.

Kakaopulver und Kokosblütenzucker vermischen.

Aus der Masse mit nassen Händen kleine Kugerl formen. Diese in einen flachen Behälter mit Deckel legen, die Kakaomischung darüber stäuben, Deckel auflegen und die Marzipankartoffeln darin schütteln, bis sie fein überzogen sind. Kakao nicht zu dick auftragen, damit es nicht bitter wird. Die Kugerl sollen nach dem Schütteln ruhig unförmig aussehen – es sind ja Kartoffeln. 🙂

Für mind. 1 Stunde kalt stellen, besser über Nacht durchziehen lassen.

Die Marzipankartoffeln sind vegan und damit logischerweise auch laktosefrei.

Marzipankartoffeln_01

Kokospralinen à la Raffaello:
  • 50g Magertopfen=Quark
  • 50g Frischkäse
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 geh. EL Kokosmehl
  • 30g+20g Kokosraspeln
  • 1 geh. EL geriebene Mandeln
  • Mark v. 1 Vanilleschote
  • 1 Schuss (weißer) Rum
  • 3 geh. EL Erythrit, fein gemörsert
  • ½ Msp. Stevia
  • ½ TL Kokosblütenzucker
  • ganze Mandeln (je 1 Mandel pro Praline, also ca. 15-20 Stück)

Die Mandeln 1min in kochendem Wasser blanchieren und kalt abschrecken. Dann ganz einfach aus ihren braunen Häuten flutschen lassen. Danach in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis das Wasser verdampft und sie angenehm duften. Das ganze Prozedere kann man sich natürlich sparen, wenn man blanchierte weiße Mandeln kauft – aber die sind mir persönlich zu teuer, und das Häuten geht wirklich verblüffend schnell.

Die Süßungsmittel mit 1 TL Wasser mischen, damit sie sich etwas auflösen. Topfen, Frischkäse, Kokosöl, Kokosmehl, Vanillemark, Rum, geriebene Mandeln und 30g Kokosraspel in zugeben und gut verrühren. Es kommt hier v.a. auf die Beschaffenheit der Kokosraspeln und der geriebenen Mandeln an (ob sie besonders frisch oder trocken sind). Wenn die Konsistenz noch nicht passt, einfach mit Wasser oder mehr Raspeln nachhelfen.

Aus der Masse mit nassen Händen kleine Kugeln formen und in jede Kugel eine Mandel stecken. Die Kugeln in den restlichen Kokosraspeln wälzen und für mind. 1 Stunde, besser über Nacht, kalt stellen.

Kokospralinen_02 Kokospralinen_01

Kokospralinen_03 Kokospralinen_Marzipankartoffeln

Geröstete Zucchinikerne

Das kann schon mal passieren: Trotz bester Bemühungen wächst eine gefürchtete Monster-Zucchinikeule im Garten heran, so schwer, dass sie die Küchenwage nicht mehr fasst (ich tippe auf 3,5-4kg) und kaum noch zu bewältigen.

Eine erste Erkenntnis: Hier kann man nun wirklich die Verwandtschaft zum Kürbis sehen. Das Fleisch lagert offenbar mit zunehmendem Alter Zucker ein, wird kräftig gelb und süßlich, wo es vorher weiß und mild war. Lecker! Eine zweite Erkenntnis: Die (bei kleineren Exemplaren essbare) Schale geht nicht mal mehr mit dem Gurkenschäler ab, man muss das Messer zur Hilfe nehmen, wie beim Kürbis auch. Eine dritte Erkenntnis: Das Fleisch ist wesentlich kompakter und nicht mehr so wässrig. Das sonst nötige Prozedere (salzen-stehen lassen-ausdrücken) der Zucchiniküche erübrigt sich völlig.

Sinnvoll ist es, zu diesem Zeitpunkt die Kerne als Saatgut fürs nächste Gartenjahr zu sammeln. Allerdings… so viele Zucchinipflanzen braucht nicht einmal der professionelle Bauer, wie ich hier Kerne produziert habe. Da kommt mir eine Idee:

  • Kerne v. 1 (ausgewachsener) Zucchini
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Pul Biber
  • 1 TL Salz

Kerne aus dem Fruchtfleisch auslösen. Das fasrige Fruchtfleisch lässt sich gut einfrieren und bei Bedarf für Kuchen und Brote weiterverwenden! Kürbiskerne gehen natürlich genauso gut wie Zucchinikerne. Auf meinen Fotos sieht man auch eine Handvoll untergemischte Kerne vom Butternusskürbis (die roten).

Die frischen Kerne mit den Gewürzen verrühren (wer sie schon länger aufgehoben hat, sodass die Kerne nicht mehr nass vom Fruchtfleisch sind, braucht noch 1 TL Erdnussöl zusätzlich).

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und bei 150°C Heißluft (vorgeheizt) ca. 30-35min backen, bis die Kerne Farbe angenommen haben. Ggf. nach der Hälfte der Zeit einmal durchrühren und umdrehen.

Lecker Knabberspaß für zwischendurch oder auch eine originelle Deko!

Geröstete Zucchini-Kerne_01 Geröstete Zucchini-Kerne_02 Geröstete Zucchini-Kerne_03

Geröstete Zucchini-Kerne_04

Waffeln mit Nektarinen

Vorübergehend mal kein Zucchini-Rezept. 😀 Sind Low Carb-Waffeln nicht einfach grandios? Niemand würde hier traditionelles Mehl vermissen!

3 Waffeln:

  • 2 Eier
  • 3 geh. EL Haferkleie
  • 3 geh. EL Eiweißpulver, neutral
  • 1 geh. EL Kokosmehl
  • 1 EL Erdnussöl
  • 1 Prise Salz
  • 2 sehr reife Nektarinen (Pfirsiche oder Marillen – sehr reif – gehen auch)
  • ggf. 1-2 TL Erythrit

Nektarinen ganz klein schneiden. Saft auffangen und zum Teig geben.

Alle Zutaten flott mit der Küchenmaschine verrühren. Die sehr reifen, weichen Nektarinenstückchen werden fast zu Marmelade passiert – das soll so sein, sie fügen sich optimal in den Teig ein. Die Schale darf ruhig drauf bleiben, die gibt eine schöne Farbe.

10-15min quellen lassen.

Ein Waffeleisen leicht fetten und drei Waffeln ausbacken.

Wir essen die Waffeln lieber neutral und mit Käse (ich steh auf die Kombination von Käse und Frucht, diesmal z.B. Cheddar und Nektarinen+Marillen). Wer sie süß will und z.B. mit Chialade bestreicht, könnte noch ein wenig mit Erythrit süßen.

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