Bettis Paprika-Ofenfisch mit Nusskruste auf Erbsenpüree

Dieses Rezept von Betti von Happy Carb wollte ich schon ewig nachkochen. Es scheiterte immer daran, dass eine der Grundzutaten nicht vorhanden waren: Fisch, Ajvar, Erbsen. Jetzt, wo ich in den Genuss dieser Köstlichkeit gekommen bin, schimpfe ich mich im Nachhinein dafür, dass ich nicht schon längst einmal extra dafür einkaufen gegangen bin. So lecker!! So schnell und einfach!! Und auch noch ein hübscher Farbtupfer! Einfach phänomenal, Bettina. DANKE!

2 Portionen:

  • 2-4 Fischfilets (je nach Größe; ich hatte Lachsforelle mit Haut – die Haut verlängert die Ofenzeit um 5-10min)
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 4 geh. EL Ajvar (scharf)
  • bei mildem Ajvar: 1 kl. Chili extra
  • 1 Paprika (rot wäre farblich optimal; ich hatte nur einen hellgrünen Spitzpaprika)
  • 50g Grana Padano oder Parmesan, gerieben
  • 50g Mandeln und Haselnüsse, grob gehackt
  • 300g TK-Erbsen (Betti nimmt 500g, das war mir ein wenig zu viel, mein Fischfilet war so groß)
  • 100g (Ziegen-)Frischkäse, pur oder mit Kräutern
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • evtl. ein paar Sprossen für die Deko (ich hatte Radieschensprossen; Kresse passt bestimmt auch gut)

Paprika und ggf. Chili fein hacken.

Sauerrahm mit Ajvar und Paprikawürfeln verrühren. In eine Auflaufform geben.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Fischfilets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und auf das Paprikabett setzen. Wer Fisch mit Haut hat muss den Fisch mit der Haut nach oben in die Form legen.

Nüsse grob hacken. Grana Padano reiben. Vermischen und auf die Fischfilets geben.

Fisch ohne Haut kommt nun für 20min ins Backrohr; mit Haut braucht es 25-30min (bis man mit der Knusprigkeit zufrieden ist).

10min vor Schluss die Erbsen mit ganz wenig Wasser und einem Spritzer Zitronensaft in 8min weich kochen. Salzen, pfeffern, den (Ziegen-)Frischkäse unterziehen und mit dem Zauberstab pürieren.

Vor dem Servieren noch die Sprossen auf das Püree setzen.

Tex Mex-Pangasius

2 Portionen:

Für den Fisch:

  • 1 großes Pangasiusfilet oder 2 kleine
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 2 TL Senf
  • ein wenig Gewürz nach Geschmack; ich hatte eine Mischung aus Korianderblättern, Lemongras, Pfeffer und Chili
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Butter

Für das Gemüse:

  • 1 roter Spitzpaprika
  • 4-8 Perlzwieberl oder Mini-Schalotten, je nach Größe
  • 2 Handvoll Fisolen=Grüne Bohnen (ich hatte noch eingefrorene von der letzten Sommerernte)
  • 1 kl. Handvoll Maiskörner (ich hatte noch eingefrorene von der letzten Sommerernte)
  • 1 Chili
  • Saft v. 1/4 Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen oder 1 TL Bärlauchpesto
  • 2-4 EL Obers=Sahne oder 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Butter

Für die Guacamole:

  • 1 reife Avocado
  • Saft v. 1/4 Zitrone
  • 2 gepresste Knoblauchzehen oder 1 TL Bärlauchpesto
  • 1/2-1 Bund Koriandergrün, grob  gehackt (die Stängel können klein gehackt zum Gemüse gegeben werden)
  • Salz, Pfeffer

 

Pangasius mindestens 30min mit Zitronensaft säuern.

Paprika in grobe Stücke schneiden, Fisolen ebenso. Chili (und ggf. Knoblauchzehen) fein hacken. Perlzwieberl entweder nur schälen oder, wenn sie größer sind, halbieren.

Das gesamte Gemüse scharf in etwas Erdnussöl anbraten. Mit Zitronensaft (und ggf. Bärlauchpesto) ablöschen, salzen und pfeffern, Deckel drauf und dünsten lassen. Erst gegen Ende der Garzeit das Obers oder Olivenöl darübergeben.

Die Avocado schälen und gemeinsam mit den restlichen Zutaten mit dem Erdäpfelstampfer=Kartoffelstampfer oder einer Gabel grob zerdrücken.

Pangasius salzen, pfeffern, würzen, mit ein wenig Senf bestreichen und in Fett braten. Ich nehme dafür am liebsten eine Mischung aus Erdnussöl und Butter. Nur einmal wenden, damit der Fisch nicht zerfällt!

Alles zusammen auf Tellern anrichten und evtl. mit Zitronenscheiben und Koriandergrün dekoriert servieren.

TexMex-Pangasius

Karottenspaghetti mit Mango-Ajvar-Sauce

Ein Gericht, das im Sommer auch gut mit Zucchininudeln schmeckt!

2 Portionen:

  • 5-6 Karotten, je nach Größe (schön sieht auch eine Mischung aus Karotten, gelben Rüben, lila Urkarotten und evtl. Selleriewurzeln aus)
  • 150g Ajvar (am besten einen ohne Zusatzstoffe und Zucker)
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Chili (es sei denn, man verwendet scharfen Ajvar)
  • 1/2 Mango
  • 4 EL rote Linsen, grob gemahlen
  • 4 EL Sonnenblumenkerne, grob gemahlen
  • evtl. ein paar Pinienkerne und Kräuter für die Deko
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl, evtl. Olivenöl

Die Karotten mit einem Spiralschneider oder Gemüsespitzer zu dünnen Spaghettispiralen drehen. Wer so etwas nicht hat kann auch den Sparschäler benützen und breitere Tagliatelle machen (evtl. einmal mit einem scharfen Messer halbieren).

Paprika und Mango grob, Zwiebel, Knoblauch und Chili fein würfeln.

Linsen und Sonnenblumenkerne mit einer Reibe grob mahlen, sodass sie aussehen wie geriebene Nüsse.

Zwiebel, Knoblauch und Chili in etwas Erdnussöl anbraten.

In einer weiteren großen Pfanne mit Deckel etwas Erdnussöl warm machen und darin die Karottenspaghetti schwenken. Diese mit Salz, Pfeffer und Gemüsesuppenpulver würzen, dann den Deckel aufsetzen und dünsten lassen. Zwischendurch ab und zu mal umrühren.

Paprika und geriebene Linsen+Sonnenblumen zu den Zwiebeln geben und scharf weiterbraten, bis die Paprikawürfel eine schöne Farbe annehmen. Dann mit ein paar EL Wasser ablöschen und 3min dünsten lassen, bis die Linsen mehr oder weniger gar sind.

Jetzt die Mangowürfel unterrühren und weitere 2min dünsten lassen.

Zuletzt den Ajvar über die Masse geben und Hitze fast ganz ausschalten.

Wenn die Karottennudeln trocken aussehen, ein bisschen Olivenöl darüberträufeln. Sie sollten jetzt auch fertig sein.

Wer noch Pinienkerne rösten will, kann das jetzt in einem trockenen Pfännchen machen.

Gemüsenudeln mit Mango-Ajvar-Sauce servieren und ggf. Pinienkerne und frische Kräuter darüber geben. Dazu passt frischer grüner Salat mit Balsamicodressing.

Übrigens, hier habe ich schon einmal vegane Karottenspaghetti in Orangen-Erdnusssauce gemacht.

Und abschließend noch ein kleiner Frühlingsgruß (ein paar blühende Palmkatzerl=Weiden und blühende Zweige vom Kriecherl=Kriechen-Pflaume):

Sauerkraut-Bohnen-Auflauf

Endlich ein Gericht für meine neue, kleine, ofenfeste, mikrowellenfeste, tiefkühlfeste Auflaufform aus Glas (von der Marke Py*ex mit den handtaschengroßen Maßen 28 x 20 x 8 cm)!

Ich habe im Büro leider keine Möglichkeit, mir einen Auflauf warm zu machen, aber mein Mann kann sich das Essen bei sich in der Arbeit in der Mikrowelle wärmen. Wer eine solche Kochgelegenheit hat, sollte immer gleich ein bisschen mehr Auflauf für den nächsten Tag zubereiten und hat so ein leckeres Mittagessen. 🙂 Abgesehen davon kann diese Form (mit Deckel) auch ganz einfach in den Tiefkühler.

Das Gericht ist eine abgewandelte Version des Sauerkraut-Auflaufs von Herbert Walker aus dem Kochbuch „Bohnen, Erbsen, Linsen & Co. Vollwertige Rezepte mit Hülsenfrüchten“ aus dem pala-Verlag, den ich sehr schätze. Ich habe zahlreiche pala-Kochbücher von Herbert Walker. Sie bieten zumeist lecker-deftige vegetarische Rezepte, die kreativ mit der schwäbischen Küche spielen. Den Sauerkrautauflauf habe ich mit meiner Zucchini-Tomaten-Salsa sowie ein paar Gewürzen aufgepeppt und ohne Erdäpfel gemacht, wie sie im Originalrezept vorkommen.

3 Portionen:

  • 100g Adzukibohnen (oder andere Bohnen), Trockengewicht, über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht
  • 1 Pkg. Sauerkraut (500g)
  • 1 Apfel
  • 1 Chili
  • 6 geh. EL Zucchini-Tomaten-Salsa (alternativ 4 EL geraspelte/r Zucchini oder Kürbis + 4 EL Tomatenpüree + 1 EL gehackter Koriander + etwas Salz, Pfeffer, Chilipulver, Olivenöl)
  • 1 Zwiebel
  • 100g Gouda (oder Cheddar oder Bergkäse)
  • 2 Eier M
  • 100ml Obers=Sahne
  • Butter f. d. Form und f. ein paar Butterflöckchen
  • 1/2 + 1/2 TL Paprikapulver
  • 1 Msp. geriebener Kümmel
  • 1 Msp. geriebener Fenchel
  • 1 Msp. Muskat
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer
  • Schnittlauch zum Bestreuen (ich hatte wilden Schnittlauch)

Das Einweichwasser der (Adzuki-)Bohnen abgießen und die Bohnen weich kochen. Adzukibohnen brauchen bei mir 8min im Kelomat=Dampfdrucktopf.

Ich koche übrigens immer gleich eine doppelte Bohnenportion und friere die gekochten Bohnen ein oder mache demnächst einmal ein weiteres Gericht.

Den Apfel mit Schale klein, die Chili fein hacken, den Käse reiben. Alles gemeinsam mit 1/2 TL Paprikapulver, Kümmel, Fenchel, Salz und Pfeffer unter die Bohnen rühren.

Die Zwiebel fein hacken und mit den Eiern, dem Obers, 1/2 TL Paprikapulver, 1 TL Gemüsesuppenpulver, etwas Muskat, Salz und Pfeffer verquirlen. Dieser Guss kommt dann ganz obenauf.

Sauerkraut ausdrücken (Saft auffangen; ist sehr lecker und gesund).

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine Form buttern und wie folgt einschichten: Sauerkraut – Bohnen – Salsa – Sauerkraut – Bohnen – Salsa – Sauerkraut – Guss – Butterflöckchen.

35-45min ab ins Backrohr bis der Auflauf eine schöne Farbe hat.

Vor dem Servieren mit Schnittlauch bestreuen. Dazu schmeckt grüner Salat mit Kürbiskernöl.

Lachsforelle auf exotischen Früchten

2 Portionen:

  • 1-2 Lachsforellenfilet(s), je nach Größe
  • 1 Bio-Orange, Schale, Saft (einer Hälfte) und Filets (andere Hälfte)
  • 1/2 Zitrone, Saft davon
  • 1+2 EL Butter
  • 1 EL Erdnussöl
  • Dill
  • Salz, Pfeffer, evtl. Flor de Sal
  • frische exotische Früchte (ich hatte: Kiwano, Kiwi, Granatapfel, Mango, Trauben; toll wirken auch Drachenfrucht, Physalis und Karambole)

Lachsforellenfilet ggf. in Stücke zerteilen. Pfeffern und mit Zitronensaft, gehacktem Dill und ein wenig abgeriebener Orangenschale würzen. In Frischhaltefolie wickeln und, wenn möglich, 1-2 Stunden ziehen lassen.

Früchte putzen, ggf. filetieren und Granatapfelkerne herausklopfen (hier ein Video, wie das ohne große Sauerei geht – wir machen es nur noch so). Schön auf Tellern drapieren.

1 EL Butter und 1 EL Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen. Filets darin anbraten – wir mögen sie so, dass sie nur knapp gar sind, also nicht zu durch. Lachsforelle bleibt aber auch beim kompletten Durchgaren schön saftig und wird nicht trocken wie Lachs. Kurz vor Fertigstellung salzen.

Die 2 EL Butter gemeinsam mit dem Saft und der abgeriebenen Schale einer halben Orange zerlassen.

Fischfilets auf die Früchte legen und mit Orangenbutter übergießen. Etwas Flor de Sal gibt der Sache dann noch den letzten Kick. 🙂

Kürbis-Kokos-Blumisotto

Ein Blumisotto ist ein ‚Risotto‘ aus Karfiol, bundesdeutsch Blumenkohl. Weil ‚Blumisotto‘ süßer klingt als ‚Karfisotto‘ hab ich den Namen beibehalten. 😉

Hier hab ich schon mal ein Garnelen-Blumisotto mit Bärlauch nachgekocht, das war auch super.

Das folgende Gericht ist sehr flott zubereitet, vor allem wenn man bereits geschredderten, tiefgefrorenen Karfiol vorrätig hat.

2 Portionen:

  • 300g geschredderter Karfiol=Blumenkohl (das ist ca. 1/3 Karfiol; meistens schreddere ich einen ganzen und friere die anderen zwei Drittel in Sackerln ein)
  • 300g Butternut-Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Zitronensaft
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1 TL Pilzpulver (selbst hergestellt aus getrockneten Herbsttrompeten und Parasolstielen)
  • Salz, Pfeffer, Kokosöl

Für die Kokoscreme:

Für das Nusstopping:

  • 1/4 Handvoll Cashewkerne
  • 1/4 Handvoll Walnüsse
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe oder Hefewürze

Karfiol in der Küchenmaschine mittelfein schreddern. Kürbis in 1cm-Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch hacken.

Den Kürbis in etwas Kokosöl scharf anbraten, mit Zitronensaft beträufeln und dann mit Deckel 10min dünsten. Wenn nötig, ein paar Tropfen Wasser zugeben.

In der Zwischenzeit die Kokoscreme zubereiten. Dafür die Raspel in 1 EL Kokosöl erhitzen. Vorsichtig, nicht zu heiß und immer gut umrühren, damit sie nicht verbrennen! Dann mit den Gewürzen und der Kokosmilch aufgießen und eindicken lassen.

Jetzt müsste noch Zeit für das Nusstopping sein: Dazu einfach die Nüsse bzw. Kerne und das Suppenpulver (oder die Hefewürze) mit der Küchenmaschine mittelgrob reiben.

Nach 10min den Karfiol zum Kürbis geben, mit Gewürzen abschmecken und 5-7min (je nach Dicke der Karfiolraspel) weiterdünsten lassen.

Zum Schluss die Kokoscreme unterziehen und nicht mehr allzu grob umrühren.

Blumisotto mit den geriebenen Nüssen bestreut servieren.


Ofengemüse mit fruchtiger Avocado-Creme

Ich bin ein „VIB“ (Very Important Blogger) beim Spiceblog der Firma Spiceworld, seit ich mit meinem Pisto Manchego auf Spaghettikürbis bei einem Gewinnspiel mitgemacht habe. Und letzte Woche habe ich überraschend ein liebes Weihnachtsgeschenk bekommen: Zwei Gewürzdosen, eine mit dem Gewürz Veggi (World of Asia) und eines mit Fish & Chicken (World of Asia). Das musste doch natürlich gleich ausprobiert werden! 🙂 Danke, liebes Spiceworld-Team, ich hab mich wirklich gefreut!

V-I-B

2 Portionen:

1 Blech voll in Wedges-Form geschnittenes Gemüse. Da jedes Gemüse ein anderes Gewicht vorzuweisen hat, gebe ich hier keine Gewichtszahlen an. Das Auge kann ohnehin am besten einschätzen, wieviel man zu zweit verdrücken möchte. Genommen habe ich jedenfalls:

  • Butternut-Kürbis
  • Pastinaken
  • Kohlrabi
  • Süßkartoffeln (nicht Low Carb)
  • Blaue Erdäpfel=Kartoffeln (nicht Low Carb, dafür aus eigener Ernte)

Gewürze:

Für den Dip:

  • 1 Avocado
  • 1 kl. Apfel (schälen, wenn ein Stabmixer verwendet wird; ungeschält, wenn ein guter Blender verwendet wird)
  • Saft v. 1/2 Orange (wer es nicht so fruchtig mag, nimmt den Saft einer halben Zitrone)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL helles Mandelmus
  • Salz, Pfeffer, Tabasco

Weiters:

  • 1 Handvoll frisch gekeimte Radieschensprossen

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Das Gemüse putzen und in Wedges-Form schneiden. Gemeinsam mit den Gewürzen in eine Schüssel mit Deckel geben und ordentlich schütteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 45min backen (nach der Halbzeit einmal wenden).

Für den Dip einfach alle Zutaten fein pürieren.

Vor dem Servieren mit den Radieschensprossen bestreuen.

Tipp: Man kann super die doppelte Menge Gemüse schneiden, würzen und dann für gesundes Fast Food einfach einfrieren!

Gratinierter Gorgonzola-Chicoree im Schinkenmäntelchen

Hier das Ausgangsrezept von chefkoch.de (Autor: Pannepot). Und hier meine Variante davon – einfach angepasst an das, was da war. 🙂

2 Portionen:

  • 4 normalgroße Chicoree oder 5-6 Mini-Chicoree (die mag ich mehr, weil sie weniger bitter im Inneren sind)
  • etwas Gemüsesuppe oder Rindssuppe für den Chicoree
  • 100ml Bratenfonds oder starke Rindssuppe (ich hatte noch Bratenfonds vom Bœuf Bourguignon)
  • 50ml Obers=Sahne
  • 100g Gorgonzola oder anderer Blauschimmelkäse
  • 5-8 Scheiben Rohschinken, z.B. Parmaschinken (bei Mini-Chicoree 1 Scheibe pro Stück, bei normalgroßen 2 pro Stück)
  • 1/2 Zitrone, Saft davon
  • Pfeffer
  • etwas Petersilie

Wenig Wasser mit Gemüsesuppen- oder Rindssuppenpulver gemeinsam mit ca. dem Saft v. 1/4 Zitrone zum Kochen bringen und die Chicoree darin 15-20min (je nach Größe) kochen. Dann etwas auskühlen lassen.

Backrohr auf 200°C Heißluft vorheizen.

In der Zwischenzeit den Bratenfonds (oder die Rindssuppe) gemeinsam mit Obers und gewürfeltem Gorgonzola erwärmen. Mit dem Schneebesen umrühren.

Normalgroße Chicoreestauden halbieren (bei Minis nicht nötig), etwas pfeffern und mit dem restlichen Zitronensaft beträufeln. Dann jedes Stück in eine Scheibe Parmaschinken wickeln.

Den Boden einer Auflaufform mit der Hälfte der Gorgonzolasauce bedecken. Die eingewickelten Chicorees darauflegen und mit der restlichen Sauce bedecken.

20min bei 200°C Heißluft gratinieren.

Vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

Durch Gorgonzola, Suppe und Schinken ist das Gericht sehr würzig (wir mögen das). Wir hatten dazu noch Gurkensalat (mit unserer letzten selbstgeernteten Gurke, übrigens – im DEZEMBER!!), der ist mild und erfrischend und passt gut. 🙂 Kommt aber auch darauf an, wie intensiv der Bratenfonds ist; der nochmals eingedickte vom Bœuf Bourguignon war natürlich sehr kräftig.

Sellerie-Käseschnitzel mit Grüner Sauce

Knollensellerie ist großartig. Er schmeckt sooo gut und man bräuchte ihn im Grunde gar nicht würzen, weil er selbst so geschmackstragend ist.

Die Grüne Sauce, die ich dazu gemacht habe, wurde zwar inspiriert von der original Frankfurter Grünen Sauce (Grie Soß), aber ich habe ganz andere Kräuter verwendet. Das muss man schon nutzen, wenn man Mitte November immer noch frische Kräuter aus dem Garten ernten kann. 😉 Sie alle können je nach Verfügbarkeit ausgetauscht oder ergänzt werden durch jene der Frankfurter Mischung für die echte Grie Soß: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

Man kann die Sauce auch gut einfrieren (einfach nach dem sanften Auftauen im Kühlschrank nochmal mit einem EL Sauerrahm glattrühren)! Ich mache deshalb immer gleich die doppelte Portion. Wer nur für dieses eine Essen Grüne Sauce machen will, kann trotzdem ein ganzes Ei hineinpürieren. Was macht man schon mit einem halben Ei im Kühlschrank?

2 Portionen:

Für die Sellerie-Käseschnitzel:

  • 1 Knollensellerie
  • 4 Scheiben Cheddar + 8 EL geriebener Cheddar
  • 8 EL geschrotete Goldleinsamen
  • 8 EL geriebene Mandeln
  • 1 Ei verrührt mit etwas Milch oder Rahm
  • Zitronensaft oder etwas Essig
  • Erdnussöl, Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • evtl. 2 Zitronenschnitze zum Servieren

Für die Grüne Sauce (4 Portionen, tiefkühlgeeignet):

  • je 1 Handvoll:
  • Petersilie
  • Dill
  • Karottengrün
  • Kapuzinerkresse
  • Schnittlauch (ich hatte wilden Schnittlauch aus dem Wald; Infos dazu hier in der Waldmeierei)
  • je 1/2 Handvoll:
  • Minze
  • Estragon (oder 2 EL Estragon-Minz-Pesto, das hab ich genommen)
  • 1/2 Becher = 125g Sauerrahm
  • 1/2 Becher = 100g griechisches Joghurt m. 10% Fett
  • 1/2 Becher = 50g Crème fraîche (oder ein anderes Mischverhältnis; man kann auch eines der Milchprodukte weglassen und durch mehr von den anderen ersetzen)
  • 2 EL Estragon-Senf
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 EL Kürbiskern-Öl (kann auch weggelassen werden, macht aber eine hübsche grüne Farbe)
  • 1 hartgekochtes Ei
  • Salz, Pfeffer, 1/2 Msp. Stevia

Zuerst die Grüne Sauce machen. Das geht schnell: Kräuter hacken und dann alles zusammen mit dem Zauberstab pürieren. 🙂 Kühl stellen.

Gruene-Sauce_01 Gruene-Sauce_02 Gruene-Sauce_03

Dann den Knollensellerie schälen und in 8 Scheiben schneiden.

Salzwasser zum Kochen bringen, etwas Zitronensaft oder Essig hinzufügen und die Selleriescheiben in 8-10min (je nach Dicke) bissfest kochen.

In der Zwischenzeit das Paniermehl aus Cheddar, Goldleinsamen und Nüssen zusammenstellen.

Das Ei verquirlen, salzen, pfeffern, mit Muskat würzen und mit einem Schuss Milch oder Rahm strecken.

Die fertig gegarten Selleriescheiben herausnehmen, salzen und pfeffern. Zwischen je zwei eine Cheddarscheibe legen. Dann durchs Ei und schließlich durch das Paniermehl ziehen.

In heißem Fett ausbacken (ich nehme dafür am liebsten eine Mischung aus Erdnussöl und Butter).

Dazu passt neben der Grünen Sauce auch noch grüner Salat.

Sellerie-Kaeseschnitzel_01 Sellerie-Kaeseschnitzel_02 Sellerie-Kaeseschnitzel_03

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Pilzzucht I & Rezept: Kohlsprossen mit Seitlingscarbonara

Ich hab leider noch nie Austernseitlinge oder Lungenseitlinge im Wald gefunden, dabei wären sie so toll, weil man Austernseitlinge sogar im Winter sammeln kann (Saison üblicherweise ab Mitte November… also gut, nicht in DIESEM November, wo wir immer noch 23°C haben!). Deshalb kaufe ich mir Seitlinge vollkommen überteuert als Bio-Pilze im Supermarkt. Sie sind einfach zu lecker…

Dieses Jahr haben wir allerdings einen Versuch mit einer eigenen Pilzzucht gestartet. Ich werde in den nächsten Tagen ein paar Fotos und Infos dazu posten, die ersten davon sind noch auf meinem Tablet, weil sie aus der Phase stammen, in der meine Kamera defekt war. Nur soviel: Man kann bei diversen Online-Anbietern Pilzbrut (d.h. Myzel) kaufen und selbst geeignetes Substrat im Garten „beimpfen“.

Gekauft haben wir Brut für Austernseitlinge (Winterpilze), Lungenseitlinge (Sommerpilze) und Braunkappen=Riesenträuschlinge. Während die Seitlinge auf Holz angebaut werden (wir haben dazu Stämme auf spezielle Art behandelt, mehr dazu demnächst), können Braunkappen in Erde kultiviert werden. Gesagt, getan.

Zum Schluss hatten wir noch ein bisschen Braunkappen-Substrat übrig… dachte ich… offenbar ist das Etikett abgefallen oder ich war geistig umnachtet oder beides, denn: Ich hab versehentlich den letzten Rest des Lungenseitling-Myzels in eine Box mit Kompost gegeben, in der Meinung, das würden Braunkappen werden. 🙂

Geklappt hat es deshalb, weil unser Kompost nicht fein gesiebt ist, sondern immer auch einiges an Aststücken enthält (z.B. von der Tomatenbefestigung und so). Wir hächseln die nicht, weil wir der Meinung sind, dass einiges an langsam verrotendem Material gut für die Durchlüftung ist. Tja und so haben wir, ganz untypisch, einige Lungenseitlinge in einer Box mit Erde gezüchtet, weil sie auf den kleinen Steckerln wachsen konnten:

Lungenseitlinge_01 Lungenseitlinge_02

Lungenseitlinge_03 Lungenseitlinge_04

Seitlingsarten eignen sich ja für die vielfältigsten Gerichte. Die Austernseitlinge werden wegen ihrer Dickfleischigkeit sogar „Kalbfleischpilze“ genannt. Lecker sind auch noch Kräuterseitlinge!

Ich hab sie diesmal für eines meiner liebsten Kohlsprossen=Rosenkohl-Rezepte verwendet. Früher haben wir dasselbe (mit oder ohne Pilzen) zu Penne gegessen. Wem also die Kohlenhydrate wurscht sind, empfehle ich, auch das einmal auszuprobieren. Für das Low Carb-Abendessen eignet sich die Seitlingsvariante hingegen wunderbar.

2 Portionen:

  • 250g Kohlsprossen=Rosenkohl
  • 200g Seitlinge (wer keine im Supermarkt bekommt, kann auch Champignons nehmen – Tipp: hab kürzlich bei Sp*r Österreich tiefgekühlte Marchfelder Bio-Kräuterseitlinge entdeckt)
  • 30g Speckwürferl (vegetarisch: weglassen oder Räuchertofu; bei beidem braucht es dann noch etwas Butter)
  • 1 Ei L
  • 50g Grana Padano oder Parmesan
  • 3 EL Obers=Sahne oder Milch
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Bio-Instant-Gemüsesuppe

Die Kohlsprossen=den Rosenkohl putzen und halbieren. Seitlinge putzen und in kleine Würferl schneiden. Petersilie fein hacken (ggf. noch etwas zur Seite legen für die Deko).

Speckwürferl (oder Butter und Räuchertofu) in einer heißen Pfanne anbraten, dann Kohlsprossen dazu, 3min scharf anbraten. Pilzwürferl hinzugeben, salzen, 3min weiterbraten. Dann mit Zitronensaft ablöschen und würzen. Etwas vor sich hin dünsten lassen (mit Deckel). Bis sie bissfest sind, dauert es nochmal ca. 5min (einfach eine Gabelprobe machen).

In der Zwischenzeit Ei mit Obers und geriebenem Grana Padano verrühren, salzen und pfeffern.

Herd ausschalten (!) und Eiergemisch einrühren (soll nicht mehr kochen, nur stocken).

Und schon fertig! 🙂

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