Cremiger Zwiebeltopf mit Ajvar

2 Portionen:

  • 600g (gelbe) Zwiebeln
  • 150g Ziegenfrischkäse (wer das nicht mag: normaler FK, Vollfett)
  • 6 geh. EL Ajvar, pikant
  • 250g frische Erbsen, mit Schale gewogen (ergibt ca. 125g Erbsen ohne Schale)
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 geh. TL Erythrit
  • 2 EL heller Balsamicoessig oder Weißweinessig
  • ca. 200ml Gemüsesuppe
  • 1 großer Bund Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Die Zwiebeln schälen und achteln. Ca. 5min in Butterschmalz in einem dickwandigen Schmortopf goldbraun anbraten. Mit Erythrit bestäuben und leicht karamellisieren lassen.

Mit Gemüsesuppe ablöschen und ca. 20min zugedeckt köcheln lassen.

Frischkäse mit Ajvar und Essig verrühren und unterrühren. Die ausgepulten Erbsen ebenfalls unterheben. Nochmal ca. 5min köcheln lassen.

Die Tomaten halbieren oder vierteln. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Beides unterrühren und nochmals 5min köcheln lassen.

Mit noch ein wenig Schnittlauch bestreut servieren.

 

Hülsenfrüchte-Quinoa-Schmortopf

Der Winter ist bei uns vorübergehend noch einmal zurückgekehrt. Ich kenne aber ein Geheimnis, das ich ihm nicht verrate: Lange wird er nicht mehr bleiben können. Das schneeweiße Winterwetter eignet sich dafür perfekt für einen wunderbar wärmenden Eintopf.

3-4 Portionen:

  • 200g Bohnen (Trockengewicht), über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht (ich nehme für diesen Schmortopf am liebsten Weiße Bohnen, hab ihn aber auch schon mit Adzukibohnen, Käferbohnen, Schwarzen Bohnen und Kichererbsen gemacht)
  • 4 geh. EL Quinoa
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 gelbe Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Handvoll Trockenpilze, in etwas Wasser eingeweicht (ich hatte selbst getrocknete Hallimasch, s. Foto)
  • 2 Handvoll Sellerie, in grobe Stücke gehackt (entweder die Knolle, die Wurzel oder Stangensellerie – alles passt wunderbar)
  • 2 Handvoll Gemüse der Saison, in Stücke geschnitten (z.B. TK-Fisolen=Grüne Bohnen, Karotten, Lauch, Paprika…)
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400g)
  • mind. ein Achterl (125ml) kräftiger Rotwein, eher mehr (kommt u.a. auf den verwendeten Schmortopf an)
  • 150ml kräftige Gemüsesuppe
  • 1 kl. Chili
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Nelken, zerstoßen
  • 2 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1 TL getrockneter Thymian und/oder Bohnenkraut
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Die Bohnen über Nacht in viel kaltem Wasser mit 1 Msp. Natron einweichen und nach Packungsangabe weich kochen. Ich verwende dazu am liebsten den Kelomat=Schmotopf, das geht am schnellsten. Außerdem mache ich gerne die doppelte Menge und koche an einem Folgetag ein weiteres Rezept mit Hülsenfrüchten (oder friere die gekochten Bohnen ein).

Trockenpilze in etwas Wasser einweichen. Das Einweichwasser kann bei den meisten Pilzen mitverwendet werden; das von den Hallimasch gieße ich lieber ab.

Die Zwiebeln halbieren und in dünne Halbmonde schneiden. Knoblauch und Chili fein hacken. Das gesamte Gemüse in grobe Stücke schneiden.

Zwiebel in einem großen, dickwandigen Schmortopf in etwas Öl anbraten. Nach und nach das Gemüse zufügen und sanft bräunen lassen. Salzen, pfeffern, Gemüsesuppenpulver, Knoblauch, Chili, Lorbeer, Nelken und Thymian/Bohnenkraut zugeben. Dann mit den Dosentomaten, dem Wein und der Suppe ablöschen und die Bohnen sowie den Quinoa zugeben.

Deckel aufsetzen und 60min bei geringer Hitze sanft köcheln lassen. Ab und zu umrühren, v.a. um zu überprüfen, ob noch etwas Flüssigkeit nachgegossen werden muss.

Achtung: Ich habe das Rezept auch schon im Römertopf zubereitet. Da braucht es mind. 2 Achterl Rotwein und 75min.

Mit einem frischen grünen Salat ergibt das Gericht, das sich übrigens auch gut einfrieren lässt, 4 Portionen.

Tipp: Wenn man die Pilze und den Rotwein weglässt (und mit mehr Tomatenmark oder Gemüsesuppe ersetzt), als Hülsenfrüchte Rote oder Schwarze Bohnen (und evtl. noch eine Handvoll Mais, wenn gewünscht) nimmt und anstelle mit Nelken und Thymian mit Kreuzkümmel und Koriander würzt, hat man ein wunderbares Chili sin carne!

Bœuf bourguignon mit Schoko-Gewürzkürbis

Fast komplett nach einem wunderbaren Rezept von Julia Child (nur der Schoko-Gewürzkürbis ist eine LC-Beilage von mir). Das Originalrezept kann von jenen, die das Buch nicht haben (ein eigentlich untragbarer Umstand, der z.B. an Weihnachten behoben werden könnte!) hier direkt beim Verlag downgeloadet werden.

Und dazu der Filmtipp: Julie & Julia!

Übrigens (aber das ist geheim): Dies ist Bestandteil unseres diesjährigen Weihnachtsmenüs! Also nicht weitererzählen! 🙂

2 Portionen:

Für das Bœuf bourguignon:

  • 600g Rindsgulasch
  • 70g Speckwürferl
  • 2 Karotten
  • 1 Petersilwurzel oder Selleriewurzel oder Pastinake
  • 1  Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Flasche (750ml) Burgunder (davon 500ml für das Bœuf und 250ml für den Koch/die Köchin)
  • 350ml Rinddsuppe
  • 1 TL Kokosmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 EL Olivenöl

Für den Schoko-Gewürzkürbis:

  • 400g Butternuss-Kürbis
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1/2 TL Pilzpulver (oder einfach mehr Gemüsesuppenpulver)
  • 1 TL Erythrit
  • 2 Stück dunkle Roh-Schokolade
  • 2 EL Butter

Speck in einem kleinen Topf in etwas Wasser aufkochen und 10min köcheln lassen (wenn man das nicht tut, ist der Speck am Ende hart).

In der Zwischenzeit das Fleisch abspülen, sehr sorgfältig mit Küchenrolle trocken tupfen (Julia Child weist darauf hin, dass Fleisch, das nicht ordentlich abgetrocknet wird, nicht gut bräunt).

Backrohr auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Karotten und Petersilwurzel in Scheiben schneiden, Zwiebel klein würfeln, Knoblauch fein hacken.

Speck abgießen und ebenfalls mit Küchenrolle trocken tupfen.

Öl in einem dickwandigen Schmortopf (backofengeeignet) erhitzen und die Speckwürferl 3min anbraten. Herausheben und zur Seite stellen.

Fleischwürfel portionsweise kurz anbraten, bis sie rundherum gebräunt sind. Das Fleisch darf sich nicht berühren, es soll nicht im Pulk übereinander liegen.

Fleisch herausnehmen und zum angebratenen Speck legen. Zwiebel-, Petersil- und Karottenstücke (nicht Knoblauch!) anbraten und den Schmortopf vom Herd nehmen.

Speck und Rindfleisch wieder zum Gemüse in den Topf geben, salzen, pfeffern und mit Kokosmehl bestäuben.

Im Rohr 4min ohne Deckel braten, Topf herausnehmen, einmal gut umrühren und noch einmal für 4min ohne Deckel zurück in den Ofen.

Temperatur auf 160°C reduzieren und den Schmortopf vorübergehend wieder auf den Herd stellen. Wein, Suppe und Gewürze zufügen, gut verrühren, aufkochen und anschließend zugedeckt für 3 Stunden schmoren.

10min vor Ende der Kochzeit den Butternut-Kürbis in 1cm-Würfel schneiden. In Butter anbraten, alle Gewürze zugeben und mit Deckel weichdünsten lassen (dauert ca. 10min).

Fleisch und Gemüse aus dem Schmortopf heben und dem Bratensaft bei hoher Hitze einreduzieren lassen. Wieder vermengen und gemeinsam mit dem Kürbis auf Tellern anrichten.

Die Schokolade über die Kürbisstücke reiben.

Provençalischer Zucchini-Schmortopf mit Pains d’Olives

Mmmhm, mediterran, wärmend und duftend – mit goldenen Erinnerungen an den verblassenden Sommer. So mag ich mein Essen im Herbst. 🙂

Für den Eintopf:

4 Portionen:

  • 1kg Zucchini (im Idealfall gelbe)
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 200g Tomaten
  • 3 geh. EL schwarze Oliven
  • 150ml Gemüsesuppe
  • 3 EL Tomatenmark aus d. Tube
  • 2 Lorbeerblätter
  • Basilikum, Thymian, Oregano, Rosmarin (frisch)
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • Trüffelöl

Zucchini grob würfeln, Spitzpaprika in feine Ringe schneiden, Zwiebel und Knoblauch würfeln, Tomaten würfeln oder Cocktailtomaten halbieren.

Am besten einen dickwandigen Schmortopf nehmen und darin Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bräunen, anschließend Zucchiniwürfel zugeben. Anbraten, bis die Würfel Farbe bekommen.

Spitzpaprika zugeben, 5min weiterdünsten.

Tomaten zugeben.

Mit Suppe aufgießen und gut würzen (noch nicht mit dem Trüffelöl).

45-60min auf kleiner Hitze mit Deckel schmoren lassen. Wenn es sich um einen Topf handelt, aus dem Wasser ausdampfen kann, evtl. noch etwas nachgießen. Bei meinem dickwandigen Le Creuset war das nicht nötig.

Vor dem Servieren mit Trüffelöl beträufeln und mit Oliven-Brötchen servieren.

Ich ergänze den Tag Vegan – natürlich nur ohne Low Carb-Gebäck, denn das ist vegan nicht möglich.

Zucchini-Eintopf_01

Zucchini-Eintopf_02

FÜR die Pains d’Olives:

6 Stück:

  • 4 geh. EL Goldleinsamen, geschrotet
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 4 geh. EL Kokosmehl
  • 4 geh. EL Eiweißpulver, neutral
  • 1 gestr. EL Chia-Samen*
  • 5-8 schwarze Oliven, klein gehackt
  • 2 Eier M
  • 1 Pkg. (250g) Magertopfen=Quark
  • ca. 1-2 EL gehackter Oregano
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen (ganz zum Schluss die zerkleinerten Oliven und den Oregano unterheben), dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Teig mit nassen Händen zu eher flachen Teiglingen formen (mit den Fingern flach drücken) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. 30-35 min bei 175°C Heißluft backen.

Tipp: Ohne die Oliven, dafür mit Sesam und noch einem TL Öl, eignen sich diese Brötchen sicher wunderbar als Burger Buns. Das werde ich demnächst ausprobieren!

Pain-d-Olives_Olivenbroetchen_01

Pain-d-Olives_Olivenbroetchen_02

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

Geschmorte Hendlkeulen im Tomaten-Oliven-Topf

Ich bin ja immer sehr dafür, auch innerhalb der urheberrechtlich gesehen unverfänglichen Rezept-Texte (man muss bei Rezepten keinen Urheber nachweisen) zu zeigen, wo man sich hat inspirieren lassen. Diesmal fällt mir das ein bisschen schwer, weil ich drei fast idente Rezepte in der bunten Internet-Rezepte-Welt gefunden hab, an denen ich mich orientiert habe. Ich verlinke darauf einfach in der Reihenfolge, in der sie erstellt wurden:

krümeltigers Geschmorte Hühnerkeulen von Chefkoch

Geschmortes Ofenhähnchen von Low Carb Köstlichkeiten

Leckere geschmorte Hähnchenkeulen von Essen ohne Kohlenhydrate

Die große Verbreitung im Internet spricht dafür, dass dieses Gericht einfach nur köstlich sein muss. Der Nachkoch-Versuch lohnt sich!! Und ich konnte endlich mal wieder meinen wunderhübschen Le Creuset-Schmortopf verwenden, den ich zu Weihnachten bekommen habe. 🙂

Hier meine Variante:

2 großzügige Portionen:

  • 2 gr. Hendlkeulen
  • 1 gr. Dose geschälte Tomaten
  • 1/2 Glas Kalamata-Oliven
  • 1 gr. od. 2 kl. rote Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 200g braune Champignons
  • je 1 TL Oregano, Thymian, Basilikum, Kräuter der Provence, Instant-Bio-Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Butter, Erdnussöl

Champignons in dicke Scheiben, Knoblauch in dünne Scheiben, Zwiebeln in Ringe schneiden.

In einem dickwandigen Schmortopf das Erdnussöl und die Butter zusammen erhitzen und die gesalzenen und gepfefferten Hendlkeulen rundherum scharf anbraten und aus dem Topf nehmen.

In das restliche Fett kommen nun die Zwiebeln, der Knoblauch und die Champignons. Alles zusammen weiter kräftig anbraten. Jetzt die Tomatendose, die Gewürze, die Oliven und einen guten Schuss Oliven-Flüssigkeit zugeben.

Aufkochen lassen und die Hendlkeulen wieder dazu geben. 50-60min schmoren lassen.

Wer einen ofenfesten Schmortopf hat kann die Keulen ohne Deckel noch für 10min im Backrohr übergrillen, damit sie schön knusprig werden.

Beilage braucht man eigentlich nicht unbedingt, ich hab aber, wie auf Low Carb Köstlichkeiten empfohlen, Karfiolreis dazu serviert. Dafür braucht man:

  • 1/4 Karfiol=Blumenkohl, geschreddert
  • 1 kl. gelbe Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer

Ich schreddere für Karfiol-Rezepte wie das Garnelen-Blumisotto immer den ganzen Karfiol auf einmal und friere den Rest ein. Hier habe ich also einfach die Menge von ca. 1/4 in der Küchenmaschine geschredderten Karfiol aus dem Tiefkühler genommen.

Die kleine Zwiebel fein würfeln, in etwas Butter glasig dünsten, den Karfiol zugeben, würzen und mit Deckel 5-10min dünsten lassen. Fertig!

Geschmorte_Hendlkeulen_01 Geschmorte_Hendlkeulen_02