Sauerkraut-Bohnen-Auflauf

Endlich ein Gericht für meine neue, kleine, ofenfeste, mikrowellenfeste, tiefkühlfeste Auflaufform aus Glas (von der Marke Py*ex mit den handtaschengroßen Maßen 28 x 20 x 8 cm)!

Ich habe im Büro leider keine Möglichkeit, mir einen Auflauf warm zu machen, aber mein Mann kann sich das Essen bei sich in der Arbeit in der Mikrowelle wärmen. Wer eine solche Kochgelegenheit hat, sollte immer gleich ein bisschen mehr Auflauf für den nächsten Tag zubereiten und hat so ein leckeres Mittagessen. 🙂 Abgesehen davon kann diese Form (mit Deckel) auch ganz einfach in den Tiefkühler.

Das Gericht ist eine abgewandelte Version des Sauerkraut-Auflaufs von Herbert Walker aus dem Kochbuch „Bohnen, Erbsen, Linsen & Co. Vollwertige Rezepte mit Hülsenfrüchten“ aus dem pala-Verlag, den ich sehr schätze. Ich habe zahlreiche pala-Kochbücher von Herbert Walker. Sie bieten zumeist lecker-deftige vegetarische Rezepte, die kreativ mit der schwäbischen Küche spielen. Den Sauerkrautauflauf habe ich mit meiner Zucchini-Tomaten-Salsa sowie ein paar Gewürzen aufgepeppt und ohne Erdäpfel gemacht, wie sie im Originalrezept vorkommen.

3 Portionen:

  • 100g Adzukibohnen (oder andere Bohnen), Trockengewicht, über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht
  • 1 Pkg. Sauerkraut (500g)
  • 1 Apfel
  • 1 Chili
  • 6 geh. EL Zucchini-Tomaten-Salsa (alternativ 4 EL geraspelte/r Zucchini oder Kürbis + 4 EL Tomatenpüree + 1 EL gehackter Koriander + etwas Salz, Pfeffer, Chilipulver, Olivenöl)
  • 1 Zwiebel
  • 100g Gouda (oder Cheddar oder Bergkäse)
  • 2 Eier M
  • 100ml Obers=Sahne
  • Butter f. d. Form und f. ein paar Butterflöckchen
  • 1/2 + 1/2 TL Paprikapulver
  • 1 Msp. geriebener Kümmel
  • 1 Msp. geriebener Fenchel
  • 1 Msp. Muskat
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer
  • Schnittlauch zum Bestreuen (ich hatte wilden Schnittlauch)

Das Einweichwasser der (Adzuki-)Bohnen abgießen und die Bohnen weich kochen. Adzukibohnen brauchen bei mir 8min im Kelomat=Dampfdrucktopf.

Ich koche übrigens immer gleich eine doppelte Bohnenportion und friere die gekochten Bohnen ein oder mache demnächst einmal ein weiteres Gericht.

Den Apfel mit Schale klein, die Chili fein hacken, den Käse reiben. Alles gemeinsam mit 1/2 TL Paprikapulver, Kümmel, Fenchel, Salz und Pfeffer unter die Bohnen rühren.

Die Zwiebel fein hacken und mit den Eiern, dem Obers, 1/2 TL Paprikapulver, 1 TL Gemüsesuppenpulver, etwas Muskat, Salz und Pfeffer verquirlen. Dieser Guss kommt dann ganz obenauf.

Sauerkraut ausdrücken (Saft auffangen; ist sehr lecker und gesund).

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine Form buttern und wie folgt einschichten: Sauerkraut – Bohnen – Salsa – Sauerkraut – Bohnen – Salsa – Sauerkraut – Guss – Butterflöckchen.

35-45min ab ins Backrohr bis der Auflauf eine schöne Farbe hat.

Vor dem Servieren mit Schnittlauch bestreuen. Dazu schmeckt grüner Salat mit Kürbiskernöl.

Enchiladas mit Zucchini-Tomaten-Salsa und Hendl

Betti von Happy Carb hat unlängst zwei grandiose Rezepte präsentiert: Einmal einen Low Carb Veggie-Wrap, einmal die Low Carb Enchiladas. Beide stehen schon seit ihrem Posten auf meiner To Cook-List, allerdings hab ich sooo lange keinen Koriander bekommen und wollte beide nicht ohne dieses Zauberkraut kochen. Als dann endlich der große Tag kam, hab ich mich mit meinen vorrätigen Zutaten vertan: Ich hatte keinen Topfen mehr, dafür (wesentlich flüssigeren) Sauerrahm… also musste der Teig adaptiert werden. Die Füllung hab ich an das angepasst, was da war, und außerdem wollte ich ein paar Zucchinis für mein Zucchini-Projekt verarbeiten. Hier seht ihr das leckere Ergebnis:

4 Enchiladas:

  • 3 Eier M (dank meiner lieben Leserin C. werde ich ab jetzt immer die Eiergröße dazuschreiben 🙂 )
  • 150g Sauerrahm
  • 50g Cheddar, gerieben
  • 6 EL Kichererbsenmehl (im Reformhaus kaufen oder billiger selber mahlen)
  • 3 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Salz
  • 8 EL Zucchini-Salsa
  • 2 kl. Hendlfilets
  • 1 kl. Stück Zucchini, roh (ein paar cm lang, sodass es eben in 4 Enchilada-Rollen Platz hat)
  • 1/2 roter Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 50g Cheddar, gerieben
  • mind. 1 Thai-Chili oder 2 normale Chili (ich selbst esse wesentlich schärfer… aber ein bisschen Schärfe muss auf jeden Fall sein hihi)
  • viel, viel frischer Koriander
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Die Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine verrühren und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die sehr flüssige Masse so dünn wie möglich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verstreichen und dann für 15min backen. In 4 gleich große Stücke zerteilen.

Hendlfilet würfeln, mit Kreuzkümmel, gepresster Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und Tomatenmark einreiben und in etwas Erdnussöl anbraten.

Paprika und Zucchini eher klein würfeln.

Die abgekühlten Teigplatten in eine gebutterte Auflaufform stellen, mit je 2 EL Salsa, dann dem Gemüse und den Hendlstücken sowie anschließend dem Käse füllen.

25-30min im Ofen überbacken bis sie schön knusprig sind.

Vor dem Servieren mit viel Koriandergrün und gehackten Chilis servieren.

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Zucchini-Tomaten-Salsa

Das Rezept für die Salsa habe ich aus dem Buch “Zucchini. Ein Erste-Hilfe-Handbuch für die Ernteschwemme” von Irmela Eckenbrecht aus dem pala Verlag. Hier habe ich schon mal darüber geschrieben. Da es so gut zu meinem Zucchini-Projekt passt, hat mein Mann es endlich ausprobiert, um unsere keulenschweren Zucchinis zu verarbeiten (nur hat er die Tomaten nicht gehäutet, wir finden das beide unnötig, und außerdem hat er keinen Zucker, dafür aber etwas Koriandergrün verwendet). 🙂

1 großes Einmachglas:

  • 500g Zucchini, grob geraspelt (wir haben gelbe Zucchini verwendet, muss aber nicht sein)
  • 1 Zwiebel, grob gehackt
  • 500g Tomaten, gewürfelt
  • 1 extra scharfe Thai-Chili oder 2 normale Chilis
  • 1 Handvoll Koriandergrün, grob gehackt
  • 2 EL Salz
  • 8 EL Erythrit
  • 10 EL Rotweinessig
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 TL Senfkörner
  • 1 TL grob gemahlener Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL geriebener Muskat
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Kurkuma

Zucchini, Zwiebel und Chili mit dem Salz vermischen und mehrere Stunden stehen lassen (bei uns waren es 4 Stunden).

In ein Sieb drücken und gut abtropfen lassen.

Mit den restlichen Zutaten, auch den Tomaten, verrühren und 30min köcheln lassen.

Grob mit dem Zauberstab pürieren (den Zauberstab nur kurz reinhalten).

Heiß in eines oder mehrere heiß ausgespülte Marmeladengläser geben und sofort verschließen. Auskühlen lassen und dann im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich angeblich mehrere Monate.

Nachtrag vom 02.02.2016:

Ich habe gestern das letzte Glas Salsa aufgemacht (Rexglas stand im Kühlschrank). War immer noch 1a frisch und lecker! Hält also auch mit Erythrit (und ohne die konservierende Wirkung konventionellen Zuckers) ewig dank des Essigs.

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