Thunfisch-Cinque Formaggi-Pizza mit grünem Gemüse

Uno, due, tre, quattro, cinque. Das war’s aber auch schon mit meinen bescheidenen Italienisch-Kenntnissen (naaa gut, bis zehn kann ich zählen, und was zu essen kann ich mir auch bestellen… und Prost! kann ich auch sagen, hehe).

Meine Cinque Formaggi-Pizza besteht, Überraschung!, aus fünf Käsesorten und zudem einigem an grünem Gemüse. Dazu gehört noch unbedingt eine große Schüssel Salat, um einen extra Frischekick zu genießen und um die vielen Milchprodukte ein wenig „auszugleichen“.

Thunfisch-Pizzateig ist in der Low Carb-Küche schon längst keine Überraschung mehr, und ich koche ihn ab und zu immer noch ganz gern, obwohl ich mittlerweile fast keinen Fisch mehr esse. Wenn es dann ausnahmsweise Thunfisch gibt, dann ist es mir sehr wichtig, darauf zu achten, welchen ich kaufe:

Er sollte ausschließlich aus zertifiziertem Wildfang stammen. Das MSC-Siegel gibt es nur, wenn diese Fanggebiete nicht bereits überfischt sind! Weitere Informationen zum nachhaltigen Fischkauf gibt es beim WWF-Einkaufsratgeber für Fisch sowie beim Fischratgeber von Greenpeace. Die Thunfisch-Dosen, die ich verarbeite, sind von der nicht gefährdeten Gattung „Skipjack“ (Fanggebiet: Westpazifik) oder MSC-zertifizierte Ware aus gesunden Beständen.

2 Portionen:

Für den Teig:

  • 2 Dosen Thunfisch (in eigenem Saft)
  • 100g Cottage Cheese=Hüttenkäse
  • 2 Eier
  • 2 EL Mandelmehl (ersatzweise geriebene Mandeln)
  • 2 EL gehackte italienische Kräuter (ich hatte Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran)
  • Salz, Pfeffer

Für den Belag:

  • 100ml passierte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 30g Mozzarella
  • 30g Gorgonzola
  • 30g Feta
  • 30g Parmesan (Anm.: Für alle diese Käsesorten verwende ich gerne meine TK-Vorräte; ich friere immer ein wenig geriebenen Käse ein, wenn ich ihn sowieso für ein anderes Gericht reibe)
  • 1 Handvoll Fisolen=Grüne Bohnen (evtl. TK-Ware)
  • 1 Handvoll Erbsen (evtl. TK-Ware)
  • frische Kräuter zum Bestreuen (ich hatte Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran, Ringelblumen-Blüten; Rucola würde auch gut passen)
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Backrohr auf 160°C Heißluft vorheizen.

Thunfisch, Eier, Cottage Cheese, Kräuter und Mandelmehl mit der Küchenmaschine verrühren.

Die Masse kreisrund auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und für ca. 15min backen.

In der Zwischenzeit die Tomatensauce zubereiten. Dafür Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken und anbraten. Dann die passierten Tomaten zugeben und abschmecken. Einköcheln lassen, bis der Teig fertig ist.

Fisolen in kleine Stücke hacken.

Den Pizzaboden wieder aus dem Ofen nehmen, die Sauce gleichmäßig darauf verteilen und belegen (ich hab einzelne Ecken für die verschiedenne Käsesorten gemacht).

Die Pizza nun erneut für ca. 15min in den Ofen geben, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Vor dem Servieren mit frischen Kräutern bestreuen.

Variante:

Thunfischpizza mit Jalapeños, Oliven und Roten Zwiebeln

Während ich die obigen Fotos herausgesucht habe, hab ich noch alte Aufnahmen einer anderen Thunfischpizza entdeckt, die ich euch bislang vorenthalten habe. Der Teig ist ganz derselbe, und sooo viel  Unterschied gibt es beim Belag auch wieder nicht.

Daher habe ich mich kurzerhand entschlossen, diese Pizza nicht als eigenes Rezept online zu stellen, sondern als Variante zu zeigen:

2 Portionen:

  • Teig wie oben (Kräuter hier Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und ein wenig gehackte, rote Zwiebel)
  • Tomatensauce wie oben
  • 1 rote Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 1 Handvoll Oliven
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten, in Stücke geschnitten
  • einige eingelegte Jalapeños
  • geriebener  Gouda
  • Kräuter zum Bestreuen: Petersilie, Basilikum, Schnittlauch

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Spargel-Pesto-Schiffchen

Betti hat auf ihrem Blog Happy Carb mal vor einiger Zeit ein tolles Rezept für Schlemmerzungen Caprese veröffentlicht. Ich hab mich grob daran orientiert, jedoch noch etwas Spargel und Frühlingszwiebel draufgegeben, dafür weniger Mozzarella, und mein Radieschenblätter-Pesto genommen. Das Original hab ich aber auch schon mal gekocht, das war ebenfalls köstlich – und ist dann eher was für den Sommer. Zur Zeit nutze ich aber noch exzessiv die letzten Spargelstände am Straßenrand, bevor sie sich zum Sommerschlaf zurückziehen. 🙂

Im Sommer kann man statt des Spargels auch ganz wunderbar Artischockenherzen aus dem Glas nehmen!

2-4 Portionen (mit Salat reicht’s für 4 und die Schiffchen schmecken auch kalt gut)

Für den Teig:

  • 50g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie (oder 10g mehr Haferkleie)
  • 40g Eiweißpulver, neutral
  • 3 Eier M
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für den Belag:

  • 70g Radieschenblätter-Pesto (alternativ: Pesto Genovese)
  • 150g Cocktailtomaten
  • 125g Mozzarella
  • evtl. noch etwas zusätzlichen Parmesan oder Grana Padano (wenn vorhanden)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 4-6 dicke Stangen weißer Spargel (oder entsprechend mehr dünne)
  • frische mediterrane Kräuter

Alle Zutaten für die Teigschiffchen mit ver Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den sehr klebrigen Teig in Form von zwei Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech klecksen. Keine Angst, die Konsistenz soll so sein und wird noch fester! 🙂

30min backen.

In der Zwischenzeit den Spargel schälen und kochen (am besten nimmt man aber gekochte Stangen vom Vortag) und etwas auskühlen lassen. Ich koche Spargel immer, indem ich die Schalen und die abgeschnittenen Enden gemeinsam mit einem Spritzer Essig oder Zitronensaft ins kochende Wasser gebe. Je nach Dicke braucht der Spargel 8-12min.

Die Teigfladen auskühlen lassen, bis sie maximal lauwarm sind. Dann mit einem scharfen Messer in Längsrichtung halbieren, sodass man 4 belegbare Teigplatten bekommt.

Den Mozzarella grob hacken mit der Hälfte Pesto vermischen. Das restliche Pesto auf die Teigplatten streichen.

Darauf gehackte Frühlingszwiebel, in Scheiben geschnittene Tomaten sowie Spargelstangen (in Stücke oder ganz, je nach Vorliebe) verteilen. Den Mozzarella und ggf. noch etwas geriebenen Parmesan darüber verteilen.

Etwa 20min ins bereits vorgeheizte Backrohr (175°C Heißluft) geben.

Mit frischen Kräutern bestreut servieren.

Wie gesagt: Die Schiffchen behalten ihre stabile Form und können tags darauf wunderbar ins Büro mitgenommen und kalt gegessen werden. 🙂

Pesto-Spargel-Schiffchen_01Pesto-Spargel-Schiffchen_02

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Überbackene Melanzani-Schiffchen

Melanzani=Auberginen bereite ich immer wieder gerne als überbackenen Auflauf zu (und heuer erwarte ich eine regelrechte „Melanzani-Schwemme“, daher auch zahlreiche neue Rezepte für euch, weil die selbst abgenommen Samen der Bio-Melanzani letztes Jahr alle aufgegangen und zu starken Pflänzchen herangewachsen sind!).

Die Idee für „Pizza“ auf Melanzani-Boden habe ich von Bettis Blog Happy Carb. Mein Belag ist allerdings vegetarisch und auch sonst ziemlich anders, auch die Zubereitung unterscheidet sich teilweise, aber die Grundidee ist auf jeden Fall von Betti. 🙂 Danke!

2 Portionen:

  • 2 Melanzani=Auberginen (=ca. 800g)
  • 1 kl. Glas Pesto Rosso
  • 1/2 kl. Glas Ajvar
  • 2 Handvoll Champignons
  • 1-2 Frühlingszwiebel
  • 1 Handvoll Kapern
  • 1 Handvoll Oliven
  • frische Kräuter (insbes. Oregano, Thymian, Basilikum)
  • 100g Gouda oder Butterkäse oder geriebener Mozzarella

Die Melanzani längs in je 4 Scheiben schneiden. auf beiden Seiten gut salzen und 15min stehen lassen. Die durch dieses Prozedere entstandene Flüssigkeit mit Küchenrolle abtupfen.

In der Zwischenzeit können schon mal die Champignons in Scheiben, die Frühlingszwiebel in Ringe und die Kapern und Oliven in Stücke geschnitten werden. Käse reiben, Kräuter hacken.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Je 4 Scheiben der fertig abgetupften Melanzani dick mit Ajvar bzw. Pesto Rosso bestreichen und die Champignonscheiben darauf verteilen. Für 25min ab ins Backrohr auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech.

Danach rausnehmen, mit Frühlingszwiebel-Ringen, Kapern, Oliven und einem Teil der Kräuter belegen (ich habe beim Belag ein wenig abgewechselt). Mit Käse bestreuen und nochmal für 10min ins Rohr geben.

Vor dem Servieren mit dem Rest der frischen Kräuter bestreuen.

Dazu passt Rucola-Salat mit Cocktailtomaten und Balsamicodressing.

Winter-Lahmacun (türkische Pizza)

Lahmacun heißt auf arab. „Brot mit Fleisch“. Richtig, dieses Rezept wird noch mit Fleisch gemacht, denn ich habe es mir ausgedacht, bevor ich meinen Entschluss gefasst hab, zukünftig darauf zu verzichten. 🙂 Alternativ kann ich mir die/den/das Lahmacun auch gut mit einer vegetarischen Bolognese aus geraspeltem Gemüse (insbes. Pilzen, Karotten, Sellerie) sowie Nüssen & Kernen (Sonnenblumenkerne) vorstellen.

Noch ein Tipp zum Teig: Betti hat in ihrem Happy Carb-Blog eine neue Idee entwickelt, mit der Mozzarella-Teig noch einfacher zuzubereiten ist. Man schneidet den Mozzarella klein und püriert ihn mit dem Ei. Dann gibt man die restlichen Zutaten dazu. Allerdings muss diese Variante dann vor der Zubereitung nochmal 1-2 Stunden in den Kühlschrank. Wenn ihr die Zeit dafür habt, probiert es auch mal aus. Evtl. macht dann aber die Germ=Hefe Probleme, also vorsichtshalber etwas mehr Backpulver nehmen.

Für den Teig:

  • 250g Mozzarella (die normale Vollfett-Version)
  • 20g Butter
  • 20g Griechisches Joghurt 10% Fett
  • 1 geh. TL Guakernmehl
  • 30g Flohsamenschalen
  • 30g Kokosmehl
  • 3 Eier M
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Trockengerm=Hefe
  • 1 Msp. Kokosblütenzucker

Für den Lahmacun-Belag:

  • 1/2 kl. Kopf Weißkraut oder Eisbergsalat
  • evtl. 2 geh. EL gekeimte Sprossen
  • 100ml Gemüsesuppe (aus Bio-Instant-Gemüsesuppe und Wasser)
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 kl. rote Zwiebel
  • 1 kl. gelbe Zwiebel
  • 1 Chili
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50ml passierte Tomaten
  • 3 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 125g Rinderfaschiertes=Hackfleisch (oder Lammfaschiertes)
  • ½ Pkg. Schafkäse oder Feta
  • einige schwarze Oliven
  • etwas Erdnussöl
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Sumach, Pul Biber
  • Kräuter frisch oder getrocknet: Thymian, Petersilie, etwas Minze
  • (im Sommer: ein paar Tomaten- und Gurkenscheiben zur Garnierung)

Für das WinterCacık (Cacık=eine türkische Variante von Zatziki):

  • 1-2 Stangen Sellerie oder 1 Selleriewurzel oder 1 Pastinake oder 1 Petersilwurzel (im Sommer: ½ Gurke)
  • 180g Griechisches Joghurt 10%
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Krautsalat am besten zuallererst zubereiten, damit er schön durchziehen kann. Dazu das Weißkraut feinnudelig schneiden. Den Apfelessigund das Olivenöl mit 100ml heißer Gemüsesuppe verrühren. Über das Kraut gießen, Olivenöl und evtl. Sprossen zugeben, salzen und pfeffern und stehen lassen. Wer Eisbergsalat verwendet, kann zwar dieselbe Marinade machen, sollte den Salat jedoch erst vor dem Servieren mit der erkalteten Marinade vermischen.

Die Trockengerm mit dem Kokosblütenzucker und 2 EL warmem Wasser verrühren und 10min stehen lassen.

Die trockenen Zutaten für den Teig mit den Eiern und der Germmischung=Hefemischung verrühren und an einem warmen Ort etwas gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Mozzarella in Stücke schneiden und gemeinsam mit der Butter und dem Joghurt auf kleiner Flamme in einem Stielpfännchen schmelzen. Mit einem Schneebesen gut sämig verrühren – das kann ein wenig anstrengend sein, aber es lohnt sich.

Die geschmolzene, noch heiße Mozzarella-Mischung esslöfelweise auf höchster Stufe in den Teig einrühren. Immer wieder Pausen machen (währenddessen die Mischung wieder auf den Herd stellen, damit sie nicht erkaltet) und ordentlich Gas geben mit der Küchenmaschine. Mozzarella so nach und nach in den Teig einarbeiten.

Das ist ein wenig aufwändig, aber dieser Teig ist wirklich ausgesprochen lecker!

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig möglichst dünn auf einem Backpapier ausbreiten. Das geht am besten mit den (nassen) Fingern oder, noch etwas einfacher, wenn man eine Schicht Frischhaltefolie über dem Teig ausbreitet und dann mit einem Teigwalker=Nudelholz darüberrollt. Außerdem ist es einfacher, wenn man das Backpapier erst nach dem Ausbreiten des Teiges auf das Backblech zieht.

Für 20min ins Backrohr geben und den Boden vorbacken.

Inzwischen die gelbe Zwiebel, die Knoblauchzehen und die Chili fein hacken, in etwas Erdnussöl anbraten. Das Rindfleisch mit den passierten Tomaten und dem Tomatenmark zugeben, kräftig würzen. Scharf anbraten, es sollte nicht mehr zu flüssig sein, da sonst der Teig zu sehr aufweicht.

Für das Winter-Cacık den Sellerie fein raspeln (im Sommer eine Gurke entkernen und raspeln, salzen, ziehen lassen, Wasser abgießen). Die Raspel zusammen mit einer frisch gepressten Knoblauchzehe, dem Zitronensaft, dem Olivenöl und dem Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den vorgebackenen Boden aus dem Rohr nehmen.

Mit der Fleischmischung bestreichen und wieder für 20min ab ins Rohr, jetzt allerdings bei 200°C Heißluft.

Die rote Zwiebel in Ringe schneiden (und im Sommer ein paar Tomaten- und Gurkenscheiben extra).

Nach Ende der Backzeit Lahmacun aus dem Ofen holen. Mit dem Salat, den Zwiebelringen, den Oliven und dem zerbröselten Schafkäse belegen (und im Sommer den Gemüsescheiben). Zum Abschluss Cacık mit einem Löffel auf dem Salat verteilen und sofort servieren.

Pilzinfos & Rezept: Flammkuchen mit Eierschwammerln und Pesto

Die im Folgenden präsentierten Infos sind lediglich als meine private Meinung und nicht als Pilzberatung zu verstehen. Pilzbestimmung übers Internet ist trotz der vielen Vorzüge, die gute Pilzseiten (z.B. 123pilze.de) ggü. Printmedien aufweisen, keine endgültige Bestimmung und sollte bei Unsicherheit vor Ort von Mykologen (Pilzexperten) bestätigt werden. In Österreich gibt es dazu Pilzauskunftstellen. Ich übernehme keine Haftung.

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Das wird nun einer meiner letzten Pilzinfo-Beiträge, da ich kaum noch andere Pilze sammle (Rezepte gibt es natürlich noch andere). Mögliche Beiträge folgen noch mit Semmelstoppelpilz, Reizger, Schopftintling, Judasohr und im Frühjahr mit Morchel, aber die hab ich heuer noch nirgendwo finden können und ich weiß nicht, ob ich nochmal Glück habe.

Eierschwammerl-Saison ist von Juni bis November, ich bin also knapp dran, habe aber erst jetzt welche gefunden, weil die bei uns nicht so häufig vorkommen.

Wochenmarkt und Supermarkt

Das Schöne bei Eierschwammerln=Pfifferlingen ist, dass man sie auch im Geschäft kaufen kann. Man sollte aber wirklich darauf achten, (zugegeben teurere) einheimische Ware zu kaufen. Heutzutage gibt es billige Schwammerl aus Litauen, Weißrussland, Russland, Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Tschechien. Bis die Ernte der osteuropäischen Exporteure in österreichische Regale kommt, vergeht häufig mehr als eine Woche. Darunter leiden natürlich Frische und Qualität. Letztere ist ohnehin bei heimischen Exemplaren höher, was mit unserer Bodenbeschaffenheit und seiner Mineralisierung zu tun hat.

Dazu kommt die gängige und nicht ganz unbegründete Sorge mit der höheren radioaktiven Belastung, die auf den Tschernobyl-Unfall von 1986 zurückzuführen ist. Konkret geht es um das Radionuklid Cäsium-137, das für die anhaltende radioaktive Belastung verantwortlich ist. Die physikalische Halbwertszeit von Cäsium-137 beträgt rund 30 Jahre, d.h. von der ursprünglichen radioaktiven Kontamination wird 2016 erst die Hälfte zerfallen sein.

Hier habe ich eine Veröffentlichung des Umweltinstituts München gefunden, das den Cäsiumgehalt von im Handel angebotenen Eierschwammerln aus Südosteuropa bestimmt hat. Nur 3% der untersuchten Schwammerl lagen deutlich über dem zulässigen Höchstwert von Cäsium-137, doch die von der EU festgelegte Obergrenze ist m.M. (und ich bin keine Chemikerin) verdammt hoch, wenn man sich gesund ernähren möchte. Seit 2009 steigt die Cäsiumbelastung außerdem wieder an! Ein Zitat aus der Münchner Untersuchung:

Es gibt Aussagen, dass zum Beispiel Pfifferlinge aus Weißrussland im gering belasteten Litauen abgepackt werden und dann als Pfifferlinge aus Litauen auf den Markt kommen. Auch soll es üblich sein, dass beim Abpacken hoch und gering belastete Pilze zur sicheren Unterschreitung des Höchstwertes gemischt werden. Solche Umstände könnten erklären, warum die Belastung der osteuropäischen Pfifferlinge mehr als 20 Jahre nach Tschernobyl im Vergleich zu den Vorjahren tendenziell nicht weiter abgenommen hat, sondern angestiegen ist.

Selber sammeln

Eierschwammerl-Pfifferlinge

Natürlich könnte man Eierschwammerl auch selbst sammeln. Sehr viele Leute tun das auch. Ich gestehe aber, dass ich, obwohl ich unheimlich gerne Schwammerl suche, bei Eierschwammerln ein mulmiges Gefühl habe und jeden einzelnen Pilz beim Zubereiten akribisch untersuche, bevor ich ihn esse (das sollte man aber sowieso immer bei Selbstgesammeltem tun).

Sehr viele Leute haben fälschlicherweise die Einstellung, dass Eierschwammerl unverkennbar seien. Das stimmt nicht – Eierschwammerl sind mit die am schwersten zu bestimmenden essbaren Pilze!

Als Beleg verweise ich auf mehrere Pilzbestimmungsseiten:

Das ist das Echte Eierschwammerl, der Echte Pfifferling.

Das ist das giftige Falsche Eierschwammerl. (In geringen Mengen essbar, wenn man versehentlich ein paar Stück mitsammelt.)

Das ist der giftige Braune Afterleistling. (In geringen Mengen essbar, wenn man versehentlich ein paar Stück mitsammelt.)

Das ist der tödlich giftige Ölbaumtrichterling. (Zur Beruhigung: Der liebt die Wärme und kommt in Europa meist nur im mediterranen Raum vor; allerdings bewirken heiße Sommer wie dieser, dass bereits auch einzelne Exemplare in Deutschland gefunden wurden.)

Na?

Die gängige Unterscheidung lautet: Alle Leistlinge sind essbar. Das Eierschwammerl ist ein Leistlingspilz. Das Falsche Eierschwammerl und der Braune Afterleistling (und der Ölbaumtrichterling, den ich wegen der Unwahrscheinlichkeit, ihn bei uns zu finden, jetzt aber vernachlässige) haben hingegen Lamellen.

Leisten vs. Lamellen.

Diese Unterscheidung ist für Laien verdammt schwierig zu treffen!

Leisten sind wie Adern. Sie sind Teil des Fruchtkörpers und wachsen direkt aus dem Fleisch heraus. Lamellen sind hingegen gesonderte Teile. Lamellen kann man mit dem Fingernagel abschaben, Leisten nicht.

Richtig sicher gehen kann man m.E. erst bei einem Schnitt: Leisten sind fester Teil des Fruchtkörpers. Lamellen sind ein „Extrateil“ und nur angeheftet.

Ein weiteres Indiz ist die Geschmacksprobe (ein Stück kauen, etwas auf die Zunge einwirken lassen, aussspucken), die man bei Echten und Falschen Eierschwammerln bedenkenlos durchführen darf (würde man einen Knollenblätterpilz kosten, könnte schon das zu Leberschäden führen): Das Echte Eierschwammerl schmeckt pfefferig-scharf (daher der Name Pfifferling=“Pfefferling“). Das Falsche Eierschwammerl und der Braune Afterleistling schmecken hingegen mild.

Auch die Farbe kann ein Merkmal sein, auch wenn es hier viel Variation gibt. Das Echte Eierschwammerl ist blassgelb über zitronengelb bis dottergelb. Das Falsche eher tief dottergelb bis orange. Der Braune Afterleistling eher braunorange.

Das beste Merkmal zur Unterscheidung ist aber m.E. die Konsistenz:
Das Falsche Eierschwammerl sowie der Braune Afterleistling sind flexible, schon fast wabbelige Pilze. Man kann ihre Hüte herumbiegen und knautschen, ohne dass sie brechen. Das Fleisch des Echten Eierschwammerls ist hingegen ziemlich fest und vergleichsweise spröde. Wenn man den Hut hier herumbiegen will, bricht er.

Zusammenfassend:

Wahrscheinlich essbar, wenn:

  • Der Pilz adernartige Leisten aufweist, die Teil des Fruchtkörpers sind (Fingernagelprobe, Schnittprobe).
  • Der Pilz pfeffrig schmeckt (Geschmacksprobe).
  • Der Pilz zitronengelb bis hellgelb ist.
  • Der Pilz fest-spröde ist und beim Herumknautschen bricht.

Nicht essen, wenn:

  • Der Pilz Lamellen aufweist, die kein Teil des Fruchtkörpers, sondern ein angewachsener Extrateil sind (Fingernagelprobe, Schnittprobe).
  • Der Pilz mild schmeckt (Geschmacksprobe).
  • Der Pilz kräftig orange bis braunorange ist.
  • Der Pilz geschmeidig ist und beim Herumknautschen nicht bricht.

~

Da ich nun aber hoffentlich genug sensibilisiert habe, möchte ich zum Schluss auf mein Flammkuchen-Rezept kommen. Es steht ja den Göttern sei Dank jedem frei, es mit (einheimischen?) Supermarktpilzen oder mit selbst gesammelten (und anständig bestimmten?) Schwammerln zuzubereiten.

Und außerdem werde ich diesen Teig nun regelmäßig für Pizza und Flammkuchen verwenden, der ist spitze!! Er ist so knusprig, dass man die Stücke auch mit der Hand essen kann – und das ist für Low Carb-Teige selten. 🙂

Flammkuchen mit Eierschwammerln und Pesto

1 Blech:

Für den Teig:

  • 250g Mozzarella (die normale Vollfett-Version)
  • 20g Butter
  • 20g Crème fraîche oder Sauerrahm oder Frischkäse
  • 1 geh. TL Guakernmehl
  • 30g Flohsamenschalen
  • 30g Kokosmehl
  • 3 Eier
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver

Für den Belag:

  • 150g Eierschwammerl=Pfifferlinge
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kl. rote Zwiebel
  • 200g Crème fraîche oder Sauerrahm oder Frischkäse
  • etwas grünes Pesto (ich hatte dieses Bärlauchpesto; Pesto Genovese ist aber genauso lecker)
  • etwas Weißwein
  • Majoran, Thymian
  • Salz, Pfeffer, Butter zum Anbraten
  • für die Wurstliebhaber: evtl. ein paar Scheiben Salami

Mozzarella in Stücke schneiden und gemeinsam mit der Butter und der Crème fraîche auf kleiner Flamme in einem Stielpfännchen schmelzen. Mit einem Schneebesen gut sämig verrühren – das kann ein wenig anstrengend sein, aber es lohnt sich.

In der Zwischenzeit die restlichen Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine verrühren.

Die geschmolzene, noch heiße Mozzarella-Mischung esslöfelweise auf höchster Stufe in den Teig einrühren. Immer wieder Pausen machen (währenddessen die Mischung wieder auf den Herd stellen, damit sie nicht erkaltet) und ordentlich Gas geben mit der Küchenmaschine. Mozzarella so nach und nach in den Teig einarbeiten.

Das ist ein wenig aufwändig, aber dieser Teig ist einfach phänomenal. Knusprigen Low Carb-Boden sucht man oft lang!

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Den Teig auf einem Backpapier ausbreiten. Das geht am besten mit den (nassen) Fingern. Außerdem ist es einfacher, wenn man das Backpapier erst nach dem Ausbreiten des Teiges auf das Backblech zieht.

Für 20min ins Backrohr geben und den Boden vorbacken.

In der Zwischenzeit die Schwammerl putzen und kurz gemeinsam mit dem Knoblauch in etwas Butter anbraten. Gut würzen.

Aus Crème frâiche und Weißwein eine streichbare Creme rühren. Gut abschmecken.

Die Zwiebel in Ringe schneiden.

Den vorgebackenen Boden aus dem Rohr nehmen. Mit Creme bestreichen, Eierschwammerl und Zwiebelringe darauf verteilen. Dann noch ein paar Kleckse Pesto auf dem Flammkuchen verteilen und nochmal für 20min ab ins Rohr!

Wie ihr sehen könnt, hat mein Mann noch ein paar Scheiben Salami auf seiner Hälfte verteilt. Diese sollten aber nicht gleich auf den Flammkuchen, sondern erst kurz vor Schluss drauf gelegt werden.

Wir hatten grünen Salat mit Kürbiskernöl dazu.

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Pizza (High Carb, dafür vegan)

!! Achtung Achtung! More Carb! Super Carb! High Carb! Extreme Carb! Warnhinweise! Gefahrenhinweise! Weltuntergangshinweise! Blink Blink Piep Piep Weeeoooh-weeeoooh !!

Machen wir uns selbst verrückt? Manche offenbar schon, wenn ich so einige Kommentare der kohlenhydrathassenden Community lese. Also ich esse ab und zu gerne HIGH-SUPER-MORE-DRAMATISCH-CARB. Und schlemme, was das Zeug hält. Und freue mich darüber! Man darf Essen nicht dramatisieren, nur realistisch erkennen, wann es zu viel wird und was einem guttut. Mir tut Low Carb gut, ich spüre das jeden Tag. Aber ich mag kohlenhydratreiche Nahrung durchaus und bin nicht dazu bereit, sie für alle Zeiten von meinem Speiseplan zu streichen. Manchmal muss es Ausnahmen geben, für’s psychische Wohlbefinden. Aus diesem Grunde gibt es in meinem Blog auch die „More Carb„-Rezeptkategorie (die natürlich wesentlich weniger Rezepte enthält als „Low Carb„).

Ich sag mal so: Ich bin seit einer Woche krank. Die Ärztin hat mir noch eine weitere Woche Krankenstand verschrieben. Nach den 20min bloggen (oder gestern das erste Mal wieder gemeinsamen Kochens), die ich mir pro Tag gönne, bin ich stundenlang wieder bettreif. Ich bin genervt, weil ich kommenden Donnerstag auf eine Tagung nach Worms hätte fahren sollen, von der mir meine Ärztin dringlich-dränglich abgeraten hat. Mein Mann hat die ganze Woche geschuftet wie blöd, als Klassenvorstand viel geleistet, bis spätnachts irgendwelche Hefte korrigiert, mich daheim unsorgt und gehätschelt. Gestern Abend gab es ein Fußballspiel im Fernsehen, auf das er sich schon tagelang gefreut hat. Gewonnen haben „wir“ auch noch, übrigens.

Kurzum: Wann denn, wenn nicht gestern, war der perfekte *tadaa* PIZZA-ABEND? 😀 Und mit Pizza meine ich diesmal wirklich Pizza aus weißem Weizenmehl, mit Germteig, ganz konventionell. Keine Low Carb-Pizza, keine Alternativböden, kein gar nix. Ach ja, auch kein Käse, weil ich seit ewigen Zeiten so unglaubliche Lust hatte, diesen veganen Cashew-Käse von dieumsteiger auf einer Pizza auszuprobieren. Aber das war kein Verzicht, oh nein, das war ein Gewinn. 🙂

Manege frei für den perfekten Pizzateig!

Ich muss ja zugeben, mein Germteig für Pizza war schon früher sehr gut. Ich habe alles Mögliche ausprobiert, mal mit Öl im Teig, mal mit Milchpulver, mal mit Kräutern; habe gute Erfolge erzielt, wenn ich den fertigen Teig aufs warme Aquarium gestellt habe oder seit wir kein Aquarium mehr haben noch bessere, wenn ich die Schüssel in den fertig abgewaschenen, noch dampfenden Geschirrspüler reingstellt hab. Aber den absolut perfekten Pizzateig habe ich gestern dank der simplen Tricks von dieumsteiger machen können. Diese lauten:

  • verrühre die Germ=Hefe mit etwas Zucker in einer Tasse warmen Wassers und lass das Gemisch 10min stehen
  • stelle die Teigschüssel ins Spülbecken mit heißem Wasser
  • bearbeite den fertigen Teig nicht mit dem Nudelwalker=Teigroller, sondern ziehe ihn nur mit den Händen auseinander
  • lege den fertigen Teig auf das bereits heiße Backblech

Unfassbar, was das für einen Unterschied gemacht hat! Hier also das Rezept:

1 Backblech:

Für den Teig:

  • 400g Weizenmehl
  • 1/2 Würfel Germ=Hefe
  • 9g Salz
  • 1 TL Zucker
  • warmes Wasser

Für den veganen Käse:

  • 60g Cashew-Kerne, über Nacht in Wasser eingeweicht
  • 3 getrocknete Tomaten
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe

Für den Belag:

  • passierte Tomaten
  • Paprika
  • Tomaten
  • rote Zwiebeln
  • Oliven
  • frische Kräuter: Basilikum, Oregano
  • Olivenöl
  • 1 große Knoblauchzehe

Die Germ=Hefe mit 1 TL Zucker in einer Tasse mit warmem Wasser verrühren. Achtung, bei 42°C stirbt Germ, aber das Wasser soll schon über Körpertemperatur sein. 10min stehen lassen und zuschauen, wie es zu blubbern anfängt. 🙂

400g Mehl mit 9g Salz und der Germmischung verrühren. Nach und nach so viel warmes Wasser unterkneten, bis die Konsistenz des Teiges optimal ist. Früher hätte ich hier genaue Wassermengen angegeben, aber da jedes Mehl anders ist, halte ich mich an die vage Aussage von dieumsteiger: Der Teig muss am Ende gut knetbar sein und schön von den Händen abgehen. Man kann sich auch ihr Video dazu ansehen, damit man ein Gespür für Germteig bekommt, falls man das noch nicht hat.

Den fertigen Teig in eine Schüssel geben und diese ins Spülbecken stellen, in das heißes Wasser eingelassen wurde. Mit einem Teller beschweren. 40min Gehzeit sind auf diese Weise ausreichend!

In der Zwischenzeit für den veganen Käse die eingeweichten Cashew-Kerne mit Wasser und den getrockneten Tomaten pürieren, bis die Konsistenz saucenartig ist. Abschmecken.

Den Gemüsebelag klein schnippeln.

Für das Knoblauchöl die Knoblauchzehe pressen und mit Olivenöl vermengen.

Das Backrohr inkl. Backblech so heiß vorheizen, wie es nur möglich ist (bei mir 250°C). Das heiße Backblech funktioniert so als Pizzastein.

Die Cashew-Masse in einem heißen Topf eindicken lassen.

Wenn der Teig fertig ist, das Backblech aus dem Rohr nehmen und mit etwas Olivenöl einpinseln. Vorsicht, nicht am heißen Backblech verbrennen! Den Teig möglichst wenig bearbeiten und nur sanft auseinanderziehen. Das soll ruhig unförmig aussehen. Ich nehme nie wieder den Nudelwalker=Teigroller dafür, denn da presst man die ganze Luft aus dem Teig!

Erst mit passierten Tomaten (salzen, pfeffern), dann mit dem Cashew-Käse bestreichen. Gemüse und einen Teil der gehackten Kräuter auflegen. Den Rand mit Knoblauch-Olivenöl einpinseln.

Ab ins Backrohr für ca. 15-20min. Bitte nicht akribisch an diese Zeit halten, sondern selbst schauen, wann die Pizza fertig aussieht! Ich habe übrigens in meinem Rohr eine Backfunktion, bei der Heißluft von unten eingeblasen wird. Das ist speziell für Pizzateig perfekt.

Vor dem Servieren mit den restlichen Kräutern bestreuen.

Guten Appetit! 😀 Und: Tooooor!!

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Pizza-Baguette

Noch so eine tolle Idee aus Bettis Happy Carb-Blog! Es ist schon ewig her, dass ich dieses Rezept gekocht hab. Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich es nicht gebloggt habe… dabei war es doch so köstlich! Heute räume ich also mal meine Foto-Ordner auf und stelle es Monate später (Februar!) doch noch ein. 🙂

Gemäß der Zutaten, die ich damals zuhause hatte, hab ich das Rezept angepasst. Wenn ich das so sehe, wird es eigentlich dringend mal wieder Zeit für Pizza-Baguette… 

2-4 Portionen (für zwei war es ganz schön viel… mit Salat reicht es auch für vier):

  • 90g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie
  • 25g Kokosmehl
  • 25g Kokosraspeln
  • 2 Eier M
  • 150g Magertopfen=Quark
  • 150g Magerjoghurt
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 EL Oregano getrocknet

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen, dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Teig esslöffelweise in Form von 2 Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, evtl. mit nassen Händen „nachmodellieren“. 30-35 min bei 180°C Heißluft backen.

Auskühlen lassen, danach einmal längs durchschneiden und mit einer Sauce aus folgenden Zutaten bestreichen:

  • 4 EL Ajvar
  • 4 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1/2 Msp. Stevia
  • 1 TL Öl von eingelegten, getrockneten Tomaten
  • Salz, Pfeffer

Natürlich kann man auch einen ganz anderen Untergrund nehmen – wichtig ist nur, dass er nicht zu feucht ist, weil dieser Teig weniger gut saugt wie konventioneller Pizzaboden aus Germteig.

Danach nach Lust und Laune belegen.

Wir hatten zwei verschiedene Belagsorten, 1x mit Salami, 1x mit Sardinen – natürlich ist auch vegetarischer Belag möglich und lecker. Das haben wir dafür verwendet:

  • Salami
  • Sardinen aus der Dose (in Olivenöl)
  • 1 rote Zwiebel in Ringen
  • Kapern
  • Basilikum, Thymian, Oregano
  • geriebener Gouda

Die Baguettes nochmal für 20min ins Rohr schieben und anschließend pur (2-3 Portionen) oder mit Salat (4 Portionen) genießen.

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Feta-Pizza mit Wildkräuter-Pesto

Für den Teig

2 Personen:

  • 2 Eier
  • 1/2 Pkg. Magertopfen=Quark
  • 1 Pkg. Feta (die dünnere mit 200g; die mit 250g wird wahrscheinlich etwas zu viel)
  • 25g Eiweißpulver, neutral
  • 25g geriebene Mandeln
  • 25g Haferkleie
  • 25g Flohsamenschalen
  • 1 EL Weizenkleie
  • 2 EL Öl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Natron

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine verrühren, ca. 10min quellen lassen.

Den recht klebrigen Teig am besten mit nassen (!) Händen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und in Form drücken. Hände immer wieder mal nass machen, dann geht es ganz leicht.

20min ins auf 180°C Heißluft vorgeheizte Rohr geben und vorbacken.

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Für das Pesto

  • 2 Handvoll gemischte Küchenkräuter und Wildkräuter (ich hatte Basilikum, Oregano, Johannisbeersalbei, Radieschenblätter, Himbeerblätter, Spitzwegerich, Löwenzahn, Brennnessel, Taubnessel, Lungenkraut)
  • 25g geriebenen Käse (am besten Parmesan oder Grana Padano, aber anderer Reibkäse geht auch)
  • 25g geriebene Nüsse (ich hatte Haselnüsse)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3-4 EL bestes Olivenöl
  • reichlich Salz und Pfeffer

Die Kräuter waschen und klein hacken, dann alle Zutaten zusammen mit dem Stabmixer pürieren.

Das Pesto auf dem Foto ist übrigens deshalb so hell, weil ich diesmal noch eine gekochte Zwiebel vom Vortag mitpüriert habe. Das geht natürlich auch, war aber prinzipiell nur Resteverwertung.

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Wenn der Boden fertig vorgebacken ist, mit dem Pesto bestreichen und mit Zutaten nach Wahl belegen. Wir hatten diesmal: Salami, Champignons, Spinat, Cocktail-Tomaten, Zwiebelringe, noch mehr Feta, Basilikum. Für 10-15min ins Rohr geben.

Grundsätzlich gilt aber die Empfehlung: Je weniger Belag, destro knuspriger bleibt der Boden. Der Spinat hat den Boden in der Mitte wieder ein wenig aufgeweicht – wer auf Knusperboden steht, sollte auf allzu nasse Zutaten verzichten.

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Karfiol-Calzoni mit Spinat, Gorgonzola und Birnen

Mmmhm, das könnte mein neues Lieblings-LC-Gericht werden! 😀 😀

Die Anregung dafür hab ich von Ina is(s)t. Sie hat mich auf die Idee gebracht, Karfiolpizza (eine recht beliebte Pizzateig-Variante bei Low Carb) in Calzoneform zuzubereiten. Ich hab schon mal vor einiger Zeit eine Karfiolpizza gemacht und war nicht 100%ig überzeugt. Die Variante mit Mozzarella im Teig ist hingegen absolut großartig und von traumhafter Konsistenz (ich hab den Karfiol geschreddert und nicht klein geschnitten wie Ina). Außerdem harmonieren Birne und Gorgonzola ganz wunderbar mit dem Gemüse.

4 Mini-Calzoni:

  • 1/2 Karfiol=Blumenkohl
  • 1 Mozzarella (am besten 200g im Maxi-Format; Normalgröße geht auch)
  • 1 Ei
  • 1 EL Haferkleie
  • 2 EL Magertopfen=Quark
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Suppenpulver, Oregano

Belag:

  • 4 TL Tomatenmark aus der Tube
  • 4 TL Bärlauchpesto
  • 1 Spinat-Zwutschgerl (TK, aufgetaut)
  • Gorgonzola, ein Stück etwa in der Größe von 2 EL
  • 1/2 Birne (notfalls geht auch eine Kompottbirne)
  • Salz, Pfeffer
  • frische Kräuter

Karfiol mit der Küchenmaschine schreddern. Ich mache das immer gleich mit dem ganzen Karfiol und friere den Rest ein, z.B. für Blumisotto oder Karfiolreis. Salzen und in einem Topf mit ganz wenig Wasser weichkochen (nur so viel Wasser, dass der Boden benetzt ist und nichts anbrennt).

Den gekochten Karfiol evtl. ein wenig abkühlen lassen, dann in ein Geschirrtuch geben und so richtig fest auspressen, bis keine Flüssigkeit mehr rauskommt. Dieser Schritt ist sehr wichtig!

Mozzarella in kleine Stückchen schneiden und ebenfalls mit den Händen auspressen, bis keine Flüssigkeit mehr austritt.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Karfiolstückchen (erinnern jetzt an Fasern) mit Mozzarella, Ei, Haferkleie, Topfen und Gewürzen verkneten. Mit den Händen vier Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Für 15min ins Rohr damit.

Die vorgebackenen Fladen (jetzt sanft golden) auf einer Hälfte mit Tomatenmark bestreichen, salzen. Dann das in vier Teile zerpflückte Spinat-Zwutschgerl darauf verteilen, in Scheibe geschnittene Birne drauf legen, Gorgonzola-Stückchen, Bärlauchpesto und Pfeffer darauf geben. Die Fladen nur zur Hälfte belegen! Anschließend die zweite Hälfte drüber klappen und die Calzoni nochmal für 12-15min ins Rohr geben.

Mit frischen Kräutern bestreuen und servieren.

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Schnelle Schüttelpizza

Dieses Rezept ist einer der Dauerbrenner in der Low Carb-Küche. Es ist auch schnell gemacht und sehr lecker. Üblicherweise werden aber für ein Blech 4 Eier und kein Mehl verwendet, so schmeckt es mir zu sehr nach Omelette. Meine Version ist diese hier:

1 Blech:

  • 3 Eier
  • 1 1/2 Packungen Cottage Cheese=Hüttenkäse
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 50g Kichererbsenmehl (kaufe ich im Internet oder mahle selbst mit der elektrischen Kaffeemühle)
  • 100g geriebener Gouda
  • reichlich Gewürze: Salz, Pfeffer, Chilipulver, Oregano, Basilikum, Thymian

Weitere Zutaten nach Wahl; ich hatte:

  • 1 Paprika, in Würferln
  • 1 rote, kl. Zwiebel, in Würfeln
  • 1 gr. Handvoll Cocktailtomaten, geviertelt
  • 1 gr. Handvoll Champignons, in Stücken
  • 1/2 Glas Oliven, entkernt, in Stücken
  • 50g Salami, gewürfelt

Alles in eine große Schüssel mit Deckel geben und wild drauflos schütteln. 🙂

Auf einem Backpapier 30-35min in das auf 175°C Heißluft vorgeheizte Backrohr geben.

Sehr gut passt dazu grüner Salat.

P.S.: Ich konnte es mir nicht vorstellen, aber die kalte Schüttelpizza am nächsten Tag schmeckt ausgesprochen lecker. Das nächste Mal nehme ich mir was davon mit ins Büro!

P.P.S.: Habe den Tag „Vegetarisch“ ergänzt, weil es natürlich easy geht, die Salami wegzulassen.

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