Muhammara mit Joghurt und pochiertem Ei

Müsste ich mich jetzt entscheiden, was ich ab sofort bis an mein Lebensende jeden Tag essen möchte, dann würde ich wahrscheinlich „Muhammara“ sagen.

Ich kannte diese Delikatesse bis vor Kurzem nicht – bis ich über das fantastische Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones, das mir meine Freundin L. zu Weihnachten geschenkt hat (DANKE!!) darauf aufmerksam wurde. Ich bin ja nicht so die Werbung-auf-dem-Blog-Freundin, aber dieses Kochbuch ist mit das beste, das ich je hatte (und ich habe sooo viele). Es ist unheimlich dick, 200 Rezepte sind wirklich ein starkes Stück, und bei nahezu JEDEM Rezept darin knurrt mein Magen und ich will es unbedingt ausprobieren. So etwas ist mir noch nie bei einem Kochbuch passiert!

Ich muss Anna Jones einfach zitieren, denn ich habe selten eine so passende Beschreibung eines Gerichts gelesen:

Falls Sie jemanden kennen, der vegetarische Küche für langweilig hält, drücken Sie der Person eine Schüssel hiervon in die Hand, zusammen mit einem Stück gegrilltem Fladenbrot zum Dippen, und geben Sie ihr fünf Minuten.

Also. Was ist jetzt Muhammara – abgesehen von einem Aromafeuerwerk, von einem Mundorgasmus, von einem sphärisch-sinnlichen Paradies? Es ist, kurz gesagt, eine Paste aus gegrilltem Paprika, Walnüssen und Granatapfelsirup. Das klingt nicht einmal annähernd so phänomenal wie es schmeckt. Muhammara (arab. محمرة‎ ) heißt ‚rötlich‘. Das Gericht kommt angeblich ursprünglich aus Syrien und wird auch häufig in der Türkei gegessen.

Ich hatte nicht mehr genug Walnüsse, daher hab ich die Hälfte durch Haselnüsse ersetzt.

Konventionelles Fladenbrot hatte bzw. wollte ich auch nicht (ich muss endlich mal ein Low Carb-Rezept dafür ausprobieren), daher hab ich ein Sesam-Herzerl in Scheiben geschnitten und in der trockenen Pfanne angeröstet. Der Sesam harmoniert ganz wunderbar – er kommt ja auch viel in der ‚Muhammara-Gegend‘ zum Einsatz.

Und dann noch diese hinreißende Idee mit dem pochierten Ei. Ich LIEBE ja pochierte Eier, nur kann ich das nicht so gut. Es ist jedes Mal ein Vabanquespiel, ob ich es versaue oder nicht. Deshalb hol ich mir gerne meinen Mann zur Hilfe, der kriegt das Pochieren meist besser hin. Anna Jones kredenzt ein ursprüngliches Muhammara mit Fladenbrot, ergänzt dann aber gleich noch ein paar Tipps, die da wären:

  • auf Toast streichen und ein pochiertes Ei darauf setzen (daher meine Variante)
  • zum Verfeinern von Ofengemüse einsetzten, evtl. mit etwas Öl verdünnt als Dressing
  • als Marinade für Tofu oder Gemüse zum Grillen verwenden
  • zu einem Linsengericht mit einem Klecks Joghurt anbieten (daher meine Idee mit dem Joghurt)

Muhammara ist natürlich vegan. Ei und Joghurt sind Goodies, die man nicht zwingend braucht (aber ICH finde sie köstlich!).

Meine Muhammara-Kreation ist ein bisschen ‚low carbiger‘, also mit Flohsamenschalen statt Brotstücken usw. Auf den Granatapfel-Sirup wollte ich aber keinesfalls verzichten, da der so ein wunderbares Aroma gibt. Wer partout keinen Sirup will kann es mit umständlich selbst eingekochten Granatapfelkernen und Erythrit probieren und anschließend die eigentlichen Kerne durch ein Sieb abstreichen. Ich finde, das steht sich nicht dafür. Die 1,5 EL Sirup pro Portion sollten nicht verteufelt, sondern gezielt genossen werden.

Glaubt mir. Probiert das aus. Gerne auch zum herzhaften Frühstück bzw. Brunch (original wird Muhammara auch morgens gegessen, wobei es ein wenig an Shakshuka erinnert). Wenn eure Geschmacksnerven auch nur annähernd so gepolt sind wie meine, dann werdet ihr dahinschmelzen!! 😀

2 Portionen:

  • 75g Walnüsse (oder Haselnüsse oder halb-halb)
  • 1 kl. Glas gegrillte Paprika in Öl (meines hatte mit Öl 280g, aber ein bisschen mehr oder weniger schadet auch nicht)
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 3 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 3 EL Granatapfel-Sirup
  • 1 EL Pul Biber (alternativ Paprikapulver und Chilipulver)
  • Saft v. 1/2-1 Zitrone (ich mag es gerne sauer, daher eine ganze für mich)
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Eier
  • 2 geh. EL Joghurt
  • 200ml einfachster Essig zum Pochieren des Eis
  • Low Carb-Brot nach Wahl

Nüsse in einer trockenen Pfanne anrösten.

Paprika abtropfen lassen (es sei denn, die sind schon in gutem Olivenöl eingelegt, dann kann man dieses Öl gleich mitverwenden).

Alle Zutaten für die Paste in einen Hochleistungsmixer geben und so lange pürieren, bis die Sache cremig wird. Wer nur einen einfachen Küchenmixer hat, muss die Nüsse vorher über Nacht einweichen.

Auf Teller klecksen und eine Mulde machen.

Low Carb-Brot in Scheiben schneiden und in der trockenen Pfanne anrösten.

Einen hohen Topf mit Wasser und Essig erhitzen. Das Wasser darf noch nicht blubbern, nur sanft sieden! Die Eier in je eine Tasse aufschlagen. Mit einem Kochlöffel einen Strudel im Essigwasser machen und ein Ei hineingleiten lassen. Sofort zwei Esslöffel zur Hand nehmen und das Eiweiß rundherum modellieren. 3min sieden lassen. Am Ende mit einem Sieblöffel oder -schöpfer herausheben und auf etwas Küchenrolle abtropfen lassen. Mit dem zweiten Ei genauso verfahren.

Joghurt in die Mulde des Muhammara geben und je ein pochiertes Ei darauf setzen. Aufschneiden, sodass der Dotter ausläuft.

Genießen. Mmmmhm!! (Es gibt einfach nicht genug Muhammara auf der Welt, ich schwör’s!)

Ach ja, eins noch: Verschlossen in einem Glas hält sich das Muhammara einige Tage. Wenn man es auch noch mit einer Schicht Olivenöl bedeckt, hält es sicher auch zwei Wochen. Aber WER isst so etwas denn nicht SOFORT ratzeputz auf??


Quinoa-Spinat-Pilaw (+mit Kokoshendlbrust+)

Ich wünsche allen Lesern einen guten Start ins neue Jahr! 🙂

Ja, es ist schon einige Zeit her, dass ich von mir hab hören lassen… unsere Weihnachtsfeiertage waren recht turbulent. Erst haben wir am Heiligen Abend zum Low Carb-Weihnachtsmenü eingeladen. Ich werde das alles so nach und nach posten. Es gab:

 Apéritif: Lebkuchen-Sauerkirsch-Prosecco

Erster Gang: Blattsalat mit gefüllten Speckdatteln, Pinienkernen und Granatapfelkernen

Zweiter Gang: Ostfriesische Krabbensuppe

Dritter Gang: Bœuf Bourguignon mit geschmorten Schalotten und Schoko-Butternut-Bratkürbis

Vierter Gang: Topfendalken mit selbstgemachtem Apfelmus

Hinterher: Low Carb-Kekse, Macadamianüsse zum Selberknacken, Käsewürfel

Danach waren ein paar Tage bei unseren Familien angesagt.

An Silvester waren wir in Paris. Ich bin wirklich sehr froh, dass wir wegen der Anschläge vom 13. November nicht storniert haben, das stand natürlich kurz mal im Raum, aber das wäre absolut unklug gewesen. Erstens war der Münchner Bahnhof, von dem wir fast abgereist wären, wenn wir wegen der immer noch schlechten Zugverbindung ab Salzburg nicht spontan doch mit dem Auto zum Flughafen gefahren wären, um ein Vielfaches gefährlicher gewesen als Paris. Und zweitens will ich es sowieso nicht so weit kommen lassen, mich wegen ein paar Verrückten in europäischen Städten nicht mehr sicher zu fühlen! Non, certainement pas!

Wir hatten so wunderschöne, romantische Tage! Waren viel spazieren, im Louvre, im tollen Centre Pompidou, in zahlreichen Bistros (mit noch viel zahlreicherem, fantastischem Wein) – und haben mit voller Absicht ein Vermögen für ein Silvestermenü in einem wunderschönen Pariser Nobellokal ausgegeben hihihi 😀

Paris-Silvester2015

Danach, als wäre das noch immer nicht genug, sind wir getrennte Wege gegangen: Mein Mann verbrachte direkt im Anschluss an Paris ein paar schöne Tage mit seiner Mutter in London (ein Geburtstagsgeschenk für sie), während ich nochmal Familienbesuche machte. Tja und dann? Dann hat der Alltag angefangen, ohne dass ich Zeit gefunden hätte, auf meinen Blog zu schauen.

Es gibt aber trotzdem noch etwas Neues:

Ich versuche mich wieder als Vegetarierin. Also… als Fake-Vegetarierin, die man eigentlich gar nicht so bezeichnen dürfte. 😉 Meine letzte rein vegetarische Phase ist schon ziemlich lange her… dauerte aber immerhin von meinem zwölften bis zum 18. Lebensjahr.

Diesmal mach ich es anders, viel entspannter. Und, wie gesagt, gar nicht ‚richtig‘ vegetarisch.

Bisher haben wir es so gehalten, dass es zuhause etwa 1x pro Woche Fleisch und 1x pro Woche Fisch gab. Plus 1x Fleisch in irgendeinem Lokal, meist wenn ich mit Kollegen mittagessen gegangen bin. Ich hab zuhause schon darauf geachtet, ausschließlich Bio-Fleisch oder vom örtlichen Metzger zu kaufen. Gerade Letzteres ist aber irgendwie auch mehr Schein als Sein, denn wir wohnen zwar am Land inmitten lauter Bauern, und das Fleisch vom Metzger stammt in der Tat von Höfen der Umgebung. Aber diese Tiere müssen trotz der wunderschönen grünen Wiesen ringsum häufig ihr ganzes Leben im Stall verbringen! Sie bekommen duftendes Gras vor die Schnauzen gekarrt (das darf sich dann „Heumilch“ schimpfen) und können in einer drei Meter großen Einfassung vor die Stalltür gehen, um traurig die Wiesen ringsum anzuschauen. Ich will das nicht mehr unterstützen, regional hin oder her. Ich weiß einfach nicht, was das hier für eine Unsitte unter den Bauern ist – auch früher hab ich ländlich gewohnt, aber dort wurden die Kühe rausgelassen und konnten ihre Mußestunden im Schatten von Apfelbäumen verbringen!

Jedenfalls.

‚Unecht‘ vegetarisch bin ich ab sofort insofern, als ich zwar zu 100% auf Restaurant-, Supermarkt- und Metzgerfleisch verzichte, aber ich weiterhin ab und zu (zertifizierten bzw. aus den umgebenden Seen stammenden) Fisch esse und außerdem alle paar Monate selbstgekochtes Fleisch, das tatsächlich leben durfte. Das heißt: Ich werde weiterhin, wenn auch selten, Wild essen, das mein Onkel geschossen hat, und das noch kurz zuvor im Wald war. Ich werde weiterhin Rind essen, das beim Bauern meines Vertrauens bis vor Kurzem noch auf der Alm war. Detto für Lamm. Wie und ob es für mich jemals wieder Schwein und Geflügel geben wird, weiß ich noch nicht – jedenfalls nur dann, wenn ich jemanden auftreibe, wo ich die Tiere mit eigenen Augen draußen herumrennen sehe. Oder sie selber halte (Hendlhaltung im eigenen Garten ist ja mein persönlicher Traum – mal sehen, ob sich das in ein paar Jahren auftut.)

Diese Fleischgerichte werden zukünftig äußerst selten sein, da ich auch gar nicht die Möglichkeit hab, regelmäßig solches Fleisch zu beziehen, das diesen Ansprüchen genügt. So einmal alle zwei Monate stelle ich mir das vor. Nein, vegetarisch kann man das wirklich nicht nennen. Aber hochgerechnet macht das schon einen Unterschied: Über 100 Fleischmahlzeiten in einem Jahr vs. 6 – das ist immerhin schon mal ein Anfang. 🙂

Meinen Mann ‚zwinge‘ ich aber nicht dazu, mitzumachen. Er wird es weiterhin so halten wie bisher – ‚Flexitarier‘ ist das Unwort, das unsere moderene Welt sich dafür ausgedacht hat. Das heißt: Biofleisch in Maßen für ihn. Um das unter einen Hut zu bringen, führe ich eine neue Kategorie von Rezepten ein:

Veg+

nennt sich das ab sofort.

Veg+ bedeutet, dass es sich bei diesen Rezepten um vegetarische oder vegane Gerichte handelt, die ohne großen Aufwand um Fleisch oder Fisch ergänzt werden können. Ich esse veg, mein Mann isst das +. 😉

Und jetzt aber genug gelabert, hier kommt nun endlich das erste Veg+-Rezept:

 

Quinoa-Spinat-Pilaw (+mit Kokoshendlbrust+)

2 Portionen (1x mit Fleisch, 1x vegan):

Für den Quinoa-Pilaw:

  • 100g Quinoa*
  • 200ml Gemüsesuppe
  • 2 Spinat-Zwutschgerl, aufgetaut
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 4 Datteln
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 50ml Kokosmilch
  • 1 EL Kokosöl
  • 1/2 TL Garam Masala
  • Salz, Cayennepfeffer
  • 1 Handvoll gehackte Mandeln oder Pinienkerne

Für das Kokoshendl:

  • 1 Bio-Hendlbrustfilet
  • 1 TL Kokosöl
  • 50ml Kokosmilch
  • 1/2 TL Garam Masala
  • Salz, Cayennepfeffer

Den Quinoa gut waschen und in ca. 200ml Gemüsesuppe und dem Zitronensaft 15-20min (je nach Sorte) weich kochen.

Die Zwiebeln halbieren und in (halbe) Ringe schneiden. Knoblauch in Scheiben schneiden, Chili hacken. Alles in 1 EL Kokosöl anbraten.

Zwiebel aus der Pfanne nehmen und den etwas klein gehackten Spinat kurz in der Pfanne anbraten. Rausnehmen.

Hendlbrust im Ganzen salzen, pfeffern und mit Garam Masala einreiben.

Nochmal 1 TL Kokosöl in die Pfanne geben und die Hendlbrust scharf anbraten. Hitze etwas zurück, Deckel drauf und 10min schmoren lassen.

Die Datteln hacken und gemeinsam mit 50ml Kokosmilch und dem angedünsteten Gemüse unter den Qunioa rühren. Quinoa ggf. nochmal abschmecken und warm halten.

Nüsse oder Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Zur Seite stellen.

Nach 10min die letzten 50ml Kokosmilch zum Hendl geben. Weitere 5min mit Deckel dünsten lassen.

Vor dem Servieren die Hendlbrust rausnehmen und in Scheiben schneiden. Zum Quinoa servieren. Abschließend alles mit Pinienkernen bestreuen.

Wir hatten dazu noch Vogerlsalat=Feldsalat aus dem Garten und ein paar unserer letzten (im Haus ausgereiften) Tomaten.

 

*Quinoa enthält zwar Kohlenhydrate (59g KH auf 100g ungekochte Quinoakörner; 17g auf 100g gekochte), weist jedoch auch einen besonders hohen Proteinanteil und essentielle Aminosäuren auf.  Auch der Eisen-, Mangan- und Magnesiumanteil sind sehr hoch (und Kohlenhydrate werden übrigens in Anwesenheit von Mangan effizienter abgebaut). Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge. Alles in allem ist Quinoa demnach ab und zu eine gute Ergänzung für die Low Carb-Ernährung, wenn er in Maßen gegessen wird. Er wird auch von div. Low Carb-Ernährungsformen als einziges ‚Getreide‘ (ist ja eigentlich ein Pseudogetreide, weil die Pflanze nicht zur Familie der Süßgräser gehört) empfohlen.

 

 

Hummus

Kürzlich beim Hofer: „Entschuldigen Sie, wo steht denn bitte der Hummus, kann das sein, dass der aus ist?“ – „Da vorne haben wir Blumen- und Gemüseerde.“ 😀

(Ok, mein Fehler… Obwohl der Hummus vom Hofer wirklich erstaunlich lecker ist – und unnötiges Kunstzeug ist da auch keines drin. Den besten gekauften Hummus Salzburgs gibt es aber m.M. beim Kebab-Standl in der Pfeifergasse, leider nur am Kaiviertelfest im Angebot … das ist so schade!! Starten wir dort eine Petition „Hummus an jedem Tag“?)

Alsooo ich glaub, ich mach mir meinen Hummus doch lieber weiterhin selbst, das ist einfacher 😉

Kichererbsen enthalten zwar Kohlenhydrate (100g gekocht: 16,8g KH), doch gleichzeitig sind sie sehr eiweißreich und eignen sich deshalb ab und zu ganz gut für die Low Carb-Küche. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts (20%) sättigen Kichererbsen sehr lange und die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge.

  • 125g getrocknete Kichererbsen, über Nacht in Wasser eingeweicht (kaufe ich beim Türken)
  • 1 Msp. Natron
  • Saft v. 1/2 Zitrone, evtl. mehr
  • 3 EL bestes Olivenöl
  • 1 EL Pul Biber 
  • 2 EL Tahin (Sesampaste)
  • 1 TL Salz, evtl. mehr
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • etwas Pfeffer
  • Varianten: manchmal püriere ich noch 1 kl. Knoblauchzehe, 1/2 TL Kurkuma oder 2 EL Goji-Beeren dazu

Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag Wasser nur teilweise abgießen (gutes Blumenwasser!), das restliche Wasser mit den Kichererbsen und 1 Msp. Natron im Kelomat 15+5min weichkochen (soll heißen: 15min kochen und 5min bei ausgeschalteter Platte den Kelomat nachziehen lassen). Kochwasser auffangen!

Tipp 1: Ich koche gleich doppelt so viele Kichererbsen und mache aus der anderen Hälfte z.B. Espinacas con Garbanzos oder friere sie ein.

Noch warme Kichererbsen mit dem Erdäpfelstampfer und etwas Kochfflüssigkeit zerstampfen. Alternativ den Zauberstab nehmen, da wird es cremiger (ich mag die leicht stückige Konsistenz aber gern, die man mit dem Stampfer erzielt).

Mit den restlichen Zutaten gut abschmecken.

Tipp 2: Alternativ kann man auch halb Kichererbsen, halb Avocado pürieren, das schmeckt auch sehr lecker!

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Espinacas con Garbanzos (Spinat mit Kichererbsen)

Espinacas con Garbanzos ist ein typisches Mauren-Essen, man findet es recht ähnlich nicht nur in Südspanien, sondern auch in Nordafrika, der Türkei und teilweise auch in Süditalien.

Kichererbsen enthalten zwar Kohlenhydrate (100g gekocht: 16,8g KH), doch gleichzeitig sind sie sehr eiweißreich und eignen sich deshalb ab und zu ganz gut für die Low Carb-Küche. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts (20%) sättigen Kichererbsen sehr lange und die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge.

Übrigens ist das eines jener Gerichte, die vegan sind, ohne dass man es ihnen anmerkt und ohne dass man ihnen das groß ans Revers heftet. Sie waren einfach Immer schon vegan, wie das gleichnamige Kochbuch von Katharina Seiser heißt (2014, Brandstätter Verlag). Einige meiner liebsten Kochbücher wurden von Brandstätter verlegt. Katharina Seiser kommt darin ganz ohne Ersatzprodukte etc. aus, sondern listet nur Rezepte, die in ihrer Tradition mehr „zufällig“ vegan sind, ohne Chichi und Tamtam, (zu) strenge Ideologie und kiloweise Ersatzzeug, dafür köstlich, saisonal, international. Espinacas con Garbanzos kommt auch vor, ein bisschen anders als bei mir, ich koche das Rezept schon länger und weiß gar nicht mehr, wo damals die Erstidee herkam…

2 Portionen:

  • 200g Blattspinat, frischer (auch Mangold wäre lecker)
  • 125g getrocknete Kichererbsen, über Nacht in Wasser eingeweicht (kaufe ich meist beim Türken)
  • 1 Msp. Natron
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 TL Kreuzkümmel (kaufe ich beim Türken oder am Wiener Naschmarkt)
  • 1 geh. TL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 geh. TL Harissa
  • 1 geh. EL Tahin
  • 1 geh. EL Pul Biber oder Pimentón de la Vera (scharfe Paprikamischung, kaufe ich gerne beim Türken oder im Urlaub in Spanien)
  • 2 EL Weißweinessig
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • frischer Ysop, Oregano und Thymian
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • evtl. ein paar Pinienkerne (ohne Fett in der Pfanne geröstet) zum Bestreuen

Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag Wasser nur teilweise abgießen (gutes Blumenwasser!), das restliche Wasser mit den Kichererbsen und 1 Msp. Natron im Kelomat 15+5min weichkochen (soll heißen: 15min kochen und 5min bei ausgeschalteter Platte den Kelomat nachziehen lassen). Kochwasser auffangen!

Tipp: Ich koche gleich doppelt so viele Kichererbsen und mache aus der anderen Hälfte z.B. Hummus oder friere sie ein.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Erdnussöl anbraten. Mit etwas Kichererbsen-Kochwasser ablöschen und Tomatenmark sowie Harissa einrühren.

Blattspinat grob hacken und dazu geben. Salzen, Deckel drauf, bis der Spinat zusammenfällt. Gut mit den restlichen Zutaten abschmecken.

Zum Schluss die Kichererbsen untermengen. Am Teller mit noch etwas mehr Pul Biber oder evtl. auch mit gerösteten Pinienkernen bestreuen.

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Shakshuka

Shakshuka od. Shakshouka ist ein arabisches Gericht, das man in Tunesien, Lybien, Algerien, Marokko und Ägypten isst. Das Gemüse kann dabei variieren; wichtigste Bestandteile sind die mitgekochten Eier und die Tomaten. Hier meine Version:

2 Portionen:

    • 1 gr. Zwiebel
    • 3 Zehen Knoblauch
    • 1 roter Paprika
    • 2 Karotten
    • 1 Handvoll „Grünzeug“, z.B. Petersilie (ich hatte Radieschenblätter)
    • 1 Dose Tomaten
    • 3 EL Tomatenmark aus der Tube
    • 1 TL Kreuzkümmel
    • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
    • 1 TL scharfes Paprikapulver
    • 1/2 TL Chilipulver
    • 2 Eier
    • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
    • evtl. Koriandergrün zum Bestreuen

Zwiebel und „Grünzeug“ grob, Knoblauch fein hacken. Paprika und Karotten klein würfeln.

Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Karotten und Paprika 5min dünsten. Tomatendose, Tomatenmark und Gewürze zugeben und ca 10 Minuten offen köcheln lassen.
Mit einem Esslöffel zwei Mulden für die Eier drücken und jeweils ein Ei hineinschlagen. Deckel auflegen und ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen. Das Ei soll innen noch leicht flüssig sein.

Lecker passt dazu ein frischer Salat.

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Shakshuka_01 Shakshuka_02