Sesam-Herzerl

Diese Broterl lassen sich wunderbar per Hand formen. Weil der Valentinstag bald vor der Tür steht haben wir sie ganz besonders herzig gemacht. 🙂

6 Stück:

  • 250g Magertopfen=Quark
  • 4-6 EL Buttermilch
  • 2 Eier L (oder 3 S)
  • 45g Sesam
  • 30g Walnussmehl oder Kürbiskernmehl
  • 35g Eiweißpulver, neutral
  • 60g Haferkleie
  • 25g Goldleinsamen, geschrotet (oder normale geschrotete)
  • 15g Chia-Samen*
  • 15g Hanfsamen°
  • 1,5 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Koriander, gemahlen
  • evtl. ein paar Saaten zum Bestreuen, z.B. Sonnenblumenkerne

Alle Zutaten gut mit der Küchenmaschine vermischen und 10-15min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit nassen Händen Herzerl formen und mit Kernen und Saaten bestreuen.

40min backen.

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als „Superfood“. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

°Hanfsamen sind ebenfalls den „Superfoods“ zuzuordnen. Sie enthalten größere Mengen Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin A, B, C, D, E, sogar Omega-3-Fettsäure sowie viele Antioxidantien. Sie schützen Herz und Gehirn, verringern das Krebsrisiko und bekämpfen Entzündungen.

 

Quinoa-Spinat-Pilaw (+mit Kokoshendlbrust+)

Ich wünsche allen Lesern einen guten Start ins neue Jahr! 🙂

Ja, es ist schon einige Zeit her, dass ich von mir hab hören lassen… unsere Weihnachtsfeiertage waren recht turbulent. Erst haben wir am Heiligen Abend zum Low Carb-Weihnachtsmenü eingeladen. Ich werde das alles so nach und nach posten. Es gab:

 Apéritif: Lebkuchen-Sauerkirsch-Prosecco

Erster Gang: Blattsalat mit gefüllten Speckdatteln, Pinienkernen und Granatapfelkernen

Zweiter Gang: Ostfriesische Krabbensuppe

Dritter Gang: Bœuf Bourguignon mit geschmorten Schalotten und Schoko-Butternut-Bratkürbis

Vierter Gang: Topfendalken mit selbstgemachtem Apfelmus

Hinterher: Low Carb-Kekse, Macadamianüsse zum Selberknacken, Käsewürfel

Danach waren ein paar Tage bei unseren Familien angesagt.

An Silvester waren wir in Paris. Ich bin wirklich sehr froh, dass wir wegen der Anschläge vom 13. November nicht storniert haben, das stand natürlich kurz mal im Raum, aber das wäre absolut unklug gewesen. Erstens war der Münchner Bahnhof, von dem wir fast abgereist wären, wenn wir wegen der immer noch schlechten Zugverbindung ab Salzburg nicht spontan doch mit dem Auto zum Flughafen gefahren wären, um ein Vielfaches gefährlicher gewesen als Paris. Und zweitens will ich es sowieso nicht so weit kommen lassen, mich wegen ein paar Verrückten in europäischen Städten nicht mehr sicher zu fühlen! Non, certainement pas!

Wir hatten so wunderschöne, romantische Tage! Waren viel spazieren, im Louvre, im tollen Centre Pompidou, in zahlreichen Bistros (mit noch viel zahlreicherem, fantastischem Wein) – und haben mit voller Absicht ein Vermögen für ein Silvestermenü in einem wunderschönen Pariser Nobellokal ausgegeben hihihi 😀

Paris-Silvester2015

Danach, als wäre das noch immer nicht genug, sind wir getrennte Wege gegangen: Mein Mann verbrachte direkt im Anschluss an Paris ein paar schöne Tage mit seiner Mutter in London (ein Geburtstagsgeschenk für sie), während ich nochmal Familienbesuche machte. Tja und dann? Dann hat der Alltag angefangen, ohne dass ich Zeit gefunden hätte, auf meinen Blog zu schauen.

Es gibt aber trotzdem noch etwas Neues:

Ich versuche mich wieder als Vegetarierin. Also… als Fake-Vegetarierin, die man eigentlich gar nicht so bezeichnen dürfte. 😉 Meine letzte rein vegetarische Phase ist schon ziemlich lange her… dauerte aber immerhin von meinem zwölften bis zum 18. Lebensjahr.

Diesmal mach ich es anders, viel entspannter. Und, wie gesagt, gar nicht ‚richtig‘ vegetarisch.

Bisher haben wir es so gehalten, dass es zuhause etwa 1x pro Woche Fleisch und 1x pro Woche Fisch gab. Plus 1x Fleisch in irgendeinem Lokal, meist wenn ich mit Kollegen mittagessen gegangen bin. Ich hab zuhause schon darauf geachtet, ausschließlich Bio-Fleisch oder vom örtlichen Metzger zu kaufen. Gerade Letzteres ist aber irgendwie auch mehr Schein als Sein, denn wir wohnen zwar am Land inmitten lauter Bauern, und das Fleisch vom Metzger stammt in der Tat von Höfen der Umgebung. Aber diese Tiere müssen trotz der wunderschönen grünen Wiesen ringsum häufig ihr ganzes Leben im Stall verbringen! Sie bekommen duftendes Gras vor die Schnauzen gekarrt (das darf sich dann „Heumilch“ schimpfen) und können in einer drei Meter großen Einfassung vor die Stalltür gehen, um traurig die Wiesen ringsum anzuschauen. Ich will das nicht mehr unterstützen, regional hin oder her. Ich weiß einfach nicht, was das hier für eine Unsitte unter den Bauern ist – auch früher hab ich ländlich gewohnt, aber dort wurden die Kühe rausgelassen und konnten ihre Mußestunden im Schatten von Apfelbäumen verbringen!

Jedenfalls.

‚Unecht‘ vegetarisch bin ich ab sofort insofern, als ich zwar zu 100% auf Restaurant-, Supermarkt- und Metzgerfleisch verzichte, aber ich weiterhin ab und zu (zertifizierten bzw. aus den umgebenden Seen stammenden) Fisch esse und außerdem alle paar Monate selbstgekochtes Fleisch, das tatsächlich leben durfte. Das heißt: Ich werde weiterhin, wenn auch selten, Wild essen, das mein Onkel geschossen hat, und das noch kurz zuvor im Wald war. Ich werde weiterhin Rind essen, das beim Bauern meines Vertrauens bis vor Kurzem noch auf der Alm war. Detto für Lamm. Wie und ob es für mich jemals wieder Schwein und Geflügel geben wird, weiß ich noch nicht – jedenfalls nur dann, wenn ich jemanden auftreibe, wo ich die Tiere mit eigenen Augen draußen herumrennen sehe. Oder sie selber halte (Hendlhaltung im eigenen Garten ist ja mein persönlicher Traum – mal sehen, ob sich das in ein paar Jahren auftut.)

Diese Fleischgerichte werden zukünftig äußerst selten sein, da ich auch gar nicht die Möglichkeit hab, regelmäßig solches Fleisch zu beziehen, das diesen Ansprüchen genügt. So einmal alle zwei Monate stelle ich mir das vor. Nein, vegetarisch kann man das wirklich nicht nennen. Aber hochgerechnet macht das schon einen Unterschied: Über 100 Fleischmahlzeiten in einem Jahr vs. 6 – das ist immerhin schon mal ein Anfang. 🙂

Meinen Mann ‚zwinge‘ ich aber nicht dazu, mitzumachen. Er wird es weiterhin so halten wie bisher – ‚Flexitarier‘ ist das Unwort, das unsere moderene Welt sich dafür ausgedacht hat. Das heißt: Biofleisch in Maßen für ihn. Um das unter einen Hut zu bringen, führe ich eine neue Kategorie von Rezepten ein:

Veg+

nennt sich das ab sofort.

Veg+ bedeutet, dass es sich bei diesen Rezepten um vegetarische oder vegane Gerichte handelt, die ohne großen Aufwand um Fleisch oder Fisch ergänzt werden können. Ich esse veg, mein Mann isst das +. 😉

Und jetzt aber genug gelabert, hier kommt nun endlich das erste Veg+-Rezept:

 

Quinoa-Spinat-Pilaw (+mit Kokoshendlbrust+)

2 Portionen (1x mit Fleisch, 1x vegan):

Für den Quinoa-Pilaw:

  • 100g Quinoa*
  • 200ml Gemüsesuppe
  • 2 Spinat-Zwutschgerl, aufgetaut
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 4 Datteln
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 50ml Kokosmilch
  • 1 EL Kokosöl
  • 1/2 TL Garam Masala
  • Salz, Cayennepfeffer
  • 1 Handvoll gehackte Mandeln oder Pinienkerne

Für das Kokoshendl:

  • 1 Bio-Hendlbrustfilet
  • 1 TL Kokosöl
  • 50ml Kokosmilch
  • 1/2 TL Garam Masala
  • Salz, Cayennepfeffer

Den Quinoa gut waschen und in ca. 200ml Gemüsesuppe und dem Zitronensaft 15-20min (je nach Sorte) weich kochen.

Die Zwiebeln halbieren und in (halbe) Ringe schneiden. Knoblauch in Scheiben schneiden, Chili hacken. Alles in 1 EL Kokosöl anbraten.

Zwiebel aus der Pfanne nehmen und den etwas klein gehackten Spinat kurz in der Pfanne anbraten. Rausnehmen.

Hendlbrust im Ganzen salzen, pfeffern und mit Garam Masala einreiben.

Nochmal 1 TL Kokosöl in die Pfanne geben und die Hendlbrust scharf anbraten. Hitze etwas zurück, Deckel drauf und 10min schmoren lassen.

Die Datteln hacken und gemeinsam mit 50ml Kokosmilch und dem angedünsteten Gemüse unter den Qunioa rühren. Quinoa ggf. nochmal abschmecken und warm halten.

Nüsse oder Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Zur Seite stellen.

Nach 10min die letzten 50ml Kokosmilch zum Hendl geben. Weitere 5min mit Deckel dünsten lassen.

Vor dem Servieren die Hendlbrust rausnehmen und in Scheiben schneiden. Zum Quinoa servieren. Abschließend alles mit Pinienkernen bestreuen.

Wir hatten dazu noch Vogerlsalat=Feldsalat aus dem Garten und ein paar unserer letzten (im Haus ausgereiften) Tomaten.

 

*Quinoa enthält zwar Kohlenhydrate (59g KH auf 100g ungekochte Quinoakörner; 17g auf 100g gekochte), weist jedoch auch einen besonders hohen Proteinanteil und essentielle Aminosäuren auf.  Auch der Eisen-, Mangan- und Magnesiumanteil sind sehr hoch (und Kohlenhydrate werden übrigens in Anwesenheit von Mangan effizienter abgebaut). Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge. Alles in allem ist Quinoa demnach ab und zu eine gute Ergänzung für die Low Carb-Ernährung, wenn er in Maßen gegessen wird. Er wird auch von div. Low Carb-Ernährungsformen als einziges ‚Getreide‘ (ist ja eigentlich ein Pseudogetreide, weil die Pflanze nicht zur Familie der Süßgräser gehört) empfohlen.

 

 

Hirnis (Weihnachtskekse)

Hihi, ich glaube nicht, dass das der echte Name dieser Kekse ist, deren Rezept meine Mama dieses Jahr zum traditionellen Keksebacken mitgebracht hat, aber mein Mann hat sie so schön „Hirnis“ getauft, weil sie doch ehrlich gesagt ein bisschen so aussehen. Obwohl ich auch finde, dass manche von ihnen wie gerupfte Hendln ausschauen… 😀

Sei’s drum, die sind wahnsinnig köstlich, also gebt ihnen einfach selbst einen Namen, den man auch Gästen präsentieren kann. 😉

 

Für so in etwa eine haushaltsübliche Menge Kekse (ich hab das Zählen vergessen):

Für die Marzipankugeln:

  • 150g Erythrit, zu Staub“xucker“ gemahlen
  • 1 Msp. Stevia
  • 50g Kokosblütenzucker
  • 150g Mandelmehl, teilentölt
  • 50g geriebene Mandeln
  • 3 geh. EL Mandelmus
  • 1 TL Rum
  • 1/2 TL Rosenwasser (gibt’s in der Apotheke; ggf. weglassen und etwas mehr Rum nehmen)
  • 1/2 TL Carob oder 1 Msp. Kakaopulver in Rohkostqualität
  • etwas Wasser

Sonstiges:

  • 150g Trockenmarillen=Aprikosen
  • 200g Walnüsse (wenn möglich solche kaufen, wo wenig Bruch in der Packung ist)
  • 50g sehr dunkle, gute Schokolade
  • 50g Vollmilch-Xukkolade (oder andere LC-taugliche Schokolade; für vegane Hirnis milchfreie Schokolade nehmen)
  • 1 EL Kokosöl

 

Erythit mit dem Mörser zu Staub“xucker“ mörsern oder, was noch besser geht, eine elektrische Kaffeemühle zuhilfe nehmen. Dann Kokosblütenzucker und Stevia zugeben und die Kaffeemühle nochmals einschalten.

Mit den weiteren Zutaten vermengen und tropfenweise so viel Wasser zugeben, bis eine gut formbare Masse entsteht.

Die Marillen=Aprikosen möglichst fein würfeln und in die Masse einkneten. Aus dem Low Carb-Marzipan mit nassen Händen haselnussgroße Kugeln formen.

Je eine Marzipankugel zwischen zwei Walnusshälften oder -viertel drücken.

Schließlich die Schokolade mit dem Kokosöl im Wasserbad schmelzen und die Hirnis (am besten mit einem Šašlikspieß) zur Hälfte eintunken. Trocknen lassen und genießen. 🙂

 

Zucchini-Nudeln mit Kakisauce und Cashew-Sonnenblumen-Topping

Zunächst muss ich ein wenig angeben mit aktuellen Fotos aus unserem Garten (bevor es zum Wochenende dann doch kalt wird) und außerdem einen Gartentipp liefern. Alle Bilder wurden aufgenommen am 18.11.!

Radieschen, Paprika und Chili sind klar. Interessant wird es aber bei dem Salat: Ich lasse immer ein paar Salatpflanzen (und auch Radieschen, das nur nebenbei) auswachsen, damit ich eigene Samen gewinne. Der Salat war extrem produktiv, ich hab für nächstes Jahr richtig viel Saatgut gewonnen. Nachdem ich abgesammelt habe, was ich brauchte, hab ich die restlichen Stängel abgeschnitten und eines unserer Hochbeete damit gemulcht, in der Hoffnung, sie mögen noch ein wenig absamen.

Und tadaaa, das hat geklappt: Wir haben jetzt ein ganzes Hochbeet voll zartem Schnittsalat. Die Blätter sind etwa 12-15cm groß, also so, dass man relativ schnell eine ganze Schüssel erntet. Zwar handelt es sich eigentlich um Häupelsalat=Kopfsalat (Sorten „Neusiedler Gelber Winter“ und „Wunder der 4 Jahreszeiten„, beide auch recht kälteresistent, d.h. sie halten ein bissl Frost auch aus), aber richtige Köpfe werden die heuer natürlich nicht mehr bilden. Das macht nichts, Schnittsalat ist genauso fein! 🙂

Die Radieschen sind übrigens auch schon die 2. Generation 2015. Also nicht die zweite Schwung, angesät hab ich ohnehin das ganze Jahr über, aber diese Radieschen sind bereits aus fertig ausgereiften Samen der im Frühjahr angesäten Radieschen entstanden, weil sie sich – ähnlich wie der Salat – selber ausgesät haben, nachdem ich genüg Samen für den gezielten Eigengebrauch abgesammelt habe.

Gut, jetzt aber zum Rezept.

Ich hab ein wenig experimentiert, nachdem ich Kakis eingekauft hab, die extrem reif waren und sich gar nicht mehr ordentlich in Stückchen essen ließen (die waren im 2er-Pack unter Folie verpackt, da hat man nicht richtig gemerkt, wie reif sie schon waren). Siehe da: Wenn man (reife?) Kaki kocht, gerinnt offenbar das Eiweiß darin und zieht käseartige Fäden. Die eigentlich vegane Sauce war nach kürzester Zeit durch die Kaki so sämig, als hätte ich Milchprodukte eingerührt! Und das ohne all diese blöden veganen Ersatz-Produkte aus dem Chemiebaukasten.

Außerdem hatte ich immer noch eine letzte Monster-Zucchini zu verarbeiten. Sie wiegt mit Schale (die man bei der Größe entfernen muss) und Kernen über 2kg und ich habe sie jetzt schon 6 Wochen (sorry, natürlich Wochen – nicht Monate, wie ich erst getippt hab!!) in der Speisekammer liegern. Je älter und stabiler, desto mehr erkennt man die Verwandtschaft zum Kürbis. Dünnschalige, kleine Zucchinis würden so eine Lagerung natürlich nicht aushalten, aber dieses Riesentrum hier lässt sich problemlos wie Kürbis lagern:

Monster-Zucchini

Zuletzt habe ich noch nach einer Möglichkeit gesucht, die letzten grün geernteten und in einem Papier-Karton ausgereiften Tomaten zu verarbeiten. Sie schmecken zwar immer noch besser als viele Supermarktware, aber sie büßen durch das Ausreifen im Dunkeln doch ein wenig Süße ein. In diesem Rezept werden sie durch die süße Kaki unterstützt – perfekt!

2 Portionen:

Für die Zucchini-Nudeln:

  • 700g Zucchini (das zu verkochende Fleisch ohne Schale und Kerne gewogen; alternativ geht auch Kürbis)
  • 300g Tomaten (es macht nichts, wenn die nicht süß-ausgereift sind; ich hatte übrigens größtenteils eine gelbe Sorte, daher die Farbe der Sauce)
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 Chili
  • 1 Schalotte oder kl. Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 reife Kaki
  • 1 EL Nussmus (ich hatte Mandelmus)
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Für den Cashew-Sonnenblumen-‚Käse‘:

  • 15g Cashew-Kerne
  • 15g Sonnenblumen-Kerne
  • 1 getrocknete Tomate (trocken, nicht in Öl)
  • 1 gestr. TL Bio-Instant-Gemüsesuppe

Erst die Zucchini mit einem Spiral- oder Julienneschneider zu Gemüsenudeln verarbeiten (ich hab einen kleinen Gemüsespitzer, den ich hier auch schon für vegane Karotten-Nudeln und hier für Zucchini-Nudeln mit Fleischbällchen verwendet habe). Im Fall einer Monster-Zucchini oder von Kürbis muss man die vorher noch schälen und entkernen.

Dann den Cashew-Sonnenblumen-‚Käse‘ zubereiten: Dafür alle Zutaten in eine Mühle geben und reiben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Die Zwiebel, den Knoblauch und die Chili hacken und in etwas Erdnussöl anbraten. Dann den grob gewürfelte Paprika zugeben und 5min anbraten.

In der Zwischenzeit die Tomaten grob würfeln und zugeben, 5min weiterköcheln lassen und gut salzen.

Die reife Kaki schälen, grob würfeln und zu den Tomaten geben. 5min köcheln und immer wieder umrühren, bis das Eiweiß der Kaki etwas eindickt. Mandelmus zugeben.

Einen weiteren Topf ohne Fett erhitzen und die gut gesalzenen Gemüsenudeln reingeben. Deckel drauf und bissfest dünsten lassen (das dauert bei ’normalen‘ Zucchinis 2-3min, bei ausgewachsenen Monster-Zucchinis oder Kürbis 5-6min).

Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Zauberstab pürieren. Sollte sie mittlerweile zu dick sein (auch das macht die Kaki), einfach noch ein wenig Wasser zugeben.

Die Gemüsenudeln mit der Sauce anrichten und das Cashew-Sonnenblumen-Topping wie Parmesan darüber streuen.

Dazu hatten wir noch grünen Schnittsalat.

Butterbrote (Weihnachtskekse)

Betti von Happy Carb hat mich gefragt, ob ich bei ihrem Plätzchen-Adventkalender* mitmachen möchte, an dem sie jeden Tag zu einem anderen Low Carb-Rezept verlinkt. Was für eine schöne Idee! Da ich allerdings noch keine LC-Kekserfahrung hab, habe ich mich erst langsam herantasten müssen.

Butterbrote habe ich immer gerne mit meiner Mama gebacken. Sie waren meine absolute Lieblingskekse und davon haben wir eigentlich immer zu wenige gemacht. Für diesen Advent hab ich mir allerdings eine Low Carb-Variante davon überlegt – und siehe da, es hat erstaunlich gut funktioniert, die schmecken wie die „echten“!

Und wie bei den „echten“ hat sich auch mein übliches „Butterbrot-Defizit“ ereignet: SCHON WIEDER sind ein paar der Kekse zu dunkel geraten. Und das, obwohl mir Mama extra per SMS geschrieben hat, ich solle daran denken, die Kekse nicht zu verbrennen. 😀 Das hat gewissermaßen auch schon Tradition: Ich hab meinen Ofen eigentlich echt im Griff, mir wird nie etwas zu dunkel, doch über die Butterbrote dürfte ein Zauber verhängt sein. 😉 Fazit: Passt gut auf und geht in den letzten Minuten besser öfter mal zum Rohr und schaut nach. Die Kombination aus Nüssen, Schokolade und Butter neigt dazu, in Sekunden braun zu werden.

Der Duft von Keksen in der Luft ist einfach schön. Ich finde es so schade, dass viele Leute heute keine eigenen Kekse mehr backen und sie nur noch kaufen. Auch wenn ich müde und spät von der Arbeit heimkomme, ist das Keksebacken ein entspannendes Ritual, das ich nicht missen möchte!

1 sehr volles Backblech oder 2 halbvolle:

  • 70g weiche Butter
  • 100g geriebene Mandeln
  • 30g Mandelmehl, entölt
  • 30g Eiweißpulver mit Haselnussgeschmack (alternativ Vanille)
  • 2 gestr. TL Kokosmehl
  • 2 gestr. TL Guakernmehl
  • 70g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 2 Rippen° sehr dunkle, gute Schokolade (ca. 40g)
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 Msp. Lebukchen-Gewürz
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schuss Rum
  • 2 Dotter

Für die Glasur:

  • 30g Erythrit
  • 20g Kokosblütenzucker^ (ich finde die Mischung von Erythrit und Kokosblütenzucker, notfalls konventionallem Zucker, hier besser als einen Guss aus purem Erythrit – damit wird das „kühle“ Gefühl im Mund vermindert)
  • 1/2 Msp. Stevia
  • 2 TL Rum
  • 2 TL Wasser
  • 1 Dotter

Schokolade im Wasserbad schmelzen.

Alle trockenen Zutaten verrühren und dann alles zusammen mit den Händen gut verkneten. Den Teig zu einer Rolle (so dick wie man die Kekse später groß will) formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Std. ab in den Kühlschrank zum Rasten.

Von der Rolle mit einem scharfen Messer Scheibchen abschneiden. Sollte der Teig zu krümelig sein (das hängt immer auch ab von den verwendeten Mehlen) kann man auch alternativ mit den Händen kleine „Murmeln“ rollen und diese zwischen den Handflächen zu Scheibchen/“Broten“ flachdrücken.

Für 12-15min ins auf 175°C Heißluft vorgeheizte Backrohr geben. Zum Schluss unbedingt kontrollieren – Butterbrote dunkeln sehr schnell! 😉

In der Zwischenzeit Erythrit und Stevia gemeinsam in der Kaffeemühle oder, wenn nicht vorhanden, im Mörser weich stoßen. Die Kaffeemühle ist besser, da drin wird die Konsistenz wirklich wie fein gesiebter Staubzucker! Es gibt auch „Puderxucker“ zu kaufen, jedoch kostet der doppelt so viel wie normales Erythrit.

Zum Schluss den Staubzucker zum gemahlenen Erythrit geben und die Kaffeemühle nochmal einschalten (alternativ Staubzucker wie gewöhnlich mit dem Sieb verarbeiten.)

Erst den Dotter einrühren, dann nach und nach Rum und Wasser – langsam, damit man nicht zu viel Flüssigkeit erwischt (kommt auch darauf an, wie groß das Ei war).

Auf die noch heißen Brote die Glasur auftragen und erkalten lassen.

Butterbrote_01 Butterbrote-Kekse_02 Butterbrote-Kekse_03 Butterbrote-Kekse_04

 Butterbrote-Kekse_05 Butterbrote-Kekse_06

* österr. Standarddeutsch ohne Binnen-s (habe schon Foren-Diskussionen gesehen darüber, ob das nun ein Fehler sei oder nicht)

° österr. für die Reihen einer Schokolade (nicht die Stücke, die nennen wir „Polster“ – ich kenne auch hier dazu einen Thread bei Chefkoch, in dem heiß diskutiert wird, was wohl mit einer „Rippe“ gemeint sein könnte, dabei ist das doch eh so schön bildlich)

^ Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

Käse-Vollkornweckerl

6 Stück:

  • 250g Magertopfen=Quark
  • 4 EL Obers=Sahne (alternativ Milch und 1 TL Öl zusätzlich)
  • 100g Haferkleie
  • 50g geriebene Nüsse
  • 2 Eier M oder L
  • 1 geh. EL Weizenkleie
  • 1 geh. EL Leinsamenmehl (für die Vollkorn-Farbe ist das dunkle Mehl besser) (alternativ Leinsamenschrot)
  • 2 geh. EL Leinsamen, ganze
  • 2 geh. EL Chia-Samen*
  • 2 geh. TL Weinstein-Backpulver
  • 1 geh. TL Salz
  • 1 Msp. Stevia
  • 20g geriebener Käse

Alle Zutaten (bis auf den Käse) mit der Küchenmaschine vermengen und mind. 15min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit nassen Händen sechs Broterl formen, diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Käse bestreuen.

40min ins heiße Backrohr geben und für die Farbe gerne noch 10-20min im ausgeschalteten Rohr nachziehen lassen.

Kaese-Vollkornweckerl_01 Kaese-Vollkornweckerl_02

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

Gefüllte Tex Mex-Gurken

Man kann ja wirklich jedes Gemüse füllen, das sich von der Form her irgendwie dazu eignet. Nach so vielen gefüllten Zucchini(s) dieses Jahr haben wir uns jetzt einfach mal an die übergroßen Gurken in unserem Garten gemacht. Während die kleineren super mit Schale im Salat oder in der Zatziki schmecken, eignen sich die Monsterkeulen wunderbar zum Kochen!

2 Portionen:

  • 1 Riesen-Landgurke (oder 2 kleinere, aber jedenfalls keine schmale Schlangengurke)
  • 75g Kidneybohnen=Indianerbohnen=Rote Bohnen, getrocknet und über Nacht in viel Wasser eingeweicht
  • 500g Tomaten
  • 1 kl. Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 2 geh. TL Koriandersamen, gemahlen
  • 2 geh. TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 geh. TL Cayennepfeffer
  • 50g Parmesan oder anderer Käse zum Überbacken / vegane Alternative: 60g Cashewkerne, 2-3 getrocknete Tomaten oder geröstete Paprikaschoten aus dem Glas, 1 TL Hefewürze od. Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • frischer Koriander zum Bestreuen
  • evtl. 1 Msp. Natron, ein paar Nelken und ein Lorbeerblatt fürs Einweichwasser

Tipp: Ich koche bei derartigen Bohnen-Gerichten gern die doppelte Menge Fülle. Die lässt sich super einfrieren und macht sich auch wunderbar als Fülle für Low Carb-Enchiladas!

Veganer Gratinkäse als Alternative: Anstelle des Parmesans kann man gut diesen veganen Pizzakäse von dieumsteiger verwenden. Dafür einfach die 60g Cashews über Nacht einweichen, am nächsten Tag gemeinsam mit 2-3 getrockneten Tomaten oder 2-3 gerösteten Paprikaschoten pürieren, salzen, pfeffern, mit Hefewürze oder Bio-Instant-Gemüsesuppe würzen. Die Masse in einer heißen Pfanne eindicken lassen. Sieht aus und schmeckt wie Schmelzkäse. Hier hab ich ihn auf Pizza verwendet.

Die Bohnen über Nacht in Wasser einweichen. Wenn möglich, 1 Msp. Natron, einige Nelken und ein Lorbeerblatt ins Einweichwasser geben. Im Kelomat=Dampfdrucktopf in 20min (oder im normalen Topf 90min) weich kochen. Kochsud aufheben!

Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken. In Öl anbraten.

Die gekochten Bohnen und die halbierten Cocktailtomaten (bzw. in Stücke geschnittenen normalgroßen Tomaten) zugeben und immer wieder umrühren. Die Tomaten lassen schon viel Wasser, aber trotzdem wird man nach und nach noch 1-2 Schöpflöffel Bohnen-Kochsud zugeben können. Immer weiterrühren, und wenn die Bohnen dann wieder eintrocknen, neue Flüssigkeit aufgießen. Zwischenzeitlich gut würzen. 15min so dahinkochen lassen, grob umrühren. Die Bohnen und Tomaten können bzw. sollen ruhig zerfallen.

Zwischendurch die Gurke schälen (außer es handelt sich um kleinere Exemplare mit dünnerer Schale) und die Kerne entfernen. Salzen und in eine gebutterte Auflaufform legen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Gurkenhälften mit Tex Mex-Bohnen fülllen und mit geriebenem Käse/veganer Käsealternative bestreuen.

Für 40min ins Backrohr geben.

TexMex-Gurken_01 TexMex-Gurken_02 TexMex-Gurken_03 TexMex-Gurken_04

TexMex-Gurken_05

Zweierlei Pralinen

Jetzt, wo es kühler wird, hab ich wieder mehr Lust auf Süßes. Die Pralinchen sind eine gute Idee, um die Naschwut nicht ausufern zu lassen. 🙂 Sie halten einige Zeit in gut schließenden Tupperdosen im Kühlschrank – das Haltbarkeitsdatum haben wir allerdings noch nie ausgereizt, weil sie stets relativ schnell auf mysteriöse Weise verschwanden…

Marzipankartoffeln:  
  • 50g Mandelmehl, teilentölt
  • 50g geriebene Mandeln
  • 3 geh. EL Erythrit, fein gemörsert
  • ½ Msp. Stevia
  • 2 geh. EL Mandelmus
  • ½ TL Rosenwasser (gibt’s in der Apotheke), alternativ (brauner) Rum
  • Wasser
  • ½ gestr. TL Kakaopulver, stark entölt
  • ½ TL Kokosblütenzucker

Erythrit mit dem Mörser zu „Staubxucker“ mörsern.

Die Süßungsmittel (bis auf den Kokosblütenzucker) mit 1 TL Wasser mischen, damit sie sich etwas auflösen.

Mandelmehl, Mandeln, Mandelmus und Rosenwasser dazugeben und alles gut miteinander verkneten (geht am besten mit den Händen). Ggf. vorsichtig noch etwas Wasser hinzufügen, damit eine formbare Masse entsteht.

Kakaopulver und Kokosblütenzucker vermischen.

Aus der Masse mit nassen Händen kleine Kugerl formen. Diese in einen flachen Behälter mit Deckel legen, die Kakaomischung darüber stäuben, Deckel auflegen und die Marzipankartoffeln darin schütteln, bis sie fein überzogen sind. Kakao nicht zu dick auftragen, damit es nicht bitter wird. Die Kugerl sollen nach dem Schütteln ruhig unförmig aussehen – es sind ja Kartoffeln. 🙂

Für mind. 1 Stunde kalt stellen, besser über Nacht durchziehen lassen.

Die Marzipankartoffeln sind vegan und damit logischerweise auch laktosefrei.

Marzipankartoffeln_01

Kokospralinen à la Raffaello:
  • 50g Magertopfen=Quark
  • 50g Frischkäse
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 geh. EL Kokosmehl
  • 30g+20g Kokosraspeln
  • 1 geh. EL geriebene Mandeln
  • Mark v. 1 Vanilleschote
  • 1 Schuss (weißer) Rum
  • 3 geh. EL Erythrit, fein gemörsert
  • ½ Msp. Stevia
  • ½ TL Kokosblütenzucker
  • ganze Mandeln (je 1 Mandel pro Praline, also ca. 15-20 Stück)

Die Mandeln 1min in kochendem Wasser blanchieren und kalt abschrecken. Dann ganz einfach aus ihren braunen Häuten flutschen lassen. Danach in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis das Wasser verdampft und sie angenehm duften. Das ganze Prozedere kann man sich natürlich sparen, wenn man blanchierte weiße Mandeln kauft – aber die sind mir persönlich zu teuer, und das Häuten geht wirklich verblüffend schnell.

Die Süßungsmittel mit 1 TL Wasser mischen, damit sie sich etwas auflösen. Topfen, Frischkäse, Kokosöl, Kokosmehl, Vanillemark, Rum, geriebene Mandeln und 30g Kokosraspel in zugeben und gut verrühren. Es kommt hier v.a. auf die Beschaffenheit der Kokosraspeln und der geriebenen Mandeln an (ob sie besonders frisch oder trocken sind). Wenn die Konsistenz noch nicht passt, einfach mit Wasser oder mehr Raspeln nachhelfen.

Aus der Masse mit nassen Händen kleine Kugeln formen und in jede Kugel eine Mandel stecken. Die Kugeln in den restlichen Kokosraspeln wälzen und für mind. 1 Stunde, besser über Nacht, kalt stellen.

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Kokospralinen_03 Kokospralinen_Marzipankartoffeln

Zucchini-Cashew-Laibchen

Zur Zeit besitze ich leider weder eine funktionstüchtige Digicam (das Objektiv hat in Indien wegen der Luftfeuchtigkeit den Geist aufgegeben und wird gerade vom Hersteller repariert) noch ein fototaugliches (Smart-)Phone (mein geliebtes Dinosaurierhandy kommt ohne jeglichen Schnickschnack aus). Aus diesem Grund muss ich meine Gerichte mit der Tablet-Kamera fotografieren, die bei Nahaufnahmen ziemlich schwach ist… ich entschuldige mich also für die in der nächsten Zeit folgenden unscharfen Fotos. 🙂

Nun aber zum Rezept: Der Trick mit den pürierten Cashewkernen ist phänomenal, wenn man ein veganes Essen mit sämiger Konsistenz zaubern, jedoch auf Ersatzprodukte wie „Sojasahne“ verzichten möchte. Ich liebe Cashews. Sie haben zwar mehr Kohlenhydrate als andere Nüsse/Kerne, doch sie weisen einen sehr hohen Proteingehalt auf – und außerdem steht der Kohlenhydratanteil im Vergleich zu konventionellem Mehl etc. immer noch in keinem Verhältnis. Zudem vertrete ich den Standpunkt, dass eine vegane Low Carb-Mahlzeit nicht denselben strengen Regeln wie eine nicht-vegane entsprechen muss. Immerhin verzichten wir auf sämtliche tierische Stoffe, da braucht man ohnehin ein bisschen mehr sättigende Pflanzenstoffe, um bei Kräften zu bleiben.

2 Portionen:

  • 400g Zucchini
  • 100g Cashew-Kerne, über Nacht in Wasser eingeweicht
  • 2 Knoblauchzehen
  • je 1/2 Handvoll Koriander, Minze, Basilikum
  • Salz, Pfeffer, etwas Garam Masala
  • 1 EL Olivenöl
  • Erdnussöl zum Ausbacken

Cashews über Nacht in Wasser einweichen.

Zucchini grob reiben, salzen, 10min stehen lassen. Dann das Wasser gut ausdrücken.

In der Zwischenzeit das Wasser von den Cashew-Kernen abgießen und die Cashews gemeinsam mit den (ganzen) Knoblauchzehen, dem Olivenöl, Salz und Pfeffer mit dem Zauberstab pürieren.

Kräuter fein hacken.

Zucchini, Cashew-Brei, Kräuter gut mit den Händen verkneten und abschmecken.

Im heißen Erdnussöl zu 8 Bratlingen ausbacken. Grundsätzlich gilt: Je großzügiger mit dem Fett, desto schöner die Laibchen (anschließend am besten auf Küchenrolle abtropfen lassen). Wir sind da manchmal ein bisschen geizig und sparen mit dem Öl, was zur Folge hat, dass die Laibchen nicht perfekt gleichmäßig braun werden. Lecker sind sie trotzdem. 😉

Wir hatten dazu Paprika, Oliven, Estragon-Pesto und indisches Lime Pickles. Außerdem Gurkensalat. Es harmonieren aber auch jede Art von Obst-Chutney (Mango, …) oder Obst-Senfsauce (Feige, …) gut.

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Schnelles Schichtdessert

Ganz einfach und schnell gemacht – und sehr lecker. 🙂

Für 4 kleine Dessert-Gläschen:

  • 200g Griechisches Joghurt (10% Fett)
  • 50-100ml Obers=Sahne (Menge je nach gewünschter Konsistenz anpassen)
  • 1 geh. EL Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 16 geh. TL Orangen-Zucchini-Marmelade (kann auch aus Kürbis gemacht werden)
  • gehackte Mandeln und/oder Kürbiskerne zum Dekorieren
  • evtl. Minze zum Dekorieren

Joghurt, Obers und Süßungsmittel gut verrühren, bis sie eine Creme ergeben.

Abwechselnd die Creme und die Marmelade in kleine Dessert-Gläschen schichten.

Mit Mandeln und/oder Kürbiskernen bestreuen. Wer sich etwas besonders Gutes tun will, kann diese zuvor mit einem TL Erythrit im Pfännchen karamellisieren.

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