Waffeln mit Nektarinen

Vorübergehend mal kein Zucchini-Rezept. 😀 Sind Low Carb-Waffeln nicht einfach grandios? Niemand würde hier traditionelles Mehl vermissen!

3 Waffeln:

  • 2 Eier
  • 3 geh. EL Haferkleie
  • 3 geh. EL Eiweißpulver, neutral
  • 1 geh. EL Kokosmehl
  • 1 EL Erdnussöl
  • 1 Prise Salz
  • 2 sehr reife Nektarinen (Pfirsiche oder Marillen – sehr reif – gehen auch)
  • ggf. 1-2 TL Erythrit

Nektarinen ganz klein schneiden. Saft auffangen und zum Teig geben.

Alle Zutaten flott mit der Küchenmaschine verrühren. Die sehr reifen, weichen Nektarinenstückchen werden fast zu Marmelade passiert – das soll so sein, sie fügen sich optimal in den Teig ein. Die Schale darf ruhig drauf bleiben, die gibt eine schöne Farbe.

10-15min quellen lassen.

Ein Waffeleisen leicht fetten und drei Waffeln ausbacken.

Wir essen die Waffeln lieber neutral und mit Käse (ich steh auf die Kombination von Käse und Frucht, diesmal z.B. Cheddar und Nektarinen+Marillen). Wer sie süß will und z.B. mit Chialade bestreicht, könnte noch ein wenig mit Erythrit süßen.

Nektarinen-Waffeln_01 Nektarinen-Waffeln_02

Gefüllte Kohlrabi auf Salat – Vegan & indisch inspiriert

2 Portionen:

Für die Kohlrabi:

  • 1 sehr großer Kohlrabi (meiner hatte fast 700g!) oder 2 kleine
  • 3 Frühlingszwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 Tomate
  • 2 Handvoll frischer Blattspinat (od. 1 TK-Zwutschgerl)
  • Saft v. 1/2 Limette
  • 50g Cashew-Kerne, am Vortag in Wasser eingeweicht
  • 2-3 EL rote Linsen
  • 2+2 geh. TL Tahin-Paste
  • 2 geh. TL Harissa-Paste
  • 1 geh. TL Currypulver od. Paste (ggf. auch nur Kurkumapulver)
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Kohlrabi schälen, einen großen Kohlrabi halbieren, kleine Kohlrabis ganz lassen. In Salzwasser 15-20min (je nach Größe) kochen lassen. In den letzten 5min die roten Linsen einfach ins Kochwasser schmeißen.

Eingeweichte Cashews mit dem Pürierstab musig pürieren.

Frühlingszwiebel mit dem Grün in feine Ringe schneiden, Knoblauchzehen fein hacken. Spinat fein hacken. Tomate klein würfeln.

Erdnussöl im Wok erhitzen und das Gemüse anbraten.

Kohlrabi (und Linsen) in ein Sieb abgießen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Kohlrabi mit einem spitzen Löffel aushöhlen, sodass nur das äußere Fruchtfleisch stehen bleibt. Das Innere fein hacken und gemeinsam mit den gekochten Linsen zum Gemüse in den Wok geben. Pürierte Cashews zugeben und ordentlich mit Salz, Pfeffer, 3 TL Tahin, Harissa, Zitronensaft und Currypulver würzen.

Kohlrabi füllen (es wird ein richtiger „Berg“ an Fülle, aber der hält zusammen) und zum Schluss je nochmal 1 TL Tahin draufklecksen. In eine gefettete ofenfeste Form stellen und 20min im Rohr lassen.

Für den Salat:

  • 1/2 (kleiner) Kopf Eisbergsalat
  • 1/2 Tomate
  • 1 Nektarine
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 geh. TL Mandelmus
  • 1 TL Harissa
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL weißen Balsamico-Essig
  • 2 EL Limettensaft
  • 2 EL Olivenöl oder Rapsöl
  • 1 TL Kurkuma

Das Gemüse klein schneiden. Marinade anrühren und kurz vor dem Servieren über den Salat gießen.

Ich habe den Salat auf Tellern verteilt und die Kohlrabi dann darauf gesetzt.

Gefüllte-Kohlrabi-Indischer-Salat_01 Gefüllte-Kohlrabi-Indischer-Salat_02

Kräuterforelle auf Ofen-Radieschen mit Spinatsalat

Bei ganzem Fisch in der Folie kann man eigentlich nichts falsch machen, deshalb kochen wir ihn so gerne. Die Grundregeln lauten: 1. Stopf in den Bauch, was Platz hat. Vorzugsweise Dinge, die viel Geschmack haben, etwa Kräuter, Knoblauch, Zitrone. 2. Spar nicht mit Fett (Olivenöl oder Butter). 3. Gare den Fisch nicht tot (30min reichen allemal, sonst wird er zu trocken).

Der Spinatsalat ist aus Verlegenheit entstanden, weil ich schon gar nicht mehr weiß, wohin mit all dem Spinat (seit mein großartiger Mann mir Hochbeete gebaut hat, gedeiht endlich auch der Spinat richtig gut). Die Kombination mit Nektarinen und Pinienkernen war so lecker, dass ich das ab jetzt öfter machen will.

Die Idee für die Ofen-Radieschen ist nicht von mir, sondern aus einem meiner liebsten Kochbücher: Von der Schale bis zum Kern (Bernadette Wörndl) aus dem Brandstätter Verlag. In dem Buch geht es darum, pflanzliche Lebensmittel komplett zu verwerten und nicht einen großen (oft den größten!) Teil davon wegzuwerfen, obwohl er essbar, lecker und gesund ist. Ich verfolge diese Philosophie schon lange; entsprechend oft findet ihr in meinen Rezepten auch Zutaten wie Radischen- oder Kohlrabiblätter. Das Grüne von Lauch, Frühlingszwiebel & Co. würde ich sowieso nie wegwerfen, aber selbst ungenießbare Schalen und Blätter verwerte ich häufig (z.B. gieße ich meine Pflanzen gern mit „Zwiebel- und Knoblauchschalentee“, das hilft super gegen Pilzerkrankungen). In meine Smoothies kommen neben Radischenblättern u.a. die Stiele von Spinat, Wildkräuter oder sogar genießbare junge Blätter von Laubbäumen (z.B. Ahorn oder Haselnuss). Blätter von Kohlrabi und/oder Strünke von Brokkoli oder Karfiol=Blumenkohl eignen sich wunderbar für Lasagne; Karotten- und Selleriegrün ergeben eine gute Suppenbasis; Stiele vom Parasol kann man zu Pilzpulver verarbeiten usw. usf. — ich denke, ihr wisst, worauf ich hinaus will. 😉

Bernadette Wörndl, übrigens eine Salzburgerin, hat mich trotz meiner langjährigen Erfahrung im ganzheitlichen (und geschmacklich unbedingt vollwertigen!) Verkochen von Lebensmitteln mit ihrem Buch auf viele neue Ideen gebracht. Die Ofen-Radieschen sind nur eine davon (ich habe sie minimal abgeändert, weil die Gewürze zur Forelle passen sollten). Ich finde die Autorin ganz toll, vielleicht kann ich sie ja mal auf einer Veranstaltung in Salzburg treffen, immerhin ist sie hier viel kulinarisch-kulturell unterwegs. Jetzt aber genug des Lobes – und ab in die Küche!!

2 Portionen:

Für die Kräuterforellen:

  • 2 Forellen, fertig ausgenommen
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Frühlingszwiebel
  • 1/2 Limette
  • 1 Handvoll frische Kräuter (ich hatte: Thymian, Oregano, Basilikum, Ysop, Estragon, Johannisbeer-Salbei)
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer
  • 2 Stück Alufolie

Die Forellen waschen und mit der Küchenrolle gut abtupfen.

Alufolie mit Olivenöl einstreichen, Fische außen und innen gut salzen und pfeffern und auf die Folie legen. Innen und außen mit der zuvor gewaschenen Limette beträufeln.

Frühlingszwiebel in feine Ringe, Knoblauch in Scheiben, restliche (zerdrückte) Limette in Scheiben schneiden. Kräuter hacken.

„Regel 1“ (s.o.) berücksichtigen. Soll heißen: Stopf rein, was Platz hat. 😉

Nochmal mit Olivenöl beträufeln und die Alufolie zu Päckchen verschließen.

Für 30min in den auf 180°C Heißluft vorgeheizten Ofen geben.

Kräuterforelle_01

Für die Ofen-Radieschen:

  • 10-14 kl. Radieschen inkl. Blättern
  • 1/2 Limette
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 TL ganze Koriandersamen
  • 1 Handvoll frische Kräuter (ich hatte: Thymian, Oregano, Basilikum, Ysop, Estragon, Johannisbeer-Salbei)
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

Die Radieschen gut waschen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, Koriandersamen grob mörsern, Kräuter hacken.

Alles über die Radieschen geben und mit Limette sowie ordentlich Olivenöl beträufeln. Salzen und pfeffern, alles vermengen, sodass die Radieschen überall mit Öl benetzt sind.

15-20min auf die untere Schiene ins Backrohr geben (unter den Fisch).

Ofen-Radieschen_01

Für den Spinatsalat:

  • 2 Handvoll frischer Spinat
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Nektarine
  • 2 EL Pinienkerne
  • Marinade aus: Olivenöl, Thymian, weißem Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer

Spinat waschen und zerzupfen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Nektarine in grobe Stückchen schneiden.

Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne rösten.

Marinade kurz vor dem Servieren über den Salat geben; mit Pinienkernen bestreut servieren.

Spinat-Nektarinen-Salat

Kräuterforelle_02 Kräuterforelle_03