Gemüse-Enchiladas aus Mozzarellateig (+mit Speck+)

Mozzarellateig ist eine ziemlich coole Sache. Ich hab mittlerweile schon auf vielen Low Carb-Blogs gesehen, was man alles daraus machen kann: Die Palette reicht von herzhaft bis süß!

Enchiladas, die ich für mein Leben gerne esse (auch Full-Mega-High-Superduper-Carb), hab ich schon mehrmals gemacht, allerdings bisher mit einem anderen Teig. Einmal Enchiladas mit Zucchini-Tomaten-Salsa und Hendl, einmal Enchiladas (casi) tradicional. Diesmal habe ich eine vegetarische Variante für mich probiert. Mein Mann hat noch einige Speckwürfelchen in seine beiden Enchiladas gegeben, daher gebe ich das Gericht auch zur Kategorie Veg+.

2 Portionen:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmelpulver
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 1 roter Paprika
  • 1 Handvoll Mais
  • 1 Handvoll Radieschenblätter, Spinat oder Mangold
  • 2 Tomaten
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmelpulver
  • fakulatativ: 1 kl. handvoll Speckwürferl
  • je 1 geh. EL Radieschenblätter-Pesto pro Enchilada (alternativ: Pesto Genovese)
  • 100g Gouda
  • Erdnussöl, Salz, Pfeffer

Außerdem:

  • 1 Avocado
  • etwas Zitronensaft
  • frischer Koriander

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller). 15min backen.

Für die Fülle in der Zwischenzeit die fein gehackte Zwiebel, Knoblauch und Chili in Erdnussöl anbraten.

Den klein gehackten Paprika und den Mais dazu geben und einige Zeit dünsten lassen.

Das grob gehackte Grünzeug (Radieschenblätter, Spinat oder Mangold) zugeben, kräftig würzen und weiterdünsten.

Gegen Ende noch die klein gehackten Tomaten und die fein gehackten Stiele vom Koriandergrün zugeben.

Eine Form fetten.

Wenn die Backzeit der Enchilada-Fladen fertig ist, heißt es schnell sein: Jede Platte einzeln und flott flott vom Blech nehmen, sofort zu befüllbaren Formen zusammenklappen und mit der Öffnung nach oben in die Form stellen. Wenn man zu lange mit dem Biegen wartet, wird der Teig hart und bricht!

Nun hat man wieder Zeit: Je 1 EL Pesto in die Formen geben, mit dem angebratenen Gemüse auffüllen.Ggf. die Speckwürferl auf die Enchiladas verteilen.

Den Gouda drüberreiben und das Ganze nochmal für 20-25min  ins Backrohr geben.

Vor dem Servieren die Avocado fächerförmig aufschneiden, gleich mit Zitronensaft beträufeln (damit sie nicht braun wird) und zu den mit Korianderblättchen bestreuten Enchiladas servieren.

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Hülsenfrüchte-Quinoa-Schmortopf

Der Winter ist bei uns vorübergehend noch einmal zurückgekehrt. Ich kenne aber ein Geheimnis, das ich ihm nicht verrate: Lange wird er nicht mehr bleiben können. Das schneeweiße Winterwetter eignet sich dafür perfekt für einen wunderbar wärmenden Eintopf.

3-4 Portionen:

  • 200g Bohnen (Trockengewicht), über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht (ich nehme für diesen Schmortopf am liebsten Weiße Bohnen, hab ihn aber auch schon mit Adzukibohnen, Käferbohnen, Schwarzen Bohnen und Kichererbsen gemacht)
  • 4 geh. EL Quinoa
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 gelbe Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Handvoll Trockenpilze, in etwas Wasser eingeweicht (ich hatte selbst getrocknete Hallimasch, s. Foto)
  • 2 Handvoll Sellerie, in grobe Stücke gehackt (entweder die Knolle, die Wurzel oder Stangensellerie – alles passt wunderbar)
  • 2 Handvoll Gemüse der Saison, in Stücke geschnitten (z.B. TK-Fisolen=Grüne Bohnen, Karotten, Lauch, Paprika…)
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400g)
  • mind. ein Achterl (125ml) kräftiger Rotwein, eher mehr (kommt u.a. auf den verwendeten Schmortopf an)
  • 150ml kräftige Gemüsesuppe
  • 1 kl. Chili
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Nelken, zerstoßen
  • 2 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1 TL getrockneter Thymian und/oder Bohnenkraut
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Die Bohnen über Nacht in viel kaltem Wasser mit 1 Msp. Natron einweichen und nach Packungsangabe weich kochen. Ich verwende dazu am liebsten den Kelomat=Schmotopf, das geht am schnellsten. Außerdem mache ich gerne die doppelte Menge und koche an einem Folgetag ein weiteres Rezept mit Hülsenfrüchten (oder friere die gekochten Bohnen ein).

Trockenpilze in etwas Wasser einweichen. Das Einweichwasser kann bei den meisten Pilzen mitverwendet werden; das von den Hallimasch gieße ich lieber ab.

Die Zwiebeln halbieren und in dünne Halbmonde schneiden. Knoblauch und Chili fein hacken. Das gesamte Gemüse in grobe Stücke schneiden.

Zwiebel in einem großen, dickwandigen Schmortopf in etwas Öl anbraten. Nach und nach das Gemüse zufügen und sanft bräunen lassen. Salzen, pfeffern, Gemüsesuppenpulver, Knoblauch, Chili, Lorbeer, Nelken und Thymian/Bohnenkraut zugeben. Dann mit den Dosentomaten, dem Wein und der Suppe ablöschen und die Bohnen sowie den Quinoa zugeben.

Deckel aufsetzen und 60min bei geringer Hitze sanft köcheln lassen. Ab und zu umrühren, v.a. um zu überprüfen, ob noch etwas Flüssigkeit nachgegossen werden muss.

Achtung: Ich habe das Rezept auch schon im Römertopf zubereitet. Da braucht es mind. 2 Achterl Rotwein und 75min.

Mit einem frischen grünen Salat ergibt das Gericht, das sich übrigens auch gut einfrieren lässt, 4 Portionen.

Tipp: Wenn man die Pilze und den Rotwein weglässt (und mit mehr Tomatenmark oder Gemüsesuppe ersetzt), als Hülsenfrüchte Rote oder Schwarze Bohnen (und evtl. noch eine Handvoll Mais, wenn gewünscht) nimmt und anstelle mit Nelken und Thymian mit Kreuzkümmel und Koriander würzt, hat man ein wunderbares Chili sin carne!

Tex Mex-Pangasius

2 Portionen:

Für den Fisch:

  • 1 großes Pangasiusfilet oder 2 kleine
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 2 TL Senf
  • ein wenig Gewürz nach Geschmack; ich hatte eine Mischung aus Korianderblättern, Lemongras, Pfeffer und Chili
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Butter

Für das Gemüse:

  • 1 roter Spitzpaprika
  • 4-8 Perlzwieberl oder Mini-Schalotten, je nach Größe
  • 2 Handvoll Fisolen=Grüne Bohnen (ich hatte noch eingefrorene von der letzten Sommerernte)
  • 1 kl. Handvoll Maiskörner (ich hatte noch eingefrorene von der letzten Sommerernte)
  • 1 Chili
  • Saft v. 1/4 Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen oder 1 TL Bärlauchpesto
  • 2-4 EL Obers=Sahne oder 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Butter

Für die Guacamole:

  • 1 reife Avocado
  • Saft v. 1/4 Zitrone
  • 2 gepresste Knoblauchzehen oder 1 TL Bärlauchpesto
  • 1/2-1 Bund Koriandergrün, grob  gehackt (die Stängel können klein gehackt zum Gemüse gegeben werden)
  • Salz, Pfeffer

 

Pangasius mindestens 30min mit Zitronensaft säuern.

Paprika in grobe Stücke schneiden, Fisolen ebenso. Chili (und ggf. Knoblauchzehen) fein hacken. Perlzwieberl entweder nur schälen oder, wenn sie größer sind, halbieren.

Das gesamte Gemüse scharf in etwas Erdnussöl anbraten. Mit Zitronensaft (und ggf. Bärlauchpesto) ablöschen, salzen und pfeffern, Deckel drauf und dünsten lassen. Erst gegen Ende der Garzeit das Obers oder Olivenöl darübergeben.

Die Avocado schälen und gemeinsam mit den restlichen Zutaten mit dem Erdäpfelstampfer=Kartoffelstampfer oder einer Gabel grob zerdrücken.

Pangasius salzen, pfeffern, würzen, mit ein wenig Senf bestreichen und in Fett braten. Ich nehme dafür am liebsten eine Mischung aus Erdnussöl und Butter. Nur einmal wenden, damit der Fisch nicht zerfällt!

Alles zusammen auf Tellern anrichten und evtl. mit Zitronenscheiben und Koriandergrün dekoriert servieren.

TexMex-Pangasius

Weißkraut-Tex Mex-Auflauf

Zuerst ein Foto unserer Chilis. Die sind heuer ganz besonders hübsch geworden, finde ich. Irgendwas muss sich da gekreuzt haben… Samen hab ich nämlich abgenommen von den winzigkleinen, gelben, runden Chilis, die man auch erkennen kann; und dann hatte ich noch Samen von normalen roten Chilischoten. Die Pflanzen standen nebeneinander und offenbar hab ich eine mittelkleine bunte Mischung durch die Fremdbestäubung herausgebracht. 😀 Werde Samen abnehmen und versuchen, die nächstes Jahr wieder so aussehen zu lassen…

Hier beim Rezept für Zucchini-Nudeln mit Kakisauce übrigens ein Foto, wo sie noch am Baum hängen (im Hintergrund; das vorne sind Paprika).

Sind die nicht schön? ❤

DSCN9970

2 gute Portionen:

  • 75g Adzukibohnen, über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht (alternativ andere Bohnen)
  • 200g Weißkraut=Weißkohl
  • 200g Rinderfaschiertes=Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Chilis (von meinen kleinen, die aber ordentlich scharf sind; bei großen evtl. nur eine)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Dose Tomaten (400g)
  • 1 Ei
  • 100ml Obers=Sahne
  • 100g geriebener Cheddar
  • wenn vorhanden: einige eingelegte Jalapeñoscheiben zum Belegen (alternativ evtl. ein paar Cocktailtomaten in Scheiben geschnitten)
  • 1 Bund frischer Koriander
  • Salz, Cayennepfeffer, Korianderpulver, Kreuzkümmel, Suppenpulver, Erdnussöl

Tipp 1: Ich habe gleich die doppelte Portion Chili (d.h. Bohnen, Fleisch, Zwiebel, Chilis, Knoblauch, Koriander und Tomaten) gekocht und eingefroren. Ist nach dem Auftauen fast noch besser!

Die Adzukibohnen 10-15min im Kelomat=Dampfkochtopf weich kochen.

Das Weißkraut feinnudelig schneiden und ca. 10min in ganz wenig Suppe weich kochen.

Währenddessen Zwiebel, Knoblauch und Chili würfeln und in etwas Erdnussöl anbraten. Das Faschierte=Hackfleisch zugeben, bis es krümelig ist. Bohnen zugeben. Großzügig würzen, die Tomatendose zugeben und 30min köcheln lassen. Gegen Ende die Hälfte des gehackten Korianders (insbes. die Stiele) zugeben.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Eine Auflaufform fetten und das Weißkraut einfüllen. Dann darauf das Chili geben.

Das Ei mit Obers und Cheddar verrühren, etwas abschmecken und über das Chili gießen.

Jalapeñoscheiben auflegen und 30min bei 175°C backen.

Vor dem Servieren mit dem restlichen gehackten Koriander bestreuen.

Tipp 2: Ohne Bohnen (mit mehr Fleisch+Kraut), ohne frischen Koriander, mit Sauerrahm oder Griechischem Joghurt statt Obers und Schafkäse statt Cheddar wir daraus ein leckerer türkischer Lahmacun-Auflauf!

 

Tex Mex-Zucchinipizza oder Kürbispizza

Ich habe bereits bei meinem Rezept für Zucchini-Nudeln mit Kakisauce darüber geschrieben, dass wir noch ein letzte Monsterzucchini zu verarbeiten hatten. Das Fleisch eines solchen Riesenkalibers verwandelt sich eher in festes Kürbisfleisch, deshalb ist dieser Low Carb-Pizzaboden genauso gut mit Kürbis machbar. Wer eine normale, weichfleischige Zucchini nimmt, muss diese erst auf dem üblichen Wege entwässern (d.h. salzen, 15min stehen lassen, ausdrücken).

Der Pizzaboden ist eher gemüsig-weich, so wie z.B. auch der meiner Tofu-Pizza oder wie man es auch von Erdäpfelteig-Pizzas kennt. Wer lieber knusprigen Boden für die Tex Mex-Pizza bevorzugt, kann auf den Teig meines Low Carb-Flammkuchen-Rezepts zurückgreifen.

1 Blech:

Für den Boden:

  • 375g Zucchini- oder Kürbisfleisch, geraspelt
  • 3 Eier M
  • 40g geschrotete Goldleinsamen
  • 40g geriebene Mandeln
  • 40g Flohsamenschalen
  • 75g Cheddar, gerieben
  • 1 Msp. Guakernmehl
  • 1 EL Oregano
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1/2 gestr. TL Weinstein-Backpulver

Für den Tex Mex-Belag:

  • 4 geh. EL Tomatenmark aus der Tube + 2 geh. EL BBQ-Ketchup + 4 EL Wasser oder Einlegewasser von Jalapeños/Pfefferonis, vermischt und gesalzen
  • 50g Speckwürferl (muss natürlich nicht sein; ich ergänze daher den Tag „Vegetarisch„)
  • 100g Mais
  • 1 kl. Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • Grüne Jalapeño-Sauce (alternativ Tabasco)
  • 50g Cheddar, gerieben
  • Oregano, getrocknet
  • ggf. Koriander, frisch

Für die Guacamole:

  • 1 Avocado
  • 2 Knoblauchzehen
  • Zitronensaft
  • Grüne Jalapeño-Sauce (alternativ Tabasco)
  • Salz, Pfeffer
  • ggf. Koriander, frisch

Wenn junge, frische Zucchini verwendet wird, diese nach dem Raspeln salzen, 15min stehen lassen und gut ausdrücken. Große Superzucchini oder Kürbis müssen nicht auf diese Weise vorbereitet werden, sondern können nach dem Raspeln gleich verwendet werden.

Alle Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine verarbeiten. 15min quellen lassen.

Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und 15min im auf 175°C Heißluft vorgeheizten Rohr backen.

Nach 15min den ganzen Boden umdrehen. Das geht ziemlich leicht; man muss nur ein zweites Backpapier zur Hilfe nehmen. Nochmal 15min von der anderen Seite vorbacken.

In der Zwischenzeit den Belag richten. Die Tomatensauce soll nicht zu viel und zu flüssig sein, sonst weicht sie den Boden auf. Es geht nur um den Geschmack.

Den fertig vorgebackenen Boden mit Tomatensauce bestreichen und mit den restlichen Zutaten belegen. Jalapeño-Sauce großzügig darauf verteilen. Speckwürfel auf den geriebenen Käse (also ganz obenauf) legen, so werden sie am besten.

Noch ein letztes Mal für 15min ab ins Backrohr.

In der Zwischenzeit die Guacamole herrichten. Dafür einfach alle genannten Zutaten miteinander pürieren und abschmecken.

Die fertige Pizza mit etwas Guacamole beklecksen.

Gefüllte Tex Mex-Gurken

Man kann ja wirklich jedes Gemüse füllen, das sich von der Form her irgendwie dazu eignet. Nach so vielen gefüllten Zucchini(s) dieses Jahr haben wir uns jetzt einfach mal an die übergroßen Gurken in unserem Garten gemacht. Während die kleineren super mit Schale im Salat oder in der Zatziki schmecken, eignen sich die Monsterkeulen wunderbar zum Kochen!

2 Portionen:

  • 1 Riesen-Landgurke (oder 2 kleinere, aber jedenfalls keine schmale Schlangengurke)
  • 75g Kidneybohnen=Indianerbohnen=Rote Bohnen, getrocknet und über Nacht in viel Wasser eingeweicht
  • 500g Tomaten
  • 1 kl. Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 2 geh. TL Koriandersamen, gemahlen
  • 2 geh. TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 geh. TL Cayennepfeffer
  • 50g Parmesan oder anderer Käse zum Überbacken / vegane Alternative: 60g Cashewkerne, 2-3 getrocknete Tomaten oder geröstete Paprikaschoten aus dem Glas, 1 TL Hefewürze od. Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • frischer Koriander zum Bestreuen
  • evtl. 1 Msp. Natron, ein paar Nelken und ein Lorbeerblatt fürs Einweichwasser

Tipp: Ich koche bei derartigen Bohnen-Gerichten gern die doppelte Menge Fülle. Die lässt sich super einfrieren und macht sich auch wunderbar als Fülle für Low Carb-Enchiladas!

Veganer Gratinkäse als Alternative: Anstelle des Parmesans kann man gut diesen veganen Pizzakäse von dieumsteiger verwenden. Dafür einfach die 60g Cashews über Nacht einweichen, am nächsten Tag gemeinsam mit 2-3 getrockneten Tomaten oder 2-3 gerösteten Paprikaschoten pürieren, salzen, pfeffern, mit Hefewürze oder Bio-Instant-Gemüsesuppe würzen. Die Masse in einer heißen Pfanne eindicken lassen. Sieht aus und schmeckt wie Schmelzkäse. Hier hab ich ihn auf Pizza verwendet.

Die Bohnen über Nacht in Wasser einweichen. Wenn möglich, 1 Msp. Natron, einige Nelken und ein Lorbeerblatt ins Einweichwasser geben. Im Kelomat=Dampfdrucktopf in 20min (oder im normalen Topf 90min) weich kochen. Kochsud aufheben!

Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken. In Öl anbraten.

Die gekochten Bohnen und die halbierten Cocktailtomaten (bzw. in Stücke geschnittenen normalgroßen Tomaten) zugeben und immer wieder umrühren. Die Tomaten lassen schon viel Wasser, aber trotzdem wird man nach und nach noch 1-2 Schöpflöffel Bohnen-Kochsud zugeben können. Immer weiterrühren, und wenn die Bohnen dann wieder eintrocknen, neue Flüssigkeit aufgießen. Zwischenzeitlich gut würzen. 15min so dahinkochen lassen, grob umrühren. Die Bohnen und Tomaten können bzw. sollen ruhig zerfallen.

Zwischendurch die Gurke schälen (außer es handelt sich um kleinere Exemplare mit dünnerer Schale) und die Kerne entfernen. Salzen und in eine gebutterte Auflaufform legen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Gurkenhälften mit Tex Mex-Bohnen fülllen und mit geriebenem Käse/veganer Käsealternative bestreuen.

Für 40min ins Backrohr geben.

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Enchiladas (casi) tradicional

Zu Deutsch: (fast) klassische Enchiladas! 🙂

Ich hab schon mal Low Carb-Enchiladas mit Zucchini-Salsa und Hendl gemacht. Genauso wie damals ist die Grundidee für ein solches Enchilada-Rezept der lieben Betti von Happy Carb zu verdanken. Hier also eine Variante, die ziemlich konventionell daher kommt. Mit Guacamole! Jammi! 🙂

2 Portionen:

  • 150g Magertopfen=Quark
  • 3 Eier M
  • 50g Cheddar, gerieben
  • 2 EL Flohsamenschalen
  • 1 EL Kichererbsenmehl
  • 1/2 TL Koriandersamen, gerieben
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 TL Salz
  • 200g gemischtes Faschiertes=Hackfleisch
  • 1 Kohlrabi
  • 1 kl. Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Cocktailtomaten
  • 2 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 30g Cheddar, gerieben
  • 1 Chili
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • ordentlich Koriandergrün und Oregano (auch zum Bestreuen)
  • 1 Avocado
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Tabasco, Koriandergrün

Die Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine verrühren und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die sehr flüssige Masse so dünn wie möglich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verstreichen und dann für 15min backen. In 4 gleich große Stücke schneiden.

In der Zwischenzeit Zwiebel, Knoblauch, Chili und Kohlrabi möglichst fein würfeln. In Erdnussöl anbraten, Faschiertes zugeben und gut durchbraten. Dann geviertelte Tomaten und Tomatenmark zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kräuter fein hacken und dazugeben. Unbedingt noch Koriander aufheben!

Die abgekühlten Teigplatten in eine gebutterte Auflaufform stellen, je mit einem Viertel der Fleischmasse füllen und mit geriebenem Cheddar bestreuen.

Enchiladas für 25min im Rohr backen.

In der Zwischenzeit die Guacamole zubereiten: Dafür die Avocado mit der Zitrone und den Gewürzen mit dem Zauberstab pürieren.

Guacamole zu den mit Koriander bestreuten Enchiladas reichen.

Hier die Fotos, für die ich mich entschuldige, weil ich zur Zeit keine ordentliche Kamera zur Verfügung hab:

Enchiladas-tradicional_01 Enchiladas-tradicional_02 Enchiladas-tradicional_03

Enchiladas-tradicional_04 Enchiladas-tradicional_05

Enchiladas mit Zucchini-Tomaten-Salsa und Hendl

Betti von Happy Carb hat unlängst zwei grandiose Rezepte präsentiert: Einmal einen Low Carb Veggie-Wrap, einmal die Low Carb Enchiladas. Beide stehen schon seit ihrem Posten auf meiner To Cook-List, allerdings hab ich sooo lange keinen Koriander bekommen und wollte beide nicht ohne dieses Zauberkraut kochen. Als dann endlich der große Tag kam, hab ich mich mit meinen vorrätigen Zutaten vertan: Ich hatte keinen Topfen mehr, dafür (wesentlich flüssigeren) Sauerrahm… also musste der Teig adaptiert werden. Die Füllung hab ich an das angepasst, was da war, und außerdem wollte ich ein paar Zucchinis für mein Zucchini-Projekt verarbeiten. Hier seht ihr das leckere Ergebnis:

4 Enchiladas:

  • 3 Eier M (dank meiner lieben Leserin C. werde ich ab jetzt immer die Eiergröße dazuschreiben 🙂 )
  • 150g Sauerrahm
  • 50g Cheddar, gerieben
  • 6 EL Kichererbsenmehl (im Reformhaus kaufen oder billiger selber mahlen)
  • 3 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Salz
  • 8 EL Zucchini-Salsa
  • 2 kl. Hendlfilets
  • 1 kl. Stück Zucchini, roh (ein paar cm lang, sodass es eben in 4 Enchilada-Rollen Platz hat)
  • 1/2 roter Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 50g Cheddar, gerieben
  • mind. 1 Thai-Chili oder 2 normale Chili (ich selbst esse wesentlich schärfer… aber ein bisschen Schärfe muss auf jeden Fall sein hihi)
  • viel, viel frischer Koriander
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Die Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine verrühren und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die sehr flüssige Masse so dünn wie möglich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verstreichen und dann für 15min backen. In 4 gleich große Stücke zerteilen.

Hendlfilet würfeln, mit Kreuzkümmel, gepresster Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und Tomatenmark einreiben und in etwas Erdnussöl anbraten.

Paprika und Zucchini eher klein würfeln.

Die abgekühlten Teigplatten in eine gebutterte Auflaufform stellen, mit je 2 EL Salsa, dann dem Gemüse und den Hendlstücken sowie anschließend dem Käse füllen.

25-30min im Ofen überbacken bis sie schön knusprig sind.

Vor dem Servieren mit viel Koriandergrün und gehackten Chilis servieren.

Enchiladas-Zucchini-Salsa_01 Enchiladas-Zucchini-Salsa_02 Enchiladas-Zucchini-Salsa_03 Enchiladas-Zucchini-Salsa_04

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Zucchini-Tomaten-Salsa

Das Rezept für die Salsa habe ich aus dem Buch “Zucchini. Ein Erste-Hilfe-Handbuch für die Ernteschwemme” von Irmela Eckenbrecht aus dem pala Verlag. Hier habe ich schon mal darüber geschrieben. Da es so gut zu meinem Zucchini-Projekt passt, hat mein Mann es endlich ausprobiert, um unsere keulenschweren Zucchinis zu verarbeiten (nur hat er die Tomaten nicht gehäutet, wir finden das beide unnötig, und außerdem hat er keinen Zucker, dafür aber etwas Koriandergrün verwendet). 🙂

1 großes Einmachglas:

  • 500g Zucchini, grob geraspelt (wir haben gelbe Zucchini verwendet, muss aber nicht sein)
  • 1 Zwiebel, grob gehackt
  • 500g Tomaten, gewürfelt
  • 1 extra scharfe Thai-Chili oder 2 normale Chilis
  • 1 Handvoll Koriandergrün, grob gehackt
  • 2 EL Salz
  • 8 EL Erythrit
  • 10 EL Rotweinessig
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 TL Senfkörner
  • 1 TL grob gemahlener Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL geriebener Muskat
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Kurkuma

Zucchini, Zwiebel und Chili mit dem Salz vermischen und mehrere Stunden stehen lassen (bei uns waren es 4 Stunden).

In ein Sieb drücken und gut abtropfen lassen.

Mit den restlichen Zutaten, auch den Tomaten, verrühren und 30min köcheln lassen.

Grob mit dem Zauberstab pürieren (den Zauberstab nur kurz reinhalten).

Heiß in eines oder mehrere heiß ausgespülte Marmeladengläser geben und sofort verschließen. Auskühlen lassen und dann im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich angeblich mehrere Monate.

Nachtrag vom 02.02.2016:

Ich habe gestern das letzte Glas Salsa aufgemacht (Rexglas stand im Kühlschrank). War immer noch 1a frisch und lecker! Hält also auch mit Erythrit (und ohne die konservierende Wirkung konventionellen Zuckers) ewig dank des Essigs.

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