Thunfisch-Cinque Formaggi-Pizza mit grünem Gemüse

Uno, due, tre, quattro, cinque. Das war’s aber auch schon mit meinen bescheidenen Italienisch-Kenntnissen (naaa gut, bis zehn kann ich zählen, und was zu essen kann ich mir auch bestellen… und Prost! kann ich auch sagen, hehe).

Meine Cinque Formaggi-Pizza besteht, Überraschung!, aus fünf Käsesorten und zudem einigem an grünem Gemüse. Dazu gehört noch unbedingt eine große Schüssel Salat, um einen extra Frischekick zu genießen und um die vielen Milchprodukte ein wenig „auszugleichen“.

Thunfisch-Pizzateig ist in der Low Carb-Küche schon längst keine Überraschung mehr, und ich koche ihn ab und zu immer noch ganz gern, obwohl ich mittlerweile fast keinen Fisch mehr esse. Wenn es dann ausnahmsweise Thunfisch gibt, dann ist es mir sehr wichtig, darauf zu achten, welchen ich kaufe:

Er sollte ausschließlich aus zertifiziertem Wildfang stammen. Das MSC-Siegel gibt es nur, wenn diese Fanggebiete nicht bereits überfischt sind! Weitere Informationen zum nachhaltigen Fischkauf gibt es beim WWF-Einkaufsratgeber für Fisch sowie beim Fischratgeber von Greenpeace. Die Thunfisch-Dosen, die ich verarbeite, sind von der nicht gefährdeten Gattung „Skipjack“ (Fanggebiet: Westpazifik) oder MSC-zertifizierte Ware aus gesunden Beständen.

2 Portionen:

Für den Teig:

  • 2 Dosen Thunfisch (in eigenem Saft)
  • 100g Cottage Cheese=Hüttenkäse
  • 2 Eier
  • 2 EL Mandelmehl (ersatzweise geriebene Mandeln)
  • 2 EL gehackte italienische Kräuter (ich hatte Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran)
  • Salz, Pfeffer

Für den Belag:

  • 100ml passierte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 30g Mozzarella
  • 30g Gorgonzola
  • 30g Feta
  • 30g Parmesan (Anm.: Für alle diese Käsesorten verwende ich gerne meine TK-Vorräte; ich friere immer ein wenig geriebenen Käse ein, wenn ich ihn sowieso für ein anderes Gericht reibe)
  • 1 Handvoll Fisolen=Grüne Bohnen (evtl. TK-Ware)
  • 1 Handvoll Erbsen (evtl. TK-Ware)
  • frische Kräuter zum Bestreuen (ich hatte Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran, Ringelblumen-Blüten; Rucola würde auch gut passen)
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Backrohr auf 160°C Heißluft vorheizen.

Thunfisch, Eier, Cottage Cheese, Kräuter und Mandelmehl mit der Küchenmaschine verrühren.

Die Masse kreisrund auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und für ca. 15min backen.

In der Zwischenzeit die Tomatensauce zubereiten. Dafür Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken und anbraten. Dann die passierten Tomaten zugeben und abschmecken. Einköcheln lassen, bis der Teig fertig ist.

Fisolen in kleine Stücke hacken.

Den Pizzaboden wieder aus dem Ofen nehmen, die Sauce gleichmäßig darauf verteilen und belegen (ich hab einzelne Ecken für die verschiedenne Käsesorten gemacht).

Die Pizza nun erneut für ca. 15min in den Ofen geben, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Vor dem Servieren mit frischen Kräutern bestreuen.

Variante:

Thunfischpizza mit Jalapeños, Oliven und Roten Zwiebeln

Während ich die obigen Fotos herausgesucht habe, hab ich noch alte Aufnahmen einer anderen Thunfischpizza entdeckt, die ich euch bislang vorenthalten habe. Der Teig ist ganz derselbe, und sooo viel  Unterschied gibt es beim Belag auch wieder nicht.

Daher habe ich mich kurzerhand entschlossen, diese Pizza nicht als eigenes Rezept online zu stellen, sondern als Variante zu zeigen:

2 Portionen:

  • Teig wie oben (Kräuter hier Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und ein wenig gehackte, rote Zwiebel)
  • Tomatensauce wie oben
  • 1 rote Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 1 Handvoll Oliven
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten, in Stücke geschnitten
  • einige eingelegte Jalapeños
  • geriebener  Gouda
  • Kräuter zum Bestreuen: Petersilie, Basilikum, Schnittlauch

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Eichelburger mit Wedges (im Low Carb-Bun)

Ich wollte schon ewig einmal ausprobieren, Eicheln zu essen, wo wie das meine Urgroßeltern-Generation noch gemacht hat. Anlass war, dass ich für meine Oma durch den Garten spaziert bin, um Eicheln zur Herbstdekoration zu sammeln… da dachte mir, jetzt mach ich’s endlich, zumal unsere Eichen heuer extrem viel tragen. Denen dürfte der nasse Sommer gefallen haben.

Eicheln kann man nicht einfach wie Maroni zubereiten, weil sie viel mehr Tannine (der Stoff, der auch Rotwein bitter macht) enthalten. Rohe Eicheln sind in unserem Klima außerdem schwach giftig (in wärmeren Breitengraden wachsen Eichenarten, deren Früchte sehr süß sind und die roh verträglich sind). Bei uns muss man sie – sagte zumindest das Internet – nach dem Schälen drei Tage wässern und täglich das Wasser wechseln. Bei mir hat das Einwässern eine ganze Woche in Anspruch genommen, weil ich erst am Wochenende wieder Zeit hatte.

Eicheln sind übrigens ganz und gar nicht Low Carb, sie enthalten viele Kohlenhydrate in Form von Stärke und Zucker (ca. 40%), Öl (15%) und Proteine (5%). Ihre Kohlenhydrate sind allerdings mehrkettig, was bedeutet, dass sie sehr gesund und nahrhaft sind. Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge.

Ach ja, wie ich bei Lisa von Experiment Selbstversorgung gelesen habe, kann das Schälen von Eicheln sehr kompliziert sein, wenn man die falsche Eichelsorte erwischt (die kurzen scheinen mehr Probleme zu verursachen als die langen; allerdings sind die Früchte aller Eichenarten essbar). Die Tipps in den Blog-Kommentaren haben mich dazu veranlasst, erst mal eine „Probeeichel“ aufzusammeln – und siehe da: Meine Eicheln gingen wesentlich einfacher! Ich musste sie weder rösten noch einwässern oder mit dem Hammer bearbeiten; ein sauberer Schnitt mit dem Messer hat gereicht, und ich konnte mit dem Messerchen problemlos die Schale abziehen. Zeitintensiv war die Sache natürlich trotzdem, aber an einem schönen, goldenen Herbsttag auf der Terrasse sitzend und plaudernd… da kann man ganz viele Eicheln schälen. 🙂

Ich habe übrigens eine große Menge gesammelt und vorbereitet, weil man die Masse problemlos einfrieren kann!

Orientiert hab ich mich dann grob an einem Rezept von Homegrown&Healthy. Dort gibt es aus der restlichen Eichelmasse übrigens am nächsten Tag Spaghetti mit Eichelbällchen.

Noch ein Tipp für meine veganen Leser: Die Masse haftet aufgrund der vielen Stärke ausgesprochen gut. Ich vermute, man braucht nicht mal unbedingt Eier. Probiert es doch mal aus und berichtet mir! 🙂

Vorbereitung:

Eicheln sammeln und schälen. Am besten funktioniert das mit den ganz reifen Eicheln, deren Schalen bereits ein wenig gewellt sind (s. Foto). Die Häutchen möglichst sorgfältig entfernen, aber ein paar Reste sind auch nicht weiter dramatisch.

Ich hab etwas mehr als 1kg gesammelt und hatte am Ende 400g geschälte Eicheln (weil man auch immer wieder mal wurmige dabei hat, die man natürlich entsorgen muss).

Mit Wasser bedecken und jeden Tag das Wasser wechseln. Dass die verbliebenen Häutchen nachdunkeln, ist völlig normal.

Ich hab mir eine Woche Zeit gelassen – das funktioniert. Ihr könnt es ja auch kürzer probieren, ich übernehme aber keine Garantie für bittere Burger. 😉

Zubereitung:

Die Eicheln mit frischem Wasser bedecken und 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. (Also insgesamt 40min kochen).

Das Wasser verändert seinen Braunton mit jedem Mal kochen, weil immer mehr Bitterstoffe ausgeschwemmt werden.

Wenn die Eicheln gekocht und vergleichsweise weich sind, diese am besten mit dem Stabmixer pürieren. Ich denke, wenn man sie noch etwas länger kocht, müsste auch ein Erdäpfelstampfer ausreichen.

Für die Eichel-Patties (ergibt mindestens 10 Burger, eher mehr, Masse lässt sich einfrieren):

  • 400g ungeschälte Eicheln, gewässert, gekocht und püriert
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stange Sellerie (oder entsprechend viel Selleriegrün)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 50g Haferflocken
  • 1 geh. EL Erythrit
  • 3 Eier (davon 1 Eiklar aufheben für die Wedges)
  • 6 EL Sojasauce
  • 4 EL Senf
  • 4 EL Tomatenmark aus der Tube
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Für die Zwiebelringe:

  • Zwiebelringe aus den oben angegebenen Zwiebeln geschnitten
  • 1 geh. EL Kokosmehl (oder anderes Mehl)
  • Erdnussöl

Für die Wedges:

  • so viele Erdäpfel, wie gewünscht
  • 1 Eiklar (von obigen 3 Eiern abgenommen)
  • Salz, Pfeffer, Gewürze nach Belieben

Außerdem:

  • Essiggurkerl
  • Senf
  • Ketchup
  • Salatblätter
  • etwas geriebener Cheddar
  • Burger-Buns (es folgt unten noch ein Rezept für Low Carb-Buns, natürlich gehen aber auch alle anderen)

Für die Wedges frische oder junge Erdäpfel mit Schale verwenden, alle anderen schälen. Achteln, gut würzen und in Eiklar wenden. 25-30min ins vorgeheizte Backrohr legen, ggf. einmal umdrehen.

Einige Zwiebelringe aus der dicken Mitte der Zwiebeln abschneiden und zur Seite stellen. Die restlichen Zwiebeln und die Knoblauchzehen möglichst fein hacken.

Zwiebelringe in Mehl wenden und in Öl ausbacken. Zur Seite legen.

Sellerie und Frühlingszwiebel klein schneiden und gemeinsam mit Zwiebel und Knoblauch anbraten. Haferflocken und einen Schuss Wasser zugeben, Eichelmasse und Eier dazu, alles gut vermischen und sehr großzügig abschmecken.

Eher flache Bratlinge formen und in reichlich Erdnussöl ausbacken.

Buns aufschneiden, die Hälften je mit Senf und Ketchup bestreichen. Dann mit Zwiebelringen, Salat, Eichelpatty, Cheddar und Gurkerl belegen. Mit den Wedges servieren.

Low Carb-Burger Buns, nicht No-Carb Buns!

Da die Eichelpatties sowie die Wedges schon reichlich Kohlenhydrate hatten, dachten wir, wie machen uns kohlenhydratreduzierte Buns dazu. Diese sind leicht süßlich und sehr gut, aber natürlich nicht ganz so fluffig wie normale.

Für 8 Mini-Buns (können eingefroren werden):

  • 200ml Buttermilch (2 EL zurückbehalten zum Bestreichen)
  • 1/2 Würfel Germ=Hefe
  • 1 TL Zucker (braucht die Germ zum aufgehen)
  • 1 TL Birkenzucker
  • 40g Butter
  • 50g Dinkelvollkornmehl
  • 50g Weizenmehl
  • 30g geschrotete Goldleinsamen
  • 100g entöltes Mandelmehl
  • 100g Kokosmehl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 2 Eier (verquirlen und etwa 1/2 Ei zurückbehalten zum Bestreichen)
  • Sesam zum Bestreuen

Buttermilch mit Zucker lauwarm erwärmen, Germ und 1 EL Mehl einrühren und 10min stehen lassen.

Butter schmelzen und einrühren.

Alle Zutaten (bis auf ca. 1/2 verquirltes Ei) vermischen und lange kneten.

Spülbecken mit heißem Wasser füllen.

Teig in eine Schüssel geben und diese ins heiße Wasser stellen. Mit einem Teller beschweren, damit sie am Boden bleibt. Achtung, es darf natürlich kein Wasser einlaufen. Mindestens 60min gehen lassen.

Backrohr auf 30°C vorheizen.

Teig nun möglichst nicht mehr kneten, sondern in 8 Stücke teilen und vorsichtig zu acht runden, flachen Buns schleifen. Auf ein Backblech setzen, ins lauwarme Backrohr setzen und nochmal 30min gehen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft aufheizen.

1/2 Ei mit Buttermilch verrühren und die Broterl damit bestreichen. Mit Sesam bestreuen. 25-30min backen.

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Gebackener Mozzarella auf Salat

2 Portionen:

  • 2 Mozzarella-Kugeln
  • 1 Ei S
  • 1 Schuss Milch
  • 2 EL Mandelmehl
  • 2 EL Flohsamenschalen
  • 2 Zitronenspalten zum Servieren
  • Salz, Pfeffer, Butterschmalz zum Ausbacken

Für den Salat:

  • buntes Salat-Gemüse nach Wahl; wir hatten: Häuptelsalat=Kopfsalat, Paprika, Tomaten, Gurke, Oliven, Radieschen
  • frische Kräuter nach Wahl; wir hatten: Oregano, Basilikum, Ysop
  • 1/2 Becher griechisches Joghurt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 EL Olivenöl
  • 3 EL heller Balsamico-Essig
  • 1 TL Erythrit
  • 1 TL Salz

Zuerst die Salatsauce zubereiten. Dafür alle Zutaten gut verrühren und ziehen lassen.

Das Gemüse und den Salat putzen, in mundgerechte Stücke zupfen/schneiden und schon mal in eine Salatschüssel geben.

Das Ei in einer Schüssel aufschlagen, gut salzen und pfeffern und mit einem Schuss Milch verquirlen.

Mandelmehl und Flohsamenschalen in einem Teller verrühren.

Den Mozzarella vierteln.

Butterschmalz in einem kleinem Topf erhitzen.

Mozzarella-Viertel nun jeweils erst im Ei, dann in der Mehlmischung wenden.

Mozzarella-Stücke nacheinander flott im wirklich heißen Fett ausbacken (nicht langsam dahinsieden lassen, dann zerläuft der Käse) und auf Küchenrolle abtropfen lassen.

Währenddessen die Sauce über den Salat geben und gut durchrühren.

Mozzarella gemeinsam mit zwei Zitronenspalten auf Salat servieren und sofort essen, damit er nicht durchweicht.

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Salzige Karamell-Brownies

Die Idee für das Rezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones, allerdings habe ich fast alles daran geändert, damit es LC-tauglich wird. 😉 Trotzdem: Die Brownies mit köstlich-klebrigen Seen aus Salzkaramell von Anna Jones waren eine fantastische Inspiration!

 

Für 12 Brownies:

Für das Karamell:

Für die Brownies:

  • 170g Schoko-Drops mit Erythrit (oder andere LC-konforme Edelbitter-Schokolade)
  • 30g Kokosöl
  • 20g Butter
  • 50g Erdnussmus
  • 90g Erythrit
  • 1 TL Erythrit-Streusüße mit Stevia
  • 4 Eier M
  • 4 EL Milch (noch besser Buttermilch, wenn zufällig vorhanden)
  • 30g Kokosmehl (ersatzweise Walnussmehl)
  • 30g Mandelmehl, stark entölt
  • 30g Eiweißpulver, Schoko (ersatzweise Haselnuss)
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/4-1/2 TL Flor de Sal

 

Zunächst das Karamell bereiten. Dafür erst mal ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Öl bepinseln. Das ist ernst gemeint, sonst kriegt man später Probleme beim Ablösen!

Kokosblütenzucker und Erythrit vermischen und unter ständigem Rühren in einem Stielpfännchen schmelzen. Achtung, nicht anbrennen lassen! Wenn alle Zuckerkristalle geschmolzen sind, die Butter unterrühren. Wenn die Butter geschmolzen ist, die Milch und das Salz unterrühren und wieder etwas erhitzen, bis das Karamell schön eingedickt ist. Dann auf das Backbleck gießen und zum Aushärten für 30min in den Tiefkühler stellen (wer keinen hat muss sich länger gedulden).

In einem Topf Butter, Kokosöl, Erdnussmus und Schoko-Drops unter dauerndem Rühren schmelzen lassen.

Inzwischen Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Eier in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Erythrit, Streusüße und Milch unterrühren.

Mehle, Eiweißpulver und Backpulver miteinander verrühren und dann mit der Schoko-Fett-Mischung zu den Eiern geben.

Das Karamell vom Blech nehmen und 2/3 davon in grobe, ca. 1cm² große, Stücke brechen. Den Rest in kleinere Stücke brechen oder hacken und unter die Schokomasse heben.

Das Backpapier in eine Brownie-Form geben (meine ist 27x20cm, aber auch eine etwas kleinere ist in Ordnung, dann sind die Brownies halt dicker und müssen 1min länger im Rohr bleiben) und die Schokomasse hineinstreichen.

Die großen Karamellstücke obenauf legen.

Bei 180°C Ober-/Unterhitze 20min backen (für zartschmelzenden Brownie-Kern) bzw. 25min (für konventionelleren, komplett durchgebackenen Schoko-Kuchen).

20min überkühlen lassen (vorsicht, das Karamell wird sehr heiß!!) und erst dann in Stücke schneiden. Mit noch ein wenig Flor de Sal bestreuen.

 

 

* Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

 

Hirnis (Weihnachtskekse)

Hihi, ich glaube nicht, dass das der echte Name dieser Kekse ist, deren Rezept meine Mama dieses Jahr zum traditionellen Keksebacken mitgebracht hat, aber mein Mann hat sie so schön „Hirnis“ getauft, weil sie doch ehrlich gesagt ein bisschen so aussehen. Obwohl ich auch finde, dass manche von ihnen wie gerupfte Hendln ausschauen… 😀

Sei’s drum, die sind wahnsinnig köstlich, also gebt ihnen einfach selbst einen Namen, den man auch Gästen präsentieren kann. 😉

 

Für so in etwa eine haushaltsübliche Menge Kekse (ich hab das Zählen vergessen):

Für die Marzipankugeln:

  • 150g Erythrit, zu Staub“xucker“ gemahlen
  • 1 Msp. Stevia
  • 50g Kokosblütenzucker
  • 150g Mandelmehl, teilentölt
  • 50g geriebene Mandeln
  • 3 geh. EL Mandelmus
  • 1 TL Rum
  • 1/2 TL Rosenwasser (gibt’s in der Apotheke; ggf. weglassen und etwas mehr Rum nehmen)
  • 1/2 TL Carob oder 1 Msp. Kakaopulver in Rohkostqualität
  • etwas Wasser

Sonstiges:

  • 150g Trockenmarillen=Aprikosen
  • 200g Walnüsse (wenn möglich solche kaufen, wo wenig Bruch in der Packung ist)
  • 50g sehr dunkle, gute Schokolade
  • 50g Vollmilch-Xukkolade (oder andere LC-taugliche Schokolade; für vegane Hirnis milchfreie Schokolade nehmen)
  • 1 EL Kokosöl

 

Erythit mit dem Mörser zu Staub“xucker“ mörsern oder, was noch besser geht, eine elektrische Kaffeemühle zuhilfe nehmen. Dann Kokosblütenzucker und Stevia zugeben und die Kaffeemühle nochmals einschalten.

Mit den weiteren Zutaten vermengen und tropfenweise so viel Wasser zugeben, bis eine gut formbare Masse entsteht.

Die Marillen=Aprikosen möglichst fein würfeln und in die Masse einkneten. Aus dem Low Carb-Marzipan mit nassen Händen haselnussgroße Kugeln formen.

Je eine Marzipankugel zwischen zwei Walnusshälften oder -viertel drücken.

Schließlich die Schokolade mit dem Kokosöl im Wasserbad schmelzen und die Hirnis (am besten mit einem Šašlikspieß) zur Hälfte eintunken. Trocknen lassen und genießen. 🙂

 

Schokolierte Früchtelebkuchen-Knöpfe

Dieses Rezept ist kein No Carb-Rezept, sondern einfach nur als low carb im Gegensatz zu ’normalen‘ Lebkuchen anzusehen. Ich habe die Grundidee von Bettis Happy Carb-Blog, habe jedoch ein wenig nach meinem Geschmack experimentiert und Trockenfrüchte, Haferkleie, Kokosblütenzucker sowie typische Lebkuchen-Backtriebmittel hinzugefügt; dafür anderes weggelassen. Dabei ist auch der KH-Anteil wieder gestiegen, jedoch finde ich das verschmerzbar, da die Früchtelebkuchen eine absolute Bereicherung der Adventzeit für uns sind. 🙂

Danke, liebe Betti, für die schöne Anregung!

26 kleine Lebkuchen-Knöpfe:

  • 50g weiche Butter
  • 1 Ei L
  • 50g Erythrit
  • 25g Kokosblütenzucker*
  • 1 Prise Salz
  • 50g entöltes Mandelmehl
  • 100g geriebene Mandeln
  • 50g gehackte Mandeln
  • 25g Kokosraspeln
  • 25g Haferkleie
  • 1 TL Guakernmehl
  • 10g Goji-Beeren
  • 10g Datteln (ohne Stein)
  • 10g Cranberries
  • 10g Trockenmarillen=Aprikosen oder Kletzen=Trockenbirnen
  • 1 kl. Apfel
  • 50ml Orangensaft
  • 50ml Zitronensaft
  • 4 TL Carobpulver (alternativ max. 2 TL stark entöltes Kakaopulver)
  • 1 Schuss Rum
  • 2 TL Bio-Orangenschale
  • 2 TL Bio-Zitronenschale
  • 1 TL Hirschhornsalz (Achtung, Teig mit Hirschhornsalz soll man nicht roh kosten, weil das Ammoniak erst beim Backen verfliegt)
  • 2 TL Pottasche
  • 2 TL Lebkuchengewürz

Zum Glasieren:

  • 50g gute dunkle Schokolade m. 85% Kakaoanteil
  • 50g Vollmilch-Schokolade m. Erythrit
  • 10g Kokosöl

Die Trockenfrüchte möglichst fein hacken. Orange und Zitrone abreiben und auspressen. Apfel (ohne Schale) fein reiben. Ggf. Mandeln grob hacken (ich hatte fertig gehackte).

Butter in kleine Stücke schneiden.

Erst die trockenen Zutaten vermischen und dann alle Zutaten für den Teig gut mit der Küchenmaschine verrühren. 10min quellen lassen.

Aus dem Teig nassen Händen zwei Rollen formen und diese in Frischhaltefolie einpacken. Mind. 2 Stunden ab damit in den Kühlschrank.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit einem nassen Messer Scheiben abschneiden und auf zwei Backbleche mit Backpapier drapieren. 18-20min backen. Abkühlen lassen.

Zum Schluss die Schokolade und das Kokosöl im Wasserbad schmelzen und damit die Knöpfe bepinseln.

Fruechtelebkuchen-Knoepfe_04

*Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

Butterbrote (Weihnachtskekse)

Betti von Happy Carb hat mich gefragt, ob ich bei ihrem Plätzchen-Adventkalender* mitmachen möchte, an dem sie jeden Tag zu einem anderen Low Carb-Rezept verlinkt. Was für eine schöne Idee! Da ich allerdings noch keine LC-Kekserfahrung hab, habe ich mich erst langsam herantasten müssen.

Butterbrote habe ich immer gerne mit meiner Mama gebacken. Sie waren meine absolute Lieblingskekse und davon haben wir eigentlich immer zu wenige gemacht. Für diesen Advent hab ich mir allerdings eine Low Carb-Variante davon überlegt – und siehe da, es hat erstaunlich gut funktioniert, die schmecken wie die „echten“!

Und wie bei den „echten“ hat sich auch mein übliches „Butterbrot-Defizit“ ereignet: SCHON WIEDER sind ein paar der Kekse zu dunkel geraten. Und das, obwohl mir Mama extra per SMS geschrieben hat, ich solle daran denken, die Kekse nicht zu verbrennen. 😀 Das hat gewissermaßen auch schon Tradition: Ich hab meinen Ofen eigentlich echt im Griff, mir wird nie etwas zu dunkel, doch über die Butterbrote dürfte ein Zauber verhängt sein. 😉 Fazit: Passt gut auf und geht in den letzten Minuten besser öfter mal zum Rohr und schaut nach. Die Kombination aus Nüssen, Schokolade und Butter neigt dazu, in Sekunden braun zu werden.

Der Duft von Keksen in der Luft ist einfach schön. Ich finde es so schade, dass viele Leute heute keine eigenen Kekse mehr backen und sie nur noch kaufen. Auch wenn ich müde und spät von der Arbeit heimkomme, ist das Keksebacken ein entspannendes Ritual, das ich nicht missen möchte!

1 sehr volles Backblech oder 2 halbvolle:

  • 70g weiche Butter
  • 100g geriebene Mandeln
  • 30g Mandelmehl, entölt
  • 30g Eiweißpulver mit Haselnussgeschmack (alternativ Vanille)
  • 2 gestr. TL Kokosmehl
  • 2 gestr. TL Guakernmehl
  • 70g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 2 Rippen° sehr dunkle, gute Schokolade (ca. 40g)
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 Msp. Lebukchen-Gewürz
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schuss Rum
  • 2 Dotter

Für die Glasur:

  • 30g Erythrit
  • 20g Kokosblütenzucker^ (ich finde die Mischung von Erythrit und Kokosblütenzucker, notfalls konventionallem Zucker, hier besser als einen Guss aus purem Erythrit – damit wird das „kühle“ Gefühl im Mund vermindert)
  • 1/2 Msp. Stevia
  • 2 TL Rum
  • 2 TL Wasser
  • 1 Dotter

Schokolade im Wasserbad schmelzen.

Alle trockenen Zutaten verrühren und dann alles zusammen mit den Händen gut verkneten. Den Teig zu einer Rolle (so dick wie man die Kekse später groß will) formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Std. ab in den Kühlschrank zum Rasten.

Von der Rolle mit einem scharfen Messer Scheibchen abschneiden. Sollte der Teig zu krümelig sein (das hängt immer auch ab von den verwendeten Mehlen) kann man auch alternativ mit den Händen kleine „Murmeln“ rollen und diese zwischen den Handflächen zu Scheibchen/“Broten“ flachdrücken.

Für 12-15min ins auf 175°C Heißluft vorgeheizte Backrohr geben. Zum Schluss unbedingt kontrollieren – Butterbrote dunkeln sehr schnell! 😉

In der Zwischenzeit Erythrit und Stevia gemeinsam in der Kaffeemühle oder, wenn nicht vorhanden, im Mörser weich stoßen. Die Kaffeemühle ist besser, da drin wird die Konsistenz wirklich wie fein gesiebter Staubzucker! Es gibt auch „Puderxucker“ zu kaufen, jedoch kostet der doppelt so viel wie normales Erythrit.

Zum Schluss den Staubzucker zum gemahlenen Erythrit geben und die Kaffeemühle nochmal einschalten (alternativ Staubzucker wie gewöhnlich mit dem Sieb verarbeiten.)

Erst den Dotter einrühren, dann nach und nach Rum und Wasser – langsam, damit man nicht zu viel Flüssigkeit erwischt (kommt auch darauf an, wie groß das Ei war).

Auf die noch heißen Brote die Glasur auftragen und erkalten lassen.

Butterbrote_01 Butterbrote-Kekse_02 Butterbrote-Kekse_03 Butterbrote-Kekse_04

 Butterbrote-Kekse_05 Butterbrote-Kekse_06

* österr. Standarddeutsch ohne Binnen-s (habe schon Foren-Diskussionen gesehen darüber, ob das nun ein Fehler sei oder nicht)

° österr. für die Reihen einer Schokolade (nicht die Stücke, die nennen wir „Polster“ – ich kenne auch hier dazu einen Thread bei Chefkoch, in dem heiß diskutiert wird, was wohl mit einer „Rippe“ gemeint sein könnte, dabei ist das doch eh so schön bildlich)

^ Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

Käsecracker der Superlative

Es ist offiziell: Ich habe mein Low Carb-Lieblingsrezept (er)(ge)-funden. Diese Käsecracker sind verboten gut. Und so hübsch!!

Für die entzückenden Formen sind Pastetenstempel verantwortlich, die ich dieses Jahr in Chicago gekauft hab. Seit Mai lagen sie nun in der Lade und darbten ihr einsames Leben, weil sich noch kein Low Carb-Rezept ergeben hat, wo man sie benützen könnte. Eigentlich sind sie für Mürbteig gedacht, den man wie Kekse aussticht, dann „stempelt“ (also mit Maserung versieht) und schließlich auf den Deckel einer amerikanischen Shortcrust Pastry legt. Ich werde diese HIMMLISCHEN Low Carb-Käsecracker jetzt regelmäßig (wahrscheinlich zu regelmäßig… oje oje…) backen und außerdem die Pastetenstempel auch für Weihnachtskekse und Bento-Boxen zum Einsatz bringen.

Pastetenstempel

Man kann für das Rezept aber selbstverständlich auch normale Keksausstecher verwenden.

Für 2 Backbleche:

  • 125g Magertopfen=Quark
  • 100g geriebenen, kräftigen Käse (ich hatte 50g Drautaler und 50g Bergkäse)
  • 70g zimmerwarme Butter
  • 2 EL Nussmus (ich hatte Mandelmus)
  • 2 EL Wasser
  • 50g Mandelmehl, entölt (und noch etwas mehr zum Bemehlen)
  • 50g Kichererbsenmehl
  • 50g Eiweißpulver, neutral
  • 2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Alle Zutaten gut verkneten (geht am besten auf der Arbeitsplatte mit den Händen).

15min rasten lassen (ungekühlt).

Nach der Ruhezeit den Teig noch einmal etwas durchkneten, sodass er sich wieder etwas erwärmt. Dann die Arbeitsplatte gut mit Mandelmehl bestäuben und mit dem Nudelwalker=Teigroller etwa 5mm dick ausrollen. Achtung: Das ist nicht einfach. Der Teig ist ziemlich hart und sperrig; man muss seine ganze Kraft (oder seinen braven Mann hihi) dafür einsetzen. Aber: Die Anstrengung lohnt sich!!!

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Kekse bzw. Cracker ausstechen und auf die Backbleche legen. Bei Heißluft 15min backen. Aufpassen, dass die Cracker nicht zu dunkel werden.

Unbedingt in einem gut schließbaren Behälter aufbewahren, damit sie ihre Knusprigkeit behalten! Tipp: Das erste Mal ist es mir passiert, dass die Cracker in einer undichten Dose zäh wurden. Ich hab sie dann einfach nach einem Ofengericht in das noch heiße Backrohr gelegt und in der Restwärme liegen lassen. So knuspern sie auch wieder auf.

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Zucchini-Mandel-Kuchen

Ein ganz tolles Rezept von Melanie aus ihrem Blog Low Carb Köstlichkeiten! Es ist schon einige Wochen her, dass ich diesen Kuchen gebacken habe, und ich denke, es wird demnächst mal wieder Zeit dafür. 🙂

Ich hab Melanies Rezept bis auf das Salz (damit die Zucchini mehr Wasser ziehen und der Teig nicht zu feucht wird), die Mandeln sowie die Haferkleie (ich esse gerne täglich Haferkleie und „schummle“ sie häufig in meine Rezepte) ganz gleich gelassen und reihe es nahtlos in mein Zucchini-Projekt ein. Damit bildet es auch den krönenden Abschluss dieser 15-teiligen Zucchini-Koch-Phase. Ehrlich gesagt ernten wir immer noch massenweise Zucchini, und ich hab auch immer noch Lust auf vielfältige Variationen, aber es freut mich schlichtweg nicht mehr, die anderen Projektrezepte umständlich zu verlinken und ich bitte deshalb darum, einfach den Tag „Zucchini“ zu benutzen. 😉

Für eine Kastenform:

  • 300g geraspelte Zucchini
  • 200g Erythrit
  • 100g geriebene Mandeln
  • 150g Mandelmehl, teilweise entölt
  • 30g Haferkleie
  • 100g flüssige Butter
  • 3 Eier M
  • 3 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Vanilleschote, ausgekratzt
  • 1/2 TL Salz
  • ca. 4 geh. EL Mandelstifte
  • Erythrit als „Staubxucker“ zum Bestreuen (einfach im Mörser zerstoßen)
  • Butter zum Fetten der Form

Zucchini klein raspeln, mit dem Salz bestreuen, gut vermischen und 15min stehen lassen. Dann Flüssigkeit abgießen, gut ausdrücken.

Butter schmelzen und abkühlen lassen. Vanilleschote auskratzen (die ausgekatzte Schote kann man gut in Erythrit stecken, um „Vanillexucker“ daraus zu machen – einfach ein paar Wochen drin lassen).

Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen.

Alle Zutaten vermengen.

Eine Kastenform ausfetten (oder wie ich eine Silikonform nehmen) und den Teig hineingeben. Mit Mandelstiften bestreuen. Das Ganze nun bei 175° Heißluft für ca. 60min backen (wenn der Kuchen die gewünschte Bräune erreicht hat, mit Alufolie abdecken).

Komplett in der Form auskühlen lassen, mit gemörsertem Erythrit bestreuen und servieren.

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Bettis Schoko-Chai-Kuchen

Jam jam jam!!

Betti hat letzten Dezember auf ihrem Blog Happy Carb einen köstlichen Schoko-Chai-Kuchen veröffentlicht. Langsam wird es herbstlich bei uns, der erste Nebel zieht über die Felder und letzte Woche war es richtig kühl. Da hatte ich Lust auf gewürzten Schokokuchen. Der Duft, der beim Backen das Haus durchströmte, war himmlisch.

Ich hab – typisch für mich – ein wenig abgeändert, aber nicht wegen irgendwelcher „Verbesserungen“, sondern weil ich schlichtweg ein paar andere Zutaten daheim hatte.

Die Konsistenz dieses Kuchens ist ganz einfach fantastisch. Meine Oma war am nächsten Tag zu Besuch – eine ganz traditionelle, sehr gute Köchin. Und nicht einmal Oma hat gemerkt, dass da was „anders“ ist an dieser Spezerei! 😀 DAS will wirklich was heißen! Danke, Betti, dank dir und deinem Blog hab ich so viel gelernt.

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

  • 75g Mandelmehl, teilentölt
  • 75g geriebene Mandeln
  • 75g weiche Butter + Butter zum Fetten der Form
  • 150g Erythrit + 2 EL fein gemörsert, zum Bestreuen („Staubxucker“)
  • 1 geh. Msp. Stevia
  • 3 Eier Größe M
  • 50g Magertopfen=Quark
  • 2 gute Schuss Schlagobers=Sahne
  • ein Achterl (=125ml) kräftiger Rotwein (z.B. Zweigelt)
  • 2 Beutel Chai-Tee (Betti nimmt Schoko-Chai, ich hatte den nicht)
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz (ich mische das selbst aus Zimt, Nelken, Ingwer, Anis, Kardamom, Koriander, Muskat)
  • 2 geh. EL Carob-Pulver
  • 1 geh. EL Kakao-Pulver, stark entölt
  • 1 geh. EL Kakaonibs, zerkleinert (ich verwende die Nussreibe vom Zauberstab)
  • 2 geh. EL stark kakaohaltige Schokolade, gehackt (ich hatte 85%ige)
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 Prise Salz

Den Rotwein im Topf erhitzen und die Teebeutel darin 15min ziehen lassen. Rausnehmen, gut ausdrücken, etwas abkühlen lassen.

Die Schokolade hacken, die Kakaonibs zerkleinern. Nibs entweder elektrisch klein reiben, mit dem Mörser zerstoßen oder die Nibs in ein Gefriersackerl füllen und mit dem Schnitzelklopfer/Nudelwalker… draufhauen. 🙂

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die trockenen Zutaten gut vermischen. Alle nassen Zutaten mit dem Mixer verrühren; nach und nach die trockenen Zutaten unterrühren.

Die Springform buttern und den Teig hineingeben.

Für 45min in den Backofen geben. Nach 30min mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.

Etwas abkühlen lassen und aus der Springform nehmen. Erythrit zu „Staubxucker“ mörsern und darüber streuen.

Soo lecker!

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