Frühlingsgruß-Törtchen

Die Farbkombination ist doch wirklich entzückend! Die erinnert mich an unsere Hochzeit im Mai 2012, wo wir alles in Maigrün-Rosa-Weiß gehalten haben. 😉 Die Candybar war richtig cool, find ich!

Ich wollte schon ewig mal was mit Matcha-Tee grün färben; dazu gibt es ja alle möglichen Anregungen im Internet. Das hat richtig gut geklappt! Ich seh schon: Demnächst gibt es einige grüne Gerichte hier auf Genussspecht.

Ach ja, ein Wort zum Mehl: Etwa ein Drittel des Mehles ist nicht Low Carb, sondern konventionelles Dinkelmehl. Da es mir aber darum geht, Kohlenhydrate allgemein zu reduzieren, sehe ich in diesem Törtchen immer noch eine gute, vergleichsweise gesunde Alternative zum herkömmlichen Naschzeug. Wer partout kein Dinkelmehl verwenden will, kann sich z.B. mit Mandelmehl und etwas Guakernmehl zum ‚Zusammenkleben‘ behelfen.

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

Für den Boden:

  • 50g Kokosmehl
  • 50g Dinkelmehl, glatt
  • 40g Eiweißpulver, Haselnuss oder Vanille
  • 70g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 100g Kokosöl
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver

Für die Kokosmakronen-Fülle:

  • 3 Eiklar von Eiern der Größe M (Eidotter kann man gut einfrieren)
  • 1 TL Matcha-Pulver
  • 70g Erythrit, in der Kaffeemühle fein gemahlen (oder gekauften „Puderxucker“)
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Rum
  • 100g Kokosraspeln

Außerdem:

  • 100g TK-Himbeeren
  • 100g TK-Heidelbeeren
  • 1 kl. Handvoll gestiftelte Mandeln

Wer wie ich nur eine Rührschüssel (und keine Lust auf abwaschen) hat, sollte mit der Kokosfülle anfangen. Dazu Erythrit, Stevia und Matcha-Pulver zusammen in der Kaffeemühle fein mahlen. Die Eiklar damit und mit Salz und Rum sehr steif schlagen bis Spitzen stehen bleiben. Das kann länger dauern als man es gewohnt ist, gelingt aber mit der Küchenmaschine garantiert.

Dann die Kokosraspel vorsichtig mit einem Teigspachtel unterheben und die Masse kühl stellen. Wer eine zweite Rührschüssel hat, kann hingegen mit folgendem Schritt beginnen und die Eischnee-Masse erst später zubereiten:

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Kokosöl und Erythrit schmelzen. Die trockenen Zutaten vermischen und dann das Kokosöl unterrühren. Die Masse mit den Fingern in eine gefettete Springform drücken und einen Rand hochziehen.

10min backen. Dann rausnehmen und vollständig erkalten lassen.

Die meisten Beeren (können ruhig noch gefroren sein) auf dem Kuchenboden verteilen. Dann die grüne Kokosmasse aufstreichen und ein paar hübsche Beeren oben reindrücken. Schließlich noch die Mandel drüber streuen.

20min backen. Sollte das Törtchen zu dunkel werden, die restlichen 5min abdecken. Wenn die Masse innen noch leicht feucht und saftig ist, so ist das durchaus gewünscht. Wer das nicht möchte, sollte sie noch 5min länger im Rohr lassen.

Lecker ist auch eine Füllung mit Kirschen oder Weichseln (aus dem Glas oder frisch) anstelle der Beeren!

 

 

Salzige Karamell-Brownies

Die Idee für das Rezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones, allerdings habe ich fast alles daran geändert, damit es LC-tauglich wird. 😉 Trotzdem: Die Brownies mit köstlich-klebrigen Seen aus Salzkaramell von Anna Jones waren eine fantastische Inspiration!

 

Für 12 Brownies:

Für das Karamell:

Für die Brownies:

  • 170g Schoko-Drops mit Erythrit (oder andere LC-konforme Edelbitter-Schokolade)
  • 30g Kokosöl
  • 20g Butter
  • 50g Erdnussmus
  • 90g Erythrit
  • 1 TL Erythrit-Streusüße mit Stevia
  • 4 Eier M
  • 4 EL Milch (noch besser Buttermilch, wenn zufällig vorhanden)
  • 30g Kokosmehl (ersatzweise Walnussmehl)
  • 30g Mandelmehl, stark entölt
  • 30g Eiweißpulver, Schoko (ersatzweise Haselnuss)
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/4-1/2 TL Flor de Sal

 

Zunächst das Karamell bereiten. Dafür erst mal ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Öl bepinseln. Das ist ernst gemeint, sonst kriegt man später Probleme beim Ablösen!

Kokosblütenzucker und Erythrit vermischen und unter ständigem Rühren in einem Stielpfännchen schmelzen. Achtung, nicht anbrennen lassen! Wenn alle Zuckerkristalle geschmolzen sind, die Butter unterrühren. Wenn die Butter geschmolzen ist, die Milch und das Salz unterrühren und wieder etwas erhitzen, bis das Karamell schön eingedickt ist. Dann auf das Backbleck gießen und zum Aushärten für 30min in den Tiefkühler stellen (wer keinen hat muss sich länger gedulden).

In einem Topf Butter, Kokosöl, Erdnussmus und Schoko-Drops unter dauerndem Rühren schmelzen lassen.

Inzwischen Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Eier in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Erythrit, Streusüße und Milch unterrühren.

Mehle, Eiweißpulver und Backpulver miteinander verrühren und dann mit der Schoko-Fett-Mischung zu den Eiern geben.

Das Karamell vom Blech nehmen und 2/3 davon in grobe, ca. 1cm² große, Stücke brechen. Den Rest in kleinere Stücke brechen oder hacken und unter die Schokomasse heben.

Das Backpapier in eine Brownie-Form geben (meine ist 27x20cm, aber auch eine etwas kleinere ist in Ordnung, dann sind die Brownies halt dicker und müssen 1min länger im Rohr bleiben) und die Schokomasse hineinstreichen.

Die großen Karamellstücke obenauf legen.

Bei 180°C Ober-/Unterhitze 20min backen (für zartschmelzenden Brownie-Kern) bzw. 25min (für konventionelleren, komplett durchgebackenen Schoko-Kuchen).

20min überkühlen lassen (vorsicht, das Karamell wird sehr heiß!!) und erst dann in Stücke schneiden. Mit noch ein wenig Flor de Sal bestreuen.

 

 

* Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

 

Zucchini-Mandel-Kuchen

Ein ganz tolles Rezept von Melanie aus ihrem Blog Low Carb Köstlichkeiten! Es ist schon einige Wochen her, dass ich diesen Kuchen gebacken habe, und ich denke, es wird demnächst mal wieder Zeit dafür. 🙂

Ich hab Melanies Rezept bis auf das Salz (damit die Zucchini mehr Wasser ziehen und der Teig nicht zu feucht wird), die Mandeln sowie die Haferkleie (ich esse gerne täglich Haferkleie und „schummle“ sie häufig in meine Rezepte) ganz gleich gelassen und reihe es nahtlos in mein Zucchini-Projekt ein. Damit bildet es auch den krönenden Abschluss dieser 15-teiligen Zucchini-Koch-Phase. Ehrlich gesagt ernten wir immer noch massenweise Zucchini, und ich hab auch immer noch Lust auf vielfältige Variationen, aber es freut mich schlichtweg nicht mehr, die anderen Projektrezepte umständlich zu verlinken und ich bitte deshalb darum, einfach den Tag „Zucchini“ zu benutzen. 😉

Für eine Kastenform:

  • 300g geraspelte Zucchini
  • 200g Erythrit
  • 100g geriebene Mandeln
  • 150g Mandelmehl, teilweise entölt
  • 30g Haferkleie
  • 100g flüssige Butter
  • 3 Eier M
  • 3 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Vanilleschote, ausgekratzt
  • 1/2 TL Salz
  • ca. 4 geh. EL Mandelstifte
  • Erythrit als „Staubxucker“ zum Bestreuen (einfach im Mörser zerstoßen)
  • Butter zum Fetten der Form

Zucchini klein raspeln, mit dem Salz bestreuen, gut vermischen und 15min stehen lassen. Dann Flüssigkeit abgießen, gut ausdrücken.

Butter schmelzen und abkühlen lassen. Vanilleschote auskratzen (die ausgekatzte Schote kann man gut in Erythrit stecken, um „Vanillexucker“ daraus zu machen – einfach ein paar Wochen drin lassen).

Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen.

Alle Zutaten vermengen.

Eine Kastenform ausfetten (oder wie ich eine Silikonform nehmen) und den Teig hineingeben. Mit Mandelstiften bestreuen. Das Ganze nun bei 175° Heißluft für ca. 60min backen (wenn der Kuchen die gewünschte Bräune erreicht hat, mit Alufolie abdecken).

Komplett in der Form auskühlen lassen, mit gemörsertem Erythrit bestreuen und servieren.

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Bettis Schoko-Chai-Kuchen

Jam jam jam!!

Betti hat letzten Dezember auf ihrem Blog Happy Carb einen köstlichen Schoko-Chai-Kuchen veröffentlicht. Langsam wird es herbstlich bei uns, der erste Nebel zieht über die Felder und letzte Woche war es richtig kühl. Da hatte ich Lust auf gewürzten Schokokuchen. Der Duft, der beim Backen das Haus durchströmte, war himmlisch.

Ich hab – typisch für mich – ein wenig abgeändert, aber nicht wegen irgendwelcher „Verbesserungen“, sondern weil ich schlichtweg ein paar andere Zutaten daheim hatte.

Die Konsistenz dieses Kuchens ist ganz einfach fantastisch. Meine Oma war am nächsten Tag zu Besuch – eine ganz traditionelle, sehr gute Köchin. Und nicht einmal Oma hat gemerkt, dass da was „anders“ ist an dieser Spezerei! 😀 DAS will wirklich was heißen! Danke, Betti, dank dir und deinem Blog hab ich so viel gelernt.

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

  • 75g Mandelmehl, teilentölt
  • 75g geriebene Mandeln
  • 75g weiche Butter + Butter zum Fetten der Form
  • 150g Erythrit + 2 EL fein gemörsert, zum Bestreuen („Staubxucker“)
  • 1 geh. Msp. Stevia
  • 3 Eier Größe M
  • 50g Magertopfen=Quark
  • 2 gute Schuss Schlagobers=Sahne
  • ein Achterl (=125ml) kräftiger Rotwein (z.B. Zweigelt)
  • 2 Beutel Chai-Tee (Betti nimmt Schoko-Chai, ich hatte den nicht)
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz (ich mische das selbst aus Zimt, Nelken, Ingwer, Anis, Kardamom, Koriander, Muskat)
  • 2 geh. EL Carob-Pulver
  • 1 geh. EL Kakao-Pulver, stark entölt
  • 1 geh. EL Kakaonibs, zerkleinert (ich verwende die Nussreibe vom Zauberstab)
  • 2 geh. EL stark kakaohaltige Schokolade, gehackt (ich hatte 85%ige)
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 Prise Salz

Den Rotwein im Topf erhitzen und die Teebeutel darin 15min ziehen lassen. Rausnehmen, gut ausdrücken, etwas abkühlen lassen.

Die Schokolade hacken, die Kakaonibs zerkleinern. Nibs entweder elektrisch klein reiben, mit dem Mörser zerstoßen oder die Nibs in ein Gefriersackerl füllen und mit dem Schnitzelklopfer/Nudelwalker… draufhauen. 🙂

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die trockenen Zutaten gut vermischen. Alle nassen Zutaten mit dem Mixer verrühren; nach und nach die trockenen Zutaten unterrühren.

Die Springform buttern und den Teig hineingeben.

Für 45min in den Backofen geben. Nach 30min mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.

Etwas abkühlen lassen und aus der Springform nehmen. Erythrit zu „Staubxucker“ mörsern und darüber streuen.

Soo lecker!

Schoko-Chai-Kuchen_01 Schoko-Chai-Kuchen_02 Schoko-Chai-Kuchen_03

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Kokosschnitten à la Schwiegermama H.

Natürlich bäckt meine Schwiegermama ihren Kuchen traditionell, d.h. mit Zucker und Weizenmehl und köstlicher, hausgemachter Ribisel-Marmelade. Dieses Rezept lässt sich aber ganz einfach „verlowcarbisieren“. Und es schmeckt mir genauso gut wie bei ihr, ich freu mich so! 🙂 (ICH bin ja eigentlich kein Kriterium, fällt mir gerade ein… aber meinem Ehemann schmeckt es ebenso, und der hat die Kokosschnitten immerhin seine ganze Kindheit lang genossen!) Danke, liebe H.!

Leider habe ich nur ein Foto von den Schnitten, weil meine SD-Karte heute Morgen den Geist aufgegeben hat. 😦 Zum Glück hat dieses Foto überlebt! (Die Fotos für die Chialade im Gläschen und auch für die mit Spinat und Feta gefüllten Zucchini vom gestrigen Abendessen sind leider verloren… Klumpert!!)

1 kleines Backblech:

Beeren-Chialade (mind. 3 Std. vorher zubereiten!):

  • 200g TK-Beerenmischung oder TK-Ribisel
  • 1 EL Rum
  • 2 geh. EL Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 Msp. Guakernmehl
  • 3 geh. TL Chia-Samen*

Teig:

  • 130g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 150g weiche Butter
  • 150g Kokosmehl
  • 50g Eiweißpulver, neutral oder Vanille
  • 2 ganze Eier
  • 3 Dotter
  • 3 geh. EL Sauerrahm
  • 1 geh. EL Kakaopulver, stark entölt
  • 2 EL Rum 
  • 2 geh. TL Weinstein-Backpulver

Belag:

  • 200g Erythrit 
  • 1 Msp. Stevia
  • 200g Kokosraspeln
  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz

Schokoladeglasur:

  • 30g Schokolade mit sehr hohem Kakaoanteil (gibt es z.B. m. 85%)
  • 20g Kokosöl
  • 1 geh. EL Erythrit

Chialade:

Chialade am besten am Vortrag bereiten:

Die gefrorenen Beeren mit dem Rum auf dem Herd zum Kochen bringen; die zuvor vermischten trockenen Zutaten einrühren und abkühlen lassen. Im Kühlschrank 2-3 Stunden stehen lassen (oder über Nacht); am besten immer wieder mal durchrühren.

Chialade ist auch ein guter Brotaufstrich (als Marmeladeersatz) oder macht sich im Joghurt besonders lecker. Sie hält sich im zuvor heiß ausgespülten Schraubglas einige Tage im Kühlschrank, jedoch nicht so lange wie konventionelle Marmelade.

Kokosschnitten:

Alle Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen. Teig kneten, ausrollen, mit den Fingern Kuhlen eindrücken (damit mehr Chialade Platz hat und der Kuchen saftiger wird), auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech heben und dick mit Chialade bestreichen.

Die Eiklar mit einer Prise Salz zu Schnee schalgen. Die restlichen Zutaten für den Belag unterheben und auf den Teig geben.

Bei 175°C Heißluft (vorgeheizt) ca. 30min auf die unterste Schiene ins Backrohr geben. Sollte der Belag zu dunkel werden, die letzten 10min mit Folie abdecken.

In der Zwischenzeit die Glasur aus Kokosöl, Schokolade, Erythrit und Butter bereiten. (Am besten geht das im Wasserbad, ich bin dafür immer zu faul und schmelze die Zutaten bei geringer Hitze auf dem Herd.)

Nach dem Backen die Schnitten mit Glasur verzieren; dafür schwungvoll längliche Streifern auftragen.

Tipp meiner Schwiegermama:

Wenn der Kuchen und die Schokoladeglasur ausgekühlt sind schneidet Schwiegermama H. den Kuchen in große Teile, dreht ihn um und bestreicht ihn auf der Rückseite mit einem Pinsel mit einem Rum-Wasser-Zucker-Gemisch (es soll nicht zu rumig sein, sonst schmeckt es bitter) und deckt ihn mit Alufolie ab, damit er saftig bleibt.

Kokosschnitten

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

Manhatten Cheesecake à la L.

Meine liebe Freundin L., die eine wunderbare Pâtissière ist, hat mir ihr geniales Rezept für Manhattan Cheesecake mit Heidelbeeren verraten. Ich hab es auf Low Carb umgemünzt und bin echt stolz darauf. 🙂

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

  • 100g geriebene Mandeln
  • 70g Butter
  • 1 geh. EL Kokosmehl
  • 1 geh. EL Haferkleie
  • 1 geh. EL Eiweißpulver, Schoko oder Vanille
  • 3 geh. EL Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • ½ TL Natron
  • ½ Zimtpulver
  • 1 Prise Salz
  • 200g Frischkäse
  • 2 Eier
  • 30g Erythrit
  • ½ Msp. Stevia
  • ½ Msp. Guakernmehl
  • 1 Msp. Backpulver
  • 250g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 20g Erythrit
  • ½ Msp. Stevia
  • ½ Msp. Guakernmehl
  • 150g Heidelbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
  • 1 geh. EL Erythrit
  • 1 Msp. Guakernmehl

Die Butter zerlassen. Mandeln, Haferkleie, Eiweißpulver und Kokosmehl mit der Butter, den Süßstoffen, den Gewürzen und dem Natron vermischen. Dann die Mischung in der gebutterten Springform verteilen.

Frischkäse (NICHT Sauerrahm!), Eier, 30g Erythrit, ½ Msp. Stevia, Backpulver und ½ Msp. Guakernmehl vermischen und die sehr flüssige Masse auf dem Boden verteilen.

Manhatten-Cheesecake_01

Ca. 30min bei 175°C Heißluft (vorgeheizt) backen, bis der Teig nicht mehr flüssig ist. Aus dem Ofen nehmen und 20min stehen lassen. Nach 15min das Rohr wieder aufheizen (es sei denn, ihr habt ein älteres Gerät, da ist es besser, ihr schaltet gar nicht aus).

Manhatten-Cheesecake_02

Sauerrahm, 20g Erythrit, ½ Msp. Stevia und ½ Msp. Guakernmehl mischen und auf dem Kuchen verstreichen. Diesen weitere 10min b. 175°C Heißluft backen, dann abkühlen lassen und mind. 6 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Für die Sauce die Heidelbeeren am nächsten Tag mit Erythrit in einen Topf geben und einige Minuten weich kochen. Vom Herd nehmen, Guakernmehl mit einem EL der abgenommenen Beeren-Flüssigkeit anrühren und zugeben. Wieder bei geringer Hitze erwärmen, bis die Sauce etwas eindickt und klar wird. Abkühlen lassen.

Den Kuchen aus der Form nehmen, die Sauce auf den Kuchen geben und am besten kühl servieren.

Manhatten-Cheesecake_03 Manhatten-Cheesecake_04

Manhatten-Cheesecake_05

P.S.: Noch ein Rezept für mein Amerikanisches Versprechen.

P.P.S.: Natürlich wären auch andere Beeren oder Obst lecker. Ich finde aber die Heidelbeeren ganz besonders harmonisch dazu.

Strawberry Cheesecake

Eine Erdbeer-Topfentorte ohne Boden. Himmlisch im Geschmack und nahezu kohlenhydratfrei!

Dank der bunten Internet-Low Carb-Welt habe ich mich endlich getraut, Xucker light zu kaufen: Xucker light ist der Produktname des Süßungsmittel Erythritol (oder Erythrit), eine süß schmeckende, in der Natur vorkommende Verbindung von Zuckeralkohol. Erythritol hat 0 Kalorien und keinen Einfluss auf den Blutzucker. 1g Erythritol (sieht etwa so aus wie normaler Kristallzucker) hat die Süßkraft von 0,7g Zucker. Es ist gesundheitlich unbedenklich (im Gegensatz z.B. zu Aspartam), zahnfreundlich und vom Volumen her einfacher zu dosieren wie Stevia. Außerdem mag ich reine Stevia-Süßspeisen nicht, weil (zu) viel Stevia einen seltsamen Nachgeschmack entwickelt. Eine Kombination aus beiden Süßstoffen natürlichen Ursprungs ist allerdings toll – kein Mensch hätte gestern gemerkt, dass in der Topfentorte kein Zucker ist. Wer mehr über Erythritol erfahren möchte, kann sich bei Betti schlau machen: „Erythri… – Dingsbums

Kurzum: Erythrit ist eine wirklich tolle Sache, bis auf den Preis. Wenn man bedenkt, dass 1kg Wiener Kristallzucker um 1€ zu haben ist, 1kg Xucker auf Amazon hingegen 11,60€ kostet (Süßkraft: 70% v. Zucker), dann ist das natürlich erst mal nicht ohne… In der Kombination mit ergiebigerem Stevia geht es dann aber wieder, und ich nutze Xucker ja nicht jeden Tag.

Ich werde jedenfalls zukünftig wieder mehr Mehlspeisen machen, soviel ist sicher! 😀

Soviel zum Erythrit. Nun aber noch zu meiner Torten-Inspiration: Holla die Kochfee hat auf ihrem Blog eine ganz göttliche Strawberry Cheesecake veröffentlicht. Ich habe sie in meiner kleinen 18cm-Springform nachgebacken, weil ich sie dicker lieber habe. Petra von Holla die Kochfee empfiehlt, die Torte abzudecken, sobald sie beginnt braun zu werden (weil sie, wenn sie dicker ist, ja länger im Ofen sein muss). Bei mir hat das nicht funktioniert, sie wurde außen goldbraun. Aber mir macht das gar nichts, ich finde, so ist sie richtig hübsch. 🙂

Auch als Cheesecake mit Beeren oder Marillen stelle ich mir dieses Rezept ganz wunderbar vor, das probiere ich das nächste Mal!

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

  • 200g Frischkäse
  • 100g Magertopfen=Quark
  • 2 Eier
  • 3 EL Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 Vanilleschote, Mark davon
  • 1/2 Pkg. Vanille-Puddingpulver ohne Zucker
  • 1/4 TL Guakernmehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Weinstein-Backpulver
  • 1 TL geriebene Mandeln
  • Butter für die Form
  • ca. 6 Erdbeeren

Eier trennen, Eischnee mit etwas Salz aufschlagen. Zur Seite stellen.

Dotter mit den restlichen Zutaten cremig schlagen und den Schnee vorsichtig unterheben.

Backrohr auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Erdbeeren in Scheiben schneiden.

Eine kl. Springform fetten und mit den Mandeln ausstreuen. Masse darauf geben und mit Erdbeeren belegen.

Für ca. 35-40min backen. Wenn die Torte braun zu werden beginnt, mit Backpapier abdecken. Am Rand wurde sie bei mir trotzdem braun – ich finde das sogar hübsch. 🙂

Wichtig: Vor dem Genießen vollkommen auskühlen lassen! Am besten schmeckt die Torte, wenn sie schon zwei, drei Stunden im Kühlschrank war!

Strawberry_Cheesecake_01 Strawberry_Cheesecake_02

Strawberry_Cheesecake_03 Strawberry_Cheesecake_04

Soya Yoghurt Pomme Pomme m. Chia-Samen (Veganer Apfelkuchen)

Ein Yoghurt Pomme Pomme ist ein sehr einfacher und köstlicher Apfelkuchen aus dem amerikanischen Raum. Bei charsiubau von Bento-Mania (meiner virtuellen Heldin in puncto Bentos) habe ich die schöne Idee gelesen, einen veganen Yoghurt Pomme Pomme zu machen. Das Joghurt* ersetzt sie mit Soja-Joghurt, anstelle der Eier nimmt sie zerdrückte Banane. Das ist überhaupt ein guter Trick fürs vegane Kochen und Backen.

Ich habe den Yoghurt Pomme Pomme mit Low Carb-Zutaten abgewandelt und noch ein paar Chia-Samen° zugefügt. Sehr lecker, ich musste meinen Mann davon abhalten, den ganzen Kuchen auf einmal aufzuessen. 😀

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

  • 2 Äpfel (=ca. 300g)
  • 1 reife Banane (=ca. 100g)
  • 1/2 Zitrone, ausgepresst
  • 250g Soja-Joghurt (unbedingt aus heimischen Sojabohnen)
  • 4 EL Haferkleie
  • 2 EL Kokosmehl
  • 2 EL + 1 TL geriebene Mandeln
  • 1 EL Chia-Samen°
  • 1/2 TL Stevia
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Erdnussöl
  • 1 Prise Zimt
  • evtl. etwas Staubzucker

Die Banane (kann ruhig schon überreif sein) mit der Gabel zerdrücken und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Dann mit der Küchenmaschine mit Soja-Joghurt, Haferkleie, Kokosmehl, 2 EL Mandeln, Chia-Samen, Stevia, Salz und Backpulver verrühren. 10min quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen (ich trockne die Schalen übrigens gern für Apfelschalen-Tee in der Sonne) und in eher kleine Würfel schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln.

Eine kleine 18cm-Springform mit Erdnussöl fetten und mit 1 TL Mandeln ausstreuen. Die Teigmasse halbieren und in die Form streichen. Die Äpfel draufgeben. Dann die andere Teighälfte draufstreichen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Heißluft 30-35min backen. Kurz abkühlen lassen und mit etwas Zimt und evtl. auch Staubzucker bestreuen. Schmeckt warm aber auch aus dem Kühlschrank gut.

°Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

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*Ich weiß nicht mehr, wo es war, aber in irgendeinem Blog hab ich mal in der Kommentar-Funktion gelesen, dass sich eine bundesdeutsche Leserin etwas unfreundlich über die Neutrum-Artikelverwendung beim Joghurt gewundert hat. Das ist korrekte österreichische Grammatik. 😉