Kichererbsen auf Erdnuss-Radicchio

2 Portionen:

  • 100g Kichererbsen*, getrocknet (über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht)
  • 1 kl. Radicchio
  • 1 (roter) (Spitz-)Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 daumennagel großes Stück Ingwer (geschält)
  • 4 geh. EL Erdnussmus
  • 1 geh. EL Tamarindenpaste
  • 1 Handvoll frischer Oregano
  • etwas frischer Schnittlauch
  • 1 Lorbeerblatt
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Die Einweichflüssigkeit der Kichererbsen abgießen und diese mit dem Lorbeerblatt im Kelomat=Dampfdrucktopf 10+10min weich kochen (das ist stromsparend und heißt: 10min auf dem zweiten Ring kochen lassen, dann Herdplatte ausschalten und nochmals 10-15min warten, bis der Dampf von alleine weggegangen ist). 1 Kaffeetasse voll Kochflüssigkeit aufbewahren!

Ich koche immer gleich mehr Kichererbsen und mache bald darauf ein anderes Kichererbsen-Gericht daraus.

Radicchio klein schneiden und gut waschen. Paprika und Zwiebel in kleine Würfel schneiden, Knoblauchzehe, Ingwer und Oregano fein hacken.

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in einer Pfanne anbraten. Dann Radicchio und Paprika zugeben und andünsten lassen, bis der Radicchio ein wenig braun ist.

Mit Kochflüssigkeit und Zitronensaft ablöschen, Erdnussmus und Tamarindenpaste unterrühren und noch so lange köcheln lassen, bis die Sauce schön sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gemüsesauce in Schalen klecksen, dann je die Hälfte der nochmals etwas gesalzenen und gepfefferten Kichererbsen darauf geben. Mit Schnittlauch bestreut servieren.

Dazu passt frischer Salat.

*Kichererbsen enthalten zwar Kohlenhydrate (100g gekocht: 16,8g KH), doch gleichzeitig sind sie sehr eiweißreich und eignen sich deshalb ab und zu ganz gut für die Low Carb-Küche. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts (20%) sättigen Kichererbsen sehr lange und die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge.

Risi Pisi-Blumisotto

Liebe alle,

bevor es an den neuen Blog-Eintrag geht: Beim gestrigen Rezept habe ich eine der Hauptzutaten vergessen: Champignons kommen auch in die Fülle der Paprika hinein! Wer das Rezept nachkochen möchte, klicke bitte hier noch einmal auf die erneuerte Rezeptversion (und verschiebe die abonnierte eMail in den Papierkorb).

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Gut. Jetzt aber.

Manchmal fällt es einem echt wie Schuppen von den Augen!

Den Ausdruck „Risi Pisi“ für „Reis mit Erbsen“ kenne ich schon seit Kindheitstagen. Mein Lieblingsessen war lange Zeit das Brathendl meiner Oma mit Risi Pisi (und es gehört auch heute noch zu meinen absoluten Favoriten… ich glaub, für Omas Hendl brech ich meine fleischlose Phase doch nochmal…).

Dass „Risi“ für „Reis“ steht war mir auch recht schnell klar. Aber erst jetzt, beim Tippen der Überschrift, erkenne ich, dass das „Pisi“ von lat. Pisum abstammt – dem lateinischen Wort für „Erbse“! 😀 (Übrigens schreibt die Welt immer wieder mal „Risi Bisi“ oder „Risibisi“ – das ist schlichtweg falsch, man sagt immerhin weder lat. Bisum noch ital. Biselli…).

Jedenfalls lässt sich Blumisotto (reisförmige Verarbeitung von Karfiol=Blumenkohl) auch prima als Risi Pisi-Variante zubereiten!

2 Portionen:

  • 1 eher kleiner Karfiol=Blumenkohl
  • 100g TK-Erbsen
  • 15g Trockenpilze (ich hatte getrocknete Hallimasch)
  • 60g Grana Padano oder Parmesan zum Bestreuen
  • 3 geh. EL Frischkäse oder Crème fraîche
  • Oregano, Thymian, Majoran
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Schuss Weißwein
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zuerst die Trockenpilze in ein wenig Wasser einweichen.

Dann den Karfiol mit der Küchenmaschine schreddern. Die Menge fällt beim Dünsten ordentlich zusammen, aber wer trotzdem zu viel hat (z.B. weil es nur große Köpfe gab) kann die geschredderten Krümel gut einfrieren und für ein anderes Blumisotto verwenden.

In etwas Öl in einer großen Pfanne anbraten, die Erbsen dazugeben, salzen, pfeffern, Kräuter zugeben und mit wenig Wasser ablöschen. Die Pilze unterrühren (bei den Hallimasch muss das Wasser abgegossen werden,  bei anderen Trockenpilzen darf es als Würze mit dazu).

7-10min (je nach Dicke der Raspel) dünsten lassen.

Gegen Ende mit Weißwein und Zitronensaft abschmecken und den Frischkäse sowie 2/3 des Grana Padanos unterrühren.

Vor dem Servieren mit dem restlichen Käse bestreuen.

Unser Serviervorschlag beinhaltet außerdem noch Butter, mit der konische Gläser (nach oben hin dicker) gefettet wurden. So bekommt man die lustigen Formen hin. Einfach nur ein Klecks mit dem Schöpfer aufs Teller geklatscht schmeckt aber genauso gut. 🙂

Überbackene Melanzani-Schiffchen

Melanzani=Auberginen bereite ich immer wieder gerne als überbackenen Auflauf zu (und heuer erwarte ich eine regelrechte „Melanzani-Schwemme“, daher auch zahlreiche neue Rezepte für euch, weil die selbst abgenommen Samen der Bio-Melanzani letztes Jahr alle aufgegangen und zu starken Pflänzchen herangewachsen sind!).

Die Idee für „Pizza“ auf Melanzani-Boden habe ich von Bettis Blog Happy Carb. Mein Belag ist allerdings vegetarisch und auch sonst ziemlich anders, auch die Zubereitung unterscheidet sich teilweise, aber die Grundidee ist auf jeden Fall von Betti. 🙂 Danke!

2 Portionen:

  • 2 Melanzani=Auberginen (=ca. 800g)
  • 1 kl. Glas Pesto Rosso
  • 1/2 kl. Glas Ajvar
  • 2 Handvoll Champignons
  • 1-2 Frühlingszwiebel
  • 1 Handvoll Kapern
  • 1 Handvoll Oliven
  • frische Kräuter (insbes. Oregano, Thymian, Basilikum)
  • 100g Gouda oder Butterkäse oder geriebener Mozzarella

Die Melanzani längs in je 4 Scheiben schneiden. auf beiden Seiten gut salzen und 15min stehen lassen. Die durch dieses Prozedere entstandene Flüssigkeit mit Küchenrolle abtupfen.

In der Zwischenzeit können schon mal die Champignons in Scheiben, die Frühlingszwiebel in Ringe und die Kapern und Oliven in Stücke geschnitten werden. Käse reiben, Kräuter hacken.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Je 4 Scheiben der fertig abgetupften Melanzani dick mit Ajvar bzw. Pesto Rosso bestreichen und die Champignonscheiben darauf verteilen. Für 25min ab ins Backrohr auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech.

Danach rausnehmen, mit Frühlingszwiebel-Ringen, Kapern, Oliven und einem Teil der Kräuter belegen (ich habe beim Belag ein wenig abgewechselt). Mit Käse bestreuen und nochmal für 10min ins Rohr geben.

Vor dem Servieren mit dem Rest der frischen Kräuter bestreuen.

Dazu passt Rucola-Salat mit Cocktailtomaten und Balsamicodressing.

Buddha Bowl mit Romanesco, Karfiol und Kichererbsen-Schüsserln

Liebe Christina, liebe Marlies, dieser Beitrag ist für euch. 🙂

Christina – heute aber wirklich ein Gericht mit Romanesco (und nicht mit Romesco-Sauce). Und hier auch die gewünschte Abbildung der Kichererbsen-Schüsserl!

Marlies – vielen Dank für die Anregung mit der Kichererbsen-Polenta. Ich habe sie, wie du weißt, ein wenig mit Kokosmehl und Flohsamenschalen „gestreckt“ und dann in gut gefettete Mini-Muffinförmchen gegeben. Das ist dabei herausgekommen.

 

Et voilà – eine hübsch bunte Buddha Bowl zum Verlieben!

2 Portionen:

  • 1 Mini-Karfiol=Blumenkohl
  • 1 Mini-Romanesco
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten (ich hatte gelbe und rote)
  • 1 kl. Stück Gurke
  • 1 Handvoll Blattsalat (die sind schon aus eigener Ernte, jaaa)
  • etwas frischer Koriander (oder Petersilie, wenn man den Geschmack nicht mag)
  • etwas Sesam
  • zwei Stängel Rosmarin zum „Auffädeln“ der Schüsserl
  • zwei Klecks Pesto Rosso oder Ajvar oder sonstiges buntes Gemüse-Dip-Zeugs aus dem Vorrat
  • 1/2 Portion Kichererbsen-Kokos-Polenta
  • Schwarzkümmel, Pul Biber oder sonstige bunte „Deko-Gewürze“ für die Schüsserl
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Zuerst die Kichererbsen-Kokos-Polenta zubereiten. Es empfiehlt sich, gleich die doppelte Menge zu machen und sie am nächsten Tag z.B. als Taler auszubacken.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen und die Polenta in gut gefettete Mini-Muffinförmchen (oder andere kleine, ofenfeste Förmchen) füllen und mit bunten Gewürzen bestreuen (ich hatte Schwarzkümmel und Pul Biber). 20-25min backen lassen, bis sie eine schöne goldene Farbe haben und zu Schüsselchen zusammengefallen sind.

In der Zwischenzeit den Karfiol und den Romanesco in Röschen teilen und in 3-4min in wenig Salzwasser bissfest dünsten. Salzen, pfeffern und abschließend in etwas Pesto Rosso oder Ajvar schwenken.

Tomaten, Gurkenscheiben, Salatblätter und frische Kräuter herrichten.

Zwei Stangen Rosmarin so abrebeln, dass nur noch der oberste Blattstand übrig bleibt. Der größte Teil des Rosmarinstingels soll entlaubt sein, sodass er den Schüsserln als Spieß dient, an dem diese aufgefädelt werden können.

Alles zusammen schön in einer geeigneten Schale anrichten, mit noch etwas Pesto Rosso oder Ajvar beklecksen und mit Sesam sowie frischen Kräutern bestreuen.

Phänomenaler veganer Krautkuchen mit Röstzwiebeln

Ganz ehrlich, ich weiß, man soll sich nicht selbst loben – aber gestern hab ich das während des Essens andauernd getan. 😀

Weil wir in letzter Zeit für unsere Verhältnisse relativ viel Fleisch und Wurst gegessen haben (das Bœuf bourguignon mit Schoko-Gewürzkürbis, den Gratinierten Gorgonzola-Chicoree im Schinkenmäntelchen und die Woche davor das Salzburger Mühlenkraut mit Topfendalken), wollte ich endlich mal wieder was Veganes machen. Gleichzeitig hatten wir aber noch Weißkraut übrig, und ich hatte so große Lust auf einen Herzhaften Krautkuchen. Die Eier, der Topfen=Quark und das Schlagobers=die Sahne, die ich normalerweise für solche Kuchen verwende, passen ja jetzt erst mal nicht zu den tierfreien Plänen. Googlen kann man zwar nach veganen Krautkuchen (bzw. noch häufiger nach veganem Zwiebelkuchen), aber erstens sind die nie Low Carb und zweitens besteht der Guss zu 99% aus Seidentofu (hab ich nicht, mag ich nicht) und (igittigitt) Ei-Ersatz aus dem Chemiebaukasten. Danke, nein.

Also hab ich halt auf gut Glück herumexperimentiert. Und das Ergebnis ist so fantastisch, dass sowohl mein Mann als auch ich ehrlich zugeben mussten: Das war der mit großem Abstand beste Krautkuchen, den wir je gegessen haben!

Ein veganer Low Carb-Krautkuchen. Experiment abgeschlossen!

2 Portionen (=1 kl. Springform mit 18cm):

Für den Teig:

  • 250g püriertes Kürbisfleisch (Tipp: Beim Putzen von Kürbis entfernt man ja die innenliegenden Kerne, aus denen ich meist Geröstete Kürbiskerne mache, und das fasrige Fleisch. Dieses Fleisch friere ich immer ein; ich sammle es von Kürbis zu Kürbis in einem Gefriersackerl im Tiefkühler. Für dieses Rezept eignet es sich optimal!)
  • 5 geh. EL Haferkleie*
  • 4 geh. EL gerieben Mandeln*
  • 3 geh. geschrotete Goldleinsamen*
  • 3 geh. EL Flohsamenschalen*
  • 2 geh. EL Kichererbsenmehl*
  • 2 geh. EL Pfeilwurzelstärke*
  • 6 EL Hafer- oder Dinkel- oder Sojamilch
  • 1/2 TL Guakernmehl*
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Trockengerm=Hefe
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Erdnussöl
  • etwas Pfeffer, etwas Bio-Gemüsesuppenpulver

Für den Belag:

  • 450g Weißkraut
  • 2 geh. EL frisch gekeimte Sprossen (ich hatte eine Mischung aus Radieschen, Bockshornklee und Alfaalfa; alternativ gehen auch einfach frische Kräuter)
  • 1 EL ganze Kümmelsamen
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver, Bio-Gemüsesuppenpulver
  • 1 EL Erdnussöl

Für den Guss:

  • 125ml Hafer- oder Dinkel- oder Sojamilch
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 geh. EL Estragonsenf
  • 2 geh. EL (helles) Mandelmus oder Cashewmus
  • 1 geh. EL Kichererbsenmehl*
  • 1 geh. EL Pfeilwurzelstärke*
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver, Bio-Gemüsesuppenpulver

Für die Röstzwiebel:

  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 EL Kichererbsenmehl*
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 EL Erdnussöl zum Ausbacken

* Zur Frage: Brauche ich das alles oder kann ich auch was ersetzen?

Da wir kein Ei verwenden, sind die Quellstoffe in Leinsamen und Flohsamenschalen essenziell sowie die Bindestoffe in der Pfeilwurzelstärke und im Guakernmehl. Leinsamen und/oder Flohsamenschalen braucht es. Wer nicht beides hat, kann eins durchs andere ersetzen. Statt Pfeilwurzelstärke kann man normale Stärke nehmen, statt Guakernmehl Johanniskernmehl.

Haferkleie quillt ebenfalls, diese ist nicht zu ersetzen. Es braucht sie auch für den guten Geschmack.

Kichererbsenmehl kann durch Leinsamenmehl ersetzt werden. Evtl. auch durch noch mehr Haferkleie, das müsste man ausprobieren.

Geriebene Mandeln eher nur durch andere geriebene Nüsse ersetzen. Wichtig für Konsistenz und Geschmack.

Zunächst das Kürbisfleisch in ganz wenig Wasser weich kochen. Salzen, pfeffern, mit Muskat würzen und pürieren.

Alle Zutaten für den Teig (auch den noch warmen Kürbis; dann geht die Germ=Hefe besser) gut mit der Küchenmaschine verrühren. Ich habe den Teig jetzt für 15-20min in den noch vom Kochen des Kürbisses warmen Topf gegeben (mit Deckel), weil da drin die Germ besser arbeitet.

In der Zwischenzeit können schon einmal alle Zutaten für den Guss verrührt und püriert werden. Stehen und quellen lassen.

Das Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Eine 18cm-Springform mit Erdnussöl auspinseln. Den Teig (am besten mit befeuchteten Fingern) hineingeben und bis ganz nach oben einen Rand hochziehen. Mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Den Boden für 25min vorbacken.

Das Weißkraut feinnudelig schneiden. In etwas Erdnussöl in einer Pfanne anbraten, gut würzen und 15-20min bei mittlerer bis geringer Hitze braten. Der riesengroße Krauthaufen soll ordentlich Wasser lassen und zusammenfallen. 🙂

Wenn das Kraut gut gebräunt aussieht und zusammengefallen ist, Hitze ausstellen und die Sprossen unterrühren.

Kraut in den vorgebackenen Teig füllen. Den Guss darübergeben und für 35min ab in den Ofen.

10min vor Ende der Backzeit die Zwiebel in möglichst feine Ringe schneiden. In einem Teller Kichererbsenmehl und Paprikapulver verrühren und die Zwiebelringe darin wenden. In einer guten Portion Erdnussöl ausbacken und die fertigen Ringe auf Küchenrolle abtropfen lassen.

Vor dem Servieren des Kuchens die Zwiebelringe obenauf legen.

Dazu passt grüner Salat mit Kürbiskernöl.

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Parmesan-Spinatknödel mit Bärlauchpesto

Die beliebten Eiweiß-Knödel geistern auf vielfältigen Wegen durchs Internet, etwa bei Erdbeerblüte oder auf Lowcarb-Ketogen. Ich habe die festen Bestandteile etwas abgewandelt, um mein tägliches Plus an Haferkleie unterzubringen, und Spinatknödel mit Parmesan und Bärlauch draus gemacht. Ein gutes vegetarisches Gericht und eine herrliche Alternative zu den üblichen Spinatknödeln aus Semmelbrot, die man in Österreich so gerne isst (eines der ganz wenigen traditionellen vegetarischen Rezepte, die wir hier haben…).

 

2 Portionen:

  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 20g Flohsamenschalen
  • 20g Haferkleie
  • 10g Pfeilwurzelstärke
  • ½ TL Guakernmehl
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 2 große Eier (oder 3 kleine)
  • 100g Parmesan oder Grana Padano
  • 2 TK-Spinat-Zwutschgerl, aufgetaut
  • 1 Schalotte
  • 1 geh. EL Bärlauchpesto (alternativ Pesto Genovese + 2 gepresste Knoblauchzehen)
  • 2 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • Schnittlauch zum Bestreuen

Parmesan reiben. Aufgetauten TK-Blattspinat gut ausdrücken und fein hacken. Schalotte ebenfalls möglichst fein hacken.

Alle Zutaten bis auf die Butter im Mixer verrühren, gut abschmecken (kann ruhig übersalzen sein; das Salz geht beim Kochen z.T. wieder weg). 10min quellen lassen.

Mit feuchten Händen 8 kleine Knödel formen. Salzwasser aufkochen lassen und die Knödel darin ca. 20min leicht vor sich hin sieden lassen (nicht mehr richtig kochen).

Butter bräunen. Knödel frisch aus dem Wasser (gut abgetropft oder mit Küchenrolle abgetupft) mit gebräunter Butter, geriebenem Pfeffer und Schnittlauchröllchen servieren.

Bunter Salat passt gut dazu!

Kürbis-Kohlrabi-Auflauf mit Schafkäse

Für dieses Rezept habe ich ein Gewürz verwendet, das mir die Firma Spiceworld zur Verfügung gestellt hat. Eigentlich wäre es schon gedacht gewesen für das Kürbisgewinnspiel, bei dem ich mit meinem Spaghettikürbis mit Pisto Manchego mitgemacht habe. Zum spanischen Pisto hat es nicht gepasst und man durfte nur ein Rezept einreichen, deshalb hab ich mir mit dem Asant dann doch Zeit gelassen. Jetzt ist es aber wirklich schon viel zu lange her und ich möchte mich nochmals bei Spiceworld für das Gewürz bedanken! Hier der Link zum Shop, wo man es als Gewürzmischung mit Bockshornkleesamen kaufen kann (nein, ich bekomme keine Provision).

Asant, Asafoetida oder Teufelsdreck kenne ich seit meiner Indien-Reise. Das Gewürz wird in Afghanistan, Pakistan, im Iran und eben in Indien zur Zubereitung und Verfeinerung von Speisen benutzt. Offenbar kommt die hohe Akzeptanz in der indischen Küche von den Brahmanen (Angehörige der obersten Kaste, Lehrer, Gelehrte, auch heute noch fast immer in religiösen Bereichen aktiv). Die Brahmanen dürfen bzw. durften nämlich keine Zwiebeln und keinen Knoblauch essen, weil diesen Gemüsen aphrodisierende Wirkung zugeschreiben wird. Arme Brahmanen. Lustig (und ein bisschen sinnlos) ist diese Regel außerdem, weil gerade Asant heute in der Kräuterkunde als Aphrodisiakum eingesetzt wird und eigentlich schon seit dem Altertum als solches bekannt ist. 😉

Asanat ist jedenfalls geschmacklich durchaus mit Zwiebeln und Knoblauch zu vergleichen. Nur stinkt er noch ein bisschen mehr. 😉 Das liegt an dem schwefeligen Harz, einem der Hauptbestandteile der Gewürzzubereitung. Stinkig (im Rohzustand) oder nicht, Asant zaubert eine wahnsinnig tolle Geschmacksnote in viele Gerichte! In Indien wird fast alles damit gewürzt: Vegetarisch, Fleisch, Fisch, Brühe, Saucen. So, wie ich fast zu jedem Essen die obligatorische Zwiebel-Knoblauch-Mischung gebe, oder wie man in anderen Ländern auch bei fast jedem Essen gleich startet (z.B. beginnt nahezu jedes Gericht in Puerto Rico mit der Zubereitung von Sofrito, einer Würzsauce aus viel Olivenöl, Chili, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch; das habe ich im Buch Mofongo von Cecilia Samartin kennengelernt).

Asant ist übrigens Bestandteil der Worcestershiresauce. Gewusst? Ich auch nicht.

Hier nun aber genug der Infos. Und hubbidihupp los geht’s mit dem Rezept!

 

2 Portionen:

  • 350g Butternuss-Kürbis
  • 1 Kohlrabi inkl. Blätter
  • 1 kl. Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Pkg. Schafkäse oder Feta (gerne auch selbstgemachter Frischkäse als original indische Alternative)
  • 1 Ei
  • 1 guter Schuss Obers=Sahne (ca. 50ml)
  • Petersilie
  • 1 TL Asant
  • 1 Msp. geriebene Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Kürbis und Kohlrabi putzen und in grobe Stücke schneiden. Kohlrabigrün in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

Zwiebel und Knoblauch in Erdnussöl anbraten. Dann Kürbis und Kohlrabi zugeben und bei guter Hitze von allen Seiten bräunen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Asant würzen.

Den Schafkäse grob würfeln und gemeinsam mit den gehackten Kohlrabiblättern und der Petersilie unterrühren.

Backrohr auf 200°C Heißluft vorheizen.

Alles in eine gefettete Auflaufform füllen und mit einer Mischung aus Ei und Obers begießen.

35-40min ab ins Backrohr.

Dazu passt frischer Salat.

Jägerlaibchen (fast wie bei Oma) mit Paprika-Mandel-Dip (nicht wie bei Oma)

Ehrlich gesagt war das purer Zufall… aber als ich die Kleckse in die Pfanne gegeben habe, hab ich erkannt, dass ich eine Low Carb-Variante von Omas Jägerlaibchen gebastelt hab. Oma hat die früher immer aus Erdäpfelpüree gezaubert. Die Konsistenz der Laibchen ist deshalb relativ weich – das soll so sein.

Als ich in jugendlichen Jahren Vegetarierin war, hab ich meine Oma, die meist für mich gekocht hat und eine Köchin der alten österreichischen Schule ist, wohl an den Rand der Verzweiflung gebracht. Man muss sich ja mal in diese Situation versetzen: Die 13-jährige Katharina besteht quasi über Nacht darauf, Vegetarierin zu werden. Aber bitte mit Vollpension, denn selber kochen kam nicht in Frage (mitkochen oder mal in Ausnahmefällen schon; aber nicht jeden Tag, das war Omas „Aufgabe“). Als ich dann älter wurde, so mit 18, hab ich langsam erkannt, dass ich das ja selbst in die Hand nehmen könnte und dass es irgendwie ziemlich unverschämt war, vegetarische Küche einzufordern. Aber sicher fünf Jahre lang hat Oma täglich darum gekämpft, dass ich nicht verhungern muss. 😉 So gab es, damit ich nicht immer nur Beilagen essen „musste“, eben ziemlich oft die vegetarischen Rezepte, die Oma in ihrem Repertoire hatte: Kasspatzen, Krautfleckerl, Gemüsesuppen gefolgt von div. Süßspeisen (Schwarzbeertatschen, Apfelradln, Schmarrn, Palatschinken, Marillenknödel…). Und eben auch Jägerlaibchen.

Während für mich die Laibchen vegetarisch waren, bekamen die anderen meist noch ein paar Stückchen Hartwurst in ihren Erdäpfelteig. Das wirkt auch gleich viel „jägeriger“ – und ich werde es das nächste Mal wohl auch so ausprobieren mit meiner Low Carb-Version; dann aber nicht mit Dip, sondern mit Sauerkraut!

2 Portionen:

Für die Jägerlaibchen:

  • 350g Zucchini- oder Kürbisfleisch, grob geraspelt
  • 2 Karotten (ca. 150g), grob geraspelt
  • 2 Zwiebeln (ca. 150g), grob geraspelt oder fein gewürfelt
  • 2 Eier
  • 1 Handvoll TK-Erbsen
  • 1 Handvoll Petersilie, gehackt
  • 1 Handvoll Schnittlauch, gehackt
  • 2 geh. EL Flohsamenschalen
  • 2 geh. EL Haferkleie (evtl. 3)
  • Salz, Peffer, Paprikapulver
  • Erdnussöl, Butter oder Butterschmalz

Für den Dip:

  • 3 geh. EL griechisches Joghurt
  • 3 geh. EL weißes Mandelmus
  • 1 roter Paprika
  • 1 Chili
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Tomatenmark aus der Tube
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Paprikapulver
  • Erdnussöl

Das Gemüse grob raspeln. Wenn junge, frische Zucchini verwendet wird, diese nach dem Raspeln salzen, 15min stehen lassen und gut ausdrücken. Große Superzucchini oder Kürbis müssen nicht auf diese Weise vorbereitet werden, sondern können nach dem Raspeln gleich verwendet werden.

Alle Zutaten bis auf die Erbsen in der Küchenmaschine miteinander verrühren und 15min quellen lassen. Sollte die Masse noch zu flüssig sein (das kommt drauf an, wie gut die Zucchini ausgedrückt oder wie feucht die Kürbissorte ist), ggf. noch 1 EL Haferkleie ergänzen.

In der Zwischenzeit den Paprika und die Chili für den Dip würfeln und in etwas Erdnussöl anbraten, bis er Farbe annimmt. Etwas abkühlen lassen und alle Dip-Zutaten mit einem Pürierstab zusammenpürieren. Kühl stellen.

Die Erbsen unter die Teigmasse heben (können ruhig gefroren sein, das macht nichts).

Backrohr auf 50°C Heißluft (zum Warmhalten) vorheizen.

Hitzestabiles Fett (ich nehme am liebsten Erdnussöl und Butter oder Butterschmalz gemischt) in der Pfanne, in der zuvor der Paprika angebraten wurde, erhitzen. Die Teigmasse hineinklecksen und von beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Da man wahrscheinlich zwei Tranchen braucht, können die ersten Laibchen auf Küchenrolle im Backrohr aufbewahrt werden. Auch die zweite Tranche vor dem Servieren auf Küchenrolle abtropfen lassen.

Tipp: Anstelle des Paprika-Mandel-Dips passt auch gut Sauerkraut dazu. Für diese Variante schmeckt es auch lecker, wenn man ein bisschen Hartwurst klein würfelt und unter den Teig hebt.

Wir hatten noch grünen Salat mit Karotten dazu.

Jaegerlaibchen_04

Hallimasch-Schwammerlgulasch mit Knödeln

2 Portionen:

Für das Schwammerlgulasch:

  • 250g Hallimasch (oder andere gemischte Pilze aus dem Supermarkt; da entfällt das Abkochen am Anfang natürlich)
  • 1 gr. Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • 2 EL Paprikapulver
  • 2 EL Worcestersauce
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Estragon-Senf
  • 150g Crème fraîche oder Sauerrahm (oder gemischt)
  • Petersilie, Estragon oder Estragon-Pesto
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe

Für die Low Carb-Knödel (4 Stück):

  • 125g Topfen=Quark
  • 2 Eier M
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 30g Flohsamenschalen
  • 1 TL Guakernmehl
  • 1 Stamperl (=4cl) Weißwein oder Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Mit den Knödeln anfangen. Dafür alle Zutaten vermischen und mind. 15min quellen lassen.

Hallimasch putzen, klein schneiden und die Kappen 5min in kochendes Salzwasser geben (Achtung, das schäumt stark wie Nudelwasser). Dann das Wasser wegschütten (es enthält hitzelösliche Giftstoffe) und die Hallimasch im Sieb so lange waschen, bis der Schaum weg ist.

Zwiebel fein hacken und in Butter anbraten. Hallimasch zugeben, salzen und pfeffern und 20min bei mittlerer Hitze anbraten. (Bei anderen Pilzen reichen auch 15min.)

Salzwasser zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit mit nassen Händen aus der Knödelmasse Knödel formen.

Das kochende Salzwasser ausschalten und die Knödel reingeben. Im ausgeschalteten Topf bei geschlossenem Deckel 20-25min ziehen lassen.

Nach Ablauf der Kochzeit die Pilzpfanne mit allen Zutaten würzen und zum Schluss bei ausgeschalteter Herdplatte den Sauerrahm/die Crème fraîche unterrühren. Nicht mehr kochen lassen!

Knödel auf dem Gulasch servieren und mit Kräutern garnieren. Das bunte „Dekozeug“ auf unserem Essen sind übrigens gehackte Kapuzinerkressen-Blüten. 🙂

Knödel_01

Hallimasch-Pilzgulasch-Knödel_01 Hallimasch-Pilzgulasch-Knödel_02

Sellerie-Käseschnitzel mit Grüner Sauce

Knollensellerie ist großartig. Er schmeckt sooo gut und man bräuchte ihn im Grunde gar nicht würzen, weil er selbst so geschmackstragend ist.

Die Grüne Sauce, die ich dazu gemacht habe, wurde zwar inspiriert von der original Frankfurter Grünen Sauce (Grie Soß), aber ich habe ganz andere Kräuter verwendet. Das muss man schon nutzen, wenn man Mitte November immer noch frische Kräuter aus dem Garten ernten kann. 😉 Sie alle können je nach Verfügbarkeit ausgetauscht oder ergänzt werden durch jene der Frankfurter Mischung für die echte Grie Soß: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

Man kann die Sauce auch gut einfrieren (einfach nach dem sanften Auftauen im Kühlschrank nochmal mit einem EL Sauerrahm glattrühren)! Ich mache deshalb immer gleich die doppelte Portion. Wer nur für dieses eine Essen Grüne Sauce machen will, kann trotzdem ein ganzes Ei hineinpürieren. Was macht man schon mit einem halben Ei im Kühlschrank?

2 Portionen:

Für die Sellerie-Käseschnitzel:

  • 1 Knollensellerie
  • 4 Scheiben Cheddar + 8 EL geriebener Cheddar
  • 8 EL geschrotete Goldleinsamen
  • 8 EL geriebene Mandeln
  • 1 Ei verrührt mit etwas Milch oder Rahm
  • Zitronensaft oder etwas Essig
  • Erdnussöl, Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • evtl. 2 Zitronenschnitze zum Servieren

Für die Grüne Sauce (4 Portionen, tiefkühlgeeignet):

  • je 1 Handvoll:
  • Petersilie
  • Dill
  • Karottengrün
  • Kapuzinerkresse
  • Schnittlauch (ich hatte wilden Schnittlauch aus dem Wald; Infos dazu hier in der Waldmeierei)
  • je 1/2 Handvoll:
  • Minze
  • Estragon (oder 2 EL Estragon-Minz-Pesto, das hab ich genommen)
  • 1/2 Becher = 125g Sauerrahm
  • 1/2 Becher = 100g griechisches Joghurt m. 10% Fett
  • 1/2 Becher = 50g Crème fraîche (oder ein anderes Mischverhältnis; man kann auch eines der Milchprodukte weglassen und durch mehr von den anderen ersetzen)
  • 2 EL Estragon-Senf
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 EL Kürbiskern-Öl (kann auch weggelassen werden, macht aber eine hübsche grüne Farbe)
  • 1 hartgekochtes Ei
  • Salz, Pfeffer, 1/2 Msp. Stevia

Zuerst die Grüne Sauce machen. Das geht schnell: Kräuter hacken und dann alles zusammen mit dem Zauberstab pürieren. 🙂 Kühl stellen.

Gruene-Sauce_01 Gruene-Sauce_02 Gruene-Sauce_03

Dann den Knollensellerie schälen und in 8 Scheiben schneiden.

Salzwasser zum Kochen bringen, etwas Zitronensaft oder Essig hinzufügen und die Selleriescheiben in 8-10min (je nach Dicke) bissfest kochen.

In der Zwischenzeit das Paniermehl aus Cheddar, Goldleinsamen und Nüssen zusammenstellen.

Das Ei verquirlen, salzen, pfeffern, mit Muskat würzen und mit einem Schuss Milch oder Rahm strecken.

Die fertig gegarten Selleriescheiben herausnehmen, salzen und pfeffern. Zwischen je zwei eine Cheddarscheibe legen. Dann durchs Ei und schließlich durch das Paniermehl ziehen.

In heißem Fett ausbacken (ich nehme dafür am liebsten eine Mischung aus Erdnussöl und Butter).

Dazu passt neben der Grünen Sauce auch noch grüner Salat.

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