Eichelburger mit Wedges (im Low Carb-Bun)

Ich wollte schon ewig einmal ausprobieren, Eicheln zu essen, wo wie das meine Urgroßeltern-Generation noch gemacht hat. Anlass war, dass ich für meine Oma durch den Garten spaziert bin, um Eicheln zur Herbstdekoration zu sammeln… da dachte mir, jetzt mach ich’s endlich, zumal unsere Eichen heuer extrem viel tragen. Denen dürfte der nasse Sommer gefallen haben.

Eicheln kann man nicht einfach wie Maroni zubereiten, weil sie viel mehr Tannine (der Stoff, der auch Rotwein bitter macht) enthalten. Rohe Eicheln sind in unserem Klima außerdem schwach giftig (in wärmeren Breitengraden wachsen Eichenarten, deren Früchte sehr süß sind und die roh verträglich sind). Bei uns muss man sie – sagte zumindest das Internet – nach dem Schälen drei Tage wässern und täglich das Wasser wechseln. Bei mir hat das Einwässern eine ganze Woche in Anspruch genommen, weil ich erst am Wochenende wieder Zeit hatte.

Eicheln sind übrigens ganz und gar nicht Low Carb, sie enthalten viele Kohlenhydrate in Form von Stärke und Zucker (ca. 40%), Öl (15%) und Proteine (5%). Ihre Kohlenhydrate sind allerdings mehrkettig, was bedeutet, dass sie sehr gesund und nahrhaft sind. Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge.

Ach ja, wie ich bei Lisa von Experiment Selbstversorgung gelesen habe, kann das Schälen von Eicheln sehr kompliziert sein, wenn man die falsche Eichelsorte erwischt (die kurzen scheinen mehr Probleme zu verursachen als die langen; allerdings sind die Früchte aller Eichenarten essbar). Die Tipps in den Blog-Kommentaren haben mich dazu veranlasst, erst mal eine „Probeeichel“ aufzusammeln – und siehe da: Meine Eicheln gingen wesentlich einfacher! Ich musste sie weder rösten noch einwässern oder mit dem Hammer bearbeiten; ein sauberer Schnitt mit dem Messer hat gereicht, und ich konnte mit dem Messerchen problemlos die Schale abziehen. Zeitintensiv war die Sache natürlich trotzdem, aber an einem schönen, goldenen Herbsttag auf der Terrasse sitzend und plaudernd… da kann man ganz viele Eicheln schälen. 🙂

Ich habe übrigens eine große Menge gesammelt und vorbereitet, weil man die Masse problemlos einfrieren kann!

Orientiert hab ich mich dann grob an einem Rezept von Homegrown&Healthy. Dort gibt es aus der restlichen Eichelmasse übrigens am nächsten Tag Spaghetti mit Eichelbällchen.

Noch ein Tipp für meine veganen Leser: Die Masse haftet aufgrund der vielen Stärke ausgesprochen gut. Ich vermute, man braucht nicht mal unbedingt Eier. Probiert es doch mal aus und berichtet mir! 🙂

Vorbereitung:

Eicheln sammeln und schälen. Am besten funktioniert das mit den ganz reifen Eicheln, deren Schalen bereits ein wenig gewellt sind (s. Foto). Die Häutchen möglichst sorgfältig entfernen, aber ein paar Reste sind auch nicht weiter dramatisch.

Ich hab etwas mehr als 1kg gesammelt und hatte am Ende 400g geschälte Eicheln (weil man auch immer wieder mal wurmige dabei hat, die man natürlich entsorgen muss).

Mit Wasser bedecken und jeden Tag das Wasser wechseln. Dass die verbliebenen Häutchen nachdunkeln, ist völlig normal.

Ich hab mir eine Woche Zeit gelassen – das funktioniert. Ihr könnt es ja auch kürzer probieren, ich übernehme aber keine Garantie für bittere Burger. 😉

Zubereitung:

Die Eicheln mit frischem Wasser bedecken und 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. (Also insgesamt 40min kochen).

Das Wasser verändert seinen Braunton mit jedem Mal kochen, weil immer mehr Bitterstoffe ausgeschwemmt werden.

Wenn die Eicheln gekocht und vergleichsweise weich sind, diese am besten mit dem Stabmixer pürieren. Ich denke, wenn man sie noch etwas länger kocht, müsste auch ein Erdäpfelstampfer ausreichen.

Für die Eichel-Patties (ergibt mindestens 10 Burger, eher mehr, Masse lässt sich einfrieren):

  • 400g ungeschälte Eicheln, gewässert, gekocht und püriert
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stange Sellerie (oder entsprechend viel Selleriegrün)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 50g Haferflocken
  • 1 geh. EL Erythrit
  • 3 Eier (davon 1 Eiklar aufheben für die Wedges)
  • 6 EL Sojasauce
  • 4 EL Senf
  • 4 EL Tomatenmark aus der Tube
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Für die Zwiebelringe:

  • Zwiebelringe aus den oben angegebenen Zwiebeln geschnitten
  • 1 geh. EL Kokosmehl (oder anderes Mehl)
  • Erdnussöl

Für die Wedges:

  • so viele Erdäpfel, wie gewünscht
  • 1 Eiklar (von obigen 3 Eiern abgenommen)
  • Salz, Pfeffer, Gewürze nach Belieben

Außerdem:

  • Essiggurkerl
  • Senf
  • Ketchup
  • Salatblätter
  • etwas geriebener Cheddar
  • Burger-Buns (es folgt unten noch ein Rezept für Low Carb-Buns, natürlich gehen aber auch alle anderen)

Für die Wedges frische oder junge Erdäpfel mit Schale verwenden, alle anderen schälen. Achteln, gut würzen und in Eiklar wenden. 25-30min ins vorgeheizte Backrohr legen, ggf. einmal umdrehen.

Einige Zwiebelringe aus der dicken Mitte der Zwiebeln abschneiden und zur Seite stellen. Die restlichen Zwiebeln und die Knoblauchzehen möglichst fein hacken.

Zwiebelringe in Mehl wenden und in Öl ausbacken. Zur Seite legen.

Sellerie und Frühlingszwiebel klein schneiden und gemeinsam mit Zwiebel und Knoblauch anbraten. Haferflocken und einen Schuss Wasser zugeben, Eichelmasse und Eier dazu, alles gut vermischen und sehr großzügig abschmecken.

Eher flache Bratlinge formen und in reichlich Erdnussöl ausbacken.

Buns aufschneiden, die Hälften je mit Senf und Ketchup bestreichen. Dann mit Zwiebelringen, Salat, Eichelpatty, Cheddar und Gurkerl belegen. Mit den Wedges servieren.

Low Carb-Burger Buns, nicht No-Carb Buns!

Da die Eichelpatties sowie die Wedges schon reichlich Kohlenhydrate hatten, dachten wir, wie machen uns kohlenhydratreduzierte Buns dazu. Diese sind leicht süßlich und sehr gut, aber natürlich nicht ganz so fluffig wie normale.

Für 8 Mini-Buns (können eingefroren werden):

  • 200ml Buttermilch (2 EL zurückbehalten zum Bestreichen)
  • 1/2 Würfel Germ=Hefe
  • 1 TL Zucker (braucht die Germ zum aufgehen)
  • 1 TL Birkenzucker
  • 40g Butter
  • 50g Dinkelvollkornmehl
  • 50g Weizenmehl
  • 30g geschrotete Goldleinsamen
  • 100g entöltes Mandelmehl
  • 100g Kokosmehl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 2 Eier (verquirlen und etwa 1/2 Ei zurückbehalten zum Bestreichen)
  • Sesam zum Bestreuen

Buttermilch mit Zucker lauwarm erwärmen, Germ und 1 EL Mehl einrühren und 10min stehen lassen.

Butter schmelzen und einrühren.

Alle Zutaten (bis auf ca. 1/2 verquirltes Ei) vermischen und lange kneten.

Spülbecken mit heißem Wasser füllen.

Teig in eine Schüssel geben und diese ins heiße Wasser stellen. Mit einem Teller beschweren, damit sie am Boden bleibt. Achtung, es darf natürlich kein Wasser einlaufen. Mindestens 60min gehen lassen.

Backrohr auf 30°C vorheizen.

Teig nun möglichst nicht mehr kneten, sondern in 8 Stücke teilen und vorsichtig zu acht runden, flachen Buns schleifen. Auf ein Backblech setzen, ins lauwarme Backrohr setzen und nochmal 30min gehen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft aufheizen.

1/2 Ei mit Buttermilch verrühren und die Broterl damit bestreichen. Mit Sesam bestreuen. 25-30min backen.

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Pesto-Stielmus mit Grilltomaten

Stielmus bzw. Rübstiel kenne ich noch nicht lange, das gibt es hier im Süden eigentlich nicht. Habe es aber vor zwei Jahren für mich entdeckt, als mein Mann mir im Sommer noch ein Hochbeet gebaut hat und ich es unbedingt noch bepflanzen wollte.

Eigentlich zieht man Rübstiel aus (zu) eng nebeneinander gesäten Rüben. Die Knolle ist unbrauchbar bzw. nicht vorhanden, das Grün isst man. Ich hatte damals aber sogar spezielles Rübstiel-Saatgut.

Es handelt sich dabei um ein typisches „Arme-Leute-Essen“, die oft so richtig lecker sind. Fotogen ist Stielmus ja nicht unbedingt; beruhigt hat mich nur, dass ich online eigentlich auch keine Bilder gesehen hab, die wesentlich „ästhetischer“ gewesen wären. 😉 Aber soo gut!! Deftig, wärmend, sättigend und gaaanz viel gutes Grün.

Üblicherweise wird Stielmus in Norddeutschland mit Erdäpfeln und Wurst (oder Speck) serviert. Ich hab diesmal eine mediterrane Art von (vegetarischem) Stielmus ausprobiert – CrissCross-Food nennt man das, glaub ich. 🙂

Ganz ehrlich braucht es auch nicht unbedingt Rübstiel bzw. Rübenblätter, sondern geht auch mit anderem Grünzeug, etwa Radieschenblättern oder Radiblättern. Einfach mal experimentieren!

2 Portionen:

Für das Stielmus:

  • 500g Rübstiel oder Radieschenblätter (evtl. auch gestreckt mit einigen Wildkräutern)
  • 150ml Milch oder Obers=Sahne
  • 150ml Gemüsesuppe
  • 50g Pesto Genovese
  • 2 geh. EL Butter
  • 2 geh. EL Kokosmehl (oder ein anderes LC-Mehl, etwa Mandelmehl; notfalls auch geriebene Mandeln)
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Für die Grilltomaten:

  • 4 Tomaten
  • Butter
  • Salz, Pfeffer

Außerdem:

  • 1/2 Pkg. Feta oder Schafkäse

 

Den riesengroßen Haufen Rübstiel (keine Sorge, das fällt enorm zusammen!) klein hacken und 10min in der Gemüsesuppe kochen. Dann abgießen (Kochflüssigkeit auffangen!).

Im Topf aus 2 EL Butter und 2 EL Kokosmehl eine Anbrenn=Mehlschwitze zubereiten. Die Milch sowie die Kochflüssigkeit nach und nach mit einem Schneebesen einrühren. Gut mit Salz, Pfeffer und ordentlich Muskat abschmecken.

Grünzeug und Pesto Genovese unterrühren und nochmal 5min köcheln.

In der Zwischenzeit die Tomaten halbieren, salzen, pfeffern und in der Butter anbraten bzw. grillen.

Feta drüberstreuen, nochmals pfeffern und servieren. Die lila Blüten auf unseren Tellern sind übrigens zerzupfte Schnittlauch-Blüten.

 

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Kichererbsen-Broterl

In der Low Carb-Bäckerei gibt es ja allerlei Tricks und Tipps, die helfen, Kohlenhydrate einzusparen. Ein solches Gebäck trägt den Namen „Böhtchen“ – dabei handelt es sich um Brötchen aus Bohnen. Ich hab das vor ewigen Zeiten mal aus dem Internet nachgekocht, allerdings war das so ein ganz strenges LC-Gebäck, das nur aus Bohnen, Eiern und irgendeinem Topfen=Quark oder so bestehen durfte. Kein mehliges Bindemittel. Mir hat das damals nicht so geschmeckt, es hat sich angefühlt wie Oopsies mit Bohnengeschmack (und ich empfinde Oopsies als Zumutung).

Da ich aber noch einige gekochte Kichererbsen übrig hatte, hab ich mir gedacht, ich probier das nochmal aus, entwickle aber die Grundidee weiter. Und jetzt bin ich vollauf zufrieden: Mir schmecken die kleinen, gesunden Energiebomben ausgesprochen gut! Probiert es mal aus!

Für 9 Broterl:

  • 150-160g gekochte Kichererbsen (= etwa 75g Trockengewicht; am besten einfach entsprechend mehr Kichererbsen kochen, wenn man sowieso ein Kichererbsen-Gericht zubereiten will)
  • 4 Eier M
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 20g Flohsamenschalen
  • 20g Hanfsamen
  • 20g Chia-Samen*
  • 50g Kokosmehl
  • 50g Eiweißpulver, neutral
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver

Die gekochten (kalten oder ggf. etwas abgekühlten) Kichererbsen mit den Eiern pürieren.

Gemeinsam mit allen weiteren Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit nassen Händen Broterl formen, kreuzförmig einritzen, mit etwas Wasser bestreichen und 40min backen.

Kichererbsen-Broterl_04

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

~~~

So, und abschließend noch ein paar aktuelle Fotos unserer Wildblumenwiese.

Ich LIEBE diese Wiese, sie summt und brummt und flattert vor lauter fröhlicher Insekten, und in ihrem zweiten Jahr wird es auch langsam immer blumiger (das ist nicht ganz einfach, weil es sich um einen reichhaltigen Lehmboden handelt – eine Blumenwiese entsteht schneller als Magerwiese denn als so genannte Fettwiese). Außerdem lebt Vlad, die Giga-Kröte darin. Aus dieser großen Kröte könnte man glatt zwei machen – da halten sogar die Katzen Sicherheitsabstand. 😀

Demnächst müssten auch viele hellrosa Wildblumen zu blühen beginnen, von denen ich leider nicht weiß, wie sie heißen. Ich stelle dann Fotos ein (die Knospen sind schon ziemlich dick, kann also nicht mehr lange dauern). Letztes Jahr waren die auch richtig schön, ich bin so glücklich darüber, dass sie abgesamt haben!

Mein persönlicher Wunsch wären ja noch mehr Korn- und Mohnblumen. Aber die mögen lieber mageren Boden, das wird noch ein längeres Projekt. Nur nicht aufgeben, wir haben ja Zeit!

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Ach ja, noch etwas möchte ich heute gerne herzeigen: Kennt ihr die Blume „Jungfrau im Grünen“ (Nigella damascena)? Die ist SO schön! Hat sich aus dem Garten unserer netten, älteren Nachbarin, die mich auch sonst immer fleißig mit Saatgut versorgt, in unsere Rabatte verirrt. Ist einfach angeflogen – und ich hab das halbe Frühjahr über geglaubt, da hätten sich (mit dem Kompost?) Karotten eingeschmuggelt, weil die Jungpflanzen genauso aussehen. 🙂

Werde diesmal mit System Saatgut der „Jungfrau im Grünen“ absammeln – ich hab mich wirklich in diese zauberhafte Blume verliebt:

Jungfrau-im-Gruenen

Buddha Bowl mit Romanesco, Karfiol und Kichererbsen-Schüsserln

Liebe Christina, liebe Marlies, dieser Beitrag ist für euch. 🙂

Christina – heute aber wirklich ein Gericht mit Romanesco (und nicht mit Romesco-Sauce). Und hier auch die gewünschte Abbildung der Kichererbsen-Schüsserl!

Marlies – vielen Dank für die Anregung mit der Kichererbsen-Polenta. Ich habe sie, wie du weißt, ein wenig mit Kokosmehl und Flohsamenschalen „gestreckt“ und dann in gut gefettete Mini-Muffinförmchen gegeben. Das ist dabei herausgekommen.

 

Et voilà – eine hübsch bunte Buddha Bowl zum Verlieben!

2 Portionen:

  • 1 Mini-Karfiol=Blumenkohl
  • 1 Mini-Romanesco
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten (ich hatte gelbe und rote)
  • 1 kl. Stück Gurke
  • 1 Handvoll Blattsalat (die sind schon aus eigener Ernte, jaaa)
  • etwas frischer Koriander (oder Petersilie, wenn man den Geschmack nicht mag)
  • etwas Sesam
  • zwei Stängel Rosmarin zum „Auffädeln“ der Schüsserl
  • zwei Klecks Pesto Rosso oder Ajvar oder sonstiges buntes Gemüse-Dip-Zeugs aus dem Vorrat
  • 1/2 Portion Kichererbsen-Kokos-Polenta
  • Schwarzkümmel, Pul Biber oder sonstige bunte „Deko-Gewürze“ für die Schüsserl
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Zuerst die Kichererbsen-Kokos-Polenta zubereiten. Es empfiehlt sich, gleich die doppelte Menge zu machen und sie am nächsten Tag z.B. als Taler auszubacken.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen und die Polenta in gut gefettete Mini-Muffinförmchen (oder andere kleine, ofenfeste Förmchen) füllen und mit bunten Gewürzen bestreuen (ich hatte Schwarzkümmel und Pul Biber). 20-25min backen lassen, bis sie eine schöne goldene Farbe haben und zu Schüsselchen zusammengefallen sind.

In der Zwischenzeit den Karfiol und den Romanesco in Röschen teilen und in 3-4min in wenig Salzwasser bissfest dünsten. Salzen, pfeffern und abschließend in etwas Pesto Rosso oder Ajvar schwenken.

Tomaten, Gurkenscheiben, Salatblätter und frische Kräuter herrichten.

Zwei Stangen Rosmarin so abrebeln, dass nur noch der oberste Blattstand übrig bleibt. Der größte Teil des Rosmarinstingels soll entlaubt sein, sodass er den Schüsserln als Spieß dient, an dem diese aufgefädelt werden können.

Alles zusammen schön in einer geeigneten Schale anrichten, mit noch etwas Pesto Rosso oder Ajvar beklecksen und mit Sesam sowie frischen Kräutern bestreuen.

Spargel in Orangen-Ingwer-Sauce mit Kichererbsen-Kokos-Talern

Ich habe unlängst den schönen Blog homesteadnotes von Marlies für mich entdeckt. Marlies präsentiert u.a. vegane Rezepte, und eines davon haben wir vorgestern nachgekocht. Es war ganz einfach fantastisch!

Die Taler aus Kichererbsen-Polenta habe ich ein wenig abgeändert. Sie bestehen nun nicht mehr aus 100% Kichererbsen-Mehl (obwohl das auch für Low Carb gerade noch so ginge), sondern zum Teil aus Kokosmehl und aus Flohsamenschalen. Außerdem habe ich noch Schwarzkümmel, Garam Masala, Sojasauce, frischen Ingwer und Koriander sowie eine Frühlingszwiebel genommen. Mah war das gut!

Übrigens empfiehlt es sich, gleich die doppelte Menge Polenta zuzubereiten, um sie schon am Vortag (denn für die Taler muss sie eine Nacht lang stehen) zu verschnabulieren. Wir haben sie übrigens in Mini-Muffin-Förmchen gefüllt und in eine Buddha Bowl gegeben. Das Foto davon folgt in den nächsten Tagen.

2 Portionen:

Am Vortag: Kichererbsen-Kokos-Polenta für 4 Portionen zubereiten:

  • 90g Kichererbsenmehl
  • 50g Kokosmehl
  • 10g Flohsamenschalen
  • 4 EL Sojasauce
  • ca. 750ml kräftige Gemüsesuppe (evtl. mehr)
  • Salz, Pfeffer, Garam Masala, türk. Schwarzkümmel
  • Erdnussöl

Für das Gemüse:

  • 500g grüner Spargel
  • 2 Karotten
  • 1 große Frühlingszwiebel
  • 2-3 -Bio-Orangen (je nach Größe)
  • frischer Ingwer, etwa 2cm groß
  • frischer Koriander zum Bestreuen
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl

Am Vortag die Polenta zubereiten. Dazu ca. 750ml kräftige Gemüsesuppe aufkochen (je nach Beschaffenheit der Mehle kann man auch mehr brauchen) und mit dem Schneebesen sorgfältig nach und nach die vermischten Mehle sowie die Gewürze unterrühren. Kräftig (über-)würzen, die Mehle verbrauchen viel davon! Kurz leicht köcheln lasssen.

Dann die halbe Masse in eine gefettete Auflaufform o.ä. (ich hab eine Brownie-Form genommen) geben und über Nacht kalt stellen. Anfangs ist die Masse breiig, jedoch zieht diese über Nacht an und wird schön kompakt wie normale Polenta.

Die andere Hälfte der Masse kann für ein aktuelles Essen verwendet werden, etwa pur, als Auflauf oder als im Mini-Muffinblech ausgebackene Polenta-Schüsselchen.

Am nächsten Tag den Spargel putzen (beim grünen nur die untersten Enden schälen), in ca. 5cm lange Stücke, die Frühlingszwiebel mit dem Grün in Ringe und die Karotten in Scheiben schneiden. Orangen auspressen und etwas Schale abreiben. Ingwer schälen und fein hacken.

Alles zusammen in einem Wok in Erdnussöl anbraten. Dann mit dem Orangensaft ablöschen, salzen, pfeffern, mit etwas Instant-Gemüsesuppe sowie der Orangenschale würzen und Deckel drauf geben. Ca. 5min mit Deckel dünsten (Spargel soll noch bissfest sein). Dann den Deckel wegnehmen und die Hitze erhöhen, bis der Orangensaft zu einer sirupartigen Sauce eindickt.

In der Zwischenzeit die Polenta-Taler mit einem angefeuchteten Glas ausstechen und in Erdnussöl ausbacken. Sie bräunen sehr schnell, also pro Seite braucht es nur wenige Minuten. Die noch rohen Teig-Taler mit Schwarzkümmel bestreuen und den so miteinbacken.

Vor dem Servieren noch mit frischem Koriander bestreuen.

Supergut, oder? Danke, liebe Marlies!

 

Und hier mal wieder ein paar Fotos aus dem Garten. Die ersten Tulpen und Traubenhyazinthen unserer Wildblumenwiese sind jetzt endlich aufgegangen – und auch einige wunderschöne Schachbrettblumen! Außerdem haben wir schon soo hohen Salat! Den hatten wir den ganzen Winter über mit Vlies abgedeckt und konnten auch während der Wintermonate Schnittsalat ernten, aber jetzt wächst er sich brav zu richtigen Häupteln aus (sogar ein Häuptel zwischen den Ritzen des Hochbeets hihi).

 

 

Frühlingsgruß-Törtchen

Die Farbkombination ist doch wirklich entzückend! Die erinnert mich an unsere Hochzeit im Mai 2012, wo wir alles in Maigrün-Rosa-Weiß gehalten haben. 😉 Die Candybar war richtig cool, find ich!

Ich wollte schon ewig mal was mit Matcha-Tee grün färben; dazu gibt es ja alle möglichen Anregungen im Internet. Das hat richtig gut geklappt! Ich seh schon: Demnächst gibt es einige grüne Gerichte hier auf Genussspecht.

Ach ja, ein Wort zum Mehl: Etwa ein Drittel des Mehles ist nicht Low Carb, sondern konventionelles Dinkelmehl. Da es mir aber darum geht, Kohlenhydrate allgemein zu reduzieren, sehe ich in diesem Törtchen immer noch eine gute, vergleichsweise gesunde Alternative zum herkömmlichen Naschzeug. Wer partout kein Dinkelmehl verwenden will, kann sich z.B. mit Mandelmehl und etwas Guakernmehl zum ‚Zusammenkleben‘ behelfen.

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

Für den Boden:

  • 50g Kokosmehl
  • 50g Dinkelmehl, glatt
  • 40g Eiweißpulver, Haselnuss oder Vanille
  • 70g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 100g Kokosöl
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver

Für die Kokosmakronen-Fülle:

  • 3 Eiklar von Eiern der Größe M (Eidotter kann man gut einfrieren)
  • 1 TL Matcha-Pulver
  • 70g Erythrit, in der Kaffeemühle fein gemahlen (oder gekauften „Puderxucker“)
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Rum
  • 100g Kokosraspeln

Außerdem:

  • 100g TK-Himbeeren
  • 100g TK-Heidelbeeren
  • 1 kl. Handvoll gestiftelte Mandeln

Wer wie ich nur eine Rührschüssel (und keine Lust auf abwaschen) hat, sollte mit der Kokosfülle anfangen. Dazu Erythrit, Stevia und Matcha-Pulver zusammen in der Kaffeemühle fein mahlen. Die Eiklar damit und mit Salz und Rum sehr steif schlagen bis Spitzen stehen bleiben. Das kann länger dauern als man es gewohnt ist, gelingt aber mit der Küchenmaschine garantiert.

Dann die Kokosraspel vorsichtig mit einem Teigspachtel unterheben und die Masse kühl stellen. Wer eine zweite Rührschüssel hat, kann hingegen mit folgendem Schritt beginnen und die Eischnee-Masse erst später zubereiten:

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Kokosöl und Erythrit schmelzen. Die trockenen Zutaten vermischen und dann das Kokosöl unterrühren. Die Masse mit den Fingern in eine gefettete Springform drücken und einen Rand hochziehen.

10min backen. Dann rausnehmen und vollständig erkalten lassen.

Die meisten Beeren (können ruhig noch gefroren sein) auf dem Kuchenboden verteilen. Dann die grüne Kokosmasse aufstreichen und ein paar hübsche Beeren oben reindrücken. Schließlich noch die Mandel drüber streuen.

20min backen. Sollte das Törtchen zu dunkel werden, die restlichen 5min abdecken. Wenn die Masse innen noch leicht feucht und saftig ist, so ist das durchaus gewünscht. Wer das nicht möchte, sollte sie noch 5min länger im Rohr lassen.

Lecker ist auch eine Füllung mit Kirschen oder Weichseln (aus dem Glas oder frisch) anstelle der Beeren!

 

 

Raclettebrot

Dieses köstliche Jausenbrot gab es früher oft, aber seit wir uns Low Carb ernähren, hab ich einfach nicht mehr dran gedacht. Dabei geht das so einfach! 🙂

2-4 Portionen (als Hauptspeise bzw. als Jausensnack):

  • 90g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie
  • 25g Kokosmehl
  • 25g Walnussmehl oder Kürbiskernmehl
  • 15g Hanfsamen
  • 2 Eier M
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 50g Joghurt oder Sauerrahm oder Buttermilch
  • 1 geh. TL Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1/2 TL Kümmel, gemahlen oder 1 TL ganze Samen
  • 1/2 TL Anis- oder Fenchelsamen
  • ca. 10 Scheiben Raclettekäse
  • frisch gemahlener Pfeffer zum Bestreuen
  • Sauergemüse

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen, dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Teig esslöffelweise in Form von 2 Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, evtl. mit nassen Händen nachmodellieren. 30-35 min bei 180°C Heißluft backen.

Ein wenig auskühlen lassen, danach einmal längs durchschneiden und mit Raclettescheiben belegen. Mit Pfeffer bestreuen und 15-20min überbacken, bis der Käse zerläuft und ganz leicht bräunt.

Mit Sauergemüse servieren.

Salzige Karamell-Brownies

Die Idee für das Rezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones, allerdings habe ich fast alles daran geändert, damit es LC-tauglich wird. 😉 Trotzdem: Die Brownies mit köstlich-klebrigen Seen aus Salzkaramell von Anna Jones waren eine fantastische Inspiration!

 

Für 12 Brownies:

Für das Karamell:

Für die Brownies:

  • 170g Schoko-Drops mit Erythrit (oder andere LC-konforme Edelbitter-Schokolade)
  • 30g Kokosöl
  • 20g Butter
  • 50g Erdnussmus
  • 90g Erythrit
  • 1 TL Erythrit-Streusüße mit Stevia
  • 4 Eier M
  • 4 EL Milch (noch besser Buttermilch, wenn zufällig vorhanden)
  • 30g Kokosmehl (ersatzweise Walnussmehl)
  • 30g Mandelmehl, stark entölt
  • 30g Eiweißpulver, Schoko (ersatzweise Haselnuss)
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/4-1/2 TL Flor de Sal

 

Zunächst das Karamell bereiten. Dafür erst mal ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Öl bepinseln. Das ist ernst gemeint, sonst kriegt man später Probleme beim Ablösen!

Kokosblütenzucker und Erythrit vermischen und unter ständigem Rühren in einem Stielpfännchen schmelzen. Achtung, nicht anbrennen lassen! Wenn alle Zuckerkristalle geschmolzen sind, die Butter unterrühren. Wenn die Butter geschmolzen ist, die Milch und das Salz unterrühren und wieder etwas erhitzen, bis das Karamell schön eingedickt ist. Dann auf das Backbleck gießen und zum Aushärten für 30min in den Tiefkühler stellen (wer keinen hat muss sich länger gedulden).

In einem Topf Butter, Kokosöl, Erdnussmus und Schoko-Drops unter dauerndem Rühren schmelzen lassen.

Inzwischen Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Eier in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Erythrit, Streusüße und Milch unterrühren.

Mehle, Eiweißpulver und Backpulver miteinander verrühren und dann mit der Schoko-Fett-Mischung zu den Eiern geben.

Das Karamell vom Blech nehmen und 2/3 davon in grobe, ca. 1cm² große, Stücke brechen. Den Rest in kleinere Stücke brechen oder hacken und unter die Schokomasse heben.

Das Backpapier in eine Brownie-Form geben (meine ist 27x20cm, aber auch eine etwas kleinere ist in Ordnung, dann sind die Brownies halt dicker und müssen 1min länger im Rohr bleiben) und die Schokomasse hineinstreichen.

Die großen Karamellstücke obenauf legen.

Bei 180°C Ober-/Unterhitze 20min backen (für zartschmelzenden Brownie-Kern) bzw. 25min (für konventionelleren, komplett durchgebackenen Schoko-Kuchen).

20min überkühlen lassen (vorsicht, das Karamell wird sehr heiß!!) und erst dann in Stücke schneiden. Mit noch ein wenig Flor de Sal bestreuen.

 

 

* Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

 

Wienerschnitzerl mit getrüffeltem Wirsing (Veg+)

Am 21. Jänner fand das 76. Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel statt. Ich bin so gar kein Fan vom Schifahren, und noch viel weniger Fan vom Schifahrenschauen im Fernsehen. ABER da gehöre ich zu einer Minderheit in Österreich, und das weiß ich auch. 🙂 Meine ganze Familie liebt es, diesem Volkssport zuzusehen, erst recht auf der „Streif“ in Kitzbühel.

Dieses Jahr hat sich mein Mann sein „Kindheits-Hahnenkamm-Menü“ gewünscht. Er hat immer Schnitzerl und Pommes bekommen und dies dann gemeinsam mit seinen Eltern und Brüdern vor dem Fernseher verschnabuliert.

Gesagt, getan, nur drei Punkte musste das Menü erfüllen:

  1. Low Carb
  2. eine vegetarische Alternative für mich
  3. extra Gemüse, damit es vollwertig-wertvoller wird

Und diese Leckerei ist dabei herausgekommen:

 

2 Portionen (1x vegetarisch, 1x Fleisch):

Für die Schnitzerl:

  • 1-2 Schweineschnitzerl (je nach Größe)
  • 1/2 Knollensellerie
  • 4 geh. EL Kokosmehl
  • 4 geh. EL Eiweißpulver, neutral
  • 4 geh. EL Flohsamenschalen
  • 4 geh. EL geriebene Mandeln
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 4 geh. EL geriebener Käse (wir hatten Cheddar)
  • 1 Ei
  • 1 Eidotter
  • 1 Schuss Milch oder Obers=Sahne
  • Salz, Pfeffer, Butterschmalz

Für die Sellerie-Pommes:

  • 1/2 Knollensellerie
  • 1 Eiweiß
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, evtl. 1 Prise Curry oder Kurkuma f. d. Farbe

Für den getrüffelten Wirsing:

  • 1/4 Wirsing
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 Handvoll braune Champignons (wer Trüffel hat, kann die natürlich gerne nehmen, dann ist es edler)
  • 70-100ml Obers=Sahne
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Trüffelöl

Außerdem:

  • Zitronenvierterl zum Beträufeln

 

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine Selleriehälfte in pommesartige Stifte schneiden und in eine Schüssel mit Deckel geben. Salzen, pfeffern, mit Paprikapulver sowie evtl. etwas Curry/Kurkuma würzen und ein Eiweiß dazu geben. Gut schütteln.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca. 40min backen (zur Halbzeit mal wenden). Es wäre gut, wenn sich die Pommes nicht berühren würden, dann werden sie knuspriger.

Schweineschnitzerl mit dem Schnitzelklopfer flach klopfen (Mir fällt gerade ein: Ich hab mal einen britischen Krimi gelesen, wo die Mordwaffe ein Schnitzelklopfer war, aber die Ermittler das markante Muster nicht identifizieren konnten, weil man so ein Küchenutensil in GB nicht so richtig gut kennt).

Selleriescheiben der zweiten Knollenhälfte ca. 1,5cm dick schneiden. Wenn gewünscht, halbieren.

Beides gut salzen und pfeffern.

Kokosmehl und Eiweißpulver auf einem Teller vermischen.

Ei, Eidotter, Milch (Obers), Salz und Pfeffer auf einem zweiten Teller mit der Gabel verrühren.

Flohsamenschalen, Mandeln, Haferkleie und Käse auf einem dritten Teller vermischen.

Die Schnitzel panieren und zur Seite stellen.

Wirsing feinnudelig schneiden. Zwiebel würfeln. Champignons vierteln oder halbieren.

Zwiebel in Erdnussöl anbraten, dann Wirsing und Champignons zugeben und dünsten lassen. Salzen, pfeffern und mit Zitronensaft abschmecken. Deckel drauf.

Schnitzel in heißem Butterschmalz (ggf. in Tranchen) ausbacken.

Wirsing mit Obers ablöschen und weiterdünsten lassen, während die Schnitzel in der Pfanne sind. Vor dem Servieren noch mit Trüffelöl beträufeln.

Alles zusammen frisch ausgebacken auf den Tisch bringen. Serviervorschlag: Den Trüffel-Wirsing in separaten Schälchen servieren, damit die Panier nicht aufweicht.

Tipp: Hier habe ich schon einmal ein Rezept für Sellerie-Käse-Cordon bleu mit Grüner Sauce gepostet.

 

Winter-Lahmacun (türkische Pizza)

Lahmacun heißt auf arab. „Brot mit Fleisch“. Richtig, dieses Rezept wird noch mit Fleisch gemacht, denn ich habe es mir ausgedacht, bevor ich meinen Entschluss gefasst hab, zukünftig darauf zu verzichten. 🙂 Alternativ kann ich mir die/den/das Lahmacun auch gut mit einer vegetarischen Bolognese aus geraspeltem Gemüse (insbes. Pilzen, Karotten, Sellerie) sowie Nüssen & Kernen (Sonnenblumenkerne) vorstellen.

Noch ein Tipp zum Teig: Betti hat in ihrem Happy Carb-Blog eine neue Idee entwickelt, mit der Mozzarella-Teig noch einfacher zuzubereiten ist. Man schneidet den Mozzarella klein und püriert ihn mit dem Ei. Dann gibt man die restlichen Zutaten dazu. Allerdings muss diese Variante dann vor der Zubereitung nochmal 1-2 Stunden in den Kühlschrank. Wenn ihr die Zeit dafür habt, probiert es auch mal aus. Evtl. macht dann aber die Germ=Hefe Probleme, also vorsichtshalber etwas mehr Backpulver nehmen.

Für den Teig:

  • 250g Mozzarella (die normale Vollfett-Version)
  • 20g Butter
  • 20g Griechisches Joghurt 10% Fett
  • 1 geh. TL Guakernmehl
  • 30g Flohsamenschalen
  • 30g Kokosmehl
  • 3 Eier M
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Trockengerm=Hefe
  • 1 Msp. Kokosblütenzucker

Für den Lahmacun-Belag:

  • 1/2 kl. Kopf Weißkraut oder Eisbergsalat
  • evtl. 2 geh. EL gekeimte Sprossen
  • 100ml Gemüsesuppe (aus Bio-Instant-Gemüsesuppe und Wasser)
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 kl. rote Zwiebel
  • 1 kl. gelbe Zwiebel
  • 1 Chili
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50ml passierte Tomaten
  • 3 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 125g Rinderfaschiertes=Hackfleisch (oder Lammfaschiertes)
  • ½ Pkg. Schafkäse oder Feta
  • einige schwarze Oliven
  • etwas Erdnussöl
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Sumach, Pul Biber
  • Kräuter frisch oder getrocknet: Thymian, Petersilie, etwas Minze
  • (im Sommer: ein paar Tomaten- und Gurkenscheiben zur Garnierung)

Für das WinterCacık (Cacık=eine türkische Variante von Zatziki):

  • 1-2 Stangen Sellerie oder 1 Selleriewurzel oder 1 Pastinake oder 1 Petersilwurzel (im Sommer: ½ Gurke)
  • 180g Griechisches Joghurt 10%
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Krautsalat am besten zuallererst zubereiten, damit er schön durchziehen kann. Dazu das Weißkraut feinnudelig schneiden. Den Apfelessigund das Olivenöl mit 100ml heißer Gemüsesuppe verrühren. Über das Kraut gießen, Olivenöl und evtl. Sprossen zugeben, salzen und pfeffern und stehen lassen. Wer Eisbergsalat verwendet, kann zwar dieselbe Marinade machen, sollte den Salat jedoch erst vor dem Servieren mit der erkalteten Marinade vermischen.

Die Trockengerm mit dem Kokosblütenzucker und 2 EL warmem Wasser verrühren und 10min stehen lassen.

Die trockenen Zutaten für den Teig mit den Eiern und der Germmischung=Hefemischung verrühren und an einem warmen Ort etwas gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Mozzarella in Stücke schneiden und gemeinsam mit der Butter und dem Joghurt auf kleiner Flamme in einem Stielpfännchen schmelzen. Mit einem Schneebesen gut sämig verrühren – das kann ein wenig anstrengend sein, aber es lohnt sich.

Die geschmolzene, noch heiße Mozzarella-Mischung esslöfelweise auf höchster Stufe in den Teig einrühren. Immer wieder Pausen machen (währenddessen die Mischung wieder auf den Herd stellen, damit sie nicht erkaltet) und ordentlich Gas geben mit der Küchenmaschine. Mozzarella so nach und nach in den Teig einarbeiten.

Das ist ein wenig aufwändig, aber dieser Teig ist wirklich ausgesprochen lecker!

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig möglichst dünn auf einem Backpapier ausbreiten. Das geht am besten mit den (nassen) Fingern oder, noch etwas einfacher, wenn man eine Schicht Frischhaltefolie über dem Teig ausbreitet und dann mit einem Teigwalker=Nudelholz darüberrollt. Außerdem ist es einfacher, wenn man das Backpapier erst nach dem Ausbreiten des Teiges auf das Backblech zieht.

Für 20min ins Backrohr geben und den Boden vorbacken.

Inzwischen die gelbe Zwiebel, die Knoblauchzehen und die Chili fein hacken, in etwas Erdnussöl anbraten. Das Rindfleisch mit den passierten Tomaten und dem Tomatenmark zugeben, kräftig würzen. Scharf anbraten, es sollte nicht mehr zu flüssig sein, da sonst der Teig zu sehr aufweicht.

Für das Winter-Cacık den Sellerie fein raspeln (im Sommer eine Gurke entkernen und raspeln, salzen, ziehen lassen, Wasser abgießen). Die Raspel zusammen mit einer frisch gepressten Knoblauchzehe, dem Zitronensaft, dem Olivenöl und dem Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den vorgebackenen Boden aus dem Rohr nehmen.

Mit der Fleischmischung bestreichen und wieder für 20min ab ins Rohr, jetzt allerdings bei 200°C Heißluft.

Die rote Zwiebel in Ringe schneiden (und im Sommer ein paar Tomaten- und Gurkenscheiben extra).

Nach Ende der Backzeit Lahmacun aus dem Ofen holen. Mit dem Salat, den Zwiebelringen, den Oliven und dem zerbröselten Schafkäse belegen (und im Sommer den Gemüsescheiben). Zum Abschluss Cacık mit einem Löffel auf dem Salat verteilen und sofort servieren.