Panierter Kabeljau auf Ofengemüse mit Sauce Tartare

Ich liebe Ofengemüse einfach. Vom Ofengemüse mit fruchtiger Avocado-Creme hatte ich noch kleingeschnittenes und gewürztes Gemüse eingefroren, und schon seit Bettina auf Happy Carb ihre Fish and Chips präsentiert hat, will ich eine Panade aus Flohsamenschalen ausprobieren. Und siehe da: Klappt perfekt!

2 Portionen:

  • 2 Filet (=ca. 250g) Kabeljau (oder anderen weißen Fisch – Ich hatte MSC-zertifizierten Kabeljau aus der Barentssee, die sich nördlich von Norwegen befindet und über stabile Fischbestände verfügt. Ein Blick auf die Nachhaltigkeit ist m.E. absolut unerlässlich beim Fischkonsum!)
  • 2 Eier
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 1 Schuss Milch oder Obers=Sahne
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

1 Blech voll in Wedges-Form geschnittenes Gemüse. Da jedes Gemüse ein anderes Gewicht vorzuweisen hat, gebe ich hier keine Gewichtszahlen an. Das Auge kann ohnehin am besten einschätzen, wieviel man zu zweit verdrücken möchte. Genommen habe ich jedenfalls:

  • Butternut-Kürbis
  • Pastinaken
  • Kohlrabi
  • Selleriewurzeln

Gewürze für das Ofengemüse:

Für die Sauce Tartare:

  • 100g Magertopfen=Quark
  • 2 geh. EL Sauerrahm oder Crème fraîche
  • 2 EL Leinöl
  • 2 EL Senf
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 hartgekochtes Ei
  • 1 Schalotte oder Perlzwieberl
  • 3 EL Kapernbeeren (oder 2 EL kleine Kapern)
  • 2 EL Kapern-Flüssigkeit
  • 4 Essiggurkerl (für strenges Low Carb darauf achten, dass im Gurkenwasser kein Zucker ist)
  • etwas kleingehackter Schnittlauch und Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Paprikapulver

 

Zuerst das Gemüse in Wedges-Form schneiden und mind. 1 Std. einwässern. Dieses Prozedere entzieht dem Gemüse (v.a. dem Kürbis) Stärke, die sonst dazu führt, dass er weich wird. Wer weiches Ofengemüse bevorzugt, kann sich diesen Schritt sparen.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Das Gemüse gemeinsam mit den Gewürzen in eine Schüssel mit Deckel geben und ordentlich schütteln.

Ein Ei trennen und das Eiweiß steif schlagen. Unter das Gemüse heben. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 45min backen (nach der Halbzeit einmal wenden).

Für die Sauce Tartarte alle flüssigen Zutaten gut verrühren. Das Ei, die Schalotte, die Kapern, die Essiggurkerl und die Kräuter möglichst fein hacken und unterheben. Kräftig abschmecken und bis zum Servieren durchziehen lassen.

Das Ei mit dem übrigen Dotter und einem Schuss Milch oder Obers verquirlen. Kräftig salzen und pfeffern. Den Fisch durch das Ei und schließlich durch die Flohsamenschalen ziehen.

Kurz vor Ende der Garzeit für das Gemüse die Fischstücke in Erdnussöl rundherum anbraten.

Aus dem restlichen Ei und evtl. übriggebliebenen Flohsamenschalen kann man noch kleine Mini-Omelettes als Beilage fabrizieren.

Dazu passen frisch-säuerlicher Salat und britischer Malzessig für Fisch und Gemüse.

 

Und weil es draußen gar so fies und kalt ist, ende ich mit der Erinnerung an einen sommerlichen Tag im März, an dem die Kronen-Anemonen in unserer Wildblumenwiese zu blühen begonnen haben:

Kronen-Anemone

Garnelen auf Kohlrabi-Fenchel-Gemüse mit Bärlauch

2 Portionen:

  • 220g TK-Garnelen, geschält (alternativ Flusskrebschen)
  • 1 kl. Fenchelknolle (das Grün kann mitverwendet werden)
  • 1 kl. Kohlrabi
  • 2 gr. Frühlingszwiebeln (alternativ Lauchzwiebel)
  • 1/2 Handvoll Bärlauch, in grobe Streifen geschnitten
  • 2+1 geh. TL Bärlauchpesto (alternativ nochmal 1/2 Handvoll Bärlauch, fein gehackt, und etwas Olivenöl)
  • 50ml Gemüsesuppe
  • 100ml Obers=Sahne
  • 1 TL Erythrit
  • 2 EL heller, fruchtiger Obstessig (sehr lecker z.B. Himbeeressig; guter Apfelessig geht auch)
  • 1 Schuss Weißwein
  • 1 Msp. Guakernmehl
  • etwas Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Kokosöl

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TK-Garnelen zum Auftauen rauslegen.

Frühlingszwiebeln mit dem Grün in Ringe schneiden. Fenchel in sehr dünne Scheiben hobeln (Fenchelgrün aufheben). Kohlrabi in dünne Stifte schneiden. Bärlauch hacken.

Fenchel und Kohlrabi gemeinsam mit den Frühlingszwiebeln im Wok in wenig Kokosöl andünsten. Ca. 8min bei mittlerer Hitze braten.

Gemüse mit 100ml Obers und 50ml Suppe ablöschen. Erythrit, Guakernmehl, Weißwein und Essig in einer Tasse verrühren, schließlich unter das Gemüse rühren. 2 TL Bärlauchpesto und gehackten Bärlauch zugeben. Evtl. auch ein wenig vom Fenchelgrün, wenn genug davon da ist. Der Rest wird Deko.

Garnelen in einem anderen Topf in Kokosöl anbraten. Mit etwas Zitronensaft beträufeln. Salzen, pfeffern, 1 TL Bärlauchpesto unterrühren. Kurz etwas eindicken lassen.

Das Gemüse auf Teller geben und die Garnelen darauf setzen. Mit Fenchelgrün und etwas Bärlauch dekorieren.

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Fetastäbchen auf Bärlauch-Blattgemüse

Ich bin ja ein ganz großer Fan von türkischen Olivenöl-Gerichten, die warm oder kalt gegessen werden können. Ihr ganz eigener Reiz entsteht durch die Kombination von Unmengen bestem Olivenöl (wer hier spart, kann das natürlich machen, isst dann aber keine authentisch türkische Speise mehr) und Zitrone.

Hier habe ich schon einmal Fisolen=Grüne Bohnen als ein solches Gericht zubereitet: Loubieh b zeyt – Fisolen mit Tomaten in Öl. (Achtung, damals war gerade meine Kamera defekt und ich musste die gaaanz miese vom Tablet nehmen. Im Sommer, wenn es frische Fisolen gibt, korrigiere ich das mit der Digitalen Spiegelreflexkamera, die ich mir bis dahin hoffentlich endlich gönnen kann. 🙂 )

Noch ein Wort zum Blattgemüse: Ich habe Kohlrabiblätter verwendet, die ich direkt nach der Kohlrabi-Ernte gerne kleinschneide und frisch in einem Sammelsackerl einfriere. Sie haben ein großartiges Aroma und sind VIEL zu schade für den Kompost! Sie sind übrigens auch eine wertvolle Zutat für schnell gemachte Grüne Smoothies. Natürlich, wenn man nur Lager-Kohlrabi mit welken Blättern im Supermarkt bekommt, hält sich der Genuss in Grenzen, aber vielleicht findet ihr ja mal wo ganz knackig-frische Ware, z.B. am Wochenmarkt. Alternativ könnt ihr selbstverständlich auch gekauftes Blattgrün wie Mangold, Wirsing, Grünkohl, Schwarzkohl oder Spinat verwenden.

2 Portionen:

  • ca. 6 Handvoll kleingehacktes Blattgrün nach Wahl (Kohlrabiblätter, Wirsing, Mangold, Spinat, Grünkohl, Schwarzkohl etc.)
  • 3 TL Bärlauchpesto (oder 1 Handvoll frischer Bärlauch + 1 EL Olivenöl extra)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chili
  • 4 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 roter Spitzpaprika
  • Saft v. 1/2 gr. Zitrone
  • 1 Pkg. Feta oder Schafkäse
  • 1 Ei
  • 4 EL Magermilchpulver (ersatzweise Eiweißpulver)
  • 3 EL Flohsamenschalen
  • 3 EL Haferkleie
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Erst die Fetastäbchen panieren. Dazu Sticks in der Form von Fischstäbchen schneiden, diese pfeffern, durch Magermilchpulver, dann durch das verquirlte Ei und schließlich durch eine Mischung aus Flohsamenschalen und Haferkleie ziehen.

Zwiebel halbieren und die Hälften in Ringe schneiden. Chili fein schneiden. Paprika halbieren; die eine Hälfte in Würferl, die andere in grobe Stücke schneiden.

Zwiebelringe und Chili in ordentlich Olivenöl (6 EL oder mehr) andünsten, dann das Blattgrün und die Paprikawürferl zugeben. Mit Zitronensaft ablöschen, Bärlauchpesto und Tomatenmark unterrühren und Deckel aufsetzen. Sanft dünsten lassen (festes, dunkelgrünes Blattgrün braucht länger als zarter Spinat).

Fetasticks von allen Seiten in Fett (nicht zu sehr sparen, damit sie gleichmäßig braun werden) anbraten. Die groben Paprikastücke auch in der Pfanne anbraten und als Farbtupfer servieren.

 

Übrigens: Die Reste der Panade kann man mit einem weiteren Ei verquirlen und einen netten Fladen als Beilage daraus machen:

Reste-Fladen

 

 

Und hier hab ich noch einen kleinen Kerl für euch, den ich heute Morgen vom Badezimmerfenster aus fotografiert hab, und den ich euch nicht vorenthalten wollte. Ist der nicht schick? Schönes Wochenende euch allen!

Fasan_02

 

 

Ofengemüse mit fruchtiger Avocado-Creme

Ich bin ein „VIB“ (Very Important Blogger) beim Spiceblog der Firma Spiceworld, seit ich mit meinem Pisto Manchego auf Spaghettikürbis bei einem Gewinnspiel mitgemacht habe. Und letzte Woche habe ich überraschend ein liebes Weihnachtsgeschenk bekommen: Zwei Gewürzdosen, eine mit dem Gewürz Veggi (World of Asia) und eines mit Fish & Chicken (World of Asia). Das musste doch natürlich gleich ausprobiert werden! 🙂 Danke, liebes Spiceworld-Team, ich hab mich wirklich gefreut!

V-I-B

2 Portionen:

1 Blech voll in Wedges-Form geschnittenes Gemüse. Da jedes Gemüse ein anderes Gewicht vorzuweisen hat, gebe ich hier keine Gewichtszahlen an. Das Auge kann ohnehin am besten einschätzen, wieviel man zu zweit verdrücken möchte. Genommen habe ich jedenfalls:

  • Butternut-Kürbis
  • Pastinaken
  • Kohlrabi
  • Süßkartoffeln (nicht Low Carb)
  • Blaue Erdäpfel=Kartoffeln (nicht Low Carb, dafür aus eigener Ernte)

Gewürze:

Für den Dip:

  • 1 Avocado
  • 1 kl. Apfel (schälen, wenn ein Stabmixer verwendet wird; ungeschält, wenn ein guter Blender verwendet wird)
  • Saft v. 1/2 Orange (wer es nicht so fruchtig mag, nimmt den Saft einer halben Zitrone)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL helles Mandelmus
  • Salz, Pfeffer, Tabasco

Weiters:

  • 1 Handvoll frisch gekeimte Radieschensprossen

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Das Gemüse putzen und in Wedges-Form schneiden. Gemeinsam mit den Gewürzen in eine Schüssel mit Deckel geben und ordentlich schütteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 45min backen (nach der Halbzeit einmal wenden).

Für den Dip einfach alle Zutaten fein pürieren.

Vor dem Servieren mit den Radieschensprossen bestreuen.

Tipp: Man kann super die doppelte Menge Gemüse schneiden, würzen und dann für gesundes Fast Food einfach einfrieren!

Kürbis-Kohlrabi-Auflauf mit Schafkäse

Für dieses Rezept habe ich ein Gewürz verwendet, das mir die Firma Spiceworld zur Verfügung gestellt hat. Eigentlich wäre es schon gedacht gewesen für das Kürbisgewinnspiel, bei dem ich mit meinem Spaghettikürbis mit Pisto Manchego mitgemacht habe. Zum spanischen Pisto hat es nicht gepasst und man durfte nur ein Rezept einreichen, deshalb hab ich mir mit dem Asant dann doch Zeit gelassen. Jetzt ist es aber wirklich schon viel zu lange her und ich möchte mich nochmals bei Spiceworld für das Gewürz bedanken! Hier der Link zum Shop, wo man es als Gewürzmischung mit Bockshornkleesamen kaufen kann (nein, ich bekomme keine Provision).

Asant, Asafoetida oder Teufelsdreck kenne ich seit meiner Indien-Reise. Das Gewürz wird in Afghanistan, Pakistan, im Iran und eben in Indien zur Zubereitung und Verfeinerung von Speisen benutzt. Offenbar kommt die hohe Akzeptanz in der indischen Küche von den Brahmanen (Angehörige der obersten Kaste, Lehrer, Gelehrte, auch heute noch fast immer in religiösen Bereichen aktiv). Die Brahmanen dürfen bzw. durften nämlich keine Zwiebeln und keinen Knoblauch essen, weil diesen Gemüsen aphrodisierende Wirkung zugeschreiben wird. Arme Brahmanen. Lustig (und ein bisschen sinnlos) ist diese Regel außerdem, weil gerade Asant heute in der Kräuterkunde als Aphrodisiakum eingesetzt wird und eigentlich schon seit dem Altertum als solches bekannt ist. 😉

Asanat ist jedenfalls geschmacklich durchaus mit Zwiebeln und Knoblauch zu vergleichen. Nur stinkt er noch ein bisschen mehr. 😉 Das liegt an dem schwefeligen Harz, einem der Hauptbestandteile der Gewürzzubereitung. Stinkig (im Rohzustand) oder nicht, Asant zaubert eine wahnsinnig tolle Geschmacksnote in viele Gerichte! In Indien wird fast alles damit gewürzt: Vegetarisch, Fleisch, Fisch, Brühe, Saucen. So, wie ich fast zu jedem Essen die obligatorische Zwiebel-Knoblauch-Mischung gebe, oder wie man in anderen Ländern auch bei fast jedem Essen gleich startet (z.B. beginnt nahezu jedes Gericht in Puerto Rico mit der Zubereitung von Sofrito, einer Würzsauce aus viel Olivenöl, Chili, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch; das habe ich im Buch Mofongo von Cecilia Samartin kennengelernt).

Asant ist übrigens Bestandteil der Worcestershiresauce. Gewusst? Ich auch nicht.

Hier nun aber genug der Infos. Und hubbidihupp los geht’s mit dem Rezept!

 

2 Portionen:

  • 350g Butternuss-Kürbis
  • 1 Kohlrabi inkl. Blätter
  • 1 kl. Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Pkg. Schafkäse oder Feta (gerne auch selbstgemachter Frischkäse als original indische Alternative)
  • 1 Ei
  • 1 guter Schuss Obers=Sahne (ca. 50ml)
  • Petersilie
  • 1 TL Asant
  • 1 Msp. geriebene Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Kürbis und Kohlrabi putzen und in grobe Stücke schneiden. Kohlrabigrün in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

Zwiebel und Knoblauch in Erdnussöl anbraten. Dann Kürbis und Kohlrabi zugeben und bei guter Hitze von allen Seiten bräunen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Asant würzen.

Den Schafkäse grob würfeln und gemeinsam mit den gehackten Kohlrabiblättern und der Petersilie unterrühren.

Backrohr auf 200°C Heißluft vorheizen.

Alles in eine gefettete Auflaufform füllen und mit einer Mischung aus Ei und Obers begießen.

35-40min ab ins Backrohr.

Dazu passt frischer Salat.

Kohlrabi-Kokossuppe mit pochiertem Ei

Mein armer Mann hat gestern einen Schrauben ins Kiefer gedreht bekommen (ich hab sowas auch schon – nennt sich elegant „Zahnimplantat“, ist aber eigentlich eine hundsordinäre Schraube, die mit einer Bohrmaschine in den Knochen gebohrt und anschließend mit einer klassischen Ratsche festgedreht wird…). Damit er nicht verhungern musste, gab es abends ein schönes Süppchen. 🙂

Ich gestehe, ich bin ja eigentlich nicht so die Suppenköchin (und -esserin). Schmecken tun sie mir ja sehr, die Suppen, aber danach hab ich immer das Gefühl, ich brauche noch was „Richtiges“. 😉 Aus diesem Grund bin ich auch ein wenig unkreativ, wenn es dann doch einmal an die Suppenküche geht.

Es ist unschwer zu erkennen, dass ich mich bei dem folgenden Rezept fast 1:1 an Bettis Happy Carb-Blog orientiert habe. Allerdings habe ich statt der Steckrübe einen Kohlrabi (aus dem Garten! vom 9. NOVEMBER!!) verwendet. Ich frage mich, wieso es in Österreich eigentlich keine Steckrüben (vulgo Kohlrüben) gibt. Oder nur hier in Salzburg/OÖ nicht? Wahrscheinlich schmeckt die Suppe aber mit Kohlrabi genauso wie mit Steckrübe. Die guten Aromen liefern ohnehin andere Zutaten. Danke, liebe Betti, das war eine super Idee!

Das pochierte Ei anstelle der Curry-Mandelblättchen (wie bei Betti; die wären in dem Fall zu bröselig-hart gewesen) war die Idee meines Mannes. Hat super harmoniert und schön satt gemacht! Ohne Ei ist die Suppe vegan.

Übrigens: Mit diesem Post mache ich auch mit beim aktuellen SPICEblog-Thema Healthy Soups. Wenn ihr auf das Logo klickt, kommt ihr direkt zu meiner SPICEblog-Seite und seht, welche Beiträge von Genussspecht.net dort schon veröffentlicht wurden.

V-I-B

2-3 Portionen (als Hauptspeise) bzw. 4-5 Portionen (als Vorspeise):

  • 1 Kohlrabi
  • ca. 1/2 Bund Suppengrün (je ein Stück Karotte, Sellerie, Petersilwurzel, Lauch)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein ca. 3cm-großes Stück Ingwer
  • 1 Bio-Orange (Saft und Schale)
  • 500ml Gemüsesuppe
  • 200ml (=1/2 Dose) Kokosmilch
  • 2 EL Mandelmus
  • 1 EL Currypaste oder Harissapaste
  • 1 EL Tomatenmark aus d. Tube
  • Salz, Pfeffer, Kokosöl
  • fakultativ: 1 Ei pro Portion zum Pochieren + etwas Essig

Kohlrabi und Suppengrün grob würfeln. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken. Orange auspressen und Schale abreiben.

Tipp: Die Kohlrabiblätter nicht wegwerfen, sondern klein hacken und einfrieren. Man kann sie wie Wirsing-Gerichte zubereiten!

Etwas Kokosöl in einem Topf erhitzen und erst die Zwiebel und den Ingwer anbraten, dann das restliche Gemüse und die Orangenschale zugeben und kurz schwenken. Curry- oder Harissapaste sowie Tomatenmark zugeben und durchrühren. Dann mit Gemüsesuppe ablöschen und 20-25min köcheln lassen (je nach Größe der Stücke).

Mit dem Pürierstab alles cremig pürieren. Dann die Kokosmilch, den Orangensaft, das Mandelmus, Salz, Pfeffer und ggf. noch etwas Wasser zufügen und wieder pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Auf dem Herd zum Warmhalten stehen lassen.

Für die pochierten Eier einen hohen Topf mit Wasser, Salz und einem guten Schuss Essig erhitzen. (In der Zwischenzeit die Suppe in Schalen füllen.) Jedes Ei nun einzeln in eine Tasse aufschlagen. Dann mit einem Kochlöffel einen Strudel ins kochende Wasser machen und das Ei sanft in den Strudel gleiten lassen. Zwei Esslöffel nehmen und das Eiweiß rund ums Ei modellieren. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in die befüllten Suppenschalen gleiten lassen. Mit den weiteren Eiern ebenso verfahren.

Das Süppchen evtl. noch mit etwas Paprika-, Currypulver oder Cayennepfeffer (irgendwas Farbigem) bestreuen und sofort servieren.

Kohlrabi Kohlrabi-Kokossuppe_01 Kohlrabi-Kokossuppe_02

Kohlrabi-Kokossuppe_03

Loubieh b zeyt – Fisolen mit Tomaten in Öl – dazu Bratkohlrabi

Ein libanesisches Gericht, das ich ganz ähnlich auch aus der Türkei kenne. Diese Olivenölgerichte isst man frisch und warm oder auch lauwarm oder ganz kalt, was natürlich besonders bei sommerlichen Temperaturen besonders lecker ist. Meist gibt es dazu Fladenbrot. Bei uns hingegen schnellen Bratkohlrabi. 🙂

2 Portionen: 

  • 400g Fisolen=Grüne Bohnen
  • 400g Tomaten (ich hatte rote und gelbe, sieht schön aus)
  • ca. 100g Zucchini (wenn sie der Kühlschrank hergibt – muss aber nicht sein)
  • 1-2 Zwiebeln (je nachdem, ob Zucchini vorhanden ist)
  • 6 Zehen Knoblauch
  • ½ kl. Tasse bestes Olivenöl
  • Saft v. ½ Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 1 kl. Kohlrabi
  • Kokosöl
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • Petersilie zum Bestreuen

Mit dem Kohlrabi-Bratgemüse beginnen. Dazu den Kohlrabi schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Kokosöl erhitzen und darin unter gelegentlichem Rühren den Kohlrabi würzen und wie Braterdäpfel braten, bis die Stücke bräunen. Das dauert ca. 15min. Zum Schluss mit gehackter Petersilie bestreuen.

In der Zwischenzeit Zwiebeln und Knoblauch klein hacken. Fisolen putzen und dritteln. Zucchini (wenn vorhanden) würfeln.

Olivenöl in einem großen Topf, am besten im Wok, erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürferl darin braten.

Fisolenstücke und Zucchiniwürferl dazugeben.

Tomaten würfeln (oder Cocktailtomaten halbieren) und zu den Bohnen geben. Das Ganze aufkochen lassen.

Sobald die Fisolen gar sind, alles mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Mit dem Bratkohlrabi servieren und alles mit Petersilie dekorieren.

Die Loubieh b zeyt schmecken warm und kalt gut! Kalt hatte ich sie am nächsten Tag ins Büro mit – wunderbar!

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Loubieh-b-zeyt _Bratkohlrabi_01

Enchiladas (casi) tradicional

Zu Deutsch: (fast) klassische Enchiladas! 🙂

Ich hab schon mal Low Carb-Enchiladas mit Zucchini-Salsa und Hendl gemacht. Genauso wie damals ist die Grundidee für ein solches Enchilada-Rezept der lieben Betti von Happy Carb zu verdanken. Hier also eine Variante, die ziemlich konventionell daher kommt. Mit Guacamole! Jammi! 🙂

2 Portionen:

  • 150g Magertopfen=Quark
  • 3 Eier M
  • 50g Cheddar, gerieben
  • 2 EL Flohsamenschalen
  • 1 EL Kichererbsenmehl
  • 1/2 TL Koriandersamen, gerieben
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 TL Salz
  • 200g gemischtes Faschiertes=Hackfleisch
  • 1 Kohlrabi
  • 1 kl. Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Cocktailtomaten
  • 2 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 30g Cheddar, gerieben
  • 1 Chili
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • ordentlich Koriandergrün und Oregano (auch zum Bestreuen)
  • 1 Avocado
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Tabasco, Koriandergrün

Die Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine verrühren und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die sehr flüssige Masse so dünn wie möglich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verstreichen und dann für 15min backen. In 4 gleich große Stücke schneiden.

In der Zwischenzeit Zwiebel, Knoblauch, Chili und Kohlrabi möglichst fein würfeln. In Erdnussöl anbraten, Faschiertes zugeben und gut durchbraten. Dann geviertelte Tomaten und Tomatenmark zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kräuter fein hacken und dazugeben. Unbedingt noch Koriander aufheben!

Die abgekühlten Teigplatten in eine gebutterte Auflaufform stellen, je mit einem Viertel der Fleischmasse füllen und mit geriebenem Cheddar bestreuen.

Enchiladas für 25min im Rohr backen.

In der Zwischenzeit die Guacamole zubereiten: Dafür die Avocado mit der Zitrone und den Gewürzen mit dem Zauberstab pürieren.

Guacamole zu den mit Koriander bestreuten Enchiladas reichen.

Hier die Fotos, für die ich mich entschuldige, weil ich zur Zeit keine ordentliche Kamera zur Verfügung hab:

Enchiladas-tradicional_01 Enchiladas-tradicional_02 Enchiladas-tradicional_03

Enchiladas-tradicional_04 Enchiladas-tradicional_05

Gefüllte Kohlrabi auf Salat – Vegan & indisch inspiriert

2 Portionen:

Für die Kohlrabi:

  • 1 sehr großer Kohlrabi (meiner hatte fast 700g!) oder 2 kleine
  • 3 Frühlingszwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 Tomate
  • 2 Handvoll frischer Blattspinat (od. 1 TK-Zwutschgerl)
  • Saft v. 1/2 Limette
  • 50g Cashew-Kerne, am Vortag in Wasser eingeweicht
  • 2-3 EL rote Linsen
  • 2+2 geh. TL Tahin-Paste
  • 2 geh. TL Harissa-Paste
  • 1 geh. TL Currypulver od. Paste (ggf. auch nur Kurkumapulver)
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Kohlrabi schälen, einen großen Kohlrabi halbieren, kleine Kohlrabis ganz lassen. In Salzwasser 15-20min (je nach Größe) kochen lassen. In den letzten 5min die roten Linsen einfach ins Kochwasser schmeißen.

Eingeweichte Cashews mit dem Pürierstab musig pürieren.

Frühlingszwiebel mit dem Grün in feine Ringe schneiden, Knoblauchzehen fein hacken. Spinat fein hacken. Tomate klein würfeln.

Erdnussöl im Wok erhitzen und das Gemüse anbraten.

Kohlrabi (und Linsen) in ein Sieb abgießen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Kohlrabi mit einem spitzen Löffel aushöhlen, sodass nur das äußere Fruchtfleisch stehen bleibt. Das Innere fein hacken und gemeinsam mit den gekochten Linsen zum Gemüse in den Wok geben. Pürierte Cashews zugeben und ordentlich mit Salz, Pfeffer, 3 TL Tahin, Harissa, Zitronensaft und Currypulver würzen.

Kohlrabi füllen (es wird ein richtiger „Berg“ an Fülle, aber der hält zusammen) und zum Schluss je nochmal 1 TL Tahin draufklecksen. In eine gefettete ofenfeste Form stellen und 20min im Rohr lassen.

Für den Salat:

  • 1/2 (kleiner) Kopf Eisbergsalat
  • 1/2 Tomate
  • 1 Nektarine
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 geh. TL Mandelmus
  • 1 TL Harissa
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL weißen Balsamico-Essig
  • 2 EL Limettensaft
  • 2 EL Olivenöl oder Rapsöl
  • 1 TL Kurkuma

Das Gemüse klein schneiden. Marinade anrühren und kurz vor dem Servieren über den Salat gießen.

Ich habe den Salat auf Tellern verteilt und die Kohlrabi dann darauf gesetzt.

Gefüllte-Kohlrabi-Indischer-Salat_01 Gefüllte-Kohlrabi-Indischer-Salat_02

Kohlrabi-Radieschen-Pfanne mit Kochkäsesauce

Und wieder mal eine leckere Inspiration von der lieben Betti von Happy Carb (Bratkohlrabi mit Kochkäsecreme). Sie hat bereits festgestellt, dass nicht jeder Deutsche Kochkäse kennt… und ich war daraufhin ganz erstaunt, dass das offenbar auch eine Odenwälder Spezialität ist, denn ich kenne Kochkäse ganz urig aus oberösterreichischen Mostschanken.

Ich hatte (mal wieder) ein paar andere Zutaten zur Hand – aber im Großen und Ganzen ist es immer noch Bettis Rezept. Ovationen bitte ihr angedeihen lassen. 🙂

2 Portionen:

  • 1 großer Kohlrabi (meiner hatte fast 600g) oder 2 kleinere
  • 6-8 Radieschen inkl. Grün
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 70g Speckwürferl oder -streiferl (ich ergänze den Tag „Vegetarisch“, weil die natürlich leicht weggelassen oder durch Räuchertofu ersetzt werden können)
  • 2 eingelegte, scharfe Pfefferoni=Pepperoni
  • 200g Frischkäse, Doppelrahmstufe
  • 1/2 TL Natron
  • 20g Butter
  • 1/2 TL Salz
  • Schnittlauch und Petersilie
  • etwas Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Paprikapulver

Frischkäse und Butter gemeinsam mit 1/2 TL Salz und Natron bei sanfter Hitze schmelzen; mit dem Schneebesen mehrmals umrühren. Einfach stehen lassen, dann dickt die Sache wieder ein bisschen mehr ein. (Wer eine Mikrowelle hat, kann sich im Rezept von Betti schlau machen. Ihr Frischkäse ist noch dicker und mehr als Creme zu verstehen.)

Den Kohlrabi und die Radieschen in mundgerechte Stücke schneiden. Das Radieschengrün klein schneiden. Pfefferoni mit Kernen klein hacken. Frühlingzwiebel mit dem Grün in Ringe schneiden.

Speck (oder Räuchertofu) in die Pfanne geben und anbraten.

Die Frühlingszwiebelringe sowie die Kohlrabi- und Radieschenstücke dazu geben (sollte der Speck nicht viel Fett gelassen haben, noch etwas Butter zufügen), salzen, pfeffern, mit Gewürzen abschmecken und Deckel schließen; ab und zu umrühren. Das Gemüse garen bis es bissfest ist. Gegen Ende das Radieschengrün und die Pfefferoni unterrühren und die Zitrone darüber träufeln.

Kochkäse ggf. nochmals leicht erwärmen und zum Servieren über die Gemüsepfanne geben.

Mit Schnittlauch und Petersilie garnieren.

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