Rauchige Tomatensuppe mit Kichererbsen, Kürbis und Grünkohl-Topping

Zuerst ein Tipp:

Wie man Kohlgemüse kocht und dabei die Superstoffe erhält

Dunkelgrünes Kohlgemüse (neben Grünkohl z.B. auch Brokkoli, Wirsing, Kohlsprossen=Rosenkohl…) ist das gesündeste Lebensmittel überhaupt, denn es enthält die Vorstufe zu einem fantastischen Stoff namens Sulforaphan (Senföl), der nur in Kreuzblütlergemüse vorkommt. Sulforaphan schützt effizient das Gehirn, die Augen, vor Krebs – und generell vor freien Radikalen, weil es ein unglaublich wirksames Antioxidans ist. Die Pharmaindustrie würde diesen Stoff gerne extrahieren, nur blöderweise klappt das einfach nicht, weil er an die Gemüsefasern gebunden zu sein scheint und seine Wirksamkeit verliert, sobald man ihn da ‚rausholt‘ (sehr laienhaft ausgedrückt).

Allerdings: Diese Vorstufe (Glucoraphanin) ist nicht hitzeresistent, was bedeutet, dass das Sulforaphan nicht gebildet werden kann, wenn Kreuzblütlergemüse erhitzt wird. Es gibt aber zwei Tricks, wie man es dennoch aufnehmen kann, wenn man Kohlgemüse nicht immer nur als Rohkost essen möchte:

  1. Man schneidet das Kohlgemüse mindestens 40min vor dem Erhitzen klein. Das Glucoraphanin reagiert mit dem Enzym Myrosinase, welches beim Zerkleinern der Fasern entsteht. Gibt man den beiden nun ein wenig Zeit, bilden sie das hitzeresistente Supermittel Sulforaphan (genauso funktioniert es, wenn wir Kreuzblütler als Rohkost essen – im Magen bildet sich dann nach dem Kauen das Sulforaphan).
  2. Man gibt während des Erhitzens Senfpulver dazu, führt also ‚künstlich‘ sowas wie einen Sulforaphan-Starter hinzu.

Ich versuche meist, beide Strategien zu kombinieren, um ein Maximum aus meinem Essen herauszuholen. Senfpulver passt aber geschmacklich nicht immer, weshalb der 40-Minuten-Trick auch nicht schlecht ist, wenn man die Zeit dafür hat.

Wie das alles genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen: How To Cook Broccoli (Dr. Michael Greger)

Rauchige Tomatensuppe mit Kichererbsen, Kürbis und Grünkohl-Topping

Diese Suppe trifft so richtig gut die Stimmung, in der ich mich gerade befinde: Es ist noch kühl draußen, ich freu mich über was Wärmendes, aber gleichzeitig ist sie ein buntes Geschmacksfeuerwerk, das die warme Jahreszeit vorausdeutet.

Wenn ihr keinen guten Kürbis mehr bekommt, könnt ihr den auch durch Süßkartoffeln ersetzen (ich hatte noch Kürbiswürfel eingefroren). Wer keinen Pimenton de la Vera hat, sollte sich dringend welchen besorgen. 😉 Im Ernst, natürlich kann man ihn ersetzen durch normales Paprikapulver, aber das wäre, als würde man Gruyère mit Analogkäse austauschen. Dieses rauchige Aroma ist der absolute Kick für viele Gerichte, gerade in der vegetarischen oder veganen Küche.

Die sättigende Suppe eignet sich auch sehr gut zum Aufwärmen, weshalb ich ein wenig mehr gemacht habe.

3 Portionen:

  • 200g Kürbisfleisch, in 1-2cm große Würfel geschnitten (alternativ: Süßkartoffel)
  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 400ml Gemüsesuppe
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 kl. Karotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • je 1 geriebener TL Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, Pfeffer, milder Räucherpaprika (Pimenton de la Vera)
  • 2 gr. Handvoll gekochte Kichererbsen (ich koche immer mehr und mache dann auch noch Hummus draus oder friere sie für zukünftige Gerichte ein)
  • 2 gr. Handvoll Grünkohl (alternativ: Wirsing), in grobe Streifen geschnitten
  • 1 TL Bärlauchpesto oder etwas frischer Bärlauch (alternativ: Schnittlauch)
  • 1/2 TL Senfpulver (wenn vorhanden)
  • etwas Zitronensaft (ca. 1/4 Zitrone)
  • frischer Koriander
  • Salz, Olivenöl

Wer die Kichererbsen auf konventionelle Weise zubereiten will, muss sie mindestens 5 Stunden vorher (oder über Nacht) in Wasser mit 1 Msp. Natron einweichen. Dann im Schnellkochtopf 15min kochen und den Ring absinken lassen. (Oder wie gewohnt entsprechend länger im normalen Topf kochen.)

Das Rezept beginnen wir mit dem Kohlgemüse. Einfach 40min (oder länger) vor dem Kochen in grobe Streifen schneiden und liegen lassen.

Dann das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die Kürbiswürfel (oder Süßkartoffel-Würfel) mit etwas Kreuzkümmel, Salz und Olivenöl in eine Schüssel mit Deckel geben und schütteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backplech geben und 20-25min backen.

Die Zwiebel, die Karotte und den Knoblauch klein schneiden und in etwas Öl in einem Topf anrösten. Sanft einige Minuten lang schmoren lassen, bis sie süß werden.

Die geriebenen Gewürze zugeben und kurz anrösten, bis sie duften (nicht verbrennen lassen!).

Dann mit der Dose Tomaten ablöschen, kurz etwas einköcheln lassen und dann die Gemüsesuppe ergänzen. (Ich mache übrigens nie „Suppe“ in dem Sinn, sondern wasche die Tomatendose mit Wasser aus, gieße das an und rühre Bio-Instant-Gemüsesuppenpulver ein.)

Deckel drauf und köcheln lassen, bis kurz bevor die Kürbiswürfel fertig  geröstet sind.

Die Kohlstreifen in Olivenöl sautieren und mit Salz, Senfpulver, Zitronensaft und Bärlauchpesto (oder frischem Bärlauch) würzen. So lange sautieren, bis der Kohl an den Rändern leicht knusprig wird.

Die Tomatensuppe pürieren, vielleicht müsst ihr noch ein wenig Wasser zugeben. Erst danach die fertigen Kürbiswürfel und die Kichererbsen hineingeben und noch kurz ziehen lassen.

In Schalen geben und mit den Kohlstreifen und etwas Koriandergrün bestreuen.

Tomatensuppe-Gruenkohl-Kichererbsen

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Wirsingrouladen mit Linsenfülle

Mein Wirsing wurde heuer ziemlich heimgesucht von Raupen (nicht von den weithin sichtbaren, gelben Kohlweißlingsraupen, die konnte ich meist rechtzeitig absammeln, sondern von den fiesen grünen, die man nicht sieht). Macht aber nichts, es ist trotzdem mehr als genug für uns geblieben – und lebt noch immer fröhlich im Beet unter dem Schnee, mit Vlies geschützt. 🙂

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Ich habe mir übrigens angewöhnt, für solche Gerichte nicht gleich einen ganzen Kohlkopf zu ernten, sondern nur die äußeren Blätter abzuschneiden. So kann er immer nachwachsen und in Summe hat man mehr davon. Außerdem ist das, was man isst, immer richtig frisch!

2 Portionen:

  • 6-8 große Wirsingblätter
  • 1 große gelbe Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Steckrübe (alternativ: 1 mittelgroße Mairübe) mit ein wenig Blattgrün (alternartiv: Petersilie)
  • 60g Berglinsen oder Puy-Linsen
  • 40g Quinoa (oder nicht Low Carb: Couscous)
  • 1 EL Estragon-Senf
  • 1/2 Zitrone (Saft & Schale)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Bio-Gemüsesuppenpulver
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Olivenöl

Für die Sauce:

  • 200g Tomaten (ich hatte fast nur eigene gelbe, die noch im Karton ausreiften; Dosentomaten gehen im Winter aber auch)
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 1 TL Erythrit
  • 1 EL Weißweinessig oder Balsamico Bianco
  • 200ml Sojamilch (alternativ normale Milch, Mandelmilch oder Hafermilch)
  • 1 geh. TL helles Mandelmus oder Cashewmus
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Berglinsen 25min in etwas mehr als der doppelten Menge Wasser (bzw. nach Packungsanweisung) mit Suppenpulver und dem Lorbeerblatt kochen. Nach 10min den Quinoa (bzw. nach 15min den Couscous) dazugeben und ggf. entsprechend Wasser nachgießen. Wenn das Wasser verkocht ist, Deckel draufgeben und nachquellen lassen.

Die untersten, dicken Enden der Blattrippen von den Wirsingblättern mit dem Messer herausschneiden (klein würfeln; die können dann zur Fülle). 20-30 Sekunden in Salzwasser blanchieren, rausnehmen und gut abtropfen lassen.

Zwiebel, Knoblauch und Rübe fein würfeln.

Zwiebel und Knoblauch in Erdnusöl anbraten; wenn die Zwiebeln glasig sind, die Rübenwürfelchen dazu geben. Anbraten, bis alles schön gebräunt ist. Dann Linsen, Quinoa (Couscous) und Gewürze zugeben.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Die Fülle in die Blätter geben und diese einrollen. Mit der ‚Naht‘ nach unten in eine mit etwas Olivenöl ausgepinselte Auflaufform geben. Zum Schluss mit noch ein wenig Olivenöl beträufeln und für 25min ab ins Rohr damit.

In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten: Zwiebel, Knoblauch und Chili in Erdnussöl anbraten. Grob gestückelte Tomaten zugeben und etwas braten, bis sie Wasser lassen. Mit Milch ablöschen. Erythrit, Nussmus und Essig verrühren und dann in die Sauce einrühren.

Sauce köcheln lassen, bis die Rouladen fast fertig sind. Ganz gegen Ende noch mit dem Pürierstab cremig pürieren.

Rouladen mit Sauce servieren. Wir hatten dazu noch einen frischen Zuckerhut-Salat mit hellem Balsamico-Dressing.

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Topinambur-Rüben-Gratin mit Kohlsprossen-Erbs-Gemüse

Kohlsprossen=Rosenkohl sind sooo toll; ich weiß nicht, warum ich die als Kind nicht gemocht hab, die schmecken doch so gut! Außerdem sind sie für mich ein kleines Wunder: Man pflanzt sie im Herbst und hat mitten im Winter eine frische, grüne Ernte. Ja, sogar jetzt noch, wo sie unter dem Schnee begraben sind, denn ihre Blätter machen ein kleines Dach und schützen die Sprosserln, sodass man selbst bei dicker Schneedecke noch ernten kann (und die, die unter dem Schnee begraben sind, werden auch nicht schlecht, sondern nur süßer).

Hier eine kleine Genese unserer diesjährigen Pflanzen. Sie wurden im Herbst auf ein Hochbeet gesetzt, das im Frühjahr Erbsen und Radieschen, im Sommer vor allem Salat besetzten:

Die letzten beiden Sonnen-Fotos stammen aus dem November. Zur Zeit sieht es bei uns eher so aus:

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Geerntet kann man sich über pralle, runde, leckere Knospen freuen. Hier ein Teil unserer Ernte vom 29. Dezember für dieses Gericht:

2 Portionen:

Für den Gratin:

  • 300g Topinambur
  • 300g Steckrüben und ein wenig Grün davon, wenn vorhanden (sonst etwas Petersilie und/oder Schnittlauch und/oder Borretsch)
  • 150g Erdäpfel (lila) – Bei strengerem Low Carb (=No Carb) können diese einfach durch mehr Topsis, Steckrüben oder aber auch durch Pastinaken oder Selleriewurzeln ersetzt werden  -das Verhältnis kohlenhydratärmerer Gemüse zu wenigen Erdäpfeln, die zudem aufgrund ihrer lila Färbung über einen ungewöhnlich hohen Antioxidantiengehalt verfügen, ist aber durchaus gesund und ausgewogen.
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Thymianblättchen
  • 2 Stängel Rosmarin
  • 500ml Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • 30g geriebener Käse – Bei veganer Ernährung einfach weglassen, er muss nicht unbedingt sein.

Für das Beilagengemüse:

  • 150g Kohlsprossen=Rosenkohl
  • 50g TK-Erbsen
  • 1/2 Bio-Zitrone (Saft & Schale)
  • 50-100ml Gemüsesuppe
  • Schnittlauch oder Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Eine weitere Idee:

  • dazu passt gut ein mit Salz, Pfeffer und Knoblauch verrührtes griechisches Joghurt als Dip

Rüben und Topsis gut abbürsten; Erdäpfel dünn schälen oder mit einer drahtigen Gemüsebürste fest abrubbeln und die äußere Schale abbürsten. (Ganz frische Steckrüben muss man nicht schälen, zumindest meine hier nicht. Kann sein, dass eure geschält werden sollten, ihr merkt das dann eh an der Dicke der Schale.)

Alles in 1/2cm dicke Scheiben schneiden (ich verwende dafür die Küchenmaschine, aber ein Hobel geht auch, dauert nur länger). Die Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden.

Erdäpfelscheiben in eine Schale mit kaltem Wasser legen und 10min wässern, damit ein wenig Stärke ausgespült wird.

Das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Ein tiefes Backblech mit Olivenöl einreiben. Alle Gemüsescheiben darauf legen, großzügig salzen und pfeffern sowie die gehackten Kräuter zugeben. Mit ca. 3 EL Olivenöl beträufeln und alles gut vermischen. Dann die Mischung möglichst gleichmäßig auf dem Blech glattstreichen.

Die Gemüsesuppe angießen. Den gesamten Gratin mit Alufolie abdecken und 40min im Ofen backen.

Nach 40min die Folie entfernen und den geriebenen Käse darüberstreuen. Nochmals 25min backen, bis die Oberfläche goldgelb und knusprig aussieht.

Etwa 10min vor Schluss die Kohlsprossen in etwas Ernussöl anbraten. Mit der Gemüsesuppe und dem Zitronensaft ablöschen und 5min dünsten. Wenn genug Wasser verdampft ist, noch kurz die Erbsen, die Zitronenschale und die Gewürze zugeben. Nicht zu lange kochen, die Kohlsprossen sollen noch Biss haben und die Erbsen frisch grün bleiben!

Wer möchte, kann noch einen Joghurtdip dazu servieren.

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Thunfisch-Cinque Formaggi-Pizza mit grünem Gemüse

Uno, due, tre, quattro, cinque. Das war’s aber auch schon mit meinen bescheidenen Italienisch-Kenntnissen (naaa gut, bis zehn kann ich zählen, und was zu essen kann ich mir auch bestellen… und Prost! kann ich auch sagen, hehe).

Meine Cinque Formaggi-Pizza besteht, Überraschung!, aus fünf Käsesorten und zudem einigem an grünem Gemüse. Dazu gehört noch unbedingt eine große Schüssel Salat, um einen extra Frischekick zu genießen und um die vielen Milchprodukte ein wenig „auszugleichen“.

Thunfisch-Pizzateig ist in der Low Carb-Küche schon längst keine Überraschung mehr, und ich koche ihn ab und zu immer noch ganz gern, obwohl ich mittlerweile fast keinen Fisch mehr esse. Wenn es dann ausnahmsweise Thunfisch gibt, dann ist es mir sehr wichtig, darauf zu achten, welchen ich kaufe:

Er sollte ausschließlich aus zertifiziertem Wildfang stammen. Das MSC-Siegel gibt es nur, wenn diese Fanggebiete nicht bereits überfischt sind! Weitere Informationen zum nachhaltigen Fischkauf gibt es beim WWF-Einkaufsratgeber für Fisch sowie beim Fischratgeber von Greenpeace. Die Thunfisch-Dosen, die ich verarbeite, sind von der nicht gefährdeten Gattung „Skipjack“ (Fanggebiet: Westpazifik) oder MSC-zertifizierte Ware aus gesunden Beständen.

2 Portionen:

Für den Teig:

  • 2 Dosen Thunfisch (in eigenem Saft)
  • 100g Cottage Cheese=Hüttenkäse
  • 2 Eier
  • 2 EL Mandelmehl (ersatzweise geriebene Mandeln)
  • 2 EL gehackte italienische Kräuter (ich hatte Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran)
  • Salz, Pfeffer

Für den Belag:

  • 100ml passierte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 30g Mozzarella
  • 30g Gorgonzola
  • 30g Feta
  • 30g Parmesan (Anm.: Für alle diese Käsesorten verwende ich gerne meine TK-Vorräte; ich friere immer ein wenig geriebenen Käse ein, wenn ich ihn sowieso für ein anderes Gericht reibe)
  • 1 Handvoll Fisolen=Grüne Bohnen (evtl. TK-Ware)
  • 1 Handvoll Erbsen (evtl. TK-Ware)
  • frische Kräuter zum Bestreuen (ich hatte Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran, Ringelblumen-Blüten; Rucola würde auch gut passen)
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Backrohr auf 160°C Heißluft vorheizen.

Thunfisch, Eier, Cottage Cheese, Kräuter und Mandelmehl mit der Küchenmaschine verrühren.

Die Masse kreisrund auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und für ca. 15min backen.

In der Zwischenzeit die Tomatensauce zubereiten. Dafür Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken und anbraten. Dann die passierten Tomaten zugeben und abschmecken. Einköcheln lassen, bis der Teig fertig ist.

Fisolen in kleine Stücke hacken.

Den Pizzaboden wieder aus dem Ofen nehmen, die Sauce gleichmäßig darauf verteilen und belegen (ich hab einzelne Ecken für die verschiedenne Käsesorten gemacht).

Die Pizza nun erneut für ca. 15min in den Ofen geben, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Vor dem Servieren mit frischen Kräutern bestreuen.

Variante:

Thunfischpizza mit Jalapeños, Oliven und Roten Zwiebeln

Während ich die obigen Fotos herausgesucht habe, hab ich noch alte Aufnahmen einer anderen Thunfischpizza entdeckt, die ich euch bislang vorenthalten habe. Der Teig ist ganz derselbe, und sooo viel  Unterschied gibt es beim Belag auch wieder nicht.

Daher habe ich mich kurzerhand entschlossen, diese Pizza nicht als eigenes Rezept online zu stellen, sondern als Variante zu zeigen:

2 Portionen:

  • Teig wie oben (Kräuter hier Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und ein wenig gehackte, rote Zwiebel)
  • Tomatensauce wie oben
  • 1 rote Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 1 Handvoll Oliven
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten, in Stücke geschnitten
  • einige eingelegte Jalapeños
  • geriebener  Gouda
  • Kräuter zum Bestreuen: Petersilie, Basilikum, Schnittlauch

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Grünes Gemüse mit Eierschwammerln

Eierschwammerl=Pfifferlinge gehören ja zu den seltenen Waldpilz-Klassikern, die man nicht nur selber sammeln, sondern auch zur Saison in fast jedem Supermarkt kaufen kann. Man sollte aber trotzdem darauf achten, heimische Ware zu kaufen. Hier hab ich mal einen ganzen Roman zum Eierschwammerl geschrieben, sowohl zur Herkunftsfrage als auch zur Pilzerkennung.

Im August war ich auf einer Tagung in der Steiermark; wunderschön untergebracht in der Abtei Seckau (na gut, ich musste im spartanischen Mädchentrakt, sorry, Schwesternhaus schlafen, während die männlichen Kollegen die volle Pracht bewundern durften). War ein toller Tagungsort!

Jeeedenfalls war die Tagung am Freitag zu Ende und mein Mann ist nachgekommen, sodass wir ein Wochenende in der Steiermark anhängen konnten. Ergebnis zweier Wanderungen war ein Kofferraum voller Eierschwammerl und Steinpilze. Wir wollten WIRKLICH keine Schwammerl suchen, aber wenn sie einem beim Wandern regelrecht ins Gesicht springen… da kann man doch nicht anders, hehe.

Besonders zeigenswert finde ich aber, wie wir die Eierschwammerl aufbewahrt haben: auf überzähligen Handouts meines Vortrags. 😉

Eierschwammerl-Pfifferlinge

Eierschwammerl lassen sich ganz gut ein paar Tage aufbewahren. Herrenpilze=Steinpilze haben wir auch gefunden, dünn aufgeschnitten und in der Pension zum Trocknen ausgelegt. Das geht auch; alle anderen (besonders die saftigen Lamellenpilze) haben wir schweren Herzens stehen lassen. Dabei gab es so Köstlichkeiten wie Semmelstoppelpilze und Edelreizger in MASSEN – und das mitten am gut besuchten, offiziellen Wanderweg!

Hier also eine der Speisen, die dann die kommende Woche zubereitet wurden – einfach und fast kein „echtes“ Rezept, aber sehr lecker:

Grünes Gemüse mit Eierschwammerln

2 Portionen:

  • 250g Eierschwammerl=Pfifferlinge
  • 125g Stängelkohl (alternativ: Brokkoli)
  • 125g Fisolen=Grüne Bohnen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 TL Gemüsesuppenpulver
  • 100-200ml Kochwasser vom Gemüse
  • 100-150ml Obers=Sahne
  • 4 EL Weißwein
  • 2 EL Zitronensaft
  • Muskat, Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Kohl und Fisolen putzen und zusammen weich kochen; ich nehme dafür gerne den Kelomat=Dampfkochtopf. Das geht extrem fix, also aufpassen!

Zwiebel und Knoblauch hacken, in Öl anbraten (idealerweise im Wok wegen des Platzes).

Geputzte, evtl. zerkleinerte Eierschwammerl zugeben und etwas dünsten.

Gekochtes Gemüse zugeben und mit den Flüssigkeiten ablöschen; kräftig würzen.

Flüssigkeit noch etwas reduzieren – schon fertig!

 

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Sellerie unter der Haube

Eine böse, böse Schermaus hat sich in unser Hochbeet gefressen (trotz eines Gitters?! Ist die obendrüber gelaufen?? Kann sie fliegen??) und lebt jetzt in Saus und Braus zwischen all den Karotten, Sellerierüben und Radieschen.

Bildergebnis für devil mouse smiley

Bevor sie sich noch alle Sellerieknollen einverleibt, haben wir die noch nicht ganz ausgereifeten – d.h. noch etwas kleinen – Knollen geerntet. Ich bin ja ein Tierfreund, aber ALLES teil ich nicht, neinnein!

Trotzdem: Die Familie der Nagetiere ist schon so richtig putzig. Ich bin mir zwar bewusst, dass unsere beiden Katzen mordende Monster sind, die täglich eine ganze Mäuschenfamilie verspeisen, aber das ist halt Natur. In unserem kleinen Wald direkt hinterm Garten leben außerdem ein Mauswiesel und eine ganze Horde Siebenschläfer. Apropros fliegende Nagetiere, so eines wollte es sich kürzlich bei uns gemütlich machen, schaut mal:

 

Siebenschlaefer_01

Erst dachten wir, da wollte eine gewöhnliche Maus durchs gekippte Fenster rein…

Siebenschlaefer_02

…bis die vermeintliche Maus plötzlich wie Spiderman die Außenmauer hochkletterte…

Siebenschlaefer_03

…und sich als herziger Siebenschläfer auf der Suche nach einem Winterquartier zu erkennen gab (zum Glück haben wir ein Gitter an der Unterseite der Holzverschalung)!

 

Ist der nicht lieb?

Also dann, ans Ende dieses Mäusepostings eine Lieblingsspeise unserer Schermaus: Sellerie!

Sellerie unter der Haube

2 Portionen:

  • 1 kl. Knollensellerie
  • 2 Eier
  • 50g Parmesan oder Grana Padano
  • 1 EL Haferkleie
  • Zitronensaft
  • etwas Selleriegrün
  • Salz, Pfeffer, Butterschmalz

Dazu ein bunter Salat, wir hatten:

Sellerie putzen und schälen, dann in etwa 2cm dicke Scheiben schneiden. Salzen, pfeffern und mit Zitronensaft beträufeln.

Selleriescheiben in Butterschmalz anbraten (etwa 3min pro Seite).

Eier trennen, Eischnee schlagen.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Käse reiben und mit dem Dotter, der Haferkleie, dem gehackten Selleriegrün und wenig Salz und Pfeffer vermengen. Eischnee vorsichtig unterheben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die gebratenen Selleriescheiben daraulegen und die Eier-Käse-Masse als Häubchen auf den Sellerie geben. Sofort ins Rohr und etwa 15min backen.

In der Zwischenzeit den Salat vorbereiten (ggf. Fisolen und frische Bohnenkerne im Kelomat=Dampfkochtopf kochen).

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Bohnen-Falafel auf Salat

EIGENTLICH wollte ich ja einen einfachen Bohnensalat machen. Zu diesem Zweck habe ich getrocknete Puffbohnen=Ackerbohnen=Saubohnen eingeweicht und gekocht, allerdings waren das gespaltene Trockenbohnen vom Türken, die in weniger als der halben Garzeit fertig gewesen wären. Nachdem ich den Kelomat=Dampfkochtopf aufgemacht hatte, war da anstelle der Bohnen ein unansehnlicher Brei. 😉 Was macht man also? Falafel aus Puffbohnen!

2 Portionen:

  • 100g getrocknete (gespaltene) Puffbohnen, über Nacht mit 1 Msp. Natron in Wasser eingeweicht
  • 1 Zitrone, Saft davon
  • 1 EL Kichererbsenmehl
  • 1 EL Tahin
  • 4 EL gehackte Kräuter (Basilikum und Minze passen sehr gut)
  • 2 EL Essig
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Garam Masala
  • reichlich Sesam
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • bunter Salat (ich hatte Tomaten und Spitzkraut aus dem Garten)
  • Kräuter zum Garnieren

Die getrockneten Bohnen richtig weich kochen. Bei gespaltenen Puffbohnen hat dies im Kelomat nur 15min gedauert. Wenn nötig, noch ein wenig zerstampfen.

Alle Zutaten bis auf den Sesam unterrühren und kräftig abschmecken. Abkühlen lassen (die Masse dickt an).

In der Zwischenzeit kann man sich mit dem Salat beschäftigen: Ich hatte Spitzkrautsalat mit Olivenöl, Leinöl, Apfelessig, türkischem Kümmel und Sojasauce, daher hab ich den nun zubereitet, damit er noch ein wenig durchziehen konnte. Dann hab ich noch Tomaten in Scheiben geschnitten, diese mit Flor de Sal bestreut und vor dem Servieren mit einer gekauften Balsamico-Reduktion verziert.

Wenn die Masse kühl genug ist, Bällchen formen und diese in reichlich Sesam wälzen.

Erdnussöl erhitzen und die Falafel ausbacken.

Salat auf Tellern anrichten und Falafel drauflegen. Mit Kräutern garnieren. Den in der Pfanne runtergefallenen Knusper-Sesam unbedingt über den Salat geben, mmmhm. 🙂

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Gefüllte Zucchiniblüten auf weißen Bohnen

Hurra hurra, ich lebe noch! 🙂

Herrje… eigentlich wollte ich das Datum meines letzten Eintrages gar nicht ansehen, aber da mich sofort ein FRÜHSOMMERgemüse auf dem Foto angelacht hat, konnte ich nicht anders. Eine Schande, echt. Zweieinhalb Monate? Zeit, wo bist du hin?!

Ich war zunächst eine Woche im Ausland auf einer Tagung. Irgendwann zwischendurch war ich eine weitere Woche auf Tagung. Eine Woche war ich auf Urlaub, gut. Und sonst? Hamsterrad. Ich bin arbeitstechnisch zur Zeit bis über beide Ohren hinaus ausgelastet. Ein Antrag hier, ein Projekt da… Kurz: Ich hatte wirklich viel zu tun.

Das Kochen hat nicht unbedingt darunter gelitten, denn diesen Moment des Nachhausekommens und In-die-Küche-Stellens brauche unbedingt, um wenigstens ein wenig abzuschalten. Mit der Gartenarbeit geht es mir genauso. Ich genieße es so, geschäftig nach der Arbeit mit den Gießkannen, Baumscheren und tausend anderen Utensilien bewaffnet durch den Garten zu pflügen. Da kommt man mal in die Luft und kann sich auf was Schönes, Wachsendes, Heilsames konzentrieren. 🙂

Aber da etwa 90% meiner Arbeit auf digitalen Medien verrichtet werden (ich würde mal grob schätzen: 500-600 verrückte Bildschirm-Minuten pro Tag), reicht es mir dann irgendwann mal mit dem Computer. Der Blog kam in dieser Zeit definitiv zu kurz. Das Resultat: Hier stapeln sich kiloweise Rezepte, die veröffentlicht werden wollen. Aber wann? Soll ich euch jetzt im Herbst mit noch ausstehenden Frühjahrs-Rezepten quälen? Also abheften, ordnen, sortieren, aufheben.

Ein Rezept geht sich aber gerade noch aus – mit den letzten Zucchiniblüten, die der Garten hergibt. Vielleicht auch als Möglichkeit, die letzten Blüten einzusetzen, aus denen ohnehin keine Zucchinis mehr werden, wer weiß?

Zucchiniblüten sind in vielen Ländern eine Delikatesse. In Italien und Südfrankreich kann man sie auf fast allen Märkten kaufen. Ich mag sie total gerne, weil sie so einen sanften, süßen Geschmack haben. Außerdem habe ich dabei immer das Gefühl, etwas absolut Exquisites zu essen, weil ich in Österreich noch nie Zucchiniblüten zum Verkauf gesehen habe. Übrigens: Ich nehme immer nur die männlichen Blüten, die keine Frucht tragen.

 

Gefüllte Zucchiniblüten auf weißen Bohnen

2 Portionen:

  • 10-12 Zucchiniblüten, je nach Größe
  • 50g geriebener Parmesan oder Grana Padano
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Für die Bohnen:

  • 100g getrocknete weiße Bohnen, über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron und 1 Lorbeerblatt eingeweicht (ich mache gleich immer die doppelte Menge; damals für Baked Beans zum Frühstück)
  • 200g Tomaten aus der Dose (=1/2 Dose; den Rest habe ich tags darauf für die Baked Beans verwendet) oder, wenn verfügbar, frische
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • frischer Oregano
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL Erythrit

Für die Fülle:

  • 1 kl. Zucchini
  • 1 Selleriestange (oder Selleriegrün vom Knollensellerie)
  • 1 Handvoll „Grünzeug“ (=was der Garten oder notfalls der Kühlschrank hergibt: Blattgrün von Radieschenblättern, Krautblätter, Wildkräuter, Kohlrabiblätter, Spinat, Mangold…)
  • 1 kl. gelbe Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 30g Pesto Rosso
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 50g geriebener Parmesan oder Grana Padano

 

Variation: 1 Handvoll gekochte Linsen (Low Carb) oder Dinkelkörner (nicht Low Carb) in die Fülle geben; dafür einfach eine kleinere Zucchini nehmen. Ich hab solche Extrazutaten gerne in gekochter Form im Gefrierschrank.

~

Die eingeweichten Bohnen gar kochen. Ich verwende gern den Kelomat=Dampfkochtopf und habe für meine großen, weißen Riesenbohnen 20min gebraucht.

Zucchini, Sellerie, gelbe Zwiebel, Knoblauch hacken und in Erdnussöl anbraten. Das Pesto, die Nüsse und 20g Käse unterziehen. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

Rote Zwiebel, Knoblauch und Chili hacken. In Erdnussöl anbraten, dann die Tomaten zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Oregano, Essig und Erythrit abschmecken. Die Bohnen unterheben und noch etwas eindicken lassen (etwa 5-10min köcheln lassen).

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Die Zucchiniblüten putzen, etwas auseinander drücken und die Fülle hinein geben.

Eine Auflaufform mit den tomatigen Bohnen befüllen, dann die gefüllten Blüten darauf schichten und mit dem restlichen Käse bestreuen. Für 25-30min ins Rohr.

Dazu hatten wir noch einen frischen Sommersalat.

 

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Steirersalat mit Burrata

Ich fahre seit etwa einem Jahr einmal pro Woche beruflich nach Graz und übernachte dort. Ich liebe diese Stadt, sie ist so wahnsinnig schön und gemütlich, und außerdem gibt es eine vieeeel bessere, größere, kreativere Auswahl an Lokalen als in Salzburg – beste Spitzenweine zu Schnäppchenpreisen inklusive! Und: Das Wetter ist wesentlich milder! ❤

Woran ich mich dumm und deppert mampfen könnte ist Kernöl. In Graz kriegt man Kernöl ja auch wirklich über alles serviert: nicht nur über den Salat, auch über Käseplatten, über die Eierspeis (Rührei) und sogar übers Eis. Es ist phänomenal köstlich.

Der folgende Salat ist eine Reminiszenz an all diese leckeren Gerichte. Steirische Käferbohnen (Feuerbohnen) würden auch noch gut reinpassen, ich hatte aber leider keine (bzw. hab nicht rechtzeitig daran gedacht, sie einzuweichen, weil ich sie nur als Trockenware zuhause hab).

2 Portionen:

  • genug Blattsalat, um 2 Teller zu füllen
  • ca. 2 Bund Radieschen und/oder Radi (Rettich) (ich hatte beides: Radieschen und lila Winterradi, den man auch im Frühjahr anbauen kann)
  • 2 Tofu-Würsterl (geht natürlich auch mit normalen)
  • 4-6 Essiggurkerl
  • 1 Handvoll Schnittlauch
  • 1 Burrata-Kugel (alternativ normaler Mozzarella oder eine Schafkäse-Rolle)
  • 1 Handvoll Kürbiskerne
  • Kürbiskernöl
  • Schilcheressig (alternativ Apfelessig)
  • 1 TL Erythrit
  • Salz, frisch geriebener Pfeffer
  • evtl. auch noch gekochte Käferbohnen

Die Radieschen fein hobeln (ich hab meine flott mit der Küchenmaschine gehobelt). In eine Schüssel geben und salzen.

Essiggurkerl und Tofu-Würsterl in feine Scheiben schneiden. Mit den Radieschen vermischen. Wer Käferbohnen hat, kann die auch noch unterheben.

Schnittlauch in Röllchen schneiden und ebenfalls untermischen. Noch das Erythrit unterrühren.

Mit ordentlich viel Kürbiskernöl und Schilcheressig anmachen und ziehen lassen.

Währenddessen den Salat putzen und in Rosetten auf Tellern drapieren. Salzen und pfeffern.

Die gut durchgezogene Salatmischung mittig auf die Blattsalat-Teller geben. Die Burrata-Kugel halbieren und darauf legen.

Kürbiskerne und noch etwas Kürbiskernöl über die Burrata-Kugel streuen. Fertig! 🙂

Steirersalat_01Steirersalat_02

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Kichererbsen-Broterl

In der Low Carb-Bäckerei gibt es ja allerlei Tricks und Tipps, die helfen, Kohlenhydrate einzusparen. Ein solches Gebäck trägt den Namen „Böhtchen“ – dabei handelt es sich um Brötchen aus Bohnen. Ich hab das vor ewigen Zeiten mal aus dem Internet nachgekocht, allerdings war das so ein ganz strenges LC-Gebäck, das nur aus Bohnen, Eiern und irgendeinem Topfen=Quark oder so bestehen durfte. Kein mehliges Bindemittel. Mir hat das damals nicht so geschmeckt, es hat sich angefühlt wie Oopsies mit Bohnengeschmack (und ich empfinde Oopsies als Zumutung).

Da ich aber noch einige gekochte Kichererbsen übrig hatte, hab ich mir gedacht, ich probier das nochmal aus, entwickle aber die Grundidee weiter. Und jetzt bin ich vollauf zufrieden: Mir schmecken die kleinen, gesunden Energiebomben ausgesprochen gut! Probiert es mal aus!

Für 9 Broterl:

  • 150-160g gekochte Kichererbsen (= etwa 75g Trockengewicht; am besten einfach entsprechend mehr Kichererbsen kochen, wenn man sowieso ein Kichererbsen-Gericht zubereiten will)
  • 4 Eier M
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 20g Flohsamenschalen
  • 20g Hanfsamen
  • 20g Chia-Samen*
  • 50g Kokosmehl
  • 50g Eiweißpulver, neutral
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver

Die gekochten (kalten oder ggf. etwas abgekühlten) Kichererbsen mit den Eiern pürieren.

Gemeinsam mit allen weiteren Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit nassen Händen Broterl formen, kreuzförmig einritzen, mit etwas Wasser bestreichen und 40min backen.

Kichererbsen-Broterl_04

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

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So, und abschließend noch ein paar aktuelle Fotos unserer Wildblumenwiese.

Ich LIEBE diese Wiese, sie summt und brummt und flattert vor lauter fröhlicher Insekten, und in ihrem zweiten Jahr wird es auch langsam immer blumiger (das ist nicht ganz einfach, weil es sich um einen reichhaltigen Lehmboden handelt – eine Blumenwiese entsteht schneller als Magerwiese denn als so genannte Fettwiese). Außerdem lebt Vlad, die Giga-Kröte darin. Aus dieser großen Kröte könnte man glatt zwei machen – da halten sogar die Katzen Sicherheitsabstand. 😀

Demnächst müssten auch viele hellrosa Wildblumen zu blühen beginnen, von denen ich leider nicht weiß, wie sie heißen. Ich stelle dann Fotos ein (die Knospen sind schon ziemlich dick, kann also nicht mehr lange dauern). Letztes Jahr waren die auch richtig schön, ich bin so glücklich darüber, dass sie abgesamt haben!

Mein persönlicher Wunsch wären ja noch mehr Korn- und Mohnblumen. Aber die mögen lieber mageren Boden, das wird noch ein längeres Projekt. Nur nicht aufgeben, wir haben ja Zeit!

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Ach ja, noch etwas möchte ich heute gerne herzeigen: Kennt ihr die Blume „Jungfrau im Grünen“ (Nigella damascena)? Die ist SO schön! Hat sich aus dem Garten unserer netten, älteren Nachbarin, die mich auch sonst immer fleißig mit Saatgut versorgt, in unsere Rabatte verirrt. Ist einfach angeflogen – und ich hab das halbe Frühjahr über geglaubt, da hätten sich (mit dem Kompost?) Karotten eingeschmuggelt, weil die Jungpflanzen genauso aussehen. 🙂

Werde diesmal mit System Saatgut der „Jungfrau im Grünen“ absammeln – ich hab mich wirklich in diese zauberhafte Blume verliebt:

Jungfrau-im-Gruenen