Rote Rüben-Lasagne mit dreierlei Käse

Die Rote Rübe=Rote Bete ist auf den ersten Blick nicht unbedingt das ideale Low Carb-Gemüse (10g KH auf 100g). Allerdings empfiehlt es trotzdem, sie ab und zu essen, wenn man sie mag, denn auch bei Low Carb macht es erstens die Menge, sollte man zweitens überhaupt kein Gemüse verteufeln wegen irgendwelcher ernährungspsychologischen Dogmen – und drittens sind sie einfach unschlagbar gesund!

Interessant ist zunächst einmal ihre Herkunft: Die Roten Rüben kommen ursprünglich aus Nordafrika und wurden von den Römern wohl wegen ihrer Ähnlichkeit mit anderen einheimischen Rüben nach Mitteleuropa importiert. 

Sie weisen unheimlich viele wertvolle Inhaltsstoffe auf: Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen sowie den Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin C und Folsäure. Rote Rüben sind gut für Herz, Galle, Leber, den Blutdruck und die Blutgefäße. Sie sorgen für eine gute Verdauung, beugen Schlaganfälle und Krebs (v.a. Leukämie und Darmkrebs) vor und man vermutet sogar, dass ihre Inhaltsstoffe vor Alzheimer und Parkinson schützen! Toll, oder?

Übrigens: Ich kenne einige, die Rote Rüben nicht so mögen, unter anderem meinen Mann. 🙂 Das folgende Rezept und auch dieses Rezept für Rote Rüben mit Schafkäse, Lachs und Avocado hat aber auch ihn überzeugt! Also einfach mal ausprobieren.

 

2 Portionen:

  • 2-3 gekochte Rote Rüben=Rote Bete (je nach Größe)
  • 1 Kugel Mozzarella
  • Kürbiskernöl
  • etwas Ahornsirup oder Honig (nicht LC, aber was macht das schon bei der Winzmenge)

Für die Tomatensauce:

  • 400g frische Tomaten oder 1 Tomatendose
  • 1 kl. rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 geh. TL Erythrit
  • 2 EL dunkler Balsamicoessig
  • Thymian, Salz, Pfeffer
  • Erdnussöl

Für die Käsesauce:

  • 50g Frischkäse (alternativ: Ziegenfrischkäse)
  • 150g Gorgonzola (alternativ: Ziegenkäse)
  • evtl. ein Schuss Milch oder Obers (falls zu fest)
  • evtl. eine Prise Guakernmehl (falls zu flüssig)

 

Rote Rüben kochen (ich mache das am liebsten im Kelomat=Schnellkochtopf: 15min auf dem zweiten Ring, dann Herdplatte ausschalten und so lange stehen lassen, bis der Dampf von alleine abgekühlt ist und man den Topf ohne Zischen öffnen kann, also etwa 10min). Abkühlen lassen und in dünne Scheiben hobeln. Salzen und pfeffern.

Zwiebel und Knoblauch hacken. In etwas Olivenöl anbraten und dann die gestückelten frischen Tomaten oder die Tomatendose einrühren. Frische Tomaten 10-15min, die aus der Dose 5min kochen lassen. Wenn gewünscht, pürieren. Gut würzen.

Für die Käsesauce alle Zutaten schmelzen (wenn die Sauce zu dick ist, etwas Milch oder Obers einrühren), zu einer homogenen Masse verrühren und abschmecken.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Erst einen Klecks Tomatensauce in eine Auflaufform geben. Dann immer schichten: Rote Rüben-Scheiben, Tomatensauce, Käsesauce, Rote Rüben, Tomaten, Käse… abschließen mit Käsesauce. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und auflegen.

25-30min im Ofen backen. Ggf. die letzten 10min übergrillen für eine schöne Farbe.

Vor dem Servieren mit Kürbiskernöl und evtl. etwas Honig oder Ahornsirup beträufeln.

Dazu passt grüner Salat, dann isst man so richtig farbenfroh. 🙂

 

Carpaccio von Chioggia-Rübe und Mozzarella

Chioggia-Rüben sind ganz einfach wunderschön. Sie sind mit den Roten Rüben verwandt, schmecken auch sehr ähnlich, nur nicht ganz so erdig und etwas süßlicher. Leider verliert sich das hübsche Muster, wenn man die Rüben zu lange kocht, deshalb esse ich sie meist als Rohkost oder nur kurz angebraten.

Als Vorspeise machen sie doch richitg was her, dabei ist die Arbeit nicht anders als beim klassischen Caprese.

4 Vorspeisen-Portionen:

  • 1 große Chioggia-Rübe
  • 2 Mozzarellakugeln
  • etwas Kürbiskernöl
  • etwas Apfelessig
  • etwas Honig (Hardcore-Low Carbler müssen leider auf den Honig verzichten… selber schuld, denn die Kohlenhydrate liegen hier wirklich im homöopathischen Bereich 😉 )
  • frische Kräuter zum Garnieren
  • Salz, Pfeffer

Rübe schälen und mit dem Gurkenhobel in feine Scheiben hobeln.

Mozzarella mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden.

Alles schön anrichten, salzen, pfeffern und leicht mit Essig, Öl und Honig beträufeln.

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