Mediterrane Brokkisagne

Brokkoli zählt (mit seinen Kreuzblütler-Kollegen wie Kohlsprossen=Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing usw.) zu den gesündesten Gemüsesorten überhaupt, weshalb ich versuche, zumindest mehrmals pro Woche ein Gemüse aus dieser Gruppe zu essen.

In diesem Zusammenhang habe ich jüngst ein Buch von Dr. Greger gelesen, das mich sehr begeistert hat (ok, es ist 512 Seiten dick und erst im September auf Deutsch erschienen – ich bin noch mitten drin): How Not To Die. Entdecken Sie Nahrungsmittel, die Ihr Leben verlängern und bewiesenermaßen Krankheiten vorbeugen und heilen (Unimedica Verlag).

Dr. Greger ist ein international anerkannter Arzt, Ernährungswissenschaftler (könnt ihr euch vorstellen, dass nur 25% aller medizinischen Fakultäten in den USA Ernährung wenigstens IRGENDWIE am Lehrplan haben?!) und Gastprofessor an zahlreichen Universitäten. Er analysiert in seinem Buch die häufigsten Krankheiten, mit denen wir in unserer westlichen Welt konfrontiert sind und kommt aufgrund zahlreicher seriöser Studien u.a. zum Schluss, dass dies nicht an den „Genen“ liegt, die Schuld daran sind, sondern an unserer Ernährungsweise. Nur weil in der Verwandtschaft etwa schon mehrere Tumore aufgetreten sind, ist das noch lange kein Grund, sich auf die „genetische Veranlagung“ zu berufen – solche Krankheiten haben häufig ihre Ursache in gleichen (=gleich falschen) Ernährungsgewohnheiten innerhalb der Familie.

How Not To Die ist deshalb so wertvoll, weil es kein gurumäßiges Blabla ist, sondern auf Fakten basiert, die in unzähligen empirischen Studien gigantischen Ausmaßes von renommierten Institutionen (wie der Harvard Medical University, der British Heart Foundation, der Stanford University School of Medicine uvm.) erarbeitet wurden. Wir reden hier von Studien mit höchsten Qualitätskriterien, medizinischen Gold-Standards, etwa Langzeitstudien (Ärzte begleiten ihre Probanden über Jahrzehnte hinweg), Doppelblindstudien (weder die Probanden noch die Ärzte wissen, wer beispielsweise ein Placebo verabreicht bekam), randomisierte Studien (Zuordnung zu einer Behandlungsgruppe erfolgt nach dem Zufallsprinzip) und kontrollierte Studien (weil die Ergebnisse in der Studiengruppe mit denen der Kontrollgruppe ohne Intervention verglichen werden).

Übrigens gibt es keine „Greger-Super-Wunder-Gesundheitsprodukte“, mit denen er Kohle scheffelt, wie so viele andere so genannte Ärzte. Im Gegenteil, er erhält mit dem gesamten Reinerlös seines Buches sogar die non-profit Website Nutritionfacts.org und trägt dort offizielle, medizinisch-faktenbasierte Open Access-Informationen zur gesunden Ernährung zusammen, die für jedermann abrufbar sind. Und nein, ich erhalte auch kein Sponsoring für diesen Blog-Beitrag. 😉

Sein Buch trennt Dr. Greger in zwei Teile: Teil 1 beschäftigt sich mit Krankheiten und deren Ursachen sowie mit den pflanzlichen Lebensmitteln, die schon nach kürzester Zeit bewiesenermaßen heilende Wirkung zeigen. In Teil 2 gibt Dr. Greger Tipps, wie man diese Lebensmittel in sein Leben integrieren kann.

Hier also ein paar Informationen zum Brokkoli:

  • Brokkoli ist reich an Vitamin C, Vitamin K, beta-Carotin und zahlreichen B-Vitaminen (insbesondere der wertvollen Folsäure, Vitamin B9, die nach lat. folium, „Blatt“, benannt ist).
  • Brokkoli gehört zu den besten Quellen für Magnesium, Kalzium und Eisen.
  • Brokkoli enthält Antioxidantien, die im Körper den so genannten oxidativen Stress durch freie Radikale reduzieren.
  • Brokkoli enthält viele Ballaststoffe, die unter anderem für eine gut funktionierende Verdauung und eine gesunde Darmflora wichtig sind.
  • Brokkoli kann durch diese wertvollen Inhaltsstoffe beispielsweise den Cholesterinspiegel senken, den Blutdruck senken, die Verdauungsorgane schützen – und aufgrund dieser Eigenschaften die häufigsten „Zivilisationskrankheiten“ wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und diverse Krebsarten vorbeugen bzw. sogar maßgeblich bei deren Heilung helfen.

Natürlich ist es gut, Brokkoli (oder Grünkohl, Kohlsprossen…) roh oder nur kurz blanchiert zu essen. Studien haben aber gezeigt, dass dunkelgrünes Kreuzblütler-Gemüse es sogar verträgt, 30min gekocht zu werden, ohne etwas von seinen Inhaltsstoffen einzubüßen!

Aus diesem Grund schrecke ich auch nicht davor zurück, ab und zu nicht nur zart gedämpfte Brokkoli-Röschen zu servieren, sondern sie eben auch mal zu zerhäckseln, zu zerstampfen und zu backen. Hauptsache, Brokkoli. 🙂

Mediterrane Brokkisagne

3-4 Portionen (mit Salat 4):

Für die Lasagneplatten:

  • 1 kl. Brokkoli (=ca. 500g mit Stiel), geschreddert
  • 3 EL Ziegenfrischkäse (oder normaler, falls man Ziege nicht mag)
  • 1 Ei M
  • 1 EL Flohsamenschlalen
  • 1 Msp. Guakernmehl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Für die Tomatensauce:

  • 400g frische Tomaten (oder 1 Dose)
  • 1 Pkg. Ziegenfrischkäse (150g minus die 3 EL, die für die Platten benötigt werden)
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • frische mediterrane Kräuter (ich hatte Oregano, Thymian, Basilikum, Olivenkraut)
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 Schuss Rotwein
  • 1 gestr. EL Erythrit
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Für die Schichten:

  • 1 Glas Pestato für Oliven-Bruschetta (alternativ ein Glas Pestato oder Pesto nach Geschmack)
  • 1 Pkg. Feta
  • 4 EL Pinienkerne

Brokkoli inkl. Stiel mit der Küchenmaschine raspeln. Wer einen größeren hat kann die Raspel gut einfrieren und später einmal für Aufläufe etc. wiederverwenden.

Zwiebel und Knoblauch möglichst fein hacken und in einer großen Pfanne in Erdnussöl anbraten.

Brokkoliraspel hinzufügen, kräftig würzen und etwas dünsten lassen. Dann den mit Guakernmehl verrührten Ziegenfrischkäse (3 EL) sowie die Flohsamenschalen zufügen und etwas überkühlen lassen.

Backrohr auf 185°C Heißluft vorheizen.

Das Ei verquirlen und in die abgekühlte Brokkolimasse einrühren. Ggf. nochmals abschmecken.

Masse möglichst dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen (am besten geht das mit angefeuchteten Händen). Ein paar Mal mit einer Gabel einstechen und für 25min ab ins Rohr.

Zwiebel und Knoblauch für die Tomatensauce hacken und anbraten.

Die Tomaten würfeln und zugeben (ich verzichte auf das für mich unnötige Häuten von Tomaten). Mit Kräutern und Gewürzen abschmecken und köcheln lassen, bis die Brokkisagne-Platten fast fertig sind. Ganz zum Schluss noch den Frischkäse unterrühren.

Den fertigen Brokkoli in Platten schneiden, die in die Auflaufform passen.

Den Boden einer Form mit Tomatensauce bedecken, dann Brokkisagne-Platte auflegen, dann Pestato für Oliven-Bruschetta, dann Tomatensauce, dann Brokkisagne-Platte, dann die Hälfte des Fetas, dann Tomatensauce usw. Abschließen mit Tomatensauce, zweite zerbröckelte Feta-Hälfte und Pinienkerne.

Nochmal für 25min ins Backrohr geben.

Dazu passt Rucola-Salat mit Balsamico-Dressing.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Gefüllte Amaranth-Mandel-Muffins

Ich ordne diese Muffins unter „More Carb“-Rezepte ein. Eigentlich wären sie aber auch unter „Low Carb“ nicht ganz verkehrt, und zwar deshalb, weil ich LC nicht als komplette Eliminierung von Kohlenhydraten (mit dem Ziel der Ketose wie bei Atkins, Dukan und Co.) betrachte, sondern als drastische Reduzierung unnötiger einfacher Kohlenhydrate im Unterschied zu den komplexen Kohlenhydraten, von denen ich zwar insgesamt ebenfalls weniger, jedoch absichtlich hin und wieder ganz bewusst esse.

Einfache KH (etwa in Zucker oder weißem Mehl) und komplexe bzw. langkettige KH unterscheiden sich in ihrem chemischen Aufbau. Die enthaltenen Ballaststoffe in jenen Produkten, die komplexe KH enthalten, sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge.

Proteine sind bei Low Carb essenziell, allerdings holen die meisten LC-Ernährungsformen diese aus tierischen Produkten. Dabei ist pflanzliches Eiweiß viel gesünder, etwa für die Nieren oder für den Cholesterinspiegel. Proteinreiche pflanzliche Nahrungsmittel sind Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen), außerdem AmaranthQuinoa, Buchweizen, Nüsse und Sojaprodukte wie Tofu oder Tempeh.

Solche Muffins sollten bei der bewussten LC-Ernährung nicht ständig auf dem Speiseplan stehen; zum direkten Abnehmen taugen sie auch nicht unbedingt. Wer aber aus allgemein gesundheitlichen Gründen kohlenhydratärmer leben, auf einfache KH verzichten oder einfach nur sein Gewicht halten möchte, findet vielleicht Geschmack an den leckeren, vollwertigen Minis:

 

10 Stück:

  • 50g Amaranthmehl
  • 30g Haferkleie
  • 30g Dinkelvollkornmehl
  • 30g Weizenvollkornmehl
  • 30g gehackte Mandeln
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Ei S
  • 50g Erythrit
  • 40g Kokosöl
  • 2 gestr. EL Mandelmus
  • 125g Joghurt

Für Fülle und Topping:

  • 50g Frischkäse
  • 1 geh. EL Mandelmus
  • 1 EL Ahornsirup

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen.

Die feuchten Zutaten für den Teig mit dem Erythrit in einen Mixer geben und gut verquirlen.

Die Masse für die Fülle verrühren.

Die trockenen Zutaten langsam unter die feuchten Rühren. Nur so lange Rühren, bis es ganz gut untergemischt ist, aber nicht unnötig viel Luft herausschlagen!

Ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden (am besten Silikonförmchen). Die Hälfte der Förmchen mit Teigmasse füllen, dann je 1 geh. TL Fülle darauf und ann die restliche Teigmasse draufgeben.

20min backen (falls sie gegen Ende zu sehr bräunen, etwas abdecken).

Vor dem Servieren die restliche Masse für das Topping mit einem Löffelchen auf die Muffins streichen oder klecksen.

amaranth-mandel-muffins

 

Merken

Spargel in Paprika-Lachs-Sauce

Gegen Ende der Spargel-Saison ganz tolles aus Bettis Blog Happy Carb, bei dem ich ein bisschen was verändert hab. Statt des Stremel-Lachses gab es Räucherlachs, zudem noch eine Menge Kräuter und ein paar Tomaten, Erbsen sowie etwas Chili extra. Damit hab ich auch nicht so viel Spargel gebraucht (da ich versuche, nur österreichischen Bio-Spargel zu kaufen, kostet das sonst ganz schön viel… ab nächstem Jahr probier ich es daher endlich mal mit dem Eigenanbau!).

Das war so gut!! Danke für die Anregung, Betti!

2 Portionen:

  • 500g weißer Spargel
  • etwas Zitronensaft oder Essig
  • 1 TL Erythrit
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 hellgrüner Spitzpaprika
  • 1 Chili
  • 2 Frühlingszwiebel
  • 1 Handvoll TK-Erbsen
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 50g Ajvar (Achtung bei strengem Low Carb: Es gibt Ajvar ohne Zucker, aber man muss ihn suchen)
  • 125g Räucherlachs (aus zertifizierter Haltung oder Bio-Sockey-Wildlachs)
  • 100g Kräuterfrischkäse
  • Basilikum und Estragon
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Den Spargel waschen, schälen und die Enden abschneiden. Dann in mundgerechte Stücke schneiden. Spargel-Schalen und -Enden kommen ins Kochwasser, das intensiviert den Spargelgeschmack (und das Kochwasser kann später als Basis für ein gutes Süppchen dienen). Außerdem noch ein Schuss Essig oder Zitronensaft sowie ein TL Erythrit dazugeben. Ich hatte sehr dicken weißen Spargel, der hat 15min gebraucht! Normalerweise sollte er aber in 10min gut durch werden. 1/2 Tasse Kochwasser auffangen.

Paprika ebenfalls in mundgerechte Stücke, Frühlingszwiebel (mit dem Grün) in Ringe schneiden und Chili fein hacken. Alles zusammen in einer tiefen Pfanne (ich hatte den Wok) scharf in Erdnussöl anbraten.

Mit Kochwasser ablöschen und Frischkäse sowie Ajvar einrühren. Erbsen (können ruhig noch gefroren sein) zugeben und ein wenig köcheln lassen.

Dann den Räucherlachs fein würfeln und unterrühren. Die Kräuter hacken und ebenfalls zugeben (ein paar für die Deko aufbewahren).

Erst gegen Ende die gekochten Spargelstücke unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren noch ein paar Cocktailtomaten halbieren und gemeinsam mit den restlichen Kräutern anrichten.

Dazu hatten wir noch grünen Salat mit Weinessig und kräftigem Olivenöl.

Risi Pisi-Blumisotto

Liebe alle,

bevor es an den neuen Blog-Eintrag geht: Beim gestrigen Rezept habe ich eine der Hauptzutaten vergessen: Champignons kommen auch in die Fülle der Paprika hinein! Wer das Rezept nachkochen möchte, klicke bitte hier noch einmal auf die erneuerte Rezeptversion (und verschiebe die abonnierte eMail in den Papierkorb).

~~~

Gut. Jetzt aber.

Manchmal fällt es einem echt wie Schuppen von den Augen!

Den Ausdruck „Risi Pisi“ für „Reis mit Erbsen“ kenne ich schon seit Kindheitstagen. Mein Lieblingsessen war lange Zeit das Brathendl meiner Oma mit Risi Pisi (und es gehört auch heute noch zu meinen absoluten Favoriten… ich glaub, für Omas Hendl brech ich meine fleischlose Phase doch nochmal…).

Dass „Risi“ für „Reis“ steht war mir auch recht schnell klar. Aber erst jetzt, beim Tippen der Überschrift, erkenne ich, dass das „Pisi“ von lat. Pisum abstammt – dem lateinischen Wort für „Erbse“! 😀 (Übrigens schreibt die Welt immer wieder mal „Risi Bisi“ oder „Risibisi“ – das ist schlichtweg falsch, man sagt immerhin weder lat. Bisum noch ital. Biselli…).

Jedenfalls lässt sich Blumisotto (reisförmige Verarbeitung von Karfiol=Blumenkohl) auch prima als Risi Pisi-Variante zubereiten!

2 Portionen:

  • 1 eher kleiner Karfiol=Blumenkohl
  • 100g TK-Erbsen
  • 15g Trockenpilze (ich hatte getrocknete Hallimasch)
  • 60g Grana Padano oder Parmesan zum Bestreuen
  • 3 geh. EL Frischkäse oder Crème fraîche
  • Oregano, Thymian, Majoran
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Schuss Weißwein
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zuerst die Trockenpilze in ein wenig Wasser einweichen.

Dann den Karfiol mit der Küchenmaschine schreddern. Die Menge fällt beim Dünsten ordentlich zusammen, aber wer trotzdem zu viel hat (z.B. weil es nur große Köpfe gab) kann die geschredderten Krümel gut einfrieren und für ein anderes Blumisotto verwenden.

In etwas Öl in einer großen Pfanne anbraten, die Erbsen dazugeben, salzen, pfeffern, Kräuter zugeben und mit wenig Wasser ablöschen. Die Pilze unterrühren (bei den Hallimasch muss das Wasser abgegossen werden,  bei anderen Trockenpilzen darf es als Würze mit dazu).

7-10min (je nach Dicke der Raspel) dünsten lassen.

Gegen Ende mit Weißwein und Zitronensaft abschmecken und den Frischkäse sowie 2/3 des Grana Padanos unterrühren.

Vor dem Servieren mit dem restlichen Käse bestreuen.

Unser Serviervorschlag beinhaltet außerdem noch Butter, mit der konische Gläser (nach oben hin dicker) gefettet wurden. So bekommt man die lustigen Formen hin. Einfach nur ein Klecks mit dem Schöpfer aufs Teller geklatscht schmeckt aber genauso gut. 🙂

Gefüllte Paprika mit Käferbohnen-Champignons-Fülle

Ich liebe gefülltes Gemüse einfach! Dicke, kugelrunde Paprika sind natürlich optimal geeignet, aber ich fülle auch gerne Zucchini, Gurken oder Zwiebeln. Am liebsten mag ich die roten Paprika, die sind nach dem Garen auch ein wenig süß, aber man kann auch gut grüne oder gelbe nehmen. Die roten passen so wunderbar zur leicht süßlichen Bohnen-Apfel-Fülle!

Käferbohnen nennt man in Österreich (insbes. in der Steiermark) übrigens die Bohnenkerne der Feuerbohnen. Hier hab ich schon mal über die Ernte der bunten Schätze geschrieben.

Wir waren grade ein paar Tage in der Steiermark urlauben und ich hab jeden Tag zu irgendeiner Mahlzeit (Jause, Hauptspeise, Beilage…) Käferbohnensalat mit Kernöl gegessen. Das ist vielleicht ein bisschen wahnsinnig, aber ich liebe die Steirischen Käferbohnen sooo! Und so groß und dick wie dort werden sie in unserem Klima einfach nicht. Die Südsteirer sind ja wirklich Kinder der Sonne, da können wir hier im Salzburger Land nicht mithalten. Egal, so gibt es auch immer wieder einen Grund, in die Südsteirische Weinstraße zu fahren (muss ich erwähnen, dass wir unseren Kofferraum voll mit köstlichen Weinen beladen haben?)! 🙂

 

2 Portionen:

  • 3 sehr große oder 4 normalgroße rote Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebel oder Lauchzwiebel
  • 1 Chili
  • 1 kl. säuerlicher Apfel
  • 200g Champignons
  • 1 Dose Käferbohnen (400g) (alternativ, wenn keine Käferbohnen verfügbar, Kidneybohnen)
  • 50g gemischte Nüsse & Kerne (ich hatte Walnüsse, Sonnenblumenkerne und Mandeln)
  • 4 geh. EL (Kräuter-)Frischkäse oder Crème frâiche oder Sauerrahm
  • 4 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Balsamico-Essig oder Balsamico-Essigsenf
  • 50g Gouda, gerieben oder grob gehackt
  • frischer Estragon
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl

Paprika längs halbieren und die Kerne entfernen. Innen etwas salzen.

Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken und in Öl anbraten.

Frühlingszwiebel (mit Grün) in Ringe schneiden, Apfel (mit Schale) sowie Champignons in möglichst kleine Würferl. Zugeben und dünsten lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Nüsse und Kerne mit der Nussreibe eher grob reiben. Unterrühren.

Frischkäse, Tomatenmark und Essig gemeinsam mit der Dose Bohnen unterrühren und noch kurz weiterdünsten lassen. Mit gehacktem Estragon, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Fülle in die Paprikaschiffchen geben und mit etwas Gouda bestreuen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder in eine Auflaufform geben und für 25-30min ab in den Ofen.

Dazu passt hervorragend grüner Salat mit Kernöl (wir hatten außerdem noch Radieschen und Estragon drin).

Cremiger Zwiebeltopf mit Ajvar

2 Portionen:

  • 600g (gelbe) Zwiebeln
  • 150g Ziegenfrischkäse (wer das nicht mag: normaler FK, Vollfett)
  • 6 geh. EL Ajvar, pikant
  • 250g frische Erbsen, mit Schale gewogen (ergibt ca. 125g Erbsen ohne Schale)
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 geh. TL Erythrit
  • 2 EL heller Balsamicoessig oder Weißweinessig
  • ca. 200ml Gemüsesuppe
  • 1 großer Bund Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Die Zwiebeln schälen und achteln. Ca. 5min in Butterschmalz in einem dickwandigen Schmortopf goldbraun anbraten. Mit Erythrit bestäuben und leicht karamellisieren lassen.

Mit Gemüsesuppe ablöschen und ca. 20min zugedeckt köcheln lassen.

Frischkäse mit Ajvar und Essig verrühren und unterrühren. Die ausgepulten Erbsen ebenfalls unterheben. Nochmal ca. 5min köcheln lassen.

Die Tomaten halbieren oder vierteln. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Beides unterrühren und nochmals 5min köcheln lassen.

Mit noch ein wenig Schnittlauch bestreut servieren.

 

Herzhafter Adzukibohnen-Kuchen

Es ist noch einmal kühl geworden – da passt der deftig-wärmende Bohnenkuchen doch noch einmal.

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

  • 100g getrocknete Aduzukibohnen (über Nacht mit 1 Msp. Natron in viel Wasser eingeweicht)
  • 1 gr. Karotte
  • 2-3 gr. Blatt Chinakohl, Pak Choi oder Mangold
  • 1 kl. roter Spitzpaprika
  • 1 kl. Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 2 Eier M
  • 100g (Ziegen-)Frischkäse (pur oder mit Kräutern)
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Tahin
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 3 EL Sesam
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Butter für die Form

Das Einweichwasser der (Adzuki-)Bohnen abgießen und die Bohnen weich kochen. Adzukibohnen brauchen bei mir 8min im Kelomat=Dampfdrucktopf.

Ich koche übrigens immer gleich eine doppelte Bohnenportion und friere die gekochten Bohnen ein oder mache demnächst einmal ein weiteres Gericht.

Das Gemüse hacken und in Erdnussöl anbraten. Etwas dünsten lassen, dann mit sämtlichen weiteren Zutaten bis auf den Sesam abschmecken bzw. binden. Bohnen unterrühren.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Eine kleine Springform buttern und mit den Sesamsamen ausstreuen. (Wer Zeit und Lust hat kann die Sesamsamen vorher noch in einem trockenen Pfännchen anrösten. Muss aber nicht unbedingt sein.)

Das Bohnen-Gemüse in die Form geben und für 40min in den Ofen stellen.

Dazu passen ein Klecks Sauerrahm und frischer grüner Salat mit vielen Kräutern.

Bunte Gemüsenudeln (+mit Schinken+)

Wieder einmal ein Rezept aus der Kategorie Veg+ (eine Portion vegetarisch, eine mit einem leicht zu ergänzenden „Plus“ an Fleisch). Gemüsenudeln gehen doch immer. 🙂

2 Portionen (1 vegetarisch, 1 mit Schinken):

  • 2 kl. Zucchini
  • 2 eher kl. Karotten (die weniger bunte, dafür noch kohlenhydratärmere Variante: eine dritte kleine Zucchini)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 gr. Frühlingszwiebel oder Lauchzwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Chili
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400g)
  • 70g Frischkäse mit Kräutern (ich hatte Ziegenfrischkäse, der gibt noch mehr Aroma, wenn man den Geschmack mag)
  • 2 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL Erythrit
  • 1 EL frische Thymianblättchen
  • 1/2 Handvoll frische Majoranblättchen (alternativ Oregano, wenn jemand den Majoran-Geschmack nicht mag)
  • 50g Parmesan oder Grana Padano, grob gerieben
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl

Vegetarisch:

  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten

Fleisch:

  • 50g-70g Schinken oder Schinkenwurst

 

Die (gewaschenen, aber ungeschälten) Zucchini und die Karotten mit einem Gemüsespitzer oder einem Spiralschneider in Spaghetti-Form schneiden (hier ein anders Rezept für Zucchininudeln). Wer keinen Spiralschneider hat, kann auch den Gurkenschäler nehmen und Tagliatelle machen.

Zwiebel, Frühlingszwiebel (mit Grün), Knoblauch und Chili fein hacken bzw. in Ringe schneiden und in Erdnussöl anbraten. Wenn sie Farbe haben, die Tomatendose darüber geben. Mit Salz, Pfeffer, Essig, Erythrit und Tomatenmark würzen und etwa 15min eindicken lassen.

In der Zwischenzeit die Kräuter abrebeln und unterheben.

Die Cocktailtomaten halbieren und zur Seite stellen. Schinken grob würfeln und ebenfalls zur Seite stellen.

Den Frischkäse unter die Tomatensauce, ggf. noch einmal abschmecken.

Die mit Salz, Pfeffer und Suppenpulver gewürzten Gemüsenudeln in einem Topf mit etwas Erdnussöl andünsten lassen. Wer Karotten verwendet muss diese zuerst in den Topf geben (ca. 5min), danach die Zucchininudeln dazu geben und weitere 3min dünsten (alles mit Deckel).

Den Schinken in einem separaten Pfännchen mit wenig Erdnussöl anbraten.

Die Gemüsenudeln auf vorgewärmten Tellern anrichten. Eine Portion mit Tomatensauce begießen, da drauf den Schinken und geriebenen Parmesan geben. Die Cocktailtomaten unter die zweite Portion unterrühren, ein paar Sekunden ziehen lassen und schließlich ebenfalls mit Parmesan bestreuen.

 

Gemuesenudeln-Tomatensauce_01

Gemuesenudeln-Tomatensauce-Schinken_02

 

Und zum Abschluss noch ein kleiner Frühlingsgruß: Unsere Wildblumenwiese, in die wir letzten Herbst 400 Stück Blumenzwiebel eingesetzt haben, damit die Wiese auch schon im Frühjahr in voller Blüte steht! Die Krokusse (kleines Bild) sind zur Zeit bereits verblüht, die Tulpen fehlen noch:

 

Bettis Paprika-Ofenfisch mit Nusskruste auf Erbsenpüree

Dieses Rezept von Betti von Happy Carb wollte ich schon ewig nachkochen. Es scheiterte immer daran, dass eine der Grundzutaten nicht vorhanden waren: Fisch, Ajvar, Erbsen. Jetzt, wo ich in den Genuss dieser Köstlichkeit gekommen bin, schimpfe ich mich im Nachhinein dafür, dass ich nicht schon längst einmal extra dafür einkaufen gegangen bin. So lecker!! So schnell und einfach!! Und auch noch ein hübscher Farbtupfer! Einfach phänomenal, Bettina. DANKE!

2 Portionen:

  • 2-4 Fischfilets (je nach Größe; ich hatte Lachsforelle mit Haut – die Haut verlängert die Ofenzeit um 5-10min)
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 4 geh. EL Ajvar (scharf)
  • bei mildem Ajvar: 1 kl. Chili extra
  • 1 Paprika (rot wäre farblich optimal; ich hatte nur einen hellgrünen Spitzpaprika)
  • 50g Grana Padano oder Parmesan, gerieben
  • 50g Mandeln und Haselnüsse, grob gehackt
  • 300g TK-Erbsen (Betti nimmt 500g, das war mir ein wenig zu viel, mein Fischfilet war so groß)
  • 100g (Ziegen-)Frischkäse, pur oder mit Kräutern
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • evtl. ein paar Sprossen für die Deko (ich hatte Radieschensprossen; Kresse passt bestimmt auch gut)

Paprika und ggf. Chili fein hacken.

Sauerrahm mit Ajvar und Paprikawürfeln verrühren. In eine Auflaufform geben.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Fischfilets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und auf das Paprikabett setzen. Wer Fisch mit Haut hat muss den Fisch mit der Haut nach oben in die Form legen.

Nüsse grob hacken. Grana Padano reiben. Vermischen und auf die Fischfilets geben.

Fisch ohne Haut kommt nun für 20min ins Backrohr; mit Haut braucht es 25-30min (bis man mit der Knusprigkeit zufrieden ist).

10min vor Schluss die Erbsen mit ganz wenig Wasser und einem Spritzer Zitronensaft in 8min weich kochen. Salzen, pfeffern, den (Ziegen-)Frischkäse unterziehen und mit dem Zauberstab pürieren.

Vor dem Servieren noch die Sprossen auf das Püree setzen.

Meine vegetarische Blumisagne

Blumisagne, also Lasagne mit Lasagneblättern aus Karfiol=Blumenkohl, ist in der Low Carb-Küche sehr beliebt. Es gibt viele verschiedene Rezepte; hier kommt meines. 🙂

2-3 Portionen (mit einem Salat reicht’s locker für 3):

Für die Lasagneplatten:

  • 1 kleiner Karfiol=Blumenkohl (=ca. 500g; sooo genau ist das aber nicht)
  • 2 Eier L (oder 3 Eier S)
  • 50g Käse, gerieben (für diese Lasagne passen Gouda oder Butterkäse gut)
  • 1 kl. gelbe Zwiebel
  • Erdnussöl, Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe

Für das Sugo:

  • 1 Pkg. Suppengrün (=Karotten, Gelbe Rüben, Sellerie, Lauch, Petersilie…)
  • die schönsten Karfiol-Blätter
  • 1 rote Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen oder 2 geh. TL Bärlauchpesto
  • 1 Chili
  • 2 geh. EL rote Linsen
  • 2 geh. EL Sonnenblumenkerne
  • 2 geh. EL geriebene Nüsse
  • 4 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 Schuss Rotwein, wenn vorhanden
  • 1 EL Erythrit
  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 100ml Gemüsesuppe
  • Oregano, Basilikum, Thymian (getrocknet)
  • Erdnussöl, Salz, Pfeffer

Außerdem:

  • 50g Käse, gerieben
  • 1 Pkg. Sauerrahm oder Frischkäse (oder beides gemischt)

 

Den Karfiol mit der Küchenmaschine raspeln. Die Zwiebel fein hacken. Beides zusammen on etwas Öl in einer Pfanne anbraten, salzen und Deckel drauf, bis die Gemüseraspeln so etwa halbgar sind. Dann überkühlen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eier und Käse unter den Karfiol kneten und kräftig abschmecken.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Karfiolmasse darauf glattstreichen.

Für 25-30min in den Ofen geben, bis die Masse stockt und goldfarben wird.

In der Zwischenzeit sämtliches anderes Gemüse möglichst fein hacken (ich hatte nicht so viel Zeit, daher sieht man bei mir die groben Stücke).

Erst die Zwiebel, dann das restliche Gemüse ca. 5min in Öl anbraten. Mit der Tomatendose und der Suppe ablöschen, großzügig abschmecken.

Die Linsen und die Sonnenblumenkerne mit der Nussreibe oder der Kaffeemühle grob mahlen und gemeinsam mit den geriebenen Nüssen unterrühren. Weitere 10min einköcheln lassen; ggf. nochmal etwas Wasser nachgießen und abschmecken.

Den fertigen Karfiolteig aus dem Ofen nehmen und in Stücke in Größe der gewünschten Auflaufform schneiden (das geht am einfachsten mit dem Pizzaroller). Eine Auflaufform fetten und zuerst ein wenig Sugo einschichten. Dann vorsichtig eine Karfiolplatte darauf legen. Wieder Sauce, dann ein wenig Sauerrahm, Platte, Sauce, Sauerrahm… abschließen mit Sauce, Sauerrahm und geriebenem Käse.

Die geschichtete Lasagne für 25-30min zurück ins Rohr geben.

Dazu passen Rucola-Tomaten-Salat mit Balsamico-Dressing und ein schönes Glas Rotwein. 🙂