Gefüllte Zucchiniblüten auf weißen Bohnen

Hurra hurra, ich lebe noch! 🙂

Herrje… eigentlich wollte ich das Datum meines letzten Eintrages gar nicht ansehen, aber da mich sofort ein FRÜHSOMMERgemüse auf dem Foto angelacht hat, konnte ich nicht anders. Eine Schande, echt. Zweieinhalb Monate? Zeit, wo bist du hin?!

Ich war zunächst eine Woche im Ausland auf einer Tagung. Irgendwann zwischendurch war ich eine weitere Woche auf Tagung. Eine Woche war ich auf Urlaub, gut. Und sonst? Hamsterrad. Ich bin arbeitstechnisch zur Zeit bis über beide Ohren hinaus ausgelastet. Ein Antrag hier, ein Projekt da… Kurz: Ich hatte wirklich viel zu tun.

Das Kochen hat nicht unbedingt darunter gelitten, denn diesen Moment des Nachhausekommens und In-die-Küche-Stellens brauche unbedingt, um wenigstens ein wenig abzuschalten. Mit der Gartenarbeit geht es mir genauso. Ich genieße es so, geschäftig nach der Arbeit mit den Gießkannen, Baumscheren und tausend anderen Utensilien bewaffnet durch den Garten zu pflügen. Da kommt man mal in die Luft und kann sich auf was Schönes, Wachsendes, Heilsames konzentrieren. 🙂

Aber da etwa 90% meiner Arbeit auf digitalen Medien verrichtet werden (ich würde mal grob schätzen: 500-600 verrückte Bildschirm-Minuten pro Tag), reicht es mir dann irgendwann mal mit dem Computer. Der Blog kam in dieser Zeit definitiv zu kurz. Das Resultat: Hier stapeln sich kiloweise Rezepte, die veröffentlicht werden wollen. Aber wann? Soll ich euch jetzt im Herbst mit noch ausstehenden Frühjahrs-Rezepten quälen? Also abheften, ordnen, sortieren, aufheben.

Ein Rezept geht sich aber gerade noch aus – mit den letzten Zucchiniblüten, die der Garten hergibt. Vielleicht auch als Möglichkeit, die letzten Blüten einzusetzen, aus denen ohnehin keine Zucchinis mehr werden, wer weiß?

Zucchiniblüten sind in vielen Ländern eine Delikatesse. In Italien und Südfrankreich kann man sie auf fast allen Märkten kaufen. Ich mag sie total gerne, weil sie so einen sanften, süßen Geschmack haben. Außerdem habe ich dabei immer das Gefühl, etwas absolut Exquisites zu essen, weil ich in Österreich noch nie Zucchiniblüten zum Verkauf gesehen habe. Übrigens: Ich nehme immer nur die männlichen Blüten, die keine Frucht tragen.

 

Gefüllte Zucchiniblüten auf weißen Bohnen

2 Portionen:

  • 10-12 Zucchiniblüten, je nach Größe
  • 50g geriebener Parmesan oder Grana Padano
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Für die Bohnen:

  • 100g getrocknete weiße Bohnen, über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron und 1 Lorbeerblatt eingeweicht (ich mache gleich immer die doppelte Menge; damals für Baked Beans zum Frühstück)
  • 200g Tomaten aus der Dose (=1/2 Dose; den Rest habe ich tags darauf für die Baked Beans verwendet) oder, wenn verfügbar, frische
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • frischer Oregano
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL Erythrit

Für die Fülle:

  • 1 kl. Zucchini
  • 1 Selleriestange (oder Selleriegrün vom Knollensellerie)
  • 1 Handvoll „Grünzeug“ (=was der Garten oder notfalls der Kühlschrank hergibt: Blattgrün von Radieschenblättern, Krautblätter, Wildkräuter, Kohlrabiblätter, Spinat, Mangold…)
  • 1 kl. gelbe Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 30g Pesto Rosso
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 50g geriebener Parmesan oder Grana Padano

 

Variation: 1 Handvoll gekochte Linsen (Low Carb) oder Dinkelkörner (nicht Low Carb) in die Fülle geben; dafür einfach eine kleinere Zucchini nehmen. Ich hab solche Extrazutaten gerne in gekochter Form im Gefrierschrank.

~

Die eingeweichten Bohnen gar kochen. Ich verwende gern den Kelomat=Dampfkochtopf und habe für meine großen, weißen Riesenbohnen 20min gebraucht.

Zucchini, Sellerie, gelbe Zwiebel, Knoblauch hacken und in Erdnussöl anbraten. Das Pesto, die Nüsse und 20g Käse unterziehen. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

Rote Zwiebel, Knoblauch und Chili hacken. In Erdnussöl anbraten, dann die Tomaten zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Oregano, Essig und Erythrit abschmecken. Die Bohnen unterheben und noch etwas eindicken lassen (etwa 5-10min köcheln lassen).

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Die Zucchiniblüten putzen, etwas auseinander drücken und die Fülle hinein geben.

Eine Auflaufform mit den tomatigen Bohnen befüllen, dann die gefüllten Blüten darauf schichten und mit dem restlichen Käse bestreuen. Für 25-30min ins Rohr.

Dazu hatten wir noch einen frischen Sommersalat.

 

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Hülsenfrüchte-Quinoa-Schmortopf

Der Winter ist bei uns vorübergehend noch einmal zurückgekehrt. Ich kenne aber ein Geheimnis, das ich ihm nicht verrate: Lange wird er nicht mehr bleiben können. Das schneeweiße Winterwetter eignet sich dafür perfekt für einen wunderbar wärmenden Eintopf.

3-4 Portionen:

  • 200g Bohnen (Trockengewicht), über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht (ich nehme für diesen Schmortopf am liebsten Weiße Bohnen, hab ihn aber auch schon mit Adzukibohnen, Käferbohnen, Schwarzen Bohnen und Kichererbsen gemacht)
  • 4 geh. EL Quinoa
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 gelbe Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Handvoll Trockenpilze, in etwas Wasser eingeweicht (ich hatte selbst getrocknete Hallimasch, s. Foto)
  • 2 Handvoll Sellerie, in grobe Stücke gehackt (entweder die Knolle, die Wurzel oder Stangensellerie – alles passt wunderbar)
  • 2 Handvoll Gemüse der Saison, in Stücke geschnitten (z.B. TK-Fisolen=Grüne Bohnen, Karotten, Lauch, Paprika…)
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400g)
  • mind. ein Achterl (125ml) kräftiger Rotwein, eher mehr (kommt u.a. auf den verwendeten Schmortopf an)
  • 150ml kräftige Gemüsesuppe
  • 1 kl. Chili
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Nelken, zerstoßen
  • 2 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1 TL getrockneter Thymian und/oder Bohnenkraut
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Die Bohnen über Nacht in viel kaltem Wasser mit 1 Msp. Natron einweichen und nach Packungsangabe weich kochen. Ich verwende dazu am liebsten den Kelomat=Schmotopf, das geht am schnellsten. Außerdem mache ich gerne die doppelte Menge und koche an einem Folgetag ein weiteres Rezept mit Hülsenfrüchten (oder friere die gekochten Bohnen ein).

Trockenpilze in etwas Wasser einweichen. Das Einweichwasser kann bei den meisten Pilzen mitverwendet werden; das von den Hallimasch gieße ich lieber ab.

Die Zwiebeln halbieren und in dünne Halbmonde schneiden. Knoblauch und Chili fein hacken. Das gesamte Gemüse in grobe Stücke schneiden.

Zwiebel in einem großen, dickwandigen Schmortopf in etwas Öl anbraten. Nach und nach das Gemüse zufügen und sanft bräunen lassen. Salzen, pfeffern, Gemüsesuppenpulver, Knoblauch, Chili, Lorbeer, Nelken und Thymian/Bohnenkraut zugeben. Dann mit den Dosentomaten, dem Wein und der Suppe ablöschen und die Bohnen sowie den Quinoa zugeben.

Deckel aufsetzen und 60min bei geringer Hitze sanft köcheln lassen. Ab und zu umrühren, v.a. um zu überprüfen, ob noch etwas Flüssigkeit nachgegossen werden muss.

Achtung: Ich habe das Rezept auch schon im Römertopf zubereitet. Da braucht es mind. 2 Achterl Rotwein und 75min.

Mit einem frischen grünen Salat ergibt das Gericht, das sich übrigens auch gut einfrieren lässt, 4 Portionen.

Tipp: Wenn man die Pilze und den Rotwein weglässt (und mit mehr Tomatenmark oder Gemüsesuppe ersetzt), als Hülsenfrüchte Rote oder Schwarze Bohnen (und evtl. noch eine Handvoll Mais, wenn gewünscht) nimmt und anstelle mit Nelken und Thymian mit Kreuzkümmel und Koriander würzt, hat man ein wunderbares Chili sin carne!

Bœuf bourguignon mit Schoko-Gewürzkürbis

Fast komplett nach einem wunderbaren Rezept von Julia Child (nur der Schoko-Gewürzkürbis ist eine LC-Beilage von mir). Das Originalrezept kann von jenen, die das Buch nicht haben (ein eigentlich untragbarer Umstand, der z.B. an Weihnachten behoben werden könnte!) hier direkt beim Verlag downgeloadet werden.

Und dazu der Filmtipp: Julie & Julia!

Übrigens (aber das ist geheim): Dies ist Bestandteil unseres diesjährigen Weihnachtsmenüs! Also nicht weitererzählen! 🙂

2 Portionen:

Für das Bœuf bourguignon:

  • 600g Rindsgulasch
  • 70g Speckwürferl
  • 2 Karotten
  • 1 Petersilwurzel oder Selleriewurzel oder Pastinake
  • 1  Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Flasche (750ml) Burgunder (davon 500ml für das Bœuf und 250ml für den Koch/die Köchin)
  • 350ml Rinddsuppe
  • 1 TL Kokosmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 EL Olivenöl

Für den Schoko-Gewürzkürbis:

  • 400g Butternuss-Kürbis
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1/2 TL Pilzpulver (oder einfach mehr Gemüsesuppenpulver)
  • 1 TL Erythrit
  • 2 Stück dunkle Roh-Schokolade
  • 2 EL Butter

Speck in einem kleinen Topf in etwas Wasser aufkochen und 10min köcheln lassen (wenn man das nicht tut, ist der Speck am Ende hart).

In der Zwischenzeit das Fleisch abspülen, sehr sorgfältig mit Küchenrolle trocken tupfen (Julia Child weist darauf hin, dass Fleisch, das nicht ordentlich abgetrocknet wird, nicht gut bräunt).

Backrohr auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Karotten und Petersilwurzel in Scheiben schneiden, Zwiebel klein würfeln, Knoblauch fein hacken.

Speck abgießen und ebenfalls mit Küchenrolle trocken tupfen.

Öl in einem dickwandigen Schmortopf (backofengeeignet) erhitzen und die Speckwürferl 3min anbraten. Herausheben und zur Seite stellen.

Fleischwürfel portionsweise kurz anbraten, bis sie rundherum gebräunt sind. Das Fleisch darf sich nicht berühren, es soll nicht im Pulk übereinander liegen.

Fleisch herausnehmen und zum angebratenen Speck legen. Zwiebel-, Petersil- und Karottenstücke (nicht Knoblauch!) anbraten und den Schmortopf vom Herd nehmen.

Speck und Rindfleisch wieder zum Gemüse in den Topf geben, salzen, pfeffern und mit Kokosmehl bestäuben.

Im Rohr 4min ohne Deckel braten, Topf herausnehmen, einmal gut umrühren und noch einmal für 4min ohne Deckel zurück in den Ofen.

Temperatur auf 160°C reduzieren und den Schmortopf vorübergehend wieder auf den Herd stellen. Wein, Suppe und Gewürze zufügen, gut verrühren, aufkochen und anschließend zugedeckt für 3 Stunden schmoren.

10min vor Ende der Kochzeit den Butternut-Kürbis in 1cm-Würfel schneiden. In Butter anbraten, alle Gewürze zugeben und mit Deckel weichdünsten lassen (dauert ca. 10min).

Fleisch und Gemüse aus dem Schmortopf heben und dem Bratensaft bei hoher Hitze einreduzieren lassen. Wieder vermengen und gemeinsam mit dem Kürbis auf Tellern anrichten.

Die Schokolade über die Kürbisstücke reiben.

Herzhafter Kuchen Provençal

Zutaten f. einen kleinen herzhaften Kuchen (18cm-Springform):

Für den Teig:

  • 35g geriebene Mandeln
  • 15g Magermilchpulver oder Eiweißpulver (neutral)
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 1 EL Weizenkleie
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 125g Magertopfen=Quark
  • 2 EL Obers=Sahne
  • 1 Ei S (oder M und einfach verrühren und einen Teil davon zur Füllung geben)
  • 1 geh. EL weiche Butter

Für die Füllung:

  • 400g Zucchini, geraspelt
  • 1 kl. Zwiebel, in Ringen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 30g Wurst mit Kräutern der Provence (Saucisson), alternativ Chorizo; vegetarische Alternative: Kräuter- oder Chilitofu
  • viele frische Kräuter: Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Bohnenkraut, Basilikum, Estragon (oder eine Provence-Mischung)
  • 50g Obers=Sahne oder Milch
  • 100g (Ziegen-)Frischkäse mit Kräutern oder Paprika
  • 1 Ei L (oder M und ein wenig vom oberen, verrührten Ei zur Füllung geben)
  • 3 geh. EL Tomatenmark aus d. Tube
  • 1/2 rote Paprikaschote (idealerweise Spitzpaprika)
  • ein paar Cocktailtomaten
  • ein paar schwarze Oliven
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • Trüffelöl zum Beträufeln

Die Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine kleine Springbackform fetten und den Teig dünn auf dem Boden und am Rand mehrere Zentimeter hoch glattstreichen. Bei diesem Rezept für Krautkuchen gibt es ein Foto davon, wie das aussehen soll. Dann ab ins Backrohr für 15min zum Vorbacken.

In der Zwischenzeit die Zucchini raspeln, Zwiebel in Ringe schneiden, Kräuter und Knoblauch hacken, Wurst oder Tofu würfeln.

Alles zusammen in wenig Erdnussöl anbraten, bis die Zucchini schön weich gedämpft ist. Überkühlen lassen und auf den fertig gebackenen Teigboden schichten.

Obers, Frischkäse, Ei, Tomatenmark, Salz und Pfeffer in einer Tasse verrühren und darüber gießen.

Die Paprikaschote in Streifen schneiden, die Tomaten halbieren. Alles schön auf der Oberfläche des Kuchens drapieren.

30min zurück in den Ofen.

Vor dem Servieren mit Trüffelöl beträufeln.

Dazu passt grüner Salat mit frischen Kräutern. Kann gut aufgewärmt werden, schmeckt aber auch kalt.

Hier noch ein (letztes, hoffentlich) Mal verschwommene Fotos, weil ich auch das gekocht habe, als meine gute Kamera kaputt war:

Herzhafter-Kuchen-Provencal_01 Herzhafter-Kuchen-Provencal_02

Herzhafter-Kuchen-Provencal_03 Herzhafter-Kuchen-Provencal_04

Provençalischer Zucchini-Schmortopf mit Pains d’Olives

Mmmhm, mediterran, wärmend und duftend – mit goldenen Erinnerungen an den verblassenden Sommer. So mag ich mein Essen im Herbst. 🙂

Für den Eintopf:

4 Portionen:

  • 1kg Zucchini (im Idealfall gelbe)
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 200g Tomaten
  • 3 geh. EL schwarze Oliven
  • 150ml Gemüsesuppe
  • 3 EL Tomatenmark aus d. Tube
  • 2 Lorbeerblätter
  • Basilikum, Thymian, Oregano, Rosmarin (frisch)
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • Trüffelöl

Zucchini grob würfeln, Spitzpaprika in feine Ringe schneiden, Zwiebel und Knoblauch würfeln, Tomaten würfeln oder Cocktailtomaten halbieren.

Am besten einen dickwandigen Schmortopf nehmen und darin Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bräunen, anschließend Zucchiniwürfel zugeben. Anbraten, bis die Würfel Farbe bekommen.

Spitzpaprika zugeben, 5min weiterdünsten.

Tomaten zugeben.

Mit Suppe aufgießen und gut würzen (noch nicht mit dem Trüffelöl).

45-60min auf kleiner Hitze mit Deckel schmoren lassen. Wenn es sich um einen Topf handelt, aus dem Wasser ausdampfen kann, evtl. noch etwas nachgießen. Bei meinem dickwandigen Le Creuset war das nicht nötig.

Vor dem Servieren mit Trüffelöl beträufeln und mit Oliven-Brötchen servieren.

Ich ergänze den Tag Vegan – natürlich nur ohne Low Carb-Gebäck, denn das ist vegan nicht möglich.

Zucchini-Eintopf_01

Zucchini-Eintopf_02

FÜR die Pains d’Olives:

6 Stück:

  • 4 geh. EL Goldleinsamen, geschrotet
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 4 geh. EL Kokosmehl
  • 4 geh. EL Eiweißpulver, neutral
  • 1 gestr. EL Chia-Samen*
  • 5-8 schwarze Oliven, klein gehackt
  • 2 Eier M
  • 1 Pkg. (250g) Magertopfen=Quark
  • ca. 1-2 EL gehackter Oregano
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen (ganz zum Schluss die zerkleinerten Oliven und den Oregano unterheben), dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Teig mit nassen Händen zu eher flachen Teiglingen formen (mit den Fingern flach drücken) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. 30-35 min bei 175°C Heißluft backen.

Tipp: Ohne die Oliven, dafür mit Sesam und noch einem TL Öl, eignen sich diese Brötchen sicher wunderbar als Burger Buns. Das werde ich demnächst ausprobieren!

Pain-d-Olives_Olivenbroetchen_01

Pain-d-Olives_Olivenbroetchen_02

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

Gebackene Hollerstrauben mit Weinschaumcreme

Höhö auf diese Kombination bin ich wahrlich stolz! 😀 Gebackene Hollerstrauben sind ein typisch österreichisches Frühlingsgericht, die Weinschaumcreme hab ich aus dem Elsass abgeschaut (klassischer wäre vielleicht eine Schaumcreme aus österr. Most). Und das alles Low Carb und voller Proteine – ist das nicht ein Traum?

Hollerstrauben

2 Portionen:

  • 8-10 Hollerdolden(=Holunder), je nach Größe (ich mag die kleinen übrigens mehr, da sind die Blütenadern noch feiner)
  • 2 Eier
  • 2 EL Eiweißpulver, neutral
  • 2 EL Kokosmehl
  • 2 EL Kichererbsenmehl
  • 1+1 TL Erythritt
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schuss Milch
  • Mineralwasser
  • Erdnussöl und Butter zum Ausbacken
  • evtl. ein paar Beeren und Minzblätter zur Deko

Die Hollerdolden pflücken (einen längeren Stiel dran lassen!), gleich ausschütteln und mind. 15min „kopfüber“ auf einen Kuchenrost legen – am besten ins Freie. So krabbeln auch die letzten Käferchen raus.

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen. Erst mal nur einen Schuss Mineralwasser in den Teig geben, dann 10min quellen lassen. Nach der Quellzeit müsste der Teig angedickt sein. Da dann mit so viel Mineralwasser auffüllen, bis er leicht flüssig, aber immer noch cremig und nicht zu dünn ist.

In der Zwischenzeit 1 TL Erythrit fein zu „Staubxucker“ (=“Puderxucker“) mörsern.

Fett erhitzen. Ich mag am liebsten eine Mischung aus Erdnussöl und Butter. Klassisch macht man die Strauben in Fett schwimmend – ich empfinde das am heimischen Herd für nur zwei Personen als Verschwendung und erhitze nur so viel, wie man für Palatschinken etc. braucht, also den Pfannenboden knapp bedeckt. Ist natürlich jedem selbst überlassen. Bei mehr Fett empfieht sich der Stäbchentest (Holzstäbchen ins heiße Öl halten – wenn Blasen aufsteigen ist es heiß genug).

Strauben am Stiel nehmen und durch den Teig ziehen. Sofort jede einzelne Dolde mit den Stielen nach oben ins Fett geben. Wenn die Unterseite braun ist, die Stiele mit einer Schere abschneiden und mit dem Pfannenwender umdrehen und flach drücken (letzteres ist bei den in Fett schwimmend ausgebackenen Hollerstrauben natürlich nicht nötig).

Mit „Staubxucker“ bestreuen und sofort servieren.

Hollerstrauben_01 Hollerstrauben_02 Hollerstrauben_03

Hollerstrauben_04 Hollerstrauben_05

Weinschaumcreme

2 Portionen:

  • 2 Eier
  • Schale v. 1/4 Limette (od. Zitrone)
  • 70g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 100ml Gelber Muskateller (oder ein anderer trockener Weißwein mit fruchtiger Säure – z.B. Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling od. Elbling)
  • evtl. ein paar Beeren und Minzblätter zur Deko

Eier mit der Küchenmaschine oder dem Stabmixer cremig schlagen. Alle weiteren Zutaten zugeben.

Auf kleiner bis mittlerer Flamme unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen erhitzen.

Sobald die Creme eindickt, vom Herd nehmen. In Schälchen füllen und bis zum Servieren kühl stellen.

Weinschaumcreme_01

Weinschaumcreme_02

Bonus-Himbeerteilchen

Aus dem übrig gebliebenen Teig (es muss immer etwas mehr Teig sein, sonst könnte man die Dolden nicht gut eintunken) kann man wunderbar ein Himbeerteilchen in Omeletteform machen. Einfach in die gefettete Pfanne gießen, Himbeeren drauf, kurz anstocken lassen und zusammenklappen.

Natürlich kann man den Straubenteig, so wie er ist, auch nur für die Himbeerteilchen machen. Das ergibt dann so 4-6 Teilchen. „Staubxucker“ mörsern nicht vergessen!

Himbeerteilchen

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Geschmorte Hendlkeulen im Tomaten-Oliven-Topf

Ich bin ja immer sehr dafür, auch innerhalb der urheberrechtlich gesehen unverfänglichen Rezept-Texte (man muss bei Rezepten keinen Urheber nachweisen) zu zeigen, wo man sich hat inspirieren lassen. Diesmal fällt mir das ein bisschen schwer, weil ich drei fast idente Rezepte in der bunten Internet-Rezepte-Welt gefunden hab, an denen ich mich orientiert habe. Ich verlinke darauf einfach in der Reihenfolge, in der sie erstellt wurden:

krümeltigers Geschmorte Hühnerkeulen von Chefkoch

Geschmortes Ofenhähnchen von Low Carb Köstlichkeiten

Leckere geschmorte Hähnchenkeulen von Essen ohne Kohlenhydrate

Die große Verbreitung im Internet spricht dafür, dass dieses Gericht einfach nur köstlich sein muss. Der Nachkoch-Versuch lohnt sich!! Und ich konnte endlich mal wieder meinen wunderhübschen Le Creuset-Schmortopf verwenden, den ich zu Weihnachten bekommen habe. 🙂

Hier meine Variante:

2 großzügige Portionen:

  • 2 gr. Hendlkeulen
  • 1 gr. Dose geschälte Tomaten
  • 1/2 Glas Kalamata-Oliven
  • 1 gr. od. 2 kl. rote Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 200g braune Champignons
  • je 1 TL Oregano, Thymian, Basilikum, Kräuter der Provence, Instant-Bio-Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Butter, Erdnussöl

Champignons in dicke Scheiben, Knoblauch in dünne Scheiben, Zwiebeln in Ringe schneiden.

In einem dickwandigen Schmortopf das Erdnussöl und die Butter zusammen erhitzen und die gesalzenen und gepfefferten Hendlkeulen rundherum scharf anbraten und aus dem Topf nehmen.

In das restliche Fett kommen nun die Zwiebeln, der Knoblauch und die Champignons. Alles zusammen weiter kräftig anbraten. Jetzt die Tomatendose, die Gewürze, die Oliven und einen guten Schuss Oliven-Flüssigkeit zugeben.

Aufkochen lassen und die Hendlkeulen wieder dazu geben. 50-60min schmoren lassen.

Wer einen ofenfesten Schmortopf hat kann die Keulen ohne Deckel noch für 10min im Backrohr übergrillen, damit sie schön knusprig werden.

Beilage braucht man eigentlich nicht unbedingt, ich hab aber, wie auf Low Carb Köstlichkeiten empfohlen, Karfiolreis dazu serviert. Dafür braucht man:

  • 1/4 Karfiol=Blumenkohl, geschreddert
  • 1 kl. gelbe Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer

Ich schreddere für Karfiol-Rezepte wie das Garnelen-Blumisotto immer den ganzen Karfiol auf einmal und friere den Rest ein. Hier habe ich also einfach die Menge von ca. 1/4 in der Küchenmaschine geschredderten Karfiol aus dem Tiefkühler genommen.

Die kleine Zwiebel fein würfeln, in etwas Butter glasig dünsten, den Karfiol zugeben, würzen und mit Deckel 5-10min dünsten lassen. Fertig!

Geschmorte_Hendlkeulen_01 Geschmorte_Hendlkeulen_02