Bettis Paprika-Ofenfisch mit Nusskruste auf Erbsenpüree

Dieses Rezept von Betti von Happy Carb wollte ich schon ewig nachkochen. Es scheiterte immer daran, dass eine der Grundzutaten nicht vorhanden waren: Fisch, Ajvar, Erbsen. Jetzt, wo ich in den Genuss dieser Köstlichkeit gekommen bin, schimpfe ich mich im Nachhinein dafür, dass ich nicht schon längst einmal extra dafür einkaufen gegangen bin. So lecker!! So schnell und einfach!! Und auch noch ein hübscher Farbtupfer! Einfach phänomenal, Bettina. DANKE!

2 Portionen:

  • 2-4 Fischfilets (je nach Größe; ich hatte Lachsforelle mit Haut – die Haut verlängert die Ofenzeit um 5-10min)
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 4 geh. EL Ajvar (scharf)
  • bei mildem Ajvar: 1 kl. Chili extra
  • 1 Paprika (rot wäre farblich optimal; ich hatte nur einen hellgrünen Spitzpaprika)
  • 50g Grana Padano oder Parmesan, gerieben
  • 50g Mandeln und Haselnüsse, grob gehackt
  • 300g TK-Erbsen (Betti nimmt 500g, das war mir ein wenig zu viel, mein Fischfilet war so groß)
  • 100g (Ziegen-)Frischkäse, pur oder mit Kräutern
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • evtl. ein paar Sprossen für die Deko (ich hatte Radieschensprossen; Kresse passt bestimmt auch gut)

Paprika und ggf. Chili fein hacken.

Sauerrahm mit Ajvar und Paprikawürfeln verrühren. In eine Auflaufform geben.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Fischfilets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und auf das Paprikabett setzen. Wer Fisch mit Haut hat muss den Fisch mit der Haut nach oben in die Form legen.

Nüsse grob hacken. Grana Padano reiben. Vermischen und auf die Fischfilets geben.

Fisch ohne Haut kommt nun für 20min ins Backrohr; mit Haut braucht es 25-30min (bis man mit der Knusprigkeit zufrieden ist).

10min vor Schluss die Erbsen mit ganz wenig Wasser und einem Spritzer Zitronensaft in 8min weich kochen. Salzen, pfeffern, den (Ziegen-)Frischkäse unterziehen und mit dem Zauberstab pürieren.

Vor dem Servieren noch die Sprossen auf das Püree setzen.

Lachsforelle auf exotischen Früchten

2 Portionen:

  • 1-2 Lachsforellenfilet(s), je nach Größe
  • 1 Bio-Orange, Schale, Saft (einer Hälfte) und Filets (andere Hälfte)
  • 1/2 Zitrone, Saft davon
  • 1+2 EL Butter
  • 1 EL Erdnussöl
  • Dill
  • Salz, Pfeffer, evtl. Flor de Sal
  • frische exotische Früchte (ich hatte: Kiwano, Kiwi, Granatapfel, Mango, Trauben; toll wirken auch Drachenfrucht, Physalis und Karambole)

Lachsforellenfilet ggf. in Stücke zerteilen. Pfeffern und mit Zitronensaft, gehacktem Dill und ein wenig abgeriebener Orangenschale würzen. In Frischhaltefolie wickeln und, wenn möglich, 1-2 Stunden ziehen lassen.

Früchte putzen, ggf. filetieren und Granatapfelkerne herausklopfen (hier ein Video, wie das ohne große Sauerei geht – wir machen es nur noch so). Schön auf Tellern drapieren.

1 EL Butter und 1 EL Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen. Filets darin anbraten – wir mögen sie so, dass sie nur knapp gar sind, also nicht zu durch. Lachsforelle bleibt aber auch beim kompletten Durchgaren schön saftig und wird nicht trocken wie Lachs. Kurz vor Fertigstellung salzen.

Die 2 EL Butter gemeinsam mit dem Saft und der abgeriebenen Schale einer halben Orange zerlassen.

Fischfilets auf die Früchte legen und mit Orangenbutter übergießen. Etwas Flor de Sal gibt der Sache dann noch den letzten Kick. 🙂

Gebratene Forelle mit Petersil-Wurzelgemüse und Zitronenbutter

Forellen sind etwas ganz Feines. Frisch gefangen aus den Seen in der Nähe sind sie mir (natürlich) am liebsten, aber es gibt auch ganz gute Forellen aus heimischer Zucht mit asc-Siegel im Supermarkt (asc ist das Zuchtfisch-Pendant zum msc-Meeresfisch-Siegel; es steht für ökologische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung beim Fischkauf).

Üblicherweise isst man die gebratene Forelle mit Petersilerdäpfeln=Kartoffeln und Zitronenbutter. Ist halt durch die Erdäpfel nicht mehr kohlenhydratarm. Deshalb hatten wir sie mit köstlichen Pastinaken und Topinambur. Die haben einen tollen Eigengeschmack und schmecken uns besser als Erdäpfel. Man kann natürlich auch entweder nur Pastinaken oder nur Topinambur nehmen – wir hatten zufällig beides daheim und fanden die Mischung super.

2 Portionen:

  • 2 Forellen (à ca. 250g)
  • 200g Topinambur
  • 200g Pastinaken (Alternativ: Petersilwurzeln)
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 EL Kokosmehl
  • 80g Butter
  • 2 Handvoll Petersilie
  • 1 Frühlings- od. Lauchzwiebel
  • Salz, Pfeffer

Forellen waschen und mit Küchenrolle abtupfen. Fische innen und außen mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen. Dann mit Kokosmehl bestreuen (man kann sie auch klassisch darin wenden, aber da verschwendet man so viel Kokosmehl).

Topinambur und Pastinaken gut abbürsten (Schale darf dran bleiben), in mundgerechte Stücke schneiden und in wenig Salzwasser oder im Dampfeinsatz in ca. 20min weich kochen.

2 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Die Forellen darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten knusprig braten – dauert ca. 7min pro Seite. Gegen Ende das Backrohr auf 80°C Heißluft vorheizen. Wenn die Forellen fertig sind, die Pfanne ins Rohr stellen zum Warmhalten.

In der Zwischenzeit etwas Zitronenschale abreiben und die Petersilie sowie die Lauchzwiebel fein hacken.

Wurzelgemüse abgießen. In demselben Topf die restliche Butter erhitzen, Gemüsestücke darin schwenken, salzen und pfeffern. 2 EL Zitronensaft, Zitronenschale, Petersilie und Lauchzwiebel dazu geben. Schön umrühren und ein wenig durchziehen lassen.

Den Fisch ggf. am Tisch noch mit Zitronensaft nachwürzen, je nach Wunsch.

Dazu hatten wir noch Vogerlsalat=Feldsalat aus dem Garten (der ist super für die kalte Jahreszeit; Kälte ist ihm völlig egal und solange kein Schnee drauf liegt, kann man ihn ernten).

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Kräuterforelle auf Ofen-Radieschen mit Spinatsalat

Bei ganzem Fisch in der Folie kann man eigentlich nichts falsch machen, deshalb kochen wir ihn so gerne. Die Grundregeln lauten: 1. Stopf in den Bauch, was Platz hat. Vorzugsweise Dinge, die viel Geschmack haben, etwa Kräuter, Knoblauch, Zitrone. 2. Spar nicht mit Fett (Olivenöl oder Butter). 3. Gare den Fisch nicht tot (30min reichen allemal, sonst wird er zu trocken).

Der Spinatsalat ist aus Verlegenheit entstanden, weil ich schon gar nicht mehr weiß, wohin mit all dem Spinat (seit mein großartiger Mann mir Hochbeete gebaut hat, gedeiht endlich auch der Spinat richtig gut). Die Kombination mit Nektarinen und Pinienkernen war so lecker, dass ich das ab jetzt öfter machen will.

Die Idee für die Ofen-Radieschen ist nicht von mir, sondern aus einem meiner liebsten Kochbücher: Von der Schale bis zum Kern (Bernadette Wörndl) aus dem Brandstätter Verlag. In dem Buch geht es darum, pflanzliche Lebensmittel komplett zu verwerten und nicht einen großen (oft den größten!) Teil davon wegzuwerfen, obwohl er essbar, lecker und gesund ist. Ich verfolge diese Philosophie schon lange; entsprechend oft findet ihr in meinen Rezepten auch Zutaten wie Radischen- oder Kohlrabiblätter. Das Grüne von Lauch, Frühlingszwiebel & Co. würde ich sowieso nie wegwerfen, aber selbst ungenießbare Schalen und Blätter verwerte ich häufig (z.B. gieße ich meine Pflanzen gern mit „Zwiebel- und Knoblauchschalentee“, das hilft super gegen Pilzerkrankungen). In meine Smoothies kommen neben Radischenblättern u.a. die Stiele von Spinat, Wildkräuter oder sogar genießbare junge Blätter von Laubbäumen (z.B. Ahorn oder Haselnuss). Blätter von Kohlrabi und/oder Strünke von Brokkoli oder Karfiol=Blumenkohl eignen sich wunderbar für Lasagne; Karotten- und Selleriegrün ergeben eine gute Suppenbasis; Stiele vom Parasol kann man zu Pilzpulver verarbeiten usw. usf. — ich denke, ihr wisst, worauf ich hinaus will. 😉

Bernadette Wörndl, übrigens eine Salzburgerin, hat mich trotz meiner langjährigen Erfahrung im ganzheitlichen (und geschmacklich unbedingt vollwertigen!) Verkochen von Lebensmitteln mit ihrem Buch auf viele neue Ideen gebracht. Die Ofen-Radieschen sind nur eine davon (ich habe sie minimal abgeändert, weil die Gewürze zur Forelle passen sollten). Ich finde die Autorin ganz toll, vielleicht kann ich sie ja mal auf einer Veranstaltung in Salzburg treffen, immerhin ist sie hier viel kulinarisch-kulturell unterwegs. Jetzt aber genug des Lobes – und ab in die Küche!!

2 Portionen:

Für die Kräuterforellen:

  • 2 Forellen, fertig ausgenommen
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Frühlingszwiebel
  • 1/2 Limette
  • 1 Handvoll frische Kräuter (ich hatte: Thymian, Oregano, Basilikum, Ysop, Estragon, Johannisbeer-Salbei)
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer
  • 2 Stück Alufolie

Die Forellen waschen und mit der Küchenrolle gut abtupfen.

Alufolie mit Olivenöl einstreichen, Fische außen und innen gut salzen und pfeffern und auf die Folie legen. Innen und außen mit der zuvor gewaschenen Limette beträufeln.

Frühlingszwiebel in feine Ringe, Knoblauch in Scheiben, restliche (zerdrückte) Limette in Scheiben schneiden. Kräuter hacken.

„Regel 1“ (s.o.) berücksichtigen. Soll heißen: Stopf rein, was Platz hat. 😉

Nochmal mit Olivenöl beträufeln und die Alufolie zu Päckchen verschließen.

Für 30min in den auf 180°C Heißluft vorgeheizten Ofen geben.

Kräuterforelle_01

Für die Ofen-Radieschen:

  • 10-14 kl. Radieschen inkl. Blättern
  • 1/2 Limette
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 2 TL ganze Koriandersamen
  • 1 Handvoll frische Kräuter (ich hatte: Thymian, Oregano, Basilikum, Ysop, Estragon, Johannisbeer-Salbei)
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

Die Radieschen gut waschen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, Koriandersamen grob mörsern, Kräuter hacken.

Alles über die Radieschen geben und mit Limette sowie ordentlich Olivenöl beträufeln. Salzen und pfeffern, alles vermengen, sodass die Radieschen überall mit Öl benetzt sind.

15-20min auf die untere Schiene ins Backrohr geben (unter den Fisch).

Ofen-Radieschen_01

Für den Spinatsalat:

  • 2 Handvoll frischer Spinat
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Nektarine
  • 2 EL Pinienkerne
  • Marinade aus: Olivenöl, Thymian, weißem Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer

Spinat waschen und zerzupfen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Nektarine in grobe Stückchen schneiden.

Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne rösten.

Marinade kurz vor dem Servieren über den Salat geben; mit Pinienkernen bestreut servieren.

Spinat-Nektarinen-Salat

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