Topinambur-Rüben-Gratin mit Kohlsprossen-Erbs-Gemüse

Kohlsprossen=Rosenkohl sind sooo toll; ich weiß nicht, warum ich die als Kind nicht gemocht hab, die schmecken doch so gut! Außerdem sind sie für mich ein kleines Wunder: Man pflanzt sie im Herbst und hat mitten im Winter eine frische, grüne Ernte. Ja, sogar jetzt noch, wo sie unter dem Schnee begraben sind, denn ihre Blätter machen ein kleines Dach und schützen die Sprosserln, sodass man selbst bei dicker Schneedecke noch ernten kann (und die, die unter dem Schnee begraben sind, werden auch nicht schlecht, sondern nur süßer).

Hier eine kleine Genese unserer diesjährigen Pflanzen. Sie wurden im Herbst auf ein Hochbeet gesetzt, das im Frühjahr Erbsen und Radieschen, im Sommer vor allem Salat besetzten:

Die letzten beiden Sonnen-Fotos stammen aus dem November. Zur Zeit sieht es bei uns eher so aus:

img_20170108_101022schnee-kohlsprossen

Geerntet kann man sich über pralle, runde, leckere Knospen freuen. Hier ein Teil unserer Ernte vom 29. Dezember für dieses Gericht:

2 Portionen:

Für den Gratin:

  • 300g Topinambur
  • 300g Steckrüben und ein wenig Grün davon, wenn vorhanden (sonst etwas Petersilie und/oder Schnittlauch und/oder Borretsch)
  • 150g Erdäpfel (lila) – Bei strengerem Low Carb (=No Carb) können diese einfach durch mehr Topsis, Steckrüben oder aber auch durch Pastinaken oder Selleriewurzeln ersetzt werden  -das Verhältnis kohlenhydratärmerer Gemüse zu wenigen Erdäpfeln, die zudem aufgrund ihrer lila Färbung über einen ungewöhnlich hohen Antioxidantiengehalt verfügen, ist aber durchaus gesund und ausgewogen.
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Thymianblättchen
  • 2 Stängel Rosmarin
  • 500ml Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • 30g geriebener Käse – Bei veganer Ernährung einfach weglassen, er muss nicht unbedingt sein.

Für das Beilagengemüse:

  • 150g Kohlsprossen=Rosenkohl
  • 50g TK-Erbsen
  • 1/2 Bio-Zitrone (Saft & Schale)
  • 50-100ml Gemüsesuppe
  • Schnittlauch oder Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Eine weitere Idee:

  • dazu passt gut ein mit Salz, Pfeffer und Knoblauch verrührtes griechisches Joghurt als Dip

Rüben und Topsis gut abbürsten; Erdäpfel dünn schälen oder mit einer drahtigen Gemüsebürste fest abrubbeln und die äußere Schale abbürsten. (Ganz frische Steckrüben muss man nicht schälen, zumindest meine hier nicht. Kann sein, dass eure geschält werden sollten, ihr merkt das dann eh an der Dicke der Schale.)

Alles in 1/2cm dicke Scheiben schneiden (ich verwende dafür die Küchenmaschine, aber ein Hobel geht auch, dauert nur länger). Die Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden.

Erdäpfelscheiben in eine Schale mit kaltem Wasser legen und 10min wässern, damit ein wenig Stärke ausgespült wird.

Das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Ein tiefes Backblech mit Olivenöl einreiben. Alle Gemüsescheiben darauf legen, großzügig salzen und pfeffern sowie die gehackten Kräuter zugeben. Mit ca. 3 EL Olivenöl beträufeln und alles gut vermischen. Dann die Mischung möglichst gleichmäßig auf dem Blech glattstreichen.

Die Gemüsesuppe angießen. Den gesamten Gratin mit Alufolie abdecken und 40min im Ofen backen.

Nach 40min die Folie entfernen und den geriebenen Käse darüberstreuen. Nochmals 25min backen, bis die Oberfläche goldgelb und knusprig aussieht.

Etwa 10min vor Schluss die Kohlsprossen in etwas Ernussöl anbraten. Mit der Gemüsesuppe und dem Zitronensaft ablöschen und 5min dünsten. Wenn genug Wasser verdampft ist, noch kurz die Erbsen, die Zitronenschale und die Gewürze zugeben. Nicht zu lange kochen, die Kohlsprossen sollen noch Biss haben und die Erbsen frisch grün bleiben!

Wer möchte, kann noch einen Joghurtdip dazu servieren.

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Thunfisch-Cinque Formaggi-Pizza mit grünem Gemüse

Uno, due, tre, quattro, cinque. Das war’s aber auch schon mit meinen bescheidenen Italienisch-Kenntnissen (naaa gut, bis zehn kann ich zählen, und was zu essen kann ich mir auch bestellen… und Prost! kann ich auch sagen, hehe).

Meine Cinque Formaggi-Pizza besteht, Überraschung!, aus fünf Käsesorten und zudem einigem an grünem Gemüse. Dazu gehört noch unbedingt eine große Schüssel Salat, um einen extra Frischekick zu genießen und um die vielen Milchprodukte ein wenig „auszugleichen“.

Thunfisch-Pizzateig ist in der Low Carb-Küche schon längst keine Überraschung mehr, und ich koche ihn ab und zu immer noch ganz gern, obwohl ich mittlerweile fast keinen Fisch mehr esse. Wenn es dann ausnahmsweise Thunfisch gibt, dann ist es mir sehr wichtig, darauf zu achten, welchen ich kaufe:

Er sollte ausschließlich aus zertifiziertem Wildfang stammen. Das MSC-Siegel gibt es nur, wenn diese Fanggebiete nicht bereits überfischt sind! Weitere Informationen zum nachhaltigen Fischkauf gibt es beim WWF-Einkaufsratgeber für Fisch sowie beim Fischratgeber von Greenpeace. Die Thunfisch-Dosen, die ich verarbeite, sind von der nicht gefährdeten Gattung „Skipjack“ (Fanggebiet: Westpazifik) oder MSC-zertifizierte Ware aus gesunden Beständen.

2 Portionen:

Für den Teig:

  • 2 Dosen Thunfisch (in eigenem Saft)
  • 100g Cottage Cheese=Hüttenkäse
  • 2 Eier
  • 2 EL Mandelmehl (ersatzweise geriebene Mandeln)
  • 2 EL gehackte italienische Kräuter (ich hatte Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran)
  • Salz, Pfeffer

Für den Belag:

  • 100ml passierte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 30g Mozzarella
  • 30g Gorgonzola
  • 30g Feta
  • 30g Parmesan (Anm.: Für alle diese Käsesorten verwende ich gerne meine TK-Vorräte; ich friere immer ein wenig geriebenen Käse ein, wenn ich ihn sowieso für ein anderes Gericht reibe)
  • 1 Handvoll Fisolen=Grüne Bohnen (evtl. TK-Ware)
  • 1 Handvoll Erbsen (evtl. TK-Ware)
  • frische Kräuter zum Bestreuen (ich hatte Oregano, Basilikum, Thymian, Majoran, Ringelblumen-Blüten; Rucola würde auch gut passen)
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Backrohr auf 160°C Heißluft vorheizen.

Thunfisch, Eier, Cottage Cheese, Kräuter und Mandelmehl mit der Küchenmaschine verrühren.

Die Masse kreisrund auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und für ca. 15min backen.

In der Zwischenzeit die Tomatensauce zubereiten. Dafür Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken und anbraten. Dann die passierten Tomaten zugeben und abschmecken. Einköcheln lassen, bis der Teig fertig ist.

Fisolen in kleine Stücke hacken.

Den Pizzaboden wieder aus dem Ofen nehmen, die Sauce gleichmäßig darauf verteilen und belegen (ich hab einzelne Ecken für die verschiedenne Käsesorten gemacht).

Die Pizza nun erneut für ca. 15min in den Ofen geben, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Vor dem Servieren mit frischen Kräutern bestreuen.

Variante:

Thunfischpizza mit Jalapeños, Oliven und Roten Zwiebeln

Während ich die obigen Fotos herausgesucht habe, hab ich noch alte Aufnahmen einer anderen Thunfischpizza entdeckt, die ich euch bislang vorenthalten habe. Der Teig ist ganz derselbe, und sooo viel  Unterschied gibt es beim Belag auch wieder nicht.

Daher habe ich mich kurzerhand entschlossen, diese Pizza nicht als eigenes Rezept online zu stellen, sondern als Variante zu zeigen:

2 Portionen:

  • Teig wie oben (Kräuter hier Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und ein wenig gehackte, rote Zwiebel)
  • Tomatensauce wie oben
  • 1 rote Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 1 Handvoll Oliven
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten, in Stücke geschnitten
  • einige eingelegte Jalapeños
  • geriebener  Gouda
  • Kräuter zum Bestreuen: Petersilie, Basilikum, Schnittlauch

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Blumi-Paella

Ein Blumisotto ist Risotto aus geschreddertem Karfiol=Blumenkohl; eine Blumi-Paella eine entsprechende spanische Variation davon (ich verwende hier gerne den bundesdeutschen Ausdruck, weil „Karfisotto“ oder „Karfi-Paella“ nicht so hübsch klingen…).

Dieses Rezept ist übrigens auch wunderbar geeignet für Veganer, weil nur die Shrimps weggelassen werden müssen. Da ohnehin schon so viele andere leckere Gemüse-Zutaten vorkommen, fällt das nicht weiter auf. Um für Veganer den Eiweiß-Anteil ein wenig zu erhöhen, können noch etwas mehr Erbsen reingegeben werden.

Paella ist ja eigentlich die spanische Version eines Grillabends: Man isst sie nur gemeinsam mit vielen Leuten und außerdem im Freien. Der spanische Arbeitskollege meines Mannes findet es ein wenig seltsam, wenn wir Paella (ob mit Reis oder ohne – von Letzterem hab ich mich noch nicht erzählen getraut hihi) am heimischen Herd für uns zwei kochen. ABER es schmeckt halt einfach unbeschreiblich lecker, und das ist doch das Wichtigste, oder? 🙂 Obwohl… so eine richtig große, gesellige Runde… dann an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse unter Bäumen serviert… ach, ich glaub, das machen wir auch noch!

3 Portionen (4 mit Salat):

  • 1/2 geschredderter mittelgroßer Karfiol=Blumenkohl
  • 2 große Frühlingszwiebeln oder Lauchzwiebeln
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Chili
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten (entweder solche in Öl oder in Wasser eingeweichte)
  • 1 roter (Spitz-)Paprika
  • 1 hellgrüner (Spitz-)Paprika
  • 1 Handvoll Erbsen (TK-Ware)
  • 1 Handvoll Oliven
  • 4 Artischockenherzen aus dem Glas
  • 1/2-1 reife Avocado
  • 125g Party-Garnelen oder Mini-Shrimps aus nachhaltiger Fischerei
  • für die Optik: 2 exquisite Black Tiger-/King Prawn-Garnelen aus nachhaltiger Fischerei
  • 2 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 Bio-Zitrone
  • 0,2g Safran
  • etwas Paprikapulver
  • etwas Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Bio-Gemüsesuppen-Pulver
  • rotes Palmöl (gibt extra schöne Farbe) aus nachhaltigem Anbau

Den Karfiol grob mit der Küchenmaschine schreddern. Die andere Hälfte der Raspeln kann gut eingefroren werden.

Das Gemüse zerkleinern.

Zwiebel, Frühlingszwiebel, Chili und Knoblauch in rotem Palmöl in einer tiefen, möglichst gusseisenen Pfanne anschwitzen (ich hab den Wok benützt; der gusseiserne Schmortopf wär vielleicht noch besser gewesen). Dann die in grobe Stücke geschnittenen Paprika zugeben, scharf anbraten.

Wenn die Farbe stimmt, den Karfiol sowie die Erbsen, einen Teil der Oliven, die zerkleinerten getrockneten Tomaten, die Gewürze (nicht sparen!) und einen Schuss Wasser zugeben. 10-15min (mit Deckel) dünsten und ab und zu umrühren.

Gegen Ende noch die Mini-Shrimps unterrühren und noch kurz warm werden lassen. Mit etwas Zitronensaft abschmecken.

Die zwei großen Garnelen salzen, pfeffern und in einem Pfännchen anbraten, bis sie rosa sind.

Die Avocado schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.

In der Pfanne anrichten. Dazu noch die Artischockenherzen, ein paar Oliven, die Avocado, ein paar Zitronenspalten sowie die King Prawns drapieren und mit einem Schöpfer direkt am Tisch servieren.

Dazu passt ein gutes Glas Wein! 🙂

Schmeckt übrigens aufgewärmt am nächsten Tag fast noch besser!

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Spargel in Paprika-Lachs-Sauce

Gegen Ende der Spargel-Saison ganz tolles aus Bettis Blog Happy Carb, bei dem ich ein bisschen was verändert hab. Statt des Stremel-Lachses gab es Räucherlachs, zudem noch eine Menge Kräuter und ein paar Tomaten, Erbsen sowie etwas Chili extra. Damit hab ich auch nicht so viel Spargel gebraucht (da ich versuche, nur österreichischen Bio-Spargel zu kaufen, kostet das sonst ganz schön viel… ab nächstem Jahr probier ich es daher endlich mal mit dem Eigenanbau!).

Das war so gut!! Danke für die Anregung, Betti!

2 Portionen:

  • 500g weißer Spargel
  • etwas Zitronensaft oder Essig
  • 1 TL Erythrit
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 hellgrüner Spitzpaprika
  • 1 Chili
  • 2 Frühlingszwiebel
  • 1 Handvoll TK-Erbsen
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 50g Ajvar (Achtung bei strengem Low Carb: Es gibt Ajvar ohne Zucker, aber man muss ihn suchen)
  • 125g Räucherlachs (aus zertifizierter Haltung oder Bio-Sockey-Wildlachs)
  • 100g Kräuterfrischkäse
  • Basilikum und Estragon
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Den Spargel waschen, schälen und die Enden abschneiden. Dann in mundgerechte Stücke schneiden. Spargel-Schalen und -Enden kommen ins Kochwasser, das intensiviert den Spargelgeschmack (und das Kochwasser kann später als Basis für ein gutes Süppchen dienen). Außerdem noch ein Schuss Essig oder Zitronensaft sowie ein TL Erythrit dazugeben. Ich hatte sehr dicken weißen Spargel, der hat 15min gebraucht! Normalerweise sollte er aber in 10min gut durch werden. 1/2 Tasse Kochwasser auffangen.

Paprika ebenfalls in mundgerechte Stücke, Frühlingszwiebel (mit dem Grün) in Ringe schneiden und Chili fein hacken. Alles zusammen in einer tiefen Pfanne (ich hatte den Wok) scharf in Erdnussöl anbraten.

Mit Kochwasser ablöschen und Frischkäse sowie Ajvar einrühren. Erbsen (können ruhig noch gefroren sein) zugeben und ein wenig köcheln lassen.

Dann den Räucherlachs fein würfeln und unterrühren. Die Kräuter hacken und ebenfalls zugeben (ein paar für die Deko aufbewahren).

Erst gegen Ende die gekochten Spargelstücke unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren noch ein paar Cocktailtomaten halbieren und gemeinsam mit den restlichen Kräutern anrichten.

Dazu hatten wir noch grünen Salat mit Weinessig und kräftigem Olivenöl.

Risi Pisi-Blumisotto

Liebe alle,

bevor es an den neuen Blog-Eintrag geht: Beim gestrigen Rezept habe ich eine der Hauptzutaten vergessen: Champignons kommen auch in die Fülle der Paprika hinein! Wer das Rezept nachkochen möchte, klicke bitte hier noch einmal auf die erneuerte Rezeptversion (und verschiebe die abonnierte eMail in den Papierkorb).

~~~

Gut. Jetzt aber.

Manchmal fällt es einem echt wie Schuppen von den Augen!

Den Ausdruck „Risi Pisi“ für „Reis mit Erbsen“ kenne ich schon seit Kindheitstagen. Mein Lieblingsessen war lange Zeit das Brathendl meiner Oma mit Risi Pisi (und es gehört auch heute noch zu meinen absoluten Favoriten… ich glaub, für Omas Hendl brech ich meine fleischlose Phase doch nochmal…).

Dass „Risi“ für „Reis“ steht war mir auch recht schnell klar. Aber erst jetzt, beim Tippen der Überschrift, erkenne ich, dass das „Pisi“ von lat. Pisum abstammt – dem lateinischen Wort für „Erbse“! 😀 (Übrigens schreibt die Welt immer wieder mal „Risi Bisi“ oder „Risibisi“ – das ist schlichtweg falsch, man sagt immerhin weder lat. Bisum noch ital. Biselli…).

Jedenfalls lässt sich Blumisotto (reisförmige Verarbeitung von Karfiol=Blumenkohl) auch prima als Risi Pisi-Variante zubereiten!

2 Portionen:

  • 1 eher kleiner Karfiol=Blumenkohl
  • 100g TK-Erbsen
  • 15g Trockenpilze (ich hatte getrocknete Hallimasch)
  • 60g Grana Padano oder Parmesan zum Bestreuen
  • 3 geh. EL Frischkäse oder Crème fraîche
  • Oregano, Thymian, Majoran
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Schuss Weißwein
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zuerst die Trockenpilze in ein wenig Wasser einweichen.

Dann den Karfiol mit der Küchenmaschine schreddern. Die Menge fällt beim Dünsten ordentlich zusammen, aber wer trotzdem zu viel hat (z.B. weil es nur große Köpfe gab) kann die geschredderten Krümel gut einfrieren und für ein anderes Blumisotto verwenden.

In etwas Öl in einer großen Pfanne anbraten, die Erbsen dazugeben, salzen, pfeffern, Kräuter zugeben und mit wenig Wasser ablöschen. Die Pilze unterrühren (bei den Hallimasch muss das Wasser abgegossen werden,  bei anderen Trockenpilzen darf es als Würze mit dazu).

7-10min (je nach Dicke der Raspel) dünsten lassen.

Gegen Ende mit Weißwein und Zitronensaft abschmecken und den Frischkäse sowie 2/3 des Grana Padanos unterrühren.

Vor dem Servieren mit dem restlichen Käse bestreuen.

Unser Serviervorschlag beinhaltet außerdem noch Butter, mit der konische Gläser (nach oben hin dicker) gefettet wurden. So bekommt man die lustigen Formen hin. Einfach nur ein Klecks mit dem Schöpfer aufs Teller geklatscht schmeckt aber genauso gut. 🙂

Cremiger Zwiebeltopf mit Ajvar

2 Portionen:

  • 600g (gelbe) Zwiebeln
  • 150g Ziegenfrischkäse (wer das nicht mag: normaler FK, Vollfett)
  • 6 geh. EL Ajvar, pikant
  • 250g frische Erbsen, mit Schale gewogen (ergibt ca. 125g Erbsen ohne Schale)
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 geh. TL Erythrit
  • 2 EL heller Balsamicoessig oder Weißweinessig
  • ca. 200ml Gemüsesuppe
  • 1 großer Bund Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Die Zwiebeln schälen und achteln. Ca. 5min in Butterschmalz in einem dickwandigen Schmortopf goldbraun anbraten. Mit Erythrit bestäuben und leicht karamellisieren lassen.

Mit Gemüsesuppe ablöschen und ca. 20min zugedeckt köcheln lassen.

Frischkäse mit Ajvar und Essig verrühren und unterrühren. Die ausgepulten Erbsen ebenfalls unterheben. Nochmal ca. 5min köcheln lassen.

Die Tomaten halbieren oder vierteln. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Beides unterrühren und nochmals 5min köcheln lassen.

Mit noch ein wenig Schnittlauch bestreut servieren.

 

Bettis Paprika-Ofenfisch mit Nusskruste auf Erbsenpüree

Dieses Rezept von Betti von Happy Carb wollte ich schon ewig nachkochen. Es scheiterte immer daran, dass eine der Grundzutaten nicht vorhanden waren: Fisch, Ajvar, Erbsen. Jetzt, wo ich in den Genuss dieser Köstlichkeit gekommen bin, schimpfe ich mich im Nachhinein dafür, dass ich nicht schon längst einmal extra dafür einkaufen gegangen bin. So lecker!! So schnell und einfach!! Und auch noch ein hübscher Farbtupfer! Einfach phänomenal, Bettina. DANKE!

2 Portionen:

  • 2-4 Fischfilets (je nach Größe; ich hatte Lachsforelle mit Haut – die Haut verlängert die Ofenzeit um 5-10min)
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 4 geh. EL Ajvar (scharf)
  • bei mildem Ajvar: 1 kl. Chili extra
  • 1 Paprika (rot wäre farblich optimal; ich hatte nur einen hellgrünen Spitzpaprika)
  • 50g Grana Padano oder Parmesan, gerieben
  • 50g Mandeln und Haselnüsse, grob gehackt
  • 300g TK-Erbsen (Betti nimmt 500g, das war mir ein wenig zu viel, mein Fischfilet war so groß)
  • 100g (Ziegen-)Frischkäse, pur oder mit Kräutern
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • evtl. ein paar Sprossen für die Deko (ich hatte Radieschensprossen; Kresse passt bestimmt auch gut)

Paprika und ggf. Chili fein hacken.

Sauerrahm mit Ajvar und Paprikawürfeln verrühren. In eine Auflaufform geben.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Fischfilets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und auf das Paprikabett setzen. Wer Fisch mit Haut hat muss den Fisch mit der Haut nach oben in die Form legen.

Nüsse grob hacken. Grana Padano reiben. Vermischen und auf die Fischfilets geben.

Fisch ohne Haut kommt nun für 20min ins Backrohr; mit Haut braucht es 25-30min (bis man mit der Knusprigkeit zufrieden ist).

10min vor Schluss die Erbsen mit ganz wenig Wasser und einem Spritzer Zitronensaft in 8min weich kochen. Salzen, pfeffern, den (Ziegen-)Frischkäse unterziehen und mit dem Zauberstab pürieren.

Vor dem Servieren noch die Sprossen auf das Püree setzen.

Jägerlaibchen (fast wie bei Oma) mit Paprika-Mandel-Dip (nicht wie bei Oma)

Ehrlich gesagt war das purer Zufall… aber als ich die Kleckse in die Pfanne gegeben habe, hab ich erkannt, dass ich eine Low Carb-Variante von Omas Jägerlaibchen gebastelt hab. Oma hat die früher immer aus Erdäpfelpüree gezaubert. Die Konsistenz der Laibchen ist deshalb relativ weich – das soll so sein.

Als ich in jugendlichen Jahren Vegetarierin war, hab ich meine Oma, die meist für mich gekocht hat und eine Köchin der alten österreichischen Schule ist, wohl an den Rand der Verzweiflung gebracht. Man muss sich ja mal in diese Situation versetzen: Die 13-jährige Katharina besteht quasi über Nacht darauf, Vegetarierin zu werden. Aber bitte mit Vollpension, denn selber kochen kam nicht in Frage (mitkochen oder mal in Ausnahmefällen schon; aber nicht jeden Tag, das war Omas „Aufgabe“). Als ich dann älter wurde, so mit 18, hab ich langsam erkannt, dass ich das ja selbst in die Hand nehmen könnte und dass es irgendwie ziemlich unverschämt war, vegetarische Küche einzufordern. Aber sicher fünf Jahre lang hat Oma täglich darum gekämpft, dass ich nicht verhungern muss. 😉 So gab es, damit ich nicht immer nur Beilagen essen „musste“, eben ziemlich oft die vegetarischen Rezepte, die Oma in ihrem Repertoire hatte: Kasspatzen, Krautfleckerl, Gemüsesuppen gefolgt von div. Süßspeisen (Schwarzbeertatschen, Apfelradln, Schmarrn, Palatschinken, Marillenknödel…). Und eben auch Jägerlaibchen.

Während für mich die Laibchen vegetarisch waren, bekamen die anderen meist noch ein paar Stückchen Hartwurst in ihren Erdäpfelteig. Das wirkt auch gleich viel „jägeriger“ – und ich werde es das nächste Mal wohl auch so ausprobieren mit meiner Low Carb-Version; dann aber nicht mit Dip, sondern mit Sauerkraut!

2 Portionen:

Für die Jägerlaibchen:

  • 350g Zucchini- oder Kürbisfleisch, grob geraspelt
  • 2 Karotten (ca. 150g), grob geraspelt
  • 2 Zwiebeln (ca. 150g), grob geraspelt oder fein gewürfelt
  • 2 Eier
  • 1 Handvoll TK-Erbsen
  • 1 Handvoll Petersilie, gehackt
  • 1 Handvoll Schnittlauch, gehackt
  • 2 geh. EL Flohsamenschalen
  • 2 geh. EL Haferkleie (evtl. 3)
  • Salz, Peffer, Paprikapulver
  • Erdnussöl, Butter oder Butterschmalz

Für den Dip:

  • 3 geh. EL griechisches Joghurt
  • 3 geh. EL weißes Mandelmus
  • 1 roter Paprika
  • 1 Chili
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Tomatenmark aus der Tube
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Paprikapulver
  • Erdnussöl

Das Gemüse grob raspeln. Wenn junge, frische Zucchini verwendet wird, diese nach dem Raspeln salzen, 15min stehen lassen und gut ausdrücken. Große Superzucchini oder Kürbis müssen nicht auf diese Weise vorbereitet werden, sondern können nach dem Raspeln gleich verwendet werden.

Alle Zutaten bis auf die Erbsen in der Küchenmaschine miteinander verrühren und 15min quellen lassen. Sollte die Masse noch zu flüssig sein (das kommt drauf an, wie gut die Zucchini ausgedrückt oder wie feucht die Kürbissorte ist), ggf. noch 1 EL Haferkleie ergänzen.

In der Zwischenzeit den Paprika und die Chili für den Dip würfeln und in etwas Erdnussöl anbraten, bis er Farbe annimmt. Etwas abkühlen lassen und alle Dip-Zutaten mit einem Pürierstab zusammenpürieren. Kühl stellen.

Die Erbsen unter die Teigmasse heben (können ruhig gefroren sein, das macht nichts).

Backrohr auf 50°C Heißluft (zum Warmhalten) vorheizen.

Hitzestabiles Fett (ich nehme am liebsten Erdnussöl und Butter oder Butterschmalz gemischt) in der Pfanne, in der zuvor der Paprika angebraten wurde, erhitzen. Die Teigmasse hineinklecksen und von beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Da man wahrscheinlich zwei Tranchen braucht, können die ersten Laibchen auf Küchenrolle im Backrohr aufbewahrt werden. Auch die zweite Tranche vor dem Servieren auf Küchenrolle abtropfen lassen.

Tipp: Anstelle des Paprika-Mandel-Dips passt auch gut Sauerkraut dazu. Für diese Variante schmeckt es auch lecker, wenn man ein bisschen Hartwurst klein würfelt und unter den Teig hebt.

Wir hatten noch grünen Salat mit Karotten dazu.

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Kürbis-Hendlcurry mit Erbsen

Und wieder bereue ich, dass ich zur Zeit keine ordentliche Kamera besitze… das Curry sieht eigentlich sooo lecker und farbenprächtig aus, aber mit den Tablet-Fotos kann man die Ästhetik nicht mal annähernd wiedergeben.

Ich muss mich ja kurz aufregen: Der Reparaturservice des Kamera-Herstellers wollte für den Austausch des Objektivs 195€ exkl. Versand haben. Derselbe Fotoapparat kostet neu bei Amazon 185€ inkl. Versand. Habe sie also nicht reparieren lassen. Aber das wirklich Ärgerliche: Das Hinschicken war gratis – man konnte dann auswählen, ob man den Kostenvoranschlag annimmt oder nicht. Das Retournieren des defekten Geräts kostete allerdings 30€ Bearbeitungsgebühr und 15€ Versand. Hätte ich das gleich gelesen, hätte ich die Kamera nie hingeschickt. Aber es stand wohl nur irgendwo winzig im Kleingedruckten der AGB, sodass ich es übersehen habe. Übrigens ausschließlich auf Englisch, obwohl der Hersteller sehr wohl österreichische und deutsche Vertriebe hat (der österreichische Sitz ist übrigens in Traiskirchen). Nur die Rechnung kam auf Deutsch. 😉 Jetzt hab ich 45€ für eine dreieinhalb Jahre alte Kamera bezahlt, die nicht mehr geht, nachdem sie mit der Luftfeuchtigkeit in Indien in Berührung gekommen ist. Grrr.

Aber mit dem neuen Gehalt Mitte Oktober gibt es dann auch ein neues Gerät. Und sicher NICHT mehr von dem Hersteller N****! Wahrscheinlich von der Konkurrenz mit C****. Z’Fleiß, wie das österreichische Herz sagt.

Gut. Ruhig Blut und durchschaufen. Aber nicht zu tief, ich hab nämlich eine fiese bakterielle Bronchitis erwischt (oder besser: sie mich). Nichts geht bei Erkältungskrankheiten über ein duftendes, heilendes Curry! 🙂

2 Portionen:

  • 1-2 kl. Hendlfilets
  • 300g Kürbis
  • 100g TK-Erbsen
  • 200ml Kokosmilch
  • 1 EL Fischsauce
  • ein 3cm langes Stück Ingwer
  • 3 Stängel Zitronengras
  • 1 Chili
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Bio-Zitrone, Saft und Schale davon
  • 1 Handvoll Koriander (plus Koriander zum Bestreuen)
  • 2 geh. EL Kokosöl

Den Ingwer schälen (geht am besten mit einem Teelöffel) und in Scheiben schneiden; Knoblauchzehen schälen; Zitronengras putzen, den weißen Teil in Ringe schneiden; Schale der Zitrone abreiben; Koriander grob hacken.

Kürbis grob würfeln. Hendelfilet in gulaschgroße Stücke schneiden.

Ingwer, Zitronenschale, Koriander, Knoblauch, Zitronengras sowie die ganze Chili in einen Schredder-Mixer geben und ganz klein schreddern (alternativ sehr fein und aufwändig mit dem Messer klein hacken). Übrigens kann man diese Paste gleich in größerer Menge zubereiten und gut einfrieren fürs nächste Mal!

Kokosöl im Wok erhitzen und die Würzpaste reingeben. Unter Rühren ca. 4min anschwitzen, bis die Mischung zu duften beginnt. Dann das Hendlfleisch hinzugeben und von jeder Seite ca. 1min gut anbraten. Danach die Kürbiswürfel hinzugeben und nochmal 3min braten.

Mit Zitronensaft und Fischsauce übergießen und kurz einköcheln lassen.

Alles mit Kokosmilch aufgießen, Deckel draufsetzen, 5min schwach köcheln lassen. Dann die TK-Erbsen zugeben, Hitze aufdrehen, Deckel weg und nochmal 10min ordentlich einköcheln lassen, bis die Konsistenz der Sauce schön dick und sämig ist.

Mit gehacktem Koriander bestreuen.

Geht wirklich schnell, besonders wenn man die Würzpaste aus dem Tiefkühler holen kann. 😉 Damit ist das Essen wunderbar geeignet für den Feierabend nach einem anstrengenden Arbeitstag. Die Gewürze, der Duft in der Küche, die feine Konsistenz der Sauce – das alles fühlt sich besonders in den Herbst- und Wintermonaten so richtig kuschelig-geborgen an.

Kürbis-Hendlcurry_01 Kürbis-Hendlcurry_02 Kürbis-Hendlcurry_03

Kürbis-Hendlcurry_04 Kürbis-Hendlcurry_05

Kürbis-Hendlcurry_06 Kürbis-Hendlcurry_07

Lauwarmer Maya-Salat

Ich mag die (kulinarische wie gärtnerische) Kombination von Stangenbohnen (wobei ich am liebsten Feuerbohnen kultiviere) und Mais. Die Bohnen ranken sich am Mais hoch und blühen schöner als die schönsten Zierpflanzen – wir haben sie als Sichtschutz direkt neben unserer Terrasse aufgestellt. Erbsen ergänzen das Trio, auch sie haben wunderschöne Blüten, wie weiße Schmetterlinge, auch sie wickeln sich gekonnt um Spalier und Mais. Der Mais liebt seine beiden Klettermaxe, denn die Hülsenfrüchte lagern Stickstoff im Boden ein, der den Mais zu immer stärkerem Wachstum anspornt. Man könnte am Boden auch noch Kürbis oder Zucchini pflanzen – so haben es schon die Inkas, Mayas und Azteken gemacht. Das nennt man dann „Milpa-Beet“ oder auch (wundervoll poetisch) „Die drei Schwestern“. Wir hatten Radieschen und kleine Radis unter den Bohnen gepflanzt, aber die sind mittlerweile alle geerntet und verschnabuliert.

Fisolen

Interessiert sich bei diesem gesunden, natürlichen, farbenprächtigen Salat irgendjemand dafür, dass Mais die (imaginäre, nur im Kopf existierende) Low Carb-Grenze ein wenig überschreitet? Genau!

~~~

An dieser Stelle möchte ich mich auch für die nächsten zweieinhalb Wochen verabschieden. Morgen reisen wir via Prag (von dort gab es günstige Flüge mit einer guten Airline – und zur Info, von Salzburg aus reist man mit dem privaten Busunternehmen um nur 33€ nach Prag) nach Indien! Es wird eine individuelle Rundreise: 1 Nacht Prag, 3 Nächte Mumbai, 7 Nächte Goa, 3 Nächte Delhi, dann retour nach Mumbai, retour nach Prag. Wir freuen uns schon sehr auf die bunten, turbulenten Eindrücke, die wir zweifellos erleben werden. Auf zu den wuselnden Rikschas, verkehrlahmlegenden Kühen und post-monsun-gewaschenen Landschaften! Unsere lieben Eltern halten derweil die Stellung und machen Blumengieß-Katzenfütter-Urlaub bei uns 🙂 (Ich ergänze diese Info, weil man immer wieder von den Medien gewarnt wird, sein Fortbleiben nicht im Internet publik zu machen, um keine Diebe anzulocken…) Bis bald, meine Lieben!

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2 Portionen:

  • 150g frische Erbsen (mit Schote gewogen)
  • 300g frische Fisolen=Grüne Bohnen (sowieso mit Schote)
  • 2 Maiskolben
  • 1 Schalotte od. kl. rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Leinöl
  • 4 EL Apfelessig
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • frisches Bohnenkraut und Schnittlauch

Erbsen auspulen, Maiskörner mit einem Messer von den Kolben trennen, Fisolen in 3cm lange Stücke schneiden.

Zwiebel fein hacken, Knoblauch pressen, Kräuter fein hacken. Mit Öl und Essig sowie Salz, Pfeffer, Gemüsesuppenpulver vermischen und ziehen lassen.

Gemüse in den Kelomat=Schnellkochtopf geben und einmal bis zum zweiten Ring aufkochen lassen. Das dauert keine 5min – aufpassen, damit nichts zerkocht! Danach sofort Dampf ablassen (hehe) und Gemüse abgießen.

Noch warm mit der Marinade vermengen und servieren.

Maya-Salat_01 Maya-Salat_02

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