Gefüllte Snack-Tascherl aus Mozzarellateig

Das Rezept ist schnell erklärt: Ich hatte zu viel Mozzarellateig für die Gemüse-Enchiladas gemacht und deshalb zwei Teigplatten umfunktioniert zu Snack-Tascherl.

Das Ergebnis ist sowas wie Low Carb-Mürbteig-Täschchen und lässt sich mit allem füllen, solange die Fülle nicht zu feucht ist. Von frischen Tomaten würde ich daher eher abraten, es sei denn, man brät sie vorher an.

4 Tascherl:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle Nr. 1:

  • 2 EL Ajvar oder Pesto Rosso
  • 1/2 roter Paprika, klein gewürfelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 1 Handvoll Basilikum-Blättchen, grob gehackt
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Für die Fülle Nr. 2:

  • 1 TK-Spinatzwutschgerl, gut ausgedrückt und gehackt (oder angedünsteter und frischer Blattspinat)
  • 1 Handvoll Feta oder Schafkäse, zerbröckelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • Thymian-Blättchen
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller).

Auf die Platten mittig die oben beschriebenen Füll-Vorschläge (oder etwas ganz anderes, hauptsache nicht allzu feucht) setzen und wie Topfengolatschen zusammenfalten.

40-45min backen, je nach Bräunung. Nach 30min mit Käse und Schwarzkümmel bestreuen.

Wer sie am nächsten Tag als Jause mitnehmen will, kann sie jetzt auch im Rohr abkühlen lassen, dann dunkeln die Täschchen noch nach und sind besser transportierbar. Man kann sie aber auch gleich aus der Hand snacken. 🙂

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Gemüse-Enchiladas aus Mozzarellateig (+mit Speck+)

Mozzarellateig ist eine ziemlich coole Sache. Ich hab mittlerweile schon auf vielen Low Carb-Blogs gesehen, was man alles daraus machen kann: Die Palette reicht von herzhaft bis süß!

Enchiladas, die ich für mein Leben gerne esse (auch Full-Mega-High-Superduper-Carb), hab ich schon mehrmals gemacht, allerdings bisher mit einem anderen Teig. Einmal Enchiladas mit Zucchini-Tomaten-Salsa und Hendl, einmal Enchiladas (casi) tradicional. Diesmal habe ich eine vegetarische Variante für mich probiert. Mein Mann hat noch einige Speckwürfelchen in seine beiden Enchiladas gegeben, daher gebe ich das Gericht auch zur Kategorie Veg+.

2 Portionen:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmelpulver
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 1 roter Paprika
  • 1 Handvoll Mais
  • 1 Handvoll Radieschenblätter, Spinat oder Mangold
  • 2 Tomaten
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmelpulver
  • fakulatativ: 1 kl. handvoll Speckwürferl
  • je 1 geh. EL Radieschenblätter-Pesto pro Enchilada (alternativ: Pesto Genovese)
  • 100g Gouda
  • Erdnussöl, Salz, Pfeffer

Außerdem:

  • 1 Avocado
  • etwas Zitronensaft
  • frischer Koriander

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller). 15min backen.

Für die Fülle in der Zwischenzeit die fein gehackte Zwiebel, Knoblauch und Chili in Erdnussöl anbraten.

Den klein gehackten Paprika und den Mais dazu geben und einige Zeit dünsten lassen.

Das grob gehackte Grünzeug (Radieschenblätter, Spinat oder Mangold) zugeben, kräftig würzen und weiterdünsten.

Gegen Ende noch die klein gehackten Tomaten und die fein gehackten Stiele vom Koriandergrün zugeben.

Eine Form fetten.

Wenn die Backzeit der Enchilada-Fladen fertig ist, heißt es schnell sein: Jede Platte einzeln und flott flott vom Blech nehmen, sofort zu befüllbaren Formen zusammenklappen und mit der Öffnung nach oben in die Form stellen. Wenn man zu lange mit dem Biegen wartet, wird der Teig hart und bricht!

Nun hat man wieder Zeit: Je 1 EL Pesto in die Formen geben, mit dem angebratenen Gemüse auffüllen.Ggf. die Speckwürferl auf die Enchiladas verteilen.

Den Gouda drüberreiben und das Ganze nochmal für 20-25min  ins Backrohr geben.

Vor dem Servieren die Avocado fächerförmig aufschneiden, gleich mit Zitronensaft beträufeln (damit sie nicht braun wird) und zu den mit Korianderblättchen bestreuten Enchiladas servieren.

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Spargel-Pesto-Schiffchen

Betti hat auf ihrem Blog Happy Carb mal vor einiger Zeit ein tolles Rezept für Schlemmerzungen Caprese veröffentlicht. Ich hab mich grob daran orientiert, jedoch noch etwas Spargel und Frühlingszwiebel draufgegeben, dafür weniger Mozzarella, und mein Radieschenblätter-Pesto genommen. Das Original hab ich aber auch schon mal gekocht, das war ebenfalls köstlich – und ist dann eher was für den Sommer. Zur Zeit nutze ich aber noch exzessiv die letzten Spargelstände am Straßenrand, bevor sie sich zum Sommerschlaf zurückziehen. 🙂

Im Sommer kann man statt des Spargels auch ganz wunderbar Artischockenherzen aus dem Glas nehmen!

2-4 Portionen (mit Salat reicht’s für 4 und die Schiffchen schmecken auch kalt gut)

Für den Teig:

  • 50g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie (oder 10g mehr Haferkleie)
  • 40g Eiweißpulver, neutral
  • 3 Eier M
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für den Belag:

  • 70g Radieschenblätter-Pesto (alternativ: Pesto Genovese)
  • 150g Cocktailtomaten
  • 125g Mozzarella
  • evtl. noch etwas zusätzlichen Parmesan oder Grana Padano (wenn vorhanden)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 4-6 dicke Stangen weißer Spargel (oder entsprechend mehr dünne)
  • frische mediterrane Kräuter

Alle Zutaten für die Teigschiffchen mit ver Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den sehr klebrigen Teig in Form von zwei Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech klecksen. Keine Angst, die Konsistenz soll so sein und wird noch fester! 🙂

30min backen.

In der Zwischenzeit den Spargel schälen und kochen (am besten nimmt man aber gekochte Stangen vom Vortag) und etwas auskühlen lassen. Ich koche Spargel immer, indem ich die Schalen und die abgeschnittenen Enden gemeinsam mit einem Spritzer Essig oder Zitronensaft ins kochende Wasser gebe. Je nach Dicke braucht der Spargel 8-12min.

Die Teigfladen auskühlen lassen, bis sie maximal lauwarm sind. Dann mit einem scharfen Messer in Längsrichtung halbieren, sodass man 4 belegbare Teigplatten bekommt.

Den Mozzarella grob hacken mit der Hälfte Pesto vermischen. Das restliche Pesto auf die Teigplatten streichen.

Darauf gehackte Frühlingszwiebel, in Scheiben geschnittene Tomaten sowie Spargelstangen (in Stücke oder ganz, je nach Vorliebe) verteilen. Den Mozzarella und ggf. noch etwas geriebenen Parmesan darüber verteilen.

Etwa 20min ins bereits vorgeheizte Backrohr (175°C Heißluft) geben.

Mit frischen Kräutern bestreut servieren.

Wie gesagt: Die Schiffchen behalten ihre stabile Form und können tags darauf wunderbar ins Büro mitgenommen und kalt gegessen werden. 🙂

Pesto-Spargel-Schiffchen_01Pesto-Spargel-Schiffchen_02

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Kichererbsen-Broterl

In der Low Carb-Bäckerei gibt es ja allerlei Tricks und Tipps, die helfen, Kohlenhydrate einzusparen. Ein solches Gebäck trägt den Namen „Böhtchen“ – dabei handelt es sich um Brötchen aus Bohnen. Ich hab das vor ewigen Zeiten mal aus dem Internet nachgekocht, allerdings war das so ein ganz strenges LC-Gebäck, das nur aus Bohnen, Eiern und irgendeinem Topfen=Quark oder so bestehen durfte. Kein mehliges Bindemittel. Mir hat das damals nicht so geschmeckt, es hat sich angefühlt wie Oopsies mit Bohnengeschmack (und ich empfinde Oopsies als Zumutung).

Da ich aber noch einige gekochte Kichererbsen übrig hatte, hab ich mir gedacht, ich probier das nochmal aus, entwickle aber die Grundidee weiter. Und jetzt bin ich vollauf zufrieden: Mir schmecken die kleinen, gesunden Energiebomben ausgesprochen gut! Probiert es mal aus!

Für 9 Broterl:

  • 150-160g gekochte Kichererbsen (= etwa 75g Trockengewicht; am besten einfach entsprechend mehr Kichererbsen kochen, wenn man sowieso ein Kichererbsen-Gericht zubereiten will)
  • 4 Eier M
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 20g Flohsamenschalen
  • 20g Hanfsamen
  • 20g Chia-Samen*
  • 50g Kokosmehl
  • 50g Eiweißpulver, neutral
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver

Die gekochten (kalten oder ggf. etwas abgekühlten) Kichererbsen mit den Eiern pürieren.

Gemeinsam mit allen weiteren Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit nassen Händen Broterl formen, kreuzförmig einritzen, mit etwas Wasser bestreichen und 40min backen.

Kichererbsen-Broterl_04

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

~~~

So, und abschließend noch ein paar aktuelle Fotos unserer Wildblumenwiese.

Ich LIEBE diese Wiese, sie summt und brummt und flattert vor lauter fröhlicher Insekten, und in ihrem zweiten Jahr wird es auch langsam immer blumiger (das ist nicht ganz einfach, weil es sich um einen reichhaltigen Lehmboden handelt – eine Blumenwiese entsteht schneller als Magerwiese denn als so genannte Fettwiese). Außerdem lebt Vlad, die Giga-Kröte darin. Aus dieser großen Kröte könnte man glatt zwei machen – da halten sogar die Katzen Sicherheitsabstand. 😀

Demnächst müssten auch viele hellrosa Wildblumen zu blühen beginnen, von denen ich leider nicht weiß, wie sie heißen. Ich stelle dann Fotos ein (die Knospen sind schon ziemlich dick, kann also nicht mehr lange dauern). Letztes Jahr waren die auch richtig schön, ich bin so glücklich darüber, dass sie abgesamt haben!

Mein persönlicher Wunsch wären ja noch mehr Korn- und Mohnblumen. Aber die mögen lieber mageren Boden, das wird noch ein längeres Projekt. Nur nicht aufgeben, wir haben ja Zeit!

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Ach ja, noch etwas möchte ich heute gerne herzeigen: Kennt ihr die Blume „Jungfrau im Grünen“ (Nigella damascena)? Die ist SO schön! Hat sich aus dem Garten unserer netten, älteren Nachbarin, die mich auch sonst immer fleißig mit Saatgut versorgt, in unsere Rabatte verirrt. Ist einfach angeflogen – und ich hab das halbe Frühjahr über geglaubt, da hätten sich (mit dem Kompost?) Karotten eingeschmuggelt, weil die Jungpflanzen genauso aussehen. 🙂

Werde diesmal mit System Saatgut der „Jungfrau im Grünen“ absammeln – ich hab mich wirklich in diese zauberhafte Blume verliebt:

Jungfrau-im-Gruenen

Champignons-Blattgemüse-Kuchen

Vielleicht ist jemandem aufgefallen, dass ich den Untertitel meines Blogs geändert habe. Nun finden auch die „Gartenfreuden“ Beachtung, von denen ich ab und zu schreibe. Ich möchte nicht, dass ihr den Blog als Mogelpackung seht, wenn einmal kein Rezept, sondern ein Gartel-Tipp o.ä. online geht. 🙂

Um diesen Umstand zu „feiern“ fange ich jetzt mal mit ein paar Fotos aus unserem Nutzgarten an.

Hier unser Salatbeet, das ich am 19. November und am 8. April schon gezeigt habe. Wir haben seit letzem Frühjahr durchgehend Salat, da der Winter so mild war, die Sorte dafür taugt („Wunder der 4 Jahreszeiten“) und wir außerdem mit einem Vlies abgedeckt hatten. Wir brauchen auch so viel Salat, weil wir fast täglich unsere Grünen Smoothis trinken (auch dazu mal ein Beitrag). An der Rückseite ein Rankgitter (ursprüngl. der Deckel eines alten Hasenstalls…) für Zuckererbsen. Mittlerweile sind die schon viel mehr gewachsen. Im Hintergrund sieht man noch das Erdäpfelbeet, auf dem nach und nach eine Erdäpfelpyramide (hier bei Florian auf gartenleidenschaft zu sehen) angehäufelt werden soll. An der Längsseite im Norden des Erdäpfelbeetes steht mittlerweile ein schönes Fisolen-Spalier, das ich demnächst einmal poste:

Salat-Hochbeet

Als nächstes zwei Fotos unseres zweiten Hochbeets, das zur Zeit voller Radieschen ist. Außerdem sind da Rote Rüben, Gelbe Rüben und Chiogga Rüben, Mangold, Spitzkohl, Knollensellerie sowie Romanesco drin. Die Radieschen wachsen sehr schnell, weshalb die abgeerntet sein werden, wenn der Mangold und die Rüben groß genug sind und wirklich  Platz brauchen:

Radieschen-Rüben-Kohl_01Radieschen-Rüben-Kohl_02

Diese Flut an Radieschen kommt relativ einfach zustande: Ich lasse am Ende des Gartenjahres immer ein paar (so drei, vier) Stück auswachsen und sammel dann die trockenen Samenschoten ab:

Radieschensamen

Früher hab ich mir den Winter über die Arbeit angetan, die paar Samen (so 2-4 Stück) pro Schote umständlich auszupulen. Das ist aber absolute Zeitverschwendung; heute nehme ich einfach eine Handvoll und zerrubble die Samen überm Hochbeet. Das harke ich ein wenig unter und fertig ist die Sache. Wenn wo wirklich Pflanzen zu eng stehen, geht auszupfen viel leichter als einzelnes Einlegen der Körnchen. Aber obwohl die Pflanzen auf den Fotos sehr eng aussehen, ist das kaum einmal der Fall: Ich esse einfach immer zuerst jene (kleinen) Radieschen, die zu nah bei ihren Kollegen wachsen. Da nicht alle gleichzeitig aufgehen, obwohl alle gleichzeitg gesät werden (manche müssen sich erst durch die nicht perfekt zerbrösekten Schoten „durcharbeiten“), hat man über einen längeren Zeitraum eine gute Ernte.

Und nun noch zwei Ernte-Fotos:

Radieschen-Ernte-2016

20160517_155901

Einen solchen Berg Salat/Gemüse ernten wir eigentlich jeden Tag. Die Hälfte des Salates wird gleich gegessen, die andere kommt in den Morgen-Smoothie (halb Salat oder anderes Grünzeug, halb süßes Obst), den wir schon abends vorbereiten.

Auf dem Foto zu sehen sind noch eine Menge Kräuter (hier Estragon, Oregano, [Wild-]Schnittlauch, Petersilie). Die meisten wachsen auf unserer Kräuterspirale, die ich auch noch einmal herzeige.

Dies ist auch die perfekte Überleitung zum heutigen Rezept:

 

Herzhafter Champignons-Blattgemüse-Kuchen

Radieschen, Rüben, Radis usw. sind Pflanzen, die man im Ganzen essen kann. Am besten natürlich aus dem Garten oder vom Markt, wenn das Blattwerk noch knackig frisch ist wie bei extra dafür gezüchtetem Jungspinat oder Rübstiel/Stielmus. Ich verarbeite daher ziemlich oft Radieschenblätter, Kohlrabiblätter o.ä. in meinen Rezepten.

Der heutige herzhafte Kuchen hat eine ganze Menge davon zu bieten. Grundsätzlich gilt bei dieser Art von „Grünzeug“ aber: Man kann wild und nach Verfügbarkeit variieren! Radieschenblätter, Kohlrabiblätter, (TK-)Spinat, Mangold, Brennnesseln,… alles geht. Am besten wegen der unterschiedlichen Nährstoffe in einem schönen Mischverhältnis!

Ich poste hier ein vegetarisches Rezept. Da ich aber weiß, dass ich einige vegane Leser habe, möchte ich hier auf einen veganen Zwiebelkuchen hinweisen. Diesen Teig kann man auch beim Blattgemüse-Kuchen sehr gut verwenden. Das Ei in der Fülle braucht es nicht unbedingt; ein paar gequollene Leinsamen und/oder etwas Guakernmehl stabilisieren genauso. Statt des Fetas braucht es dann aber einen anderen Geschmackskick; am besten ein wenig mit Gemüsesuppenpulver oder Hefeflocken verriebene Nüsse als „veganer Parmesan“.

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

Für den Teig:

  • 125g Magertopfen=Quark
  • 35g geriebene Mandeln
  • 15g Magermilchpulver oder neutrales Eiweißpulver
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 2 geh. EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Thymianblättchen
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • ca. 50g Zucchinifleisch oder Kürbisfleisch, geraspelt (ich friere sowas gern ein)
  • 1 Ei M
  • 1 geh. EL Kokosöl

Für die Füllung:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Jungzwiebel
  • 250g braune Champignons
  • 6-8 Handvoll frisches „Grünzeug“/Blattgemüse/Wildkräuter (ich hatte Spinat, Radieschenblätter, Kohlrabiblätter, Brennnesseln, Taubnesseln, Spitzwegerich, Brombeerblätter)
  • 1 Ei M
  • 2 EL Estragon-Senf
  • 1 EL Estragon-Pesto
  • 1 Pkg. Feta
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Muskat, Zitronensaft, Kokosöl

Erst alle Teig-Zutaten mit der Küchenmaschine verrühren. Wer es besonders fein machen möchte, kann das Zucchini-/Kürbisfleisch vorher noch leicht andünsten und pürieren; grob einrühren geht aber auch. 10min quellen lassen.

In der Zwischenzeit mal Zwiebeln, Knoblauch und Champignons möglichst klein; Blattgemüse grob hacken.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine kleine 18cm-Springform fetten und den Teig hineingeben. Mit den Händen verteilen und einen Rand hochziehen.

Den Teig 15min vorbacken.

Nun die Zwiebeln und den Knoblauch in einer Pfanne anbraten. Champignons und Blattgemüse dazugeben und weiterdünsten, bis alles schön zusammengefallen ist. Dann mit den Gewürzen abschmecken und 1/2 Pkg. Feta unterbröseln.

Den Herd ausschalten und das Ei unterziehen. Die Fülle in den fertig vorgebackenen Teig gießen und die andere Hälfte des Fetas daraufbröckeln.

Für 35-40min nochmal ab ins Backrohr.

Dazu passt ein kräftig-bunter Salat. Wir hatten Rote Rüben-Salat, je nach Saison könnte ich mir aber auch Karotten- oder Tomatensalat gut dazu vorstellen!

Frühlingsgruß-Törtchen

Die Farbkombination ist doch wirklich entzückend! Die erinnert mich an unsere Hochzeit im Mai 2012, wo wir alles in Maigrün-Rosa-Weiß gehalten haben. 😉 Die Candybar war richtig cool, find ich!

Ich wollte schon ewig mal was mit Matcha-Tee grün färben; dazu gibt es ja alle möglichen Anregungen im Internet. Das hat richtig gut geklappt! Ich seh schon: Demnächst gibt es einige grüne Gerichte hier auf Genussspecht.

Ach ja, ein Wort zum Mehl: Etwa ein Drittel des Mehles ist nicht Low Carb, sondern konventionelles Dinkelmehl. Da es mir aber darum geht, Kohlenhydrate allgemein zu reduzieren, sehe ich in diesem Törtchen immer noch eine gute, vergleichsweise gesunde Alternative zum herkömmlichen Naschzeug. Wer partout kein Dinkelmehl verwenden will, kann sich z.B. mit Mandelmehl und etwas Guakernmehl zum ‚Zusammenkleben‘ behelfen.

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

Für den Boden:

  • 50g Kokosmehl
  • 50g Dinkelmehl, glatt
  • 40g Eiweißpulver, Haselnuss oder Vanille
  • 70g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 100g Kokosöl
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver

Für die Kokosmakronen-Fülle:

  • 3 Eiklar von Eiern der Größe M (Eidotter kann man gut einfrieren)
  • 1 TL Matcha-Pulver
  • 70g Erythrit, in der Kaffeemühle fein gemahlen (oder gekauften „Puderxucker“)
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Rum
  • 100g Kokosraspeln

Außerdem:

  • 100g TK-Himbeeren
  • 100g TK-Heidelbeeren
  • 1 kl. Handvoll gestiftelte Mandeln

Wer wie ich nur eine Rührschüssel (und keine Lust auf abwaschen) hat, sollte mit der Kokosfülle anfangen. Dazu Erythrit, Stevia und Matcha-Pulver zusammen in der Kaffeemühle fein mahlen. Die Eiklar damit und mit Salz und Rum sehr steif schlagen bis Spitzen stehen bleiben. Das kann länger dauern als man es gewohnt ist, gelingt aber mit der Küchenmaschine garantiert.

Dann die Kokosraspel vorsichtig mit einem Teigspachtel unterheben und die Masse kühl stellen. Wer eine zweite Rührschüssel hat, kann hingegen mit folgendem Schritt beginnen und die Eischnee-Masse erst später zubereiten:

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Kokosöl und Erythrit schmelzen. Die trockenen Zutaten vermischen und dann das Kokosöl unterrühren. Die Masse mit den Fingern in eine gefettete Springform drücken und einen Rand hochziehen.

10min backen. Dann rausnehmen und vollständig erkalten lassen.

Die meisten Beeren (können ruhig noch gefroren sein) auf dem Kuchenboden verteilen. Dann die grüne Kokosmasse aufstreichen und ein paar hübsche Beeren oben reindrücken. Schließlich noch die Mandel drüber streuen.

20min backen. Sollte das Törtchen zu dunkel werden, die restlichen 5min abdecken. Wenn die Masse innen noch leicht feucht und saftig ist, so ist das durchaus gewünscht. Wer das nicht möchte, sollte sie noch 5min länger im Rohr lassen.

Lecker ist auch eine Füllung mit Kirschen oder Weichseln (aus dem Glas oder frisch) anstelle der Beeren!

 

 

Linsen-Schlutzkrapfen mit Bärlauch und Walnussbutter

Frage 1: Was macht man, wenn man am Sonntag unbedingt Bettis Linsennudeln mit Röstpaprikacreme nachkochen will, jedoch weder Paprika noch Ajvar zuhause hat?

Antwort: Man entscheidet sich für ein anderes Sugo, nämlich der Jahreszeit entsprechend eines mit Bärlauch.

Frage 2: Was macht man, wenn man während des Teig-Anrührens draufkommt, dass das Eiweißpulver knapp nicht mehr reicht?

Antwort: Man ersetzt das bisschen EWP, das noch fehlt, durch Milchpulver und ein wenig Pfeilwurzelstärke.

Frage 3: Was macht man, wenn man in geistiger Umnachtung 3 Eier in die laufende Küchenmaschine schlägt, obwohl das Originalrezept für 2 Portionen eigentlich nur 2 Eier bräuchte?

Antwort: Man gibt noch mehr von den trockenen Zutaten dazu. Allerdings fehlt nun das Eiweißpulver für Portion Nr. 3 gänzlich, also her mit dem Magermilchpulver.

Frage 4: Was macht man, wenn der Teig (sicherlich aufgrund des Ersetzens von Eiweißpulver mit Magermilchpulver) ziemlich klebrig ist und sich nicht zu den gewünschten Nudeln verarbeiten lässt?

Antwort: Man kriegt einen Wutanfall und ist nahe dran, den ganzen blöden Mistteig aus dem Fenster zu schmeißen. Zum Glück gibt es meinen cleveren, nicht aus der Ruhe zu bringenden Ehemann, der kurzerhand beschließt, den Teig zu Schlutzkrapfen mit Bärlauchfülle umzufunktionieren – und plötzlich ist alles wieder gut. 😀 ❤

 

2 Portionen:

  • 75g rote Linsen, mit der Kaffeemühle zu Mehl gemahlen (oder einfach gekauftes Linsenmehl)
  • 30g Eiweißpulver, natur
  • 30g Magermilchpulver (ersatzweise müssten auch 60g Eiweißpulver funktionieren)
  • 1 TL Pfeilwurzelstärke
  • 1 Msp. Guakernmehl
  • 15g Flohsamenschalen
  • 3 Eier M
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 4 TL Bärlauchpesto oder 1 (zusätzliche) kl. Handvoll Bärlauch, fein gehackt, gesalzen und mit 1 EL Olivenöl vermengt (oder Pesto Genovese)
  • 1 kl. Handvoll Bärlauch
  • 8 TL Frischkäse oder Sauerrahm oder Crème fraîche (ich hatte Ziegenfrischkäse)
  • 1 großes Stück Butter
  • 1 kl. Handvoll Walnüsse
  • 1 kl. Handvoll geriebene Nüsse
  • etwas Parmesan oder Grana Padano oder Pecorino zum Drüberhobeln
  • Salz, Pfeffer

Erst die Linsen in der Kaffeemühle fein mahlen. Mit dem Eiweißpulver, dem Milchpulver, der Stärke, dem Guakernmehl, den Flohsamenschalen und dem Salz vermengen.

Eier und Olivenöl schaumig schlagen, dann esslöffelweise die trockenen Zutaten unterrühren.

Den klebrigen Teig in einem großen Blatt Frischhaltefolie wickeln und für mind. 1 Stunde ab in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit kann man ein wenig Bärlauch sammeln (und dabei, wie ich, so richtig schön im Matsch einsinken. Nach dem Schuheputzen ist die Stunde Wartezeit auch um).

Ein zweites Blatt Frischhaltefolie abschneiden und mit ein paar geriebenen Nüssen bestreuen. Teig da draufsetzen, dann noch mehr geriebene Nüsse auf die Teigkugel streuen, die zweite Frischhaltefolie darauflegen und so den Teig zwischen zwei Folien mit dem Nudelwalker=Teigroller möglichst rechtreckig ausrollen.

Teig in 8 Rechtecke teilen (am besten mit dem Pizzaroller; sonst geht natürlich auch ein angefeuchtetes Messer) und diese noch ein wenig salzen und pfeffern.

Bärlauch und Walnüsse grob hacken.

Auf jedes Teig-Rechteck einen schwachen TL Frischkäse, einen halben TL Bärlauchpesto (oder die Bärlauch-Olivenöl-Alternative) sowie ein paar gehackte Bärlauchblättchen streuen. Teigtaschen verschließen und mit einer angefeuchteten Gabel die Ränder zusammendrücken. Dabei entsteht die typische Rillenform. Die fertigen Schlutzkrapfen auf ein mit den restlichen geriebenen Nüssen bemehltes Brett legen.

Achtung: Beim Befüllen der Schlutzkrapfen zügig arbeiten, damit der Teig nicht allzu warm (d.h. klebrig) wird. Wer sich Zeit lassen will, kann evtl. einen Teil der noch nicht verarbeiteten Teigstücke in den Kühlschrank stellen oder die Frischhaltefolie mit dem Teig auf ein zuvor eingefrorenes (also ziemlich kühles) Backblech legen.

Wenn alle Schlutzkrapfen fertig sind, gesalzenes Wasser zum Sieden (nicht blubbernd  Kochen!) bringen. Währenddessen Backrohr auf 50°C vorheizen, um Teller und Schlutzkrapfen warmzuhalten.

Die Schlutzkrapfen nach und nach im Tranchen ins Wasser geben und sanft sieden lassen, bis sie von alleine nach oben steigen. Noch etwa 30 Sekunden extra drin lassen, wenn sie schon oben schwimmen, dann rausnehmen. Das macht ca. 3min Siedezeit für die einzelnen Krapfen. Mit Küchenrolle abtupfen und ins Rohr auf die warmen Teller legen.

In der Zwischenzeit die Butter zerlassen, grob gehackte Walnüsse und den restlichen grob gehackten Bärlauch einrühren.

Schlutzkrapfen auf Tellern anrichten, Bärlauch-Wallnüsse darüber geben und abschließend noch ein paar Parmesanhobel (am besten mit dem Gurkenhobel=Sparschäler) darüber verteilen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Dazu passt Blattsalat mit Walnussöl oder Walnussessig (oder beidem).

Fetastäbchen auf Bärlauch-Blattgemüse

Ich bin ja ein ganz großer Fan von türkischen Olivenöl-Gerichten, die warm oder kalt gegessen werden können. Ihr ganz eigener Reiz entsteht durch die Kombination von Unmengen bestem Olivenöl (wer hier spart, kann das natürlich machen, isst dann aber keine authentisch türkische Speise mehr) und Zitrone.

Hier habe ich schon einmal Fisolen=Grüne Bohnen als ein solches Gericht zubereitet: Loubieh b zeyt – Fisolen mit Tomaten in Öl. (Achtung, damals war gerade meine Kamera defekt und ich musste die gaaanz miese vom Tablet nehmen. Im Sommer, wenn es frische Fisolen gibt, korrigiere ich das mit der Digitalen Spiegelreflexkamera, die ich mir bis dahin hoffentlich endlich gönnen kann. 🙂 )

Noch ein Wort zum Blattgemüse: Ich habe Kohlrabiblätter verwendet, die ich direkt nach der Kohlrabi-Ernte gerne kleinschneide und frisch in einem Sammelsackerl einfriere. Sie haben ein großartiges Aroma und sind VIEL zu schade für den Kompost! Sie sind übrigens auch eine wertvolle Zutat für schnell gemachte Grüne Smoothies. Natürlich, wenn man nur Lager-Kohlrabi mit welken Blättern im Supermarkt bekommt, hält sich der Genuss in Grenzen, aber vielleicht findet ihr ja mal wo ganz knackig-frische Ware, z.B. am Wochenmarkt. Alternativ könnt ihr selbstverständlich auch gekauftes Blattgrün wie Mangold, Wirsing, Grünkohl, Schwarzkohl oder Spinat verwenden.

2 Portionen:

  • ca. 6 Handvoll kleingehacktes Blattgrün nach Wahl (Kohlrabiblätter, Wirsing, Mangold, Spinat, Grünkohl, Schwarzkohl etc.)
  • 3 TL Bärlauchpesto (oder 1 Handvoll frischer Bärlauch + 1 EL Olivenöl extra)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chili
  • 4 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 roter Spitzpaprika
  • Saft v. 1/2 gr. Zitrone
  • 1 Pkg. Feta oder Schafkäse
  • 1 Ei
  • 4 EL Magermilchpulver (ersatzweise Eiweißpulver)
  • 3 EL Flohsamenschalen
  • 3 EL Haferkleie
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Erst die Fetastäbchen panieren. Dazu Sticks in der Form von Fischstäbchen schneiden, diese pfeffern, durch Magermilchpulver, dann durch das verquirlte Ei und schließlich durch eine Mischung aus Flohsamenschalen und Haferkleie ziehen.

Zwiebel halbieren und die Hälften in Ringe schneiden. Chili fein schneiden. Paprika halbieren; die eine Hälfte in Würferl, die andere in grobe Stücke schneiden.

Zwiebelringe und Chili in ordentlich Olivenöl (6 EL oder mehr) andünsten, dann das Blattgrün und die Paprikawürferl zugeben. Mit Zitronensaft ablöschen, Bärlauchpesto und Tomatenmark unterrühren und Deckel aufsetzen. Sanft dünsten lassen (festes, dunkelgrünes Blattgrün braucht länger als zarter Spinat).

Fetasticks von allen Seiten in Fett (nicht zu sehr sparen, damit sie gleichmäßig braun werden) anbraten. Die groben Paprikastücke auch in der Pfanne anbraten und als Farbtupfer servieren.

 

Übrigens: Die Reste der Panade kann man mit einem weiteren Ei verquirlen und einen netten Fladen als Beilage daraus machen:

Reste-Fladen

 

 

Und hier hab ich noch einen kleinen Kerl für euch, den ich heute Morgen vom Badezimmerfenster aus fotografiert hab, und den ich euch nicht vorenthalten wollte. Ist der nicht schick? Schönes Wochenende euch allen!

Fasan_02

 

 

Salzige Karamell-Brownies

Die Idee für das Rezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones, allerdings habe ich fast alles daran geändert, damit es LC-tauglich wird. 😉 Trotzdem: Die Brownies mit köstlich-klebrigen Seen aus Salzkaramell von Anna Jones waren eine fantastische Inspiration!

 

Für 12 Brownies:

Für das Karamell:

Für die Brownies:

  • 170g Schoko-Drops mit Erythrit (oder andere LC-konforme Edelbitter-Schokolade)
  • 30g Kokosöl
  • 20g Butter
  • 50g Erdnussmus
  • 90g Erythrit
  • 1 TL Erythrit-Streusüße mit Stevia
  • 4 Eier M
  • 4 EL Milch (noch besser Buttermilch, wenn zufällig vorhanden)
  • 30g Kokosmehl (ersatzweise Walnussmehl)
  • 30g Mandelmehl, stark entölt
  • 30g Eiweißpulver, Schoko (ersatzweise Haselnuss)
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/4-1/2 TL Flor de Sal

 

Zunächst das Karamell bereiten. Dafür erst mal ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Öl bepinseln. Das ist ernst gemeint, sonst kriegt man später Probleme beim Ablösen!

Kokosblütenzucker und Erythrit vermischen und unter ständigem Rühren in einem Stielpfännchen schmelzen. Achtung, nicht anbrennen lassen! Wenn alle Zuckerkristalle geschmolzen sind, die Butter unterrühren. Wenn die Butter geschmolzen ist, die Milch und das Salz unterrühren und wieder etwas erhitzen, bis das Karamell schön eingedickt ist. Dann auf das Backbleck gießen und zum Aushärten für 30min in den Tiefkühler stellen (wer keinen hat muss sich länger gedulden).

In einem Topf Butter, Kokosöl, Erdnussmus und Schoko-Drops unter dauerndem Rühren schmelzen lassen.

Inzwischen Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Eier in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Erythrit, Streusüße und Milch unterrühren.

Mehle, Eiweißpulver und Backpulver miteinander verrühren und dann mit der Schoko-Fett-Mischung zu den Eiern geben.

Das Karamell vom Blech nehmen und 2/3 davon in grobe, ca. 1cm² große, Stücke brechen. Den Rest in kleinere Stücke brechen oder hacken und unter die Schokomasse heben.

Das Backpapier in eine Brownie-Form geben (meine ist 27x20cm, aber auch eine etwas kleinere ist in Ordnung, dann sind die Brownies halt dicker und müssen 1min länger im Rohr bleiben) und die Schokomasse hineinstreichen.

Die großen Karamellstücke obenauf legen.

Bei 180°C Ober-/Unterhitze 20min backen (für zartschmelzenden Brownie-Kern) bzw. 25min (für konventionelleren, komplett durchgebackenen Schoko-Kuchen).

20min überkühlen lassen (vorsicht, das Karamell wird sehr heiß!!) und erst dann in Stücke schneiden. Mit noch ein wenig Flor de Sal bestreuen.

 

 

* Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

 

Wienerschnitzerl mit getrüffeltem Wirsing (Veg+)

Am 21. Jänner fand das 76. Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel statt. Ich bin so gar kein Fan vom Schifahren, und noch viel weniger Fan vom Schifahrenschauen im Fernsehen. ABER da gehöre ich zu einer Minderheit in Österreich, und das weiß ich auch. 🙂 Meine ganze Familie liebt es, diesem Volkssport zuzusehen, erst recht auf der „Streif“ in Kitzbühel.

Dieses Jahr hat sich mein Mann sein „Kindheits-Hahnenkamm-Menü“ gewünscht. Er hat immer Schnitzerl und Pommes bekommen und dies dann gemeinsam mit seinen Eltern und Brüdern vor dem Fernseher verschnabuliert.

Gesagt, getan, nur drei Punkte musste das Menü erfüllen:

  1. Low Carb
  2. eine vegetarische Alternative für mich
  3. extra Gemüse, damit es vollwertig-wertvoller wird

Und diese Leckerei ist dabei herausgekommen:

 

2 Portionen (1x vegetarisch, 1x Fleisch):

Für die Schnitzerl:

  • 1-2 Schweineschnitzerl (je nach Größe)
  • 1/2 Knollensellerie
  • 4 geh. EL Kokosmehl
  • 4 geh. EL Eiweißpulver, neutral
  • 4 geh. EL Flohsamenschalen
  • 4 geh. EL geriebene Mandeln
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 4 geh. EL geriebener Käse (wir hatten Cheddar)
  • 1 Ei
  • 1 Eidotter
  • 1 Schuss Milch oder Obers=Sahne
  • Salz, Pfeffer, Butterschmalz

Für die Sellerie-Pommes:

  • 1/2 Knollensellerie
  • 1 Eiweiß
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, evtl. 1 Prise Curry oder Kurkuma f. d. Farbe

Für den getrüffelten Wirsing:

  • 1/4 Wirsing
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 Handvoll braune Champignons (wer Trüffel hat, kann die natürlich gerne nehmen, dann ist es edler)
  • 70-100ml Obers=Sahne
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Trüffelöl

Außerdem:

  • Zitronenvierterl zum Beträufeln

 

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine Selleriehälfte in pommesartige Stifte schneiden und in eine Schüssel mit Deckel geben. Salzen, pfeffern, mit Paprikapulver sowie evtl. etwas Curry/Kurkuma würzen und ein Eiweiß dazu geben. Gut schütteln.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca. 40min backen (zur Halbzeit mal wenden). Es wäre gut, wenn sich die Pommes nicht berühren würden, dann werden sie knuspriger.

Schweineschnitzerl mit dem Schnitzelklopfer flach klopfen (Mir fällt gerade ein: Ich hab mal einen britischen Krimi gelesen, wo die Mordwaffe ein Schnitzelklopfer war, aber die Ermittler das markante Muster nicht identifizieren konnten, weil man so ein Küchenutensil in GB nicht so richtig gut kennt).

Selleriescheiben der zweiten Knollenhälfte ca. 1,5cm dick schneiden. Wenn gewünscht, halbieren.

Beides gut salzen und pfeffern.

Kokosmehl und Eiweißpulver auf einem Teller vermischen.

Ei, Eidotter, Milch (Obers), Salz und Pfeffer auf einem zweiten Teller mit der Gabel verrühren.

Flohsamenschalen, Mandeln, Haferkleie und Käse auf einem dritten Teller vermischen.

Die Schnitzel panieren und zur Seite stellen.

Wirsing feinnudelig schneiden. Zwiebel würfeln. Champignons vierteln oder halbieren.

Zwiebel in Erdnussöl anbraten, dann Wirsing und Champignons zugeben und dünsten lassen. Salzen, pfeffern und mit Zitronensaft abschmecken. Deckel drauf.

Schnitzel in heißem Butterschmalz (ggf. in Tranchen) ausbacken.

Wirsing mit Obers ablöschen und weiterdünsten lassen, während die Schnitzel in der Pfanne sind. Vor dem Servieren noch mit Trüffelöl beträufeln.

Alles zusammen frisch ausgebacken auf den Tisch bringen. Serviervorschlag: Den Trüffel-Wirsing in separaten Schälchen servieren, damit die Panier nicht aufweicht.

Tipp: Hier habe ich schon einmal ein Rezept für Sellerie-Käse-Cordon bleu mit Grüner Sauce gepostet.