Gefüllte Snack-Tascherl aus Mozzarellateig

Das Rezept ist schnell erklärt: Ich hatte zu viel Mozzarellateig für die Gemüse-Enchiladas gemacht und deshalb zwei Teigplatten umfunktioniert zu Snack-Tascherl.

Das Ergebnis ist sowas wie Low Carb-Mürbteig-Täschchen und lässt sich mit allem füllen, solange die Fülle nicht zu feucht ist. Von frischen Tomaten würde ich daher eher abraten, es sei denn, man brät sie vorher an.

4 Tascherl:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle Nr. 1:

  • 2 EL Ajvar oder Pesto Rosso
  • 1/2 roter Paprika, klein gewürfelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 1 Handvoll Basilikum-Blättchen, grob gehackt
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Für die Fülle Nr. 2:

  • 1 TK-Spinatzwutschgerl, gut ausgedrückt und gehackt (oder angedünsteter und frischer Blattspinat)
  • 1 Handvoll Feta oder Schafkäse, zerbröckelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • Thymian-Blättchen
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller).

Auf die Platten mittig die oben beschriebenen Füll-Vorschläge (oder etwas ganz anderes, hauptsache nicht allzu feucht) setzen und wie Topfengolatschen zusammenfalten.

40-45min backen, je nach Bräunung. Nach 30min mit Käse und Schwarzkümmel bestreuen.

Wer sie am nächsten Tag als Jause mitnehmen will, kann sie jetzt auch im Rohr abkühlen lassen, dann dunkeln die Täschchen noch nach und sind besser transportierbar. Man kann sie aber auch gleich aus der Hand snacken. 🙂

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Spargel-Pesto-Schiffchen

Betti hat auf ihrem Blog Happy Carb mal vor einiger Zeit ein tolles Rezept für Schlemmerzungen Caprese veröffentlicht. Ich hab mich grob daran orientiert, jedoch noch etwas Spargel und Frühlingszwiebel draufgegeben, dafür weniger Mozzarella, und mein Radieschenblätter-Pesto genommen. Das Original hab ich aber auch schon mal gekocht, das war ebenfalls köstlich – und ist dann eher was für den Sommer. Zur Zeit nutze ich aber noch exzessiv die letzten Spargelstände am Straßenrand, bevor sie sich zum Sommerschlaf zurückziehen. 🙂

Im Sommer kann man statt des Spargels auch ganz wunderbar Artischockenherzen aus dem Glas nehmen!

2-4 Portionen (mit Salat reicht’s für 4 und die Schiffchen schmecken auch kalt gut)

Für den Teig:

  • 50g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie (oder 10g mehr Haferkleie)
  • 40g Eiweißpulver, neutral
  • 3 Eier M
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für den Belag:

  • 70g Radieschenblätter-Pesto (alternativ: Pesto Genovese)
  • 150g Cocktailtomaten
  • 125g Mozzarella
  • evtl. noch etwas zusätzlichen Parmesan oder Grana Padano (wenn vorhanden)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 4-6 dicke Stangen weißer Spargel (oder entsprechend mehr dünne)
  • frische mediterrane Kräuter

Alle Zutaten für die Teigschiffchen mit ver Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den sehr klebrigen Teig in Form von zwei Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech klecksen. Keine Angst, die Konsistenz soll so sein und wird noch fester! 🙂

30min backen.

In der Zwischenzeit den Spargel schälen und kochen (am besten nimmt man aber gekochte Stangen vom Vortag) und etwas auskühlen lassen. Ich koche Spargel immer, indem ich die Schalen und die abgeschnittenen Enden gemeinsam mit einem Spritzer Essig oder Zitronensaft ins kochende Wasser gebe. Je nach Dicke braucht der Spargel 8-12min.

Die Teigfladen auskühlen lassen, bis sie maximal lauwarm sind. Dann mit einem scharfen Messer in Längsrichtung halbieren, sodass man 4 belegbare Teigplatten bekommt.

Den Mozzarella grob hacken mit der Hälfte Pesto vermischen. Das restliche Pesto auf die Teigplatten streichen.

Darauf gehackte Frühlingszwiebel, in Scheiben geschnittene Tomaten sowie Spargelstangen (in Stücke oder ganz, je nach Vorliebe) verteilen. Den Mozzarella und ggf. noch etwas geriebenen Parmesan darüber verteilen.

Etwa 20min ins bereits vorgeheizte Backrohr (175°C Heißluft) geben.

Mit frischen Kräutern bestreut servieren.

Wie gesagt: Die Schiffchen behalten ihre stabile Form und können tags darauf wunderbar ins Büro mitgenommen und kalt gegessen werden. 🙂

Pesto-Spargel-Schiffchen_01Pesto-Spargel-Schiffchen_02

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Loubieh b zeyt – Fisolen mit Tomaten in Öl – dazu Bratkohlrabi

Ein libanesisches Gericht, das ich ganz ähnlich auch aus der Türkei kenne. Diese Olivenölgerichte isst man frisch und warm oder auch lauwarm oder ganz kalt, was natürlich besonders bei sommerlichen Temperaturen besonders lecker ist. Meist gibt es dazu Fladenbrot. Bei uns hingegen schnellen Bratkohlrabi. 🙂

2 Portionen: 

  • 400g Fisolen=Grüne Bohnen
  • 400g Tomaten (ich hatte rote und gelbe, sieht schön aus)
  • ca. 100g Zucchini (wenn sie der Kühlschrank hergibt – muss aber nicht sein)
  • 1-2 Zwiebeln (je nachdem, ob Zucchini vorhanden ist)
  • 6 Zehen Knoblauch
  • ½ kl. Tasse bestes Olivenöl
  • Saft v. ½ Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • 1 kl. Kohlrabi
  • Kokosöl
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • Petersilie zum Bestreuen

Mit dem Kohlrabi-Bratgemüse beginnen. Dazu den Kohlrabi schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Kokosöl erhitzen und darin unter gelegentlichem Rühren den Kohlrabi würzen und wie Braterdäpfel braten, bis die Stücke bräunen. Das dauert ca. 15min. Zum Schluss mit gehackter Petersilie bestreuen.

In der Zwischenzeit Zwiebeln und Knoblauch klein hacken. Fisolen putzen und dritteln. Zucchini (wenn vorhanden) würfeln.

Olivenöl in einem großen Topf, am besten im Wok, erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürferl darin braten.

Fisolenstücke und Zucchiniwürferl dazugeben.

Tomaten würfeln (oder Cocktailtomaten halbieren) und zu den Bohnen geben. Das Ganze aufkochen lassen.

Sobald die Fisolen gar sind, alles mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Mit dem Bratkohlrabi servieren und alles mit Petersilie dekorieren.

Die Loubieh b zeyt schmecken warm und kalt gut! Kalt hatte ich sie am nächsten Tag ins Büro mit – wunderbar!

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Kürbis- & Zucchinikroketten mit Dip

Huiiii – langsam geht die Zucchinisaison in die Kürbissaison über. Was liegt näher, als beide Gemüsesorten in einem Gericht zu vereinen, um diesen Wechsel zu feiern?

4 Portionen:

Kroketten:
  • 200g Zucchini
  • 200g Kürbis (z.B. Butternuss oder Hokkaido)
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chilischote
  • 2 Eier (Größe M)
  • 25g + 25g Haferkleie
  • 25g + 25g Kichererbsenmehl
  • ½ TL + ½ TL Weinstein-Backpulver
  • 1 + 1 EL Erdnussöl
  • 1 TL + 1 TL Pul Biber (türk. Paprikaflocken; alternativ scharfes Paprikapulver)
  • 1 TL + 1 TL Garam Masala (ind. Gewürzmischung; alternativ je 1 Prise Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom, Nelken und Zimt)
  • frische Kräuter: Thymian, Oregano
  • Salz, Pfeffer
  • Erdnussöl und Butter (gemischt) zum Ausbacken
Dip:
  • 100g Zucchini
  • 125g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 2 Knoblauchzehen
  • frische Kräuter: Thymian, Oregano
  • Salz, Pfeffer
Zur Deko:

Zucchini und Kürbis für die Kroketten getrennt fein reiben. In zwei separaten Schüsseln mit je 1 TL Salz bestreuen und 10-15min stehen lassen, damit das Gemüse Wasser zieht. Danach gut ausdrücken.

Die Schalotte und die Chilischote fein hacken.

Zucchini und Kürbis mit je 1 Ei, 1 gepresster Knoblauchzehe, 25g Haferkleie, 25g Kichererbsenmehl, 1 EL Erdnussöl, ½ TL Backpulver, jeweils der Hälfte von Schalotte und Chili sowie von den Gewürzen verrühren. Nochmals 10-15min quellen lassen, bis der Teig eine formbare Konsisenz bekommt.

In der Zwischenzeit können auch die 100g Zucchini für den Dip gerieben werden – diese allerdings grob raffeln. Ebenfalls mit 1 TL Salz verrühren und stehen lassen, bis der Gemüseteig für die Kroketten fertig ist. Dann ausdrücken und mit Sauerrahm, gepresstem Knoblauch und Gewürzen verrühren.

Öl-Butter-Gemisch in einer Pfanne erhitzen und die mit nassen Händen geformten Zucchini- und Kürbispuffer darin ausbacken, bis sie eine schöne Farbe angenommen haben. Wer sich nicht ganz sicher ist, wann das Fett heiß genug ist, kann den Stäbchentest machen: Dafür einfach ein Holzstäbchen ins heiße Fett halten – wenn Bläschen aufsteigen kann es losgehen.

Die Kroketten mit Dip, Cocktailtomaten und gerösteten Zucchinikernen servieren. Schmecken frisch am besten, allerdings kann man sie auch gut kalt essen und z.B. am nächsten Tag ins Büro mitnehmen (Zucchini-Dip getrennt transportieren).

Zucchini-Kürbis-Kroketten_02 Zucchini-Kürbis-Kroketten_03 Zucchini-Kürbis-Kroketten_04 Zucchini-Kürbis-Kroketten_01

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Bratwurstschnecken à la Betti

Heute mal wieder eine (fast) 1:1-Abkupferung aus Bettis tollem Happy Carb-Blog. Doppelt hält besser, sag ich mal. 😀 Nein, ernsthaft, diese leckere Idee muss man auf jeden Fall mit der Welt teilen. Ich habe erst mal genau Bettis Rezept nachgekocht, also Bratwurstbrät in die Schnecken gegeben und sie deftig gemacht. Die nächsten Varianten versuche ich mit griechisch-inspirierter (Feta, Spinat, Kapern), italienisch-pizzalastiger (Tomaten, Oliven, Käse) oder süß-gemüsiger Füllung (Kürbis, Mais). Pestoschnecken gingen auch!

Vorab gilt zu sagen: Seht euch mal meine Fotos an und dann die von Betti. Ich denke, der eindeutige Unterschied in der Konsistenz des Teiges liegt an den Kartoffelfasern, die ich nicht hatte (ich hab Kokosmehl verwendet). Außerdem hatte Betti blanchierte geriebene Mandeln (deshalb das Braune in meinem Teig). Bettis Teig ist wohl besser zu verarbeiten, zumindest hat sie eine richtige Rouladen-Schneckenform hinbekommen, während bei mir die Fülle nur von Teig ummantelt ist, ohne echte Schneckenform. Trotzdem: Auch, wenn die Sache in rohem Zustand ein wenig klebrig ist, mit Kokosmehl (für mich leichter zu beziehen als Erdäpfelfasern) schmeckt das Gericht ausgesprochen großartig!! Ich musste die letzten beiden Schnecken vor meinem Mann verstecken, damit wir für den nächsten Tag noch eine Jause übrig hatten. 😉

2 Portionen (evtl. 3 mit viel Salat):

  • 125g Mozzarella
  • 50g Butter
  • 50g geriebene Mandeln (im Idealfall blanchiert)
  • 30g Kokosmehl (wer welche hat, kann Erdäpfelfasern verwendet, scheint noch besser zu funktionieren)
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Natron (oder Backpulver)
  • 1 Msp. Guarkernmehl
  • 2 EL Sesam und/oder Leinsamen
  • 200-250g grobes, rohes Wurstbrät (am besten aus einer ganz frischen Bratwurst vom Metzger; behelfsmäßig kann auch das festere Brät einer Supermarkt-Bratwurst mit der Gabel zerdrückt werden)
  • 2 EL Topfen=Quark
  • 1 kl. Zwiebel
  • viel Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Bio-Instant-Suppenpulver

Die trockenen Zutaten für den Teig (bis auf Sesam/Leinsamen) in einer Schüssel vermischen.

Die Butter auf dem Herd schmelzen und zur Seite stellen. (Diesen Schritt unbedingt VOR dem nächsten erledigen und NICHT zusammen schmelzen!)

Den Mozzarella klein würfeln und in einem kleinen Stielpfännchen oder Töpfchen mit Deckel auf dem Herd bei geringer Hitze (Stufe 2-3 auf meinem Herd) schmelzen lassen. Der Käse bekommt eine gummi-artige Konsistenz und trennt sich von seiner Flüssigkeit. Das soll so sein! Ab und zu mit dem Kochlöffel umrühren.

Die warme, flüssige Butter in eine Rührschüssel geben. Dann sofort (!) den weichen Mozzarella mit seiner ausgetretenen Flüssigkeit zur Butter geben und mit der Küchenmaschine gut vermischen. Drei Bemerkungen: 1. Man nehme KEINEN Knethaken, sondern einen normalen Rühreinsatz. 2. Man nehme unbedingt den Spritzschutz und halte noch zusätzlich die Hand über die Öffnung. 3. Man glaubt, das wird NIE was. Doch: Erst langsam rühren und dann das Tempo steigern, so verbinden sich irgendwann Butter und Mozzarella-Gummi zu einem eher gleichmäßigen Brei. 🙂

In die warme Mischung nun esslöffelweise die trockenen Zutaten einrieseln lassen und jedes Mal mit hoher Geschwindigkeit weiterrühren. Zum Schluss das Ei mit einem letzten Esslöffel der trockenen Zutaten zugeben. Auf hoher Geschwindigkeit so lange rühren, bis sich alles zu einem klebrigen Teig verbunden hat.

Den Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen. Ein Blech mit Backpapier vorbereiten.

Den Teig 5-10min quellen lassen.

Die Sesam-Leinsamen-Mischung auf Backpapier streuen. Da drauf nun mit befeuchteten Händen den Teig legen und ihn mit den Fingern in rechteckige Form bringen. (Betti konnte ihren Teig ausrollen – ich wiederhole: Erdäpfelfasern! Mit den Fingern flachdrücken geht aber auch ganz gut.)

Das Wurstbrät mit der Gabel zerdrücken, die Zwiebel fein hacken, den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Alles zusammen mit dem Topfen vermischen und herzhaft abschmecken.

Diese Masse auf den Teig geben. Vorsichtig mithilfe des Backpapiers aufrollen (das sollte ganz einfach gehen, auch wenn man vorher beim Teig den Eindruck gewonnen hat, dass man den nie wieder ablösen kann — hihi) und die Rolle mit einem nassen Messer in 2cm dicke Scheiben schneiden. Diese auf Backpapier aufs Backblech geben.

30min lang backen, bis die Schneckchen eine schöne Farbe angenommen haben.

Dazu hatten wir grünen Salat mit Radieschen und viel Kürbiskernöl.

Schmeckt übrigens auch am nächsten Tag kalt sehr gut!

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Tortilla de Nabos – Sellerietortilla

Eigentlich heißt die klassische Tortilla española ja „Tortilla de Patatas – Tortilla mit Erdäpfeln“. Ich mache sie aber für Low Carb mit Knollensellerie (apio nabo), Pastinaken (pastinaca) oder Wurzelpetersilie (perejil de hamburgo, hihi).

4 Portionen:

  • 400g Knollensellerie, Wurzelpetersilie od. Pastinaken (auch Kohlrabi wäre einen Verusch wert)
  • 100g Champignons
  • 5 Eier
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • Oregano, Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 2 EL Butter

Den Sellerie in 0,5cm große Würferl schneiden, Schalotte und Knoblauch ebenfalls fein würfeln. Alles zusammen in 1 EL Butter anbraten. Deckel draufgeben und 5min braten lassen.

Champignons ebenso klein würferln, zugeben. Nochmal 5min dünsten lassen. Dann salzen, pfeffern und Suppenpulver sowie etwas Oregano zugeben. So lange weiterdünsten lassen, bis der Sellerie durch ist.

In einer Schüssel die Eier mit der Gabel verquirlen und nochmals etwas salzen. Das Gemüse in die Eiermischung einrühren.

1 EL Butter in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze die Eier-Gemüse-Mischung in die Pfanne geben. Ohne Deckel ca. 5min braten lassen, bis die Unterseite schön braun ist.

Nun wird es ein bisschen tricky, denn die große Tortilla muss gewendet werden: Dazu einen möglichst flachen Teller nehmen und auf die Tortilla stülpen. Pfanne überdrehen, sodass die Tortilla auf dem Teller liegt. Ggf. noch etwas Butter in die Pfanne geben, wenn das Fett darin nicht reicht. Die Tortilla wenden und nochmals für 5min in die Pfanne geben. Wichtig: Probiert es erst gar nicht, die Tortilla ohne Teller umzudrehen! Es klappt nicht und am Ende habt ihr Eier-Gemüse-Schmarrn! 🙂 Aber so schwer ist der Tellertrick nicht, man muss sich nur trauen.

Dazu unbedingt grünen Salat! ¡Que aproveche!

P.S.: Schmeckt übrigens auch kalt sehr lecker – ideal also fürs Büro am nächsten Tag. 🙂

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Schnelle Schüttelpizza

Dieses Rezept ist einer der Dauerbrenner in der Low Carb-Küche. Es ist auch schnell gemacht und sehr lecker. Üblicherweise werden aber für ein Blech 4 Eier und kein Mehl verwendet, so schmeckt es mir zu sehr nach Omelette. Meine Version ist diese hier:

1 Blech:

  • 3 Eier
  • 1 1/2 Packungen Cottage Cheese=Hüttenkäse
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 50g Kichererbsenmehl (kaufe ich im Internet oder mahle selbst mit der elektrischen Kaffeemühle)
  • 100g geriebener Gouda
  • reichlich Gewürze: Salz, Pfeffer, Chilipulver, Oregano, Basilikum, Thymian

Weitere Zutaten nach Wahl; ich hatte:

  • 1 Paprika, in Würferln
  • 1 rote, kl. Zwiebel, in Würfeln
  • 1 gr. Handvoll Cocktailtomaten, geviertelt
  • 1 gr. Handvoll Champignons, in Stücken
  • 1/2 Glas Oliven, entkernt, in Stücken
  • 50g Salami, gewürfelt

Alles in eine große Schüssel mit Deckel geben und wild drauflos schütteln. 🙂

Auf einem Backpapier 30-35min in das auf 175°C Heißluft vorgeheizte Backrohr geben.

Sehr gut passt dazu grüner Salat.

P.S.: Ich konnte es mir nicht vorstellen, aber die kalte Schüttelpizza am nächsten Tag schmeckt ausgesprochen lecker. Das nächste Mal nehme ich mir was davon mit ins Büro!

P.P.S.: Habe den Tag „Vegetarisch“ ergänzt, weil es natürlich easy geht, die Salami wegzulassen.

Schüttelpizza_01 Schüttelpizza_02

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Bohnen-Bratlinge auf Salat

Gestern habe ich vom Puffbohnen-Püree geschrieben und davon, dass ich gerne die doppelte Portion Bohnen koche.

Aus der halben Menge Püree (mit Butter, Milch, Gewürzen abgeschmeckt wie im gestrigen Rezept) kann man tags darauf wunderbar kleine Bratlinge formen.

Selbstverständlich kann man auch gleich 200g (trocken gewogene) über Nacht eingeweichte Puffbohnen kochen, stampfen und mit Butter und Milch verrühren. Die halbe Masse lässt sich dann auch für zukünftige Bratlinge einfrieren.

2 Portionen (ca. 7-8 Bratlinge):

  • 1/2 Menge Puffbohnen-Püree vom Vortag, aus ca. 100g getrockneten Puffbohnen
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1 TL Cayenne-Pfeffer
  • 1 EL Senf
  • etwas Milch (Veganer können die ganz leicht ersetzen, z.B. durch Hafer- oder Mandelmilch; dann aber natürlich das Püree auch mit Öl und nicht mit Butter anrühren…)
  • Butter, Erdnussöl

Puffbohnen-Mus zieht nach, sodass es am nächsten Tag ziemlich fest ist. Etwas Milch ergänzen und die Sache wird gut formbar. Mit den gewürzen abschmecken und flache Bratlinge formen.

In einem Stielpfännchen (möglichst klein, sodass nicht so viel Fett gebraucht wird) Butter und Erdnussöl erhitzen und die Bratlinge darin ausbacken.

Dazu schmeckt eine große Portion Salat. Auf dem Bild sieht man außerdem ein paar schnell in Bärlauch-Pesto angebratene Champignons und einen lustigen Mozzarella-Zopf (Mozzarella Nodini), den ich in der Gourmet-Linie beim Diskonter kaufe.

P.S.: Lassen sich auch kalt gut mitnehmen!

Puffbohnen-Bratlinge

Herzhafter Krautkuchen

6 Portionen:

Teig

  • 70g geriebene Mandeln
  • 30g Magermilchpulver (ich kaufe im Reformhaus das Bio-Produkt)
  • 7 EL Haferkleie
  • 1 EL Weizenkleie
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 2 EL Magerjoghurt
  • 1 Ei
  • 15g weiche Butter

Füllung

  • 1/2 kl. Weißkrautkopf
  • 1 Zwiebel
  • 125g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 125g Magerjoghurt
  • 2 Eier
  • 3 EL Estragonsenf
  • 1 TL Kümmel
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • Darf’s a bissl mehr sein? Nicht-Vegetarier können 3 EL Speckwürferl verwenden, Vegetarier 3 EL Räuchertofu, kleingehackt.

Die Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen. Eine Springbackform fetten und den Teig dünn auf dem Boden und am Rand mehrere Zentimeter hoch glattstreichen. Dann ab ins auf 180°C vorgeheizte Backrohr (Heißluft) für 15min zum Vorbacken.

In der Zwischenzeit die Zwiebel und das Weißkraut fein nudelig schneiden und in wenig Erdnussöl anbraten, bis das Kraut schön weich gedämpft ist. Überkühlen lassen und auf den fertig gebackenen Teigboden schichten.

Die restlichen Zutaten für die Füllung in einer Tasse verrühren und darüber gießen.

35min zurück in den Ofen. Dazu passt gut ein grüner Salat mit Kürbiskernöl.

Schmeckt auch kalt gut am nächsten Tag. 🙂

DSCN8734 Krautkuchen_01

Krautkuchen_02 Krautkuchen_03

Tipp: Hier meine Variante für veganen Low Carb-Krautkuchen in einer kleinen 18cm-Springform!