Eichelburger mit Wedges (im Low Carb-Bun)

Ich wollte schon ewig einmal ausprobieren, Eicheln zu essen, wo wie das meine Urgroßeltern-Generation noch gemacht hat. Anlass war, dass ich für meine Oma durch den Garten spaziert bin, um Eicheln zur Herbstdekoration zu sammeln… da dachte mir, jetzt mach ich’s endlich, zumal unsere Eichen heuer extrem viel tragen. Denen dürfte der nasse Sommer gefallen haben.

Eicheln kann man nicht einfach wie Maroni zubereiten, weil sie viel mehr Tannine (der Stoff, der auch Rotwein bitter macht) enthalten. Rohe Eicheln sind in unserem Klima außerdem schwach giftig (in wärmeren Breitengraden wachsen Eichenarten, deren Früchte sehr süß sind und die roh verträglich sind). Bei uns muss man sie – sagte zumindest das Internet – nach dem Schälen drei Tage wässern und täglich das Wasser wechseln. Bei mir hat das Einwässern eine ganze Woche in Anspruch genommen, weil ich erst am Wochenende wieder Zeit hatte.

Eicheln sind übrigens ganz und gar nicht Low Carb, sie enthalten viele Kohlenhydrate in Form von Stärke und Zucker (ca. 40%), Öl (15%) und Proteine (5%). Ihre Kohlenhydrate sind allerdings mehrkettig, was bedeutet, dass sie sehr gesund und nahrhaft sind. Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge.

Ach ja, wie ich bei Lisa von Experiment Selbstversorgung gelesen habe, kann das Schälen von Eicheln sehr kompliziert sein, wenn man die falsche Eichelsorte erwischt (die kurzen scheinen mehr Probleme zu verursachen als die langen; allerdings sind die Früchte aller Eichenarten essbar). Die Tipps in den Blog-Kommentaren haben mich dazu veranlasst, erst mal eine „Probeeichel“ aufzusammeln – und siehe da: Meine Eicheln gingen wesentlich einfacher! Ich musste sie weder rösten noch einwässern oder mit dem Hammer bearbeiten; ein sauberer Schnitt mit dem Messer hat gereicht, und ich konnte mit dem Messerchen problemlos die Schale abziehen. Zeitintensiv war die Sache natürlich trotzdem, aber an einem schönen, goldenen Herbsttag auf der Terrasse sitzend und plaudernd… da kann man ganz viele Eicheln schälen. 🙂

Ich habe übrigens eine große Menge gesammelt und vorbereitet, weil man die Masse problemlos einfrieren kann!

Orientiert hab ich mich dann grob an einem Rezept von Homegrown&Healthy. Dort gibt es aus der restlichen Eichelmasse übrigens am nächsten Tag Spaghetti mit Eichelbällchen.

Noch ein Tipp für meine veganen Leser: Die Masse haftet aufgrund der vielen Stärke ausgesprochen gut. Ich vermute, man braucht nicht mal unbedingt Eier. Probiert es doch mal aus und berichtet mir! 🙂

Vorbereitung:

Eicheln sammeln und schälen. Am besten funktioniert das mit den ganz reifen Eicheln, deren Schalen bereits ein wenig gewellt sind (s. Foto). Die Häutchen möglichst sorgfältig entfernen, aber ein paar Reste sind auch nicht weiter dramatisch.

Ich hab etwas mehr als 1kg gesammelt und hatte am Ende 400g geschälte Eicheln (weil man auch immer wieder mal wurmige dabei hat, die man natürlich entsorgen muss).

Mit Wasser bedecken und jeden Tag das Wasser wechseln. Dass die verbliebenen Häutchen nachdunkeln, ist völlig normal.

Ich hab mir eine Woche Zeit gelassen – das funktioniert. Ihr könnt es ja auch kürzer probieren, ich übernehme aber keine Garantie für bittere Burger. 😉

Zubereitung:

Die Eicheln mit frischem Wasser bedecken und 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. Wasser wechseln, 10min kochen. (Also insgesamt 40min kochen).

Das Wasser verändert seinen Braunton mit jedem Mal kochen, weil immer mehr Bitterstoffe ausgeschwemmt werden.

Wenn die Eicheln gekocht und vergleichsweise weich sind, diese am besten mit dem Stabmixer pürieren. Ich denke, wenn man sie noch etwas länger kocht, müsste auch ein Erdäpfelstampfer ausreichen.

Für die Eichel-Patties (ergibt mindestens 10 Burger, eher mehr, Masse lässt sich einfrieren):

  • 400g ungeschälte Eicheln, gewässert, gekocht und püriert
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stange Sellerie (oder entsprechend viel Selleriegrün)
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 50g Haferflocken
  • 1 geh. EL Erythrit
  • 3 Eier (davon 1 Eiklar aufheben für die Wedges)
  • 6 EL Sojasauce
  • 4 EL Senf
  • 4 EL Tomatenmark aus der Tube
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Für die Zwiebelringe:

  • Zwiebelringe aus den oben angegebenen Zwiebeln geschnitten
  • 1 geh. EL Kokosmehl (oder anderes Mehl)
  • Erdnussöl

Für die Wedges:

  • so viele Erdäpfel, wie gewünscht
  • 1 Eiklar (von obigen 3 Eiern abgenommen)
  • Salz, Pfeffer, Gewürze nach Belieben

Außerdem:

  • Essiggurkerl
  • Senf
  • Ketchup
  • Salatblätter
  • etwas geriebener Cheddar
  • Burger-Buns (es folgt unten noch ein Rezept für Low Carb-Buns, natürlich gehen aber auch alle anderen)

Für die Wedges frische oder junge Erdäpfel mit Schale verwenden, alle anderen schälen. Achteln, gut würzen und in Eiklar wenden. 25-30min ins vorgeheizte Backrohr legen, ggf. einmal umdrehen.

Einige Zwiebelringe aus der dicken Mitte der Zwiebeln abschneiden und zur Seite stellen. Die restlichen Zwiebeln und die Knoblauchzehen möglichst fein hacken.

Zwiebelringe in Mehl wenden und in Öl ausbacken. Zur Seite legen.

Sellerie und Frühlingszwiebel klein schneiden und gemeinsam mit Zwiebel und Knoblauch anbraten. Haferflocken und einen Schuss Wasser zugeben, Eichelmasse und Eier dazu, alles gut vermischen und sehr großzügig abschmecken.

Eher flache Bratlinge formen und in reichlich Erdnussöl ausbacken.

Buns aufschneiden, die Hälften je mit Senf und Ketchup bestreichen. Dann mit Zwiebelringen, Salat, Eichelpatty, Cheddar und Gurkerl belegen. Mit den Wedges servieren.

Low Carb-Burger Buns, nicht No-Carb Buns!

Da die Eichelpatties sowie die Wedges schon reichlich Kohlenhydrate hatten, dachten wir, wie machen uns kohlenhydratreduzierte Buns dazu. Diese sind leicht süßlich und sehr gut, aber natürlich nicht ganz so fluffig wie normale.

Für 8 Mini-Buns (können eingefroren werden):

  • 200ml Buttermilch (2 EL zurückbehalten zum Bestreichen)
  • 1/2 Würfel Germ=Hefe
  • 1 TL Zucker (braucht die Germ zum aufgehen)
  • 1 TL Birkenzucker
  • 40g Butter
  • 50g Dinkelvollkornmehl
  • 50g Weizenmehl
  • 30g geschrotete Goldleinsamen
  • 100g entöltes Mandelmehl
  • 100g Kokosmehl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 2 Eier (verquirlen und etwa 1/2 Ei zurückbehalten zum Bestreichen)
  • Sesam zum Bestreuen

Buttermilch mit Zucker lauwarm erwärmen, Germ und 1 EL Mehl einrühren und 10min stehen lassen.

Butter schmelzen und einrühren.

Alle Zutaten (bis auf ca. 1/2 verquirltes Ei) vermischen und lange kneten.

Spülbecken mit heißem Wasser füllen.

Teig in eine Schüssel geben und diese ins heiße Wasser stellen. Mit einem Teller beschweren, damit sie am Boden bleibt. Achtung, es darf natürlich kein Wasser einlaufen. Mindestens 60min gehen lassen.

Backrohr auf 30°C vorheizen.

Teig nun möglichst nicht mehr kneten, sondern in 8 Stücke teilen und vorsichtig zu acht runden, flachen Buns schleifen. Auf ein Backblech setzen, ins lauwarme Backrohr setzen und nochmal 30min gehen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft aufheizen.

1/2 Ei mit Buttermilch verrühren und die Broterl damit bestreichen. Mit Sesam bestreuen. 25-30min backen.

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Kichererbsen-Broterl

In der Low Carb-Bäckerei gibt es ja allerlei Tricks und Tipps, die helfen, Kohlenhydrate einzusparen. Ein solches Gebäck trägt den Namen „Böhtchen“ – dabei handelt es sich um Brötchen aus Bohnen. Ich hab das vor ewigen Zeiten mal aus dem Internet nachgekocht, allerdings war das so ein ganz strenges LC-Gebäck, das nur aus Bohnen, Eiern und irgendeinem Topfen=Quark oder so bestehen durfte. Kein mehliges Bindemittel. Mir hat das damals nicht so geschmeckt, es hat sich angefühlt wie Oopsies mit Bohnengeschmack (und ich empfinde Oopsies als Zumutung).

Da ich aber noch einige gekochte Kichererbsen übrig hatte, hab ich mir gedacht, ich probier das nochmal aus, entwickle aber die Grundidee weiter. Und jetzt bin ich vollauf zufrieden: Mir schmecken die kleinen, gesunden Energiebomben ausgesprochen gut! Probiert es mal aus!

Für 9 Broterl:

  • 150-160g gekochte Kichererbsen (= etwa 75g Trockengewicht; am besten einfach entsprechend mehr Kichererbsen kochen, wenn man sowieso ein Kichererbsen-Gericht zubereiten will)
  • 4 Eier M
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 20g Flohsamenschalen
  • 20g Hanfsamen
  • 20g Chia-Samen*
  • 50g Kokosmehl
  • 50g Eiweißpulver, neutral
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver

Die gekochten (kalten oder ggf. etwas abgekühlten) Kichererbsen mit den Eiern pürieren.

Gemeinsam mit allen weiteren Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit nassen Händen Broterl formen, kreuzförmig einritzen, mit etwas Wasser bestreichen und 40min backen.

Kichererbsen-Broterl_04

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

~~~

So, und abschließend noch ein paar aktuelle Fotos unserer Wildblumenwiese.

Ich LIEBE diese Wiese, sie summt und brummt und flattert vor lauter fröhlicher Insekten, und in ihrem zweiten Jahr wird es auch langsam immer blumiger (das ist nicht ganz einfach, weil es sich um einen reichhaltigen Lehmboden handelt – eine Blumenwiese entsteht schneller als Magerwiese denn als so genannte Fettwiese). Außerdem lebt Vlad, die Giga-Kröte darin. Aus dieser großen Kröte könnte man glatt zwei machen – da halten sogar die Katzen Sicherheitsabstand. 😀

Demnächst müssten auch viele hellrosa Wildblumen zu blühen beginnen, von denen ich leider nicht weiß, wie sie heißen. Ich stelle dann Fotos ein (die Knospen sind schon ziemlich dick, kann also nicht mehr lange dauern). Letztes Jahr waren die auch richtig schön, ich bin so glücklich darüber, dass sie abgesamt haben!

Mein persönlicher Wunsch wären ja noch mehr Korn- und Mohnblumen. Aber die mögen lieber mageren Boden, das wird noch ein längeres Projekt. Nur nicht aufgeben, wir haben ja Zeit!

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Ach ja, noch etwas möchte ich heute gerne herzeigen: Kennt ihr die Blume „Jungfrau im Grünen“ (Nigella damascena)? Die ist SO schön! Hat sich aus dem Garten unserer netten, älteren Nachbarin, die mich auch sonst immer fleißig mit Saatgut versorgt, in unsere Rabatte verirrt. Ist einfach angeflogen – und ich hab das halbe Frühjahr über geglaubt, da hätten sich (mit dem Kompost?) Karotten eingeschmuggelt, weil die Jungpflanzen genauso aussehen. 🙂

Werde diesmal mit System Saatgut der „Jungfrau im Grünen“ absammeln – ich hab mich wirklich in diese zauberhafte Blume verliebt:

Jungfrau-im-Gruenen

Raclettebrot

Dieses köstliche Jausenbrot gab es früher oft, aber seit wir uns Low Carb ernähren, hab ich einfach nicht mehr dran gedacht. Dabei geht das so einfach! 🙂

2-4 Portionen (als Hauptspeise bzw. als Jausensnack):

  • 90g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie
  • 25g Kokosmehl
  • 25g Walnussmehl oder Kürbiskernmehl
  • 15g Hanfsamen
  • 2 Eier M
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 50g Joghurt oder Sauerrahm oder Buttermilch
  • 1 geh. TL Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1/2 TL Kümmel, gemahlen oder 1 TL ganze Samen
  • 1/2 TL Anis- oder Fenchelsamen
  • ca. 10 Scheiben Raclettekäse
  • frisch gemahlener Pfeffer zum Bestreuen
  • Sauergemüse

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen, dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Teig esslöffelweise in Form von 2 Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, evtl. mit nassen Händen nachmodellieren. 30-35 min bei 180°C Heißluft backen.

Ein wenig auskühlen lassen, danach einmal längs durchschneiden und mit Raclettescheiben belegen. Mit Pfeffer bestreuen und 15-20min überbacken, bis der Käse zerläuft und ganz leicht bräunt.

Mit Sauergemüse servieren.

Sesam-Herzerl

Diese Broterl lassen sich wunderbar per Hand formen. Weil der Valentinstag bald vor der Tür steht haben wir sie ganz besonders herzig gemacht. 🙂

6 Stück:

  • 250g Magertopfen=Quark
  • 4-6 EL Buttermilch
  • 2 Eier L (oder 3 S)
  • 45g Sesam
  • 30g Walnussmehl oder Kürbiskernmehl
  • 35g Eiweißpulver, neutral
  • 60g Haferkleie
  • 25g Goldleinsamen, geschrotet (oder normale geschrotete)
  • 15g Chia-Samen*
  • 15g Hanfsamen°
  • 1,5 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Koriander, gemahlen
  • evtl. ein paar Saaten zum Bestreuen, z.B. Sonnenblumenkerne

Alle Zutaten gut mit der Küchenmaschine vermischen und 10-15min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit nassen Händen Herzerl formen und mit Kernen und Saaten bestreuen.

40min backen.

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als „Superfood“. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

°Hanfsamen sind ebenfalls den „Superfoods“ zuzuordnen. Sie enthalten größere Mengen Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin A, B, C, D, E, sogar Omega-3-Fettsäure sowie viele Antioxidantien. Sie schützen Herz und Gehirn, verringern das Krebsrisiko und bekämpfen Entzündungen.

 

Käse-Vollkornweckerl

6 Stück:

  • 250g Magertopfen=Quark
  • 4 EL Obers=Sahne (alternativ Milch und 1 TL Öl zusätzlich)
  • 100g Haferkleie
  • 50g geriebene Nüsse
  • 2 Eier M oder L
  • 1 geh. EL Weizenkleie
  • 1 geh. EL Leinsamenmehl (für die Vollkorn-Farbe ist das dunkle Mehl besser) (alternativ Leinsamenschrot)
  • 2 geh. EL Leinsamen, ganze
  • 2 geh. EL Chia-Samen*
  • 2 geh. TL Weinstein-Backpulver
  • 1 geh. TL Salz
  • 1 Msp. Stevia
  • 20g geriebener Käse

Alle Zutaten (bis auf den Käse) mit der Küchenmaschine vermengen und mind. 15min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit nassen Händen sechs Broterl formen, diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit Käse bestreuen.

40min ins heiße Backrohr geben und für die Farbe gerne noch 10-20min im ausgeschalteten Rohr nachziehen lassen.

Kaese-Vollkornweckerl_01 Kaese-Vollkornweckerl_02

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

Sakuski (russische Vorspeisen) mit Knäckebrot

Sakuski (закуски, Pl. v. закуска, Sakuska) sind heiße und kalte Vorspeisen der russischen Küche, ähnlich der italienischen Antipasti oder der spanischen Tapas. Meistens werden Sakuski als Buffet serviert bzw. auf Vorlegeplatten angerichtet. Sie bestehen oft aus diversen eingelegten Fischen, Kaviar, gemischten Gemüsesalaten mit viel Mayonnaise und Sauerrahm, Sülzchen, Piroschki (Piroggen), gefüllten Eiern („Russischen Eiern“), verschiedenem eingelegtem Gemüse (am häufigsten Salzgurken, eingelegte Rote Rüben=Rote Beete und so gut wie immer eingelegte Pilzen).

Am liebsten essen die Russen (und die Einwohner anderer Nachfolgestaaten der Sowjetunion) dazu das köstliche russische Roggenbrot aus Sauerteig. Ich hab ein wenig international geschummelt und Low Carb-Knäckebrot dazu gereicht, weil die russische Küche ja nicht von ungefähr große Ähnlichkeit hat mit der finnischen.

Sakuski sind der erste Gang v.a. beim Empfangen von Gästen und stehen bereits angerichtet auf dem Tisch/Buffet. Unerlässlich ist auch eiskalter Wodka bei Sakuski. Das steckt auch schon im Namen drin, denn Sasuska bedeutet „danach [also: nach dem Wodka] etwas zum Beißen haben“. Wodka hat übrigens keine Kohlenhydrate. 😉 (Natürlich hemmt Alkohol die Fettverbrennung während einer Diät… aber hey, man lebt nur einmal.)

Weil bei uns die Saskuski allerdings als volle Hauptspeise herhalten durften, haben wir nicht nur Wodka dazu getrunken, sondern auch russischen Schwarztee mit Marmelade gesüßt. Intensiv gesüßter Tee (entweder mit Marmelade, genauer mit Warenje, oder auch mit Zucker/Honig) gilt als Nationalgetränk der Russen. Im 16. Jahrhundert eröffnete die Seidenstraße diesem neuen Produkt den Weg aus China nach Osteuropa. Die Russen dürften den warmen Tee wohl dankbar angenommen haben. 🙂

Und weil wir so große Lust darauf hatten, haben wir uns auch noch einen meiner Lieblingsfilme angesehen, während wir nach dem Essen süßen Tee und Wodka getrunken haben: Ein Russischer Sommer (2009) von Michael Hoffman, eine ganz wundervolle Literaturbiografie-Verfilmung über das Leben Leo Tolstois und seiner Ehefrau Sofja Andrejewna Tolstaja, gespielt von Christopher Plummer und der von mir vergötterten, wunderbaren Helen Mirren. Es handelt sich bei diesem Film um die wohl bewegendste Liebesgeschichte, die ich – neben der wahren Geschichte der Eltern von Astrid Lindgren (in Das entschwundene Land) – kenne.

Sakuski_01

Sakuski_02

Knäckebrot

Low Carb-Knäckebrot findet Google meist als „Leinsamen-Knäckebrot“. Dieses besteht eigentlich fast nur aus (ganzen) Leinsamen und Eiern… wenig prickelnd, finde ich. Meines hier ist aber absolut genial – auch wenn das ein wenig arrogant klingt. 😀

8 Stück:

  • 3 geh. EL Leinsamen od. Goldleinsamen, geschrotet
  • 1 geh. EL Leinsamen od. Goldleinsamen, ganz
  • 1 geh. EL Leinsamen-Mehl
  • 1 geh. EL Chia-Samen*
  • 1 geh. EL Haferkleie
  • 1 geh. EL Sesam
  • 1 TL Salz
  • 1 Msp. Koriander, gemahlen
  • 1 Ei M oder L
  • 1 Stamperl bis zum Rand mit Wasser angefüllt (ergibt also etwas mehr als 4cl)

Alle Zutaten verrühren und 15min quellen lassen.

Wenn die Masse streichfähig ist, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Wenn sie zu dick ist um sich verstreichen zu lassen (das kommt u.a. auf den Trockenheitsgrad der Samen an), ggf. noch etwas Wasser hinzufügen. Am einfachsten funktioniert das übrigens, wenn man eine Schicht Frischhaltefolie über den Teig gibt und mit dem Nudelwalker=Teigroller darüberrollt.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

So dünn wie möglich ausstreichen. Dann mit einem Pizzaroller oder einem Messer in Stücke trennen und überall mit einer Gabel einstechen.

20min backen. Dann rausnehmen, die Trennschnitte nochmal nachschneiden und die Stücke umdrehen. Weitere 20min von der anderen Seite knusprig braun backen.

Auskühlen lassen und genießen.

Das Knäckebrot kann beliebig variiert werden; nicht ersetzen lassen sich allerdings die Leinsamen, weil diese unter Zugabe von Wasser schön breiig werden und damit das Brot binden. Anstelle von teurem Leinsamen-Mehl kann man auch selbst Leinsamen mit einer Kaffeemühle fein mahlen.

Low-Carb_Knaeckebrot_01 Low-Carb_Knaeckebrot_02

Low-Carb_Knaeckebrot_03 Low-Carb_Knaeckebrot_04

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

Sauerrahm-Fisolen

  • 200g Fisolen=Grüne Bohnen (im Winter auch TK)
  • 1 kl. Zwiebel
  • 4 kl. Salzgurken od. Essiggurkerl
  • 3 geh. EL Sauerrahm=Saure Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • insg. 1 Handvoll frische Petersilie, Schnittlauch, Dill

Fisolen=Grüne Bohnen in wenig Salzwasser in ca. 7-9min weich garen (je nachdem, wie dick die Fisolen sind und ob sie tiefgefroren sind). Abgießen und abschrecken.

Im Topf eine kleingehackte Zwiebel ohne Öl anschwitzen. Klein gehackte Salzgurkerl zugeben. Hitze ausschalten.

Fisolen, Gewürze, Sauerrahn=Saure Sahne und kleingehackte Kräuter zugeben. Umrühren, bis der Sauerrahm zerronnen ist. Abkühlen lassen.

Sauerrahm-Fisolen_01

Russische Eier

  • 2 Eier
  • 3 geh. EL Sauerrahm
  • 1 geh. EL Senf
  • insg. 1/2 Handvoll frische Petersilie, Schnittlauch, Dill
  • Salz, Pfeffer

Eier hart kochen. Abschrecken, schälen, halbieren und den Dotter rausnehmen.

Dotter mit den anderen Zutaten verrühren und zurück in die Eier füllen.

russische-eier

Eingelegte Pilze

Hier das Rezept für eingelegte Hallimasch (geht auch mit Champignons).

Eingelegte-Hallimasch_04

Fisch

Wir hatten nur fertig eingelegte Fische aus dem Glas: Hering in Senfsauce, eingelete Matjes-Filets und Dill-Räucherlachs.

Vor ewigen Zeiten hab ich mal für eine Faschingsfeier selbst Heringssalate gemacht – ich werde das irgendwann mal wieder probieren und dann ein Rezept einstellen.

Weiters

Unbedingt braucht man noch ein paar Essig- oder Salzgurkerl; im Idealfall selbst eingelegt. Gut machen sich auch frische Kräuter und/oder gehackte Lauchzwiebeln.

Zupfbrötchen mit Tomatenbutter, Feta und Oliven – dazu Fisolensalat

Ja, was wäre die Welt ohne den tollen Happy Carb-Blog von Betti. 🙂 Ich hatte vorher noch nie von „Zupfbrot“ gehört, einem in Deutschland offenbar sehr beliebten Partybrot (in Österreich kenne ich das Pendant des „Jägerweckens“, das allerdings nicht gebacken wird).

Zu gerne hätte ich Bettis Originalrezept ausprobiert, allerdings musste ich dringend Tomaten und Fisolen verarbeiten, bevor ich für ein paar Tage beruflich weggefahren bin. So bin ich dann auf folgende Rezeptidee (die eher was für die Low Carb High Fat-Anhänger ist) gekommen:

2 Portionen:

Am besten zuerst den Fisolensalat zubereiten, denn für den braucht man auch den Kelomat=Schnellkochtopf und der wird besser, je länger er durchzieht.

Für den Fisolensalat:

  • 250g frische Fisolen=Grüne Bohnen
  • ½ Paprika
  • 1 Avocado
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • Saft v. ½ Zitrone
  • 1 TL Erythrit
  • je ½ Handvoll Basilikum, Oregano und Ysop (frisch)
  • Salz, Pfeffer
  • ein paar Cocktail-Tomaten zur Deko

Fisolen in 3cm lange Stücke schneiden, in den Kelomat=Schnellkochtopf geben und einmal bis zum zweiten Ring aufkochen lassen. Das dauert keine 5min – aufpassen, damit nichts zerkocht! Danach sofort Dampf ablassen (hehe) und Wasser abgießen.

Zwiebel und Paprika fein hacken, Knoblauch pressen, Kräuter fein hacken.

Alle Zutaten für die Marinade mit Schalotte und Kräutern verrühren. Gemüse (bis auf die Avocado) mit Marinade übergießen und ziehen lassen.

Vor dem Servieren die Avocado würfeln oder zerdrücken, unterheben und den Salat mit Tomaten dekorieren.

Mediterraner-Fisolensalat_01

Für die Tomatenbutter (Menge auch auf Reserve zum Einfrieren):

  • 500g Tomaten, möglichst überreife
  • 1,5 geh. TL Salz
  • 1 geh. TL Erythrit
  • 1 EL Balsamico-Essig, weißer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250g gesalze, zimmerwarme Joghurtbutter (oder selber salzen)
  • 2 EL gehacktes Basilikum
  • 1 Schalotte, fein gehackt

Tomaten, Salz, Essig und Erythrit 10min im Kelomat=Dampfkochtopf aufkochen lassen, bis sie zerspringen. Dann die Knoblauchzehe reingeben und mit dem Zauberstab pürieren (wer es ganz genau nimmt, muss die Masse durch ein Sieb streichen, ich finde das unnötig).

Deckel weggeben und auf höchster Stufe 30min einköcheln lassen, bis die Masse eindickt. Sie ist vorher wirklich sehr flüssig – das ist normal.

Weiche Butter und Tomatenmark mit dem Zauberstab schaumig schlagen. Zum Schluss noch das gehackte Basilikum und die Schalottenwürferl einrühren.

Etwas kalt stellen, sodass die Masse anzuckt. Sie soll sich jedoch noch aufstreichen lassen.

Man kann die restliche Tomatenbutter, die man nicht für die Zupfbrötchen braucht, wunderbar in kleinen Portiönchen (z.B. in Frischhaltefolie-Päckchen oder in Eiswürfel-Förmchen) einfrieren und dann als Grillbeilage oder Aufstrich auftauen. Ich habe einen großen Teil auch in die Butterdose der Joghurtbutter (zurück) eingefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Hält mind. einige Wochen.

Tomatenbutter_01 Tomatenbutter_02

Für die Zupfbrötchen:

  • 1 Pkg. Magertopfen
  • 1 Ei L
  • 25g Kokosmehl
  • 15g Kichererbsenmehl
  • 15g Flohsamenschalen
  • 25g Eiweißpulver, neutral
  • 15g geriebene Mandeln
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Salz
  • ½ Pkg. Feta, gewürfelt
  • 10 schwarze Oliven, entkernt und in Stücke geschnitten
  • ein paar Basilikumblättchen zum Garnieren

Alle Zutaten für den Teig (also bis auf Feta, Oliven und Deko) mit der Küchenmaschine verrühren und 10min quellen lassen.

Das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zu 2 großen Brötchen formen. Für 35min backen und auskühlen lassen.

Wenn die Broterl ausgekühlt sind, rasterartig bis 1cm über dem Boden einschneiden. Es sollen Würfel bzw. füllbare Taschen dazwischen entstehen.

In die Schnitte die Tomatenbutter einstreichen, je einen kleinen Fetawürfel und ein Olivenstückchen reinstopfen. Zum Schluss mit den Fingern noch etwas Feta über das ganze Brot bröseln.

Für 20min nochmal ins Backrohr geben und überbacken.

Vor dem Servieren mit Basilikumblättchen bestreuen.

 Zupfbroetchen_01 Zupfbroetchen_02

Dieses Essen war wirklich ganz arg lecker. Sicher etwas mehr Arbeit, aber ich habe immerhin einige Dinge auf Vorrat mitkochen können:

  • die Tomatenbutter reichte für mehrere Wochen und wurde auch noch eingefroren
  • die Brötchen-Menge habe ich verdoppelt und aus der anderen Hälfte Semmeln für den nächsten Morgen gemacht

Tipp: Wenn man keine Lust oder Zeit hat, selbst Tomatenmark zu kochen, kann man auch einfach zeitsparend fertiges aus der Tube in die weiche Butter rühren.

Leider heute noch einmal schlechte Fotos mit der alten Notfall-Tablet-Kamera (ich habe die Brötchen gekocht, bevor ich mir eine neue Kamera zugelegt habe):

Mediterranes_Zupfbroetchen_Tomatenbutter_01

Provençalischer Zucchini-Schmortopf mit Pains d’Olives

Mmmhm, mediterran, wärmend und duftend – mit goldenen Erinnerungen an den verblassenden Sommer. So mag ich mein Essen im Herbst. 🙂

Für den Eintopf:

4 Portionen:

  • 1kg Zucchini (im Idealfall gelbe)
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 200g Tomaten
  • 3 geh. EL schwarze Oliven
  • 150ml Gemüsesuppe
  • 3 EL Tomatenmark aus d. Tube
  • 2 Lorbeerblätter
  • Basilikum, Thymian, Oregano, Rosmarin (frisch)
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • Trüffelöl

Zucchini grob würfeln, Spitzpaprika in feine Ringe schneiden, Zwiebel und Knoblauch würfeln, Tomaten würfeln oder Cocktailtomaten halbieren.

Am besten einen dickwandigen Schmortopf nehmen und darin Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bräunen, anschließend Zucchiniwürfel zugeben. Anbraten, bis die Würfel Farbe bekommen.

Spitzpaprika zugeben, 5min weiterdünsten.

Tomaten zugeben.

Mit Suppe aufgießen und gut würzen (noch nicht mit dem Trüffelöl).

45-60min auf kleiner Hitze mit Deckel schmoren lassen. Wenn es sich um einen Topf handelt, aus dem Wasser ausdampfen kann, evtl. noch etwas nachgießen. Bei meinem dickwandigen Le Creuset war das nicht nötig.

Vor dem Servieren mit Trüffelöl beträufeln und mit Oliven-Brötchen servieren.

Ich ergänze den Tag Vegan – natürlich nur ohne Low Carb-Gebäck, denn das ist vegan nicht möglich.

Zucchini-Eintopf_01

Zucchini-Eintopf_02

FÜR die Pains d’Olives:

6 Stück:

  • 4 geh. EL Goldleinsamen, geschrotet
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 4 geh. EL Kokosmehl
  • 4 geh. EL Eiweißpulver, neutral
  • 1 gestr. EL Chia-Samen*
  • 5-8 schwarze Oliven, klein gehackt
  • 2 Eier M
  • 1 Pkg. (250g) Magertopfen=Quark
  • ca. 1-2 EL gehackter Oregano
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen (ganz zum Schluss die zerkleinerten Oliven und den Oregano unterheben), dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Teig mit nassen Händen zu eher flachen Teiglingen formen (mit den Fingern flach drücken) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. 30-35 min bei 175°C Heißluft backen.

Tipp: Ohne die Oliven, dafür mit Sesam und noch einem TL Öl, eignen sich diese Brötchen sicher wunderbar als Burger Buns. Das werde ich demnächst ausprobieren!

Pain-d-Olives_Olivenbroetchen_01

Pain-d-Olives_Olivenbroetchen_02

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

Pizza-Baguette

Noch so eine tolle Idee aus Bettis Happy Carb-Blog! Es ist schon ewig her, dass ich dieses Rezept gekocht hab. Ich weiß eigentlich gar nicht, warum ich es nicht gebloggt habe… dabei war es doch so köstlich! Heute räume ich also mal meine Foto-Ordner auf und stelle es Monate später (Februar!) doch noch ein. 🙂

Gemäß der Zutaten, die ich damals zuhause hatte, hab ich das Rezept angepasst. Wenn ich das so sehe, wird es eigentlich dringend mal wieder Zeit für Pizza-Baguette… 

2-4 Portionen (für zwei war es ganz schön viel… mit Salat reicht es auch für vier):

  • 90g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie
  • 25g Kokosmehl
  • 25g Kokosraspeln
  • 2 Eier M
  • 150g Magertopfen=Quark
  • 150g Magerjoghurt
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 1 EL Oregano getrocknet

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen, dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Teig esslöffelweise in Form von 2 Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, evtl. mit nassen Händen „nachmodellieren“. 30-35 min bei 180°C Heißluft backen.

Auskühlen lassen, danach einmal längs durchschneiden und mit einer Sauce aus folgenden Zutaten bestreichen:

  • 4 EL Ajvar
  • 4 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1/2 Msp. Stevia
  • 1 TL Öl von eingelegten, getrockneten Tomaten
  • Salz, Pfeffer

Natürlich kann man auch einen ganz anderen Untergrund nehmen – wichtig ist nur, dass er nicht zu feucht ist, weil dieser Teig weniger gut saugt wie konventioneller Pizzaboden aus Germteig.

Danach nach Lust und Laune belegen.

Wir hatten zwei verschiedene Belagsorten, 1x mit Salami, 1x mit Sardinen – natürlich ist auch vegetarischer Belag möglich und lecker. Das haben wir dafür verwendet:

  • Salami
  • Sardinen aus der Dose (in Olivenöl)
  • 1 rote Zwiebel in Ringen
  • Kapern
  • Basilikum, Thymian, Oregano
  • geriebener Gouda

Die Baguettes nochmal für 20min ins Rohr schieben und anschließend pur (2-3 Portionen) oder mit Salat (4 Portionen) genießen.

Pizza-Baguettes_01 Pizza-Baguettes_02

Würziges Paprika-Wurzelbrot

Wurzelbrot ist doch was wirklich Feines. Ich mag diese unperfekten, gedrehten Brotstangen. Hier eine Low Carb-Variante mit würziger Paprikanote.

1 Wurzelbrot:

  • 50g Haferkleie
  • 50g Flohsamenschalen
  • 25g Kokosmehl
  • 25g Eiweißpulver, neutral
  • 125g Magertopfen=Quark
  • 125g Frischkäse (ich hatte Ziegenfrischkäse, der gibt noch etwas mehr Aroma)
  • 3 Eier M
  • 1 TL Salz
  • 1 TL scharfes Paprikapulver
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 Msp. Stevia
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1/2 roter Paprika

Zuerst den Paprika möglichst fein würfeln und in der Pfanne ohne Öl anbraten. Die Würferl sollen v.a. Wasser verlieren, aber sie dürfen ruhig auch bräunen und Röstaromen annehmen. Auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit alle Zutaten mit der Küchenmaschine gut miteinander verrühren. 10-15min quellen lassen.

Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen.

Zum Schluss die Paprikawürferl unterheben.

Die Masse mit nassen Händen zu einer Stange formen und um sich selbst drehen, sodass die typische Wurzelform entsteht. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

40-45min bei 180°C Heißluft backen, bis das Brot eine schöne Farbe bekommt.

Wie jedes Low Carb-Brot (wegen des hohen Eiweißanteils) auch dieses im Kühlschrank aufbewahren! Vor dem Verzehr ggf. in Scheiben auftoasten, muss aber nicht sein.

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