Sellerie-Kürbis-Shepherd’s Pie

Noch wächst so einiges auf unseren Beeten: Sellerie, Karotten, Mangold, Rote Rüben, Zuckerhut, Vogerlsalat=Feldsalat, asiat. Senfsalat, Chinakohl, Kohlsprossen=Rosenkohl, Wirsing, Kürbis, die letzten Tomaten, Erdäpfel und Topinambur (gut, diese beiden wachsen nicht mehr, sind aber noch bis zum Verzehr in der Erde).

Und diese beiden Sellerieknollen haben sogar bis jetzt die Schermaus überlebt, erstaunlich! Ein Tipp für den Sellerie-Anbau, der mir bisher nie geglückt ist: Gebt unter jedes Pflänzchen einen Teelöffel normales Küchensalz, dann werden sich dicke Knollen bilden. Bei mir wurden es nämlich meist ausgewachsene, dünne Wurzeln, aber keine richtigen Knollen. Das liegt daran, dass Sellerie naturgemäß auf Böden mit hohem Salzgehalt wächst, ein normales Kompostbeet diese Bedingungen aber nicht ordentlich erfüllt.

Ich steh total auf Sellerie. Und auf Kürbisse. Und auf Shepherd’s Pie. Letzterer wird allerdings klassisch mit Fleisch und Erdäpfel-Topping gemacht. Kombiniere, kombiniere…

3-4 Portionen (mit einem großen Salat dazu reicht’s für 4; kann auch gut aufgewärmt werden):

  • 300g Knollensellerie
  • 4 Stängel Selleriegrün
  • 150g Erdäpfel (kann durch noch mehr Sellerie, Pastinaken oder Topinambur ersetzt werden; ich habe allerdings eine Low Carb-Version einer strengen No Carb-Version vorgezogen)
  • 1 kl. Hokkaido-Kürbis (ca. 350g mit Kernen und Schale; noch kohlenhydratärmer wäre Butternuss-Kürbis)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Eier
  • 60g Cheddar
  • 2 geh. EL Radieschenblätter-Pesto (oder anderes grünes Pesto)
  • 1 Msp. Kurkuma
  • 1 Msp. Muskat
  • je 1 TL Paprikapulver, ganzer Kümmel und Bio-Gemüsesuppenpulver
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

150g vom Sellerie und die Erdäpfel würfeln und zusammen in wenig Salzwasser weich dünsten.

Eier trennen, den Dotter zum gedünsteten Gemüse geben, aus dem Eiklar Schnee schlagen.

Gemüse-Eier-Mischung würzen, Kurkuma und Gemüsesuppenpulver zugeben und pürieren. Ca. 1/4 des Cheddards unterheben. Etwas abkühlen lassen.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken; 150g vom Sellerie sowie das Selleriegrün und den Kürbis grob würfeln. Alles zusammen in Erdnussöl anbraten und kräftig würzen.

Eischnee vorsichtig unter das Püree heben.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine Auflaufform fetten und wie folgt schichten: Gemüsewürfel unten, restlichen Käse aufstreuen, Püree darauf streichen.

40min bei 175°C Heißluft backen.

Dazu passt ein frischer, grüner Salat (wir hatten Zuckerhut-Salat mit Kernöl).

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Panierter Kabeljau auf Ofengemüse mit Sauce Tartare

Ich liebe Ofengemüse einfach. Vom Ofengemüse mit fruchtiger Avocado-Creme hatte ich noch kleingeschnittenes und gewürztes Gemüse eingefroren, und schon seit Bettina auf Happy Carb ihre Fish and Chips präsentiert hat, will ich eine Panade aus Flohsamenschalen ausprobieren. Und siehe da: Klappt perfekt!

2 Portionen:

  • 2 Filet (=ca. 250g) Kabeljau (oder anderen weißen Fisch – Ich hatte MSC-zertifizierten Kabeljau aus der Barentssee, die sich nördlich von Norwegen befindet und über stabile Fischbestände verfügt. Ein Blick auf die Nachhaltigkeit ist m.E. absolut unerlässlich beim Fischkonsum!)
  • 2 Eier
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 1 Schuss Milch oder Obers=Sahne
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

1 Blech voll in Wedges-Form geschnittenes Gemüse. Da jedes Gemüse ein anderes Gewicht vorzuweisen hat, gebe ich hier keine Gewichtszahlen an. Das Auge kann ohnehin am besten einschätzen, wieviel man zu zweit verdrücken möchte. Genommen habe ich jedenfalls:

  • Butternut-Kürbis
  • Pastinaken
  • Kohlrabi
  • Selleriewurzeln

Gewürze für das Ofengemüse:

Für die Sauce Tartare:

  • 100g Magertopfen=Quark
  • 2 geh. EL Sauerrahm oder Crème fraîche
  • 2 EL Leinöl
  • 2 EL Senf
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 hartgekochtes Ei
  • 1 Schalotte oder Perlzwieberl
  • 3 EL Kapernbeeren (oder 2 EL kleine Kapern)
  • 2 EL Kapern-Flüssigkeit
  • 4 Essiggurkerl (für strenges Low Carb darauf achten, dass im Gurkenwasser kein Zucker ist)
  • etwas kleingehackter Schnittlauch und Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Paprikapulver

 

Zuerst das Gemüse in Wedges-Form schneiden und mind. 1 Std. einwässern. Dieses Prozedere entzieht dem Gemüse (v.a. dem Kürbis) Stärke, die sonst dazu führt, dass er weich wird. Wer weiches Ofengemüse bevorzugt, kann sich diesen Schritt sparen.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Das Gemüse gemeinsam mit den Gewürzen in eine Schüssel mit Deckel geben und ordentlich schütteln.

Ein Ei trennen und das Eiweiß steif schlagen. Unter das Gemüse heben. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 45min backen (nach der Halbzeit einmal wenden).

Für die Sauce Tartarte alle flüssigen Zutaten gut verrühren. Das Ei, die Schalotte, die Kapern, die Essiggurkerl und die Kräuter möglichst fein hacken und unterheben. Kräftig abschmecken und bis zum Servieren durchziehen lassen.

Das Ei mit dem übrigen Dotter und einem Schuss Milch oder Obers verquirlen. Kräftig salzen und pfeffern. Den Fisch durch das Ei und schließlich durch die Flohsamenschalen ziehen.

Kurz vor Ende der Garzeit für das Gemüse die Fischstücke in Erdnussöl rundherum anbraten.

Aus dem restlichen Ei und evtl. übriggebliebenen Flohsamenschalen kann man noch kleine Mini-Omelettes als Beilage fabrizieren.

Dazu passen frisch-säuerlicher Salat und britischer Malzessig für Fisch und Gemüse.

 

Und weil es draußen gar so fies und kalt ist, ende ich mit der Erinnerung an einen sommerlichen Tag im März, an dem die Kronen-Anemonen in unserer Wildblumenwiese zu blühen begonnen haben:

Kronen-Anemone

Salzige Karamell-Brownies

Die Idee für das Rezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones, allerdings habe ich fast alles daran geändert, damit es LC-tauglich wird. 😉 Trotzdem: Die Brownies mit köstlich-klebrigen Seen aus Salzkaramell von Anna Jones waren eine fantastische Inspiration!

 

Für 12 Brownies:

Für das Karamell:

Für die Brownies:

  • 170g Schoko-Drops mit Erythrit (oder andere LC-konforme Edelbitter-Schokolade)
  • 30g Kokosöl
  • 20g Butter
  • 50g Erdnussmus
  • 90g Erythrit
  • 1 TL Erythrit-Streusüße mit Stevia
  • 4 Eier M
  • 4 EL Milch (noch besser Buttermilch, wenn zufällig vorhanden)
  • 30g Kokosmehl (ersatzweise Walnussmehl)
  • 30g Mandelmehl, stark entölt
  • 30g Eiweißpulver, Schoko (ersatzweise Haselnuss)
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1/4-1/2 TL Flor de Sal

 

Zunächst das Karamell bereiten. Dafür erst mal ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Öl bepinseln. Das ist ernst gemeint, sonst kriegt man später Probleme beim Ablösen!

Kokosblütenzucker und Erythrit vermischen und unter ständigem Rühren in einem Stielpfännchen schmelzen. Achtung, nicht anbrennen lassen! Wenn alle Zuckerkristalle geschmolzen sind, die Butter unterrühren. Wenn die Butter geschmolzen ist, die Milch und das Salz unterrühren und wieder etwas erhitzen, bis das Karamell schön eingedickt ist. Dann auf das Backbleck gießen und zum Aushärten für 30min in den Tiefkühler stellen (wer keinen hat muss sich länger gedulden).

In einem Topf Butter, Kokosöl, Erdnussmus und Schoko-Drops unter dauerndem Rühren schmelzen lassen.

Inzwischen Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Eier in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Erythrit, Streusüße und Milch unterrühren.

Mehle, Eiweißpulver und Backpulver miteinander verrühren und dann mit der Schoko-Fett-Mischung zu den Eiern geben.

Das Karamell vom Blech nehmen und 2/3 davon in grobe, ca. 1cm² große, Stücke brechen. Den Rest in kleinere Stücke brechen oder hacken und unter die Schokomasse heben.

Das Backpapier in eine Brownie-Form geben (meine ist 27x20cm, aber auch eine etwas kleinere ist in Ordnung, dann sind die Brownies halt dicker und müssen 1min länger im Rohr bleiben) und die Schokomasse hineinstreichen.

Die großen Karamellstücke obenauf legen.

Bei 180°C Ober-/Unterhitze 20min backen (für zartschmelzenden Brownie-Kern) bzw. 25min (für konventionelleren, komplett durchgebackenen Schoko-Kuchen).

20min überkühlen lassen (vorsicht, das Karamell wird sehr heiß!!) und erst dann in Stücke schneiden. Mit noch ein wenig Flor de Sal bestreuen.

 

 

* Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

 

Porridge

Ich liebe Porridge, besonders im Winter!

Da wir oft um halb 6 am Morgen aufstehen müssen, womit ich immer noch heftige Probleme habe (und wenn mir nochmal jemand mit „man gewöhnt sich daran“ kommt, fang ich an zu schreien – nach 5 Jahren immer noch keine Gewöhnungsphase!!), ist das Frühstück gerade im Winter, wo es noch stockdunkel ist, ein gewisses Problem. Zwar brauche ich morgens was zu essen, weil mein Kreislauf sonst nicht mitmacht, aber viel Zeit ist definitiv nicht drin. Porridge war früher ideal; besonders der original englische. Der ist von der Körnung her irgendwie anders als unsere üblichen Haferflocken – in nur 2min ist der köstliche Brei fertig.

Was aber, wenn man die Kohlenhydrate reduzieren und nicht täglich eine ordentliche Haferflocken-Portion zu sich nehmen will?

Die Lösung lautet: Low Carb-Porridge bzw. Eier-Porridge!

Jetzt, wo es am Morgen wieder kalt und dunkel ist, sind wir die allergrößten Fans davon. 🙂

2 Portionen:

  • 2 Eier M oder L
  • 130ml Vollmilch
  • 70ml Wasser
  • 3 gestr. EL Haferkleie
  • 2 gestr. EL Erythrit
  • 1 Prise Salz
  • etwas Zimt zum Bestreuen

Alle Zutaten in einem Topf mit dem Schneebesen verrühren.

Erhitzen und dabei stehen bleiben, sodass nichts anbrennt. Immer wieder umrühren.

In ca. 2-3min dickt die Masse dank der Eier an (man kann sich das erst gar nicht vorstellen bei der suppenartigen Konsistenz – ist aber so).

In Schüsselchen füllen und mit etwas Zimt bestreuen.

Ein schnelles, schönes, warmes Frühstück, das lange satt hält. 🙂

Low-Carb-Porridge_01