Spargel in Orangen-Ingwer-Sauce mit Kichererbsen-Kokos-Talern

Ich habe unlängst den schönen Blog homesteadnotes von Marlies für mich entdeckt. Marlies präsentiert u.a. vegane Rezepte, und eines davon haben wir vorgestern nachgekocht. Es war ganz einfach fantastisch!

Die Taler aus Kichererbsen-Polenta habe ich ein wenig abgeändert. Sie bestehen nun nicht mehr aus 100% Kichererbsen-Mehl (obwohl das auch für Low Carb gerade noch so ginge), sondern zum Teil aus Kokosmehl und aus Flohsamenschalen. Außerdem habe ich noch Schwarzkümmel, Garam Masala, Sojasauce, frischen Ingwer und Koriander sowie eine Frühlingszwiebel genommen. Mah war das gut!

Übrigens empfiehlt es sich, gleich die doppelte Menge Polenta zuzubereiten, um sie schon am Vortag (denn für die Taler muss sie eine Nacht lang stehen) zu verschnabulieren. Wir haben sie übrigens in Mini-Muffin-Förmchen gefüllt und in eine Buddha Bowl gegeben. Das Foto davon folgt in den nächsten Tagen.

2 Portionen:

Am Vortag: Kichererbsen-Kokos-Polenta für 4 Portionen zubereiten:

  • 90g Kichererbsenmehl
  • 50g Kokosmehl
  • 10g Flohsamenschalen
  • 4 EL Sojasauce
  • ca. 750ml kräftige Gemüsesuppe (evtl. mehr)
  • Salz, Pfeffer, Garam Masala, türk. Schwarzkümmel
  • Erdnussöl

Für das Gemüse:

  • 500g grüner Spargel
  • 2 Karotten
  • 1 große Frühlingszwiebel
  • 2-3 -Bio-Orangen (je nach Größe)
  • frischer Ingwer, etwa 2cm groß
  • frischer Koriander zum Bestreuen
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl

Am Vortag die Polenta zubereiten. Dazu ca. 750ml kräftige Gemüsesuppe aufkochen (je nach Beschaffenheit der Mehle kann man auch mehr brauchen) und mit dem Schneebesen sorgfältig nach und nach die vermischten Mehle sowie die Gewürze unterrühren. Kräftig (über-)würzen, die Mehle verbrauchen viel davon! Kurz leicht köcheln lasssen.

Dann die halbe Masse in eine gefettete Auflaufform o.ä. (ich hab eine Brownie-Form genommen) geben und über Nacht kalt stellen. Anfangs ist die Masse breiig, jedoch zieht diese über Nacht an und wird schön kompakt wie normale Polenta.

Die andere Hälfte der Masse kann für ein aktuelles Essen verwendet werden, etwa pur, als Auflauf oder als im Mini-Muffinblech ausgebackene Polenta-Schüsselchen.

Am nächsten Tag den Spargel putzen (beim grünen nur die untersten Enden schälen), in ca. 5cm lange Stücke, die Frühlingszwiebel mit dem Grün in Ringe und die Karotten in Scheiben schneiden. Orangen auspressen und etwas Schale abreiben. Ingwer schälen und fein hacken.

Alles zusammen in einem Wok in Erdnussöl anbraten. Dann mit dem Orangensaft ablöschen, salzen, pfeffern, mit etwas Instant-Gemüsesuppe sowie der Orangenschale würzen und Deckel drauf geben. Ca. 5min mit Deckel dünsten (Spargel soll noch bissfest sein). Dann den Deckel wegnehmen und die Hitze erhöhen, bis der Orangensaft zu einer sirupartigen Sauce eindickt.

In der Zwischenzeit die Polenta-Taler mit einem angefeuchteten Glas ausstechen und in Erdnussöl ausbacken. Sie bräunen sehr schnell, also pro Seite braucht es nur wenige Minuten. Die noch rohen Teig-Taler mit Schwarzkümmel bestreuen und den so miteinbacken.

Vor dem Servieren noch mit frischem Koriander bestreuen.

Supergut, oder? Danke, liebe Marlies!

 

Und hier mal wieder ein paar Fotos aus dem Garten. Die ersten Tulpen und Traubenhyazinthen unserer Wildblumenwiese sind jetzt endlich aufgegangen – und auch einige wunderschöne Schachbrettblumen! Außerdem haben wir schon soo hohen Salat! Den hatten wir den ganzen Winter über mit Vlies abgedeckt und konnten auch während der Wintermonate Schnittsalat ernten, aber jetzt wächst er sich brav zu richtigen Häupteln aus (sogar ein Häuptel zwischen den Ritzen des Hochbeets hihi).

 

 

Bohnen-Bratlinge auf Salat

Gestern habe ich vom Puffbohnen-Püree geschrieben und davon, dass ich gerne die doppelte Portion Bohnen koche.

Aus der halben Menge Püree (mit Butter, Milch, Gewürzen abgeschmeckt wie im gestrigen Rezept) kann man tags darauf wunderbar kleine Bratlinge formen.

Selbstverständlich kann man auch gleich 200g (trocken gewogene) über Nacht eingeweichte Puffbohnen kochen, stampfen und mit Butter und Milch verrühren. Die halbe Masse lässt sich dann auch für zukünftige Bratlinge einfrieren.

2 Portionen (ca. 7-8 Bratlinge):

  • 1/2 Menge Puffbohnen-Püree vom Vortag, aus ca. 100g getrockneten Puffbohnen
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1 TL Cayenne-Pfeffer
  • 1 EL Senf
  • etwas Milch (Veganer können die ganz leicht ersetzen, z.B. durch Hafer- oder Mandelmilch; dann aber natürlich das Püree auch mit Öl und nicht mit Butter anrühren…)
  • Butter, Erdnussöl

Puffbohnen-Mus zieht nach, sodass es am nächsten Tag ziemlich fest ist. Etwas Milch ergänzen und die Sache wird gut formbar. Mit den gewürzen abschmecken und flache Bratlinge formen.

In einem Stielpfännchen (möglichst klein, sodass nicht so viel Fett gebraucht wird) Butter und Erdnussöl erhitzen und die Bratlinge darin ausbacken.

Dazu schmeckt eine große Portion Salat. Auf dem Bild sieht man außerdem ein paar schnell in Bärlauch-Pesto angebratene Champignons und einen lustigen Mozzarella-Zopf (Mozzarella Nodini), den ich in der Gourmet-Linie beim Diskonter kaufe.

P.S.: Lassen sich auch kalt gut mitnehmen!

Puffbohnen-Bratlinge