Nicecream – Veganes Bananeneis

Der letzte Streich für heute und wohl auch für die nächsten Tage, weil wir übers Wochenende weg sind: Nicecream! Ganz und gar nicht Low Carb, übrigens, aber Bananen gehören ab und zu m.M. zu einer guten Ernährung einfach dazu. Wichtig ist, zwischen komplexen und einfachen Kohlenhydraten zu unterscheiden. Bei Bananen geht der Fruchtzucker kontinuierlich ins Blut über und der Insulinspiegel schießt nicht rasant in die Höhe. Aufgrund der Ballaststoffe sättigen Bananen lange. Sie haben einen hohen Kaliumanteil (gut für Muskeln, Nerven, auch für die Verdauung), viel Magnesium (die meisten unter uns haben einen Mangel an Magnesium) und noch viele andere Vitamine und Mineralstoffe.

Nicecream ist keine Erfindung von mir, aber ich bin in letzter Zeit mehrmals über diese vegane Köstlichkeit gestolpert und wollte sie endlich ausprobieren. H-I-M-M-L-I-S-C-H!!

Zuletzt hab ich von Nicecream (oder: Nanaeis) in den Blogs von fitnessfood4u und foodsandeverything gelesen. Wer der erste Erfinder ist, lässt sich leider nicht mehr rekonstruieren, aber ich danke ihm (ihr?) und allen Göttern dafür, so kreativ gewesen zu sein, gefrorene Bananen zu pürieren. Das ist ab jetzt mit Abstand mein Lieblingseis. Schnell gemacht, gesund, unendlich variierbar – und Eismaschine braucht man auch keine! Jam jam jam!

2 Portionen:

  • 2 sehr reife Bananen
  • 2 geh. TL Erdnussmus (ich kaufe gern das mit Stückchen)
  • 1 guter Schuss Kokosmilch

Überreife Bananen in Scheiben schneiden und einfrieren. Komplett durchfrieren lassen (ich hatte meine über Nacht im Tiefkühler, aber so 3-4 Stunden müssten auch reichen…).

Gefrorene Scheibchen, Erdnussmus und Kokosmilch in einen hohes Mixgefäß geben und mit dem Zauberstab pürieren. Sofort genießen!

Tipp: Statt des sanften Erdnussgeschmacks ist natürlich auch alles andere möglich. Das nächste Mal probiere ich einen Teil Nicecream mit Kakao und einen Teil mit TK-Himbeeren zu machen. Wem es nicht wichtig ist, vegan zu bleiben, der kann auch statt der Kokosmilch Obers o.ä. nehmen.

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Zucchini-Käse-Waffeln

Ich präsentiere feierlich: Das Zucchini-Projekt! Jawoll!

Das hat auch üüüberhaupt nichts damit zu tun, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes kiloweise Zucchini ernten und kaum noch etwas Anderes essen, sondern entstammt einer ganz und gar zufällig meiner unglaublichen Kreativität geschuldeten Eingebung. 😉

Ich starte das Projekt mit einer Idee, die wir heute für unseren Sonntagsbrunch umgesetzt haben: Zucchini-Waffeln mit Banane und Käse. Immerhin gibt es Zucchinikuchen, warum dann nicht auch in Waffelform? Die Banane gibt gerade so viel Süße, dass ein sanft süß-herzhaftes Gesamtergebnis entsteht.

2 Portionen (ca. 5 Waffeln):

  • 1 kl. Zucchini (ca. 300-350g)
  • 1/2 sehr reife Banane (od. 1 kleine)
  • 4 EL Haferkleie
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Pkg. Topfen=Quark (bei Magertopfen noch 1 EL Öl mehr nehmen und gut fetten!)
  • 2 Eier
  • 70g+30g Gouda
  • 1+1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Zucchini reiben und in einer Schale mit 1 TL Salz bestreuen. Stehen lassen.

Banane zerquetschen, Gouda reiben.

Banane, Haferkleie, Nüsse, Öl, Topfen, Eier, 70g Gouda, 1 TL Salz und Backpulver mit der Küchenmaschine verrühren. 10min quellen lassen.

Zucchini gut ausdrücken (ich trinke das salzige Wasser gern…) und in die Masse rühren.

Im Waffeleisen ausbacken. Achtung, gut fetten, auch wenn es ein beschichtetes Waffeleisen ist. Am besten schmecken die Waffeln, wenn sie schon ziemlich braun und knusprig sind – dafür ggf. das voreingestellte Waffel-Programm 2x ablaufen lassen.

Die fertigen Waffeln am Teller mit dem restlichen Käse bestreuen.

Zucchini-Kaese-Waffeln_01

Zucchini-Kaese-Waffeln_02

Schoko-Bananen-Muffins

Gestern hatten wir mitten unter der Woche einen wahren Schlemmertag. 🙂 Das Wetter war aber auch so grauslich, dass es richtig gut tat, das Backrohr anzuwerfen und was Leckeres zu backen. Hoffentlich kommt der Frühling heute wieder zurück!

Mein Mann und ich sind ganz begeistert von den Schoko-Bananen-Muffins. Erythrit ist für mich die Low Carb-Entdeckung des Jahres (was sag ich da, des JahrTAUSENDS!). Hier gibt es ein paar Infos dazu. Lasst euch die Muffins schmecken!

10 Stück:

  • 100g Butter
  • 80g geriebene Mandeln
  • 20g Haferkleie
  • 40g Kakaopulver, stark entölt und ungezuckert
  • 30g stark kakaohaltige Edelbitterschokolade (gibt es z.B. mit 90% oder sogar 99% Kakao)
  • 4 Eier
  • 2 EL Magertopfen=Quark
  • 100g Erythrit
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 kl. Banane, möglichst reif
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Weinstein-Backpulver
  • 1 Msp. Guakernmehl

Butter im Stielpfännchen schmelzen, Kakaopulver, Nüsse, Haferkleie, Topfen, Erythrit, Stevia, Salz und Backpulver einrühren.

Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die Banane mit der Gabel zerdrücken und ebenfalls unterrühren.

Die Eier Stück für Stück unterschlagen.

Zum Schluss das Guakernmehl einrühren.

Die Bitterschokolade in Stückchen hacken und unterheben.

In zehn Muffin-Förmchen füllen. Bei 175°C Heißluft für 15min ins Backrohr geben, so haben die Muffins innen noch einen köstlichen weichen Kern und erinnern an Soufflés.

Vorm Genuss ganz auskühlen lassen. Nicht alle zehn auf einmal essen! 🙂

Schoko-Bananen-Muffins_01 Schoko-Bananen-Muffins_02

Pancakes – herzhaft oder süß

Ich liebe Pancakes zum Frühstück. Hier eine ganz einfache, köstliche Variante. Wir haben sie samstags süß und sonntags herzhaft ausprobiert. 🙂

4 Pancakes:

  • 1 Ei
  • 3 EL Magertopfen=Quark
  • 30g Haferkleie
  • 1 EL geriebene Nüsse
  • 1 Prise Salz (bei herzhaften etwas mehr Salz)
  • 1 EL Butter od. Butterschmalz

Weiters:

  • süß: 1/2 Msp. Stevia
  • süß: z.B. Beeren od. Bananenscheiben (in der Pfanne einbacken)
  • herzhaft: mehr Salz und 1 TL Basilikum o.ä.
  • herzhaft: z.B. ein paar Salamiwürfel (bereits im Teig anrühren) und/oder geriebener Käse (in der Pfanne einbacken oder bereits im Teig anrühren)

Alle Zutaten (bis auf die Butter) mit einer Gabel verrühren und ca. 10min quellen lassen (das hab ich bei den süßen am ersten Tag noch nicht gemacht – man sieht auf den Fotos den Unterschied, wenn man der Haferkleie 10min Zeit gibt, sich zu entfalten; die herzhaften Pancakes sind viel fluffiger).

Pfanne mit Butter einlassen und vier Kleckse hineinträufeln; ggf. glatt streichen. Mit weiteren Zutaten belegen (z.B. Beeren, Bananenscheiben, Käse) und auf mittelhoher Hitze ausbacken lassen. Nur 1x wenden.

Pancakes_01 Pancakes_02

Chia-Schichtpudding aus dem Glas

Frühstück für 2 Personen:

  • 3 EL Chia-Samen*
  • 100ml Hafermilch, Mandelmilch oder normale Milch
  • 100g TK-Beeren, z.B. Himbeeren
  • 1 Banane
  • 8 Mandeln
  • 1 EL Haferkleie
  • 2 EL Topfen=Quark
  • 2 EL Naturjoghurt
  • 2 Msp. Stevia

Am Vorabend die Chiasamen auf zwei Gläser aufteilen, 1 Msp. Stevia (auf 2 Gläser aufgeteilt) einrühren und mit Milch verrühren. In den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen die TK-Beeren kurz im Topf erhitzen. Macht nichts, wenn sie zerfallen (man könnte sie auch pürieren, aber dazu hab ich keine Lust). Etwas überkühlen lassen.

Die Haferkleie auf den nun entstandenen Chia-Pudding streuen. Sie hilft, die Schichten klar abzutrennen. Je die Hälfte der Beeren auf den Pudding geben.

Topfen und Joghurt mit 1 Msp. Stevia cremig rühren.

Die Hälfte der Banane in hauchdünne Scheiben schneiden, vorsichtig auf die Beeren legen. Die Topfenmasse aufschichten.

Die zweite Bananenhälfte in dicke Scheiben schneiden, die Mandeln grob hacken. Auf die Topfenmasse geben.

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

Chia-Schichtpudding_01 Chia-Schichtpudding_02

Soya Yoghurt Pomme Pomme m. Chia-Samen (Veganer Apfelkuchen)

Ein Yoghurt Pomme Pomme ist ein sehr einfacher und köstlicher Apfelkuchen aus dem amerikanischen Raum. Bei charsiubau von Bento-Mania (meiner virtuellen Heldin in puncto Bentos) habe ich die schöne Idee gelesen, einen veganen Yoghurt Pomme Pomme zu machen. Das Joghurt* ersetzt sie mit Soja-Joghurt, anstelle der Eier nimmt sie zerdrückte Banane. Das ist überhaupt ein guter Trick fürs vegane Kochen und Backen.

Ich habe den Yoghurt Pomme Pomme mit Low Carb-Zutaten abgewandelt und noch ein paar Chia-Samen° zugefügt. Sehr lecker, ich musste meinen Mann davon abhalten, den ganzen Kuchen auf einmal aufzuessen. 😀

Zutaten f. einen kleinen Kuchen (18cm-Springform):

  • 2 Äpfel (=ca. 300g)
  • 1 reife Banane (=ca. 100g)
  • 1/2 Zitrone, ausgepresst
  • 250g Soja-Joghurt (unbedingt aus heimischen Sojabohnen)
  • 4 EL Haferkleie
  • 2 EL Kokosmehl
  • 2 EL + 1 TL geriebene Mandeln
  • 1 EL Chia-Samen°
  • 1/2 TL Stevia
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Erdnussöl
  • 1 Prise Zimt
  • evtl. etwas Staubzucker

Die Banane (kann ruhig schon überreif sein) mit der Gabel zerdrücken und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Dann mit der Küchenmaschine mit Soja-Joghurt, Haferkleie, Kokosmehl, 2 EL Mandeln, Chia-Samen, Stevia, Salz und Backpulver verrühren. 10min quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen (ich trockne die Schalen übrigens gern für Apfelschalen-Tee in der Sonne) und in eher kleine Würfel schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln.

Eine kleine 18cm-Springform mit Erdnussöl fetten und mit 1 TL Mandeln ausstreuen. Die Teigmasse halbieren und in die Form streichen. Die Äpfel draufgeben. Dann die andere Teighälfte draufstreichen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Heißluft 30-35min backen. Kurz abkühlen lassen und mit etwas Zimt und evtl. auch Staubzucker bestreuen. Schmeckt warm aber auch aus dem Kühlschrank gut.

°Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

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*Ich weiß nicht mehr, wo es war, aber in irgendeinem Blog hab ich mal in der Kommentar-Funktion gelesen, dass sich eine bundesdeutsche Leserin etwas unfreundlich über die Neutrum-Artikelverwendung beim Joghurt gewundert hat. Das ist korrekte österreichische Grammatik. 😉