Gemüse-Enchiladas aus Mozzarellateig (+mit Speck+)

Mozzarellateig ist eine ziemlich coole Sache. Ich hab mittlerweile schon auf vielen Low Carb-Blogs gesehen, was man alles daraus machen kann: Die Palette reicht von herzhaft bis süß!

Enchiladas, die ich für mein Leben gerne esse (auch Full-Mega-High-Superduper-Carb), hab ich schon mehrmals gemacht, allerdings bisher mit einem anderen Teig. Einmal Enchiladas mit Zucchini-Tomaten-Salsa und Hendl, einmal Enchiladas (casi) tradicional. Diesmal habe ich eine vegetarische Variante für mich probiert. Mein Mann hat noch einige Speckwürfelchen in seine beiden Enchiladas gegeben, daher gebe ich das Gericht auch zur Kategorie Veg+.

2 Portionen:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmelpulver
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 1 roter Paprika
  • 1 Handvoll Mais
  • 1 Handvoll Radieschenblätter, Spinat oder Mangold
  • 2 Tomaten
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmelpulver
  • fakulatativ: 1 kl. handvoll Speckwürferl
  • je 1 geh. EL Radieschenblätter-Pesto pro Enchilada (alternativ: Pesto Genovese)
  • 100g Gouda
  • Erdnussöl, Salz, Pfeffer

Außerdem:

  • 1 Avocado
  • etwas Zitronensaft
  • frischer Koriander

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller). 15min backen.

Für die Fülle in der Zwischenzeit die fein gehackte Zwiebel, Knoblauch und Chili in Erdnussöl anbraten.

Den klein gehackten Paprika und den Mais dazu geben und einige Zeit dünsten lassen.

Das grob gehackte Grünzeug (Radieschenblätter, Spinat oder Mangold) zugeben, kräftig würzen und weiterdünsten.

Gegen Ende noch die klein gehackten Tomaten und die fein gehackten Stiele vom Koriandergrün zugeben.

Eine Form fetten.

Wenn die Backzeit der Enchilada-Fladen fertig ist, heißt es schnell sein: Jede Platte einzeln und flott flott vom Blech nehmen, sofort zu befüllbaren Formen zusammenklappen und mit der Öffnung nach oben in die Form stellen. Wenn man zu lange mit dem Biegen wartet, wird der Teig hart und bricht!

Nun hat man wieder Zeit: Je 1 EL Pesto in die Formen geben, mit dem angebratenen Gemüse auffüllen.Ggf. die Speckwürferl auf die Enchiladas verteilen.

Den Gouda drüberreiben und das Ganze nochmal für 20-25min  ins Backrohr geben.

Vor dem Servieren die Avocado fächerförmig aufschneiden, gleich mit Zitronensaft beträufeln (damit sie nicht braun wird) und zu den mit Korianderblättchen bestreuten Enchiladas servieren.

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Blumi-Paella

Ein Blumisotto ist Risotto aus geschreddertem Karfiol=Blumenkohl; eine Blumi-Paella eine entsprechende spanische Variation davon (ich verwende hier gerne den bundesdeutschen Ausdruck, weil „Karfisotto“ oder „Karfi-Paella“ nicht so hübsch klingen…).

Dieses Rezept ist übrigens auch wunderbar geeignet für Veganer, weil nur die Shrimps weggelassen werden müssen. Da ohnehin schon so viele andere leckere Gemüse-Zutaten vorkommen, fällt das nicht weiter auf. Um für Veganer den Eiweiß-Anteil ein wenig zu erhöhen, können noch etwas mehr Erbsen reingegeben werden.

Paella ist ja eigentlich die spanische Version eines Grillabends: Man isst sie nur gemeinsam mit vielen Leuten und außerdem im Freien. Der spanische Arbeitskollege meines Mannes findet es ein wenig seltsam, wenn wir Paella (ob mit Reis oder ohne – von Letzterem hab ich mich noch nicht erzählen getraut hihi) am heimischen Herd für uns zwei kochen. ABER es schmeckt halt einfach unbeschreiblich lecker, und das ist doch das Wichtigste, oder? 🙂 Obwohl… so eine richtig große, gesellige Runde… dann an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse unter Bäumen serviert… ach, ich glaub, das machen wir auch noch!

3 Portionen (4 mit Salat):

  • 1/2 geschredderter mittelgroßer Karfiol=Blumenkohl
  • 2 große Frühlingszwiebeln oder Lauchzwiebeln
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Chili
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten (entweder solche in Öl oder in Wasser eingeweichte)
  • 1 roter (Spitz-)Paprika
  • 1 hellgrüner (Spitz-)Paprika
  • 1 Handvoll Erbsen (TK-Ware)
  • 1 Handvoll Oliven
  • 4 Artischockenherzen aus dem Glas
  • 1/2-1 reife Avocado
  • 125g Party-Garnelen oder Mini-Shrimps aus nachhaltiger Fischerei
  • für die Optik: 2 exquisite Black Tiger-/King Prawn-Garnelen aus nachhaltiger Fischerei
  • 2 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 Bio-Zitrone
  • 0,2g Safran
  • etwas Paprikapulver
  • etwas Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Bio-Gemüsesuppen-Pulver
  • rotes Palmöl (gibt extra schöne Farbe) aus nachhaltigem Anbau

Den Karfiol grob mit der Küchenmaschine schreddern. Die andere Hälfte der Raspeln kann gut eingefroren werden.

Das Gemüse zerkleinern.

Zwiebel, Frühlingszwiebel, Chili und Knoblauch in rotem Palmöl in einer tiefen, möglichst gusseisenen Pfanne anschwitzen (ich hab den Wok benützt; der gusseiserne Schmortopf wär vielleicht noch besser gewesen). Dann die in grobe Stücke geschnittenen Paprika zugeben, scharf anbraten.

Wenn die Farbe stimmt, den Karfiol sowie die Erbsen, einen Teil der Oliven, die zerkleinerten getrockneten Tomaten, die Gewürze (nicht sparen!) und einen Schuss Wasser zugeben. 10-15min (mit Deckel) dünsten und ab und zu umrühren.

Gegen Ende noch die Mini-Shrimps unterrühren und noch kurz warm werden lassen. Mit etwas Zitronensaft abschmecken.

Die zwei großen Garnelen salzen, pfeffern und in einem Pfännchen anbraten, bis sie rosa sind.

Die Avocado schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.

In der Pfanne anrichten. Dazu noch die Artischockenherzen, ein paar Oliven, die Avocado, ein paar Zitronenspalten sowie die King Prawns drapieren und mit einem Schöpfer direkt am Tisch servieren.

Dazu passt ein gutes Glas Wein! 🙂

Schmeckt übrigens aufgewärmt am nächsten Tag fast noch besser!

Blumi-Paella_03

 

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Tex Mex-Pangasius

2 Portionen:

Für den Fisch:

  • 1 großes Pangasiusfilet oder 2 kleine
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 2 TL Senf
  • ein wenig Gewürz nach Geschmack; ich hatte eine Mischung aus Korianderblättern, Lemongras, Pfeffer und Chili
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Butter

Für das Gemüse:

  • 1 roter Spitzpaprika
  • 4-8 Perlzwieberl oder Mini-Schalotten, je nach Größe
  • 2 Handvoll Fisolen=Grüne Bohnen (ich hatte noch eingefrorene von der letzten Sommerernte)
  • 1 kl. Handvoll Maiskörner (ich hatte noch eingefrorene von der letzten Sommerernte)
  • 1 Chili
  • Saft v. 1/4 Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen oder 1 TL Bärlauchpesto
  • 2-4 EL Obers=Sahne oder 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Butter

Für die Guacamole:

  • 1 reife Avocado
  • Saft v. 1/4 Zitrone
  • 2 gepresste Knoblauchzehen oder 1 TL Bärlauchpesto
  • 1/2-1 Bund Koriandergrün, grob  gehackt (die Stängel können klein gehackt zum Gemüse gegeben werden)
  • Salz, Pfeffer

 

Pangasius mindestens 30min mit Zitronensaft säuern.

Paprika in grobe Stücke schneiden, Fisolen ebenso. Chili (und ggf. Knoblauchzehen) fein hacken. Perlzwieberl entweder nur schälen oder, wenn sie größer sind, halbieren.

Das gesamte Gemüse scharf in etwas Erdnussöl anbraten. Mit Zitronensaft (und ggf. Bärlauchpesto) ablöschen, salzen und pfeffern, Deckel drauf und dünsten lassen. Erst gegen Ende der Garzeit das Obers oder Olivenöl darübergeben.

Die Avocado schälen und gemeinsam mit den restlichen Zutaten mit dem Erdäpfelstampfer=Kartoffelstampfer oder einer Gabel grob zerdrücken.

Pangasius salzen, pfeffern, würzen, mit ein wenig Senf bestreichen und in Fett braten. Ich nehme dafür am liebsten eine Mischung aus Erdnussöl und Butter. Nur einmal wenden, damit der Fisch nicht zerfällt!

Alles zusammen auf Tellern anrichten und evtl. mit Zitronenscheiben und Koriandergrün dekoriert servieren.

TexMex-Pangasius

Regenbogen-Schichtsalat

Ein leckerer veganer Snack. Wer gerne herzhaft frühstückt, wird damit viele Stunden satt. Ansonsten ein gutes Abendessen, evtl. mit einem Stück Low Carb-Brot oder pur.

Auf meinen Fotos sind die Zutaten noch nicht ganz nach den Regenbogenfarben (Spektralfarben) angeordnet. Diese Idee ist mir erst danach gekommen; aber zukünftige Köche können sich daran orientieren:

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2 Portionen:

  • 1 gekochte Rote Rübe=Rote Bete (Alternative für die warme Jahreszeit: lila Paprika oder lila Cocktailtomaten)
  • 1 Avocado
  • 4 geh. EL gehackter Koriander (alternativ Petersilie)
  • 4 geh. EL Mais (nicht richtig Low Carb; alternativ gelber Paprika)
  • 200g Hummus (selbst gemacht oder gekauft)
  • 4 geh. EL gehackte Mandeln
  • 1 EL Pul Biber (türk. Flockenpaprika) + 1 EL normales Paprikapulver, gemischt
  • 2 EL Zitronensaft
  • ein paar Spritzer Tabasco
  • Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel-Pulver
  • Olivenöl

Hummus nach Rezept zubereiten oder fertig gekauften nehmen (darauf achten, dass keine seltsamen Zusatzstoffe und kein billiges Fett verwendet werden).

Rote Rüben kochen (ich mache das am liebsten im Kelomat=Schnellkochtopf: 15min auf dem zweiten Ring, dann Herdplatte ausschalten und so lange stehen lassen, bis der Dampf von alleine abgekühlt ist und man den Topf ohne Zischen öffnen kann, also etwa 10min). Abkühlen lassen und in 1cm-Würfel schneiden. Salzen und pfeffern. (Schnelle Alternative: eine eingeschweißte, gekochte Rübe kaufen und würfeln.)

Avocadofleisch mit dem Zitronensaft, dem Tabasco, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel pürieren.

Jetzt geht’s an’s Schichten; ggf. Regenbogenfarben beachten:

  • Lila/Blau: Rote Rüben-Würfel oder Würfelchen von lila Paprika/Tomaten
  • Gehackte Mandeln (als Trennschicht, damit die Avocado nicht rot wird)
  • Grün: Guacamole sowie Korianderblätter
  • Gelb: Mais oder Würfelchen von gelbem Paprika
  • Beige (statt Orange): Hummus
  • Rot: Pul Biber und Paprikapulver
  • Abschließend: Olivenöl

Mehrere Stunden oder über Nacht ziehen lassen.


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Kunterbunte Futo-Maki

Low Carb-Sushi? Jaaa, das klappt ganz wunderbar! 😀

Ich kenne nun schon einige Varianten, z.B. mit Cottage Cheese=Hüttenkäse oder reiner Karfiol=Blumenkohl-Fülle. Diese hier haben wir nach unserem Geschmack perfektioniert. Der typische Sushi-Geschmack kommt eigentlich weniger vom Reis als vielmehr vom Sushi-Essig und den Nori-Blättern (Algenblättern zum Einrollen).

Futo-Maki ist übrigens eine Unterart von den bekannten Sushi-Rollen, den Maki (巻き寿司, dt. ‚Rollen-Sushi‘). Diese werden mit einer Bambusmatte (Makisu) gerollt – so ein Exemplar besitzen wir, aber ehrlich gesagt ginge es auch mit einem Geschirrtuch und Frischhaltefolie. Hoso-Maki sind die bekanntesten, das sind diese ganz kleinen, dünnen Röllchen mit meist nur einer Art von Fülle (z.B. Fisch oder Gurke). Futo-Maki werden aus einem ganzen Nori-Blatt gerollt und haben verschiedene Füllzutaten darin. California Rolls sind Futo-Maki, bei denen der Reis außen am Nori-Blatt angebracht und die in Sesam oder anderen körnigen Panaden gerollt werden.

Ich mache am liebsten Futo-Maki, weil ich die ganz kleinen Hoso-Maki erstens nicht richtig hinkriege und zweitens gerne viele verschiedene Füllungen in meine Röllchen stopfe. 🙂

 

2 Portionen:

  • 300g geschredderter Karfiol=Blumenkohl (=ca. 1/3 eines mittelgroßen Kopfes)
  • 4 geh. EL Frischkäse
  • 6 EL Reisessig
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Erythrit
  • ca. 6 halbe Nori-Blätter (oder 4 ganze)

Zum Füllen (vegetarisch):

  • Rote Rüben=Rote Bete, gekocht
  • (bunte) Karotten (wir hatten normale orange, lila ‚Urkarotten‘ und gelbe Rüben)
  • Avocado mit etwas Zitrone beträufelt
  • (Gold-)Kiwi
  • Gomashio-Furikake
  • Wasabi

Zum Füllen (Fisch):

  • Sockey-Wildlachs

Dazu serviert man:

  • eingelegten Ingwer
  • Sojasauce

 

Den Karfiol mit der Küchenmaschine mittelfein bis fein schreddern. 300g entsprechen ca. einem Drittel Karfiolkopf. (Meist schreddere ich den ganzen und friere die anderen beiden Drittel für weitere Rezepte ein, z.B. Blumisotto oder Karfiol-Calzoni). In wenig Salzwasser 5min kochen.

Den Karfiol soweit abkühlen lassen, dass man ihn angreifen kann, und dann mithilfe eines Geschirrtuches etwas ausdrücken.

Sämtliche Würzzutaten sowie den Frischkäse einrühren und ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllzutaten vorbereiten und in Streifchen schneiden.

Eine Bambusmatte (oder ein Geschirrtuch) mit Frischhaltefolie belegen, dann ein Noriblatt auflegen. Zwei EL der Karfiolpaste daraufstreichen (geht am besten mit einem nassen Löffel) und die Füllstreifchen auflegen. Ich gebe dann noch gerne Wasabi und Gomashio darauf. Das oberste Ende des Noriblattes mit etwas Wasser befeuchten und dann mithilfe der Matte die Röllchen formen.

So weitermachen bis alle Röllchen verarbeitet sind. Dann mit einem nassen Messer Maki abschneiden.

Serviert werden die Maki mit Ingwer und Sojasauce.

Ofengemüse mit fruchtiger Avocado-Creme

Ich bin ein „VIB“ (Very Important Blogger) beim Spiceblog der Firma Spiceworld, seit ich mit meinem Pisto Manchego auf Spaghettikürbis bei einem Gewinnspiel mitgemacht habe. Und letzte Woche habe ich überraschend ein liebes Weihnachtsgeschenk bekommen: Zwei Gewürzdosen, eine mit dem Gewürz Veggi (World of Asia) und eines mit Fish & Chicken (World of Asia). Das musste doch natürlich gleich ausprobiert werden! 🙂 Danke, liebes Spiceworld-Team, ich hab mich wirklich gefreut!

V-I-B

2 Portionen:

1 Blech voll in Wedges-Form geschnittenes Gemüse. Da jedes Gemüse ein anderes Gewicht vorzuweisen hat, gebe ich hier keine Gewichtszahlen an. Das Auge kann ohnehin am besten einschätzen, wieviel man zu zweit verdrücken möchte. Genommen habe ich jedenfalls:

  • Butternut-Kürbis
  • Pastinaken
  • Kohlrabi
  • Süßkartoffeln (nicht Low Carb)
  • Blaue Erdäpfel=Kartoffeln (nicht Low Carb, dafür aus eigener Ernte)

Gewürze:

Für den Dip:

  • 1 Avocado
  • 1 kl. Apfel (schälen, wenn ein Stabmixer verwendet wird; ungeschält, wenn ein guter Blender verwendet wird)
  • Saft v. 1/2 Orange (wer es nicht so fruchtig mag, nimmt den Saft einer halben Zitrone)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL helles Mandelmus
  • Salz, Pfeffer, Tabasco

Weiters:

  • 1 Handvoll frisch gekeimte Radieschensprossen

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Das Gemüse putzen und in Wedges-Form schneiden. Gemeinsam mit den Gewürzen in eine Schüssel mit Deckel geben und ordentlich schütteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 45min backen (nach der Halbzeit einmal wenden).

Für den Dip einfach alle Zutaten fein pürieren.

Vor dem Servieren mit den Radieschensprossen bestreuen.

Tipp: Man kann super die doppelte Menge Gemüse schneiden, würzen und dann für gesundes Fast Food einfach einfrieren!

Tex Mex-Zucchinipizza oder Kürbispizza

Ich habe bereits bei meinem Rezept für Zucchini-Nudeln mit Kakisauce darüber geschrieben, dass wir noch ein letzte Monsterzucchini zu verarbeiten hatten. Das Fleisch eines solchen Riesenkalibers verwandelt sich eher in festes Kürbisfleisch, deshalb ist dieser Low Carb-Pizzaboden genauso gut mit Kürbis machbar. Wer eine normale, weichfleischige Zucchini nimmt, muss diese erst auf dem üblichen Wege entwässern (d.h. salzen, 15min stehen lassen, ausdrücken).

Der Pizzaboden ist eher gemüsig-weich, so wie z.B. auch der meiner Tofu-Pizza oder wie man es auch von Erdäpfelteig-Pizzas kennt. Wer lieber knusprigen Boden für die Tex Mex-Pizza bevorzugt, kann auf den Teig meines Low Carb-Flammkuchen-Rezepts zurückgreifen.

1 Blech:

Für den Boden:

  • 375g Zucchini- oder Kürbisfleisch, geraspelt
  • 3 Eier M
  • 40g geschrotete Goldleinsamen
  • 40g geriebene Mandeln
  • 40g Flohsamenschalen
  • 75g Cheddar, gerieben
  • 1 Msp. Guakernmehl
  • 1 EL Oregano
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1/2 gestr. TL Weinstein-Backpulver

Für den Tex Mex-Belag:

  • 4 geh. EL Tomatenmark aus der Tube + 2 geh. EL BBQ-Ketchup + 4 EL Wasser oder Einlegewasser von Jalapeños/Pfefferonis, vermischt und gesalzen
  • 50g Speckwürferl (muss natürlich nicht sein; ich ergänze daher den Tag „Vegetarisch„)
  • 100g Mais
  • 1 kl. Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • Grüne Jalapeño-Sauce (alternativ Tabasco)
  • 50g Cheddar, gerieben
  • Oregano, getrocknet
  • ggf. Koriander, frisch

Für die Guacamole:

  • 1 Avocado
  • 2 Knoblauchzehen
  • Zitronensaft
  • Grüne Jalapeño-Sauce (alternativ Tabasco)
  • Salz, Pfeffer
  • ggf. Koriander, frisch

Wenn junge, frische Zucchini verwendet wird, diese nach dem Raspeln salzen, 15min stehen lassen und gut ausdrücken. Große Superzucchini oder Kürbis müssen nicht auf diese Weise vorbereitet werden, sondern können nach dem Raspeln gleich verwendet werden.

Alle Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine verarbeiten. 15min quellen lassen.

Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und 15min im auf 175°C Heißluft vorgeheizten Rohr backen.

Nach 15min den ganzen Boden umdrehen. Das geht ziemlich leicht; man muss nur ein zweites Backpapier zur Hilfe nehmen. Nochmal 15min von der anderen Seite vorbacken.

In der Zwischenzeit den Belag richten. Die Tomatensauce soll nicht zu viel und zu flüssig sein, sonst weicht sie den Boden auf. Es geht nur um den Geschmack.

Den fertig vorgebackenen Boden mit Tomatensauce bestreichen und mit den restlichen Zutaten belegen. Jalapeño-Sauce großzügig darauf verteilen. Speckwürfel auf den geriebenen Käse (also ganz obenauf) legen, so werden sie am besten.

Noch ein letztes Mal für 15min ab ins Backrohr.

In der Zwischenzeit die Guacamole herrichten. Dafür einfach alle genannten Zutaten miteinander pürieren und abschmecken.

Die fertige Pizza mit etwas Guacamole beklecksen.

Zupfbrötchen mit Tomatenbutter, Feta und Oliven – dazu Fisolensalat

Ja, was wäre die Welt ohne den tollen Happy Carb-Blog von Betti. 🙂 Ich hatte vorher noch nie von „Zupfbrot“ gehört, einem in Deutschland offenbar sehr beliebten Partybrot (in Österreich kenne ich das Pendant des „Jägerweckens“, das allerdings nicht gebacken wird).

Zu gerne hätte ich Bettis Originalrezept ausprobiert, allerdings musste ich dringend Tomaten und Fisolen verarbeiten, bevor ich für ein paar Tage beruflich weggefahren bin. So bin ich dann auf folgende Rezeptidee (die eher was für die Low Carb High Fat-Anhänger ist) gekommen:

2 Portionen:

Am besten zuerst den Fisolensalat zubereiten, denn für den braucht man auch den Kelomat=Schnellkochtopf und der wird besser, je länger er durchzieht.

Für den Fisolensalat:

  • 250g frische Fisolen=Grüne Bohnen
  • ½ Paprika
  • 1 Avocado
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • Saft v. ½ Zitrone
  • 1 TL Erythrit
  • je ½ Handvoll Basilikum, Oregano und Ysop (frisch)
  • Salz, Pfeffer
  • ein paar Cocktail-Tomaten zur Deko

Fisolen in 3cm lange Stücke schneiden, in den Kelomat=Schnellkochtopf geben und einmal bis zum zweiten Ring aufkochen lassen. Das dauert keine 5min – aufpassen, damit nichts zerkocht! Danach sofort Dampf ablassen (hehe) und Wasser abgießen.

Zwiebel und Paprika fein hacken, Knoblauch pressen, Kräuter fein hacken.

Alle Zutaten für die Marinade mit Schalotte und Kräutern verrühren. Gemüse (bis auf die Avocado) mit Marinade übergießen und ziehen lassen.

Vor dem Servieren die Avocado würfeln oder zerdrücken, unterheben und den Salat mit Tomaten dekorieren.

Mediterraner-Fisolensalat_01

Für die Tomatenbutter (Menge auch auf Reserve zum Einfrieren):

  • 500g Tomaten, möglichst überreife
  • 1,5 geh. TL Salz
  • 1 geh. TL Erythrit
  • 1 EL Balsamico-Essig, weißer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250g gesalze, zimmerwarme Joghurtbutter (oder selber salzen)
  • 2 EL gehacktes Basilikum
  • 1 Schalotte, fein gehackt

Tomaten, Salz, Essig und Erythrit 10min im Kelomat=Dampfkochtopf aufkochen lassen, bis sie zerspringen. Dann die Knoblauchzehe reingeben und mit dem Zauberstab pürieren (wer es ganz genau nimmt, muss die Masse durch ein Sieb streichen, ich finde das unnötig).

Deckel weggeben und auf höchster Stufe 30min einköcheln lassen, bis die Masse eindickt. Sie ist vorher wirklich sehr flüssig – das ist normal.

Weiche Butter und Tomatenmark mit dem Zauberstab schaumig schlagen. Zum Schluss noch das gehackte Basilikum und die Schalottenwürferl einrühren.

Etwas kalt stellen, sodass die Masse anzuckt. Sie soll sich jedoch noch aufstreichen lassen.

Man kann die restliche Tomatenbutter, die man nicht für die Zupfbrötchen braucht, wunderbar in kleinen Portiönchen (z.B. in Frischhaltefolie-Päckchen oder in Eiswürfel-Förmchen) einfrieren und dann als Grillbeilage oder Aufstrich auftauen. Ich habe einen großen Teil auch in die Butterdose der Joghurtbutter (zurück) eingefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Hält mind. einige Wochen.

Tomatenbutter_01 Tomatenbutter_02

Für die Zupfbrötchen:

  • 1 Pkg. Magertopfen
  • 1 Ei L
  • 25g Kokosmehl
  • 15g Kichererbsenmehl
  • 15g Flohsamenschalen
  • 25g Eiweißpulver, neutral
  • 15g geriebene Mandeln
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Salz
  • ½ Pkg. Feta, gewürfelt
  • 10 schwarze Oliven, entkernt und in Stücke geschnitten
  • ein paar Basilikumblättchen zum Garnieren

Alle Zutaten für den Teig (also bis auf Feta, Oliven und Deko) mit der Küchenmaschine verrühren und 10min quellen lassen.

Das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zu 2 großen Brötchen formen. Für 35min backen und auskühlen lassen.

Wenn die Broterl ausgekühlt sind, rasterartig bis 1cm über dem Boden einschneiden. Es sollen Würfel bzw. füllbare Taschen dazwischen entstehen.

In die Schnitte die Tomatenbutter einstreichen, je einen kleinen Fetawürfel und ein Olivenstückchen reinstopfen. Zum Schluss mit den Fingern noch etwas Feta über das ganze Brot bröseln.

Für 20min nochmal ins Backrohr geben und überbacken.

Vor dem Servieren mit Basilikumblättchen bestreuen.

 Zupfbroetchen_01 Zupfbroetchen_02

Dieses Essen war wirklich ganz arg lecker. Sicher etwas mehr Arbeit, aber ich habe immerhin einige Dinge auf Vorrat mitkochen können:

  • die Tomatenbutter reichte für mehrere Wochen und wurde auch noch eingefroren
  • die Brötchen-Menge habe ich verdoppelt und aus der anderen Hälfte Semmeln für den nächsten Morgen gemacht

Tipp: Wenn man keine Lust oder Zeit hat, selbst Tomatenmark zu kochen, kann man auch einfach zeitsparend fertiges aus der Tube in die weiche Butter rühren.

Leider heute noch einmal schlechte Fotos mit der alten Notfall-Tablet-Kamera (ich habe die Brötchen gekocht, bevor ich mir eine neue Kamera zugelegt habe):

Mediterranes_Zupfbroetchen_Tomatenbutter_01

Avocado-Schokomousse

Jamjamjamjamjam!! Dieses vegane Schokomousse („Schokomus“ wäre nicht zutreffend bei dieser Cremigkeit hihi) will ich schon ewig ausprobieren. Aber entweder hatte ich keine Avocados daheim oder ich hab es vergessen. Wir sind so begeistert davon, dass uns das jetzt aber nicht wieder passieren wird. Die cremige Konsistenz ist umwerfend – da können sich die gekauften „Paradiescremen“ dieser Welt verstecken, jawoll!!

Es gibt übrigens tausend verschiedene Variationen des Avocado-Schokomousses im Internet. Mal nur pur mit Avocado und Kakao/Zartbitterschokolade, mal mit Nussmus, mal mit Nüssen, mal mit Ahornsirup… wir haben uns für diese Variante entschieden, weil sie einfach bombastisch ist. Es geht natürlich auch einfacher.

Avocados sind supertoll. Sie schmecken wunderbar, das ist Punkt römisch I für mich. Danach folgt:

  • Avocados können den Cholesterinspiegel senken (gerade bei uns Low Carblern wichtig mit unserer stark Ei-bezogenen Ernährung, auch wenn eine direkte Verbindung von Ei-Cholesterin längst als überholt gilt),
  • sie schützen damit gleichzeitig vor Herzkrankheiten (alle Blutwerte, die mit Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden können, werden beim Verzehr von Avocados verbessert),
  • sie können das Krebsrisiko senken und Krebszellen abtöten (helfen gegen mehrere Krebsarten, z.B. gegen Krebs im Mundraum, gegen Blutkrebs oder gegen Prostatakrebs),
  • sie enthalten sehr viele Ballaststoffe (100g Avocado enthalten 7g unverdauliche Fasern); d.h. sind gut für die Verdauung und sättigen lange,
  • sie haben sehr wenig Kohlenhydrate (netto, also ohne die unverdaulichen Ballaststoffe, zwischen 0,4g und 1,8g je nach Sorte – die Sorte „Hass“ hat mehr als die grüne „Fuerte„, aber ist trotzdem absolut LC-verträglich); außerdem sind diese KH den komplexen Kohlenhydraten zuzurechnen, was u.a. bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel nicht schnell in die Höhe schießen lassen,
  • sie haben viele Vitamine (A, B1, B2, B3, B5, B6, C, K und E) sowie Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalzium, Eisen, Mangan, Kupfer, Kalium, Magnesium, Zink und Phosphor),
  • sie enthalten Lutein, einen Pflanzenstoff, der die Entstehung mancher Augenkrankheiten verhindern (oder, wenn bereits ausgebrochen, vermindern) kann,
  • sie haben zwar einen hohen Fettanteil, doch es handelt sich um „gutes“ Fett (einfach ungesättigte Fettsäuren und Oleinsäure), das wichtig für unseren Körper ist.

Unfassbar, was die Avocado alles kann, oder?

Avocados reifen am Baum eigentlich kaum aus. In der Natur fallen sie hart und unreif auf den Boden und reifen dort nach. Für den Verkauf ist diese Methode nicht geeignet, weil sie beim Aufprallen häufig Beschädigungen bekommen, die die lange Reise in europäische Supermärkte unverträglich machen. Deshalb werden Avocados unreif gepflückt und zu uns verschifft. Am liebsten kaufe ich die „Iss Reif!“-Avocados, die es beim H*-Discounter gibt. Sie sind schon schön reif und weich; brauchen maximal noch 1-2 Tage. Sie sind also gezielt zur Reife gebracht worden und wurden sinnvoll gelagert. Wenn man nur harte Avocados bekommt, funktioniert es am besten, sie (idealerweise gemeinsam mit einem Apfel) in Zeitungspapier einzuwickeln und bei Zimmertemperatur liegen zu lassen. Das Ethylen („Reifegas“) des Apfels hilft, den Reifeprozess zu beschleunigen. In ca. 1 Woche müssten derart gelagerte Avocados schön reif sein. Aber NIE in den Kühlschrank damit, das fördert ungenießbare braune Stellen!

So, nun aber genug des Lobs. Hier zeige ich euch ein fantastisches Schokomousse!

2 Portionen:

  • 2 reife Avocados
  • 3 geh. EL Erythrit, mit dem Mörser zu „Staubxucker“ zerstoßen
  • 3 geh. EL entöltes Bio-Kakaopulver
  • 1 geh. EL Mandelmus oder anderes Nussmus
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Msp. Garam Masala

Alles pürieren. Fertig!

Damit das Rezept nicht ganz so schnell endet, hier ein Tipp: Am besten noch mind. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, dann intensivieren sich die Aromen noch.

Avocado-Schokomousse_01 Avocado-Schokomousse_02

Enchiladas (casi) tradicional

Zu Deutsch: (fast) klassische Enchiladas! 🙂

Ich hab schon mal Low Carb-Enchiladas mit Zucchini-Salsa und Hendl gemacht. Genauso wie damals ist die Grundidee für ein solches Enchilada-Rezept der lieben Betti von Happy Carb zu verdanken. Hier also eine Variante, die ziemlich konventionell daher kommt. Mit Guacamole! Jammi! 🙂

2 Portionen:

  • 150g Magertopfen=Quark
  • 3 Eier M
  • 50g Cheddar, gerieben
  • 2 EL Flohsamenschalen
  • 1 EL Kichererbsenmehl
  • 1/2 TL Koriandersamen, gerieben
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 TL Salz
  • 200g gemischtes Faschiertes=Hackfleisch
  • 1 Kohlrabi
  • 1 kl. Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Cocktailtomaten
  • 2 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 30g Cheddar, gerieben
  • 1 Chili
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • ordentlich Koriandergrün und Oregano (auch zum Bestreuen)
  • 1 Avocado
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Tabasco, Koriandergrün

Die Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine verrühren und 10min quellen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die sehr flüssige Masse so dünn wie möglich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verstreichen und dann für 15min backen. In 4 gleich große Stücke schneiden.

In der Zwischenzeit Zwiebel, Knoblauch, Chili und Kohlrabi möglichst fein würfeln. In Erdnussöl anbraten, Faschiertes zugeben und gut durchbraten. Dann geviertelte Tomaten und Tomatenmark zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kräuter fein hacken und dazugeben. Unbedingt noch Koriander aufheben!

Die abgekühlten Teigplatten in eine gebutterte Auflaufform stellen, je mit einem Viertel der Fleischmasse füllen und mit geriebenem Cheddar bestreuen.

Enchiladas für 25min im Rohr backen.

In der Zwischenzeit die Guacamole zubereiten: Dafür die Avocado mit der Zitrone und den Gewürzen mit dem Zauberstab pürieren.

Guacamole zu den mit Koriander bestreuten Enchiladas reichen.

Hier die Fotos, für die ich mich entschuldige, weil ich zur Zeit keine ordentliche Kamera zur Verfügung hab:

Enchiladas-tradicional_01 Enchiladas-tradicional_02 Enchiladas-tradicional_03

Enchiladas-tradicional_04 Enchiladas-tradicional_05