Buddha Bowl mit Apfel-Linsen-Gemüse, glasierten Zwiebeln und Kräuterseitlingen

… und noch ganz viel mehr (aber das passt nicht in die Überschrift). 😀

Buddha Bowls sind einfach toll, weil man in ihnen eine rieeesen Portion Gesundes verarbeiten kann. Frisch, eingelegt, gebraten, mariniert, roh – diese bunte Mischung an Farben, Geschmäckern und Konsistenzen macht die Vielfalt der Schüsseln aus.

Die Kräuterseitlinge sind ausnahmsweise mal nicht selbst gesammelt, sondern von einem Bio-Anbieter vom Marchfeld gekauft, der seine Produkte auch bei den Rewe-Betrieben im Regal liegen hat. Ich find es ja toll, dass es langsam auch außergewöhnliche Schwammerl den Weg in die Supermärkte finden, und dann auch noch in Bio-Qualität! Wo, wenn nicht bei Pilzen, die ja wirklich JEDEN Müll tief in ihren Zellen speichern, wäre Bio notwendiger (außer bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs, versteht sich)?

Das Apfelgemüse (mal mit, mal ohne Linsen) mache ich ganz gerne als Beilage. Rosmarin passt übrigens auch gut dazu. Wir haben von meinen Schwiegereltern einen riesigen Korb Lageräpfel bekommen, die dringend weg mussten. Melde gehohrsam: Auftrag erfüllt, habe alle Äpfel in Smoothies, Snacks, Süßem und Herzhaftem verwertet und nur zwei sind faulig geworden (über die haben sich dann aber die Vögel gefreut)! Bitte gerne im Juli wieder dasselbe Spiel mit den Klaräpfeln, ich freu mich schon sehr! 🙂

2 Portionen:

  • 2-4 große Kräuterseitlinge
  • 1 kl. Zucchini
  • 2 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 2 Handvoll Salatblätter
  • Sesam
  • Basilikum-Blättchen
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Erdnussöl

Für die glasierten Zwiebeln:

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 geh. EL Erythrit
  • 4 EL Balsamico-Essig oder Rotwein-Essig
  • 1 TL Thymian-Blättchen
  • 1 EL Butter (bei veganer Variante Kokosöl oder rotes Palmöl; jedenfalls etwas mit „Körper“)

Für das Apfel-Linsen-Gemüse:

  • 50g gelbe Linsen
  • 2 große, säuerliche Äpfel
  • 1 gelbe Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL heller Essig
  • 1 guter Schuss Obers oder Crème fraîche oder Sauerrahm (muss aber nicht unbedingt sein für die vegane Variante)
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Erdnussöl

Die gelben Linsen waschen und in etwa 12min weich kochen.

Das Backrohr auf 50°C aufheizen und da drin anschließend die jeweiligen Bestandteile der Buddha Bowl warm halten.

Die rote Zwiebel in Ringe schneiden und in Butter anbraten. Mit Erythrit bestäuben und mit Essig ablöschen. Würzen. Eindicken lassen. Warm stellen.

Die Tomaten kurz scharf anbraten. Salzen und pfeffern. Warm stellen.

Die gelbe Zwiebel würfeln, die Knoblauchzehen hacken, die Äpfel in Würfel schneiden. Alles zusammen in der Tomaten-Pfanne anbraten, gekochte Linsen zugeben, mit dem Obers ablöschen und vom Herd nehmen. Warm stellen.

Die Seitlinge halbieren, die Zucchini in Scheiben schneiden. Beides salzen, pfeffern, mit Zitronensaft beträufeln und scharf in einer (Grill-)Pfanne in Erdnussöl anbraten, bis sie schöne Streifen haben.

Nun alle Zutaten, auch die rohen (Salat, Kräuter), schön in Schüsseln schichten und zum Schluss mit Sesam bestreuen.

BuddhaBowl_Kraeuterseitlinge_01

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Gefüllte Paprika mit Käferbohnen-Champignons-Fülle

Ich liebe gefülltes Gemüse einfach! Dicke, kugelrunde Paprika sind natürlich optimal geeignet, aber ich fülle auch gerne Zucchini, Gurken oder Zwiebeln. Am liebsten mag ich die roten Paprika, die sind nach dem Garen auch ein wenig süß, aber man kann auch gut grüne oder gelbe nehmen. Die roten passen so wunderbar zur leicht süßlichen Bohnen-Apfel-Fülle!

Käferbohnen nennt man in Österreich (insbes. in der Steiermark) übrigens die Bohnenkerne der Feuerbohnen. Hier hab ich schon mal über die Ernte der bunten Schätze geschrieben.

Wir waren grade ein paar Tage in der Steiermark urlauben und ich hab jeden Tag zu irgendeiner Mahlzeit (Jause, Hauptspeise, Beilage…) Käferbohnensalat mit Kernöl gegessen. Das ist vielleicht ein bisschen wahnsinnig, aber ich liebe die Steirischen Käferbohnen sooo! Und so groß und dick wie dort werden sie in unserem Klima einfach nicht. Die Südsteirer sind ja wirklich Kinder der Sonne, da können wir hier im Salzburger Land nicht mithalten. Egal, so gibt es auch immer wieder einen Grund, in die Südsteirische Weinstraße zu fahren (muss ich erwähnen, dass wir unseren Kofferraum voll mit köstlichen Weinen beladen haben?)! 🙂

 

2 Portionen:

  • 3 sehr große oder 4 normalgroße rote Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebel oder Lauchzwiebel
  • 1 Chili
  • 1 kl. säuerlicher Apfel
  • 200g Champignons
  • 1 Dose Käferbohnen (400g) (alternativ, wenn keine Käferbohnen verfügbar, Kidneybohnen)
  • 50g gemischte Nüsse & Kerne (ich hatte Walnüsse, Sonnenblumenkerne und Mandeln)
  • 4 geh. EL (Kräuter-)Frischkäse oder Crème frâiche oder Sauerrahm
  • 4 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Balsamico-Essig oder Balsamico-Essigsenf
  • 50g Gouda, gerieben oder grob gehackt
  • frischer Estragon
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl

Paprika längs halbieren und die Kerne entfernen. Innen etwas salzen.

Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken und in Öl anbraten.

Frühlingszwiebel (mit Grün) in Ringe schneiden, Apfel (mit Schale) sowie Champignons in möglichst kleine Würferl. Zugeben und dünsten lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Nüsse und Kerne mit der Nussreibe eher grob reiben. Unterrühren.

Frischkäse, Tomatenmark und Essig gemeinsam mit der Dose Bohnen unterrühren und noch kurz weiterdünsten lassen. Mit gehacktem Estragon, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Fülle in die Paprikaschiffchen geben und mit etwas Gouda bestreuen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder in eine Auflaufform geben und für 25-30min ab in den Ofen.

Dazu passt hervorragend grüner Salat mit Kernöl (wir hatten außerdem noch Radieschen und Estragon drin).

Rhabarber-Chiapudding

2 Portionen:

  • 4 EL Chia-Samen*
  • 150ml Kokosmilch
  • 3-4 Stangen Rhabarber
  • 1 Apfel
  • 1+4 geh. EL Erythrit
  • ein paar Melisse- oder Minze-Blättchen zum Dekorieren

Am Vorabend die Chiasamen auf zwei Gläser aufteilen, 1 EL Erythrit (auf zwei Gläser aufgeteilt) einrühren und mit Kokosmilch verrühren. Abdecken und in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen (oder später) den Rhabarber von den gröbsten Fasern befreien (einfach mit den Fingern nehmen und -zzzipp- abziehen) und in grobe Stücke schneiden.

Den Apfel schälen und ebenfalls in grobe Stücke schneiden.

Apfel und Rhabarber mit 4 EL Erythrit in einen Topf geben und erhitzen. Deckel drauf und so lange köcheln lassen, bis die Stücke zerfallen und zu Mus eingekocht sind. Man kann auch mit einem Erdäpfelstampfer nachhelfen.

Das warme Mus auf dem kalten Kokos-Chiapudding verteilen, mit Kräutern verzieren und sofort genießen.

 

*Chia-Samen gelten besonders wegen ihrer Omega-3 Fettsäuren und Ballaststoffe als “Superfood”. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist enorm (z.B. 7x so viel Vitamin C wie Orangen, 15x so viel Magnesium wie Brokkoli, 5x so viel Folsäure wie Spinat), ebenso die Verfügbarkeit von Antioxidantien und Aminosäuren.

 

Und hier noch zwei aktuelle Fotos von unserer frühlingshaften Blumenwiese:

Gefüllte rote Zwiebeln auf Sauerkraut

Schon vor Jahren, nämlich 2008, habe ich begonnen, Rezepte von Gerichten aufzuschreiben, die mein Mann (damals noch Freund) und ich in unserer kleinen Studentenwohnung gekocht und gerne gegessen haben. Schade fand ich jedoch immer, dass man in diesen handgeschriebenen Büchern keine Möglichkeit hat, die Speisen abzubilden und sich außerdem recht schwer tut mit dem Suchen. Ich habe zwar grob im Kopf, in welchem Kochbuch an welcher Stelle (vorne, mittig, hinten) die Rezepte aufgeschrieben wurden, die ich wieder kochen möchte, aber am Ende blättere ich dann doch immer ewig herum.

ales-Kochbuch

Da ist so ein Blog schon vieeel praktischer. Ich freue mich ja wirklich sehr, mittlerweile schon fast 100 dauerhafte Follower und hunderte spontane Klick-mal-drauf-Leser zu haben, aber ich nutze diesen Blog auch gerne nur für mich: zum Verwahren, Speichern, Suchen und Wiederfinden der Rezepte, die ich selbst unbedingt wieder kochen möchte. Da wir beim Essen sehr saisonal und flexibel sind, und gerne kochen, was der Kühlschrank bzw. der Garten gerade hergeben, variiert unser Speiseplan stark. Umso wichtiger, sich Dinge dauerhaft aufzuschreiben. Ich hoffe ja nur, dass WordPress auch irgendwann eine Möglichkeit zum Dauerhaften Sichern von Blogs auf einer lokalen Festplatte anbietet… denn sollte es diesen Anbieter auf einmal nicht mehr geben und er seinen Kunden auch keine Chance geben, die Blogs abzuspeichern, bin ich erledigt. 😉

Jetzt malen wir aber nicht den Teufel an die Wand, sondern schauen uns ein altes Rezept von 2008 an!

Gekocht haben wir es damals wie heute im Römertopf – das muss aber nicht sein, ein anderer dickwandiger, ofenfester Schmotopf mit Deckel tut’s auch!

2 Portionen:

  • 4 sehr große oder 6 mittelgroße rote Zwiebeln
  • 1 kl. Apfel
  • 1/2 kl. Sellerieknolle (oder mengenmäßig etwa gleichviel Pastinaken, Selleriewurzeln oder Petersilwurzeln)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 getrocknete Tomaten
  • 2 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 Pkg. Sauerkraut (500g)
  • 2 geh. EL Kümmel
  • 1 geh. EL Wacholderbeeren
  • Salz, Pfeffer, Bio-Gemüsesuppenpulver, Erdnussöl
  • nicht vegan: Butter (sonst alternativ ein wenig Kokosöl oder rotes Palmöl aus unbedenklicher Herkunft)

Falls die getrockneten Tomaten nicht in Öl eingelegt sind, diese zu Beginn des Kochprozesses in etwas Wasser einweichen.

Wenn ein Römertopf verwendet wird, diesen nun wässern.

Die Zwiebeln schälen, ein Käppchen abschneiden und die inneren Schichten der Zwiebeln so herausnehmen, dass noch ein stabiler Rand stehen bleibt.

Das Innere der Zwiebeln, den Apfel, den Sellerie und die Knoblauchzehen möglichst fein hacken und in Erdnussöl anbraten, bis alles schön zusammengefallen ist. Mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Suppenpulver und Essig abschmecken.

Die Zwiebeln mit der Masse füllen. Sollte es zu viel sein, kann der Rest mit dem Sauerkraut vermengt werden.

Das Sauerkraut gut ausdrücken (den Saft fange ich gerne auf und trinke ihn; wir finden das sehr lecker und gesund ist es auch). Dann mit Kümmel, Wacholderbeeren, den klein gehackten getrockneten Tomaten und ggf. dem Rest der Fülle vermengen und in den Schmortopf legen.

Mit Butterflöckchen oder Flöckchen vom Kokosöl/Palmöl belegen und den Deckel auf den Schmortopf setzen.

Wichtig: Wenn ein tönerner Römertopf und kein gusseisener, dichter Schmortopf verwendet wird, noch etwa 100ml Gemüsesuppe angießen. Der Römertopf lässt mehr Wasser verdampfen!

Der Römertopf kommt nun für 60min bei 175°C Heißluft in den nicht vorgeheizten Ofen! (Sonst springt er!)

Ein gusseisener Schmotopf kann bei 175°C Heißluft (vorgeheizt) schon nach 45min rausgenommen werden.

Sauerkraut-Bohnen-Auflauf

Endlich ein Gericht für meine neue, kleine, ofenfeste, mikrowellenfeste, tiefkühlfeste Auflaufform aus Glas (von der Marke Py*ex mit den handtaschengroßen Maßen 28 x 20 x 8 cm)!

Ich habe im Büro leider keine Möglichkeit, mir einen Auflauf warm zu machen, aber mein Mann kann sich das Essen bei sich in der Arbeit in der Mikrowelle wärmen. Wer eine solche Kochgelegenheit hat, sollte immer gleich ein bisschen mehr Auflauf für den nächsten Tag zubereiten und hat so ein leckeres Mittagessen. 🙂 Abgesehen davon kann diese Form (mit Deckel) auch ganz einfach in den Tiefkühler.

Das Gericht ist eine abgewandelte Version des Sauerkraut-Auflaufs von Herbert Walker aus dem Kochbuch „Bohnen, Erbsen, Linsen & Co. Vollwertige Rezepte mit Hülsenfrüchten“ aus dem pala-Verlag, den ich sehr schätze. Ich habe zahlreiche pala-Kochbücher von Herbert Walker. Sie bieten zumeist lecker-deftige vegetarische Rezepte, die kreativ mit der schwäbischen Küche spielen. Den Sauerkrautauflauf habe ich mit meiner Zucchini-Tomaten-Salsa sowie ein paar Gewürzen aufgepeppt und ohne Erdäpfel gemacht, wie sie im Originalrezept vorkommen.

3 Portionen:

  • 100g Adzukibohnen (oder andere Bohnen), Trockengewicht, über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht
  • 1 Pkg. Sauerkraut (500g)
  • 1 Apfel
  • 1 Chili
  • 6 geh. EL Zucchini-Tomaten-Salsa (alternativ 4 EL geraspelte/r Zucchini oder Kürbis + 4 EL Tomatenpüree + 1 EL gehackter Koriander + etwas Salz, Pfeffer, Chilipulver, Olivenöl)
  • 1 Zwiebel
  • 100g Gouda (oder Cheddar oder Bergkäse)
  • 2 Eier M
  • 100ml Obers=Sahne
  • Butter f. d. Form und f. ein paar Butterflöckchen
  • 1/2 + 1/2 TL Paprikapulver
  • 1 Msp. geriebener Kümmel
  • 1 Msp. geriebener Fenchel
  • 1 Msp. Muskat
  • 1 TL Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer
  • Schnittlauch zum Bestreuen (ich hatte wilden Schnittlauch)

Das Einweichwasser der (Adzuki-)Bohnen abgießen und die Bohnen weich kochen. Adzukibohnen brauchen bei mir 8min im Kelomat=Dampfdrucktopf.

Ich koche übrigens immer gleich eine doppelte Bohnenportion und friere die gekochten Bohnen ein oder mache demnächst einmal ein weiteres Gericht.

Den Apfel mit Schale klein, die Chili fein hacken, den Käse reiben. Alles gemeinsam mit 1/2 TL Paprikapulver, Kümmel, Fenchel, Salz und Pfeffer unter die Bohnen rühren.

Die Zwiebel fein hacken und mit den Eiern, dem Obers, 1/2 TL Paprikapulver, 1 TL Gemüsesuppenpulver, etwas Muskat, Salz und Pfeffer verquirlen. Dieser Guss kommt dann ganz obenauf.

Sauerkraut ausdrücken (Saft auffangen; ist sehr lecker und gesund).

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine Form buttern und wie folgt einschichten: Sauerkraut – Bohnen – Salsa – Sauerkraut – Bohnen – Salsa – Sauerkraut – Guss – Butterflöckchen.

35-45min ab ins Backrohr bis der Auflauf eine schöne Farbe hat.

Vor dem Servieren mit Schnittlauch bestreuen. Dazu schmeckt grüner Salat mit Kürbiskernöl.

Ofengemüse mit fruchtiger Avocado-Creme

Ich bin ein „VIB“ (Very Important Blogger) beim Spiceblog der Firma Spiceworld, seit ich mit meinem Pisto Manchego auf Spaghettikürbis bei einem Gewinnspiel mitgemacht habe. Und letzte Woche habe ich überraschend ein liebes Weihnachtsgeschenk bekommen: Zwei Gewürzdosen, eine mit dem Gewürz Veggi (World of Asia) und eines mit Fish & Chicken (World of Asia). Das musste doch natürlich gleich ausprobiert werden! 🙂 Danke, liebes Spiceworld-Team, ich hab mich wirklich gefreut!

V-I-B

2 Portionen:

1 Blech voll in Wedges-Form geschnittenes Gemüse. Da jedes Gemüse ein anderes Gewicht vorzuweisen hat, gebe ich hier keine Gewichtszahlen an. Das Auge kann ohnehin am besten einschätzen, wieviel man zu zweit verdrücken möchte. Genommen habe ich jedenfalls:

  • Butternut-Kürbis
  • Pastinaken
  • Kohlrabi
  • Süßkartoffeln (nicht Low Carb)
  • Blaue Erdäpfel=Kartoffeln (nicht Low Carb, dafür aus eigener Ernte)

Gewürze:

Für den Dip:

  • 1 Avocado
  • 1 kl. Apfel (schälen, wenn ein Stabmixer verwendet wird; ungeschält, wenn ein guter Blender verwendet wird)
  • Saft v. 1/2 Orange (wer es nicht so fruchtig mag, nimmt den Saft einer halben Zitrone)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL helles Mandelmus
  • Salz, Pfeffer, Tabasco

Weiters:

  • 1 Handvoll frisch gekeimte Radieschensprossen

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Das Gemüse putzen und in Wedges-Form schneiden. Gemeinsam mit den Gewürzen in eine Schüssel mit Deckel geben und ordentlich schütteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 45min backen (nach der Halbzeit einmal wenden).

Für den Dip einfach alle Zutaten fein pürieren.

Vor dem Servieren mit den Radieschensprossen bestreuen.

Tipp: Man kann super die doppelte Menge Gemüse schneiden, würzen und dann für gesundes Fast Food einfach einfrieren!

Schokolierte Früchtelebkuchen-Knöpfe

Dieses Rezept ist kein No Carb-Rezept, sondern einfach nur als low carb im Gegensatz zu ’normalen‘ Lebkuchen anzusehen. Ich habe die Grundidee von Bettis Happy Carb-Blog, habe jedoch ein wenig nach meinem Geschmack experimentiert und Trockenfrüchte, Haferkleie, Kokosblütenzucker sowie typische Lebkuchen-Backtriebmittel hinzugefügt; dafür anderes weggelassen. Dabei ist auch der KH-Anteil wieder gestiegen, jedoch finde ich das verschmerzbar, da die Früchtelebkuchen eine absolute Bereicherung der Adventzeit für uns sind. 🙂

Danke, liebe Betti, für die schöne Anregung!

26 kleine Lebkuchen-Knöpfe:

  • 50g weiche Butter
  • 1 Ei L
  • 50g Erythrit
  • 25g Kokosblütenzucker*
  • 1 Prise Salz
  • 50g entöltes Mandelmehl
  • 100g geriebene Mandeln
  • 50g gehackte Mandeln
  • 25g Kokosraspeln
  • 25g Haferkleie
  • 1 TL Guakernmehl
  • 10g Goji-Beeren
  • 10g Datteln (ohne Stein)
  • 10g Cranberries
  • 10g Trockenmarillen=Aprikosen oder Kletzen=Trockenbirnen
  • 1 kl. Apfel
  • 50ml Orangensaft
  • 50ml Zitronensaft
  • 4 TL Carobpulver (alternativ max. 2 TL stark entöltes Kakaopulver)
  • 1 Schuss Rum
  • 2 TL Bio-Orangenschale
  • 2 TL Bio-Zitronenschale
  • 1 TL Hirschhornsalz (Achtung, Teig mit Hirschhornsalz soll man nicht roh kosten, weil das Ammoniak erst beim Backen verfliegt)
  • 2 TL Pottasche
  • 2 TL Lebkuchengewürz

Zum Glasieren:

  • 50g gute dunkle Schokolade m. 85% Kakaoanteil
  • 50g Vollmilch-Schokolade m. Erythrit
  • 10g Kokosöl

Die Trockenfrüchte möglichst fein hacken. Orange und Zitrone abreiben und auspressen. Apfel (ohne Schale) fein reiben. Ggf. Mandeln grob hacken (ich hatte fertig gehackte).

Butter in kleine Stücke schneiden.

Erst die trockenen Zutaten vermischen und dann alle Zutaten für den Teig gut mit der Küchenmaschine verrühren. 10min quellen lassen.

Aus dem Teig nassen Händen zwei Rollen formen und diese in Frischhaltefolie einpacken. Mind. 2 Stunden ab damit in den Kühlschrank.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Mit einem nassen Messer Scheiben abschneiden und auf zwei Backbleche mit Backpapier drapieren. 18-20min backen. Abkühlen lassen.

Zum Schluss die Schokolade und das Kokosöl im Wasserbad schmelzen und damit die Knöpfe bepinseln.

Fruechtelebkuchen-Knoepfe_04

*Kokosblütenzucker ist eigentlich nicht Low Carb, jedoch wegen seines sehr geringen glykämischen Werts durchaus als Ergänzung geeignet. Er lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, was bedeutet, dass er keine Insulinspitzen zur Folge hat. Die Bauchspeicheldrüse, die mithilfe des Insulins die Glukose aufnimmt, wird durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung (gewöhnlicher Zucker, weißes Mehl etc.) überlastet, was zu Diabetes (Typ II) und Hypoglykämie führen kann. Kokosblütenzucker hilft, diese “Zivilisationskrankheiten” vorzubeugen.

Pilzinfos & Rezept: Blaukrautpfanne mit Violetten Rötelritterlingen an Nuss-Romanesco

Die im Folgenden präsentierten Infos sind lediglich als meine private Meinung und nicht als Pilzberatung zu verstehen. Pilzbestimmung übers Internet ist trotz der vielen Vorzüge, die gute Pilzseiten (z.B. 123pilze.de) ggü. Printmedien aufweisen, keine endgültige Bestimmung und sollte bei Unsicherheit vor Ort von Mykologen (Pilzexperten) bestätigt werden. In Österreich gibt es dazu Pilzauskunftstellen. Ich übernehme keine Haftung.

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Uff, dieser Rezepttitel hat es ja wirklich in sich. Ich fange mal mit der Pilzbeschreibung dieses mir sehr lieben Schwammerls an. 🙂

Der Violette Rötelritterling (den ich immer, weil ich zu blöd bin mir seinen Namen zu merken, Violetten Ritterrötling nenne) ist ein ganz vorzüglicher Speisepilz.

Durch seine violette oder fliederfarbene Farbe (manche Mykologen unterscheiden den Violetten RötelritterlingLEPISTA NUDA, und den Lavendelfarbenen RötelritterlingLEPISTA NUDA VAR. GLAUCOCANA) fällt er erst einmal auf, wenn man ihn am Waldboden entdeckt.

Allerdings gibt es ein paar Pilze, mit denen er bei Unkenntnis verwechselbar wäre. Diese sind:

  • der Schmutzige Rötelritterling (LEPISTA SORDIDA); essbar aber nicht ganz so lecker wie der Violette bzw. der Lavendelfarbene
  • der Blaue Lacktrichterling (LACCARLA AMETHYSTEA); sehr guter Speisepilz; viel kleiner und zarter als der Violette Rötelritterling
  • der Violette Schleierling syn. Haarschleierling (CORTINARIUS VIOLACEUS); essbar, aber eher grauslich muffig; dasselbe gilt für den Dunkelvioletten Nadelwald-Schleierling (CORTINARIUS HERCYNICUS)
  • der Bocksdickfuß (CORTINARIUS CAMPHORATUS); magendarmgiftig; stinkt furchtbar – man muss schon mit Anosmie (=“Geruchsblindheit“) gesegnet sein, wenn man den freiwillig isst
  • mit viel Fantasie und ein wenig Blindheit noch der hässliche Lila Dickfuß (CORTINARIUS TRAGANUS); stärker magendarmgiftig

Also, woran erkennt man nun den leckeren Violetten Rötelritterling?

Größe (Hutdurchmesser): 4-12cm
Hut: manchmal kräftig violett; manchmal auch violett-braun oder flieder-braun (etwa so in der Farbe wie Schalotten), in der Mitte ein wenig buckelig und dort auch gelblicher
Fleisch: hell fliederfarben
Lamellen: violett bis fliederfarben
Sporenfarbe: blassrosa bis fliederfarben
Geruch: pilzig und ein bisschen „parfümiert fruchtig“
Stiel: violett-flieder-weiß gefastert, innen hellflieder, manchmal hat der Stiel beim Auseinanderschneiden an der äußeren Innenseite einen dunkelvioletten Rand
Ort: Mischwald, Laubwald, Nadelwald

Meine Exemplare sind ein wenig ausgeblichen. Meist sind sie violetter (s. die Links oben). Aber auch diese Farbe ist noch normal. Im Wald waren sie noch violetter; die Farbe verliert sich beim Transport ein bisschen.

Violetter-Roetelritterling_01 Violetter-Roetelritterling_02

Violetter-Roetelritterling_03

Violette Rötelritterlinge schmecken wunderbar süßlich-fruchtig. Sie sind roh, wie fast alle Waldpilze, unverträglich und müssen gut durcherhitzt werden. Dafür sind sie nicht einfach nur köstliche Speisepilze, sondern sogar gesundheitlich wertvoll: Sie senken nachweislich den Blutdruck!

Merke: Nicht essen, wenn eines der folgenden Merkmale zutrifft, denn dann ist es kein Violetter Rötelritterling:

Keine Sorge, so viele lila Pilze gibt es nicht. Wer auf die drei rot markierten Punkte achtet, wird kein Problem haben (dies ist NICHT als Garantie von mir zu verstehen!). Der Violette Rötelritterling gilt allgemein als gut erkenntbarer Pilz. Und mal ehrlich, wer würde ihn schon freiwillig mit dem nach nassem Ziegenbock stinkenden Bocksdickfuß oder dem unheimlich hässlichen Lila Dickfuß verwechseln? Da vergeht einem ja der Appetit. 😉 Und die essbaren (aber nicht leckeren) Haarschleierlinge sind auch ganz klar am Sporenpulver zu erkennen.

Fazit: Vor lila Pilzen muss man gar keine Angst haben, im Gegenteil. Die sind mit recht klaren Merkmalen ausgestattet!

Tadaaa und jetzt das versprochene Rezept mit dem langen Namen. Ach, eine Bemerkung vorher noch: Im Gegensatz zu den allermeisten meiner Waldpilz-Rezepte kann man die Pilze bei diesem hier nicht mit anderen aus dem Supermarkt ersetzen, weil Violette Rötelritterlinge einen ganz typischen, leicht süßlichen Geschmack haben. Wer keine hat, kann sie aber einfach weglassen und etwas mehr Blaukraut nehmen!

Noch ein Wort zum Romanesco, diesem unglaublich hübschen, uralten, mediterranen Gemüse: Im Gegensatz zum Karfiol=Blumekohl hat der Romanesco übrigens 80% mehr Provitamin A, deutlich mehr Vitamin C und Karotin. Hauptgrund dafür ist der hohe Chlorophyll-Anteil darin. Denn während man beim Karfiolanbau die äußeren Deckblätter zusammenbindet, damit die Sonne die weiße Farbe nicht zerstört, soll der Romanesco viel Sonne abbekommen. Dadurch ist er auch grün und nicht weiß.

~

Blaukrautpfanne mit Violetten Rötelritterlingen an Nuss-Romanesco

Für die Blaukrautpfanne:

  • 150g Blaukraut=Rotkraut=Blaukohl=Rotkohl (=ca. 1/4 Kopf)
  • 100g Violette Rötelritterlinge (alternativ: mehr Blaukraut)
  • 1 Karotte
  • 1 Petersilwurzel oder Pastinake
  • 1 Schalotte
  • 50g frische Käferbohnenkerne (alternativ: 1 Handvoll trockene, rote Linsen oder 1 Handvoll bereits gekochte Hülsenfrüchte, z.B. aus dem Tiefkühl-Vorrat)
  • 1 sehr kleiner oder 1/2 normalgroßer, säuerlicher Apfel
  • 1 Orange, ausgepresst (2 EL aufheben f. Nuss-Sauce)
  • 2 EL dunkler Balsamico-Essig
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Erdnussöl

Für den Nuss-Romanesco:

  • 1 kl. Romanesco (=die Röschen gewogen ca. 400g) (alternativ: Karfiol=Blumenkohl oder Brokkoli)
  • 2 geh. EL Mandelmus
  • 2 EL Orangensaft (abnehmen von der Orange für die Blaukrautpfanne)
  • 1 EL Harissa-Paste
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 EL Kochwasser vom Romanesco
  • 1 geh. EL gehobelte Mandeln

Erst alles Gemüse putzen und klein schneiden: Blaukraut fein nudelig schneiden; Pilze in Streifen schneiden; Karotte und Petersilwurzel in feine Würfel hacken; Schalotte in Ringe schneiden; Apfel in feine Scheibchen schneiden; Orange auspressen; Romanesco in Röschen teilen.

Alles Gemüse für die Blaukrautpfanne in ein wenig Erdnussöl anbraten. Mit Orangensaft und Essig ablöschen, würzen. 20min mit Deckel köcheln lassen.

Den Romanesco in ganz wenig Salzwasser in ca. 5-7min weich kochen.

In der Zwischenzeit aus den restlichen Zutaten (bis auf die Mandelhobel) die Nusssauce anrühren. Die Mandelhobel in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten.

Romanesco abgießen, etwas salzen.

Dekorativ auf Tellern anrichten. Zum Schluss mit den Mandeln bestreuen.

Nuss-Romanesco_01 Blaukrautpfanne_Violette-Roetelritterlinge_01

Blaukrautpfanne_Violette-Roetelritterlinge_02 Blaukrautpfanne_Violette-Roetelritterlinge_03

Apfel-Sarma

Sarma sind Krautrouladen aus Südosteuropa, die nicht, wie in Österreich oder Deutschland meist üblich, in frische Kohl- oder Krautblätter gewickelt werden (wie hier bei meinem Rezept für Kohlrouladen mit roten Linsen), sondern in sauer vergorene Krautblätter. Also Sauerkraut im Ganzen.

Darauf gestoßen sind wir ursprünglich, weil mein Mann seine Schüler nach ihrem Lieblingsessen interviewt hat. Ein bosnisches Mädchen nannte ihm Sarma, woraufhin wir aus Neugierde immer mal wieder in diversen Geschäften danach gesucht haben. Fündig geworden sind wir in dem großen Supermarkt mit grünem Logo und schwarzer Werbefigur, aber anscheinend sind auch türkische Läden eine gute Einkaufsquelle.

Ein vakuumierter Sarma-Krautkopf sieht so aus:

Sarma_01

Traditionell füllt man die Sarma-Blätter mit gemischtem Faschierten=Hackfleisch, Zwiebeln und Paprikapulver. Ich hab Rinderfaschiertes genommen (weil ich das vom Bio-Bauern beziehen kann) und außerdem Apfelstückchen und Speckwürfel ergänzt, da ich die süßlich-herbstliche Kombination von Äpfeln und Fleisch liebe. Danke auch an die liebe S. aus Serbien, eine Arbeitskollegin meiner Mama, die ich wegen der richtigen Kochzeit befragen durfte! 🙂

Das „Problem“ ist, dass so ein Krautkopf rieeesengroß ist, wenn man nur zu zweit is(s)t. Angeblich lassen sich die Rouladen aber super einfrieren, was wir gemacht haben. Beim Auftauen muss man nur darauf achten, diese sanft im Kühlschrank auftauen zu lassen (am besten über Nacht), damit sie beim Erwärmen nicht zerfallen. Hier also mein Rezept für Apfel-Sarma:

6-8 Portionen (TK-geeignet):

Für die Sarma:

  • 1 Sarma-Krautkopf (meiner wog 1,3kg)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 säuerliche mittelgroße Äpfel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 scharfe, eingelegte Pfefferoni=Pepperoni
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 2 mittelgroße Eier
  • 600g Rinderfaschiertes=Hackfleisch
  • 100g Speckwürferl
  • Gewürze großzügig bemessen: Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Bio-Instant-Suppenpulver, ein Schuss Essig-Einlegeflüssigkeit von den Pfefferoni

Für die Sauce:

  • ca. 150ml passierte Tomaten
  • ca. 150ml Gemüsesuppe
  • 4 EL Tomatenmark aus d. Tube
  • 4 EL Ajvar
  • 2 EL Butter
  • 1 geh. EL Paprikapulver
  • (diese Zutaten können alle wild nach vorhandenen Möglichkeiten variiert werden; hauptsache, am Ende kommt eine würzige, rote Paprika-Tomatensauce heraus, in der die Rouladen garen können)

Außerdem:

  • Sauerrahm=Saure Sahne

Alle Zutaten (bis auf die Speckwürfel) für die Fülle möglichst klein hacken und gut vermengen. Richtig würzig abschmecken.

Den Krautkopf aufmachen und die Blätter alle vorsichtig ablösen und auf ein Teller zur Seite legen. Das Innerste des Krautkopfs, das keine schönen Blätter zum Füllen mehr hergibt, kleinhacken (wie normales Sauerkraut) und in die Fülle einkneten.

Einen großen Topf verwenden – im Idealfall einen dickwandigen Schmortopf. Wer nur einen normalen Kochtopf hat, muss später ab und zu Flüssigkeit (Suppe) angießen. Im Topf die Speckwürfel anbraten. Fett im Topf belassen, Speckwürferl in die rohe Fülle einkneten.

Alle Zutaten für die Sauce (nach Belieben variiert, wie oben angegeben) im Topf verrühren.

Die Sarmablätter einzeln füllen, zusammenrollen und mit der „Naht“ nach unten in den Topf legen. Es werden wirklich viele Röllchen (ich hab nicht gezählt, aber überschlagsmäßig hatten wir so 30 Rouladen). Diese einfach alle übereinander stapeln. Der Dampf macht, was er machen soll: Er kocht auch die ganz obenliegenden Rouladen.

50-60min auf leichter Hitze köcheln lassen. Dabei gilt: Ich hatte, wie gesagt, meinen tollen Keramik-Schmortopf. Aus dem kommt keine Flüssigkeit raus, ich musste also nicht nachgießen. Bei einem normalen Topf muss man immer mal kontrollieren, ob es eh nicht irgendwann zu wenig Flüssigkeit ist. Mein Keramik-Schmortopf hält die Hitze besser als ein normaler Topf. Ich habe daher auf meinem Induktionsherd mit Stufe 3-4 gut kochen können und 50min haben gereicht. Beim normalen Topf werden eher mittlere Hitze und 60min nötig sein.

Die fertigen Rouladen mit Sauerrahm servieren.

Tipp 1: Wenn nicht alles auf einmal gegessen wird, für die erste Mahlzeit am besten die untersten (=direkt in der Sauce gekochten) Rouladen verwenden. Die oberen mit Sauce einfrieren. Beim Erhitzen werden sie, wie es für derartige Gerichte typisch ist, fast noch besser und ziehen dann ohnehin nochmal in der Sauce.

Tipp 2: Wir stehen total auf die Säure von Sarmakraut und Sauerkraut. Wem das aber zu viel ist, der kann die Blätter vor dem Füllen in etwas Wasser einlegen, dann werden sie milder – sagt das schlaue Internet zumindest.

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Quinoa-Auflauf mit Rüben, Apfel und Orange

Quinoa enthält zwar Kohlenhydrate (59g KH auf 100g ungekochte Quinoakörner; 17g auf 100g gekochte), weist jedoch auch einen besonders hohen Proteinanteil und essentielle Aminosäuren auf.  Auch der Eisen-, Mangan- und Magnesiumanteil sind sehr hoch (und Kohlenhydrate werden übrigens in Anwesenheit von Mangan effizienter abgebaut). Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge. Alles in allem ist Quinoa demnach ab und zu eine gute Ergänzung für die Low Carb-Ernährung, wenn er in Maßen gegessen wird. Er wird auch von div. Low Carb-Ernährungsformen als einziges „Getreide“ (ist ja eigentlich ein Pseudogetreide, weil die Pflanze nicht zur Familie der Süßgräser gehört) empfohlen.

2 Portionen:

  • 1 kl. Kaffeetasse Quinoa (=ca. 100g)
  • 1-2 Rote Rüben oder Chioggia-Rüben (je nach Größe)
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 1 Bio-Orange (Saft u. Schale)
  • 1 Bio-Zitrone (Saft u. Schale)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 ca. 2cm großes Stück Ingwer
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 Ei
  • 100ml Milch
  • 50g geriebener Parmesan
  • 1 Handvoll Mandelsplitter
  • Bio-Instant-Gemüsesuppe, Zimt, Garam Masala
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Butter f. d. Form

Ingwer mit einem Teelöffel schälen (funktioniert viel besser als mit dem Messer) und fein würfeln.

Quinoa waschen und dann in etwas Gemüsesuppe mit Ingwerwürfeln und Garam Masala zum Kochen bringen. Zugedeckt bei schwacher Hitze 15min garen, ggf. nochmals salzen. Zum Schluss den Zitronensaft und die abgeriebene Zitronenschale unterrühren.

Inzwischen Rote Rübe(n) schälen und in Scheiben schneiden; Zwiebel und Knoblauch in feine Ringe/Scheiben schneiden.

Orange auspressen, Schale abreiben.

Zwiebel- und Knoblauchscheibchen sowie Rübenscheiben in Öl anbraten. Orangenschale und -saft mit Balsamico-Essig zu den Zwiebeln geben und leicht einkochen lassen (3-5min). Gut abschmecken.

Kerngehäuse des Apfels entfernen und mit Schale in dünne Scheiben schneiden.

Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen.

Dachziegelartig immer eine Schicht Quinoa, eine Schicht Apfelscheiben und eine Schicht Rübenscheiben (mit Zwiebeln) in eine gebutterte Auflaufform geben. Ggf. die restlichen Zwiebeln am Ende darüber verteilen.

Milch mit Ei und Parmesan verquirlen. Abschmecken. Die Masse über den Auflauf gießen. Mandelsplitter abschließend darüber streuen.

30min bei 175°C Heißluft goldgelb backen.

P.S.: Ein Nachtrag für meine veganen Leser: Ich könnte mir vorstellen, anstelle des Milch-Ei-Käse-Gemischs diesen veganen Pizzakäse von dieumsteiger zu verwenden. Er besteht aus pürierten Cashewnüssen, Gewürzen und gerösteten Paprika (oder getrockneten Tomaten). Also nichts Künstliches und mit dem Chemiebaukasten Erzeugtes, sondern eine echt tolle Alternative.

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