Gefüllte Snack-Tascherl aus Mozzarellateig

Das Rezept ist schnell erklärt: Ich hatte zu viel Mozzarellateig für die Gemüse-Enchiladas gemacht und deshalb zwei Teigplatten umfunktioniert zu Snack-Tascherl.

Das Ergebnis ist sowas wie Low Carb-Mürbteig-Täschchen und lässt sich mit allem füllen, solange die Fülle nicht zu feucht ist. Von frischen Tomaten würde ich daher eher abraten, es sei denn, man brät sie vorher an.

4 Tascherl:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle Nr. 1:

  • 2 EL Ajvar oder Pesto Rosso
  • 1/2 roter Paprika, klein gewürfelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 1 Handvoll Basilikum-Blättchen, grob gehackt
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Für die Fülle Nr. 2:

  • 1 TK-Spinatzwutschgerl, gut ausgedrückt und gehackt (oder angedünsteter und frischer Blattspinat)
  • 1 Handvoll Feta oder Schafkäse, zerbröckelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • Thymian-Blättchen
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller).

Auf die Platten mittig die oben beschriebenen Füll-Vorschläge (oder etwas ganz anderes, hauptsache nicht allzu feucht) setzen und wie Topfengolatschen zusammenfalten.

40-45min backen, je nach Bräunung. Nach 30min mit Käse und Schwarzkümmel bestreuen.

Wer sie am nächsten Tag als Jause mitnehmen will, kann sie jetzt auch im Rohr abkühlen lassen, dann dunkeln die Täschchen noch nach und sind besser transportierbar. Man kann sie aber auch gleich aus der Hand snacken. 🙂

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Spargel in Paprika-Lachs-Sauce

Gegen Ende der Spargel-Saison ganz tolles aus Bettis Blog Happy Carb, bei dem ich ein bisschen was verändert hab. Statt des Stremel-Lachses gab es Räucherlachs, zudem noch eine Menge Kräuter und ein paar Tomaten, Erbsen sowie etwas Chili extra. Damit hab ich auch nicht so viel Spargel gebraucht (da ich versuche, nur österreichischen Bio-Spargel zu kaufen, kostet das sonst ganz schön viel… ab nächstem Jahr probier ich es daher endlich mal mit dem Eigenanbau!).

Das war so gut!! Danke für die Anregung, Betti!

2 Portionen:

  • 500g weißer Spargel
  • etwas Zitronensaft oder Essig
  • 1 TL Erythrit
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 hellgrüner Spitzpaprika
  • 1 Chili
  • 2 Frühlingszwiebel
  • 1 Handvoll TK-Erbsen
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 50g Ajvar (Achtung bei strengem Low Carb: Es gibt Ajvar ohne Zucker, aber man muss ihn suchen)
  • 125g Räucherlachs (aus zertifizierter Haltung oder Bio-Sockey-Wildlachs)
  • 100g Kräuterfrischkäse
  • Basilikum und Estragon
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Den Spargel waschen, schälen und die Enden abschneiden. Dann in mundgerechte Stücke schneiden. Spargel-Schalen und -Enden kommen ins Kochwasser, das intensiviert den Spargelgeschmack (und das Kochwasser kann später als Basis für ein gutes Süppchen dienen). Außerdem noch ein Schuss Essig oder Zitronensaft sowie ein TL Erythrit dazugeben. Ich hatte sehr dicken weißen Spargel, der hat 15min gebraucht! Normalerweise sollte er aber in 10min gut durch werden. 1/2 Tasse Kochwasser auffangen.

Paprika ebenfalls in mundgerechte Stücke, Frühlingszwiebel (mit dem Grün) in Ringe schneiden und Chili fein hacken. Alles zusammen in einer tiefen Pfanne (ich hatte den Wok) scharf in Erdnussöl anbraten.

Mit Kochwasser ablöschen und Frischkäse sowie Ajvar einrühren. Erbsen (können ruhig noch gefroren sein) zugeben und ein wenig köcheln lassen.

Dann den Räucherlachs fein würfeln und unterrühren. Die Kräuter hacken und ebenfalls zugeben (ein paar für die Deko aufbewahren).

Erst gegen Ende die gekochten Spargelstücke unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren noch ein paar Cocktailtomaten halbieren und gemeinsam mit den restlichen Kräutern anrichten.

Dazu hatten wir noch grünen Salat mit Weinessig und kräftigem Olivenöl.

Überbackene Melanzani-Schiffchen

Melanzani=Auberginen bereite ich immer wieder gerne als überbackenen Auflauf zu (und heuer erwarte ich eine regelrechte „Melanzani-Schwemme“, daher auch zahlreiche neue Rezepte für euch, weil die selbst abgenommen Samen der Bio-Melanzani letztes Jahr alle aufgegangen und zu starken Pflänzchen herangewachsen sind!).

Die Idee für „Pizza“ auf Melanzani-Boden habe ich von Bettis Blog Happy Carb. Mein Belag ist allerdings vegetarisch und auch sonst ziemlich anders, auch die Zubereitung unterscheidet sich teilweise, aber die Grundidee ist auf jeden Fall von Betti. 🙂 Danke!

2 Portionen:

  • 2 Melanzani=Auberginen (=ca. 800g)
  • 1 kl. Glas Pesto Rosso
  • 1/2 kl. Glas Ajvar
  • 2 Handvoll Champignons
  • 1-2 Frühlingszwiebel
  • 1 Handvoll Kapern
  • 1 Handvoll Oliven
  • frische Kräuter (insbes. Oregano, Thymian, Basilikum)
  • 100g Gouda oder Butterkäse oder geriebener Mozzarella

Die Melanzani längs in je 4 Scheiben schneiden. auf beiden Seiten gut salzen und 15min stehen lassen. Die durch dieses Prozedere entstandene Flüssigkeit mit Küchenrolle abtupfen.

In der Zwischenzeit können schon mal die Champignons in Scheiben, die Frühlingszwiebel in Ringe und die Kapern und Oliven in Stücke geschnitten werden. Käse reiben, Kräuter hacken.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Je 4 Scheiben der fertig abgetupften Melanzani dick mit Ajvar bzw. Pesto Rosso bestreichen und die Champignonscheiben darauf verteilen. Für 25min ab ins Backrohr auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech.

Danach rausnehmen, mit Frühlingszwiebel-Ringen, Kapern, Oliven und einem Teil der Kräuter belegen (ich habe beim Belag ein wenig abgewechselt). Mit Käse bestreuen und nochmal für 10min ins Rohr geben.

Vor dem Servieren mit dem Rest der frischen Kräuter bestreuen.

Dazu passt Rucola-Salat mit Cocktailtomaten und Balsamicodressing.

Cremiger Zwiebeltopf mit Ajvar

2 Portionen:

  • 600g (gelbe) Zwiebeln
  • 150g Ziegenfrischkäse (wer das nicht mag: normaler FK, Vollfett)
  • 6 geh. EL Ajvar, pikant
  • 250g frische Erbsen, mit Schale gewogen (ergibt ca. 125g Erbsen ohne Schale)
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 geh. TL Erythrit
  • 2 EL heller Balsamicoessig oder Weißweinessig
  • ca. 200ml Gemüsesuppe
  • 1 großer Bund Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Die Zwiebeln schälen und achteln. Ca. 5min in Butterschmalz in einem dickwandigen Schmortopf goldbraun anbraten. Mit Erythrit bestäuben und leicht karamellisieren lassen.

Mit Gemüsesuppe ablöschen und ca. 20min zugedeckt köcheln lassen.

Frischkäse mit Ajvar und Essig verrühren und unterrühren. Die ausgepulten Erbsen ebenfalls unterheben. Nochmal ca. 5min köcheln lassen.

Die Tomaten halbieren oder vierteln. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Beides unterrühren und nochmals 5min köcheln lassen.

Mit noch ein wenig Schnittlauch bestreut servieren.

 

Buddha Bowl mit Romanesco, Karfiol und Kichererbsen-Schüsserln

Liebe Christina, liebe Marlies, dieser Beitrag ist für euch. 🙂

Christina – heute aber wirklich ein Gericht mit Romanesco (und nicht mit Romesco-Sauce). Und hier auch die gewünschte Abbildung der Kichererbsen-Schüsserl!

Marlies – vielen Dank für die Anregung mit der Kichererbsen-Polenta. Ich habe sie, wie du weißt, ein wenig mit Kokosmehl und Flohsamenschalen „gestreckt“ und dann in gut gefettete Mini-Muffinförmchen gegeben. Das ist dabei herausgekommen.

 

Et voilà – eine hübsch bunte Buddha Bowl zum Verlieben!

2 Portionen:

  • 1 Mini-Karfiol=Blumenkohl
  • 1 Mini-Romanesco
  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten (ich hatte gelbe und rote)
  • 1 kl. Stück Gurke
  • 1 Handvoll Blattsalat (die sind schon aus eigener Ernte, jaaa)
  • etwas frischer Koriander (oder Petersilie, wenn man den Geschmack nicht mag)
  • etwas Sesam
  • zwei Stängel Rosmarin zum „Auffädeln“ der Schüsserl
  • zwei Klecks Pesto Rosso oder Ajvar oder sonstiges buntes Gemüse-Dip-Zeugs aus dem Vorrat
  • 1/2 Portion Kichererbsen-Kokos-Polenta
  • Schwarzkümmel, Pul Biber oder sonstige bunte „Deko-Gewürze“ für die Schüsserl
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Zuerst die Kichererbsen-Kokos-Polenta zubereiten. Es empfiehlt sich, gleich die doppelte Menge zu machen und sie am nächsten Tag z.B. als Taler auszubacken.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen und die Polenta in gut gefettete Mini-Muffinförmchen (oder andere kleine, ofenfeste Förmchen) füllen und mit bunten Gewürzen bestreuen (ich hatte Schwarzkümmel und Pul Biber). 20-25min backen lassen, bis sie eine schöne goldene Farbe haben und zu Schüsselchen zusammengefallen sind.

In der Zwischenzeit den Karfiol und den Romanesco in Röschen teilen und in 3-4min in wenig Salzwasser bissfest dünsten. Salzen, pfeffern und abschließend in etwas Pesto Rosso oder Ajvar schwenken.

Tomaten, Gurkenscheiben, Salatblätter und frische Kräuter herrichten.

Zwei Stangen Rosmarin so abrebeln, dass nur noch der oberste Blattstand übrig bleibt. Der größte Teil des Rosmarinstingels soll entlaubt sein, sodass er den Schüsserln als Spieß dient, an dem diese aufgefädelt werden können.

Alles zusammen schön in einer geeigneten Schale anrichten, mit noch etwas Pesto Rosso oder Ajvar beklecksen und mit Sesam sowie frischen Kräutern bestreuen.

Bettis Paprika-Ofenfisch mit Nusskruste auf Erbsenpüree

Dieses Rezept von Betti von Happy Carb wollte ich schon ewig nachkochen. Es scheiterte immer daran, dass eine der Grundzutaten nicht vorhanden waren: Fisch, Ajvar, Erbsen. Jetzt, wo ich in den Genuss dieser Köstlichkeit gekommen bin, schimpfe ich mich im Nachhinein dafür, dass ich nicht schon längst einmal extra dafür einkaufen gegangen bin. So lecker!! So schnell und einfach!! Und auch noch ein hübscher Farbtupfer! Einfach phänomenal, Bettina. DANKE!

2 Portionen:

  • 2-4 Fischfilets (je nach Größe; ich hatte Lachsforelle mit Haut – die Haut verlängert die Ofenzeit um 5-10min)
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 4 geh. EL Ajvar (scharf)
  • bei mildem Ajvar: 1 kl. Chili extra
  • 1 Paprika (rot wäre farblich optimal; ich hatte nur einen hellgrünen Spitzpaprika)
  • 50g Grana Padano oder Parmesan, gerieben
  • 50g Mandeln und Haselnüsse, grob gehackt
  • 300g TK-Erbsen (Betti nimmt 500g, das war mir ein wenig zu viel, mein Fischfilet war so groß)
  • 100g (Ziegen-)Frischkäse, pur oder mit Kräutern
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • evtl. ein paar Sprossen für die Deko (ich hatte Radieschensprossen; Kresse passt bestimmt auch gut)

Paprika und ggf. Chili fein hacken.

Sauerrahm mit Ajvar und Paprikawürfeln verrühren. In eine Auflaufform geben.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Fischfilets salzen, pfeffern, mit etwas Zitronensaft beträufeln und auf das Paprikabett setzen. Wer Fisch mit Haut hat muss den Fisch mit der Haut nach oben in die Form legen.

Nüsse grob hacken. Grana Padano reiben. Vermischen und auf die Fischfilets geben.

Fisch ohne Haut kommt nun für 20min ins Backrohr; mit Haut braucht es 25-30min (bis man mit der Knusprigkeit zufrieden ist).

10min vor Schluss die Erbsen mit ganz wenig Wasser und einem Spritzer Zitronensaft in 8min weich kochen. Salzen, pfeffern, den (Ziegen-)Frischkäse unterziehen und mit dem Zauberstab pürieren.

Vor dem Servieren noch die Sprossen auf das Püree setzen.

Karottenspaghetti mit Mango-Ajvar-Sauce

Ein Gericht, das im Sommer auch gut mit Zucchininudeln schmeckt!

2 Portionen:

  • 5-6 Karotten, je nach Größe (schön sieht auch eine Mischung aus Karotten, gelben Rüben, lila Urkarotten und evtl. Selleriewurzeln aus)
  • 150g Ajvar (am besten einen ohne Zusatzstoffe und Zucker)
  • 1 roter Spitzpaprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Chili (es sei denn, man verwendet scharfen Ajvar)
  • 1/2 Mango
  • 4 EL rote Linsen, grob gemahlen
  • 4 EL Sonnenblumenkerne, grob gemahlen
  • evtl. ein paar Pinienkerne und Kräuter für die Deko
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl, evtl. Olivenöl

Die Karotten mit einem Spiralschneider oder Gemüsespitzer zu dünnen Spaghettispiralen drehen. Wer so etwas nicht hat kann auch den Sparschäler benützen und breitere Tagliatelle machen (evtl. einmal mit einem scharfen Messer halbieren).

Paprika und Mango grob, Zwiebel, Knoblauch und Chili fein würfeln.

Linsen und Sonnenblumenkerne mit einer Reibe grob mahlen, sodass sie aussehen wie geriebene Nüsse.

Zwiebel, Knoblauch und Chili in etwas Erdnussöl anbraten.

In einer weiteren großen Pfanne mit Deckel etwas Erdnussöl warm machen und darin die Karottenspaghetti schwenken. Diese mit Salz, Pfeffer und Gemüsesuppenpulver würzen, dann den Deckel aufsetzen und dünsten lassen. Zwischendurch ab und zu mal umrühren.

Paprika und geriebene Linsen+Sonnenblumen zu den Zwiebeln geben und scharf weiterbraten, bis die Paprikawürfel eine schöne Farbe annehmen. Dann mit ein paar EL Wasser ablöschen und 3min dünsten lassen, bis die Linsen mehr oder weniger gar sind.

Jetzt die Mangowürfel unterrühren und weitere 2min dünsten lassen.

Zuletzt den Ajvar über die Masse geben und Hitze fast ganz ausschalten.

Wenn die Karottennudeln trocken aussehen, ein bisschen Olivenöl darüberträufeln. Sie sollten jetzt auch fertig sein.

Wer noch Pinienkerne rösten will, kann das jetzt in einem trockenen Pfännchen machen.

Gemüsenudeln mit Mango-Ajvar-Sauce servieren und ggf. Pinienkerne und frische Kräuter darüber geben. Dazu passt frischer grüner Salat mit Balsamicodressing.

Übrigens, hier habe ich schon einmal vegane Karottenspaghetti in Orangen-Erdnusssauce gemacht.

Und abschließend noch ein kleiner Frühlingsgruß (ein paar blühende Palmkatzerl=Weiden und blühende Zweige vom Kriecherl=Kriechen-Pflaume):

Zucchini-Lasagne mit viel Gemüse und Ziegenfrischkäse

Im Internet gibt es ja zahlreiche Vorschläge für Low Carb-Zucchini-Lasagne. Ich finde unsere Variante ausgesprochen lecker. Die haben wir zufällig so kreiert, weil wir nur noch ganz wenig Faschiertes=Hackfleisch zuhause im Tiefkühler hatten, weshalb wir einen großen Teil Gemüse beigegeben haben. Das war vielleicht gut!!

Außerdem ist das schöne Wetter schon wieder vorbei… und bei 16 Grad ist es gar nicht so unangenehm, das Backrohr anzuwerfen. 😉 Gegessen haben wir aber in den letzten Abendsonnenstrahlen auf der Terrasse, weil – als wär das abgesprochen – dann doch noch die Sonne rausgekommen ist. 🙂

Ein Tipp noch für die Zucchini-Streifen: Ich hab vor einiger Zeit mal Zucchini-Röllchen mit Parmaschinken und Mozzarella gemacht. Da muss man genauso eine halbe Zucchini in Scheiben hobeln wie für diese Lasagne. Habe damals einfach die ganze Zucchini gehobelt (ok ok, das war nicht ich, das war mein Mann, der beste Souschef der Welt) und die andere Hälfte im Gefriersackerl=Tüte eingefroren. Beim langsamen Auftauen wird die Zucchini zwar etwas weich, aber das ist im Fall der Lasagne sogar gewünscht und spart den ersten Arbeitsschritt.

2 Portionen:

  • 1/2 Zucchini
  • 125g Rinderfaschiertes=Hackfleisch
  • 1 Paprika (wir hatten 1/2 gelben und 1/2 grünen)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll frischen Spinat (oder 1-2 TK-Zwutschgerl)
  • 2-3 Essiggurkerl=Gewürzgurken
  • 2-3 eingelegte, scharfe Pfefferoni=Pepperoni
  • 1 Pkg. Ziegenfrischkäse
  • 2 geh. EL Ajvar (Achtung bei „strengemLow Carb: Ajvar hat meistens Zucker)
  • 4-5 geh. EL Tomatenmark aus der Tube (ist in dem Fall besser als normales, flüssiges Tomatenmark, weil die Zucchini nicht so viel Flüssigkeit aufnehmen wie Nudelplatten)
  • 1 Stück würzigen Käse (wir hatten ca. 65g Felsenkäse) zum Gratinieren
  • viele, viele (frische) Kräuter (wir hatten Oregano, Thymian, Ysop, Estragon und Basilikum)
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Die Zucchini (wieso sagt heutzutage eigentlich keiner mehr ein Zucchino?) waschen und ungeschält mit dem Gurkenhobel in längliche Scheiben hobeln oder mit einem Messer in sehr feine Scheiben schneiden. Salzen und 15min stehen lassen, danach das Wasser abgießen (wer eingefrorene Zucchini-Streifen verwendet – s.o. – kann sich diesen Schritt sparen, da tiefgefrorene Zucchini ohnehin Wasser lassen).

In der Zwischenzeit alles Gemüse und Sauergemüse sehr fein würfeln. Spinat darf ein bissl gröber geschnitten werden, der fällt ohnehin zusammen.

Zucchini-Scheiben nacheinander in Öl in einer großen Pfanne anbraten und zur Seite legen. Können ruhig abkühlen. Nochmals leicht salzen.

In derselben Pfanne das Faschierte sowie die Zwiebel und den Knoblauch anbraten. Nach und nach das restliche Gemüse zugeben und braten, bis die Konsistenz schön sämig ist. Ajvar und Tomatenmark zugeben, gut abschmecken mit Salz, Pfeffer und einem Teil der Kräuter.

Den Ziegenfrischkäse mit einem TL Olivenöl, etwas Salz und den restlichen Kräutern cremig rühren (nur ein paar Blättchen zur Deko aufheben). Käse reiben und beiseite stellen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine ofenfeste Form mit etwas Fett ausstreichen, dann eine Schicht der Fleisch-Gemüse-Fülle hineingeben. Darauf die erste Schicht Zucchini-Scheiben geben und mit Ziegenfrischkäse bestreichen. Weiter mit Fleisch-Gemüse-Fülle, Zucchini, Frischkäse… abschließen mit Fülle, Frischkäse und geriebenem Käse. Ggf. noch ein paar Kräuter oder zerstoßene Pfefferkörner aufstreuen.

25-30min backen bis der Käse geschmolzen ist und eine schöne Farbe angenommen hat.

Wir hatten dazu grünen Salat mit Tomaten und Radieschen.

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Melanzane al forno

Wie man unschwer erkennen kann, hab ich dieses Rezept für „Gebackene Auberginen“ von chefkoch.de (Autor: Hobbykoch62). Hab es nur minimal verändert, finde es ganz toll.

2 Portionen:

  • 2 kl. Melanzani=Auberginen
  • 2 Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Kugel Mozzarella
  • ca. 4 geh. TL Ajvar (Achtung bei „strengem“ Low Carb: Ajvar enthält meist Zucker – kann aber mit Erythrit und Stevia auch leicht selbst gemacht werden, ich stelle bei Gelegenheit mal ein Rezept ein)
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 1 Handvoll Basilikum (alternativ kann man statt der Kräuter und dem Knoblauch auch Bärlauchpesto verwenden, wenn man noch welches übrig hat)
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

Melanzani fächerartig einschneiden. Die Erfahrung hat gezeigt: Am besten schmeckt es, wenn die Fächer max. 1cm breit sind!

Jede so entstandene Spalte mehr als großzügig salzen (das meiste Salz wird nachher ohnehin wieder ausgeschwemmt) und eine halbe Stunde ziehen lassen.

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Nach ca. 30min die ausgetretene Flüssigkeit gut mit Küchenrolle abtupfen und das Backrohr auf 225°C Heißluft aufheizen.

In jede Spalte etwas Ajvar streichen.

Tomaten und Mozzarella in ziemlich dünne Scheiben schneiden. Leicht salzen und pfeffern; in die Melanzanispalten füllen.

Kräuter und Knoblauch sehr fein hacken und ebenfalls einfüllen.

Zum Schluss noch großzügig mit Olivenöl begießen und in eine mit Olivenöl gefettete ofenfeste Form legen. 50min backen.

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Wir hatten dazu einen riesengroßen, zarten Häuptelsalat=Kopfsalat aus dem Garten und Ciabatta (die habe ich 20min bei derselben Hitze auf der untersten Schiene mitgebacken – hat problemlos funktioniert, auch wenn in meinem Ciabatta-Rezept eine andere Temperatur und längere Backzeit angegeben sind).

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Cottage Cheese-Tofu-Auflauf mit Karotten

2-3 Portionen:

  • 1 kl. Zwiebel, rot
  • 1 kl. Zwiebel, gelb
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100g Karotten
  • 4 EL Ajvar
  • 4 EL Tomatenmark aus d. Tube
  • 1 Becher Cottage Cheese (=Hüttenkäse)
  • 200g Tofu (ich mag Mandel-Nuss-Tofu am liebsten)
  • 1 Ei
  • 50g Parmesan, gerieben
  • 1 EL Haferkleie
  • Sojasauce
  • Basilikum, Orgegano u. Kräuter der Provence, getrocknet
  • wenn zufällig vorhanden: frisch gekeimte Sprossen (ich hatte Radieschen- und Rucolasprossen); alternativ gerne frische Kräuter
  • Salz, Pfeffer, wenig Erdnussöl

Die gelbe Zwiebel fein hacken. Verrühren mit Cottage Cheese, Ei, 30g Parmesan, Haferkleie, 1 EL Ajvar. Abschmecken m. Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence. Masse in einer Auflaufform verteilen und bei 180°C Heißluft 30min in den Ofen geben.

In der Zwischenzeit die Karotten waschen und in kleine Scheibchen schneiden. Die rote Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Zwiebel, Knoblauch und Karottenstücke in wenig Erdnussöl anbraten. 3 EL Ajvar, das Tomatenmark, Oregano, Basilikum und ggf. Sprossen unterrühren. Herdplatte abschalten/durchziehen lassen.

Den Mandel-Nuss-Tofu in etwa 3mm dicke Scheiben schneiden.

Nach Ablauf der 30min die Auflaufform mit der Cottage Cheese-Masse wieder aus dem Rohr nehmen. Tofuscheiben darauf verteilen, diese mit Sojasauce beträufeln. Darauf das Karottengemüse verteilen und die restlichen 20g geriebenen Parmesan darüber streuen. Nochmals für 20-30min in den Ofen (bis der Käse fertig gebräunt aussieht).

Vor dem Servieren mit frischen Sprossen oder Kräutern garnieren. Dazu grüner Salat.

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