Quinoa-Wirsingrouladen

Ich bin ja ein großer Fan der entzückenden Vegavita-Werbung (die hüpfenden und singenden Zeichentrick-Tierchen mit dem Slogan „Ein veganer Tag pro Woche tut uns allen gut!“ – hier die Langform des Videos). Deshalb kauf ich zwar nicht spürbar mehr von der Marke, habe beim Kochen aber jubilierende Kühe, Hendln und Schweinderln vor meinen geistigen Augen. 😉

2 Portionen:

Für die Tomatensauce:

  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 1 (rote) Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chilischote
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • Thymian, Oregano
  • 1/2 TL Zimt

Für die Fülle:

  • 1 (gelbe) Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50g Quinoa*
  • 2 geh. EL Rosinen
  • 1/2 TL Cayenne-Pfeffer
  • 1/2 TL grob zermörserte Fenchelsamen
  • 1 EL Nussmus (z.B. Mandelmus)
  • Saft v. 1/4-1/2 Zitrone

Für das Cashew-Topping:

  • 25g Cashew-Kerne
  • 1 EL Hefeflocken (alternativ 1 TL Gemüsesuppen-Pulver)
  • 1/2 TL Kala Namak-Salz°
  • ein paar Spritzer Zitronensaft

Außerdem:

  • 8 Wirsing-Kohlblätter
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

 

Quinoa im Sieb abspülen und mit der doppelten Menge Wasser, Zitronensaft und etwas Salz aufkochen. Wenn das Wasser erst mal ordentlich blubbert, Hitze auf 1 reduzieren, Rosinen zugeben und 15min quellen lassen.

Rote Zwiebel, 2 Knoblauchzehen und Chili hacken und in Erdnussöl anbraten. Mit der Tomatendose ablöschen, die Gewürze zugeben und einköcheln lassen.

6 oder 7 der Kohlblätter von der dicken Mittelrippe befreien (aufheben!) und 40 Sek. in kochendem Salzwasser blanchieren. Abtropfen und etwas auskühlen lassen.

Gelbe Zwiebel, die Rippen und Stängel der Wirsingblätter, 1 Knoblauchzehe hacken und anbraten. Quinoa unterrühren. Falls noch etwas Wasser vom Quinoakochen übrig ist, dieses in die Tomatensauce geben (die dickt durch die Stärke schön nach und es gehen außerdem keine Inhaltsstoffe im Abfluss verloren). Gewürze und Nussmus zur Quinoa-Mischung geben und überkühlen lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Cashew-„Käse“ zubereiten: Dafür die Cashews mit den Hefeflocken und dem Kala Namak-Salz in einer Nussreibe oder Kaffeemühle mittelgrob reiben (nicht zu fein). Wenn die Konsistenz an geriebenen Parmesan erinnert, noch ein paar Tropfen Zitronensaft unterkneten.

Nun eine Auflaufform mit etwas Öl einfetten.

Die blanchierten Kohlblätter mit der Quinoa-Mischung füllen, aufrollen und mit der „Naht“ nach unten in die Form setzen.

Die Tomatensauce drübergießen und zum Schluss den Cashew-„Käse“ darauf streuen. Falls noch Topping übrigbleibt, hält das wochenlang im Schraubglas.

25min in den Ofen (aufpassen, dass das Cashew-Käse nur sanft bräunt, sonst ggf. früher rausnehmen).

 

*Quinoa enthält zwar Kohlenhydrate (59g KH auf 100g ungekochte Quinoakörner; 17g auf 100g gekochte), weist jedoch auch einen besonders hohen Proteinanteil und essentielle Aminosäuren auf.  Auch der Eisen-, Mangan- und Magnesiumanteil sind sehr hoch (und Kohlenhydrate werden übrigens in Anwesenheit von Mangan effizienter abgebaut). Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge. Alles in allem ist Quinoa demnach ab und zu eine gute Ergänzung für die Low Carb-Ernährung, wenn er in Maßen gegessen wird. Er wird auch von div. Low Carb-Ernährungsformen als einziges “Getreide” (ist ja eigentlich ein Pseudogetreide, weil die Pflanze nicht zur Familie der Süßgräser gehört) empfohlen.

°Indisches Kala Namak-Salz, auch Schwarzsalz genannt, ist ein vulkanisches Steinsalzmineral, das zum größten Teil aus Natriumchlorid besteht. Es weist einen intensiven Geruch und Geschmack nach Schwefel auf, weshalb es besonders in der veganen Küche gerne als Ei-„Ersatz“ zum Einsatz kommt. Man sollte es nur sparsam  verwenden, damit das Essen nicht „verschwefelt“. Richtig dosiert verleiht es indischen Masala-Mischungen, Chutneys oder eben auch veganen „Eierspeisen“ einen unverkennbaren Geschmack.

 

Bohnen-Falafel auf Salat

EIGENTLICH wollte ich ja einen einfachen Bohnensalat machen. Zu diesem Zweck habe ich getrocknete Puffbohnen=Ackerbohnen=Saubohnen eingeweicht und gekocht, allerdings waren das gespaltene Trockenbohnen vom Türken, die in weniger als der halben Garzeit fertig gewesen wären. Nachdem ich den Kelomat=Dampfkochtopf aufgemacht hatte, war da anstelle der Bohnen ein unansehnlicher Brei. 😉 Was macht man also? Falafel aus Puffbohnen!

2 Portionen:

  • 100g getrocknete (gespaltene) Puffbohnen, über Nacht mit 1 Msp. Natron in Wasser eingeweicht
  • 1 Zitrone, Saft davon
  • 1 EL Kichererbsenmehl
  • 1 EL Tahin
  • 4 EL gehackte Kräuter (Basilikum und Minze passen sehr gut)
  • 2 EL Essig
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Garam Masala
  • reichlich Sesam
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl
  • bunter Salat (ich hatte Tomaten und Spitzkraut aus dem Garten)
  • Kräuter zum Garnieren

Die getrockneten Bohnen richtig weich kochen. Bei gespaltenen Puffbohnen hat dies im Kelomat nur 15min gedauert. Wenn nötig, noch ein wenig zerstampfen.

Alle Zutaten bis auf den Sesam unterrühren und kräftig abschmecken. Abkühlen lassen (die Masse dickt an).

In der Zwischenzeit kann man sich mit dem Salat beschäftigen: Ich hatte Spitzkrautsalat mit Olivenöl, Leinöl, Apfelessig, türkischem Kümmel und Sojasauce, daher hab ich den nun zubereitet, damit er noch ein wenig durchziehen konnte. Dann hab ich noch Tomaten in Scheiben geschnitten, diese mit Flor de Sal bestreut und vor dem Servieren mit einer gekauften Balsamico-Reduktion verziert.

Wenn die Masse kühl genug ist, Bällchen formen und diese in reichlich Sesam wälzen.

Erdnussöl erhitzen und die Falafel ausbacken.

Salat auf Tellern anrichten und Falafel drauflegen. Mit Kräutern garnieren. Den in der Pfanne runtergefallenen Knusper-Sesam unbedingt über den Salat geben, mmmhm. 🙂

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Kohl mit Knusperkernen und Tahin-Dressing

Dieses geniale Gericht ist nicht wirklich meiner eigenen Fantasie entsprungen, sondern ich habe ein Rezept aus dem tollen Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones variiert. Anna Jones nimmt Grünkohl, Brokkoli, grünen Spargel oder Fisolen=grüne Bohnen (je nach Jahreszeit), außerdem keine Cashews und Pinienkerne, sondern Pistazien. Ihr Dressing ist ebenfalls etwas anders. Ihr seht also: Diese Speise erlaubt zahlreiche Variationsmöglichkeiten, die ich auch alle entsprechend taggen werde. Hier meine Variante – es wird sie sicher noch oft geben, wir haben uns absolut in dieses Ruckzuck-Essen verliebt!!

2 Portionen:

  • 120g Wirsing (Alternativ: Grünkohl)
  • 120g Stängelkohl (Alternativ: Brokkoli)
  • 2 EL Kürbiskerne
  • 2 EL gehackte Cashewkerne
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1 EL Ahornsirup
  • 2 gestr. EL Erythrit
  • Saft v. 1/2-3/4 Zitrone
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Tahin
  • 1 EL Mandelmus (oder anderes Nussmus)
  • Flor de Sal, Pfeffer

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Kerne mit 1 EL Erythrit und einer ordentlichen Menge Salz und Pfeffer vermischen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und 10min backen. Das Erythrit schmilzt und bindet somit die Gewürze an die Knusperkerne. Übrigens kann man gerne die doppelte Portion Kerne machen und ein paar Tage aufbewahren… so gut sind die!

Wirsing und Stängelkohl putzen und in sehr grobe Stücke teilen.

Ein cremiges Dressing anrühren aus dem Zitronensaft, Olivenöl, Tahin, Nussmus, Salz, Pfeffer, Ahornsirup und 1 EL Erythrit.

Eine Servierplatte zum Anwärmen ins heiße Backrohr geben.

Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und das Kohlgemüse darin kurz blanchieren. 40 Sekunden sollten eigentlich schon ausreichen!

Kohlgemüse gut abtropfen lassen, auf die Platte geben, mit dem Dressing beträufeln, mit noch etwas Flor de Sal und den Kernen bestreuen.

Knusperkerne


Erbsenschoten-Radischoten-Salat

Wie in meinem Rezept Radischoten mit Pilzen in Sauerrahm beschrieben, eignen sich die frischen, grünen Samenschoten von Radis=Rettichen und Radieschen gut als frische Gemüse-Ergänzung. Von der Konsistenz erinnern sie sehr an Erbsenschoten, weshalb eine Kombination beider Delikatessen logisch scheint, zumal die ja zur selben Zeit erntereif sind!

2 Portionen:

  • 4 Handvoll Blattsalat
  • 100g Radischoten
  • 100g Zuckererbsenschoten
  • 1/2 Glas eingelegte, rote Paprika in Öl
  • frische Kräuter: Estragon, Oregano, Ysop
  • 1 EL Leinsamen oder Sonnenblumenkerne
  • 1 TL Erythrit
  • 1/4 TL Salz
  • 1 EL Leinöl
  • 2 EL Öl von den eingelegten Paprika
  • 3 EL Apfelessig (je nach Schärfe mehr oder weniger)
  • Flor de Sal zum Bestreuen
  • ein paar Spritzer Zitronensaft

Den Salat putzen, zupfen und in eine Salatschüssel geben.

Den eingelegten Paprika unterheben.

Die Kräuter fein hacken und gemeinsam mit den Zutaten für die Marinade verrühren.

Eine Schüssel mit eiskaltem Wasser mit etwas Zitronensaft vorbereiten.

Einen Topf mit kochendem Salzwasser aufstellen und ein paar Spritzer Zitronensaft reingeben.

Die Radischoten und die Zuckererbsen 10 Sekunden in dem kochenden Wasser blanchieren, dann sofort in das kalte Wasser geben (verhindert Braunwerden).

Alles zusammen mit der Marinade vermischen, mit Samen oder Kernen sowie mit Flor de Sal bestreuen und genießen.

 

So. Und weil es in meinem Blog ja auch ein bisschen um Gartenfreuden gehen soll, zeige ich euch noch unsere neueste Errungenschaft: Litschi-Tomaten (Solanum Sysimbrifolium)!

Schmecken angeblich wie Kirschen, können roh gegessen oder zu Marmelade verarbeitet werden.

Die sind total witzig: Sie sehen aus der Ferne aus wie Tomatenpflanzen (sind sie ja auch), allerdings haben sie STACHELN! Und ihre Blüten sehen aus wie Erdäpfelblüten, oder?

Litschi-Tomaten

Freu mich schon so darauf!!

 

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Indisches Kokos-Mandel-Gemüse (+Pangasius+)

Wieder ein Rezept aus der Kategorie Veg+: Veg+ bedeutet, dass es sich eigentlich um ein vegetarisches oder veganes Gericht handelt (diesmal vegan), das einfach um Fisch oder Fleisch ergänzt werden kann, wenn sich nicht alle im Haushalt fleischlos ernähren.

2-3 Portionen (ohne bzw. mit Fisch):

  • 1/2 Brokkoli inkl. Stiel
  • 2 Karotten
  • 1 großer Paprika (ich hatte 1/2 gelb und 1/2 rot)
  • 1 grüner Spitzpfefferoni=Spitzpeperoni
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 3 EL Kokosflocken
  • 3 geh. EL Mandelmus
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 EL Tamarindenpaste
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Asant (alternativ 1 gepresste Knoblauchzehe)
  • 3 geh. EL Mandeln
  • 3 geh. EL Kokoschips
  • Kokosöl, Salz, Pfeffer

Als mögliche Ergänzung:

  • Pangasius-Filets (oder anderes Fischfilet)
  • Zitronensaft
  • Kokosöl, Salz, Pfeffer, Garam Masala

Wenn Fisch gewünscht ist, diesen mit Zitronensaft beträufeln und zur Seite stellen.

Brokkolistiel und Karotten in Ringe schneiden. In sehr wenig Salzwasser (am besten in einem Dampf-Einsatz) 5min dünsten. Dann die Brokkoliröschen dazugeben und weitere 3min dünsten.

Frühlingszwiebel (mit dem Grün), Paprika und Pfefferoni in mundgerechte Stücke schneiden.

In einem ofenfesten Topf (ich hatte einen Schmortopf) Kokosöl zerlassen und Zwiebel, Paprika sowie Pfefferoni 5min anbraten. Gedünstetes Gemüse unterheben und Ofen ausschalten. 3 EL Kokosraspeln unterheben.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Mandelmus, Sojasauce, Tamarindenpaste, Garam Masala und Asant zu einer Paste verrühren und unter das Gemüse mischen.

Mandeln grob hacken und gemeinsam mit den Kokoschips auf das Gemüse streuen.

Für 20-25min ab ins Rohr.

Wer Fisch dazu isst, muss diesen nun noch 5min vor Ende der Garzeit würzen und in Kokosöl anbraten.

 

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Zucchininudeln mit Würstel-Sugo (Vegan)

Heute mal wieder ein Rezept aus der Kategorie Veg+: Es ist ganz einfach, die veganen Würsterl durch normale auszutauschen, wenn der Bedarf besteht – bei zwei Essern mit unterschiedlichen Wünschen gibt man die Würstelscheibchen eben erst beim Servieren dazu.

Und Zucchininudeln erinnern einen einfach daran, dass der Sommer trotzdem irgendwann kommen wird. Das waren aber die ersten und letzten Supermarkt-Zucchini für dieses Jahr, die ich gekauft hab. Die ersten auf unseren Pflanzen haben schon die Größe von Delikatess-Mini-Zucchini. Das kann nicht mehr lange dauern! Juhuuuu!

2 Portionen:

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 2 Tomaten
  • 1 Paprika (rot oder gelb)
  • 1 Chili
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 vegane Tofu-Würsterl (oder normale)
  • 125-150ml passierte Tomaten
  • 1 gestr. EL Erythrit
  • 3 EL Balsamico-Essig
  • 1 Handvoll Pinienkerne
  • einige Oliven
  • Oregano, Basilikum
  • Salz, Pfeffer, Bio-Gemüsesuppenpulver, Olivenöl

Die Tofuwürsterl in Scheiben schneiden und in einer Marinade aus Essig, Erythrit und Salz einlegen.

Die Zucchini mit dem Spiralschneider zu Gemüsenudeln verarbeiten. Wer keinen hat, kann auch mit dem Sparschäler Zucchini“tagliatelle“ machen.

Zwiebel, Chili und Knoblauch hacken und in etwas Öl anbraten.

Paprika grob würfeln und zugeben. Die Wurstscheibchen inkl. der Marinade ebenso.

Mit Tomaten ablöschen, salzen, pfeffern, 15min köcheln lassen.

Gegen Ende der Kochzeit frische Kräuter hacken und unterheben sowie die Tomaten grob würfeln und noch etwas durchziehen lassen.

Jetzt die Zucchininudeln in wenig Olivenöl und mit etwas Salz und Gemüsesuppenpulver in einem Topf mit Deckel weich dünsten.  Ich mag sie gerne, wenn sie noch etwas Biss haben, das dauert dann nur 2-3min.

Die Pinienkerne ohne Fett in einem Pfännchen anrösten.

Zucchininudeln mit dem Sugo sowie zusammen mit frischen Kräutern, Oliven und Pinienkernen servieren.

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Radieschenblätter-Pesto

Mittlerweile dürfte bei den meisten Lesern meines Blogs angekommen sein, dass ich es liebe, frische Radieschenblätter und anderes Grünzeug zu verkochen, das oftmals – zu Unrecht – in den Müll wandert.

Radieschenblätter-Pesto erlaubt es, größere Mengen zu verarbeiten. Am Ende schmeckt es ein bisschen wie Pesto Genovese, aber auch wieder nicht, weil es zusätzlich zum dominaten Kräuter-Geschmack auch diesen charmanten, schlanken Blatt-Geschmack hat, den ich sehr schätze.

Ich nehme dieses Pesto als kleine Geschmacksbomben, etwa auf Salat, in Aufstrichen, aber auch in allen möglichen Rezepten für Gekochtes. In den nächsten Tagen werde ich einige Rezepte dafür zeigen.

Ein weiterer Vorteil: Ich nehme nur bestes Olivenöl, womit Radieschenblätter-Pesto wesentlich hochwertiger und besser ist, als die meisten gekauften grünen Pestos aus dem Supermarkt. Was mich ja immer maßlos ärgert, sind jene Anbieter, die „mit Olivenöl“ draufschreiben und dann dreht man das Glas um un sieht: 30% Rapsöl, 10% Sonnenblumenöl, 2% Olivenöl. Sauerei!! Selbermachen ist also auch deswegen die bessere Option!

Für ca. 2 Gläser:

  • 300g Radieschenblätter (mit Stielen; =ca. die Menge von 3-4 Bund Radieschen)
  • 2 Handvoll Basilikumblätter (mit Stielen)
  • 1 Handvoll Oreganoblätter (mit Stielen)
  • 1 Handvoll Estragonblätter (mit Stielen) –> Die Kräuter können auch in anderem Mischverhältnis zugegeben werden!
  • 100g Cashew-Kerne (Mandeln oder Walnüsse schmecken auch gut)
  • Saft + etwas Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 300ml Olivenöl
  • 2 EL heller Essig
  • 1 EL Erythrit
  • 4 EL Salz

Die Blätter und Kerne grob zerkleinern und gemeinsam mit den restlichen Zutaten in einen Hochleistungsmixer füllen und so lange passieren, bis die Konsistenz schön pestoartig ist. Wer keinen Hochleistungsmixer hat, sollte die große Menge in mehrere Portionen aufteilen, damit Pürierstab oder Mixer nicht w.o. geben, und muss vielleicht doch die Stiele weglassen (schade drum), weil sie zu fasrig für normale Mixer sind.

In saubere, heiß ausgewaschene Schraubgläser füllen.

Wenn man das Pesto in den Gläsern nun noch mit einer Schicht Olivenöl bedeckt und immer mit einem sauberen Löffel reinfährt, danach jedes Mal wieder eine Schicht Olivenöl, hält das Pesto monatelang im Kühlschrank!

Radieschenblaetter-Pesto_03

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Baba Ganoush vom Griller (Melanzaniaufstrich)

Noch einfacher geht es nicht – und noch besser wohl auch nicht. Ich bin sooo verliebt in dieses Rezept!!!

Normalerweise kenne ich nur Rezepte zur Herstellung von Baba Ganoush, die es erforderlich machen, dass man Melanzani stundenlang im Backrohr röstet. Das zahlt sich dann energietechnisch auch nur aus, wenn man größere Portionen zubereitet.

Wir aber haben jetzt die ultimative Lösung: Bana Ganoush vom Griller!

Braucht keine zusätzliche Energie, macht so gut wie keine Arbeit und schmeckt einfach phänomenal!

Zutaten für 1 Schüssel Aufstrich:

  • 1 Melanzani=Aubergine
  • 1 kl. Knoblauchzehe
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • 4 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Die Melanzani ohne Öl, ohne sie einzustechen, ohne sonstige Tätigkeiten… einfach nur pur auf den Griller legen, wenn man ohnehin schon grillt. Am besten nicht extra dafür den Griller anheizen, sondern die Energie einer Grillerei mitnutzen!

So lange grillen (ab und zu mal wenden) bis sie außen komplett schwarz und innen weich ist (Fingerdruck-Probe).

Abkühlen lassen, geht auch über Nacht.

Die überkühlte bzw. kalte Melanzani aufschneiden und das weiche Fruchtflesich herauslöffeln. Gemeinsam mit den restlichen Zutaten pürieren.

Und schon fertig. UND SO GUT!! 😀

Baba-Ganoush_Griller_01Baba-Ganoush_Griller_02

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Blumi-Paella

Ein Blumisotto ist Risotto aus geschreddertem Karfiol=Blumenkohl; eine Blumi-Paella eine entsprechende spanische Variation davon (ich verwende hier gerne den bundesdeutschen Ausdruck, weil „Karfisotto“ oder „Karfi-Paella“ nicht so hübsch klingen…).

Dieses Rezept ist übrigens auch wunderbar geeignet für Veganer, weil nur die Shrimps weggelassen werden müssen. Da ohnehin schon so viele andere leckere Gemüse-Zutaten vorkommen, fällt das nicht weiter auf. Um für Veganer den Eiweiß-Anteil ein wenig zu erhöhen, können noch etwas mehr Erbsen reingegeben werden.

Paella ist ja eigentlich die spanische Version eines Grillabends: Man isst sie nur gemeinsam mit vielen Leuten und außerdem im Freien. Der spanische Arbeitskollege meines Mannes findet es ein wenig seltsam, wenn wir Paella (ob mit Reis oder ohne – von Letzterem hab ich mich noch nicht erzählen getraut hihi) am heimischen Herd für uns zwei kochen. ABER es schmeckt halt einfach unbeschreiblich lecker, und das ist doch das Wichtigste, oder? 🙂 Obwohl… so eine richtig große, gesellige Runde… dann an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse unter Bäumen serviert… ach, ich glaub, das machen wir auch noch!

3 Portionen (4 mit Salat):

  • 1/2 geschredderter mittelgroßer Karfiol=Blumenkohl
  • 2 große Frühlingszwiebeln oder Lauchzwiebeln
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Chili
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten (entweder solche in Öl oder in Wasser eingeweichte)
  • 1 roter (Spitz-)Paprika
  • 1 hellgrüner (Spitz-)Paprika
  • 1 Handvoll Erbsen (TK-Ware)
  • 1 Handvoll Oliven
  • 4 Artischockenherzen aus dem Glas
  • 1/2-1 reife Avocado
  • 125g Party-Garnelen oder Mini-Shrimps aus nachhaltiger Fischerei
  • für die Optik: 2 exquisite Black Tiger-/King Prawn-Garnelen aus nachhaltiger Fischerei
  • 2 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 Bio-Zitrone
  • 0,2g Safran
  • etwas Paprikapulver
  • etwas Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Bio-Gemüsesuppen-Pulver
  • rotes Palmöl (gibt extra schöne Farbe) aus nachhaltigem Anbau

Den Karfiol grob mit der Küchenmaschine schreddern. Die andere Hälfte der Raspeln kann gut eingefroren werden.

Das Gemüse zerkleinern.

Zwiebel, Frühlingszwiebel, Chili und Knoblauch in rotem Palmöl in einer tiefen, möglichst gusseisenen Pfanne anschwitzen (ich hab den Wok benützt; der gusseiserne Schmortopf wär vielleicht noch besser gewesen). Dann die in grobe Stücke geschnittenen Paprika zugeben, scharf anbraten.

Wenn die Farbe stimmt, den Karfiol sowie die Erbsen, einen Teil der Oliven, die zerkleinerten getrockneten Tomaten, die Gewürze (nicht sparen!) und einen Schuss Wasser zugeben. 10-15min (mit Deckel) dünsten und ab und zu umrühren.

Gegen Ende noch die Mini-Shrimps unterrühren und noch kurz warm werden lassen. Mit etwas Zitronensaft abschmecken.

Die zwei großen Garnelen salzen, pfeffern und in einem Pfännchen anbraten, bis sie rosa sind.

Die Avocado schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.

In der Pfanne anrichten. Dazu noch die Artischockenherzen, ein paar Oliven, die Avocado, ein paar Zitronenspalten sowie die King Prawns drapieren und mit einem Schöpfer direkt am Tisch servieren.

Dazu passt ein gutes Glas Wein! 🙂

Schmeckt übrigens aufgewärmt am nächsten Tag fast noch besser!

Blumi-Paella_03

 

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Buddha Bowl mit Apfel-Linsen-Gemüse, glasierten Zwiebeln und Kräuterseitlingen

… und noch ganz viel mehr (aber das passt nicht in die Überschrift). 😀

Buddha Bowls sind einfach toll, weil man in ihnen eine rieeesen Portion Gesundes verarbeiten kann. Frisch, eingelegt, gebraten, mariniert, roh – diese bunte Mischung an Farben, Geschmäckern und Konsistenzen macht die Vielfalt der Schüsseln aus.

Die Kräuterseitlinge sind ausnahmsweise mal nicht selbst gesammelt, sondern von einem Bio-Anbieter vom Marchfeld gekauft, der seine Produkte auch bei den Rewe-Betrieben im Regal liegen hat. Ich find es ja toll, dass es langsam auch außergewöhnliche Schwammerl den Weg in die Supermärkte finden, und dann auch noch in Bio-Qualität! Wo, wenn nicht bei Pilzen, die ja wirklich JEDEN Müll tief in ihren Zellen speichern, wäre Bio notwendiger (außer bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs, versteht sich)?

Das Apfelgemüse (mal mit, mal ohne Linsen) mache ich ganz gerne als Beilage. Rosmarin passt übrigens auch gut dazu. Wir haben von meinen Schwiegereltern einen riesigen Korb Lageräpfel bekommen, die dringend weg mussten. Melde gehohrsam: Auftrag erfüllt, habe alle Äpfel in Smoothies, Snacks, Süßem und Herzhaftem verwertet und nur zwei sind faulig geworden (über die haben sich dann aber die Vögel gefreut)! Bitte gerne im Juli wieder dasselbe Spiel mit den Klaräpfeln, ich freu mich schon sehr! 🙂

2 Portionen:

  • 2-4 große Kräuterseitlinge
  • 1 kl. Zucchini
  • 2 Handvoll Cocktail-Tomaten
  • 2 Handvoll Salatblätter
  • Sesam
  • Basilikum-Blättchen
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Erdnussöl

Für die glasierten Zwiebeln:

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 geh. EL Erythrit
  • 4 EL Balsamico-Essig oder Rotwein-Essig
  • 1 TL Thymian-Blättchen
  • 1 EL Butter (bei veganer Variante Kokosöl oder rotes Palmöl; jedenfalls etwas mit „Körper“)

Für das Apfel-Linsen-Gemüse:

  • 50g gelbe Linsen
  • 2 große, säuerliche Äpfel
  • 1 gelbe Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL heller Essig
  • 1 guter Schuss Obers oder Crème fraîche oder Sauerrahm (muss aber nicht unbedingt sein für die vegane Variante)
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Erdnussöl

Die gelben Linsen waschen und in etwa 12min weich kochen.

Das Backrohr auf 50°C aufheizen und da drin anschließend die jeweiligen Bestandteile der Buddha Bowl warm halten.

Die rote Zwiebel in Ringe schneiden und in Butter anbraten. Mit Erythrit bestäuben und mit Essig ablöschen. Würzen. Eindicken lassen. Warm stellen.

Die Tomaten kurz scharf anbraten. Salzen und pfeffern. Warm stellen.

Die gelbe Zwiebel würfeln, die Knoblauchzehen hacken, die Äpfel in Würfel schneiden. Alles zusammen in der Tomaten-Pfanne anbraten, gekochte Linsen zugeben, mit dem Obers ablöschen und vom Herd nehmen. Warm stellen.

Die Seitlinge halbieren, die Zucchini in Scheiben schneiden. Beides salzen, pfeffern, mit Zitronensaft beträufeln und scharf in einer (Grill-)Pfanne in Erdnussöl anbraten, bis sie schöne Streifen haben.

Nun alle Zutaten, auch die rohen (Salat, Kräuter), schön in Schüsseln schichten und zum Schluss mit Sesam bestreuen.

BuddhaBowl_Kraeuterseitlinge_01

BuddhaBowl_Kraeuterseitlinge_02

BuddhaBowl_Kraeuterseitlinge_03