Süßkartoffel-Boot mit Ei und Brokkolisalat

Herrje, schon wieder ist es so lange her, dass ich etwas auf meinen Blog geschrieben habe. Ich koche viel, fotografiere viel und schreibe mir auch alles für euch auf – ehrlich. Nur: Das Onlinestellen ist momentan einfach kaum machbar, da ich im Beruf extrem ausgelastet bin und gleichzeitig meine verflixte wunderbare Diss. fertig mache. Im Oktober will ich nach so vielen Jahren endlich einreichen – jetzt ist Endspurt angesagt, und aus! Kein weiterer Kongress, an dem mich die Kollegen mit Kulleraugen anschauen und es nicht fassen können, dass meine Promotion immer noch aussteht!

Außerdem habe ich beschlossen, endgültitg mit diversen selbstproduzierten Wehwehchen wie computerbedingten chronischen Nacken- und Schulterproblemen aufzuräumen und mit „Sport“ begonnen. Nicht das Bisschen Yoga und Wandern, das ich sowieso immer gemacht hab, sondern endlich richtiger Ausdauersport. Das tut mir wirklich gut, braucht dann aber natürlich auch noch ganz schön was an Zeit, wenn man jeden Tag laufen gehen will.

Ich freu mich auch total, dass jetzt endlich wieder der Frühling einkehrt! Im Garten beginnt alles zu knospen, die Frühlingsblüher sind da, unsere Pergola ist nun endlich fertig, die Hochbeete wurden teilweise repariert (teilweise steht das noch aus) – und endlich gibt es auch wieder Frühlingsgemüse! Ihr kennt mich ja, ich ziehe das ganze Jahr über mein Gemüse (Kohlsprossen=Rosenkohl, Vogerlsalat=Feldsalat, Karotten, Rüben, Topinambur, Wirsing und Zuckerhut gab es den ganzen Winter lang). Trotzdem fühlt es sich anders, eben „neu“ an, wenn die kleinen Radieschen-Pflanzerl aus der Erde sprießen und das neue Gartenjahr willkommen heißen. 🙂

Süßkartoffel-Boot mit Ei und Brokkolisalat

Jetzt aber endlich mal wieder ein Rezept. Wir mögen Süßkartoffeln sehr gerne, sie sind auch wirklich gesund (wahre Vitamin A-Bomben, sehr viel Vitamin C, Vitamin E, Kalium, Magnesium, Kalzium). Low Carb sind sie nicht, allerdings habe ich meine Ernährungsweise ja dahingehend abgeändert, mich kohlenhydratbewusst und vollwertig pflanzenbasiert zu ernähren.

„Vollwertig pflanzenbasiert“ bedeutet für mich im Hinblick auf die LC-Angelegenheiten: Kohlenhydrate aus ganzen Pflanzen ja, jedoch in Maßen (Dinkelkörner, Süßkartoffeln, brauner Reis, roter Reis…), einkettige KH mit schlechtem glykämischen Index so gut wie nie (weißes Mehl, Zucker, weiße Pasta, weißer Reis…). Und im Idealfall dann noch ordentlich proteinhaltig (Hülsenfrüchte, Quinoa…).

Diese Süßkartoffel-Boote waren kürzlich unser Feel-good-Sonntagsbrunch; die Idee hatte ich von Will Cook For Friends (allerdings gibt es dort Speck; als Alternative ginge auch mein Kokos“speck“). Seit ich in einem tollen Wiener Frühstückspub eingelegten Kohlsalat als Beilage zu meinen Eggs Florentine bekommen habe, esse ich ja gänzlich ungeniert mariniertes, rohes Kreuzblütlergemüse auch zum Frühstück/Brunch. Probiert das mal. Klingt schräg, passt aber wunderbar für einen herzhaften Start in den Tag!

2 Portionen:

Für die Süßkartoffel-Boote:

  • 1 Süßkartoffel (eher eine bauchige nehmen)
  • 2 Eier
  • 2 TL Sesam
  • 1 TL Goldleinsamen
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • n.B. Sriracha-Sauce
  • n.B. etwas Käse zum Bestreuen

Für den marinierten Brokkoli:

  • 1/2 kl. Brokkoli
  • 1 kl. Karotte
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 1 EL Balsamico Bianco
  • 1 TL Erythrit
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Zuerst die Brokkoliröschen und den Stiel sowie die Karotte eher klein schneiden. Die restlichen Zutaten darüber geben und mit den Fingern fest einkneten (!), bis wirklich alle Röschen mariniert sind. Ziehen lassen lassen.

Die Süßkartoffel waschen, abtrocknen und mit Olivenöl bepinseln. Ca. 60min in einer Auflaufform backen (ganz große Knollen 70min).

Nach dem Ende der Backzeit die Süßkartoffel aus dem Ofen nehmen und längs mit einem Messer aufgschneiden. Aushöhlen (mit Messer und Löffel – Achtung, nicht durchstechen!). Dann je ein Ei in eine Höhle schlagen und wieder in die Form setzen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, Sesam und Leinsamen aufstreuen und nochmal für 20min ins Rohr (sehr große Eier brauchen 25min).

Das Innenleben der Süßkartoffel kann einfach nur mit Salz und Pfeffer gewürzt aufs Teller gelegt werden – oder aber, man streut ein wenig Käse darüber und bäckt das nebenbei auch noch mit (bei mir sieht das etwas seltsam aus – es war ein Reststück harter Ziegenkäse im Ganzen, auch sehr lecker).

Wer es auch gerne scharf hat, kann vor dem Servieren noch etwas Sriracha-Sauce (oder eine andere scharfe Sauce) darüber träufeln. Ich habe gerne selbstgemachte Sriracha; dazu muss ich auch mal was posten.

Gemeinsam mit dem marinierten Brokkoli genießen.

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Kokos“speck“

Himmel, die Welt war unfertig ohne diesen Snack, wirklich!

Ich hatte ihn schon mal bei Marlies von Homestead Notes entdeckt, mir dringend vorgenommen, ihn auszuprobieren… und natürlich vergessen. 😉

Dann hat mir meine Freundin L. zu Weihnachten wieder ein ganz tolles Kochbuch geschenkt, nämlich „My New Roots“ von Sarah Britton (übrigens eine Bloggerin), wo auch Kokosspeck gemacht wird.

Ich hab jetzt kurzerhand beide Rezepte zusammengemischt, den Ahornsirup durch Erythrit ersetzt, tief ins Gewürzregal gegriffen – und so eines herausbekommen, das mir so gut schmeckt, dass mir fast die Tränen kommen, ehrlich. Übrigens hat sich unsere KATZE beim Auskühlen über den Kokosspeck hergemacht. 😀

Und was macht man jetzt damit?

Also. Zunächst einmal: Snacken. Es gibt nichts Besseres. Dann bietet es sich natürlich an, den Kokosspeck über alles zu streuen, was den deftigen Räuchergeschmack verträgt. Marlies hat beispielsweise ihr Erdäpfelpüree und ihre Fisolen=Grünen Bohnen damit bestreut; wir hatten den Speck schon auf buttergeschwenkten Piroggen, zum herzhaften Frühstück, über Hummus, zu „Speck“datteln, im Käferbohnen-Salat… Sarah Britton serviert auch ein tolles Sandwich mit Tomaten, Vollkornbrot und Kokosspeck. Ihr seht: Alles schmeckt besser mit Kokosspeck! 😀

2 Schraubgläser voll:

  • 150g ungeröstete Kokoschips
  • 30ml Sojasauce oder Tamari
  • 1 TL flüssiges Raucharoma (Ich kaufe ausschließlich das, das wirklich nur aus destilliertem Eichenrauch, also aus Rauch und Wasser besteht! Diese ganzen grauslichen Zusatzstoffe müssen nicht sein!)
  • 1 EL Erdnussöl oder flüssiges Kokosöl
  • 2 EL Erythrit
  • 1 TL Kokosblütenzucker
  • 1 TL Apfelessig
  • 1 gepresste Knoblauchzehe
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Räucherpaprika (je nach Vorliebe scharf oder mild)
  • 1/2 TL Kurkuma

Backrohr auf 100°C Heißluft vorheizen.

Alle Zutaten vermischen und dann mit den Händen in die Kokoschips einmassieren (durch das Fett wird die Marinade sonst nicht gleich haften).

Ca. 40min backen, dabei alle 7min wenden. Die Chips sollen schön knusprig, aber nicht zu dunkel werden. Wenn man sie rausnimmt, knuspern sie noch ein bisschen nach.

Achtung! Ich hab die Chips auskühlen lassen (wurden noch knuspriger) und dann dummerweise stehen lassen (wodurch sie irgendwann wieder Feuchtigkeit anziehen!). Also: Sobald sie erkaltet sind, in luftdichte Schraubgläser füllen! (Allerdings ist es auch nicht weiter schlimm, wenn sie wieder etwas entknuspern, weil sie dann von der Konsistenz her sogar noch mehr an Speck erinnern.)

Gefüllte Snack-Tascherl aus Mozzarellateig

Das Rezept ist schnell erklärt: Ich hatte zu viel Mozzarellateig für die Gemüse-Enchiladas gemacht und deshalb zwei Teigplatten umfunktioniert zu Snack-Tascherl.

Das Ergebnis ist sowas wie Low Carb-Mürbteig-Täschchen und lässt sich mit allem füllen, solange die Fülle nicht zu feucht ist. Von frischen Tomaten würde ich daher eher abraten, es sei denn, man brät sie vorher an.

4 Tascherl:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle Nr. 1:

  • 2 EL Ajvar oder Pesto Rosso
  • 1/2 roter Paprika, klein gewürfelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 1 Handvoll Basilikum-Blättchen, grob gehackt
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Für die Fülle Nr. 2:

  • 1 TK-Spinatzwutschgerl, gut ausgedrückt und gehackt (oder angedünsteter und frischer Blattspinat)
  • 1 Handvoll Feta oder Schafkäse, zerbröckelt
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • Thymian-Blättchen
  • etwas Reibkäse und Schwarzkümmel zum Bestreuen

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller).

Auf die Platten mittig die oben beschriebenen Füll-Vorschläge (oder etwas ganz anderes, hauptsache nicht allzu feucht) setzen und wie Topfengolatschen zusammenfalten.

40-45min backen, je nach Bräunung. Nach 30min mit Käse und Schwarzkümmel bestreuen.

Wer sie am nächsten Tag als Jause mitnehmen will, kann sie jetzt auch im Rohr abkühlen lassen, dann dunkeln die Täschchen noch nach und sind besser transportierbar. Man kann sie aber auch gleich aus der Hand snacken. 🙂

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Low Carb-Fußballsnacks

Ojeee oje oje oje (fakultativ: gesungen zur Melodie von „Oléee olé olé olé„) – Österreich hat beim gestrigen EM-Match ja ganz schön abgeloost.

Das einzig Witzige war ein unabsichtlicher Kommentar des ZDF-Sprechers (wir switchen ganz gern zwischen ORF und den deutschen Kollegen herum):

„Österreich-Ungarn steht 2:0“ – Die Anschlussfrage müsste lauten: Gegen wen? 😀

Mein Mann, der Lehrer ist, muss heute wohl seine zutiefst vestörten Schüler aufmuntern, die gestern alle mit rot-weiß-roten Dressen und Fähnchen und Bannern in der Schule saßen. 😉 Aber: Wer muntert dann meinen Mann auf?

Ich hab’s gestern versucht mit ein paar leckeren Snacks!

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Für die Biertrinker unter uns übrigens noch ein heißer Tipp: Ich hab kürzlich in Wien das glutenfreie und Low Carb-Bier „zum wohl“ der Salzburger Brauerei Gus*werk getrunken. Es war wirklich sehr gut, wenn auch hochpreisig – das kann aber auch am Lokal gelegen haben. Ich muss mich mal bei Gus*werk umschauen. Und nein, ich bekomme weder Geld noch gratis Bier für diese Werbung (schade eigentlich, so ein paar Fläschchen wären doch was Feines…).

Daraufhin hab ich zu recherchieren begonnen und das Bier „Nixe Extra Dry“ der Wiener Brauerei N*xe entdeckt, das auch als Low Carb-Bier vermarktet wird.  Dieses hab ich noch nie getrunken, aber der Gedanke an verschiedene LC-Leckereien reizt mich. Hoffentlich springen auf diese Zug noch mehr Anbieter auf. 🙂

Also dann, Bier und Snacks zum Fußball – da sieht die Welt doch gleich nicht mehr so schlimm aus, auch wenn wir kein gutes Bild gemacht haben, oder?

Es gab:

Baba Ganoush mit Paprikasticks

Käsecracker auf 2er-lei Art: einmal mit Gouda, Mandeln, Rosmarin und Thymian; einmal mit Räucherkäse und Speckwürferln

Getrocknete Oliven, getrocknete Tomaten, gesalzene Kürbiskerne, Chili-Essiggurkerl, scharfe Pfefferoni (alles gekauft)

Würzige Knabber-Cashews

 

Für die Knabber-Cashews noch ein Mini-Rezept:

  • 4 Handvoll Cashew-Kerne (noch kohlenhydratärmer wären blanchierte Mandeln)
  • 1 TL Erdnussöl
  • 1 TL Erythrit
  • 1/2-1 TL Salz (je nach gewünschter Salzigkeit)
  • 1 TL Pul Biber (türk. scharfer Flockenpaprika; alternativ normales Paprikapulver und etwas Chilipulver)
  • 1/2 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung; Currypulver ist auch gut)

Entweder Cashews oder blanchierte Mandeln nehmen. Auf Letzeres hatte ich keine Lust mehr, aber eigentlich geht das Blanchieren supereinfach: Man kocht Mandeln 2min in Wasser, gießt sie kalt ab und kann dann die Häutchen ganz einfach mit den Fingern von den Mandeln flutschen lassen.

Nüsse bzw. Kerne in ein Stielpfännchen geben und bei mittelhoher Hitze rösten (bzw. wenn die Mandeln blanchiert wurden, erst mal das Wasser verdampfen lassen). Nicht verbrennen lassen (ist mir fast passiert, weil ich unaufmerksam war)!

Wenn man mit dem Röstgrad zufrieden ist, Öl und Erythrit zugeben und kurz schmelzen lassen. Dann noch die Gewürze zugeben und nur so lange weiterrösten, bis sich die Gewürze schön angeklebt haben. Komplett auskühlen lassen, auch wenn es schwer fällt – die ganz kalten Nüsse sind viel knuspriger als die lauwarmen! 🙂

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Raclettebrot

Dieses köstliche Jausenbrot gab es früher oft, aber seit wir uns Low Carb ernähren, hab ich einfach nicht mehr dran gedacht. Dabei geht das so einfach! 🙂

2-4 Portionen (als Hauptspeise bzw. als Jausensnack):

  • 90g Haferkleie
  • 10g Weizenkleie
  • 25g Kokosmehl
  • 25g Walnussmehl oder Kürbiskernmehl
  • 15g Hanfsamen
  • 2 Eier M
  • 250g Magertopfen=Quark
  • 50g Joghurt oder Sauerrahm oder Buttermilch
  • 1 geh. TL Salz
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1/2 TL Kümmel, gemahlen oder 1 TL ganze Samen
  • 1/2 TL Anis- oder Fenchelsamen
  • ca. 10 Scheiben Raclettekäse
  • frisch gemahlener Pfeffer zum Bestreuen
  • Sauergemüse

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine vermischen, dann den Teig 15min quellen lassen.

Backrohr auf 180°C Heißluft vorheizen.

Teig esslöffelweise in Form von 2 Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, evtl. mit nassen Händen nachmodellieren. 30-35 min bei 180°C Heißluft backen.

Ein wenig auskühlen lassen, danach einmal längs durchschneiden und mit Raclettescheiben belegen. Mit Pfeffer bestreuen und 15-20min überbacken, bis der Käse zerläuft und ganz leicht bräunt.

Mit Sauergemüse servieren.

Regenbogen-Schichtsalat

Ein leckerer veganer Snack. Wer gerne herzhaft frühstückt, wird damit viele Stunden satt. Ansonsten ein gutes Abendessen, evtl. mit einem Stück Low Carb-Brot oder pur.

Auf meinen Fotos sind die Zutaten noch nicht ganz nach den Regenbogenfarben (Spektralfarben) angeordnet. Diese Idee ist mir erst danach gekommen; aber zukünftige Köche können sich daran orientieren:

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2 Portionen:

  • 1 gekochte Rote Rübe=Rote Bete (Alternative für die warme Jahreszeit: lila Paprika oder lila Cocktailtomaten)
  • 1 Avocado
  • 4 geh. EL gehackter Koriander (alternativ Petersilie)
  • 4 geh. EL Mais (nicht richtig Low Carb; alternativ gelber Paprika)
  • 200g Hummus (selbst gemacht oder gekauft)
  • 4 geh. EL gehackte Mandeln
  • 1 EL Pul Biber (türk. Flockenpaprika) + 1 EL normales Paprikapulver, gemischt
  • 2 EL Zitronensaft
  • ein paar Spritzer Tabasco
  • Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel-Pulver
  • Olivenöl

Hummus nach Rezept zubereiten oder fertig gekauften nehmen (darauf achten, dass keine seltsamen Zusatzstoffe und kein billiges Fett verwendet werden).

Rote Rüben kochen (ich mache das am liebsten im Kelomat=Schnellkochtopf: 15min auf dem zweiten Ring, dann Herdplatte ausschalten und so lange stehen lassen, bis der Dampf von alleine abgekühlt ist und man den Topf ohne Zischen öffnen kann, also etwa 10min). Abkühlen lassen und in 1cm-Würfel schneiden. Salzen und pfeffern. (Schnelle Alternative: eine eingeschweißte, gekochte Rübe kaufen und würfeln.)

Avocadofleisch mit dem Zitronensaft, dem Tabasco, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel pürieren.

Jetzt geht’s an’s Schichten; ggf. Regenbogenfarben beachten:

  • Lila/Blau: Rote Rüben-Würfel oder Würfelchen von lila Paprika/Tomaten
  • Gehackte Mandeln (als Trennschicht, damit die Avocado nicht rot wird)
  • Grün: Guacamole sowie Korianderblätter
  • Gelb: Mais oder Würfelchen von gelbem Paprika
  • Beige (statt Orange): Hummus
  • Rot: Pul Biber und Paprikapulver
  • Abschließend: Olivenöl

Mehrere Stunden oder über Nacht ziehen lassen.


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Käsecracker der Superlative

Es ist offiziell: Ich habe mein Low Carb-Lieblingsrezept (er)(ge)-funden. Diese Käsecracker sind verboten gut. Und so hübsch!!

Für die entzückenden Formen sind Pastetenstempel verantwortlich, die ich dieses Jahr in Chicago gekauft hab. Seit Mai lagen sie nun in der Lade und darbten ihr einsames Leben, weil sich noch kein Low Carb-Rezept ergeben hat, wo man sie benützen könnte. Eigentlich sind sie für Mürbteig gedacht, den man wie Kekse aussticht, dann „stempelt“ (also mit Maserung versieht) und schließlich auf den Deckel einer amerikanischen Shortcrust Pastry legt. Ich werde diese HIMMLISCHEN Low Carb-Käsecracker jetzt regelmäßig (wahrscheinlich zu regelmäßig… oje oje…) backen und außerdem die Pastetenstempel auch für Weihnachtskekse und Bento-Boxen zum Einsatz bringen.

Pastetenstempel

Man kann für das Rezept aber selbstverständlich auch normale Keksausstecher verwenden.

Für 2 Backbleche:

  • 125g Magertopfen=Quark
  • 100g geriebenen, kräftigen Käse (ich hatte 50g Drautaler und 50g Bergkäse)
  • 70g zimmerwarme Butter
  • 2 EL Nussmus (ich hatte Mandelmus)
  • 2 EL Wasser
  • 50g Mandelmehl, entölt (und noch etwas mehr zum Bemehlen)
  • 50g Kichererbsenmehl
  • 50g Eiweißpulver, neutral
  • 2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Alle Zutaten gut verkneten (geht am besten auf der Arbeitsplatte mit den Händen).

15min rasten lassen (ungekühlt).

Nach der Ruhezeit den Teig noch einmal etwas durchkneten, sodass er sich wieder etwas erwärmt. Dann die Arbeitsplatte gut mit Mandelmehl bestäuben und mit dem Nudelwalker=Teigroller etwa 5mm dick ausrollen. Achtung: Das ist nicht einfach. Der Teig ist ziemlich hart und sperrig; man muss seine ganze Kraft (oder seinen braven Mann hihi) dafür einsetzen. Aber: Die Anstrengung lohnt sich!!!

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Kekse bzw. Cracker ausstechen und auf die Backbleche legen. Bei Heißluft 15min backen. Aufpassen, dass die Cracker nicht zu dunkel werden.

Unbedingt in einem gut schließbaren Behälter aufbewahren, damit sie ihre Knusprigkeit behalten! Tipp: Das erste Mal ist es mir passiert, dass die Cracker in einer undichten Dose zäh wurden. Ich hab sie dann einfach nach einem Ofengericht in das noch heiße Backrohr gelegt und in der Restwärme liegen lassen. So knuspern sie auch wieder auf.

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Zucchini-Käse-Waffeln

Ich präsentiere feierlich: Das Zucchini-Projekt! Jawoll!

Das hat auch üüüberhaupt nichts damit zu tun, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes kiloweise Zucchini ernten und kaum noch etwas Anderes essen, sondern entstammt einer ganz und gar zufällig meiner unglaublichen Kreativität geschuldeten Eingebung. 😉

Ich starte das Projekt mit einer Idee, die wir heute für unseren Sonntagsbrunch umgesetzt haben: Zucchini-Waffeln mit Banane und Käse. Immerhin gibt es Zucchinikuchen, warum dann nicht auch in Waffelform? Die Banane gibt gerade so viel Süße, dass ein sanft süß-herzhaftes Gesamtergebnis entsteht.

2 Portionen (ca. 5 Waffeln):

  • 1 kl. Zucchini (ca. 300-350g)
  • 1/2 sehr reife Banane (od. 1 kleine)
  • 4 EL Haferkleie
  • 2 EL geriebene Nüsse
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Pkg. Topfen=Quark (bei Magertopfen noch 1 EL Öl mehr nehmen und gut fetten!)
  • 2 Eier
  • 70g+30g Gouda
  • 1+1 TL Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Zucchini reiben und in einer Schale mit 1 TL Salz bestreuen. Stehen lassen.

Banane zerquetschen, Gouda reiben.

Banane, Haferkleie, Nüsse, Öl, Topfen, Eier, 70g Gouda, 1 TL Salz und Backpulver mit der Küchenmaschine verrühren. 10min quellen lassen.

Zucchini gut ausdrücken (ich trinke das salzige Wasser gern…) und in die Masse rühren.

Im Waffeleisen ausbacken. Achtung, gut fetten, auch wenn es ein beschichtetes Waffeleisen ist. Am besten schmecken die Waffeln, wenn sie schon ziemlich braun und knusprig sind – dafür ggf. das voreingestellte Waffel-Programm 2x ablaufen lassen.

Die fertigen Waffeln am Teller mit dem restlichen Käse bestreuen.

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Käsecracker

Die Idee für diese sündige Knabberei hab ich aus dem wunderbaren Buch Hungry Monkey des großartigen Foodbloggers Matthew Amster-Burton. Das mag ein wenig seltsam sein, weil es von den Kochabenteuern mit einem Kleinkind handelt (und ich keine Kinder habe), aber ich hab das Buch mal aus beruflichen Gründen rezensiert. Seitdem ist es zu meinem Lieblingsbuch aus dem Genre Food writing geworden – ich nehme es immer mal wieder zur Hand, auch wegen der köstlichen Rezepte darin. Die deutsche Ausgabe heißt übrigens Kulinarische Abenteuer mit einem Kleinkind und erschien im Egmont Verlag, aber leider gibt es sie nur noch gebraucht zu kaufen.

Ich habe Matthew mal gefragt, ob er für seine Fortsetzung Pretty Good Number One auch an den deutschsprachigen Markt denkt, aber derzeit ist wohl noch kein Interesse vonseiten des Verlages da. Schade! Genießen wir also die geringfügig veränderten Käsecracker und lesen das englische Buch! 🙂

10 Stück:

  • 50g Grana Padano oder Parmesan (dieser Käse sollte nicht ersetzt werden, da von ihm die Konsistenz der Cracker abhängt)
  • 50g würziger Käse, z.B. Bergkäse
  • 2 EL Nüsse, z.B. Walnüsse oder Haselnüsse
  • 2 TL getrocknete Kräuter, z.B. Rosmarin oder Oregano
  • 1 EL Haferkleie

Den Käse grob reiben, die Nüsse grob hacken. Alles in einer Schüssel vermischen und zehn kleine Häufchen aufs mit Backpapier ausgelegte Backblech setzen.

Bei 200°C Heißluft 5-7min backen bis der Käse am Rand braun zu werden beginnt. NICHT WEGGEHEN – verbrennt sehr schnell! Am besten daneben stehen bleiben und wie gebannt auf die blubbernden Käsehaufen starren. 🙂

Abkühlen lassen und vom Backpapier lösen.

In einer luftdichten Vorratsdose halten die Cracker mindestens eine Woche, länger hat bei uns noch keiner überlebt, weil die fiesen Dingerl süchtig machen. Aber erstens sind sie absolut köstlich, zweitens braucht man manchmal einfach einen leckeren Snack und drittens sind sie um vieles besser und natürlicher als gekaufte Chips mit allerlei Zusatzstoffen! Also guten Appetit! 🙂

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Nachtrag vom 15.06.2016:

Hier ein paar Variationen:

Als Käsevarianten Gouda und Räucherkäse (zusätzlich zum italienischen Hartkäse, den es für die Knusprigkeit braucht); als Alternative zu den Nüssen+Kräutern schmecken auch Speckwürferl gut:

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