Gemüse-Enchiladas aus Mozzarellateig (+mit Speck+)

Mozzarellateig ist eine ziemlich coole Sache. Ich hab mittlerweile schon auf vielen Low Carb-Blogs gesehen, was man alles daraus machen kann: Die Palette reicht von herzhaft bis süß!

Enchiladas, die ich für mein Leben gerne esse (auch Full-Mega-High-Superduper-Carb), hab ich schon mehrmals gemacht, allerdings bisher mit einem anderen Teig. Einmal Enchiladas mit Zucchini-Tomaten-Salsa und Hendl, einmal Enchiladas (casi) tradicional. Diesmal habe ich eine vegetarische Variante für mich probiert. Mein Mann hat noch einige Speckwürfelchen in seine beiden Enchiladas gegeben, daher gebe ich das Gericht auch zur Kategorie Veg+.

2 Portionen:

Für den Teig:

  • 125g Mozzarella (Vollfett-Stufe)
  • 50g Butter
  • 15g Flohsamenschalen
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 30g Eiweißpulver, neutral
  • 1 Ei L
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Kreuzkümmelpulver
  • 1/2 TL Guakernmehl
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Für die Fülle:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 1 roter Paprika
  • 1 Handvoll Mais
  • 1 Handvoll Radieschenblätter, Spinat oder Mangold
  • 2 Tomaten
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmelpulver
  • fakulatativ: 1 kl. handvoll Speckwürferl
  • je 1 geh. EL Radieschenblätter-Pesto pro Enchilada (alternativ: Pesto Genovese)
  • 100g Gouda
  • Erdnussöl, Salz, Pfeffer

Außerdem:

  • 1 Avocado
  • etwas Zitronensaft
  • frischer Koriander

Mozzarella, Butter und Ei mit dem Pürierstab pürieren. Die daraus entstandene Masse mit allen weiteren Zutaten für den Teig mit der Küchenmaschine vermischen, zu einer Kugel formen, diese mit Frischhaltefolie umwickeln und 1-2 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach dieser Ruhezeit das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien möglichst dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Auf dem Blech in 4 Platten schneiden (geht am einfachsten mit dem Pizzaroller). 15min backen.

Für die Fülle in der Zwischenzeit die fein gehackte Zwiebel, Knoblauch und Chili in Erdnussöl anbraten.

Den klein gehackten Paprika und den Mais dazu geben und einige Zeit dünsten lassen.

Das grob gehackte Grünzeug (Radieschenblätter, Spinat oder Mangold) zugeben, kräftig würzen und weiterdünsten.

Gegen Ende noch die klein gehackten Tomaten und die fein gehackten Stiele vom Koriandergrün zugeben.

Eine Form fetten.

Wenn die Backzeit der Enchilada-Fladen fertig ist, heißt es schnell sein: Jede Platte einzeln und flott flott vom Blech nehmen, sofort zu befüllbaren Formen zusammenklappen und mit der Öffnung nach oben in die Form stellen. Wenn man zu lange mit dem Biegen wartet, wird der Teig hart und bricht!

Nun hat man wieder Zeit: Je 1 EL Pesto in die Formen geben, mit dem angebratenen Gemüse auffüllen.Ggf. die Speckwürferl auf die Enchiladas verteilen.

Den Gouda drüberreiben und das Ganze nochmal für 20-25min  ins Backrohr geben.

Vor dem Servieren die Avocado fächerförmig aufschneiden, gleich mit Zitronensaft beträufeln (damit sie nicht braun wird) und zu den mit Korianderblättchen bestreuten Enchiladas servieren.

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Bunte Gemüsenudeln (+mit Schinken+)

Wieder einmal ein Rezept aus der Kategorie Veg+ (eine Portion vegetarisch, eine mit einem leicht zu ergänzenden „Plus“ an Fleisch). Gemüsenudeln gehen doch immer. 🙂

2 Portionen (1 vegetarisch, 1 mit Schinken):

  • 2 kl. Zucchini
  • 2 eher kl. Karotten (die weniger bunte, dafür noch kohlenhydratärmere Variante: eine dritte kleine Zucchini)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 gr. Frühlingszwiebel oder Lauchzwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Chili
  • 1 Dose geschälte Tomaten (400g)
  • 70g Frischkäse mit Kräutern (ich hatte Ziegenfrischkäse, der gibt noch mehr Aroma, wenn man den Geschmack mag)
  • 2 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL Erythrit
  • 1 EL frische Thymianblättchen
  • 1/2 Handvoll frische Majoranblättchen (alternativ Oregano, wenn jemand den Majoran-Geschmack nicht mag)
  • 50g Parmesan oder Grana Padano, grob gerieben
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl

Vegetarisch:

  • 1 Handvoll Cocktail-Tomaten

Fleisch:

  • 50g-70g Schinken oder Schinkenwurst

 

Die (gewaschenen, aber ungeschälten) Zucchini und die Karotten mit einem Gemüsespitzer oder einem Spiralschneider in Spaghetti-Form schneiden (hier ein anders Rezept für Zucchininudeln). Wer keinen Spiralschneider hat, kann auch den Gurkenschäler nehmen und Tagliatelle machen.

Zwiebel, Frühlingszwiebel (mit Grün), Knoblauch und Chili fein hacken bzw. in Ringe schneiden und in Erdnussöl anbraten. Wenn sie Farbe haben, die Tomatendose darüber geben. Mit Salz, Pfeffer, Essig, Erythrit und Tomatenmark würzen und etwa 15min eindicken lassen.

In der Zwischenzeit die Kräuter abrebeln und unterheben.

Die Cocktailtomaten halbieren und zur Seite stellen. Schinken grob würfeln und ebenfalls zur Seite stellen.

Den Frischkäse unter die Tomatensauce, ggf. noch einmal abschmecken.

Die mit Salz, Pfeffer und Suppenpulver gewürzten Gemüsenudeln in einem Topf mit etwas Erdnussöl andünsten lassen. Wer Karotten verwendet muss diese zuerst in den Topf geben (ca. 5min), danach die Zucchininudeln dazu geben und weitere 3min dünsten (alles mit Deckel).

Den Schinken in einem separaten Pfännchen mit wenig Erdnussöl anbraten.

Die Gemüsenudeln auf vorgewärmten Tellern anrichten. Eine Portion mit Tomatensauce begießen, da drauf den Schinken und geriebenen Parmesan geben. Die Cocktailtomaten unter die zweite Portion unterrühren, ein paar Sekunden ziehen lassen und schließlich ebenfalls mit Parmesan bestreuen.

 

Gemuesenudeln-Tomatensauce_01

Gemuesenudeln-Tomatensauce-Schinken_02

 

Und zum Abschluss noch ein kleiner Frühlingsgruß: Unsere Wildblumenwiese, in die wir letzten Herbst 400 Stück Blumenzwiebel eingesetzt haben, damit die Wiese auch schon im Frühjahr in voller Blüte steht! Die Krokusse (kleines Bild) sind zur Zeit bereits verblüht, die Tulpen fehlen noch:

 

Bento mit Spam Musubi

Spam Musubi ist eine äußerst populäre Spezialität aus Hawaii. Lasst euch nicht von der Bizarrheit dieses Gerichtes abschrecken – es ist wirklich KÖSTLICH! Peinlich. Aber köstlich. 😀

SPAM ist einfach nur der Name des ersten Herstellers für Frühstücksfleisch aus der Dose. Es ist ein bisschen anders als das berühmtere Corned Beef, nämlich aus Schweinefleisch und nicht aus Rind, aber im Grunde… schmeckt es trotzdem genauso. 😉

Frühstücksfleisch (egal von welchem Hersteller) ist wirklich nichts, was man täglich essen sollte… Trotzdem erinnern mich die Dosen von Inzersdorf an Wanderausflüge mit meinen Eltern in den 1980ern und 1990ern. Mein Mann verbindet damit übrigens (ebenfalls ganz positiv) das Bundesheer: Er war immer überglücklich, wenn in seinem Proviantbeutel für den Outdoor-Einsatz Frühstücksfleisch und kein Leberaufstrich war. 😀

Ich weiß nicht… pures Frühstücksfleisch sieht irgendwie aus… und riecht… wie Katzenfutter. Und, wenn man GANZ ehrlich ist, schmeckt es wahrscheinlich auch so (nicht, dass ich jemals das Futter meiner Schnurris gekostet hätte). Dass ich und so viele andere es gerne essen (bzw. aßen –> ich bemühe mich ja inzwischen, gar kein Fleisch mehr zu essen) liegt wahrscheinlich fast immer an den Umständen, unter denen man es kennengelernt hat. Ich MAG es einfach. Trotz allem. Es schmeckt mir! Jawoll!

Meine Freunde und ich veranstalteten mal einen lustigen Themenabend mit dem Titel „Komisches Essen-Party„. Wir durften allerhand seltsames Zeug mitbringen, etwa grellgrünen Algensalat oder geschmacklosen String-Cheese. Außerdem gab es eine Spezialkategorie mit dem Namen „Ich schäme mich, aber es schmeckt so gut„. Ungefähr da würde ich Frühstücksfleisch einordnen. 😉

Für Vegetarier und Veganer gibt es im Internet übrigens zahlreiche Rezepte für Saitan Corned Beef. Saitan (pures Weizengluten) ist für mich das ungesunde Äquivalent zum Frühstücksfleisch. Auch nichts, das man jeden Tag konsumieren sollte. Aber einmal bringt es einen auch nicht um. Und wenn’s schmeckt, dann ist so eine Ausnahme schon ok.

Auf Google findet man auch viele Rezepte für Veganes Spam Musubi.

Zukünftig probiere ich das einmal mit Tempeh. Sollte klappen und gleich viel gesünder sein! 🙂 Und ob man Spam Musubi nicht auch Low Carb mit Karfiolreis machen könnte, so wie in diesem Rezept von mir für Maki?

Ok, Weiter mit dem Spam Musubi. Onigiri, über die ich hier geschrieben habe, heißen auch Omusubi, deswegen der Name. Aber wie funktioniert das jetzt?

Viele hawaiische Familie haben sogar eine spezielle Presse, wo genau eine Scheibe Frühstücksfleisch hineinpasst. Es geht aber auch mittels eines einfachen Do-it-Yourself-Tricks: Frühstücksfleisch-Dose öffnen. Fleischklotz herausnehmen (ggf. die Dose ein wenig drücken). Dann mit einem Dosenöffner vorsichtig auch noch den BODEN der Dose abnehmen. Am besten geht das mit diesen Dosenöffnern, die einen abgerundeten Rand zurücklassen, an dem man sich nicht schneiden kann. Mit dieser improvisierten „Spam Musubi-Form“ weitermachen:

Für 8 Stück Musubi:

  • 1 Dose Frühstücksfleisch
  • etwa 1000g gekochter Sushi-Reis
  • Nori-Blätter (Alge)
  • Gomashio-Furikake (=gerösteter Sesam m. Salz; hier ein Rezept von Bento-Mania)
  • 6 geh. EL Erythrit od. Zucker
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Sherry oder Cognac

Frühstücksfleisch in acht Scheiben schneiden.

Die Zutaten für die Sauce verrühren und das Fleisch kurz darin einlegen.

Fleischscheiben in einer Pfanne von beiden Seiten knusprig braun braten (es braucht kein zusätzliches Fett). Mit Küchenrolle abtupfen.

Die restliche Sauce auf die Fleischscheiben pinseln.

Nun ein wenig Reis fest mit einem Löffel in die improvisierte Spam Musubi-Form pressen. Die Fleisch-Scheibe daraufgeben und mit einer kleinen Portion Reis abdecken. Alles noch fester zusammenpressen und aus der Form holen. In Sesam oder Gomashio wälzen. Abschließend in Nori-Blätter einwickeln.

Essen und staunen, wie köstlich das ist. Hat irgendwie was von hawaiianisch-japanischer Leberkäse-Semmel, oder? 😀

 

Nun aber noch zum fotografierten Bento:

Auf diesem Blog zeige ich auch nach und nach meine abfotografierten Bentos. Dabei kann es sich um Low Carb– oder um More Carb-Bentos handeln.

Bento von 12/2013:

Spam-Musubi_Bento_01

  • Kaki-Blumen (Sind die nicht hübsch? Einfach mit einem blumigen Keks-Ausstecher ausgestanzte Kaki-Scheiben.)
  • gesalzene Cashew-Kerne
  • Halbierte Spam Musubi
  • Cocktailtomaten
  • Essiggurkerl-Stern

Wienerschnitzerl mit getrüffeltem Wirsing (Veg+)

Am 21. Jänner fand das 76. Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel statt. Ich bin so gar kein Fan vom Schifahren, und noch viel weniger Fan vom Schifahrenschauen im Fernsehen. ABER da gehöre ich zu einer Minderheit in Österreich, und das weiß ich auch. 🙂 Meine ganze Familie liebt es, diesem Volkssport zuzusehen, erst recht auf der „Streif“ in Kitzbühel.

Dieses Jahr hat sich mein Mann sein „Kindheits-Hahnenkamm-Menü“ gewünscht. Er hat immer Schnitzerl und Pommes bekommen und dies dann gemeinsam mit seinen Eltern und Brüdern vor dem Fernseher verschnabuliert.

Gesagt, getan, nur drei Punkte musste das Menü erfüllen:

  1. Low Carb
  2. eine vegetarische Alternative für mich
  3. extra Gemüse, damit es vollwertig-wertvoller wird

Und diese Leckerei ist dabei herausgekommen:

 

2 Portionen (1x vegetarisch, 1x Fleisch):

Für die Schnitzerl:

  • 1-2 Schweineschnitzerl (je nach Größe)
  • 1/2 Knollensellerie
  • 4 geh. EL Kokosmehl
  • 4 geh. EL Eiweißpulver, neutral
  • 4 geh. EL Flohsamenschalen
  • 4 geh. EL geriebene Mandeln
  • 4 geh. EL Haferkleie
  • 4 geh. EL geriebener Käse (wir hatten Cheddar)
  • 1 Ei
  • 1 Eidotter
  • 1 Schuss Milch oder Obers=Sahne
  • Salz, Pfeffer, Butterschmalz

Für die Sellerie-Pommes:

  • 1/2 Knollensellerie
  • 1 Eiweiß
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, evtl. 1 Prise Curry oder Kurkuma f. d. Farbe

Für den getrüffelten Wirsing:

  • 1/4 Wirsing
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 Handvoll braune Champignons (wer Trüffel hat, kann die natürlich gerne nehmen, dann ist es edler)
  • 70-100ml Obers=Sahne
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Trüffelöl

Außerdem:

  • Zitronenvierterl zum Beträufeln

 

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine Selleriehälfte in pommesartige Stifte schneiden und in eine Schüssel mit Deckel geben. Salzen, pfeffern, mit Paprikapulver sowie evtl. etwas Curry/Kurkuma würzen und ein Eiweiß dazu geben. Gut schütteln.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und ca. 40min backen (zur Halbzeit mal wenden). Es wäre gut, wenn sich die Pommes nicht berühren würden, dann werden sie knuspriger.

Schweineschnitzerl mit dem Schnitzelklopfer flach klopfen (Mir fällt gerade ein: Ich hab mal einen britischen Krimi gelesen, wo die Mordwaffe ein Schnitzelklopfer war, aber die Ermittler das markante Muster nicht identifizieren konnten, weil man so ein Küchenutensil in GB nicht so richtig gut kennt).

Selleriescheiben der zweiten Knollenhälfte ca. 1,5cm dick schneiden. Wenn gewünscht, halbieren.

Beides gut salzen und pfeffern.

Kokosmehl und Eiweißpulver auf einem Teller vermischen.

Ei, Eidotter, Milch (Obers), Salz und Pfeffer auf einem zweiten Teller mit der Gabel verrühren.

Flohsamenschalen, Mandeln, Haferkleie und Käse auf einem dritten Teller vermischen.

Die Schnitzel panieren und zur Seite stellen.

Wirsing feinnudelig schneiden. Zwiebel würfeln. Champignons vierteln oder halbieren.

Zwiebel in Erdnussöl anbraten, dann Wirsing und Champignons zugeben und dünsten lassen. Salzen, pfeffern und mit Zitronensaft abschmecken. Deckel drauf.

Schnitzel in heißem Butterschmalz (ggf. in Tranchen) ausbacken.

Wirsing mit Obers ablöschen und weiterdünsten lassen, während die Schnitzel in der Pfanne sind. Vor dem Servieren noch mit Trüffelöl beträufeln.

Alles zusammen frisch ausgebacken auf den Tisch bringen. Serviervorschlag: Den Trüffel-Wirsing in separaten Schälchen servieren, damit die Panier nicht aufweicht.

Tipp: Hier habe ich schon einmal ein Rezept für Sellerie-Käse-Cordon bleu mit Grüner Sauce gepostet.

 

Winter-Lahmacun (türkische Pizza)

Lahmacun heißt auf arab. „Brot mit Fleisch“. Richtig, dieses Rezept wird noch mit Fleisch gemacht, denn ich habe es mir ausgedacht, bevor ich meinen Entschluss gefasst hab, zukünftig darauf zu verzichten. 🙂 Alternativ kann ich mir die/den/das Lahmacun auch gut mit einer vegetarischen Bolognese aus geraspeltem Gemüse (insbes. Pilzen, Karotten, Sellerie) sowie Nüssen & Kernen (Sonnenblumenkerne) vorstellen.

Noch ein Tipp zum Teig: Betti hat in ihrem Happy Carb-Blog eine neue Idee entwickelt, mit der Mozzarella-Teig noch einfacher zuzubereiten ist. Man schneidet den Mozzarella klein und püriert ihn mit dem Ei. Dann gibt man die restlichen Zutaten dazu. Allerdings muss diese Variante dann vor der Zubereitung nochmal 1-2 Stunden in den Kühlschrank. Wenn ihr die Zeit dafür habt, probiert es auch mal aus. Evtl. macht dann aber die Germ=Hefe Probleme, also vorsichtshalber etwas mehr Backpulver nehmen.

Für den Teig:

  • 250g Mozzarella (die normale Vollfett-Version)
  • 20g Butter
  • 20g Griechisches Joghurt 10% Fett
  • 1 geh. TL Guakernmehl
  • 30g Flohsamenschalen
  • 30g Kokosmehl
  • 3 Eier M
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL Trockengerm=Hefe
  • 1 Msp. Kokosblütenzucker

Für den Lahmacun-Belag:

  • 1/2 kl. Kopf Weißkraut oder Eisbergsalat
  • evtl. 2 geh. EL gekeimte Sprossen
  • 100ml Gemüsesuppe (aus Bio-Instant-Gemüsesuppe und Wasser)
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 kl. rote Zwiebel
  • 1 kl. gelbe Zwiebel
  • 1 Chili
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50ml passierte Tomaten
  • 3 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 125g Rinderfaschiertes=Hackfleisch (oder Lammfaschiertes)
  • ½ Pkg. Schafkäse oder Feta
  • einige schwarze Oliven
  • etwas Erdnussöl
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Sumach, Pul Biber
  • Kräuter frisch oder getrocknet: Thymian, Petersilie, etwas Minze
  • (im Sommer: ein paar Tomaten- und Gurkenscheiben zur Garnierung)

Für das WinterCacık (Cacık=eine türkische Variante von Zatziki):

  • 1-2 Stangen Sellerie oder 1 Selleriewurzel oder 1 Pastinake oder 1 Petersilwurzel (im Sommer: ½ Gurke)
  • 180g Griechisches Joghurt 10%
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Krautsalat am besten zuallererst zubereiten, damit er schön durchziehen kann. Dazu das Weißkraut feinnudelig schneiden. Den Apfelessigund das Olivenöl mit 100ml heißer Gemüsesuppe verrühren. Über das Kraut gießen, Olivenöl und evtl. Sprossen zugeben, salzen und pfeffern und stehen lassen. Wer Eisbergsalat verwendet, kann zwar dieselbe Marinade machen, sollte den Salat jedoch erst vor dem Servieren mit der erkalteten Marinade vermischen.

Die Trockengerm mit dem Kokosblütenzucker und 2 EL warmem Wasser verrühren und 10min stehen lassen.

Die trockenen Zutaten für den Teig mit den Eiern und der Germmischung=Hefemischung verrühren und an einem warmen Ort etwas gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Mozzarella in Stücke schneiden und gemeinsam mit der Butter und dem Joghurt auf kleiner Flamme in einem Stielpfännchen schmelzen. Mit einem Schneebesen gut sämig verrühren – das kann ein wenig anstrengend sein, aber es lohnt sich.

Die geschmolzene, noch heiße Mozzarella-Mischung esslöfelweise auf höchster Stufe in den Teig einrühren. Immer wieder Pausen machen (währenddessen die Mischung wieder auf den Herd stellen, damit sie nicht erkaltet) und ordentlich Gas geben mit der Küchenmaschine. Mozzarella so nach und nach in den Teig einarbeiten.

Das ist ein wenig aufwändig, aber dieser Teig ist wirklich ausgesprochen lecker!

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Den Teig möglichst dünn auf einem Backpapier ausbreiten. Das geht am besten mit den (nassen) Fingern oder, noch etwas einfacher, wenn man eine Schicht Frischhaltefolie über dem Teig ausbreitet und dann mit einem Teigwalker=Nudelholz darüberrollt. Außerdem ist es einfacher, wenn man das Backpapier erst nach dem Ausbreiten des Teiges auf das Backblech zieht.

Für 20min ins Backrohr geben und den Boden vorbacken.

Inzwischen die gelbe Zwiebel, die Knoblauchzehen und die Chili fein hacken, in etwas Erdnussöl anbraten. Das Rindfleisch mit den passierten Tomaten und dem Tomatenmark zugeben, kräftig würzen. Scharf anbraten, es sollte nicht mehr zu flüssig sein, da sonst der Teig zu sehr aufweicht.

Für das Winter-Cacık den Sellerie fein raspeln (im Sommer eine Gurke entkernen und raspeln, salzen, ziehen lassen, Wasser abgießen). Die Raspel zusammen mit einer frisch gepressten Knoblauchzehe, dem Zitronensaft, dem Olivenöl und dem Joghurt verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den vorgebackenen Boden aus dem Rohr nehmen.

Mit der Fleischmischung bestreichen und wieder für 20min ab ins Rohr, jetzt allerdings bei 200°C Heißluft.

Die rote Zwiebel in Ringe schneiden (und im Sommer ein paar Tomaten- und Gurkenscheiben extra).

Nach Ende der Backzeit Lahmacun aus dem Ofen holen. Mit dem Salat, den Zwiebelringen, den Oliven und dem zerbröselten Schafkäse belegen (und im Sommer den Gemüsescheiben). Zum Abschluss Cacık mit einem Löffel auf dem Salat verteilen und sofort servieren.

Quinoa-Spinat-Pilaw (+mit Kokoshendlbrust+)

Ich wünsche allen Lesern einen guten Start ins neue Jahr! 🙂

Ja, es ist schon einige Zeit her, dass ich von mir hab hören lassen… unsere Weihnachtsfeiertage waren recht turbulent. Erst haben wir am Heiligen Abend zum Low Carb-Weihnachtsmenü eingeladen. Ich werde das alles so nach und nach posten. Es gab:

 Apéritif: Lebkuchen-Sauerkirsch-Prosecco

Erster Gang: Blattsalat mit gefüllten Speckdatteln, Pinienkernen und Granatapfelkernen

Zweiter Gang: Ostfriesische Krabbensuppe

Dritter Gang: Bœuf Bourguignon mit geschmorten Schalotten und Schoko-Butternut-Bratkürbis

Vierter Gang: Topfendalken mit selbstgemachtem Apfelmus

Hinterher: Low Carb-Kekse, Macadamianüsse zum Selberknacken, Käsewürfel

Danach waren ein paar Tage bei unseren Familien angesagt.

An Silvester waren wir in Paris. Ich bin wirklich sehr froh, dass wir wegen der Anschläge vom 13. November nicht storniert haben, das stand natürlich kurz mal im Raum, aber das wäre absolut unklug gewesen. Erstens war der Münchner Bahnhof, von dem wir fast abgereist wären, wenn wir wegen der immer noch schlechten Zugverbindung ab Salzburg nicht spontan doch mit dem Auto zum Flughafen gefahren wären, um ein Vielfaches gefährlicher gewesen als Paris. Und zweitens will ich es sowieso nicht so weit kommen lassen, mich wegen ein paar Verrückten in europäischen Städten nicht mehr sicher zu fühlen! Non, certainement pas!

Wir hatten so wunderschöne, romantische Tage! Waren viel spazieren, im Louvre, im tollen Centre Pompidou, in zahlreichen Bistros (mit noch viel zahlreicherem, fantastischem Wein) – und haben mit voller Absicht ein Vermögen für ein Silvestermenü in einem wunderschönen Pariser Nobellokal ausgegeben hihihi 😀

Paris-Silvester2015

Danach, als wäre das noch immer nicht genug, sind wir getrennte Wege gegangen: Mein Mann verbrachte direkt im Anschluss an Paris ein paar schöne Tage mit seiner Mutter in London (ein Geburtstagsgeschenk für sie), während ich nochmal Familienbesuche machte. Tja und dann? Dann hat der Alltag angefangen, ohne dass ich Zeit gefunden hätte, auf meinen Blog zu schauen.

Es gibt aber trotzdem noch etwas Neues:

Ich versuche mich wieder als Vegetarierin. Also… als Fake-Vegetarierin, die man eigentlich gar nicht so bezeichnen dürfte. 😉 Meine letzte rein vegetarische Phase ist schon ziemlich lange her… dauerte aber immerhin von meinem zwölften bis zum 18. Lebensjahr.

Diesmal mach ich es anders, viel entspannter. Und, wie gesagt, gar nicht ‚richtig‘ vegetarisch.

Bisher haben wir es so gehalten, dass es zuhause etwa 1x pro Woche Fleisch und 1x pro Woche Fisch gab. Plus 1x Fleisch in irgendeinem Lokal, meist wenn ich mit Kollegen mittagessen gegangen bin. Ich hab zuhause schon darauf geachtet, ausschließlich Bio-Fleisch oder vom örtlichen Metzger zu kaufen. Gerade Letzteres ist aber irgendwie auch mehr Schein als Sein, denn wir wohnen zwar am Land inmitten lauter Bauern, und das Fleisch vom Metzger stammt in der Tat von Höfen der Umgebung. Aber diese Tiere müssen trotz der wunderschönen grünen Wiesen ringsum häufig ihr ganzes Leben im Stall verbringen! Sie bekommen duftendes Gras vor die Schnauzen gekarrt (das darf sich dann „Heumilch“ schimpfen) und können in einer drei Meter großen Einfassung vor die Stalltür gehen, um traurig die Wiesen ringsum anzuschauen. Ich will das nicht mehr unterstützen, regional hin oder her. Ich weiß einfach nicht, was das hier für eine Unsitte unter den Bauern ist – auch früher hab ich ländlich gewohnt, aber dort wurden die Kühe rausgelassen und konnten ihre Mußestunden im Schatten von Apfelbäumen verbringen!

Jedenfalls.

‚Unecht‘ vegetarisch bin ich ab sofort insofern, als ich zwar zu 100% auf Restaurant-, Supermarkt- und Metzgerfleisch verzichte, aber ich weiterhin ab und zu (zertifizierten bzw. aus den umgebenden Seen stammenden) Fisch esse und außerdem alle paar Monate selbstgekochtes Fleisch, das tatsächlich leben durfte. Das heißt: Ich werde weiterhin, wenn auch selten, Wild essen, das mein Onkel geschossen hat, und das noch kurz zuvor im Wald war. Ich werde weiterhin Rind essen, das beim Bauern meines Vertrauens bis vor Kurzem noch auf der Alm war. Detto für Lamm. Wie und ob es für mich jemals wieder Schwein und Geflügel geben wird, weiß ich noch nicht – jedenfalls nur dann, wenn ich jemanden auftreibe, wo ich die Tiere mit eigenen Augen draußen herumrennen sehe. Oder sie selber halte (Hendlhaltung im eigenen Garten ist ja mein persönlicher Traum – mal sehen, ob sich das in ein paar Jahren auftut.)

Diese Fleischgerichte werden zukünftig äußerst selten sein, da ich auch gar nicht die Möglichkeit hab, regelmäßig solches Fleisch zu beziehen, das diesen Ansprüchen genügt. So einmal alle zwei Monate stelle ich mir das vor. Nein, vegetarisch kann man das wirklich nicht nennen. Aber hochgerechnet macht das schon einen Unterschied: Über 100 Fleischmahlzeiten in einem Jahr vs. 6 – das ist immerhin schon mal ein Anfang. 🙂

Meinen Mann ‚zwinge‘ ich aber nicht dazu, mitzumachen. Er wird es weiterhin so halten wie bisher – ‚Flexitarier‘ ist das Unwort, das unsere moderene Welt sich dafür ausgedacht hat. Das heißt: Biofleisch in Maßen für ihn. Um das unter einen Hut zu bringen, führe ich eine neue Kategorie von Rezepten ein:

Veg+

nennt sich das ab sofort.

Veg+ bedeutet, dass es sich bei diesen Rezepten um vegetarische oder vegane Gerichte handelt, die ohne großen Aufwand um Fleisch oder Fisch ergänzt werden können. Ich esse veg, mein Mann isst das +. 😉

Und jetzt aber genug gelabert, hier kommt nun endlich das erste Veg+-Rezept:

 

Quinoa-Spinat-Pilaw (+mit Kokoshendlbrust+)

2 Portionen (1x mit Fleisch, 1x vegan):

Für den Quinoa-Pilaw:

  • 100g Quinoa*
  • 200ml Gemüsesuppe
  • 2 Spinat-Zwutschgerl, aufgetaut
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 4 Datteln
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 50ml Kokosmilch
  • 1 EL Kokosöl
  • 1/2 TL Garam Masala
  • Salz, Cayennepfeffer
  • 1 Handvoll gehackte Mandeln oder Pinienkerne

Für das Kokoshendl:

  • 1 Bio-Hendlbrustfilet
  • 1 TL Kokosöl
  • 50ml Kokosmilch
  • 1/2 TL Garam Masala
  • Salz, Cayennepfeffer

Den Quinoa gut waschen und in ca. 200ml Gemüsesuppe und dem Zitronensaft 15-20min (je nach Sorte) weich kochen.

Die Zwiebeln halbieren und in (halbe) Ringe schneiden. Knoblauch in Scheiben schneiden, Chili hacken. Alles in 1 EL Kokosöl anbraten.

Zwiebel aus der Pfanne nehmen und den etwas klein gehackten Spinat kurz in der Pfanne anbraten. Rausnehmen.

Hendlbrust im Ganzen salzen, pfeffern und mit Garam Masala einreiben.

Nochmal 1 TL Kokosöl in die Pfanne geben und die Hendlbrust scharf anbraten. Hitze etwas zurück, Deckel drauf und 10min schmoren lassen.

Die Datteln hacken und gemeinsam mit 50ml Kokosmilch und dem angedünsteten Gemüse unter den Qunioa rühren. Quinoa ggf. nochmal abschmecken und warm halten.

Nüsse oder Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Zur Seite stellen.

Nach 10min die letzten 50ml Kokosmilch zum Hendl geben. Weitere 5min mit Deckel dünsten lassen.

Vor dem Servieren die Hendlbrust rausnehmen und in Scheiben schneiden. Zum Quinoa servieren. Abschließend alles mit Pinienkernen bestreuen.

Wir hatten dazu noch Vogerlsalat=Feldsalat aus dem Garten und ein paar unserer letzten (im Haus ausgereiften) Tomaten.

 

*Quinoa enthält zwar Kohlenhydrate (59g KH auf 100g ungekochte Quinoakörner; 17g auf 100g gekochte), weist jedoch auch einen besonders hohen Proteinanteil und essentielle Aminosäuren auf.  Auch der Eisen-, Mangan- und Magnesiumanteil sind sehr hoch (und Kohlenhydrate werden übrigens in Anwesenheit von Mangan effizienter abgebaut). Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge. Alles in allem ist Quinoa demnach ab und zu eine gute Ergänzung für die Low Carb-Ernährung, wenn er in Maßen gegessen wird. Er wird auch von div. Low Carb-Ernährungsformen als einziges ‚Getreide‘ (ist ja eigentlich ein Pseudogetreide, weil die Pflanze nicht zur Familie der Süßgräser gehört) empfohlen.

 

 

Weißkraut-Tex Mex-Auflauf

Zuerst ein Foto unserer Chilis. Die sind heuer ganz besonders hübsch geworden, finde ich. Irgendwas muss sich da gekreuzt haben… Samen hab ich nämlich abgenommen von den winzigkleinen, gelben, runden Chilis, die man auch erkennen kann; und dann hatte ich noch Samen von normalen roten Chilischoten. Die Pflanzen standen nebeneinander und offenbar hab ich eine mittelkleine bunte Mischung durch die Fremdbestäubung herausgebracht. 😀 Werde Samen abnehmen und versuchen, die nächstes Jahr wieder so aussehen zu lassen…

Hier beim Rezept für Zucchini-Nudeln mit Kakisauce übrigens ein Foto, wo sie noch am Baum hängen (im Hintergrund; das vorne sind Paprika).

Sind die nicht schön? ❤

DSCN9970

2 gute Portionen:

  • 75g Adzukibohnen, über Nacht in Wasser mit 1 Msp. Natron eingeweicht (alternativ andere Bohnen)
  • 200g Weißkraut=Weißkohl
  • 200g Rinderfaschiertes=Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Chilis (von meinen kleinen, die aber ordentlich scharf sind; bei großen evtl. nur eine)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Dose Tomaten (400g)
  • 1 Ei
  • 100ml Obers=Sahne
  • 100g geriebener Cheddar
  • wenn vorhanden: einige eingelegte Jalapeñoscheiben zum Belegen (alternativ evtl. ein paar Cocktailtomaten in Scheiben geschnitten)
  • 1 Bund frischer Koriander
  • Salz, Cayennepfeffer, Korianderpulver, Kreuzkümmel, Suppenpulver, Erdnussöl

Tipp 1: Ich habe gleich die doppelte Portion Chili (d.h. Bohnen, Fleisch, Zwiebel, Chilis, Knoblauch, Koriander und Tomaten) gekocht und eingefroren. Ist nach dem Auftauen fast noch besser!

Die Adzukibohnen 10-15min im Kelomat=Dampfkochtopf weich kochen.

Das Weißkraut feinnudelig schneiden und ca. 10min in ganz wenig Suppe weich kochen.

Währenddessen Zwiebel, Knoblauch und Chili würfeln und in etwas Erdnussöl anbraten. Das Faschierte=Hackfleisch zugeben, bis es krümelig ist. Bohnen zugeben. Großzügig würzen, die Tomatendose zugeben und 30min köcheln lassen. Gegen Ende die Hälfte des gehackten Korianders (insbes. die Stiele) zugeben.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Eine Auflaufform fetten und das Weißkraut einfüllen. Dann darauf das Chili geben.

Das Ei mit Obers und Cheddar verrühren, etwas abschmecken und über das Chili gießen.

Jalapeñoscheiben auflegen und 30min bei 175°C backen.

Vor dem Servieren mit dem restlichen gehackten Koriander bestreuen.

Tipp 2: Ohne Bohnen (mit mehr Fleisch+Kraut), ohne frischen Koriander, mit Sauerrahm oder Griechischem Joghurt statt Obers und Schafkäse statt Cheddar wir daraus ein leckerer türkischer Lahmacun-Auflauf!

 

Gratinierter Gorgonzola-Chicoree im Schinkenmäntelchen

Hier das Ausgangsrezept von chefkoch.de (Autor: Pannepot). Und hier meine Variante davon – einfach angepasst an das, was da war. 🙂

2 Portionen:

  • 4 normalgroße Chicoree oder 5-6 Mini-Chicoree (die mag ich mehr, weil sie weniger bitter im Inneren sind)
  • etwas Gemüsesuppe oder Rindssuppe für den Chicoree
  • 100ml Bratenfonds oder starke Rindssuppe (ich hatte noch Bratenfonds vom Bœuf Bourguignon)
  • 50ml Obers=Sahne
  • 100g Gorgonzola oder anderer Blauschimmelkäse
  • 5-8 Scheiben Rohschinken, z.B. Parmaschinken (bei Mini-Chicoree 1 Scheibe pro Stück, bei normalgroßen 2 pro Stück)
  • 1/2 Zitrone, Saft davon
  • Pfeffer
  • etwas Petersilie

Wenig Wasser mit Gemüsesuppen- oder Rindssuppenpulver gemeinsam mit ca. dem Saft v. 1/4 Zitrone zum Kochen bringen und die Chicoree darin 15-20min (je nach Größe) kochen. Dann etwas auskühlen lassen.

Backrohr auf 200°C Heißluft vorheizen.

In der Zwischenzeit den Bratenfonds (oder die Rindssuppe) gemeinsam mit Obers und gewürfeltem Gorgonzola erwärmen. Mit dem Schneebesen umrühren.

Normalgroße Chicoreestauden halbieren (bei Minis nicht nötig), etwas pfeffern und mit dem restlichen Zitronensaft beträufeln. Dann jedes Stück in eine Scheibe Parmaschinken wickeln.

Den Boden einer Auflaufform mit der Hälfte der Gorgonzolasauce bedecken. Die eingewickelten Chicorees darauflegen und mit der restlichen Sauce bedecken.

20min bei 200°C Heißluft gratinieren.

Vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

Durch Gorgonzola, Suppe und Schinken ist das Gericht sehr würzig (wir mögen das). Wir hatten dazu noch Gurkensalat (mit unserer letzten selbstgeernteten Gurke, übrigens – im DEZEMBER!!), der ist mild und erfrischend und passt gut. 🙂 Kommt aber auch darauf an, wie intensiv der Bratenfonds ist; der nochmals eingedickte vom Bœuf Bourguignon war natürlich sehr kräftig.

Bœuf bourguignon mit Schoko-Gewürzkürbis

Fast komplett nach einem wunderbaren Rezept von Julia Child (nur der Schoko-Gewürzkürbis ist eine LC-Beilage von mir). Das Originalrezept kann von jenen, die das Buch nicht haben (ein eigentlich untragbarer Umstand, der z.B. an Weihnachten behoben werden könnte!) hier direkt beim Verlag downgeloadet werden.

Und dazu der Filmtipp: Julie & Julia!

Übrigens (aber das ist geheim): Dies ist Bestandteil unseres diesjährigen Weihnachtsmenüs! Also nicht weitererzählen! 🙂

2 Portionen:

Für das Bœuf bourguignon:

  • 600g Rindsgulasch
  • 70g Speckwürferl
  • 2 Karotten
  • 1 Petersilwurzel oder Selleriewurzel oder Pastinake
  • 1  Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Flasche (750ml) Burgunder (davon 500ml für das Bœuf und 250ml für den Koch/die Köchin)
  • 350ml Rinddsuppe
  • 1 TL Kokosmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Thymian
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 EL Olivenöl

Für den Schoko-Gewürzkürbis:

  • 400g Butternuss-Kürbis
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 Bio-Instant-Gemüsesuppe
  • 1/2 TL Pilzpulver (oder einfach mehr Gemüsesuppenpulver)
  • 1 TL Erythrit
  • 2 Stück dunkle Roh-Schokolade
  • 2 EL Butter

Speck in einem kleinen Topf in etwas Wasser aufkochen und 10min köcheln lassen (wenn man das nicht tut, ist der Speck am Ende hart).

In der Zwischenzeit das Fleisch abspülen, sehr sorgfältig mit Küchenrolle trocken tupfen (Julia Child weist darauf hin, dass Fleisch, das nicht ordentlich abgetrocknet wird, nicht gut bräunt).

Backrohr auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Karotten und Petersilwurzel in Scheiben schneiden, Zwiebel klein würfeln, Knoblauch fein hacken.

Speck abgießen und ebenfalls mit Küchenrolle trocken tupfen.

Öl in einem dickwandigen Schmortopf (backofengeeignet) erhitzen und die Speckwürferl 3min anbraten. Herausheben und zur Seite stellen.

Fleischwürfel portionsweise kurz anbraten, bis sie rundherum gebräunt sind. Das Fleisch darf sich nicht berühren, es soll nicht im Pulk übereinander liegen.

Fleisch herausnehmen und zum angebratenen Speck legen. Zwiebel-, Petersil- und Karottenstücke (nicht Knoblauch!) anbraten und den Schmortopf vom Herd nehmen.

Speck und Rindfleisch wieder zum Gemüse in den Topf geben, salzen, pfeffern und mit Kokosmehl bestäuben.

Im Rohr 4min ohne Deckel braten, Topf herausnehmen, einmal gut umrühren und noch einmal für 4min ohne Deckel zurück in den Ofen.

Temperatur auf 160°C reduzieren und den Schmortopf vorübergehend wieder auf den Herd stellen. Wein, Suppe und Gewürze zufügen, gut verrühren, aufkochen und anschließend zugedeckt für 3 Stunden schmoren.

10min vor Ende der Kochzeit den Butternut-Kürbis in 1cm-Würfel schneiden. In Butter anbraten, alle Gewürze zugeben und mit Deckel weichdünsten lassen (dauert ca. 10min).

Fleisch und Gemüse aus dem Schmortopf heben und dem Bratensaft bei hoher Hitze einreduzieren lassen. Wieder vermengen und gemeinsam mit dem Kürbis auf Tellern anrichten.

Die Schokolade über die Kürbisstücke reiben.

Salzburger Mühlenkraut mit Topfendalken à la Daniela

Daniela Pfeifer ist eine sehr erfolgreiche Foodbloggerin sowie Buchautorin und ernährungsmedizinischen Beraterin. Ihren Blog Low Carb Goodies verfolge ich immer wieder gerne, auch weil sie öfters traditionelle österreichische Rezepte „lowcarbisiert“.

Diesmal hab ich ihre Rezept für Salzburger Mühlenkraut und für Topfendalken (sprich: „Doik’n“) ausprobiert und bin ganz begeistert. Die Dalken werde ich in den nächsten Tagen gleich nochmal kochen, diesmal mit selbstgemachtem Apfelmus.

Kleine Veränderungen hab ich gemacht. Statt der Schweineschnitzel und des Specks gab es schwarzgeräuchertes Geselchtes, das wir unlängst einem bayerischen Bauern abgekauft haben, der in unserer Gegend (nahe der bayerisch-österreichischen Grenze) mit seinem Lieferwagen Ab-Hof-Verkauf betrieben hat. Da haben wir ganz schön zugeschlagen… zum Glück können wir unseren 10kg-Sack Zwiebeln in der Gartenhütte lagern. 😉

Ach ja, außerdem hatte ich noch ein Eigelb übrig, das ich zu den Dalken gegeben hab. Daniela hält das Rezept eifrei; es ist also offenbar durchaus möglich, auf den Dotter zu verzichten. Das hab ich aber nicht ausprobiert.

Danke, liebe Daniela, für diese supertolle, deftig-winterliche Anregung! Ich kannte dieses Salzburger Mühlenkraut noch gar nicht, und das, obwohl ich jetzt schon seit 11 Jahren in Salzburg (Umgebung) lebe und meine Oma eigentlich aus dem Pongau stammt. 🙂

4 bzw. 2 Portionen (Hinweis: Da das Kraut sehr gut, ja fast noch besser, aufgewärmt am nächsten Tag schmeckt, habe ich hiervon gleich 4 Portionen gemacht. Die Dalken sollten allerdings nur frisch serviert werden, die sind aufgewärmt nicht so toll, deshalb gab es davon nur 2 Portionen.):

Für das Mühlenkraut (4 Portionen):

  • 250g schwarzgeräuchertes Geselchtes
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 600g Weißkraut=Weißkohl
  • 1/4l Rindssuppe
  • 100g Obers=Sahne
  • 1 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 Handvoll Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Kümmel, Muskat
  • ggf. Butterschmalz (nur nötig, wenn das Geselchte nicht viel Fett hat)

Für die Topfendalken (2 Portionen):

  • 250g Topfen=Quark m. 20% Fett
  • 1 Dotter (kann auch weggelassen werden; im Originalrezept von Daniela nicht vorhanden)
  • 1 geh. EL Flohsamenschalen
  • 1 geh. EL Kokosmehl
  • 30g Pfeilwurzelstärke
  • 1/2 gestr. TL Guakernmehl
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Butterschmalz zum Ausbacken (nur mit Butterschmalz sind sie original, das ist essenziell für den Geschmack!)

Alle Zutaten für die Dalken mit der Küchenmaschine verrühren und 10min  stehen lassen.

Weißkraut feinnudelig schneiden, Zwiebel in feine Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Geselchtes grob würfeln. Fettrand abschneiden und fein würfeln.

Jetzt mal den Teig für die Dalken zu einer Rolle formen und in Frischhaltefolie packen. Ab in den Kühlschrank.

Speckfett in einer großen Pfanne (ich hatte einen Wok) auslassen. Wenn das Geselchte sehr trocken ist, ggf. noch mit etwas Butterschmalz nachhelfen. Zwiebel und Knoblauch darin anbraten.

Weißkraut zugeben und gut salzen. Erst mal vor sich hin braten lassen, bis es etwas bräunt.

Kraut mit den restlichen Gewürzen und der Rindssuppe abschmecken und bei geschlossenem Deckel mind. 15min dünsten lassen. Dann Deckel abnehmen und Wasser verdampfen lassen.

Den Topfenteig für die Dalken aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem nassen Messer Scheiben abschneiden.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen.

In der Zwischenzeit das Obers unters Kraut rühren.

Die Topfenscheiben ggf. mit nassen Händen noch etwas in Form modellieren und ins heiße Butterschmalz gleiten lassen. Von beiden Seiten goldbraun ausbacken lassen.

Dalken noch auf etwas Küchenrolle abtropfen lassen und sofort mit Schnittlauch bestreut servieren.

Salzburger-Muehlenkraut-Topfendalken_01