Radischoten mit Pilzen in Sauerrahm

Radischoten, also die noch grünen, knackigen Samenanlagen von Radis=Rettichen, schmecken ganz wunderbar. Ich lasse immer absichtlich einige Radieschen und Radis auswachsen, damit ich Samen ernten kann (wie in diesem Beitrag beschrieben).

Dieses Jahr habe ich aber aufgrund eines Tipps von Oli in ihrem Blog Landidylle ausprobiert, die noch grünen Samenschoten zu ernten und zu kochen. Und was soll ich sagen, das schmeckt wirklich verflixt gut!

Radischoten könnt ihr euch von der Konsistenz her wie Zuckererbsenschoten vorstellen, nur mit einem sanften Radi-Geschmack. Mein Mann und ich sind begeistert und haben sie in diesem Gartenjahr schon mehrmals gegessen.

Meine ausgewachsenen Radis sind monströs – fast so groß wie ich! Ich hab sie mir letzten Herbst mit Kompost in die Blumenbeete „eingeschleppt“ und wachsen lassen. Den sehr milden Winter über hatten wir so immer wieder mal radieschengroße, lila Radis als Frischesnack. Im Frühjahr haben drei direkt vor dem Fenster dann zu schießen begonnen – und weil ich ihre lila Blüten so hübsch finde, durften sie das auch. Jetzt profitieren wir auch noch von ihren Samenschoten als Gemüse. Toll ist das! Danke, liebe Oli, für den Tipp!!

Radischoten-Sauerrahm_01Radischoten-Sauerrahm_02

2 Portionen:

  • 250g Radischoten (alternativ: Erbsenschoten)
  • 30g getrocknete Pilze (ich hatte Hallimasch)
  • 200g Sauerrahm=Saure Sahne
  • 1 Zwiebel
  • 1 kräftiger Schuss trockener Weißwein
  • viel frischer Estragon, Petersil und (weniger) Rosmarin
  • Salz, Pfeffer, Bio-Gemüsesuppenpulver, Butter

Die Pilze einige Zeit einweichen. Bei Hallimasch muss das Einweichwasser weggeschüttet werden, bei anderen kann es zum Gericht und dient der Würze.

Zwiebel fein hacken und in Butter anschwitzen. Eingeweichte Pilze hacken und zugeben. 5min braten.

Kräuter hacken.

Radischoten und Kräuter zugeben, mit etwas Gemüsesuppe und Weißwein ablöschen, würzen und 3min dünsten.

Zum Schluss den Sauerrahm einrühren (das Gericht sollte nicht mehr kochen, damit er nicht ausflockt – ein bisschen wird es aber trotzdem passieren, das stört nicht weiter).

Und schon fertig!

 

~~

So, und jetzt, weil es so lieb ist, noch ein paar Fotos, die ich heute Früh vom Badezimmer-Fenster aus gemacht habt. Eine Reh-Mama mit zwei Kitzerln bei der Morgentoilette:

Rehlein_01

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5 Gedanken zu “Radischoten mit Pilzen in Sauerrahm

  1. marliesgierls schreibt:

    Das muss ich unbedingt nachmachen, kann ich mir sehr lecker vorstellen, und bestimmt etwas wüchsiger als die Zuckerschoten und geschmacklich bin ich schon jetzt gespannt, tolle Idee!
    Lieben Gruß Marlies

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  2. Landidylle schreibt:

    Liebe Katharina, ich freue mich, dass mein Tipp sooo gut ankam bei euch! Das Gericht sieht sehr gut aus und wie ich bereits anderswo sagte, erwarte ich schon sehnsüchtig die Schoten meiner diesjährigen Rettichschoten-Ernte. Schade, dass ich mich mit Pilzen nicht auskenne, ich würde es gerne nochmal lernen um die auch selber ernten zu können.
    Liebe Grüße, Oli

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    • Genussspecht.net schreibt:

      Liebe Oli,

      ja, der Tipp ist wirklich phänomenal. 😀

      Pilze sind m.E. eine wertvolle Ergänzung zur (teilweisen) Selbstversorgung. Wenn dich das wirklich interessiert, dann mach dich mal kundig, ob in deiner Gegend Pilzwanderungen angeboten werden.
      Die ganz einfachen kann man schon auch nach dem Handbuch sammeln, wenn man ein paar Regeln berücksichtigt. Die einfachsten Pilze, die mir einfallen, sind weiße Boviste, Hexenröhrlinge, Semmelstoppelpilze und Schopftintlinge. Eierschwammerl (Pfifferlinge) sind hingegen ganz schön kompliziert! Herrenpilze (Steinpilze) kann man auch sammeln, wenn man aufpasst. Es kann bei Laien sein, dass es sich um andere Röhrlingsarten handelt, aber mit giftigen kann man sie eigentlich nicht verwechseln. Nur mit ungenießbaren, weil speibitteren (aber da kann man vorher den rohen Pilz kosten und ausspucken). Die Bitteren tun nichts Schlimmeres, außer das Gericht zu zerstören. Von Lamellenpilzen sollte man anfangs absehen.
      Schau mal, ich hab hier ein paar Infos zusammengetragen: https://genussspecht.net/sonstige-beitrage/pilzinfos/
      Falls du den noch nicht kennst: Auf dem Blog „Waldmeierei“ von Homa findest du noch viel mehr (z.B. auch zu Schopftintlingen, die ich noch nicht beschrieben habe): https://waldmeierei.wordpress.com/

      Herzlich
      Katharina

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