Radieschenblätter-Pesto

Mittlerweile dürfte bei den meisten Lesern meines Blogs angekommen sein, dass ich es liebe, frische Radieschenblätter und anderes Grünzeug zu verkochen, das oftmals – zu Unrecht – in den Müll wandert.

Radieschenblätter-Pesto erlaubt es, größere Mengen zu verarbeiten. Am Ende schmeckt es ein bisschen wie Pesto Genovese, aber auch wieder nicht, weil es zusätzlich zum dominaten Kräuter-Geschmack auch diesen charmanten, schlanken Blatt-Geschmack hat, den ich sehr schätze.

Ich nehme dieses Pesto als kleine Geschmacksbomben, etwa auf Salat, in Aufstrichen, aber auch in allen möglichen Rezepten für Gekochtes. In den nächsten Tagen werde ich einige Rezepte dafür zeigen.

Ein weiterer Vorteil: Ich nehme nur bestes Olivenöl, womit Radieschenblätter-Pesto wesentlich hochwertiger und besser ist, als die meisten gekauften grünen Pestos aus dem Supermarkt. Was mich ja immer maßlos ärgert, sind jene Anbieter, die „mit Olivenöl“ draufschreiben und dann dreht man das Glas um un sieht: 30% Rapsöl, 10% Sonnenblumenöl, 2% Olivenöl. Sauerei!! Selbermachen ist also auch deswegen die bessere Option!

Für ca. 2 Gläser:

  • 300g Radieschenblätter (mit Stielen; =ca. die Menge von 3-4 Bund Radieschen)
  • 2 Handvoll Basilikumblätter (mit Stielen)
  • 1 Handvoll Oreganoblätter (mit Stielen)
  • 1 Handvoll Estragonblätter (mit Stielen) –> Die Kräuter können auch in anderem Mischverhältnis zugegeben werden!
  • 100g Cashew-Kerne (Mandeln oder Walnüsse schmecken auch gut)
  • Saft + etwas Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 300ml Olivenöl
  • 2 EL heller Essig
  • 1 EL Erythrit
  • 4 EL Salz

Die Blätter und Kerne grob zerkleinern und gemeinsam mit den restlichen Zutaten in einen Hochleistungsmixer füllen und so lange passieren, bis die Konsistenz schön pestoartig ist. Wer keinen Hochleistungsmixer hat, sollte die große Menge in mehrere Portionen aufteilen, damit Pürierstab oder Mixer nicht w.o. geben, und muss vielleicht doch die Stiele weglassen (schade drum), weil sie zu fasrig für normale Mixer sind.

In saubere, heiß ausgewaschene Schraubgläser füllen.

Wenn man das Pesto in den Gläsern nun noch mit einer Schicht Olivenöl bedeckt und immer mit einem sauberen Löffel reinfährt, danach jedes Mal wieder eine Schicht Olivenöl, hält das Pesto monatelang im Kühlschrank!

Radieschenblaetter-Pesto_03

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15 Gedanken zu “Radieschenblätter-Pesto

  1. Landidylle schreibt:

    Klasse Idee, die muss ich mal testen. Hier müssen ohnehin gerade massenhaft Rettiche vor dem Blühen gerettet werden. Und warum sollen sich immer nur die Hasen über das Grünzeug freuen?
    Liebe Grüße von Oli

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    • Genussspecht.net schreibt:

      Ja und bei der großen Menge bringt man auch ordentlich Blattmasse weiter. 🙂
      Radieschen- und Radi-Blätter (Rettich) kommen bei mir auch fast täglich in die Grünen Smoothies, außerdem in geringeren Mengen und klein gehackt gemeinsam mit Kräutern in Salate sowie in diverse warme Speisen. Hasen hab ich leider keine. 😦

      Ich hab gestern übrigens zum ersten Mal auf deinen Tipp hin probiert, grüne Radischoten zuzubereiten. Das war echt gut! Die Konsistenz und der Geschmack haben total überzeugt!
      Wir hatten nämlich jetzt schon wunderschön blühende bzw. bereits Schoten ausbildende Radis, die waren größer als ich (ich bin winzig, 1,59m, aber trotzdem).
      Im Herbst haben wir nämlich Kompost aufgebracht und da dürften noch keimfähige Samen drin gewesen sein. Wir haben den ganzen (sehr milden) Winter immer wieder mal fertig ausgereifte Radis aus den Blumenbeeten naschen können. 😉 Nur die zwei direkt vorm Wohnzimmerfenster hab ich auswachsen lassen, weil sie so schön lila blühen und so mächtig werden.
      DANKE für den Tipp mit den Schoten! Werde das Rezept demnächst mal hier einstellen.

      Herzliche Grüße
      Katharina

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      • Landidylle schreibt:

        Ah das freut mich, habe ich nicht zuviel versprochen. 🙂 Die selbsttätige Versorgung mit Rettichen ist ja klasse! Bei mir gehen auch die ersten in Blüte und dürfen das auch. Ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher, ob ich das Saatgut verwende, weil ich ja keine frühen ‚Schosser‘ züchten will, aber die Schoten will ich verwenden – zumindest einen Teil.
        Liebe Grüße, Oli

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  2. marliesgierls schreibt:

    Habe gestern gerade Radieschen nachgesät, und nun kann ich es kaum erwarten. Normalerweise bekommen die Hühner einen Teil der Blätter, sie lieben sie, diese kleinen Feinschmecker, aber nun muss ich mir das doch stark überlegen.
    Lieben Gruß Marlies

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        • Genussspecht.net schreibt:

          Jaaa, ich wünsche mir schon seit vielen Jahren Hühner! Das war mit ein Grund dafür, unseren Baugrund zu kaufen, mit genug Platz und einem kleinen Wäldchen. Und dann hat sich herausgestellt, dass die unmittelbare Nachbarin äußerst lärmempfindlich ist. Sie dreht z.B. jedes Mal durch, wenn mein Mann bei geschlossenen Fenstern und Türen IM HAUS Klavier spielt. Ich muss auf jeden Fall noch ein paar Jahre warten, bis ihre Thujen so hochgewachsen sind, dass sie eine richtige dichte Mauer bilden… und dann geht wohl auch nur ganz unnatürlich ohne Hahn. 😦
          Aber vielleicht trau ich mich in ein, zwei Jahren mal über Wachteln, die machen nur ganz charmante, leise Quiek-Geräusche. 😉

          Sag mal – du bist doch Veganerin, oder? Isst du die Eier deiner Hühner nicht?

          Herzlich
          K.

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        • marliesgierls schreibt:

          Erst habe ich sie nicht gegessen, mehr aus Angst, dass sie mir nicht bekommen, weil ich das tierische Eiweiß ja nicht gewohnt bin. Seitdem ich die „Rettet-das-Huhn-Hühner“ habe, esse ich ab und zu eins, was mir auch bekommt. Ich bin ja Veganerin in ersten Linie aus ethischen Gründen, und da kann ich das gut vor mir vertreten.
          Lieben gruß Marlies

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