Risi Pisi-Blumisotto

Liebe alle,

bevor es an den neuen Blog-Eintrag geht: Beim gestrigen Rezept habe ich eine der Hauptzutaten vergessen: Champignons kommen auch in die Fülle der Paprika hinein! Wer das Rezept nachkochen möchte, klicke bitte hier noch einmal auf die erneuerte Rezeptversion (und verschiebe die abonnierte eMail in den Papierkorb).

~~~

Gut. Jetzt aber.

Manchmal fällt es einem echt wie Schuppen von den Augen!

Den Ausdruck „Risi Pisi“ für „Reis mit Erbsen“ kenne ich schon seit Kindheitstagen. Mein Lieblingsessen war lange Zeit das Brathendl meiner Oma mit Risi Pisi (und es gehört auch heute noch zu meinen absoluten Favoriten… ich glaub, für Omas Hendl brech ich meine fleischlose Phase doch nochmal…).

Dass „Risi“ für „Reis“ steht war mir auch recht schnell klar. Aber erst jetzt, beim Tippen der Überschrift, erkenne ich, dass das „Pisi“ von lat. Pisum abstammt – dem lateinischen Wort für „Erbse“! 😀 (Übrigens schreibt die Welt immer wieder mal „Risi Bisi“ oder „Risibisi“ – das ist schlichtweg falsch, man sagt immerhin weder lat. Bisum noch ital. Biselli…).

Jedenfalls lässt sich Blumisotto (reisförmige Verarbeitung von Karfiol=Blumenkohl) auch prima als Risi Pisi-Variante zubereiten!

2 Portionen:

  • 1 eher kleiner Karfiol=Blumenkohl
  • 100g TK-Erbsen
  • 15g Trockenpilze (ich hatte getrocknete Hallimasch)
  • 60g Grana Padano oder Parmesan zum Bestreuen
  • 3 geh. EL Frischkäse oder Crème fraîche
  • Oregano, Thymian, Majoran
  • etwas Zitronensaft
  • 1 Schuss Weißwein
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zuerst die Trockenpilze in ein wenig Wasser einweichen.

Dann den Karfiol mit der Küchenmaschine schreddern. Die Menge fällt beim Dünsten ordentlich zusammen, aber wer trotzdem zu viel hat (z.B. weil es nur große Köpfe gab) kann die geschredderten Krümel gut einfrieren und für ein anderes Blumisotto verwenden.

In etwas Öl in einer großen Pfanne anbraten, die Erbsen dazugeben, salzen, pfeffern, Kräuter zugeben und mit wenig Wasser ablöschen. Die Pilze unterrühren (bei den Hallimasch muss das Wasser abgegossen werden,  bei anderen Trockenpilzen darf es als Würze mit dazu).

7-10min (je nach Dicke der Raspel) dünsten lassen.

Gegen Ende mit Weißwein und Zitronensaft abschmecken und den Frischkäse sowie 2/3 des Grana Padanos unterrühren.

Vor dem Servieren mit dem restlichen Käse bestreuen.

Unser Serviervorschlag beinhaltet außerdem noch Butter, mit der konische Gläser (nach oben hin dicker) gefettet wurden. So bekommt man die lustigen Formen hin. Einfach nur ein Klecks mit dem Schöpfer aufs Teller geklatscht schmeckt aber genauso gut. 🙂

10 Gedanken zu “Risi Pisi-Blumisotto

  1. Landidylle schreibt:

    Das Gericht sieht – wie ja eigentlich alle Deine Kreationen – superlecker aus. Meine Assoziation zum Foto war: der schiefe Turm von Pisi. Wie bekomme ich das jetzt bloss wieder aus meinem Kopf!?

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  2. Christina schreibt:

    Das klingt easy – für mich stellt aber der geschredderte Karfiol (so Küchenmaschinenlos) eine enorme Herausforderung dar. Habe bis jetzt – wegen der Handarbeit – nur ein einziges Mal ein Blumisotto gemacht …
    Ich kenne Risi-Pisi auch nur in der „unrichtigen“ Bezeichnung „Risi-Bisi“ – und ehrlich, ich hatte mir bis jetzt noch keine Gedanken gemacht, woher Pisi oder Bisi so wirklich herrührt. 😉

    Erbsen sind mir seit Kindheit ein Graus, rührt wohl daher, ich werde es mein Leben nicht vergessen, dass ich, als ich einmal im Kindergarten des Mittags speisen „musste“, es einen riesigen Berg Erbsen für jedes Kind gab und die waren wohl nicht wirklich lecker. Ich bin aber geneigt, vielleicht doch einmal welche als TK-Ware zu kaufen und zu verarbeiten. Du hast ja doch einige interessant klingende Rezepte mit Erbsen im Fundus. 🙂

    LG

    *Christina*

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    • Genussspecht.net schreibt:

      Hallo Christina,

      echt, ein Kind das keine Erbsen mag? Erbsen sind so süß und lieb und kugelrund, ich dachte, die würde jedes Kind mit Begeisterung verspeisen. 😉 Aber ich kenne das mit dem Kindheitstrauma, mir geht es so mit Schaumrollen (bei einem Hindernisparcours, wo es am Ende was zu gewinnen gab, musste man ganz zum Schluss eine komplette Schaumrolle aufessen und mir wurde sooo schlecht davon).

      Teste dich mal mit einer klitzekleinen Packung an die Erbsen heran. Ich LIEBE Erbsen, besonders Zuckererbsen, aber seit ich sie selber anbaue auch die Markerbsen. Und getrocknete Erbsen sowieso.
      Magst du Kichererbsen?

      Das mit dem Blumenkohl kann ich mir vorstellen. Per Hand würde ich das glaub ich auch sein lassen, denn die Brösel der Röschen springen sicher in alle Richtungen, oder?
      Hm, schade. VIelleicht findest du ja mal eine Küchenmaschine in Aktion, der du nicht widerstehen kannst. 🙂

      Lg
      K.

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  3. Christina schreibt:

    Liebe Katharina,
    erst einmal Frohe Pfingsten!
    Meinst du mit Zuckererbsen „richtige“ Erbsen (also Kugerln) Zuckerschoten? Erinnert mich direkt an etwas anderes: ich habe vor Urzeiten bei meiner Tante einmal einen Salat gegessen, der mir erst total abartig erschien, aber sich als so lecker erwies, dass ich ihn immer einmal „nachbauen“ wollte – und es nie tat. Blattsalat mit Zuckerschoten (oder Kefen, wie sie in der CH genannt werden) und filetierter Orange und Apfel in Balsamico-Vinegrette. Superb.
    LG
    *Christina*

    Gefällt 1 Person

    • Genussspecht.net schreibt:

      Liebe Christina,

      ich mag Zuckererbsen in beiden Formen: als ausgereifte Kugerl, dann nur die Erbsen selbst, oder noch im Jungstadium, dann die Schoten.
      Zuckererbsen sind einfach in allen Stadien der Ausreifung super! 🙂

      Liebe Grüße
      Katharina

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