Gefüllte Paprika mit Käferbohnen-Champignons-Fülle

Ich liebe gefülltes Gemüse einfach! Dicke, kugelrunde Paprika sind natürlich optimal geeignet, aber ich fülle auch gerne Zucchini, Gurken oder Zwiebeln. Am liebsten mag ich die roten Paprika, die sind nach dem Garen auch ein wenig süß, aber man kann auch gut grüne oder gelbe nehmen. Die roten passen so wunderbar zur leicht süßlichen Bohnen-Apfel-Fülle!

Käferbohnen nennt man in Österreich (insbes. in der Steiermark) übrigens die Bohnenkerne der Feuerbohnen. Hier hab ich schon mal über die Ernte der bunten Schätze geschrieben.

Wir waren grade ein paar Tage in der Steiermark urlauben und ich hab jeden Tag zu irgendeiner Mahlzeit (Jause, Hauptspeise, Beilage…) Käferbohnensalat mit Kernöl gegessen. Das ist vielleicht ein bisschen wahnsinnig, aber ich liebe die Steirischen Käferbohnen sooo! Und so groß und dick wie dort werden sie in unserem Klima einfach nicht. Die Südsteirer sind ja wirklich Kinder der Sonne, da können wir hier im Salzburger Land nicht mithalten. Egal, so gibt es auch immer wieder einen Grund, in die Südsteirische Weinstraße zu fahren (muss ich erwähnen, dass wir unseren Kofferraum voll mit köstlichen Weinen beladen haben?)! 🙂

 

2 Portionen:

  • 3 sehr große oder 4 normalgroße rote Paprika
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebel oder Lauchzwiebel
  • 1 Chili
  • 1 kl. säuerlicher Apfel
  • 200g Champignons
  • 1 Dose Käferbohnen (400g) (alternativ, wenn keine Käferbohnen verfügbar, Kidneybohnen)
  • 50g gemischte Nüsse & Kerne (ich hatte Walnüsse, Sonnenblumenkerne und Mandeln)
  • 4 geh. EL (Kräuter-)Frischkäse oder Crème frâiche oder Sauerrahm
  • 4 geh. EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Balsamico-Essig oder Balsamico-Essigsenf
  • 50g Gouda, gerieben oder grob gehackt
  • frischer Estragon
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Erdnussöl

Paprika längs halbieren und die Kerne entfernen. Innen etwas salzen.

Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken und in Öl anbraten.

Frühlingszwiebel (mit Grün) in Ringe schneiden, Apfel (mit Schale) sowie Champignons in möglichst kleine Würferl. Zugeben und dünsten lassen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Nüsse und Kerne mit der Nussreibe eher grob reiben. Unterrühren.

Frischkäse, Tomatenmark und Essig gemeinsam mit der Dose Bohnen unterrühren und noch kurz weiterdünsten lassen. Mit gehacktem Estragon, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Fülle in die Paprikaschiffchen geben und mit etwas Gouda bestreuen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder in eine Auflaufform geben und für 25-30min ab in den Ofen.

Dazu passt hervorragend grüner Salat mit Kernöl (wir hatten außerdem noch Radieschen und Estragon drin).

13 Gedanken zu “Gefüllte Paprika mit Käferbohnen-Champignons-Fülle

  1. Christina schreibt:

    Liebe Katharina,
    dieses Rezept erinnert mich daran, dass ich seit Urzeiten keine gefüllte Paprika mehr zubereitet noch gegessen habe – ein Zustand der sich definitiv ändern sollte. 😉 Üblicherweise füllte ich früher Paprika gerne mit einer Bulgur-Lauch-Pilz-Frischkäse-Kürbiskernfülle, dazu gab es dann eine fruchtige (selbstgemachte) Tomatensauce. Mit den Bohnen will ich es gerne einmal probieren, vielleicht kriege ich ja sogar hier irgendwo Käfer- bzw. Feuerbohnen.

    LG

    *Christina*

    Gefällt mir

    • Genussspecht.net schreibt:

      Liebe Christina,

      waaah, Pilze!! Ich hab bei dem Rezept tatsächlich die Champignons nicht abgetippt bzw. offensichtlich versehentlich weggelöscht. Da waren zusätzlich noch 200g Champis drin, sonst hätte die Menge gar nicht gereicht.
      DANKE, dass du mich durch deinen Kommentar darauf aufmerksam gemacht hast!

      Deine Bulgur-Lauch-Pilz-Frischkäse-Kürbiskernfülle mit Tomatensauce klingt sehr lecker. Das werd ich ausprobieren; spitzen Idee.

      Liebe Grüße
      Katharina

      Gefällt mir

      • Christina schreibt:

        Wie gut, dass wir darüber sprachen – und gern geschehen! 🙂
        Wenn es sich bei Gelegenheit ausgeht, kann ich dir das genaue Rezept für die Bulgur-Lauch-Pilz-Frischkäse-Kürbiskernfülle auch gerne mal schicken. (Ist aber ohnehin ein uraltes Rezept aus dem Alnatura-Rezepte-Fundus …)
        Zu den Bohnen: es gibt von „Davert“ eine bunte Bohnenmischung und ich meine es hätte Feuerbohne dabei gestanden (sicher bin ich mir aber nicht), dass müssten ja dann eigentlich die besagten Käferbohnen sein oder?

        LG

        *Christina*

        Gefällt mir

        • Genussspecht.net schreibt:

          Liebe Christina,
          ja, Feuerbohnen sind Käferbohnen! Auch wenn die in der Südsteiermark noch vieeel dicker und größer sind (keine Ahnung, was die da machen).
          Feuerbohnen sind überhaupt extrem cool, auch für den Eigenanbau: Die halten kalte Temperaturen und längere Trockenheit ebenso wie Nässe aus. Feuerbohnen nehmen es dir nicht mal übel, wenn du dich direkt auf sie draufsetzt. 😉

          Das Rezept hätte ich sehr gerne, wenn du mal Zeit findest!

          Liebe Grüße
          K.

          Gefällt mir

    • Christina schreibt:

      Guten Morgen liebe Katharina,
      ich möchte das Rezept in den nächsten Tagen einmal versuchen. Ich habe ja nun leider keine original steirischen Käferbohnen vorbereitet in der Dose, sondern Dicke bunte Bohnen getrocknet. Wie sollte ich diese nun vorbereiten / vorkochen zur weiteren Verarbeitung? Am liebsten würde ich den Schnellkochtopf nehmen. Lieben Dank vorab.
      Mit vielen Grüßen
      *Christina*

      Gefällt mir

      • Genussspecht.net schreibt:

        Liebe Christina!

        In 99% meiner Rezepte arbeite ich auch mit getrockneten Bohnen, die mir eigentlich eh viel lieber sind (praktisch, günstig, kein Alumüll).
        Dazu weiche ich die Bohnen über Nacht in viel Wasser mit 1 Msp. Natron ein (verkürzt die Kochzeit). Das Wasser gieße ich am nächsten Tag wegen der gelösten Phytinsäure und Blähstoffe ab (super Wasser zum Blumengießen!). Dann koche ich die Bohnen mit einem Lorbeerblatt und eher wenig Wasser im Dampfdrucktopf ca. 20min (kommt natürlich auf die Dicke der Bohnen an; bei so normalgroßen Kidneybohnen passen 20min üblicherweise, wenn man das Natron berücksichtigt). Heb das restliche Kochwasser auf zum Ablöschen der Fülle.
        Bei diesem Rezept ist es auch nicht so tragisch, wenn dir die Bohnen ein wenig verkochen. In der Fülle sieht man das nicht.

        Auf diese Art Koche ich übrigens meist die doppelte Portion Bohnen und mache Aufstriche, tags darauf ein anderes Bohnen-Rezept draus oder friere die gekochten Bohnen ein.

        Herzliche Grüße
        Katharina

        Gefällt mir

  2. Christina schreibt:

    Ich hab’s ja nicht so mit dem Gärtnern. 😉 Ich bin nicht allzu geschickt und habe vor allem nicht die Geduld für die Pflege der Pflänzchen u. Co. Und im Garten auf der Erde knien – kriechen machen meine Kniegelenke nicht mit. Außerdem ist der Garten (er gehört mir ja nicht alleine) mittlerweile nur noch reiner Ziergarten, die Erde ist zu schlecht für den Anbau von Gemüse u. Co. und es hat sich nie jemand die Mühe gegeben, dort Boden auszutauschen / zu bearbeiten. In jedem Fall habe ich mir für heuer ein wenig „Ackerbau“ in Töpfen entschieden. 🙂 Ich wollte unbedingt Saatgut und Jungpflanzen (nur Tomaten) aus ökologischem Anbau haben, also bin ich in einen wahren Kaufrausch bei Bingenheimer Saatgut verfallen. Am Freitag kamen endlich die langerwartenden Tomatenpflanzen an. Sechs verschiedene Sorten, die sich momentan noch von der Reise im Paket erholen müssen, bevor sie umgetopft werden und dann auf der Terrasse ihren Ertrag bringen sollen. Ich nutze es aus, dass ich heuer „nur“ eine Woche Anfang Juni verreisen werde, ansonsten bin ich den Juni über komplett nie da und dann geht alles Gepflanzte zu Hause in die Binsen und danach ist es oft zu spät. Ich habe leider keine „Garten-Engel“ die die Pflege übernehmen. Außerdem habe ich noch zig Kräuter- und (Essbare)-Blumensämereien bestellt. Ich ziehe momentan Basilikum im Haus (das funktioniert immer prima, dauert nur ur-lange bis zur Ernte …), die Blumen müssen noch in die Erde / in Töpfe gebracht werden. Die Topinambur-Knollen sind schon seit ein paar Wochen in der Erde, von 10 Stück hat bisher nur eine ausgeschlagen!?
    Ach ja, Pflücksalat (Saatband für einen Blumenkasten) keimt auch schon eifrig, ich bin gespannt, ob die Aussage auf dem Packerl, dass nach 4 Wochen zum ersten Mal gepflückt werden kann, auch zutreffen wird! Und passend zu dem frisch Gepflanzten haben uns, nachdem es die Woche über noch brütendheiß war, pünktlich zum WE die Eisheiligen voll erwischt – von Mitte 20°C runter auf gerade einmal 11° – brrr – in diesem Sinne: Frohe Pfingsten!
    LG
    *Christina*

    Gefällt mir

  3. Christina schreibt:

    Noch vergessen, ein paar Bohnen will ich auch ziehen, habe eine „Urbanes Gartenglück-Mischung“ erstanden, da ist die Sorte „Blauhilde“ bei, die soll in großen Kübeln gedeihen. Ferner enthält das Packerl noch Sonnenblumen („Sunspot“ – kleinblütig) und Radieschen-Samen („Sora“).
    Du magst als Garten-Profi sicherlich über meine „naiven“ Aktivitäten ein wenig lächeln, aber ich habe mir gesagt, aufhören zu träumen, was wäre wenn, und einfach einmal anfangen, auch im Kleinen. Das empfahl vor ein paar Wochen auch die Kräuterpädagogin und Heilpraktikerin bei der ich an eine Wild-Kräuterwanderung buchte. Das waren so tolle und lehrreiche drei Stunden, die nie hätten enden sollen, so viel hätten wir aus den gesammelten Schätzen der Natur noch zubereiten und genießen können. Leider kann ich das neu erworbene Wissen nicht anwenden, da es mir hier in der Umgebung an möglichst einwandfreien Wildkräutern mangelt, sie sind vorhanden, aber aufgrund von offensichtlichen Umweltbelastungen (Straßen, Hunde u. Katzen) nicht wirklich empfehlenswert und der Garten ist mittlerweile „clean“, z.B. in Bezug auf Brennnesseln und Löwenzahn und ich finde keine Sämereien zum Nachziehen …
    LG
    *Christina*

    Gefällt mir

  4. Genussspecht.net schreibt:

    Liebe Christina,

    das klingt ja nach einer richtig schönen Naschgarten-Mischung, die du dir da anlegst! 🙂
    Hast du dir eigentlich schon mal überlegt, ein Hochbeet zu machen? Da drin kannst du Kompost und eigene Erde verarbeiten (also hast kein Problem mit schlechter Erde), du kannst bei der Arbeit stehen und weil das Hochbeet im Freien steht versorgt es sich ziemlich selbst mit Wasser, hält es also wesentlich länger aus als Pflanzen in Töpfen.

    „Blauhilde“ mag ich als Fisolen auch gerne, die sind lecker und sehr errtagreich. Dieses Jahr hab ich aber nur Feuerbohnen (und Buschbohnen Borlotto Rosso).
    Radieschen kannt du über-überall dazwischen stecken, sogar in die Blumenbeete. So ein Radieschen-Pflänzchen hat immer Platz. 🙂

    Warum die Topinambure so zaudern, kann ich mir nicht erklären. Hast du vielleicht Wühlmäuse im Garten? Aber gib ihnen mal noch ein wenig Zeit. Vielleicht kommen die noch.

    Liebe Grüße und alles Gute beim Gärtnern!!
    Katharina

    Gefällt mir

  5. Christina schreibt:

    Liebe Katharina,
    wollte mich längst schon wieder gemeldet haben. 🙂
    Zum Ersten, die gefüllten Paprika wurden in der vorletzten Woche einmal ausprobiert. Das Kochen der Bohnen (es waren ja keine richtigen „Käferbohnen“, sondern leider nur dicke bunte Bohnen aus China … Bio-Ware kommt so oft aus China …) nach deiner Instruktion im Schnellkochtopf hat gut funktioniert, das nächste Mal werde ich sie aber nur 15 min. kochen, 20 waren ein bissl zu viel. Ich hatte natürlich zu viele Bohnen eingeweicht, 400 g getrocknet waren too much für das obige Rezept. Egal, ein Teil des Restes wurde zu veganer „Leberwurst“ verarbeitet, die schmeckt immer, und einen Teil habe ich noch eingefroren. Die Paprika waren lecker, aber ich bin ehrlich, dass sie mich nicht so wahnsinnig vom Hocker rissen. Ich war auch vielleicht wieder einmal sehr dezent, was die Würze anging. 😉
    Im nächsten „Care-Paket“ aus „Good old Austria“ werde ich mir dann nebst Senf auch steirische Käferbohnen schicken lassen. :jol:
    Tja, meine gärtnerischen Ambitionen sind etwas ausgebremst worden, da ich zum einen ziemlich viel Stress beruflich und auch sonst hatte, so dass kaum Zeit blieb draußen etwas zu machen. Die Bohnen und Blumensamen warten zum Beispiel immer noch auf ihre Aussaat … :hüst: Zum anderen bin / war ich frustriert das mein innerhalb von drei Wochen so gut gesprossener Salat in einer Nacht einer Horde „Junger Wilder“ Nacktschnecken zur Gänze zum Opfer gefallen ist. Ich war so sauer! Habe mir bereits neue Saatbänder besorgt. Entweder kommen sie unter der Woche noch in die Erde oder dann erst nach meinem Urlaub der in Kürze ansteht. Erschwerend ist auch das seit gut 2 Wochen katastrophale Wetter, die gewaltigen Regenmassen (mit Gewitter noch nie da gewesenem Ausmaß) welche vom Himmel fielen haben auch dem Garten schwer zugesetzt. Alle Töpfe klatschen und quatschen nur so vor Wasser. Ich war sehr bemüht meine Jung-Tomatenpflanzen vor den schlimmsten Schäden zu bewahren und habe sie stetig zwischen Terrasse, Gartenhaus und sogar Wohnzimmer hin- und her getragen. Nun haben sie draußen ein mobiles Dach erhalten. Ich hoffe aber sehr, das diese schlimmen Unwetter bald ein Ende haben. Gott sei Dank sind wir hier noch glimpflich davon gekommen, nur wenige Kilometer weiter südlich hat es erst gestern Nachmittag schwere Überschwemmungen und Schäden gegeben. Von den Katastrophengebieten in Bayern mag ich erst gar nicht sprechen.
    Einen schönen restlichen Sonntag
    *Christina*

    Gefällt mir

    • Genussspecht.net schreibt:

      Liebe Christina,

      ja, 400g getrocknete Bohnen ergeben mindestens 800g gekochte. Aber das ist nicht weiter schlimm, du hast sie ja lecker verarbeitet und einfrieren ginge auch gut.

      Ich würze immer ziemlich kräftig, gerade wenn so Geschmacksträger wie das übliche Hackfleisch, Feta o.ä, fehlen. Die Würze muss sehr gut, fast schon zu viel abgeschmeckt werden, damit der gekochte Paprika den Geschmack nicht zu sehr besänftigt. Und herzhafter Käse schadet natürlich auch nicht. 🙂

      Wünsche alles Gute beim Gärtnern – ich kämpfe momentan auch täglich gegen die Schnecken. Blöde Viecher.

      Meine Fisolen hab ich übrigens (im Freien angesät) unter abgeschnittene PET-Flaschen von 1,5l-Mineralwasser gegeben. Nur den Boden abgeschnitten und den Deckel abgeschraubt. Da drin haben sie einerseits den Glashaus-Effekt, so lang sie noch klein sind, und vor allem kommen keine Schnecken dran. Wenn sie mal kräftig genug sind, um den Knabbereien der Schleimviecher zu trotzen, kommen die Flaschen weg. Das System solle bei mehreren Gemüsesorten funktionieren.

      Liebe Grüße
      Katharina

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s