Ofengemüse auf Quinoa mit Romesco-Sauce

Ich habe nun schon mehrmals von dem wahnsinnig tollen Kochbuch A Modern Way to Eat. Über 200 vegetarische und vegane Rezepte für jeden Tag von Anna Jones geschrieben, und es wird heute auch sicher nicht das letzte Mal sein, weil ich so begeistert davon bin. 🙂 Dieses Rezept von Anna Jones hab ich ein bisschen abgeändert, indem ich beim Gemüse varriert und Quinoa* anstatt Emmer genommen hab, das einzige (Pseudo-)Getreide, das mit Low Carb verträglich ist. Die Idee mit der Romesco-Sauce ist grandios!

Übrigens: Wenn ihr nur rote geröstete Paprika nehmt (in meinem Glas waren gelbe, orange und rote), dann wird die Farbe der Sauce noch schöner. Das vegane Gericht ist aber auch so schon eine Augenweide!

2 Portionen:

  • 1 kl. Tasse Quinoa* (ca. 100g)
  • 1/2 normalgroßer Butternuss-Kürbis
  • 1 roter Paprika
  • 4 große Frühlingszwiebeln oder Lauchzwiebel (alternativ Lauch)
  • 2 EL Olivenöl
  • Saft+Schale einer Bio-Zitrone
  • viel frische Petersilie und/oder Koriandergrün
  • Salz, Pfeffer

Für die Romesco-Sauce (Menge reicht für dieses Essen und ein kleines Vorratsglas, das sich mit Olivenöl bedeckt 2 Wochen im Kühlschrank hält, wenn man zum Rauslöffeln immer wieder einen neuen Löffel nimmt und Olivenöl nachgießt):

  • 2 Gläser gegrillte Paprika aus dem Glas à 280g (Abtropfgewicht 160g; im Idealfall findet ihr welche in Olivenöl)
  • 100g (blanchierte) Mandeln (oder Mandeln und Walnüsse gemischt)
  • 1 Chili
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 2 EL Pul Biber (türk. Paprikaflocken) oder Pimenton de la Vera (span. Räucherpaprika)
  • mind. 8 EL Olivenöl oder das Einlege-Öl und Olivenöl gemischt
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Wasser

 

Zuerst die Mandeln blanchieren, wenn diese ungehäutet sind. Dafür einfach 2min in Wasser kochen und mit kaltem Wasser abschrecken. Die Haut kann dann ganz einfach und schnell abgezogen werden.

Mandeln in einer Pfanne trocknen und in weiterer Folge anrösten.

In der Zwischenzeit Knoblauch und Chili hacken.

Wenn die Mandeln langsam braun werden, 1 EL Olivenöl unterrühren und Knoblauchzehen, Chili sowie die  Paprikaflocken unterrühren. Kurz bräunen lassen, dann Pfanne ausschalten.

Die schlampig abgetropften eingelegten Paprika mit den Nüssen und den restlichen Zutaten im Mixer oder mit dem Zauberstab pürieren. Hier kann man entscheiden, ob man die Sauce lieber sämig oder stückig will. Wenn sie zu dick ist, etwas Wasser zugeben, dann ggf. noch einmal abschmecken.

Stehen lassen und durchziehen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Nun den Butternut schälen und in ziemlich große Stücke schneiden. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen. Die Kerne kann man übrigens super in einer Ecke mit aufs Backblech legen und zu knusprigen, gewürzten Kürbiskernen verarbeiten wie in diesem Rezept.

Paprika und Frühlingszwiebeln ebenso in große Stücke schneiden und aufs Backblech geben.

Das Gemüse salzen, pfeffern, mit der Zitronenschale bestreuen. Schließlich etwas Olivenöl darüber träufeln.

Für 35-40min ab ins Backrohr.

Den Quinoa in einem Sieb waschen, dann mit der doppelten Menge Wasser, etwas Salz, Pfeffer und dem übrigens Zitronensaft in 15min weich kochen. Platte ausschalten und die restliche Zeit durchziehen lassen.

Wenn alles fertig ist, Quinoa auf einer vorgewärmten Servierplatte verteilen, Gemüse darauf legen, mit Romesco-Sauce beträufeln und mit ordentlich Petersilie und/oder Koriander bestreuen.

 

 

*Quinoa enthält zwar Kohlenhydrate (59g KH auf 100g ungekochte Quinoakörner; 17g auf 100g gekochte), weist jedoch auch einen besonders hohen Proteinanteil und essentielle Aminosäuren auf.  Auch der Eisen-, Mangan- und Magnesiumanteil sind sehr hoch (und Kohlenhydrate werden übrigens in Anwesenheit von Mangan effizienter abgebaut). Die enthaltenen Ballaststoffe sind gut für die Verdauung und sättigen lange. Die komplexen Kohlenhydrate müssen bei der Verdauung erst aufgespalten werden, bevor sie langsam und gleichmäßig ins Blut übergehen können. Sie haben also auch keine extremen Insulinspitzen zur Folge. Alles in allem ist Quinoa demnach ab und zu eine gute Ergänzung für die Low Carb-Ernährung, wenn er in Maßen gegessen wird. Er wird auch von div. Low Carb-Ernährungsformen als einziges “Getreide” (ist ja eigentlich ein Pseudogetreide, weil die Pflanze nicht zur Familie der Süßgräser gehört) empfohlen.

 

17 Gedanken zu “Ofengemüse auf Quinoa mit Romesco-Sauce

        • Genussspecht.net schreibt:

          Guten Morgen aus dem Büro mit funktionierender Tastatur. 😉
          Ja, es ist auch tatsächlich ein selbst verursachter Flüssigkeitsschaden. Ich Vollidiotin habe die Tastatur mit einem SANFT angefeuchteten Lappen (NICHT tropfnass, ehrlich!) desinfizieren wollen. Habe mir jetzt auch erst mal eine alte Tastatur eingepackt, die hier noch als Reserve herumlag und die keiner mehr brauchte.
          Danke fürs Glückwünschen. 🙂
          Liebe Grüße
          Katharina

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  1. Christina schreibt:

    Liebe Katharina,
    sieht lecker aus – ist es auch!
    Wobei ich beim ersten Lesen des Rezeptes eher „Romanesco“ als „Romesco“ las. :giggle:
    Im letzten Abschnitt des Textes steht es dann auch so …
    Eine originale Romesco-Sauce habe ich mangels Zutaten sicher nicht kreiert. Irgendwo ist eine Grenze zu ziehen mit der anzuschaffenden Gewürzvielfalt und da ich „scharf“ ohnehin nicht gut vertrage gab es auch kein Pul Biber oder spanisches Paprika, sondern „normales“ Paprikapulver (ja, die „zahme“ Variante 😉 ). Leider waren die Paprika (rot + gelb) nicht in Olivenöl eingelegt. Mandeln hatte ich nicht mehr genügend, da aber die Walnüsse aus der eigenen Ernte vom Vorjahr dringend aufgebraucht werden müssen, war das eine gute Gelegenheit um damit aufzustocken. Die o.g. Menge (Gemüse) reichte locker für Drei – lediglich rote Paprika hätte etwas mehr sein dürfen und die Frühlingszwiebeln würde ich demnächst durch Lauch ersetzen, der ist dicker und verbrutzelt nicht so schnell im Ofen. Die Saucenmenge ist sehr üppig! Wir haben es SA zum Butternutgemüse gegessen und gestern noch zu gedünstetem rotem Mangold (mit mariniertem Tofu und Quinoa ergab das quasi eine „Buddha Platte“). Und es ist immer noch ein ca. 200g Glas hochgefüllt im Kühlschrank zu finden. Obwohl kein Käse drin ist, finde ich, dass das ganze einem Paprika-Mandelpesto ähnelt. Der Rest der Family will diese Woche noch Pasta speisen, da gibt es dann den Rest (oder Teil) von der Romesco-Sauce zu. 🙂

    LG

    *Christina*

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    • Genussspecht.net schreibt:

      Liebe Christina!

      Oh, danke, hab den Tippfehler („Romanesco“) sofort ausgebessert. Beim ersten Mal lesen ging es mir übrigens genauso. 🙂

      Du hast die Sauce sogar authentischer gemacht, nur mit Walnüssen. Aber mein Mann hat eine leichte Walnuss-Allergie (nur wenn er sie in größeren Mengen ist), weshalb ich gerne mit Mandeln „strecke“.

      Liebe Grüße – freut mich, dass es geschmeckt hat!
      Katharina

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      • Christina schreibt:

        Liebe Katharina,
        ich habe kürzlich den „Fankreis“ für die Romesco-Sauce erweitert: beim kulinarischen Semesterausklang meines Italienischkurses kredenzte ich die o.g. Sauce als Pesto-Brotaufstrich zu Bettis Röstgemüse-Walnussbaguette. Beides schlug ein. 🙂 Die Reste gab es dann einige Tage später zu Gemüsenudeln. Ich bin dazu übergegangen, statt „Zudeln“ lieber „Kudeln“ zu machen. Die Kohlrabi ist um eines herzhafter und viel besser zum „Durchdrehen“ geeignet und sie zerfallen auch nicht so schnell in Topf oder Pfanne beim Anbraten.
        LG
        *Christina*

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        • Genussspecht.net schreibt:

          Hallo liebe Christina!

          Das freut mich sehr.:)

          Kohlrabi-Nudeln hab ich auch schon mal gemacht, allerdings hatte ich damals noch nicht meinen großen Spiralschneider sondern nur einen kleinen Gemüsespitzer, da war das recht nervig. Muss ich wieder probieren!

          Liebe Grüße
          Katharina

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