Salzburger Mühlenkraut mit Topfendalken à la Daniela

Daniela Pfeifer ist eine sehr erfolgreiche Foodbloggerin sowie Buchautorin und ernährungsmedizinischen Beraterin. Ihren Blog Low Carb Goodies verfolge ich immer wieder gerne, auch weil sie öfters traditionelle österreichische Rezepte „lowcarbisiert“.

Diesmal hab ich ihre Rezept für Salzburger Mühlenkraut und für Topfendalken (sprich: „Doik’n“) ausprobiert und bin ganz begeistert. Die Dalken werde ich in den nächsten Tagen gleich nochmal kochen, diesmal mit selbstgemachtem Apfelmus.

Kleine Veränderungen hab ich gemacht. Statt der Schweineschnitzel und des Specks gab es schwarzgeräuchertes Geselchtes, das wir unlängst einem bayerischen Bauern abgekauft haben, der in unserer Gegend (nahe der bayerisch-österreichischen Grenze) mit seinem Lieferwagen Ab-Hof-Verkauf betrieben hat. Da haben wir ganz schön zugeschlagen… zum Glück können wir unseren 10kg-Sack Zwiebeln in der Gartenhütte lagern. 😉

Ach ja, außerdem hatte ich noch ein Eigelb übrig, das ich zu den Dalken gegeben hab. Daniela hält das Rezept eifrei; es ist also offenbar durchaus möglich, auf den Dotter zu verzichten. Das hab ich aber nicht ausprobiert.

Danke, liebe Daniela, für diese supertolle, deftig-winterliche Anregung! Ich kannte dieses Salzburger Mühlenkraut noch gar nicht, und das, obwohl ich jetzt schon seit 11 Jahren in Salzburg (Umgebung) lebe und meine Oma eigentlich aus dem Pongau stammt. 🙂

4 bzw. 2 Portionen (Hinweis: Da das Kraut sehr gut, ja fast noch besser, aufgewärmt am nächsten Tag schmeckt, habe ich hiervon gleich 4 Portionen gemacht. Die Dalken sollten allerdings nur frisch serviert werden, die sind aufgewärmt nicht so toll, deshalb gab es davon nur 2 Portionen.):

Für das Mühlenkraut (4 Portionen):

  • 250g schwarzgeräuchertes Geselchtes
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 600g Weißkraut=Weißkohl
  • 1/4l Rindssuppe
  • 100g Obers=Sahne
  • 1 EL Tomatenmark aus der Tube
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 Handvoll Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Kümmel, Muskat
  • ggf. Butterschmalz (nur nötig, wenn das Geselchte nicht viel Fett hat)

Für die Topfendalken (2 Portionen):

  • 250g Topfen=Quark m. 20% Fett
  • 1 Dotter (kann auch weggelassen werden; im Originalrezept von Daniela nicht vorhanden)
  • 1 geh. EL Flohsamenschalen
  • 1 geh. EL Kokosmehl
  • 30g Pfeilwurzelstärke
  • 1/2 gestr. TL Guakernmehl
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Butterschmalz zum Ausbacken (nur mit Butterschmalz sind sie original, das ist essenziell für den Geschmack!)

Alle Zutaten für die Dalken mit der Küchenmaschine verrühren und 10min  stehen lassen.

Weißkraut feinnudelig schneiden, Zwiebel in feine Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Geselchtes grob würfeln. Fettrand abschneiden und fein würfeln.

Jetzt mal den Teig für die Dalken zu einer Rolle formen und in Frischhaltefolie packen. Ab in den Kühlschrank.

Speckfett in einer großen Pfanne (ich hatte einen Wok) auslassen. Wenn das Geselchte sehr trocken ist, ggf. noch mit etwas Butterschmalz nachhelfen. Zwiebel und Knoblauch darin anbraten.

Weißkraut zugeben und gut salzen. Erst mal vor sich hin braten lassen, bis es etwas bräunt.

Kraut mit den restlichen Gewürzen und der Rindssuppe abschmecken und bei geschlossenem Deckel mind. 15min dünsten lassen. Dann Deckel abnehmen und Wasser verdampfen lassen.

Den Topfenteig für die Dalken aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem nassen Messer Scheiben abschneiden.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen.

In der Zwischenzeit das Obers unters Kraut rühren.

Die Topfenscheiben ggf. mit nassen Händen noch etwas in Form modellieren und ins heiße Butterschmalz gleiten lassen. Von beiden Seiten goldbraun ausbacken lassen.

Dalken noch auf etwas Küchenrolle abtropfen lassen und sofort mit Schnittlauch bestreut servieren.

Salzburger-Muehlenkraut-Topfendalken_01

4 Gedanken zu “Salzburger Mühlenkraut mit Topfendalken à la Daniela

    • Genussspecht.net schreibt:

      Hallo liebe Daniela!

      Ich habs aber eh in deine Kommentare gepostet. 🙂
      Übrigens hab ich mir gestern dein Österreich-Kochbuch bestellt. Ist noch nicht da, aber ich freu mich schon sehr darauf.

      Herzliche Grüße
      Katharina

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