Kürbis-Kohlrabi-Auflauf mit Schafkäse

Für dieses Rezept habe ich ein Gewürz verwendet, das mir die Firma Spiceworld zur Verfügung gestellt hat. Eigentlich wäre es schon gedacht gewesen für das Kürbisgewinnspiel, bei dem ich mit meinem Spaghettikürbis mit Pisto Manchego mitgemacht habe. Zum spanischen Pisto hat es nicht gepasst und man durfte nur ein Rezept einreichen, deshalb hab ich mir mit dem Asant dann doch Zeit gelassen. Jetzt ist es aber wirklich schon viel zu lange her und ich möchte mich nochmals bei Spiceworld für das Gewürz bedanken! Hier der Link zum Shop, wo man es als Gewürzmischung mit Bockshornkleesamen kaufen kann (nein, ich bekomme keine Provision).

Asant, Asafoetida oder Teufelsdreck kenne ich seit meiner Indien-Reise. Das Gewürz wird in Afghanistan, Pakistan, im Iran und eben in Indien zur Zubereitung und Verfeinerung von Speisen benutzt. Offenbar kommt die hohe Akzeptanz in der indischen Küche von den Brahmanen (Angehörige der obersten Kaste, Lehrer, Gelehrte, auch heute noch fast immer in religiösen Bereichen aktiv). Die Brahmanen dürfen bzw. durften nämlich keine Zwiebeln und keinen Knoblauch essen, weil diesen Gemüsen aphrodisierende Wirkung zugeschreiben wird. Arme Brahmanen. Lustig (und ein bisschen sinnlos) ist diese Regel außerdem, weil gerade Asant heute in der Kräuterkunde als Aphrodisiakum eingesetzt wird und eigentlich schon seit dem Altertum als solches bekannt ist. 😉

Asanat ist jedenfalls geschmacklich durchaus mit Zwiebeln und Knoblauch zu vergleichen. Nur stinkt er noch ein bisschen mehr. 😉 Das liegt an dem schwefeligen Harz, einem der Hauptbestandteile der Gewürzzubereitung. Stinkig (im Rohzustand) oder nicht, Asant zaubert eine wahnsinnig tolle Geschmacksnote in viele Gerichte! In Indien wird fast alles damit gewürzt: Vegetarisch, Fleisch, Fisch, Brühe, Saucen. So, wie ich fast zu jedem Essen die obligatorische Zwiebel-Knoblauch-Mischung gebe, oder wie man in anderen Ländern auch bei fast jedem Essen gleich startet (z.B. beginnt nahezu jedes Gericht in Puerto Rico mit der Zubereitung von Sofrito, einer Würzsauce aus viel Olivenöl, Chili, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch; das habe ich im Buch Mofongo von Cecilia Samartin kennengelernt).

Asant ist übrigens Bestandteil der Worcestershiresauce. Gewusst? Ich auch nicht.

Hier nun aber genug der Infos. Und hubbidihupp los geht’s mit dem Rezept!

 

2 Portionen:

  • 350g Butternuss-Kürbis
  • 1 Kohlrabi inkl. Blätter
  • 1 kl. Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Pkg. Schafkäse oder Feta (gerne auch selbstgemachter Frischkäse als original indische Alternative)
  • 1 Ei
  • 1 guter Schuss Obers=Sahne (ca. 50ml)
  • Petersilie
  • 1 TL Asant
  • 1 Msp. geriebene Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Kürbis und Kohlrabi putzen und in grobe Stücke schneiden. Kohlrabigrün in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

Zwiebel und Knoblauch in Erdnussöl anbraten. Dann Kürbis und Kohlrabi zugeben und bei guter Hitze von allen Seiten bräunen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Asant würzen.

Den Schafkäse grob würfeln und gemeinsam mit den gehackten Kohlrabiblättern und der Petersilie unterrühren.

Backrohr auf 200°C Heißluft vorheizen.

Alles in eine gefettete Auflaufform füllen und mit einer Mischung aus Ei und Obers begießen.

35-40min ab ins Backrohr.

Dazu passt frischer Salat.

4 Gedanken zu “Kürbis-Kohlrabi-Auflauf mit Schafkäse

  1. Christina schreibt:

    Liebe Katharina,
    ich koche ja vielmehr nur noch so richtig (= aufwendiger) Sa + So. Meist sieht das so aus, dass ich schaue, was ist da und muss als erstes verbraucht werden (Gemüsetechnisch). Dann begebe ich mich auf die Suche nach einem kompatiblen Rezept zu meinem Vorratsschrank, i.d.R. bei dir oder Betti von „Happy Carb“. 😉 Klar, dass es dann nicht stets zu 100% passt, aber anpassen geht (fast) immer. So auch gestern. Ich hatte schon länger einen Butternutkürbis im Keller liegen der dringend einmal weg musste. (Ich habe noch nie erlebt, dass wenn ich einen Kürbis „ausschlachte“, also die Kerne entferne, diese teilweise bereits wie gekeimt aussahen??) Ein Packerl Feta schlummert auch noch im Kühlschrank, ok Kohlrabi gab es keine, dafür aber ein paar Stangerl Frühlingszwiebeln (Ringe) und zwei Bratwürstchen (Scheibchen). Wanderte beides mit in die Auflaufform und nach 30 min. stand ein leckeres Essen auf dem Tisch. Dank an dich! 🙂

    LG
    *Christina*

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    • Genussspecht.net schreibt:

      Liebe Christina!

      Freut mich, dass du den Auflauf so abwandeln konntest, dass er für eure vorhandenen Zutaten gepasst hat. 🙂 Die Kombination von kräftigem Feta und mildem Butternut find ich ganz genial. Habe letztens auch nochmal einen Butternutkürbis ergattern können, das freut mich, ich hab diese Saison nicht mehr damit gerechnet. Ist garantiert der letzte bis zum Herbst – da muss ich mir noch etwas besonders Gutes überlegen.

      Hast du die Frühlingszwiebel eigentlich angebraten, bevor sie zum Auflauf gewandert sind?

      Liebe Grüße
      Katharina

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  2. Christina schreibt:

    Liebe Katharina,
    ich befürchte auch, dass es den Butternut nun (bald) nicht mehr gibt. Muss ich auch noch einmal schauen. Ich habe nun noch 600 g im Froster, die waren vom letzten Kürbis übrig. Ich habe Kürbis noch nie eingefroren, bin gespannt, wie er sich weiterverarbeiten lassen. Aber da ich ohnehin unbedingt noch einmal Burgerbrötchen daraus machen wollte und er dafür ja püriert werden muss, dürfte es kein Problem sein. 🙂
    Die Frühlingszwiebeln habe ich nur in Ringe geschnitten, nicht angebraten, und dann über den Kürbis gestreut. Unterrühren ist besser, sie sind so ein wenig sehr angebräunt, weil sie oben auf lagen. War aber nicht verbrannt. 😉

    LG

    *Christina*

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