Avocado-Schokomousse

Jamjamjamjamjam!! Dieses vegane Schokomousse („Schokomus“ wäre nicht zutreffend bei dieser Cremigkeit hihi) will ich schon ewig ausprobieren. Aber entweder hatte ich keine Avocados daheim oder ich hab es vergessen. Wir sind so begeistert davon, dass uns das jetzt aber nicht wieder passieren wird. Die cremige Konsistenz ist umwerfend – da können sich die gekauften „Paradiescremen“ dieser Welt verstecken, jawoll!!

Es gibt übrigens tausend verschiedene Variationen des Avocado-Schokomousses im Internet. Mal nur pur mit Avocado und Kakao/Zartbitterschokolade, mal mit Nussmus, mal mit Nüssen, mal mit Ahornsirup… wir haben uns für diese Variante entschieden, weil sie einfach bombastisch ist. Es geht natürlich auch einfacher.

Avocados sind supertoll. Sie schmecken wunderbar, das ist Punkt römisch I für mich. Danach folgt:

  • Avocados können den Cholesterinspiegel senken (gerade bei uns Low Carblern wichtig mit unserer stark Ei-bezogenen Ernährung, auch wenn eine direkte Verbindung von Ei-Cholesterin längst als überholt gilt),
  • sie schützen damit gleichzeitig vor Herzkrankheiten (alle Blutwerte, die mit Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden können, werden beim Verzehr von Avocados verbessert),
  • sie können das Krebsrisiko senken und Krebszellen abtöten (helfen gegen mehrere Krebsarten, z.B. gegen Krebs im Mundraum, gegen Blutkrebs oder gegen Prostatakrebs),
  • sie enthalten sehr viele Ballaststoffe (100g Avocado enthalten 7g unverdauliche Fasern); d.h. sind gut für die Verdauung und sättigen lange,
  • sie haben sehr wenig Kohlenhydrate (netto, also ohne die unverdaulichen Ballaststoffe, zwischen 0,4g und 1,8g je nach Sorte – die Sorte „Hass“ hat mehr als die grüne „Fuerte„, aber ist trotzdem absolut LC-verträglich); außerdem sind diese KH den komplexen Kohlenhydraten zuzurechnen, was u.a. bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel nicht schnell in die Höhe schießen lassen,
  • sie haben viele Vitamine (A, B1, B2, B3, B5, B6, C, K und E) sowie Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalzium, Eisen, Mangan, Kupfer, Kalium, Magnesium, Zink und Phosphor),
  • sie enthalten Lutein, einen Pflanzenstoff, der die Entstehung mancher Augenkrankheiten verhindern (oder, wenn bereits ausgebrochen, vermindern) kann,
  • sie haben zwar einen hohen Fettanteil, doch es handelt sich um „gutes“ Fett (einfach ungesättigte Fettsäuren und Oleinsäure), das wichtig für unseren Körper ist.

Unfassbar, was die Avocado alles kann, oder?

Avocados reifen am Baum eigentlich kaum aus. In der Natur fallen sie hart und unreif auf den Boden und reifen dort nach. Für den Verkauf ist diese Methode nicht geeignet, weil sie beim Aufprallen häufig Beschädigungen bekommen, die die lange Reise in europäische Supermärkte unverträglich machen. Deshalb werden Avocados unreif gepflückt und zu uns verschifft. Am liebsten kaufe ich die „Iss Reif!“-Avocados, die es beim H*-Discounter gibt. Sie sind schon schön reif und weich; brauchen maximal noch 1-2 Tage. Sie sind also gezielt zur Reife gebracht worden und wurden sinnvoll gelagert. Wenn man nur harte Avocados bekommt, funktioniert es am besten, sie (idealerweise gemeinsam mit einem Apfel) in Zeitungspapier einzuwickeln und bei Zimmertemperatur liegen zu lassen. Das Ethylen („Reifegas“) des Apfels hilft, den Reifeprozess zu beschleunigen. In ca. 1 Woche müssten derart gelagerte Avocados schön reif sein. Aber NIE in den Kühlschrank damit, das fördert ungenießbare braune Stellen!

So, nun aber genug des Lobs. Hier zeige ich euch ein fantastisches Schokomousse!

2 Portionen:

  • 2 reife Avocados
  • 3 geh. EL Erythrit, mit dem Mörser zu „Staubxucker“ zerstoßen
  • 3 geh. EL entöltes Bio-Kakaopulver
  • 1 geh. EL Mandelmus oder anderes Nussmus
  • 1 Msp. Stevia
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Msp. Garam Masala

Alles pürieren. Fertig!

Damit das Rezept nicht ganz so schnell endet, hier ein Tipp: Am besten noch mind. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, dann intensivieren sich die Aromen noch.

Avocado-Schokomousse_01 Avocado-Schokomousse_02

9 Gedanken zu “Avocado-Schokomousse

  1. Christina schreibt:

    Liebe Katharina,

    insbesondere Danke für den „Reifetipp“! Ich kaufe am liebsten Avocado der Sorte Hass in Bioqualität (Biosupermarkt) und die sind immer steinhaft und brauchen nicht selten mindestens 1 Woche (manchmal länger) Lagerung in der Obstschale (außerhalb des Kühlschranks versteht sich), bis sie genussreif sind. Leider erwischt man dadurch nie den absolut richtigen Reifepunkt und oft sind sie außen noch fest, innen aber schon braun. 😦 Vor allem eignen sich diese Avocados grunsätzlich nicht für die spontane Zubereitung, eher, wenn ich das Gefühl habe, dass sie reif ist, muss ich mir schnell ein Rezept mit Avocado überlegen. Das nervt. Die Bio-Avocados sind auch viel kleiner als konventionelle Ware, finde ich nicht schlimm, kann aber dann bei den Mengenangaben in den Rezepten nicht mehr übereinstimmen. Eine Bio-Avocado esse ich locker alleine in einer Mahlzeit, bei denen, die ich mir in letzter Zeit auch schon mal beim Edeka kaufte (die bieten diese immer genussreif an), weicht das Gewicht i.d.R. um einiges nach oben ab.
    Wenn du mir somit z.B. für diese schmecker-lecker klingende Creme eine ungefähre Gewichtsangabe (ungeschält und mit Kern) der Avocados zukommen lassen könntest – würde mich das freuen. 🙂

    LG

    *Christina*

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    • Genussspecht.net schreibt:

      Liebe Christina,

      mach ich! Heute wollen wieder diese „Iss reif!“-Avocados fürs Wochenende einkaufen (ich pfeife mittlerweile auf die steinharten Bio-Avocados, obwohl ich sonst immer eher zu Bio greife), dann wird abgewogen. Also, falls es noch welche gibt im Geschäft.
      Das mit dem Apfel in der Zeitung ist ein guter Tipp, so funktioniert die Reifung „relativ“ schnell (1 Woche ist natürlich auch kein Fastfood). Leider kann man vorher nicht sehen, ob die Leute im Supermarkt die (harten) Avocados nicht schon zu Tode gedrückt haben. Dann werden nämlich auch braune Stellen beim Ausreifen. Also im Zweifelsfalle eher welche von weiter unten in der Schütte rauskramen, da haben noch nicht so viele dran herumgedrückt.

      Liebe Grüße
      Katharina

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    • Genussspecht.net schreibt:

      Liebe Christina,

      nochmal ich. Leider hatte mein Mann sein Handy zuhause vergessen und meine SMS-Einkaufsliste nicht erhalten (ich bin ja noch röchelnd und hustend zuhause). Kommende Woche kaufen wir aber sicher Avocados und übermitteln dir dann das Gewicht! Sorry für die Verspätung.

      Herzliche Grüße
      Katharina

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      • Christina schreibt:

        Och, das ist aber lieb, dass du dich extra nochmal deswegen meldest! 🙂 Kleiner Drücker dafür. Kein Problem, keine Panik deswegen. Momentan wird die Creme auch nicht gemacht. Die „konventionellen“ Avocados sind in der Regel aber um einiges fleischiger als die Bioware (deswegen wäre die Gewichtsangabe hilfreich).
        Ich hatte Glück, letzten FR bekam ich im Biosupermarkt meine geliebten HASS – auch genussreif also weich – welch Seltenheitswert! Für mich ist die Avocado ein wertvolles und schnelles Abendessen. Ich schneide sie gerne in kleinen Stückchen in ein wenig Quark oder leichten körnigen Frischkäse (max. 100g), würze dann einfach mit Salz, Pfeffer, Succo di Limone, mit ein paar kleingeschnittenen gedörrten sizilianischen Kirschtomaten und Schnittlauch. Dazu gibt es rote oder gelbe Paprika in Schiffchen geschnitten und mit der Creme gefüllt. Fertig ist das perfekte Fingerfood-Abendessen ohne viel Kochgedöns (halt für unter der Woche). Oder ich menge noch eine halbe Dose Thunfisch (ca. 60 – 70 g) unter (gabs gestern). Jetzt sind die Avos aufgebraucht und die neuen BACON in der Gemüseschale sind noch steinhart … 😉

        LG

        *Christina*

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  2. Grünzeug schreibt:

    Das mit der Lagerung außerhalb des Kühlschrankes habe ich bisher konsequent falsch gemacht und wurde nun durch deinen Beitrag eines Besseren belehrt. Vielen Dank dafür! 🙂

    Und das Rezept und sein Endprodukt sehen wahnsinnig lecker aus! Einfach, schnell gemacht und eine gesunde Süßigkeit. Toll! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

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    • Genussspecht.net schreibt:

      Hallo liebe Jenni,
      das freut mich! 🙂
      Es ist einfach immer schwierig, Exotika richtig zu lagern, finde ich. Mir geht es z.B. mit Zitronen immer so. Die hab ich mittlerweile im Kühlschrank, weil ich mir einbilde, dass sie dann weniger schnell schlecht werden, aber ich muss mal googeln, ob das auch richtig so ist…
      Herzliche Grüße
      Katharina

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