Kohlrabi-Radieschen-Pfanne mit Kochkäsesauce

Und wieder mal eine leckere Inspiration von der lieben Betti von Happy Carb (Bratkohlrabi mit Kochkäsecreme). Sie hat bereits festgestellt, dass nicht jeder Deutsche Kochkäse kennt… und ich war daraufhin ganz erstaunt, dass das offenbar auch eine Odenwälder Spezialität ist, denn ich kenne Kochkäse ganz urig aus oberösterreichischen Mostschanken.

Ich hatte (mal wieder) ein paar andere Zutaten zur Hand – aber im Großen und Ganzen ist es immer noch Bettis Rezept. Ovationen bitte ihr angedeihen lassen. 🙂

2 Portionen:

  • 1 großer Kohlrabi (meiner hatte fast 600g) oder 2 kleinere
  • 6-8 Radieschen inkl. Grün
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 70g Speckwürferl oder -streiferl (ich ergänze den Tag „Vegetarisch“, weil die natürlich leicht weggelassen oder durch Räuchertofu ersetzt werden können)
  • 2 eingelegte, scharfe Pfefferoni=Pepperoni
  • 200g Frischkäse, Doppelrahmstufe
  • 1/2 TL Natron
  • 20g Butter
  • 1/2 TL Salz
  • Schnittlauch und Petersilie
  • etwas Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Bio-Instant-Gemüsesuppe, Paprikapulver

Frischkäse und Butter gemeinsam mit 1/2 TL Salz und Natron bei sanfter Hitze schmelzen; mit dem Schneebesen mehrmals umrühren. Einfach stehen lassen, dann dickt die Sache wieder ein bisschen mehr ein. (Wer eine Mikrowelle hat, kann sich im Rezept von Betti schlau machen. Ihr Frischkäse ist noch dicker und mehr als Creme zu verstehen.)

Den Kohlrabi und die Radieschen in mundgerechte Stücke schneiden. Das Radieschengrün klein schneiden. Pfefferoni mit Kernen klein hacken. Frühlingzwiebel mit dem Grün in Ringe schneiden.

Speck (oder Räuchertofu) in die Pfanne geben und anbraten.

Die Frühlingszwiebelringe sowie die Kohlrabi- und Radieschenstücke dazu geben (sollte der Speck nicht viel Fett gelassen haben, noch etwas Butter zufügen), salzen, pfeffern, mit Gewürzen abschmecken und Deckel schließen; ab und zu umrühren. Das Gemüse garen bis es bissfest ist. Gegen Ende das Radieschengrün und die Pfefferoni unterrühren und die Zitrone darüber träufeln.

Kochkäse ggf. nochmals leicht erwärmen und zum Servieren über die Gemüsepfanne geben.

Mit Schnittlauch und Petersilie garnieren.

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8 Gedanken zu “Kohlrabi-Radieschen-Pfanne mit Kochkäsesauce

  1. Christina schreibt:

    Oh, ich sehe, ich habe hier noch nicht geantwortet. Wollte ich gerne. Das Rezept habe ich kürzlich ausprobiert und war schwer begeistert. Ich bin ja ein „Fan“ von Bettis Rezepten, du verfeinerst sie aber immer noch um einen besonderen Kick, das fasziniert und freut mich sehr. Ich habe normale helle Kohlrabi und rote (lila) Kohlrabi verwendet, die gab es im Bioladen Nr. 1 meiner Stadt gerade vom regionalen (Demeter) Produzenten. Der dunkle Kohlrabi ist innen leider nicht durchgefärbt, ist aber fester in seiner ganzen Struktur. Hat aber nicht minder gut geschmeckt. Die Kombination mit den Radieschen fand ich klasse, auch wenn diese ihre äußere rötliche Farbe beim Dünsten eingebüßt haben. 😉 Kochkäse ist im Rheinland überhaupt nicht bekannt, so versuchte ich mich das erste Mal daran. Vermutlich habe ich etwas falsch gemacht, denn richtig flüssig war er zu keinem Zeitpunkt, er blieb immer dicklich und hätte ruhig etwas mehr fließen dürfen über das Gemüse später. Aber es hat sehr gut geschmeckt. Radieschengrün habe ich bislang auch noch nie verwendet, wobei ich gehört habe, die Blätter eignen sich auch für Pesto …

    LG

    *Christina*

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    • kaddiey schreibt:

      Liebe Christina!
      Ich mag die lila Kohlrabi fast noch lieber, allerdings mögen die auch die Schnecken mehr… grml.
      Erzähl doch bitte, hast du den Kochkäse so wie Betti in der Mikrowelle oder wie ich im Topf gemacht? Mir war meiner nämlich fast ein bisschen zu flüssig, also mehr eine Sauce als eine Creme. Ich hätte ihn gern dicker gehabt wie auf Bettis Fotos und hab geglaubt, das läge an der (nicht vorhandenen) Mikrowelle.
      Liebe Grüße
      Katharina

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      • Christina schreibt:

        Ich habe zwar eine Mikrowelle, aus Platzgründen steht diese aber nicht in der eigentlichen Küche, sondern in der alten Küchenzeile im Keller, die dort mit einem Zusatz-/Ausweichherd aufgestellt ist und im Bedarfsfall mit genutzt werden kann. Meistens bin ich von daher zu faul runter zu gehen 😉 Erst recht, wenn ich zwischendurch schauen müsste wie es ausschaut und oben weiteres auf dem Herd brutzelt. Ich habe es im Topf auf dem Herd gemäß deinen Angaben gemacht. Und sie war wirklich eine dickliche Creme. Liegt vielleicht auch am Frischkäse? Ich habe, wie geschrieben, eine Sorte der Doppelrahmstufe genommen.
        Ich sehe, da hat jeder von uns ein Resultat gehabt, was die andere erwartet hat. :jol:

        *Christina*

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        • kaddiey schreibt:

          Liebe Christina,
          vielen Dank für deine nette Antwort! Ok, das find ich jetzt sehr ungewöhnlich… werde das Kochkäse-Rezept demnächst nochmal ausprobieren (vielleicht auf Zucchini hihi) und diesmal einen anderen Frischkäse-Hersteller nehmen; Doppelrahm hatte ich damals auch. Oder hat es am Ende doch wieder mit einer D-Ö-Sprachverwirrung zu tun? Unter Doppelrahm-Frischkäse verstehe ich z.B. Philadelphia Vollfett.
          Liebe Grüße
          Katharina

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        • Christina schreibt:

          Hallo Katharina,

          ich bin kein „Philadelphia“-Fan, ich kann es nicht erklären warum, rein Gefühlsmäßig, ich würde ihn nicht kaufen. Auf „meinem“ Packerl (Buko von Arla „Der Sahnige“) stand aber hinten Doppelrahmstufe drauf, da denke ich, das ist identisch. Normalerweise kaufe ich Frischkäse des gleichen Herstellers in der Dreiviertelfettstufe. 😉

          LG
          *Christina*

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  2. kaddiey schreibt:

    Liebe Christina,

    mir geht es ganz ähnlich, ich kaufe Philadelphia auch nie… weiß nicht, warum. Aber die Art des Frischkäses ist offenbar dieselbe. Ich kaufe meist Zurück zum Ursprung (Hofer=Aldi) oder die Billa-Bio-Heumilch-Marke. Na egal, ich versuche es nochmal! Aber Sauce ist ja auch nett! 🙂

    Liebe Grüße

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    • Christina schreibt:

      So, nach (fast) einem Jahr habe ich es mal wieder gemacht – obiges Rezept. Statt nur Radieschen habe ich hauptsächlich kleine rote Rettiche genommen, war genauso gut und lecker. Und diesmal ist die Kochkäsesauce sogar viel flüssiger als letztes Jahr geworden, obwohl ich nichts anders gemacht habe und die gleichen Zutaten verwendete. Höchstens, ich musste aus zeitlichen Gründen die Sauce vorbereiten und habe sie nochmals aufgewärmt, dadurch wurde sie wieder flüssiger und legte sich richtig schön um das Gemüse herum. Salz werde ich aber künftig keines mehr dran geben, der Frischkäse ist salzig genug. Aber da das Gemüse etwas lascher gewürzt war, glich es sich sehr gut wieder aus. Der würzige Speck gibt dem ganzen eine leckere (für mich unverzichtbare) herzhafte Note. Ein tolles frühlingshaftes regionales Gericht, wenn auch leider die Kohlrabi momentan noch aus Italien kommt, für mich ein kleiner Wermutstropfen. 🙂

      LG

      *Christina*

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      • Genussspecht.net schreibt:

        Liebe Christina!

        Lustig, gerade gestern hab ich an dieses Rezept gedacht, weil langsam unsere ersten Radieschen und Radis reif werden. Bin gespannt, ob ich diesmal andere Erfahrungen mit der Kochkäsecreme machen werde (ich hätte sie ja gern so dick wie Betti in ihrem Rezept).
        Mit Speck wird die Sache natürlich nochmal salziger und würziger – damit hat es sich leider für mich aufgehört, seit ich kein Fleisch mehr essen, aber ich werde mit Tofu und Raucharoma experimentieren (das besteht nur aus Rauch und Wasser in Flaschen).

        Herzlich und Danke für das Feedback
        Katharina

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