Frechdachse!

Rehbock

So ein Frechdachs, dieser Rehbock! Seht euch das an, der klaut!!

Als wär es nicht genug, dass mir gefühlt eine Milliarde Schnecken Gemüsebeete, Kräuterspirale und Erdbeerpflanzungen kahl fressen, dass die Vögel mir sämtliche Ribiseln, Him-, Brom- und Schlehbeeren stibitzen, dass Raupen über meine Kapuzinerkresse herfallen… jetzt bedient sich auch noch das (zugegeben hinreißend putzige) Böcklein am Schneeball. Tja, was soll ich sagen… die waren vor mir da, das muss ich mir immer vor Augen führen. Wo unser Haus jetzt steht war bis vor zwei Jahren nur sattes Grün am Waldrand… woher sollen die Tierchen denn wissen, dass das jetzt meine Kulturpflanzen sind, an denen sie sich da gütlich tun?

Aber, ihr Lieben, das ist noch lange nicht alles. Soll ich euch mal zeigen, welchen Überraschungsgast wir letztes Jahr im Garten hatten? 😀 (Zum Beweis, das zweite ein wenig verschwommen, aber dafür mit hauseigenem Fensterrahmen. Der ungemähte Rasen hat übrigens seinen Grund darin, dass damals noch Baustelle und Umzug vorrangig waren hihi—)

Kaenguru_01 Kaenguru_02

Dazu fällt mir wirklich nur Folgendes ein:

Christian Morgenstern

Der Sperling und das Känguruh

In seinem Zaun das Känguruh –
es hockt und guckt dem Sperling zu.

Der Sperling sitzt auf dem Gebäude –
doch ohne sonderliche Freude.

Vielmehr, er fühlt, den Kopf geduckt,
wie ihn das Känguruh beguckt.

Der Sperling sträubt den Federflaus –
die Sache ist auch gar zu kraus.

Ihm ist, als ob er kaum noch säße …
Wenn nun das Känguruh ihn fräße?!

Doch dieses dreht nach einer Stunde
den Kopf aus irgend einem Grunde,

vielleicht auch ohne tiefern Sinn,
nach einer andern Richtung hin.

4 Gedanken zu “Frechdachse!

    • Genussspecht.net schreibt:

      Glaub ich nicht, das ist das Känguru unserer Nachbarin (die hat so allerhand: Ziegen, Pfaue, Schafe, Ponys…). Wir waren da aber eher neu eingezogen und wussten nicht, dass sie auch Kängurus hat, zumal sie zwar die direkte Nachbarin ist, jedoch hinter einem Ausläufer unseres kleinen Wäldchens daheim ist (d.h. kein direkter Sichtkontakt). Da haben wir WIRKLICH blöd geschaut! Eine Wasserschildkröte hatten wir auch schon mal im Garten, die ihr ausgebüxt ist.

      Ach ja: Einmal hat jemand die örtliche Polizei (oder war das noch Gendarmerie?) angerufen und gemeldet, dass er beinahe ein Känguru angefahren hätte. Man hat ihn nicht sonderlich ernst genommen und geglaubt, er käme aus dem Wirtshaus. 😉 Erst später hat sich herumgesprochen, dass es bei uns wirklich Kängurus gibt, die immer wieder mal ausbrechen. In der Hinsicht scheinen die so kreativ zu sein wie Ziegen, die ja auch jedes Gehege knacken (und ich kenne das Känguru-Gehege unserer Nachbarin: Das ist RIESIG und wunderschön; also an schlechter Haltung kann es nicht liegen!).

      herzlich
      K.

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      • Katharina schreibt:

        Davon, dass man sich Kängurus halten kann, höre ich zum ersten Mal. Vermutlich war das eines der ausgebüchsten Kängurus deiner Nachbarin das es in die Nachrichten geschafft hat 😉 Uns sind mal im Garten meines Vaters zwei Schildkröten weggelaufen. Ja, Schildkröten !

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