Bratwurstschnecken à la Betti

Heute mal wieder eine (fast) 1:1-Abkupferung aus Bettis tollem Happy Carb-Blog. Doppelt hält besser, sag ich mal. 😀 Nein, ernsthaft, diese leckere Idee muss man auf jeden Fall mit der Welt teilen. Ich habe erst mal genau Bettis Rezept nachgekocht, also Bratwurstbrät in die Schnecken gegeben und sie deftig gemacht. Die nächsten Varianten versuche ich mit griechisch-inspirierter (Feta, Spinat, Kapern), italienisch-pizzalastiger (Tomaten, Oliven, Käse) oder süß-gemüsiger Füllung (Kürbis, Mais). Pestoschnecken gingen auch!

Vorab gilt zu sagen: Seht euch mal meine Fotos an und dann die von Betti. Ich denke, der eindeutige Unterschied in der Konsistenz des Teiges liegt an den Kartoffelfasern, die ich nicht hatte (ich hab Kokosmehl verwendet). Außerdem hatte Betti blanchierte geriebene Mandeln (deshalb das Braune in meinem Teig). Bettis Teig ist wohl besser zu verarbeiten, zumindest hat sie eine richtige Rouladen-Schneckenform hinbekommen, während bei mir die Fülle nur von Teig ummantelt ist, ohne echte Schneckenform. Trotzdem: Auch, wenn die Sache in rohem Zustand ein wenig klebrig ist, mit Kokosmehl (für mich leichter zu beziehen als Erdäpfelfasern) schmeckt das Gericht ausgesprochen großartig!! Ich musste die letzten beiden Schnecken vor meinem Mann verstecken, damit wir für den nächsten Tag noch eine Jause übrig hatten. 😉

2 Portionen (evtl. 3 mit viel Salat):

  • 125g Mozzarella
  • 50g Butter
  • 50g geriebene Mandeln (im Idealfall blanchiert)
  • 30g Kokosmehl (wer welche hat, kann Erdäpfelfasern verwendet, scheint noch besser zu funktionieren)
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Natron (oder Backpulver)
  • 1 Msp. Guarkernmehl
  • 2 EL Sesam und/oder Leinsamen
  • 200-250g grobes, rohes Wurstbrät (am besten aus einer ganz frischen Bratwurst vom Metzger; behelfsmäßig kann auch das festere Brät einer Supermarkt-Bratwurst mit der Gabel zerdrückt werden)
  • 2 EL Topfen=Quark
  • 1 kl. Zwiebel
  • viel Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Bio-Instant-Suppenpulver

Die trockenen Zutaten für den Teig (bis auf Sesam/Leinsamen) in einer Schüssel vermischen.

Die Butter auf dem Herd schmelzen und zur Seite stellen. (Diesen Schritt unbedingt VOR dem nächsten erledigen und NICHT zusammen schmelzen!)

Den Mozzarella klein würfeln und in einem kleinen Stielpfännchen oder Töpfchen mit Deckel auf dem Herd bei geringer Hitze (Stufe 2-3 auf meinem Herd) schmelzen lassen. Der Käse bekommt eine gummi-artige Konsistenz und trennt sich von seiner Flüssigkeit. Das soll so sein! Ab und zu mit dem Kochlöffel umrühren.

Die warme, flüssige Butter in eine Rührschüssel geben. Dann sofort (!) den weichen Mozzarella mit seiner ausgetretenen Flüssigkeit zur Butter geben und mit der Küchenmaschine gut vermischen. Drei Bemerkungen: 1. Man nehme KEINEN Knethaken, sondern einen normalen Rühreinsatz. 2. Man nehme unbedingt den Spritzschutz und halte noch zusätzlich die Hand über die Öffnung. 3. Man glaubt, das wird NIE was. Doch: Erst langsam rühren und dann das Tempo steigern, so verbinden sich irgendwann Butter und Mozzarella-Gummi zu einem eher gleichmäßigen Brei. 🙂

In die warme Mischung nun esslöffelweise die trockenen Zutaten einrieseln lassen und jedes Mal mit hoher Geschwindigkeit weiterrühren. Zum Schluss das Ei mit einem letzten Esslöffel der trockenen Zutaten zugeben. Auf hoher Geschwindigkeit so lange rühren, bis sich alles zu einem klebrigen Teig verbunden hat.

Den Backofen auf 175°C Heißluft vorheizen. Ein Blech mit Backpapier vorbereiten.

Den Teig 5-10min quellen lassen.

Die Sesam-Leinsamen-Mischung auf Backpapier streuen. Da drauf nun mit befeuchteten Händen den Teig legen und ihn mit den Fingern in rechteckige Form bringen. (Betti konnte ihren Teig ausrollen – ich wiederhole: Erdäpfelfasern! Mit den Fingern flachdrücken geht aber auch ganz gut.)

Das Wurstbrät mit der Gabel zerdrücken, die Zwiebel fein hacken, den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Alles zusammen mit dem Topfen vermischen und herzhaft abschmecken.

Diese Masse auf den Teig geben. Vorsichtig mithilfe des Backpapiers aufrollen (das sollte ganz einfach gehen, auch wenn man vorher beim Teig den Eindruck gewonnen hat, dass man den nie wieder ablösen kann — hihi) und die Rolle mit einem nassen Messer in 2cm dicke Scheiben schneiden. Diese auf Backpapier aufs Backblech geben.

30min lang backen, bis die Schneckchen eine schöne Farbe angenommen haben.

Dazu hatten wir grünen Salat mit Radieschen und viel Kürbiskernöl.

Schmeckt übrigens auch am nächsten Tag kalt sehr gut!

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2 Gedanken zu “Bratwurstschnecken à la Betti

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