März-Impressionen

Hallo, lieber März,

wie schön, dass du wieder da bist. 😀

Ich liebe es, wenn sich der Fühling langsam regt und es an allen Ecken und Enden zu knospen beginnt. Kribbelt es euch auch in den Fingern, wenn ihr die ersten Frühlingsblumen seht?

So schaut momentan unser kleiner Wald aus. Ist das nicht eine Augenweide (und Bienenweide)? ❤

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Laufen: Ein paar Eindrücke und noch mehr Motivationsworte

Ich erzählte ja bereits, dass ich mittlerweile mit dem Laufen angefangen habe. Ich hab da eine kleine Run-App, die mir die Wege aufzeichnet (ich liebe es, Karten anzusehen und meinen Zickzack-Kurs durch die Natur zurückzuverfolgen). Außerdem kann ich zusätzlich zu meinen aufgezeichneten Laufkursen (die App notiert Kilometer, Höhenprofil, Dauer, Pace) Fotos abspeichern, das ist dann wie ein kleines, motivierendes Tagebuch.

Das ist so toll, ich lerne unsere Gegend durch das Laufen viel besser kennen! Früher war ich entweder im Garten oder bin die gewohnten Pilz-Sammelwege und Mini-Spazierwege abspaziert. Für richtige Ausflüge oder Wanderungen sind wir eigentlich immer wo hin gefahren. Wie verrückt! Direkt vor meiner Haustür ist es richtig paradiesisch – da gibt es Seen, Auen, verstecke Forstwege, plätschernde Bächlein und weite Wiesen. Zwei versteckte Fischteiche hab ich auch gefunden, nur wenige Kilometer von meinem Haus entfernt… unfassbar, sowas. Wie konnte ich das alles noch nicht kennen?? Immerhin wohnen wir jetzt schon das vierte Jahr in unserem Häuschen! Früher wäre mir das ja direkt peinlich gewesen. Heute sehe ich es anders: Für Änderungen am eigenen Lebensstil ist es nie zu spät! Ich genieße es sehr, dieses neue „Ich“ zu entdecken, das Sport plötzlich genießt (früher wäre mir sowas nie über die Lippen gekommen). Die persönliche Umkonditionierung scheint zu funktionieren. 🙂

Hier also noch ein paar frühlingshafte Impressionen meiner letzten Laufstrecken (wie schön wird es da erst sein, wenn alles grünt und sommerlich blüht – ich freu mich schon!):

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Rauchige Tomatensuppe mit Kichererbsen, Kürbis und Grünkohl-Topping

Zuerst ein Tipp:

Wie man Kohlgemüse kocht und dabei die Superstoffe erhält

Dunkelgrünes Kohlgemüse (neben Grünkohl z.B. auch Brokkoli, Wirsing, Kohlsprossen=Rosenkohl…) ist das gesündeste Lebensmittel überhaupt, denn es enthält die Vorstufe zu einem fantastischen Stoff namens Sulforaphan (Senföl), der nur in Kreuzblütlergemüse vorkommt. Sulforaphan schützt effizient das Gehirn, die Augen, vor Krebs – und generell vor freien Radikalen, weil es ein unglaublich wirksames Antioxidans ist. Die Pharmaindustrie würde diesen Stoff gerne extrahieren, nur blöderweise klappt das einfach nicht, weil er an die Gemüsefasern gebunden zu sein scheint und seine Wirksamkeit verliert, sobald man ihn da ‚rausholt‘ (sehr laienhaft ausgedrückt).

Allerdings: Diese Vorstufe (Glucoraphanin) ist nicht hitzeresistent, was bedeutet, dass das Sulforaphan nicht gebildet werden kann, wenn Kreuzblütlergemüse erhitzt wird. Es gibt aber zwei Tricks, wie man es dennoch aufnehmen kann, wenn man Kohlgemüse nicht immer nur als Rohkost essen möchte:

  1. Man schneidet das Kohlgemüse mindestens 40min vor dem Erhitzen klein. Das Glucoraphanin reagiert mit dem Enzym Myrosinase, welches beim Zerkleinern der Fasern entsteht. Gibt man den beiden nun ein wenig Zeit, bilden sie das hitzeresistente Supermittel Sulforaphan (genauso funktioniert es, wenn wir Kreuzblütler als Rohkost essen – im Magen bildet sich dann nach dem Kauen das Sulforaphan).
  2. Man gibt während des Erhitzens Senfpulver dazu, führt also ‚künstlich‘ sowas wie einen Sulforaphan-Starter hinzu.

Ich versuche meist, beide Strategien zu kombinieren, um ein Maximum aus meinem Essen herauszuholen. Senfpulver passt aber geschmacklich nicht immer, weshalb der 40-Minuten-Trick auch nicht schlecht ist, wenn man die Zeit dafür hat.

Wie das alles genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen: How To Cook Broccoli (Dr. Michael Greger)

Rauchige Tomatensuppe mit Kichererbsen, Kürbis und Grünkohl-Topping

Diese Suppe trifft so richtig gut die Stimmung, in der ich mich gerade befinde: Es ist noch kühl draußen, ich freu mich über was Wärmendes, aber gleichzeitig ist sie ein buntes Geschmacksfeuerwerk, das die warme Jahreszeit vorausdeutet.

Wenn ihr keinen guten Kürbis mehr bekommt, könnt ihr den auch durch Süßkartoffeln ersetzen (ich hatte noch Kürbiswürfel eingefroren). Wer keinen Pimenton de la Vera hat, sollte sich dringend welchen besorgen. 😉 Im Ernst, natürlich kann man ihn ersetzen durch normales Paprikapulver, aber das wäre, als würde man Gruyère mit Analogkäse austauschen. Dieses rauchige Aroma ist der absolute Kick für viele Gerichte, gerade in der vegetarischen oder veganen Küche.

Die sättigende Suppe eignet sich auch sehr gut zum Aufwärmen, weshalb ich ein wenig mehr gemacht habe.

3 Portionen:

  • 200g Kürbisfleisch, in 1-2cm große Würfel geschnitten (alternativ: Süßkartoffel)
  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 400ml Gemüsesuppe
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 kl. Karotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • je 1 geriebener TL Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, Pfeffer, milder Räucherpaprika (Pimenton de la Vera)
  • 2 gr. Handvoll gekochte Kichererbsen (ich koche immer mehr und mache dann auch noch Hummus draus oder friere sie für zukünftige Gerichte ein)
  • 2 gr. Handvoll Grünkohl (alternativ: Wirsing), in grobe Streifen geschnitten
  • 1 TL Bärlauchpesto oder etwas frischer Bärlauch (alternativ: Schnittlauch)
  • 1/2 TL Senfpulver (wenn vorhanden)
  • etwas Zitronensaft (ca. 1/4 Zitrone)
  • frischer Koriander
  • Salz, Olivenöl

Wer die Kichererbsen auf konventionelle Weise zubereiten will, muss sie mindestens 5 Stunden vorher (oder über Nacht) in Wasser mit 1 Msp. Natron einweichen. Dann im Schnellkochtopf 15min kochen und den Ring absinken lassen. (Oder wie gewohnt entsprechend länger im normalen Topf kochen.)

Das Rezept beginnen wir mit dem Kohlgemüse. Einfach 40min (oder länger) vor dem Kochen in grobe Streifen schneiden und liegen lassen.

Dann das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Die Kürbiswürfel (oder Süßkartoffel-Würfel) mit etwas Kreuzkümmel, Salz und Olivenöl in eine Schüssel mit Deckel geben und schütteln. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backplech geben und 20-25min backen.

Die Zwiebel, die Karotte und den Knoblauch klein schneiden und in etwas Öl in einem Topf anrösten. Sanft einige Minuten lang schmoren lassen, bis sie süß werden.

Die geriebenen Gewürze zugeben und kurz anrösten, bis sie duften (nicht verbrennen lassen!).

Dann mit der Dose Tomaten ablöschen, kurz etwas einköcheln lassen und dann die Gemüsesuppe ergänzen. (Ich mache übrigens nie „Suppe“ in dem Sinn, sondern wasche die Tomatendose mit Wasser aus, gieße das an und rühre Bio-Instant-Gemüsesuppenpulver ein.)

Deckel drauf und köcheln lassen, bis kurz bevor die Kürbiswürfel fertig  geröstet sind.

Die Kohlstreifen in Olivenöl sautieren und mit Salz, Senfpulver, Zitronensaft und Bärlauchpesto (oder frischem Bärlauch) würzen. So lange sautieren, bis der Kohl an den Rändern leicht knusprig wird.

Die Tomatensuppe pürieren, vielleicht müsst ihr noch ein wenig Wasser zugeben. Erst danach die fertigen Kürbiswürfel und die Kichererbsen hineingeben und noch kurz ziehen lassen.

In Schalen geben und mit den Kohlstreifen und etwas Koriandergrün bestreuen.

Tomatensuppe-Gruenkohl-Kichererbsen

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Rückschau: Abschied vom Eis-Feenland

Zugegeben, es passt gar nicht mehr und eigentlich freut man sich jetzt auf Sonne, Blumen, Wärme.

Trotzdem will ich es mir nicht nehmen lassen, euch an diesen zauberhaften Bildern teilhaben zu lassen, die ich vor genau zwei Monaten in meinem Garten gemacht habe (und seitdem nehme ich mir fast täglich vor, sie euch zu zeigen). Anklicken für Großaufnahmen, es lohnt sich!

Seht dieses Posting also als Abschied vom Winter! Der glitzernde Feenwinter ist schlafen gegangen. Jetzt ruht er sich verdienterweise aus, bis er wiederkommen und uns aufs Neue verzaubern darf.

Süßkartoffel-Boot mit Ei und Brokkolisalat

Herrje, schon wieder ist es so lange her, dass ich etwas auf meinen Blog geschrieben habe. Ich koche viel, fotografiere viel und schreibe mir auch alles für euch auf – ehrlich. Nur: Das Onlinestellen ist momentan einfach kaum machbar, da ich im Beruf extrem ausgelastet bin und gleichzeitig meine verflixte wunderbare Diss. fertig mache. Im Oktober will ich nach so vielen Jahren endlich einreichen – jetzt ist Endspurt angesagt, und aus! Kein weiterer Kongress, an dem mich die Kollegen mit Kulleraugen anschauen und es nicht fassen können, dass meine Promotion immer noch aussteht!

Außerdem habe ich beschlossen, endgültitg mit diversen selbstproduzierten Wehwehchen wie computerbedingten chronischen Nacken- und Schulterproblemen aufzuräumen und mit „Sport“ begonnen. Nicht das Bisschen Yoga und Wandern, das ich sowieso immer gemacht hab, sondern endlich richtiger Ausdauersport. Das tut mir wirklich gut, braucht dann aber natürlich auch noch ganz schön was an Zeit, wenn man jeden Tag laufen gehen will.

Ich freu mich auch total, dass jetzt endlich wieder der Frühling einkehrt! Im Garten beginnt alles zu knospen, die Frühlingsblüher sind da, unsere Pergola ist nun endlich fertig, die Hochbeete wurden teilweise repariert (teilweise steht das noch aus) – und endlich gibt es auch wieder Frühlingsgemüse! Ihr kennt mich ja, ich ziehe das ganze Jahr über mein Gemüse (Kohlsprossen=Rosenkohl, Vogerlsalat=Feldsalat, Karotten, Rüben, Topinambur, Wirsing und Zuckerhut gab es den ganzen Winter lang). Trotzdem fühlt es sich anders, eben „neu“ an, wenn die kleinen Radieschen-Pflanzerl aus der Erde sprießen und das neue Gartenjahr willkommen heißen. 🙂

Süßkartoffel-Boot mit Ei und Brokkolisalat

Jetzt aber endlich mal wieder ein Rezept. Wir mögen Süßkartoffeln sehr gerne, sie sind auch wirklich gesund (wahre Vitamin A-Bomben, sehr viel Vitamin C, Vitamin E, Kalium, Magnesium, Kalzium). Low Carb sind sie nicht, allerdings habe ich meine Ernährungsweise ja dahingehend abgeändert, mich kohlenhydratbewusst und vollwertig pflanzenbasiert zu ernähren.

„Vollwertig pflanzenbasiert“ bedeutet für mich im Hinblick auf die LC-Angelegenheiten: Kohlenhydrate aus ganzen Pflanzen ja, jedoch in Maßen (Dinkelkörner, Süßkartoffeln, brauner Reis, roter Reis…), einkettige KH mit schlechtem glykämischen Index so gut wie nie (weißes Mehl, Zucker, weiße Pasta, weißer Reis…). Und im Idealfall dann noch ordentlich proteinhaltig (Hülsenfrüchte, Quinoa…).

Diese Süßkartoffel-Boote waren kürzlich unser Feel-good-Sonntagsbrunch; die Idee hatte ich von Will Cook For Friends (allerdings gibt es dort Speck; als Alternative ginge auch mein Kokos“speck“). Seit ich in einem tollen Wiener Frühstückspub eingelegten Kohlsalat als Beilage zu meinen Eggs Florentine bekommen habe, esse ich ja gänzlich ungeniert mariniertes, rohes Kreuzblütlergemüse auch zum Frühstück/Brunch. Probiert das mal. Klingt schräg, passt aber wunderbar für einen herzhaften Start in den Tag!

2 Portionen:

Für die Süßkartoffel-Boote:

  • 1 Süßkartoffel (eher eine bauchige nehmen)
  • 2 Eier
  • 2 TL Sesam
  • 1 TL Goldleinsamen
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • n.B. Sriracha-Sauce
  • n.B. etwas Käse zum Bestreuen

Für den marinierten Brokkoli:

  • 1/2 kl. Brokkoli
  • 1 kl. Karotte
  • Saft v. 1/2 Zitrone
  • 1 EL Balsamico Bianco
  • 1 TL Erythrit
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Zuerst die Brokkoliröschen und den Stiel sowie die Karotte eher klein schneiden. Die restlichen Zutaten darüber geben und mit den Fingern fest einkneten (!), bis wirklich alle Röschen mariniert sind. Ziehen lassen lassen.

Die Süßkartoffel waschen, abtrocknen und mit Olivenöl bepinseln. Ca. 60min in einer Auflaufform backen (ganz große Knollen 70min).

Nach dem Ende der Backzeit die Süßkartoffel aus dem Ofen nehmen und längs mit einem Messer aufgschneiden. Aushöhlen (mit Messer und Löffel – Achtung, nicht durchstechen!). Dann je ein Ei in eine Höhle schlagen und wieder in die Form setzen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, Sesam und Leinsamen aufstreuen und nochmal für 20min ins Rohr (sehr große Eier brauchen 25min).

Das Innenleben der Süßkartoffel kann einfach nur mit Salz und Pfeffer gewürzt aufs Teller gelegt werden – oder aber, man streut ein wenig Käse darüber und bäckt das nebenbei auch noch mit (bei mir sieht das etwas seltsam aus – es war ein Reststück harter Ziegenkäse im Ganzen, auch sehr lecker).

Wer es auch gerne scharf hat, kann vor dem Servieren noch etwas Sriracha-Sauce (oder eine andere scharfe Sauce) darüber träufeln. Ich habe gerne selbstgemachte Sriracha; dazu muss ich auch mal was posten.

Gemeinsam mit dem marinierten Brokkoli genießen.

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Kokos“speck“

Himmel, die Welt war unfertig ohne diesen Snack, wirklich!

Ich hatte ihn schon mal bei Marlies von Homestead Notes entdeckt, mir dringend vorgenommen, ihn auszuprobieren… und natürlich vergessen. 😉

Dann hat mir meine Freundin L. zu Weihnachten wieder ein ganz tolles Kochbuch geschenkt, nämlich „My New Roots“ von Sarah Britton (übrigens eine Bloggerin), wo auch Kokosspeck gemacht wird.

Ich hab jetzt kurzerhand beide Rezepte zusammengemischt, den Ahornsirup durch Erythrit ersetzt, tief ins Gewürzregal gegriffen – und so eines herausbekommen, das mir so gut schmeckt, dass mir fast die Tränen kommen, ehrlich. Übrigens hat sich unsere KATZE beim Auskühlen über den Kokosspeck hergemacht. 😀

Und was macht man jetzt damit?

Also. Zunächst einmal: Snacken. Es gibt nichts Besseres. Dann bietet es sich natürlich an, den Kokosspeck über alles zu streuen, was den deftigen Räuchergeschmack verträgt. Marlies hat beispielsweise ihr Erdäpfelpüree und ihre Fisolen=Grünen Bohnen damit bestreut; wir hatten den Speck schon auf buttergeschwenkten Piroggen, zum herzhaften Frühstück, über Hummus, zu „Speck“datteln, im Käferbohnen-Salat… Sarah Britton serviert auch ein tolles Sandwich mit Tomaten, Vollkornbrot und Kokosspeck. Ihr seht: Alles schmeckt besser mit Kokosspeck! 😀

2 Schraubgläser voll:

  • 150g ungeröstete Kokoschips
  • 30ml Sojasauce oder Tamari
  • 1 TL flüssiges Raucharoma (Ich kaufe ausschließlich das, das wirklich nur aus destilliertem Eichenrauch, also aus Rauch und Wasser besteht! Diese ganzen grauslichen Zusatzstoffe müssen nicht sein!)
  • 1 EL Erdnussöl oder flüssiges Kokosöl
  • 2 EL Erythrit
  • 1 TL Kokosblütenzucker
  • 1 TL Apfelessig
  • 1 gepresste Knoblauchzehe
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Räucherpaprika (je nach Vorliebe scharf oder mild)
  • 1/2 TL Kurkuma

Backrohr auf 100°C Heißluft vorheizen.

Alle Zutaten vermischen und dann mit den Händen in die Kokoschips einmassieren (durch das Fett wird die Marinade sonst nicht gleich haften).

Ca. 40min backen, dabei alle 7min wenden. Die Chips sollen schön knusprig, aber nicht zu dunkel werden. Wenn man sie rausnimmt, knuspern sie noch ein bisschen nach.

Achtung! Ich hab die Chips auskühlen lassen (wurden noch knuspriger) und dann dummerweise stehen lassen (wodurch sie irgendwann wieder Feuchtigkeit anziehen!). Also: Sobald sie erkaltet sind, in luftdichte Schraubgläser füllen! (Allerdings ist es auch nicht weiter schlimm, wenn sie wieder etwas entknuspern, weil sie dann von der Konsistenz her sogar noch mehr an Speck erinnern.)

Wirsingrouladen mit Linsenfülle

Mein Wirsing wurde heuer ziemlich heimgesucht von Raupen (nicht von den weithin sichtbaren, gelben Kohlweißlingsraupen, die konnte ich meist rechtzeitig absammeln, sondern von den fiesen grünen, die man nicht sieht). Macht aber nichts, es ist trotzdem mehr als genug für uns geblieben – und lebt noch immer fröhlich im Beet unter dem Schnee, mit Vlies geschützt. 🙂

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Ich habe mir übrigens angewöhnt, für solche Gerichte nicht gleich einen ganzen Kohlkopf zu ernten, sondern nur die äußeren Blätter abzuschneiden. So kann er immer nachwachsen und in Summe hat man mehr davon. Außerdem ist das, was man isst, immer richtig frisch!

2 Portionen:

  • 6-8 große Wirsingblätter
  • 1 große gelbe Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Steckrübe (alternativ: 1 mittelgroße Mairübe) mit ein wenig Blattgrün (alternartiv: Petersilie)
  • 60g Berglinsen oder Puy-Linsen
  • 40g Quinoa (oder nicht Low Carb: Couscous)
  • 1 EL Estragon-Senf
  • 1/2 Zitrone (Saft & Schale)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Bio-Gemüsesuppenpulver
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl, Olivenöl

Für die Sauce:

  • 200g Tomaten (ich hatte fast nur eigene gelbe, die noch im Karton ausreiften; Dosentomaten gehen im Winter aber auch)
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chili
  • 1 TL Erythrit
  • 1 EL Weißweinessig oder Balsamico Bianco
  • 200ml Sojamilch (alternativ normale Milch, Mandelmilch oder Hafermilch)
  • 1 geh. TL helles Mandelmus oder Cashewmus
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Berglinsen 25min in etwas mehr als der doppelten Menge Wasser (bzw. nach Packungsanweisung) mit Suppenpulver und dem Lorbeerblatt kochen. Nach 10min den Quinoa (bzw. nach 15min den Couscous) dazugeben und ggf. entsprechend Wasser nachgießen. Wenn das Wasser verkocht ist, Deckel draufgeben und nachquellen lassen.

Die untersten, dicken Enden der Blattrippen von den Wirsingblättern mit dem Messer herausschneiden (klein würfeln; die können dann zur Fülle). 20-30 Sekunden in Salzwasser blanchieren, rausnehmen und gut abtropfen lassen.

Zwiebel, Knoblauch und Rübe fein würfeln.

Zwiebel und Knoblauch in Erdnusöl anbraten; wenn die Zwiebeln glasig sind, die Rübenwürfelchen dazu geben. Anbraten, bis alles schön gebräunt ist. Dann Linsen, Quinoa (Couscous) und Gewürze zugeben.

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Die Fülle in die Blätter geben und diese einrollen. Mit der ‚Naht‘ nach unten in eine mit etwas Olivenöl ausgepinselte Auflaufform geben. Zum Schluss mit noch ein wenig Olivenöl beträufeln und für 25min ab ins Rohr damit.

In der Zwischenzeit die Sauce zubereiten: Zwiebel, Knoblauch und Chili in Erdnussöl anbraten. Grob gestückelte Tomaten zugeben und etwas braten, bis sie Wasser lassen. Mit Milch ablöschen. Erythrit, Nussmus und Essig verrühren und dann in die Sauce einrühren.

Sauce köcheln lassen, bis die Rouladen fast fertig sind. Ganz gegen Ende noch mit dem Pürierstab cremig pürieren.

Rouladen mit Sauce servieren. Wir hatten dazu noch einen frischen Zuckerhut-Salat mit hellem Balsamico-Dressing.

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Topinambur-Rüben-Gratin mit Kohlsprossen-Erbs-Gemüse

Kohlsprossen=Rosenkohl sind sooo toll; ich weiß nicht, warum ich die als Kind nicht gemocht hab, die schmecken doch so gut! Außerdem sind sie für mich ein kleines Wunder: Man pflanzt sie im Herbst und hat mitten im Winter eine frische, grüne Ernte. Ja, sogar jetzt noch, wo sie unter dem Schnee begraben sind, denn ihre Blätter machen ein kleines Dach und schützen die Sprosserln, sodass man selbst bei dicker Schneedecke noch ernten kann (und die, die unter dem Schnee begraben sind, werden auch nicht schlecht, sondern nur süßer).

Hier eine kleine Genese unserer diesjährigen Pflanzen. Sie wurden im Herbst auf ein Hochbeet gesetzt, das im Frühjahr Erbsen und Radieschen, im Sommer vor allem Salat besetzten:

Die letzten beiden Sonnen-Fotos stammen aus dem November. Zur Zeit sieht es bei uns eher so aus:

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Geerntet kann man sich über pralle, runde, leckere Knospen freuen. Hier ein Teil unserer Ernte vom 29. Dezember für dieses Gericht:

2 Portionen:

Für den Gratin:

  • 300g Topinambur
  • 300g Steckrüben und ein wenig Grün davon, wenn vorhanden (sonst etwas Petersilie und/oder Schnittlauch und/oder Borretsch)
  • 150g Erdäpfel (lila) – Bei strengerem Low Carb (=No Carb) können diese einfach durch mehr Topsis, Steckrüben oder aber auch durch Pastinaken oder Selleriewurzeln ersetzt werden  -das Verhältnis kohlenhydratärmerer Gemüse zu wenigen Erdäpfeln, die zudem aufgrund ihrer lila Färbung über einen ungewöhnlich hohen Antioxidantiengehalt verfügen, ist aber durchaus gesund und ausgewogen.
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Thymianblättchen
  • 2 Stängel Rosmarin
  • 500ml Gemüsesuppe
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • 30g geriebener Käse – Bei veganer Ernährung einfach weglassen, er muss nicht unbedingt sein.

Für das Beilagengemüse:

  • 150g Kohlsprossen=Rosenkohl
  • 50g TK-Erbsen
  • 1/2 Bio-Zitrone (Saft & Schale)
  • 50-100ml Gemüsesuppe
  • Schnittlauch oder Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

Eine weitere Idee:

  • dazu passt gut ein mit Salz, Pfeffer und Knoblauch verrührtes griechisches Joghurt als Dip

Rüben und Topsis gut abbürsten; Erdäpfel dünn schälen oder mit einer drahtigen Gemüsebürste fest abrubbeln und die äußere Schale abbürsten. (Ganz frische Steckrüben muss man nicht schälen, zumindest meine hier nicht. Kann sein, dass eure geschält werden sollten, ihr merkt das dann eh an der Dicke der Schale.)

Alles in 1/2cm dicke Scheiben schneiden (ich verwende dafür die Küchenmaschine, aber ein Hobel geht auch, dauert nur länger). Die Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden.

Erdäpfelscheiben in eine Schale mit kaltem Wasser legen und 10min wässern, damit ein wenig Stärke ausgespült wird.

Das Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Ein tiefes Backblech mit Olivenöl einreiben. Alle Gemüsescheiben darauf legen, großzügig salzen und pfeffern sowie die gehackten Kräuter zugeben. Mit ca. 3 EL Olivenöl beträufeln und alles gut vermischen. Dann die Mischung möglichst gleichmäßig auf dem Blech glattstreichen.

Die Gemüsesuppe angießen. Den gesamten Gratin mit Alufolie abdecken und 40min im Ofen backen.

Nach 40min die Folie entfernen und den geriebenen Käse darüberstreuen. Nochmals 25min backen, bis die Oberfläche goldgelb und knusprig aussieht.

Etwa 10min vor Schluss die Kohlsprossen in etwas Ernussöl anbraten. Mit der Gemüsesuppe und dem Zitronensaft ablöschen und 5min dünsten. Wenn genug Wasser verdampft ist, noch kurz die Erbsen, die Zitronenschale und die Gewürze zugeben. Nicht zu lange kochen, die Kohlsprossen sollen noch Biss haben und die Erbsen frisch grün bleiben!

Wer möchte, kann noch einen Joghurtdip dazu servieren.

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Tahin-Wirsing mit Kürbisspalten und knusprigen Tofusticks

Präxkurs: Soja

Anstelle von Tofu würde dieses Gericht auch super mit Tempeh (ein Produkt aus fermentierten, ganzen Sojabohnen) funktionieren. Ich hab leider selten den köstlichen, gesunden Tempeh zuhause, weil man den – zumindest bei uns – nur im Asialaden bekommt und ich nicht mehr oft an einem solchen vorbeikomme. Tofu gibt’s halt mittlerweile schon überall, selbst beim Discounter (dort sogar manchmal in ordentlicher Qualität).

Trotzdem gelten für mich bei Tofu die nicht diskutablen Grundregeln: 1. Schmecken muss er (nicht alle sind gleich gut!); 2. am besten soll es für mich Räuchertofu oder marinierter Tofu (z.B. Curry-Mango oder Tomate-Basilikum) sein; 3. auf jeden Fall muss er aus österreichischen Sojabohnen hergestellt worden sein, die nicht mit Gentechnologie behandelt wurden.

Ich bin der Meinung, dass sorgfältig ausgewählter Tofu in Maßen eine gesunde Ernährung unterstützt. Soja bzw. Tofu liefern gesundes pflanzliches Eiweiß, das für Veganer und Vegetarierer essenziell und auch für die Nieren von Omnivoren viel besser ist als tierisches Eiweiß. Zudem ist darin (ebenso wie in anderen Hülsenfrüchten, Nüssen und Saaten) ein antioxidativer Stoff namens Phytinsäure enthalten, der m.E. zu Unrecht in Verruf geraten ist: Bei Phytinsäure (Phytat) handelt es sich um einen leistungsfähigen Hemmstoff, der die eisenbedingte Produktion von Hydroxylradikalen, einer besonders gefährlichen Art von freien Radikalen, unterbinden kann. Fleisch (völlig egal ob rot oder weiß) kann zur Entstehung von Krebsarten des Verdauungstrakts führen – eine Form von Krebs, die durch den Konsum von beispielsweise Tofu, Tempeh oder gekochten Sojabohnen verhindert werden kann.

Damit die Phytinsäure aber ihr kleines Wunder tun kann, benötigt sie als Brennstoff Mineralien aus unserem Dünndarm. Tofu zu essen macht also medizinisch nur dann Sinn, wenn über pflanzliche Nahrung ein großes Plus aus Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink aufgenommen wird, damit sowohl die Phytinsäure schalten und walten kann als auch unsere Zellen zu den benötigten Stoffen kommen. Über die im Ideallfall tägliche Aufnahme von Kreuzblütlern (Brokkoli, Wirsing, Karfiol=Blumenkohl, Kohlsprossen=Rosenkohl, Blaukraut=Rotkohl, Grünkohl, Schwarzkohl, Bierradi=Rettich usw.) ist damit mehr als vorgesorgt. Aus diesem Grund bietet sich eine Kombination von Kohlgemüse und Tofu geradezu als Ideallösung an!

Kommen wir zu weiteren Stoffen, die in Soja enthalten sind: Phytoöstrogene oder Isoflavone. Diese hormonellen Verbindungen haben Soja ein Negativ-Label angehefetet, das es nicht verdient („Soja macht unfruchtbar“ und dergleichen). In den frühen 1960er Jahren wurde von zwei australischen Chemikern ein Zusammenhang von Pflanzen, die hormonelle Verbindungen enthalten (damals v.a. Klee), und einer Epidemie von Unfruchtbarkeit bei Schafen hergestellt. Wenn es dann aber pauschal heißt „Soja stört den Hormonhaushalt“ oder „Soja macht Männer unfruchtbar“, so wird nie über die Dosis gesprochen. Um so viel Phytoöstrogen wie die Schafe von ihrem australischen Klee aufnehmen zu können, müssten wir mehr als tausend Packungen Sojamilch pro Tag trinken oder alternativ 8.000 Soja-Burger oder etwa 400kg Tofu pro Tag essen…

Es gibt zahlreiche Studien, die sich angesehen haben, wieviel Soja „zu viel“ Soja ist, damit der Vorteil oben genannter Effekte nicht dahin ist (die Dosis macht das Gift, wie wir nicht zuletzt aufgrund der Klee-Schafe wissen). Das absolut unterste Sicherheitslevel beträgt 3-5 Portionen Soja pro Tag! Das ist eine enorme Menge, wenn man sich größtenteils von unverarbeiteten, pflanzlichen Lebensmitteln ernährt. Ich komme nie auf 3-5 Portionen pro Tag, nicht mal pro Woche, und wir essen ganz gerne Tofu, Tempeh, Miso, getrocknete Sojabohnen, Edamame und ab und zu auch Sojamilch (die übrigens den selben Kalziumgehalt wie Kuhmilch aufweist, dafür aber die doppelte Menge an Antioxidantien). Wenn man aber auf industriell verarbeitete Produkte zurückgreift, wird es heikel, denn als günstiges „Streckmittel“ verwenden unzählige Hersteller (selbst renommierte Bio-Hersteller) Sojaeiweiß, Sojalecithin etc. unbekannter Herkunft. Schaut mal in die Produktliste der besten Schokolade, die ihr finden könnt; selbst dort ist die Wahrscheinlichkeit, auf den Emulgator Sojalecithin zu stoßen, recht hoch. Und auf diese Weise kann man dann doch über das gewünschte Maß an Soja hinausschießen. (Allerdings wird man trotzdem keine 400kg Tofu schaffen…)

Eine Auswirkung auf den menschlichen Hormonhaushalt soll aber auch mit verstärktem Brustwachstum und verfrühtem Einsetzen der Menstruation zusammenhängen. Das dafür als Buh-Mann infrage kommende Phytoöstrogen („Isoxanthohumol„) findet sich in der Sojapflanze nur in absolut homöopathischen Spuren (da wären wir wieder bei den 400kg Tofu pro Tag), während es in anderen Pflanzen stärker ausgeprägt ist, insbesondere – mir blutet das Herz, wenn ich das schreibe – im Hopfen. (Allerdings werden glücklicherweise 90% des Isoxanthohumols bei der Bierherstellung eliminiert, weshalb zwei, drei Bierchen pro Woche noch verträglich sein dürften.)

Noch so ein Anti-Soja-Märchen: Soja löst keine Demenz aus! Formaldehyd, das dem billigsten aller indonesischen Tofus zugesetzt wird und bei uns in Lebensmitteln streng verboten ist, kann Demenz bedingen. Mit Bio-Soja aus Europa ist man auf der sicheren Seite (auch was die Pestizitbelastung und die Schäden an der Umwelt betrifft).

Wahr ist hingegen: Soja kann helfen, chronische Lungenerkrankung vorzubeugen und sogar zu behandeln. Ebenso wird Soja mit geringeren Ausbruchs- und niedrigeren Rückfallsraten bei Brustkrebspatienten in Verbindung gebracht. Soja kann vor Darmkrebs, Prostatakrebs und Eierstockkrebs schützen. Soja kann das LDL-Cholesterin (das „böse“ Cholesterin) verringern.

Es bleibt also wichtig, zu betonen: Biologisch produzierte Sojaprodukte sind eine sehr gesunde Ergänzung auf dem Speiseplan, wenn man sich vorwiegend von pflanzenbasierten, unverarbeiteten Lebensmitteln ernährt, die zum allergrößten Teil wahre Kraftstoffpakete darstellen. So kann man alle Vorteile von Soja ausschöpfen und braucht keine Angst vor den negativen Auswirkungen (beispielsweise Mineralmangel durch die Phytinsäure) zu haben.

Ich empfehle diese unabhängige Seite für jene, die sich weiter informieren möchten (kein Sponsoring der Soja-Lobby, hehe): NutritionFacts.org

So, nun aber genug der Fakten und auf auf zum Rezept! 😀

Tahin-Wirsing mit Kürbisspalten und knusprigen Tofusticks

2 Portionen:

  • 170-200g Wirsing
  • 170-200g Butternuss-Kürbis
  • 1 Pkg. Tofu (ich hatte Curry-Mango-Tofu)
  • 2 EL Sesam
  • 1 EL geschrotete Leinsamen
  • 2 EL Pistazien, grob gehackt
  • 2 EL Kürbiskerne, grob gehackt
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Für das Tahin-Dressing:

  • 1 EL Ahornsirup
  • 2 gestr. EL Erythrit
  • Saft v. 1/2-3/4 Zitrone
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Tahin
  • 1 EL Mandelmus (oder anderes Nussmus)
  • Salz, Pfeffer

Für die Tofu-Marinade:

  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Chilisauce (ich hatte selbstgemachte Sriracha-Sauce)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 TL Erythrit
  • 2 EL Erdnussöl

Tofu in Sticks schneiden und mindestens 1 Stunde in der Marinade einlegen. Ab und zu wenden. Am Ende mit Sesam bestreuen und auf ein Backblech legen.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Butternuss-Kürbis in 1cm dicke Spalten schneiden, auf dasselbe Backblech legen, salzen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln.

Die ganze Sache insgesamt 25min rösten. Nach ca. 15min Kürbis und Tofu wenden und außerdem Leinsamen, Pistazien und Kürbiskerne aufs Backblech geben (diese sind dann nur noch 10min im Rohr).

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Kurz vor Ende Salzwasser erhitzen und den in mundgerechte Streifen geschnittenen Wirsing 30 Sekunden lang blanchieren. Gut abtropfen lassen und alles appetitlich anrichten.

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Collage: Festtagsschlemmereien

Hallo ihr Lieben!

Tatsächlich mal wieder ein Posting von mir. 😉 Hiermit übermittle ich mit ziemlicher Verspätung die allerbesten Wünsche fürs neue Jahr und hoffe, dass ihr eine ruhige und erholsame Zeit verbracht habt. 🙂

Ich habe mir zwar vorgenommen, noch im Dezember zu posten, aber es war so furchtbar viel zu tun, dann war ich krank, dann stand Weihnachten vor der Tür – und dann hatte ich zwei wunderschöne Wochen frei, in denen ich mir „Internet-Verbot“ verordnet hab, d.h. keine eMails anschauen (wie fantastisch frei man sich da fühlt!!) und keine längeren Aufenthalte vorm Computer. Dieser Regelung ist dann natürlich auch mein Genussspecht zum Opfer gefallen.

Jetzt wird aber wieder durchgestartet. Und als Auftakt gibt es hier mal eine Collage über diverse Köstlichkeiten, die in den letzten beiden Wochen auf unseren Tisch kamen. Nach und nach werde ich die Rezepte online stellen. Sollte an dem einen oder anderen Gericht besonderes Interesse bestehen, kann ich das gerne vorziehen (einfach einen Kommentar posten).

Ich präsentiere feierlich: (M)ein Grund, warum Urlaub zuhause einfach großartig ist:

Und hier die Speisen im Detail:

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Karfiol-Nuss-Pizzaboden mit Mangold–Fenchel-Belag

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Kohlsuppe

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Taco-Abend: Kurkuma-Bohnen, Guacamole, Chinakohl-Apfel-Topinambur-Gemüse, scharfe Tomatensauce, griechisches Joghurt, Käse

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Herzhafter Brunch: Pochiertes Ei auf Quinoa mit Kürbisspalten, gegrillten Champignons und Mandelblättchen

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Bunter Salat mit Blattsalat, Roten Rüben, Karotten, Erbsen, Fisolen, Schalotten, Granatapfelkernen, Nüssen – mit Dattelvinaigrette

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Linsen-Pirogge auf Paparikakraut mit Kokos“speck“

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Eiernockerl mit Kohlsprossen

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Ofen-Wurzelgemüse mit Minz-Dressing und Granatapfelkernen

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Mangold-Butternuss mit Tofusticks und Cashew“käse“

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Sushi aus der Schale: Vollkornreis, Linsen, Wirsing, Avocado, Granatapfelkerne, Koriander, Gomashio, Nori-Blätter

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Hummus mit Roten Rüben, Karotten, Datteln, Kokos“speck“ und schwarzem Sesam

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Sarah Brittons „Live-Changing-Bread“ mit Guacamole und Sriracha-Sauce

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Butternuss-Kürbis mit Tomatenfülle und Cashew“käse“

Hier seht ihr noch die Gaumenfreuden, die unsere Freunde L. und B. für uns an Silvester in unserer Küche zubereitet haben! Richtig gelesen – das ist die beste Idee überhaupt: andere bei sich zuhause kochen lassen und keine Arbeit haben. 😀 (Na gut, sie wollten unseren Induktionsherd testen, aber grundsätzlich sollte man dieses Konzept als Fixum einführen!)

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Silvester-Menü: Karotten-Harissa-Aufstrich, Piroggen mit Sauerkraut-Pilz-Fülle, Muhammara, Salat mit grünem Gemüse und Roten Rüben, Georgische Wallnuss-Tomatensuppe (in der Terrine); nicht im Bild: Hummus mit Sriracha-Sauce und Salat mit Blattsalat, Paprika und gerösteten Nüssen ❤

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Märchensalat: Rote Rüben, rote Zwiebeln, Avocado, Fisolen, Erbsen, Rucola, Koriander

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Piroggen mit Sauerkraut-Pilz-Fülle

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Karotten-Harissa-Aufstrich mit Pistazien auf griechischem Joghurt

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Schlemmen bis ins neue Jahr! 😀

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Sellerie-Kürbis-Shepherd’s Pie

Noch wächst so einiges auf unseren Beeten: Sellerie, Karotten, Mangold, Rote Rüben, Zuckerhut, Vogerlsalat=Feldsalat, asiat. Senfsalat, Chinakohl, Kohlsprossen=Rosenkohl, Wirsing, Kürbis, die letzten Tomaten, Erdäpfel und Topinambur (gut, diese beiden wachsen nicht mehr, sind aber noch bis zum Verzehr in der Erde).

Und diese beiden Sellerieknollen haben sogar bis jetzt die Schermaus überlebt, erstaunlich! Ein Tipp für den Sellerie-Anbau, der mir bisher nie geglückt ist: Gebt unter jedes Pflänzchen einen Teelöffel normales Küchensalz, dann werden sich dicke Knollen bilden. Bei mir wurden es nämlich meist ausgewachsene, dünne Wurzeln, aber keine richtigen Knollen. Das liegt daran, dass Sellerie naturgemäß auf Böden mit hohem Salzgehalt wächst, ein normales Kompostbeet diese Bedingungen aber nicht ordentlich erfüllt.

Ich steh total auf Sellerie. Und auf Kürbisse. Und auf Shepherd’s Pie. Letzterer wird allerdings klassisch mit Fleisch und Erdäpfel-Topping gemacht. Kombiniere, kombiniere…

3-4 Portionen (mit einem großen Salat dazu reicht’s für 4; kann auch gut aufgewärmt werden):

  • 300g Knollensellerie
  • 4 Stängel Selleriegrün
  • 150g Erdäpfel (kann durch noch mehr Sellerie, Pastinaken oder Topinambur ersetzt werden; ich habe allerdings eine Low Carb-Version einer strengen No Carb-Version vorgezogen)
  • 1 kl. Hokkaido-Kürbis (ca. 350g mit Kernen und Schale; noch kohlenhydratärmer wäre Butternuss-Kürbis)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Eier
  • 60g Cheddar
  • 2 geh. EL Radieschenblätter-Pesto (oder anderes grünes Pesto)
  • 1 Msp. Kurkuma
  • 1 Msp. Muskat
  • je 1 TL Paprikapulver, ganzer Kümmel und Bio-Gemüsesuppenpulver
  • Salz, Pfeffer, Erdnussöl

150g vom Sellerie und die Erdäpfel würfeln und zusammen in wenig Salzwasser weich dünsten.

Eier trennen, den Dotter zum gedünsteten Gemüse geben, aus dem Eiklar Schnee schlagen.

Gemüse-Eier-Mischung würzen, Kurkuma und Gemüsesuppenpulver zugeben und pürieren. Ca. 1/4 des Cheddards unterheben. Etwas abkühlen lassen.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken; 150g vom Sellerie sowie das Selleriegrün und den Kürbis grob würfeln. Alles zusammen in Erdnussöl anbraten und kräftig würzen.

Eischnee vorsichtig unter das Püree heben.

Backrohr auf 175°C Heißluft vorheizen.

Eine Auflaufform fetten und wie folgt schichten: Gemüsewürfel unten, restlichen Käse aufstreuen, Püree darauf streichen.

40min bei 175°C Heißluft backen.

Dazu passt ein frischer, grüner Salat (wir hatten Zuckerhut-Salat mit Kernöl).

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